Posted on Februar 26, 2026
Vegan in Kambodscha: das kann die Khmer-Küche
Im Januar 2025 bin ich für knapp zwei Wochen durch Kambodscha gereist. Dabei habe ich wie immer einige Restaurants getestet und erlebt, wie veganfreundlich die Khmer-Küche sein kann. Meine veganen Tipps für Kambodscha, typische Gerichte der Khmer-Küche und eine Auswahl veganer Restaurants findest du in diesem Guide.

Wie veganfreundlich ist die Khmer-Küche?
Die Khmer-Küche in Kambodscha ähnelt von den Gerichten her, der ihrer Nachbarländer Thailand, Laos und Vietnam. Hier wird viel mit frischem Gemüse gekocht, gut gewürzt (wenn auch etwas weniger scharf als z.B. in Thailand) und dazu viel Reis gegessen. Tofu ist als Proteinreiche Beilage oft eine Option. Der kommt dann knusprig gebraten zum Reis, zum Gemüse, oder ins Curry. Gemüse wird meiner Erfahrung nach oft nur sehr kurz gegart und ist sehr knackig, bestelle es also lieber gut durch, wenn du das nicht magst. Als Veganer:in musst du außerdem auf Fisch- und Austernsoße achten.
Typische Gerichte aus der Khmer-Küche und ihre veganen Versionen
Einige Gerichte aus der Khmer-Küche sind zufällig vegan, oder leicht vegan abwandelbar.
Tofu Amok
Das klassische Amok wird mit Fisch zubereitet, der in Kokosmilch und Currypaste in einem Bananenblatt gedämpft wird. Die vegane Version wird mit meist mit Tofu und/oder Gemüse zubereitet. Das habe ich als Tofu Amok auch öfter auf der Speisekarte gesehen. Passe hier trotzdem auf wegen der Würzung und bestelle dein Tofu Amok ohne Fischsoße.

Khmer Curry
Khmer Curry war meiner Erfahrung nach immer etwas weniger scharf als in Thailand, aber genauso lecker. Viel frisches Gemüse, würzige Soße mit Kokosmilch und dazu Reis. Wenn es gab habe ich auch immer Tofu dazu gegessen.

Fried Rice
Zwar ist Fried Rice normalerweise nicht vegan, da er mit Ei serviert wird. Da die Gerichte meist frisch zubereitet werden, kann man das Ei normalerweise abbestellen. Mache dich allerdings darauf gefasst, dass dein Fried Rice sehr wenig Gemüse enthält. Ich habe das Gericht ein paar Mal, mangels Alternativen in Restaurants entlang kleinerer Orte der Route bestellt und da war es meistens enttäuschend. Richtig guten Fried Rice hatte ich allerdings in einem vegetarischen Restaurant in Battambang (siehe unten) und in einem Homestay, wo ich zum Frühstück extra eine Portion mit viel Tofu zubereitet bekam.
Fried Springrolls
Frühlingsrollen gibt es fast überall in Südostasien, somit auch in Kambodscha. Meistens werden sie mit Ei zubereitet, es gibt aber auch Füllungen nur aus Gemüse. In Phnom Penh habe ich welche nur mit Taro gefüllt gegessen.

Mango Salat
Einen sehr leckeren Salat habe ich in Kambodscha ein paar Mal aus Mango gegessen. Die Frucht wird noch unreif in Streifen geschnitten und dann zusammen mit evtl. weiterem Gemüse, einem fruchtigen Limetten-Dressing und gehackten Erdnüssen serviert. Auch hier vorsichtshalber ohne Fischsoße bestellen.

Sticky Rice in Bamboo-Stick
Dieses Gericht wird von Kamdoschaner:innen oft für unterwegs gekauft. Der Sticky Rice wird dabei im Bambus gegart, meistens pur oder mit Bohnen. Zum Essen bricht man den Stab dann auf und zieht die Stücke zur Seite weg. Ein klassisches Streetfood in Kambodscha und super günstig.

Coconut Icecream
Einer meiner liebsten Nachtische in Südostasien war cremiges Kokosnuss-Eis. Das ist oft zufällig vegan, manchmal wird es allerdings mit Kondensmilch zubereitet. Serviert wird es hübsch in der Kokosnussschale, mit etwas Sticky Rice und Erdnüssen als Topping.

Veganfreundliche Orte und Restaurants in Kambodscha
Phnom Penh
In der Hauptstadt Phnom Penh habe ich die meisten Restaurants besucht. Dort gibt es eine gute Auswahl mit einem Mix aus typisch kambodschanischer, indischer und westlicher Küche. Komplett vegane Restaurants habe ich bei meiner Reise nicht gefunden, inzwischen gibt es aber ein paar. Dafür war ich in einem vegetarisch/veganem Lokal mit schickerem Ambiente, dem Element. Ein weitere Highlight war außerdem das Planta mit einem Blumenkohlsteak auf Avocadocreme und das indische Masala Dosa Street Kitchen, mit etwas gewöhnungsbedürftigen KI-generierten Bildern auf der Speisekarte. Alle meine Tipps gibts in meinem vegan in Phnom Penh Guide.

