Posted on Dezember 30, 2022
Mosaiksteine Jahresrückblick 2022
Schon wieder ein Jahr vorbei und somit ist es Zeit für den traditionellen Jahrerückblick auf Mosaiksteine. Für mich war es, wie schon letztes Jahr privat kein einfaches, aber es hatte auch einige Highlights parat, die wie so oft mit dem Reisen zu tun hatten.
Für den Blog war ich wieder sehr fleißig und konnte inklusive diesem Jahresrückblick 21 neue Artikel veröffentlichen (einige alte wurden auch überarbeitet). Davon waren 11 Beiträge neue Rezepte (bei denen der Fokus auf süßen und saisonalen Zutaten lag), zwei neue vegan Guides und 7 ausführliche Reiseberichte. In diesem Jahr war ich außerdem wieder deutlich mehr unterwegs, als die letzten zwei Jahre, was mir sehr gefehlt hat. Insgesamt war ich in acht verschiedenen Ländern unterwegs, von denen drei komplett neu für mich waren und eines schon sehr lange ganz oben auf meiner Reisewunschliste stand.
Januar

Im Januar probierte ich direkt meine neuen Food-Foto Hintergründe und mein neues Objektiv aus, die ich mir Ende 2021 zugelegt hatte. Dabei entstand dieses einfache Rezept für veganes Spekulatius Tiramisu, dass jetzt im Dezember nochmal sehr beliebt war. Die Fotos können sich sehen lassen, oder?!
Februar

Im Februar gab es hier mein Rezept für veganen Schoko-Gewürzkuchen. Außerdem habe ich meinem Rezept für Blumenkohlsuppe neue Fotos verpasst und wir konnten den 18. Adoptionstag von meinem Hund feiern.
März

Der März war der härteste Monat in diesem Jahr. Zu Anfang verbrachten wir noch ein paar kalte Tage an der Mosel, dann erwischte uns nach zwei Jahren Pandemie Corona und Ende des Monats mussten wir uns schweren Herzens von unserem geliebten Hund verabschieden. Er fehlt mir jeden Tag!
April

Im April versuchte ich mich mit vielen Ausflügen und anderen schönen Dingen abzulenken. Ich bin weiter auf dem Rheinsteig gewandert (in diesem Jahr bin ich fast bis nach Koblenz gekommen) und habe hier meinen Artikel zu den ersten Rheinsteig Etappen durch das Siebegebirge geteilt. Kurz vor Ostern war ich nochmal auf der Narzissenwanderung in der Eifel und Ende des Monats in Venlo. Bei neuen Rezepten war ich auch fleißig: es gab veganen Hefezopf und Bärlauch Risotto.
Mai

Der Mai war erneut ein Rezepte-Monat. Es gab zwei neue Spargel-Rezepte: Blätterteig-Spargel-Taschen und Couscous Spargel Salat. Und ich versuchte mich mit veganen No Bake Erdbeertörtchen an einem rohveganen Dessert. Ich war weiter viel wandern (unter anderem im Ahrtal) und gönnte mir bei der Esskalation in Bonn ein richtig leckeres veganes Fine-Dining Menü (mehr dazu in meinem vegan in Bonn Guide).
Juni

Im Juni stand dann der Sommerulaub an. Vorher war ich aber noch in Köln auf dem Ärzte Konzert (das wie erwartet grandios war). Danach ging es für zwei Wochen zum Camping an den Bodensee. Dort erkundeten wir viele tolle Ausflugsziele und unternahmen auch je einen Ausflug nach Österreich und in die Schweiz. Mehr dazu lest ihr in meinem Artikel: Bodensee – 9 Ausflugsziele und praktische Tipps für deinen Urlaub.
Juli

Im Juli gab es hier mein Rezept für Johannisbeer Muffins mit Streuseln, die ich mit Johannisbeeren aus dem Garten gebacken habe. Außerdem zog Anfang des Monats unser neues Familienmitglied ein: die fünf Monate alte Fine, ein Hundewelpe. Sie kam durch den Tierschutz aus Portugal zu uns, hat sich seitdem sehr gut eingelebt und sorgt jeden Tag für Freude. Reisen standen auch wieder ein paar an: Anfang des Monats nutzte ich das 9-Euro-Ticket für einen Tagesausflug nach Mainz, Mitte des Monats fuhr ich mit meiner Mutter für zwei Tage nach Paris.
August

Im August stand eigentlich eine weitere Reise an, es sollte ins Elsass gehen. Leider stürzte ich am ersten Tag blöd und brach mir das Sprunggelenk. Deswegen hieß es für die nächsten Wochen mal wieder Fuß hochlegen, was mir aber Zeit für neue Artikel gab. Ich schrieb einen ausführlichen Artikel mit allen meinen Paris Tipps (schließlich war ich mittlerweile schon sechs Mal dort) und habe endlich meinen vegan in Köln Guide veröffentlicht (der übrigens stetig erweitert wird). Außerdem gab es ein Rezept für vegane Aprikosen Galette und mein vegan in Paris Guide bekam ein Update.
September

Im September gab es hier Rezepte für vegane Cake Pops und veganen Zwetschgenkuchen. Außerdem schaffte ich es endlich meinen Tagesausflug nach Verona zu verbloggen (dort war ich 2019) und es standen letzte Reisevorbereitungen für meine größte und schönste Reise in diesem Jahr an: nachdem es bei den ersten beiden Anläufen nicht geklappt hatte ging es dieses Jahr endlich für ganze drei Wochen nach Südafrika.
Oktober

Die letzte Septemberwoche und die erste Hälfte des Oktobers verbrachte ich auf einer dreiwöchigen Rundreise durch Südafrika. Damit konnte ich mir einen großen Reisetraum erfüllen und meine Erwartungen an das Reiseziel wurden sogar noch weit übertroffen. Glücklicherweise war auch mein Fuß bis zum Reisestart soweit geheilt, dass ich alles problemlos mitmachen konnte. Es ging zuerst ganz in den Norden zur Panorama-Route und in den Krüger Nationalpark, durch Swasiland bis nach St. Lucia an den indischen Ozean, zum Wandern in die Drakensberge, nach Lesotho und entlang der Garden Route bis nach Kapstadt. Ein Highlight folgte auf das andere und mich haben vor allem die vielen Begegnungen mit wilden Tieren sehr beeindruckt. Wieder zurück erwischte mich erstmal eine dicke Erkältung und auf dem Blog gab es den schon vorher vorbereiteten Artikel zu meinem Tagesausflug an den Comer See.
November

Im November traf mich erstmal der Post-Travel-Blues. Immerhin schaffe ich es aber, schon meinen vegan in Südafrika Guide fertigzustellen. In Köln entdeckte ich mit dem Shaka Zulu ein südafrikanisches Restaurant mit veganen Optionen, die ich natürlich gleich testen musste.
Dezember

