Ein Tag in Verona – Ausflug von Mailand mit dem Zug

Norditalien kann man wunderbar mit dem Zug erkunden. Das testen wir mit einem Tagesausflug von Mailand nach Verona. Über unsere Erfahrungen und Tipps für einen Tag in Verona lest ihr in diesem Artikel.

Mit dem Zug von Mailand nach Verona

Los geht’s vom Bahnhof Milano Centrale in knapp zwei Stunden mit dem Regionalzug bis Verona Porta Nueva. Tickets kosten hin und zurück knapp 26€ pro Person (Stand 2022). Diese haben wir am Vortag direkt am Bahnhofschalter gekauft. Dankt daran die Tickets am Bahnsteig abzustempeln, ehe ihr einsteigt. Während der Zugfahrt kann man bis in die Berge sehen, auch am Gardasee geht es vorbei.

Vormittag: Arena von Verona

Als wir in Verona ankommen ist es schon später Vormittag. Vom Bahnhof geht es als erstes zur Arena. Knapp 20min braucht man zu Fuß. Auf dem Platz davor ist schon einiges los, schließlich sind wir am langen Osterwochenende unterwegs.

Die Arena von Verona von außen.

Die Arena stammt noch aus römischer Zeit und ist eine der größten noch erhaltenen Amphitheater. In den Sommermonaten finden hier auch heute noch Konzerte und Opernaufführungen statt. Man kann die Arena aber auch so besichtigen und dafür stellen wir uns an. Noch hält sich die Wartezeit in Grenzen und so stehen wir wenig später, nachdem wir die 10€ Eintritt gezahlt haben in den Gängen unter er Arena. Sehr viel gibt es hier allerdings nicht zu sehen, deswegen geht es direkt in den Zuschauerraum. Hier kann man über die Ränge nach oben klettern und in der Mitte die Aufbauten von Bühne und Stühlen sehen. Wir gehen auch noch auf eine Art Balkon im letzten noch erhaltenen Teil des äußeren Rings der Arena. Von hier gibt es einen ganz schönen Ausblick auf den Platz. Ein Must-See ist die Arena von Innen für mich nicht, eher würde ich beim nächsten Mal eine der Aufführungen besuchen.

Aussicht von der Arena auf den Platz

Zum Mittagessen habe ich bei Happy Cow das Dulcamara Vegan Bakery & Bistrot herausgesucht. Dort teilen wir uns ein Tagesgericht (Karottensuppe, Gurkensalat und ein Kichererbsenmuffin) und probieren von den süßen Leckereien. Dazu gibt es noch einen Eiskaffee und einen Smoothie. Das Bistro liegt etwas abseits der Altstadt, für uns hat sich der Abstecher aber gelohnt.

Nachmittag: Altstadt von Verona, Casa di Giulietta und Castel San Pietro

Am Nachmittag erkunden wir die Altstadt von Verona und konzentrieren uns hier auf den Teil der von der Etsch umflossen wird. Zuerst geht es zu einer weiteren Hauptattraktion der Stadt: der Casa die Giulietta. Die Liebesgeschichte zwischen Romeo und Julia ist weltberühmt und bringt jedes Jahr viele Touristen an ihren Handlungsort Verona. Der Eingang zum Haus und Museum befindet sich in einem Hof, wo auch der Balkon zu sehen ist. Außerdem befindet sich dort eine Statue von Julia.
Das Museum haben wir diesmal nicht besucht, wer das möchte, sollte sich Tickets vorher online kaufen. Wenn man auch die Arena besuchen möchte lohnt sich die Verona City Card (*Affiliate-Link). Die gibt es ab 20€ pro Person für ein oder zwei Tage und damit gibt es freien Eintritt zu vielen Museen und Denkmälern in Verona, darunter die Arena, die Casa die Guilietta, den Torre dei Lamberti und dem Domkomplex von Verona.

Balkon von Julia an der Casa die Giulietta

Die umliegende Altstadt ist aber auch alleine sehr sehenswert, schließlich gehört sie seit 2000 zum UNESCO Welterbe. An diesem warmen Apriltag sind die schattigen Gassen eine Wohltat.

Altstadt von Verona

Zwischendurch gibt es in kleinen Hinterhöfen und auf den großen Plätzen immer wieder historische Bauwerke oder Überreste aus römischer Zeit zu sehen. Auf dem Piazza del Erbe herrscht wuseliges Treiben rund um einige Marktstände.

Piazza del Erbe und Torre dei Lamberti

Uns zieht es langsam zum Ufer der Etsch, wo wir den frischen Luftzug und den Ausblick auf das gegenüberliegende Ufer genießen. An der historischen Ponte Pietra überqueren wir schließlich den Fluss und steigen den Pfad hinauf zum Castel San Pietro.

Etschufer und Castel san PietroHistorische Ponte Pietra über die Etsch

Von hier oben bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf Verona, die Etsch und das Umland. Das schönste Motiv ist die von Zypressen eingerahmte Altstadt mit den roten Dächern, dem hoch darüber hinausragenden weißen Turm des Duomos, der Ponte Pietra und der Etsch. Auch zum Sonnenuntergang muss es hier herrlich sein.

Blick auf Verona und die Etsch

So viel Zeit haben wir aber leider nicht mehr, da wir uns langsam auf den Rückweg durch die Altstadt und zum Bahnhof machen müssen.

Auf der Rückfahrt lassen wir unseren Tag in Verona nochmal revue passieren. Eine wunderschöne kleine Stadt, die sicher noch einen weiteren Besuch Wert ist.

Wart ihr schonmal in Verona? Und habt ihr Erfahrungen mit Zugfahrten in Italien?

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