In diesem Jahr wollte bei mir so gar keine Weihnachtsstimmung aufkommen, obwohl ich Anfang des Monats schon auf einem Weihnachtsausflug in Maastricht war und wir Mitte des Monats sogar schon den ersten Schnee hatten. Dafür schaffte es ein weiterer Südafrika Artikel auf den Blog: Meine Erfahrungen auf Jeep-Safari im Krüger Nationalpark, einer der schönsten Tage der Reise.
Aktuell wühle ich mich noch durch die über 2.000 Fotos und arbeite an weiteren Artikeln, auf die ihr euch dann im nächsten Jahr freuen könnt. Für den Blog habe ich schon viele Ideen, aber wie immer zu wenig Zeit um alle sofort umzusetzen. Ein paar kleinere Reisen sind schon in Planung, mein Fernweh ist größer denn je und ich bin gespannt wohin es mich nächstes Jahr verschlägt. Aber natürlich freue ich mich auch auf viel Zeit mit Hund und auf weitere Wanderungen in der Umgebung.
Ich wünsche euch alles Gute für 2023!
Rückblicke der letzten Jahre:
Jahresrückblick 2015
Jahresrückblick 2016
Jahresrückblick 2017
Jahresrückblick 2018
Jahresrückblick 2019
Jahresrückblick 2020
Jahresrückblick 2021
Updated on März 4, 2023
Ein Tag auf Jeep-Safari im Krüger Nationalpark – meine Erfahrungen
Der Krüger Nationalpark ist eines der beliebtesten Reiseziele in ganz Südafrika. Für viele Reisende, mich eingeschlossen, zählt der Wunsch wilde Tiere zu sehen zu den Hauptgründen für eine Reise nach Südafrika und das kann man hier ganz besonders gut. Ich war zwar nur für einen Tag im Park, aber dieser Tag auf Jeep-Safari war mein absolutes Highlight während meiner drei Wochen in Südafrika. Was ich alles erlebt habe und wie so eine Safari abläuft lest ihr in diesem Beitrag.

Der Krüger Nationalpark
Mit rund 20.000 km² Fläche ist der Krüger Nationalpark der größte Nationalpark Südafrikas. Gelegen ist er im Nord-Osten des Landes, im Westen angrenzend an Mozambik und knapp vier Autostunden entfernt von Johannesburg. Im Park hat man gute Chancen die „Big five“ zu sehen (ich habe an einem Tag Elefanten, Büffel, Nashörner und Löwen gesehen). Außerdem gibt es noch viele weitere Säugetiere, Vögel und Reptilien zu entdecken.
Der Safari-Tag
An unserem Safaritag heißt es früh aufstehen. Um 5:30 Uhr treffen wir uns an der Rezeption wo schon zwei Guides mit ihren Safari-Jeeps auf unsere Gruppe warten. Schnell teilen wir uns auf, klettern in die Fahrzeuge und los geht’s. Von unserer Unterkunft fahren wir etwa eine Stunde bis zum Numbi Gate. Die Tore im Krüger Nationalpark öffnen je nach Saison zwischen 5:30 und 6:00 Uhr. Wer viele Tiere sehen möchte, der sollte früh da sein, denn in der Dämmerung sind sie meist aktiver.
Im Park angekommen wird erstmal die Plane unseres Jeeps hochgeklappt, damit keine Plastikfenster unsere Sicht versperren. Dann geht es los. Auf den Straßen ist eine Maximalgeschwindigkeit von 40km/h vorgeschrieben (50km/h auf asphaltierten Straßen) und so fahren wir doch recht zügig in den Busch. Schon nach wenigen Minuten tauchen in den Büschen neben uns die ersten Elefanten auf. Sie rupfen gemächlich frisches Grün von den Bäumen, ein kleinerer Elefant läuft vor unserem Jeep über die Straße. Schon jetzt weiß ich, dass dieser Tag etwas ganz besonderes wird. Es ist einfach ein unvergleichliches Erlebnis die Tiere so nah und ihrer natürlichen Umgebung sehen zu dürfen. Tausend Mal besser und in keinster Weise zu vergleichen mit einem Zoo.

Wir biegen ab auf die erste Sandstraße und rumpeln mit dem Jeep über die vielen kleinen Schlaglöcher. Als wir ein weiteres Auto sehen, bleiben wir auch stehen (andere Jeeps oder Autos auf Selbstfahrer-Safari sind meistens ein Zeichen für Tiersichtungen). Diesmal brauche ich eine Weile um die Tiere zu entdecken: es sind Zwergmangusten, die ihre Köpfe neugierig aus dem trockenen Gras strecken. Die hätten wir bei voller Fahrt wohl nicht erspäht.

Ein Stück weiter entdecken wir die ersten Impalas und ein paar Zebras. Impalas sind eine kleine und die wohl häufigste Antilopenart im Krüger Park (unser Guide hat uns jedenfalls eine Sichtungs-Garantie für Impalas gegeben). Man trifft sie in kleinen Herden und oft zusammen mit Zebras an.

Während der Fahrt können wir teils Kilometerweit über die Landschaft schauen. Der Busch erstreckt sich über sanfte Hügel mit ein paar markanten Felsen in der Ferne. Bewachsen ist er vor allem mit Gras und kleinen Büschen, größere Bäume sind selten. Dennoch ist es nicht einfach die gut getarnten Tiere in großer Entfernung auszumachen. So auch eine Giraffe, die plötzlich wenige Meter von der Straße entfernt durch den Busch läuft. Leider sucht sie schnell das Weite, sodass mir nur ein unscharfes Foto gelingt. Für heute soll es außerdem die einzige Giraffe bleiben die wir sehen.

Dafür wartet kurz danach eins der Highlights des Tages. Zuerst sehen wir eine Hyäne, die ein paar Meter neben der Straße durch das Dickicht läuft. Wenig später finden wir ihren Bau direkt neben der Straße, in der ihre zwei Jungen warten. Die Kleinen hocken vor der Höhle und gucken neugierig in die Umgebung. Als sie merken, dass von den Jeeps keine Gefahr ausgeht, versuchen sie ihr Glück und schauen bettelnd zu den Passagieren nach oben. Gut, dass sie hier nichts bekommen, aber scheinbar haben sie schon gelernt, dass es eine lohnenswerte Futterquelle sein kann, auch wenn Tiere Füttern im Park natürlich strengstens verboten ist.

Auf dem weiteren Weg sehen wir noch eine Impala-Herde, bei der zwei Böcke spielerisch das Kämpfen trainieren. Ein tolles Fotomotiv.

Langsam wird es Zeit für die Frühstückspause, also steuern wir den nächsten Rastplatz an. Nur auf diesen gekennzeichneten Plätzen ist es erlaubt das Auto zu verlassen. Aber auch hier muss man achtgeben. Die Plätze sind nicht umzäunt und es kann jederzeit ein Tier vorbeilaufen. Unser Guide erzählt uns, dass dieser Platz erst vor ein paar Wochen gesperrt werden musst, weil Löwen sich hier mit ihrer Beute niedergelassen hatten.
Auf dem Rastplatz haben wir Gelegenheit zu Frühstücken und zur Toilette zu gehen. Auch einen kleinen Souvenirshop und einen Snackstand gibt es hier. Wir haben Verpflegung vom Hotel dabei: Sandwiches, frisches Obst und einen Fruchtsaft. Die verspeisen wir auf den Picknickbänken und halten währenddessen Ausschau nach Vögeln die vorbeifliegen.
Nach der Pause geht es wieder in den Jeep und wieder dauert es nicht lange bis zur ersten Sichtung. Eigentlich wollten wir nur kurz anhalten um die Weite der Landschaft zu fotografieren. Dabei hat unser Guide in einem Baum hinter uns eine große Python entdeckt. Die Schlange hat sich in einer Astgabel zusammengerollt und ist durch ihre typische Musterung gut getarnt.

Da wir jetzt schon eine Weile im Krüger Park unterwegs sind und auch noch einige Zeit bleibt, bis wir wieder hinausfahren müssen geht es wieder auf eine der Schotterpisten. Aber noch bevor wir auf diese Straßen abbiegen sehen wir ein paar grasende Büffel am Straßenrand. Nr. 2 der „Big five“: Check!

Angefixt durch die vorbeifliegen, bunten Vögel die wir während der Frühstückspause gesehen haben, halten wir jetzt auch nach diesen mehr Ausschau. Wir sind schnell erfolgreich und spotten einen südlichen Gelbschnabeltoko, einen Nashornvogel mit großem, gebogenen, gelben Schnabel. Der Vogel setzt sich sogar fotografisch perfekt in Szene indem er uns seinen Schnabel im Profil zeigt.

Kurz darauf warten die zwei nächsten Highlights. Zuerst treffen wir auf einige gemütlich grasende Breitmaulnashörner. Sie sind so dicht neben der Straße, dass wir die Struktur ihrer Haut mit bloßen Augen erkennen können. Außerdem fällt mir auf, wie kleine ihre Augen im Verhältnis zum restlichen Gesicht sind. Nashörner gehören zu dem am stärksten von Wilderei bedrohten Tierarten. Auch wenn Südafrika mit strengen Maßnahmen und immer besser geschulter Anti-Poaching-Einheiten gegen Wilderer vorgeht ist die Zahl der Breitmaulnashörner weltweit von über 20.000 Individuen 2012 auf 16.000 Tiere Ende 2021 zurückgegangen (Quelle IUCN). Sie werden zum Ziel wegen ihrem Horn, dem medizinische Wirkung nachgesagt werden, obwohl es wie menschliche Fingernägel nur aus Keratin besteht.

Für mich war es jedenfalls eine sehr besondere Begegnung mit diesem so seltenen Tier und ich hoffe sehr, dass die Wilderei noch weiter eingedämmt werden kann.
Auf das zweite Highlight macht uns ein Pärchen aufmerksam, die uns mit dem Auto entgegen kommen. Wir erzählen von den eben gesichteten Nashörnern, sie haben ein Stück weiter Löwen entdeckt, also nichts wie hin da! Die nächsten Minuten ziehen sich wie Kaugummi, denn die Sichtung ist nicht hinter der nächsten Kurve, sondern lässt gefühlt ewig auf sich warten. Gedanklich fürchte ich schon die Löwen zu verpassen. Völlig unbegründet, denn sie liegen dösend im Schatten und lassen sich auch nicht im Mindesten von der Ansammlung Fahrzeuge, die sich an der Straße gebildet haben beeindrucken. Es ist ein Rudel aus fünf Tieren: vier Löwinnen und ein Löwe, der sich mit seiner Mähne aber hinter einem Busch versteckt. Nur die Schnauze sehe ich kurz zwischen den Ästen hervorblicken.

Wer jetzt annimmt, das es nach den Sichtungen der großen Tiere langweilig wird hat falsch gedacht. Ich persönlich fand etwa die verschiedenen Antilopenarten genauso spannend wie die „Big five“. Kurz nach den Löwen sehen wir einen Kudu-Bock. Diese Antilopen sind groß, dunkelbraun mit weißen Streifen und haben elegant gedrehte Hörner. Später sehen wir erst einen männlichen und einen weiblichen Steinbock (sehr kleine Antilopen die meist auf eigene Faust unterwegs sind) und eine Gruppe Wasserböcke (größere Antilopen erkennbar am weißen Ringförmigen Streifen am Hinterteil).



Dann geht es zu einem kleinen Wasserloch. Schon bei der Anfahrt können wir sehen wie zwei Elefanten darauf zulaufen um dort zu trinken. Dann beobachten wir, wie sie das Wasser mit dem Rüssel aufsaugen und sich in den Mund laufen lassen. Eine weitere kleine Gruppe Elefanten mit ein paar jüngeren Tieren wartete unter einem Baum. Kurz später geht es dann entlang eines (ausgetrockneten) Flussbettes. Allein die Landschaft ist beeindruckend. Wir können Elefanten und Kudus beobachten, die durch das Flussbett laufen und das Grün fressen. Zwei große Elefanten überqueren auf der Route die Straße vor unserem Jeep. Außerdem entdecken wir in etwas weiterer Entfernung noch ein Löwenmännchen, das im Schatten vor einem Busch liegt. Einer der wenigen Momente in denen ich mein Teleobjektiv für ein Foto hervorkrame.



Mit noch ein paar Elefanten-, Zebra-, Kudu- und Impala-Sichtungen zwischendurch geht es dann für die zweite Pause nach Skukuza. Dort befindet sich das Hauptcamp des Krüger Nationalparks. Man kann hier also auch übernachten, aber natürlich auch nur eine Pause einlegen. Wir nutzen diese um etwas zu essen und ein paar Souvenirs zu shoppen. Währenddessen können wir einige spannende Tiere beobachten: mehrere Echsen, darunter eine leuchtend blaue, einen Rotschulter Glanzstar (entgegen des Namens auch mit blaugrün schimmernden Federn) und eine Horde Paviane die an einer der strohgedeckten Hütten spielen und darauf lauern, dass Touristen Essbares in den offenen Jeeps vergessen.

Nach der Pause wird es langsam Zeit wieder zum Nambi Gate zurückzufahren. Natürlich nicht ohne auf dem Weg noch Zeit für Sichtungen einzuplanen. Denn selbst wenn man nicht für Tiere am Straßenrand anhält, können die Tiere auch schonmal den Fahrweg blockieren. So bildet sich auch auf unserer Strecke ein kleiner Stau. Grund dafür ist eine große Elefantenherde von sicher an die 50 Tiere, die nach und nach über die Straße wandern. Einige laufen sogar ein Stück auf der Straße direkt vor unserem Jeep her. Was für ein Glück wir haben, so viele Elefanten zu sehen!

Einen kleinen Abstecher unternehmen wir noch zu einem größeren Wasserloch. An dessen einem Ende spotten wir einen Weißkopfseeadler. Auch ein paar Nilpferde verstecken sich kurz unter der Wasseroberfläche, nur ihre Ohren schauen heraus. Auf der anderen Seite kommen gerade ein paar Warzenschweine zum trinken an und im Uferschlamm lauert ein Krokodil und wartet auf Beute.


Dann geht es endgültig zurück zum Tor, mit noch ein paar Sichtungen von Zebras, Elefanten, Antilopen und einem Gnu. Am Tor werden dann die Fensterplanen wieder runtergeklappt und es geht zurück zu unserer Unterkunft. Dort machen wir noch ein Abschiedsbild mit unserem Guide vor dem Jeep, nach den tollen Erlebnissen alle mit breitem Grinsen im Gesicht.

Meine Erfahrungen
Wir ihr lesen könnt war der Safari-Tag im Krüger Nationalpark ein super tolles Erlebnis. Wir haben so viele Tiere gesehen und ich fand alle super spannend. Für mich war schnell klar, dass ich irgendwann nochmal mit mehr Zeit wiederkommen muss um weitere Abschnitte des Parks kennenzulernen. Dann würde ich gerne auch in den Camps innerhalb übernachten. Falls ihr eine Reise nach Südafrika plant kann ich nur empfehlen auch einen Besuch im Krüger Park einzuplanen. Selbst wenn es nur für einen Tag ist wird es sich lohnen!
Praktische Tipps für den Krüger Nationalpark:
– Wir hatten eine geführte Tagestour mit Pick up an der Unterkunft. Wenn man nur einen Tag Zeit hat würde ich das auch empfehlen, weil man so einfach mehr sieht und den Safari-Tag komplett genießen kann.
– Für die Fahrt im offenen Jeep würde ich auch einen Pulli oder einen leichte, winddichte Jacke mitnehmen. Auch wenn es Tagsüber sehr warm wird ist es morgens und mit dem Fahrtwind sehr frisch.
– Zum Fotografieren hatte ich meine Canon EOS 550D dabei mit 18-135mm Zoom und 75-300mm Tele-Objektiv. Das Teleobjektiv habe ich allerdings nur ein paarmal gebraucht, für die meisten Bilder hat das normale Zoom gereicht.
– Der Krüger Nationalpark ist Malaria-Risikogebiet. Um einer Ansteckung vorzubeugen habe ich Mückenschutzmittel verwendet und eine Malariaprophylaxe eingenommen. Informiert euch dazu am besten im Vorfeld der Reise bei eurem Arzt.
Weiterlesen zu Südafrika:
Vegan in Südafrika
Kap-Halbinsel Südafrika: Highlights an einem Tag
Kapstadt: in drei Tagen die Highlights der Mother-City entdecken
Updated on Mai 28, 2025
Vegan in Südafrika: Hotel- und Restauranttipps
Im Herbst 2022 habe ich mir einen lange gehegten Reisewunsch erfüllt und bin drei Wochen durch Südafrika gereist. Da es meine erste Fernreise war, habe ich mich mit einer Freudin einer organisierten Rundreise mit kleiner Gruppe angeschlossen. Frühstück und Abendessen gab es meistens im Hotel, vegane Verpflegung hatte ich im Vorfeld angemeldet. Welche Unterkünfte ich im Nachhinein empfehlen kann und welche Restaurants ich sonst noch auf eigene Faust getestet habe lest ihr hier.

Veganfreundliche Hotels in Südafrika
Muluwa Lodge – Glamping beim Krüger Nationalpark
In der Muluwa Lodge haben wir zwei Nächte verbracht und von dort unsere Jeep-Safari in den Krüger Nationalpark unternommen. Untergebracht waren wir in Glamping Zelten. Diese waren auf großen Holzplattformen errichtet und von der Terrasse hatten wir einen weiten Ausblick auf die Landschaft. Innen gab es ein gemütliches Doppelbett und ein großes Bad mit Regendusche. Hier konnten wir abends mit den Geräuschen aus dem Busch einschlafen und wurden morgens von einem traumhaften Sonnenaufgang geweckt.



Die Lodge beheimatet außerdem selbst einige Tiere, etwa Giraffen, Impalas, Kudus und Strauße, die man teilweise auch direkt neben den Zelten antrifft. Wir sind z.B. auf dem Weg zum Frühstück an ein paar grasenden Kudus vorbeigelaufen.

Frühstück und Abendessen gab es in einem großen, offenen Gebäude neben der Rezeption. Beim Check-In wurden wir nach Allergien und Ernährungsgewohnheiten gefragt und ich konnte meinen veganen Essenswunsch anbringen.
Am ersten Abend gab es ein Braai, neben den Tischen waren Lagerfeuer angezündet und es wurde gegrillt. Als vegane Alternative gab es am Buffet den klassischen Pap (Getreidebrei aus Maismehl) und eine Soße aus Tomaten und Zwiebeln. Auf Nachfrage habe ich aus der Küche außerdem noch eine große Portion Pasta mit Gemüsesoße bekommen.

Am nächsten Tag ging es ganz früh los Richtung Krüger Park, darum haben wir ein Lunchpaket mitbekommen. Meine vegane Variante war ein Sandwich mit Salat und Tomate, außerdem gab es Obst. In meinem Paket waren allerdings auch ein nicht veganer Joghurt und ein nicht veganer Müsliriegel.
Am zweiten Abend gab es als Vorspeise Butternut-Soup/Kürbissuppe (ohne Sahne bestellen) und als veganes Hauptgericht mit Couscous gefüllte Paprika.

Beim Frühstück am zweiten Tag gab es zwar keine explizit vegane Alternative, aber am Buffet genug Auswahl. Es gab Kartoffelecken, gebratene Pilze, Tomaten, Toast, Marmelade, Obst und Saft.
Fazit: das vegane Angebot ist zwar noch Ausbaufähig, aber die Lodge selbst hat mir so gut gefallen, dass ich sie auf jeden Fall hier empfehlen wollte.
Adresse: Likweti Bushveld Estate Curlews Road, White River, 1240, Südafrika
Website
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The Cavern – Naturnah in den Drakensbergen
The Cavern war unsere Unterkunft für zwei Nächte in den Drakensbergen und hier hat es mir während der ganzen Reise am Besten gefallen. Die Lodge liegt wunderbar naturnah, die Zimmer verteilen sich über mehrere kleine Gebäude und dazwischen sind Beete mit allen möglichen Pflanzen angelegt. Der Royal Natal Nationalpark ist nicht weit entfernt, man kann aber auch einige Wanderungen direkt von The Cavern aus starten. Untergebracht waren wir hier in einem gemütlichen Doppelzimmer mit Bad und Balkon in einem der Reetgedeckten Häuser. In The Cavern leben mehrere Hunde und Katzen, von denen eine sich direkt bei uns ins Zimmer geschlichen hat.


Beim Abendessen gab es auf Nachfrage ein extra Menü mit vegetarischen und veganen Optionen. Am ersten Abend gab es für mich Butternut-Soup, Auberginen-Linsen-Curry mit Blumenkohlreis und gebratenem Gemüse und Obstsalat mit Sorbet. Am zweiten ein Rote Beete-Acovado-Tartar und Linsen-Gemüse-Curry mit Reis. Von allen Hotelessen während der Reise hat es mir hier am Besten geschmeckt.




Zum Frühstück gab es ein Buffet mit einer großen Obstplatte, verschiedene Nüsse und Müslis, Toast, Marmelade und man konnte sich a la Carte Mabela Porridge bestellen (ein Hirse Porridge), dass ich mit Obst und Nüssen gegessen habe. Außerdem habe ich auf Nachfrage Mandelmilch für meinen Kaffee bekommen. Frischen Saft gab es auch.


Adresse: District Road D119, End of D119, Northern Drakensberg, Bergville, 3350, Südafrika
Website
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Malealea Lodge – Authentisches Erlebnis in Lesotho
Die Malealea Lodge liegt nicht in Südafrika, sondern in Lesotho. Wir verbrachten hier zwei Nächte unserer Reise. Die letzten Kilometer nach Malealea und zur Lodge führten über eine ruckelige Straße mit vielen Schlaglöchern. Dafür liegt die Lodge sehr ruhig, aber mitten im Dorf. Übernachtet haben wir in kleinen runden Hütten, die den traditionellen Hütten der Basothos nachempfunden sind. Das Gelände war sehr schön gestaltet und mit vielen Pflanzen dekoriert, außerdem liefen einige Schafe und ein Esel umher. Die Lodge wird als Community Projekt der Einwohner betrieben um Jobs zu schaffen und zusätzliches Geld in den Ort zu bringen.


Das Essen gab es im Restaurant neben der Bar in Buffetform. Wir Vegetarier und Veganer wurden aber sogar vorab gefragt, was wir als Alternative haben wollten und so bekamen wir am ersten Abend vegane Burgerbratlinge und am zweiten einen Sojahack-Auflauf. Am Buffet gab es außerdem Kartoffeln, Reis, gebackenen Kürbis und Gemüse oder Bohnen in Tomatensoße. Zum Frühstück gab es Müsli, Cornflakes, Obstsalat, Toast mit Marmelade und dazu Saft. Hier habe ich mich besonders über die vegane Alternative gefreut, weil es nochmal gezeigt hat, wie viel Mühe sich mit der Lodge gegeben wird und wie viel Wert darauf gelegt wird, dass sich alle Gäste wohlfühlen.


Adresse: Malealea Village, Malealea, Lesotho
Website
Happylands – Bed & Breakfast beim Addo Elephant Park
Im Happylands Bed & Breaktfast haben wir eine Nacht nach der Safari im Addo Elephant Park verbracht. Mehrere gemütliche kleine Häuser verteilen sich dort über ein Anwesen mit großem Garten. In unserem Zimmer gab es sogar eine kleine Küche, wir hatten fürs Abendessen aber schon Takeaway aus dem Addo Cattle Baron Grill & Bistro dabei (dort gab es vegane Burger).
Dafür haben wir hier am nächsten Morgen extra veganes Frühstück bekommen (statt der Eierspeisen die man sich sonst bestellen konnte) und es gab wieder ein kleines Buffet mit Müsli, Toast und Saft. Außerdem hat jeder eine Schale Obst bekommen mit Orangen und Maulbeeren frisch aus dem Garten. Unser veganes Frühstück bestand aus Avocado, Tomaten, gegrilltem Gemüse und Kartoffelecken.

Adresse: R336, Summerville Eastern cape, 6107, Südafrika
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Oue Werf Country House – Rustikale Unterkunft bei Outshoorn
Im Oue Werf Country House hat man eine alte Farm in eine rustikale aber gemütlich Unterkunft verwandelt. Gegen Voranmeldung kann man hier auch zu Abend Essen und auf Wunsch bekamen wir ein veganes Dinner. Das bestand aus Butternut-Soup, Linsen-Auflauf mit Kartoffeln und Gemüse und Obstsalat zum Nachtisch. Für das Dinner und ein Getränk haben wir ca. 300 ZAR pro Person gezahlt.


Adresse: Oudtshoorn, 6620, Südafrika
Website
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Vegane Restaurants in Kapstadt
In Kapstadt hatten wir dann endlich die Möglichkeit verschiedene vegane Restaurants zu testen. Hier waren wir dann ohne die Gruppe unterwegs. Besucht haben wir drei verschiedene komplett vegane Restaurants und einen Food Markt, Kapstadt bietet aber noch mehr Optionen. Preislich waren die veganen Restaurants sehr günstig. Hauptgerichte haben meist zwischen 70-120 ZAR gekostet, zusammen mit einem Kaffee oder einem Smoothie und Trinkgeld (ca. 10% sind üblich) lagen wir pro Person unter 200 ZAR.
Scheckter’s Raw
Ein schönes, modern eingerichtetes Restaurant im Stadtteil Seapoint mit einigen Sitzgelegenheiten Innen. Die Karte bietet sowohl Frühstücks- als auch Lunch-Gerichte, von klassischem veganen Fast Food, über Raw und Glutenfreien Optionen ist alles dabei (entgegen dem Namen sind nicht alle Gerichte Rohkost). Für uns gab es erstmal einen köstlichen Iced Latte, anschließend probierten wir den Trump Dog (einen veganen Hot Dog) und die Mexican Bowl (mit Quinoa, schwarzen Bohnen, Mais, Zucchini, Paprika und Spinat). Als Snack nahm ich mir noch einen Kürbis Donut und einen Bananenmuffin mit. Alles hat wirklich lecker geschmeckt und auf der Karte hätten wir auch noch spannende Gerichte für einen zweiten Besuch gefunden.


Adresse: 98 Regent Rd, Sea Point, Cape Town, 8060, Südafrika
Website
The Sunshine Food Co
Dieser kleine Laden liegt ebenfalls in Seapoint, in der Nähe vom Green Point Park. Es gibt dort verschiedene Säfte und Smoothies (die alle frisch zubereitet werden) und ein paar warme Gerichte wie Burger, Wrap und Salat, die alle aus den gleichen Basiszutaten bestehen. Wir haben uns dort Abends Essen zum Take Away geholt, der Laden selbst ist so klein, dass es nur zwei Sitzplätze gibt. Für mich gab es einen grünen Smoothie mit Avocado und den Burger Wrap, der mit einem Linsen-Dal serviert wurde. Beides war sehr lecker und im Laden wurden wir sehr nett empfangen.

Adresse: 2 M61, Three Anchor Bay, Cape Town, 8005, Südafrika
Website
Plant Café
Das Plant Café liegt in Camps Bay, hier waren wir Nachmittags nach dem Besuch in Kirstenbosch Gardens. Der Hop on-Hop off Bus hält auch in Camps Bay und so sind wir nach dem Sightseeing hier ausgestiegen um etwas zu Essen. Die Karte in dem komplett veganen Café ist wirklich umfangreich und bietet sowohl Frühstück den ganzen Tag, als auch die verschiedensten Lunch/Dinner Gerichte. Von Pizza und Pasta, über Salate und Burger, bis hin zu asiatischer, französischer und mexikanischer Küche ist alles dabei. Glutenfreies und Gerichte die Nüsse enthalten sind auf der Karte gekennzeichnet. Probiert haben wir die Cheese Sticks und die Lasagne (eine sehr große Portion). Wirklich lecker (wobei ich bei den Cheese Sticks mehr erwartet habe) und auch hier wären wir wegen der Auswahl auf der Karte mit mehr Zeit sicher noch ein zweites Mal vorbeigekommen.


Adresse: 87 Victoria Rd, Camps Bay, Cape Town, 8000, Südafrika
Website
V&A Food Market
Am letzten Tag in Kapstadt waren wir vor dem Abflug noch an der Waterfront unterwegs und haben auf dem Food Market etwas gegessen. In der Markthalle gibt es viele Verkaufsstände für süße und herzhafte Gerichte. Einige davon bieten auch vegane Optionen. Ich habe z.B. veganes Eis, Pastagerichte, Frozen Yoghurt und Falafel gesehen. Im oberen Stockwerk war außerdem noch ein Stand der südafrikanische Gerichte und eine vegane Platte im Angebot hatte und ein koreanischer Fast Food Stand, wo wir frittierte Blumenkohl Bites und Corn Dogs probiert haben (ohne Foto, weil es bei dem schlechten Licht und weil ich wohl sehr hungrig war total verwackelt ist).

Adresse: The Old Power Station Building, Pier Head, 19 Dock Rd, Victoria & Alfred Waterfront, Cape Town, 8005, Südafrika
Website
Was ihr sonst noch in der Stadt entdecken könnt lest ihr in meinem Artikel zu meinen Kapstadt Highlights.
Weitere veganfreundliche Restaurants in Südafrika
Braza in St. Lucia
In diesem Grillrestaurant standen auf der Karte auch einige vegetarisch gekennzeichnete Gerichte. Auf Nachfrage konnte ich eine der Pizzen ohne Käse bestellen. Diese war reichlich belegt mit Kürbis, Avocado, Roter Beete und Pilzen. Eine etwas ungewöhnliche Kombination aber durchaus lecker.

Cattle Baron im Addo Elephant Park
Bei dieser Restaurantkette, die unter anderem einen Standort im Addo Elephant Park hat, stehen einige vegetarische Gerichte auf der Karte, die man auch in einer veganen Version bestellen kann. Ich habe dort den Veggie-Burger (der ist vegan, wenn man ihn ohne Mayo bestellt) und einen kleinen Salat zum Mitnehmen probiert. Es gibt auch einen veganen Burger mit Beyond Meat Patty. Ein weiterer Standort der Kette ist im Tsitsikamma Nationalpark in der Nähe der Storms River Mündung.

Deep South Pizzeria in Simons Town
Ein kleiner Pizzaladen in einem Einkaufscenter in Simons Town. Wir haben hier während unserer Tagestour um die Kap-Halbinsel Halt gemacht. In dem Laden kann man sich die Pizza auch mit veganem Käse bestellen. Die Pizzen werden frisch im Steinofen gebacken. Sehr lecker und mit 80 ZAR für eine vegane Magherita günstig.

Vegan im Supermarkt
Während unserer Reise haben wir auch einige Supermärkte besucht um uns dort mit Snacks für den Tag zu versorgen. Allerdings waren wir größtenteils in ländlichen Regionen unterwegs und dort war das vegane Angebot nicht besonders groß. Dort gibt es dann etwa noch Mandelmilch, einmal habe ich veganen Käse entdeckt, aber ein größeres Angebot gab es erst rund um Kapstadt. Vorher habe ich mich dann mit Obst, (gesalzenen) Nüssen, Avocado und Brot verpflegt. Auch wenn man selbst kochen möchte sollte man beachten, dass das Angebot an frischem Obst und Gemüse meist eher klein ausfällt. In Südafrika wird zwar viel angebaut, oft ist das aber für den Export gedacht.
In Kapstadt haben wir dann in einem Interspar ein größeres Angebot an veganen Produkten entdeckt: verschiedene vegane Käsesorten, Hummus, veganen Joghurt und Milchalternativen, vegane Süßigkeiten, Riegel und sogar vegane Bowls, Wraps und Sandwiches fertig zum mitnehmen gab es dort. Bei Whoolefoods gab es dann eine größere Auswahl veganer Fleischersatzprodukte.

Wart ihr schon in Südafrika? Habt ihr weitere vegane Tipps?
Weiterlesen zum Thema vegan Reisen:
Vegan in Namibia
Vegan Reisen Tipps & Tricks
Vegan in Island
Vegan in Südengland
Updated on Mai 20, 2025
Tagesausflug von Mailand zum Comer See – Lohnt es sich?
Bei unserem Trip nach Mailand haben wir für einen Tag einen Ausflug zum Comer See gebucht. Mit dem Bus ging es nach Como, Bellagio und Varenna. Was wir alles gesehen haben, wie viel Zeit wir Vorort hatten und ob sich so ein Tagesausflug lohnt erzähle ich in diesem Artikel.

Gebucht hatten wir unsere Tour schon im Vorfeld über getyourguide (*Affiliate-Link). Mit knapp 100€ pro Person kein Schnäppchen, aber wir wollten an einem Tag möglichst viel sehen. Ungefähr 10 Stunden sollte der Ausflug dauern, abgeholt wurden wir vom Bus an einem Treffpunkt am Mailänder Hauptbahnhof. Dort haben wir unsere Tickets vorgezeigt und los ging es.
1. Stopp: Como
Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrtzeit erreichen wir Como. Hier werden wir in der Altstadt rausgelassen und haben etwa 45 Minuten Freizeit um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Uns zieht es zuerst zum See. Wir laufen am Ufer entlang und auf den Steg mit der Skulptur. Der Ausblick ist schön, wenn auch bei weitem nicht so spektakulär, wie er später noch sein soll.

Da wir vor der Weiterfahrt noch eine Toilette suchen, bleibt für die Altstadt nicht mehr viel Zeit. Umso ärgerlicher, dass andere Tourteilnehmer es mit der Zeit nicht so genau nehmen und wir etwas verspätet abfahren.

2. Stopp: Villa Olmo
Der nächste Stopp kam für uns überraschend, da davon nichts in der Tourbeschreibung stand. Er fällt tatsächlich auch sehr kurz aus. Mit der gesamten Gruppe geht es immer dem Tourguide hinterher einmal eine Runde durch den Park.

Bis zum nächsten Stopp sind wir wieder eine ganze Weile unterwegs. Einerseits geht es mit dem großen Reisebus durch kleine Sträßchen und um enge Kurven am See entlang. Andererseits ist am Osterwochenende viel Betrieb und wir stehen im Stau. Glück hat, wer sich einen Platz auf der rechten Busseite gesichert hat, so kann man während der Fahrt die Aussicht auf den See besser genießen. Immerhin erzählt uns die Reiseleitung unterwegs einige interessante Dinge zu den Orten rund um den See.
3. Stopp: Bootstour über den See
Schließlich haben wir den Bootsanleger erreicht und klettern auf das kleine private Ausflugsboot, dass uns etwa eine Stunde über den See fährt. Wir machen eine Rundfahrt. Los geht es in südlicher Richtung vorbei an Cadenabbia und der Villa del Balbianello und wieder nach Norden nach Bellagio. Vom Schiff hat man tolle Ausblicke auf die Villen und in die Gärten und kann vor allem das tolle Bergpanorama genießen. Im Norden ragen die teils noch schneebedeckten rauen Berggipfel in die Höhe. Für mich das Highlight an diesem Tag.


4. Stopp: Bellagio
Nach einer wunderschönen Bootsfahrt legen wir schließlich in Bellagio an. Es ist schon recht spät und wird Zeit für ein Mittagessen. Die Pause ist auch genau hier eingeplant, fällt aber, da wir unterwegs eine Weile im Stau standen, etwas kürzer aus. Knapp eine Stunde Zeit haben wir, bis es weitergeht. Da wir ordentlich Hunger haben, suchen wir uns einen Platz mit Seeblick auf der Terrasse einer Pizzeria und schlemmen Gemüsepizza ohne Käse. Als wir fertig sind wird es auch schon wieder Zeit zum Aufbruch. Wir treffen den Rest der Gruppe am Fähranleger und setzen, diesmal mit der öffentlichen Fähre, in knapp 15 Minuten über nach Varenna. Um Bellagio anzuschauen müssen wir dann wohl nochmal wiederkommen.

5. Stopp: Varenna
Das kleine Örtchen Varenna können wir schon von der Fähre aus bestaunen. Vom Fähranleger geht es über einen schmalen Weg, hinter den vielen anderen Touristen langsam in Richtung Ort. In einem kleinen Laden gönne ich mir noch ein Eis auf die Hand, dann geht es weiter zur kleinen Strandpromenade. Hier fallen mehrere flache, gepflasterte Stufen zum See hinab und ich kann nicht widerstehen wenigstens kurz mit den Füßen ins Wasser zu gehen. Als ich die Schuhe wieder angezogen habe, heißt es aber schon wieder aufbrechen zum Bustreffpunkt. Zurück nach Mailand brauchen wir gut zwei Stunden und werden wieder am Bahnhof rausgelassen.

Fazit: Lohnt sich ein Tagesausflug zum Comer See?
Für einen ersten Eindruck des Comer Sees und wenn man viel an einem Tag sehen möchte, fand ich den Ausflug ganz gut, wenn auch nicht sehr günstig. Zeitlich sollte man sich aber bewusst sein, dass man einen großen Teil des Tages mit Fahren verbringt. Außerdem würde ich Proviant für unterwegs einpacken und damit ein einfaches, schnelles Picknick machen, statt in ein Restaurant zu gehen. Das hat beim Stopp in Bellagio die komplette Zeit gekostet und es blieb keine mehr übrig um den Ort etwas anzusehen. Was den Stau angeht hatten wir vielleicht einfach Pech, weil wir am Osterwochenende unterwegs waren. Wie ihr merkt: rundum begeistert bin ich nicht, auch wenn mir die Orte und vor allem das Bergpanorama sehr gut gefallen haben. Vielleicht waren auch meine Erwartungen, bei meiner ersten Tour dieser Art zu hoch. Auf Madeira haben wir auch mehrere Busausflüge gemacht, die fand ich alle gut. Allerdings boten sie dort mit ca. 30€ pro Tour auch ein wesentlich besseres Preis/Leistungs-Verhältnis. An den Comer See möchte ich jedenfalls irgendwann nochmal mit mehr Zeit reisen.
Wie ist das bei euch? Macht ihr gern solche Touren, oder seid ihr lieber auf eigene Faust unterwegs?
Weiterlesen zu Italien:
Ein Tag in Verona
Vegan in Mailand
Mailand Tipps
Kurztrip Venedig: ein Wochenende in der Lagunenstadt
Vegan in Venedig
Posted on September 25, 2022
Rezept: veganer Zwetschgenkuchen mit Nussstreuseln
Heute gibt es mal wieder ein einfaches Rezept für einen fruchtigen Blechkuchen. Dafür brauche ich nur einen simplen Rührteig, den ich mit reichlich Zwetschgen belege und on Top kommen knusprige Streusel denen ich mit einem Teil gemahlener Haselnüsse noch einen geschmacklichen Touch verpasse. So ist der vegane Zwetschgenkuchen mit Nussstreuseln in Nullkommanichts fertig.

Zutaten für ein Blech Zwetschgenstreusel
für den Teig:
250g Margarine
200g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
4 EL Sojamehl + Wasser als Eiersatz
100g gemahlene Haselnüsse
200g Stärke
200g Mehl
1 Päckchen Backpulver
etwas Pflanzendrink
1kg Zwetschgen
für die Streusel:
100g gemahlene Haselnüsse
200g Mehl
100g Zucker
180g Margarine
1. Für den Teig Margarine, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Das Sojamehl mit etwas Wasser zu einem Eiersatz anmischen und unterrühren.
2. Gemahlene Haselnüsse, Stärke, Mehl und Backpulver dazugeben und mit etwas Pflanzendrink zu einem glatten Teig verrühren.
3. Ein Backblech gut einfetten, den Teig gleichmäßig darauf verstreichen. Die Zwetschgen waschen, halbieren entkernen und auf dem Teig verteilen.
4. Für die Streusel Mehl, Zucker und gemahlene Haselnüsse mischen. Die Margarine in Flocken dazugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Diesen dann gleichmäßig über dem Kuchen zerbröseln.
5. Der Zwetschgenstreusel muss ca. 30min bei 180°C Umluft auf mittlerer Schiene gebacken werden. Falls die Streusel zu dunkel werden kann man auch auf Unterhitze umschalten.

Der Rührteig ist wie gesagt super einfach und wird mit einem Teil Speisestärke richtig schön fluffig. Auch im Teig für den Boden habe ich gemahlene Haselnüsse ergänzt. Ich finde geschmacklich passt die nussige Note sehr gut zu den Zwetschgen. Wie immer könnte man natürlich auch anderes Obst verwenden. Wie wäre es z.B. mit einem klassischen Kirschstreusel? Oder einem Aprikosen Quark Streusel?
Ich finde solche einfachen Blechkuchen jedenfalls immer sehr praktisch, entweder wenn ich Kuchen für eine größere Anzahl an Personen brauche, oder ich friere einen Teil des Kuchens ein, dann habe ich für mich selbst einen Vorrat.
Was ist euer Lieblingsblechkuchen?
Weitere Rezept für Kuchen vom Blech:
Vegane Donauwellen
Veganer Himbeerkuchen
Schoko-Kokos Brownies
Updated on Juni 9, 2025
Ein Tag in Verona – Ausflug von Mailand mit dem Zug
Norditalien kann man wunderbar mit dem Zug erkunden. Das testen wir mit einem Tagesausflug von Mailand nach Verona. Über unsere Erfahrungen und Tipps für einen Tag in Verona lest ihr in diesem Artikel.
Mit dem Zug von Mailand nach Verona
Los geht’s vom Bahnhof Milano Centrale in knapp zwei Stunden mit dem Regionalzug bis Verona Porta Nueva. Tickets kosten hin und zurück knapp 26€ pro Person (Stand 2022). Diese haben wir am Vortag direkt am Bahnhofschalter gekauft, du kannst Tickets aber auch online z.B. über omio* (Affiliate-Link) buchen. Denkt daran die Tickets am Bahnsteig abzustempeln, ehe ihr einsteigt. Während der Zugfahrt kann man bis in die Berge sehen, auch am Gardasee geht es vorbei.
Vormittag: Arena von Verona
Als wir in Verona ankommen ist es schon später Vormittag. Vom Bahnhof geht es als erstes zur Arena. Knapp 20min braucht man zu Fuß. Auf dem Platz davor ist schon einiges los, schließlich sind wir am langen Osterwochenende unterwegs.

Die Arena stammt noch aus römischer Zeit und ist eine der größten noch erhaltenen Amphitheater. In den Sommermonaten finden hier auch heute noch Konzerte und Opernaufführungen statt. Man kann die Arena aber auch so besichtigen und dafür stellen wir uns an. Noch hält sich die Wartezeit in Grenzen und so stehen wir wenig später, nachdem wir die 10€ Eintritt gezahlt haben in den Gängen unter er Arena. Sehr viel gibt es hier allerdings nicht zu sehen, deswegen geht es direkt in den Zuschauerraum. Hier kann man über die Ränge nach oben klettern und in der Mitte die Aufbauten von Bühne und Stühlen sehen. Wir gehen auch noch auf eine Art Balkon im letzten noch erhaltenen Teil des äußeren Rings der Arena. Von hier gibt es einen ganz schönen Ausblick auf den Platz. Ein Must-See ist die Arena von Innen für mich nicht, eher würde ich beim nächsten Mal eine der Aufführungen besuchen.

Zum Mittagessen habe ich bei Happy Cow das Dulcamara Vegan Bakery & Bistrot herausgesucht. Dort teilen wir uns ein Tagesgericht (Karottensuppe, Gurkensalat und ein Kichererbsenmuffin) und probieren von den süßen Leckereien. Dazu gibt es noch einen Eiskaffee und einen Smoothie. Das Bistro liegt etwas abseits der Altstadt, für uns hat sich der Abstecher aber gelohnt.
Nachmittag: Altstadt von Verona, Casa di Giulietta und Castel San Pietro
Am Nachmittag erkunden wir die Altstadt von Verona und konzentrieren uns hier auf den Teil der von der Etsch umflossen wird. Zuerst geht es zu einer weiteren Hauptattraktion der Stadt: der Casa die Giulietta. Die Liebesgeschichte zwischen Romeo und Julia ist weltberühmt und bringt jedes Jahr viele Touristen an ihren Handlungsort Verona. Der Eingang zum Haus und Museum befindet sich in einem Hof, wo auch der Balkon zu sehen ist. Außerdem befindet sich dort eine Statue von Julia.
Das Museum haben wir diesmal nicht besucht, wer das möchte, sollte sich Tickets vorher online kaufen. Wenn man auch die Arena besuchen möchte lohnt sich die Verona City Card (*Affiliate-Link). Die gibt es ab 20€ pro Person für ein oder zwei Tage und damit gibt es freien Eintritt zu vielen Museen und Denkmälern in Verona, darunter die Arena, die Casa die Guilietta, den Torre dei Lamberti und dem Domkomplex von Verona.

Die umliegende Altstadt ist aber auch alleine sehr sehenswert, schließlich gehört sie seit 2000 zum UNESCO Welterbe. An diesem warmen Apriltag sind die schattigen Gassen eine Wohltat.

Zwischendurch gibt es in kleinen Hinterhöfen und auf den großen Plätzen immer wieder historische Bauwerke oder Überreste aus römischer Zeit zu sehen. Auf dem Piazza del Erbe herrscht wuseliges Treiben rund um einige Marktstände.

Uns zieht es langsam zum Ufer der Etsch, wo wir den frischen Luftzug und den Ausblick auf das gegenüberliegende Ufer genießen. An der historischen Ponte Pietra überqueren wir schließlich den Fluss und steigen den Pfad hinauf zum Castel San Pietro.


Von hier oben bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf Verona, die Etsch und das Umland. Das schönste Motiv ist die von Zypressen eingerahmte Altstadt mit den roten Dächern, dem hoch darüber hinausragenden weißen Turm des Duomos, der Ponte Pietra und der Etsch. Auch zum Sonnenuntergang muss es hier herrlich sein.

So viel Zeit haben wir aber leider nicht mehr, da wir uns langsam auf den Rückweg durch die Altstadt und zum Bahnhof machen müssen.
Auf der Rückfahrt lassen wir unseren Tag in Verona nochmal revue passieren. Eine wunderschöne kleine Stadt, die sicher noch einen weiteren Besuch Wert ist.
Wart ihr schonmal in Verona? Und habt ihr Erfahrungen mit Zugfahrten in Italien?
Weiterlesen zu Italien:
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