Battambang
Obwohl Provinzhauptstadt ist Battambang eher ruhig, die Cafés mit veganen Optionen überschaubar. Mein Highlight hier waren die vielen lokalen Früchte, Märkte und der vegane Kochkurs.
Monorom Garden
In diesem kleinen vegetarischen Restaurant hatte ich den besten Fried Rice in Kambodscha. Die Location hatte ich auf Happy Cow entdeckt. Die Besitzerin sprach kaum englisch, auf der Karte fanden wir aber trotzdem einige leckere Optionen. Mein Fried Rice wurde mit viel Gemüse und frittiertem, weichen Tofu serviert. Außerdem war er lecker gewürzt mit chinesischem Toon, das mich vom Geschmack an Bärlauch erinnert hat.

Adresse: 454W+9M7, Krong Battambang
Smokin Pots Cooking School
In Battambang haben wir auch einen Kochkurs mitgemacht. Die Smokin Pots Cookings School gehört zu einem Restaurant im Zentrum, die Kochschule liegt allerdings ein ganzes Stück außerhalb der Stadt. Wir wurden mit dem Tuktuk von unserem Hotel abgeholt und waren auf dem Weg zur Kochschule auf dem Markt einkaufen. An dem Tag waren wir nur zu zweit und konnten uns aus einem Menü verschiedene vegane Gerichte aussuchen. Wir haben uns für drei verschiedene entschieden: Tofu Amok, Khmer Curry und Fried Basil. Dabei haben wir alles selbst zubereitet, von der Currypaste bis zur Kokosmilch. Die Gerichte haben wir im Wok über dem Holzofen gegart. Das Amok wurde in zu einer Schale gefalteten Bananenblättern gedämpft. Wir konnten wirklich alles fragen, was uns zur Khmer Küche interessiert hat, ich habe wirklich viel gelernt. Obendrein waren die Gerichte auch super lecker. Dazu gab es Reis und wir bekamen stilles Wasser. Gezahlt haben wir pro Person 15USD für den Kurs, plus Trinkgeld für den Guide.


Adresse: Street 1.5, Krong Battambang
Siem Reap
Als touristisches Zentrum von Kambodscha hat Siem Reap viele schicke Restaurants und Cafés, darunter auch einige mit veganen Optionen. Ich war für drei Nächte dort, natürlich hauptsächlich um Angkor Wat zu erkunden und konnten deswegen nur ein paar testen. Die Auswahl ist aber noch größer.
New Leaf Eatery
Das New Leaf Eatery ist ein kleines Restaurant im Zentrum von Siem Reap. Es wird nach dem Prinzip eines Social Enterprise betrieben und ein Teil der Gewinne wird für soziale Zwecken, z.B. zur Bildung, gespendet. Ich wollte auch wegen der großen veganen Auswahl auf der Karte dorthin. Es gibt sowohl ein paar typische Gerichte aus der Khmer Küche als auch westliches Fast-Food. Die veganen und glutenfreien Optionen waren gut gekennzeichnet. Ich entschied mich für einen klassischen Burger mit extra veganem Käse (den habe ich in Kambodscha sonst nirgendwo gesehen). Der wurde mit knusprigen Backkartoffeln und etwas Salat serviert. Geschmeckt hat es super. Wenn ich länger in Siem Reap geblieben wäre, wäre ich bestimmt nochmal hingegangen.

Adresse: Olive St, Krong Siem Reap 17252
Khmer Kitchen Restaurant
Direkt hinter dem Alten Markt in Siem Reap liegt dieses Restaurant mit Khmer Küche. Auf der Karte stehen auch ein paar vegane Optionen, sagt aber bei der Bestellung dazu, dass ihr keine Fischsoße oder Eier im Essen haben wollt. Wir saßen abends oben im ersten Stock und hatten von dort einen guten Blick auf das Treiben auf dem Markt. Zum Essen bestellte ich mir ein Khmer Curry mit Tofu und Reis als Beilage. Das war sehr lecker, würzig und zudem günstig.

Adresse: Street 2 Thnou the coner of street 9, Old market Siem reap
Amami Gelato
Auf der anderen Seite des Siem Reap River habe ich auf dem Rückweg zum Hotel dann noch diese Eisdiele entdeckt. Hier gibt es einige explizit vegane Sorten. Sowohl Fruchtsorbets, als auch Schoko, Vanille und Kokosnuss-Eis, auf Basis von Soja- oder Kokosmilch und mit Palmzucker gesüßt. Ich habe die Sorten Schoko und Kokos probiert, die waren sehr lecker und cremig.
Adresse: Wat Bo – street, 26, Krong Siem Reap 17254
Kampot
Die Stadt von Pfeffer und Durian. Beides wird viel in der Region angebaut. Auch ein paar veganfreundliche Cafés habe ich gefunden.
DEVA vegan Café
Mit dem DEVA habe ich tatsächlich auch mal ein komplett veganes Café entdeckt. Es liegt am Rande der Altstadt von Kampot. Auf der Karte stehen typische Gerichte der Khmer-Küche. Wer besonders viel probieren möchte wie wir, greift am Besten zum Menü. Das wechselt und beinhaltet mehrere kleine Gerichte. Bei uns waren das z.B. rotes Curry, Paprika-Salat, Wasserspinat, Reis Bananenchips und ein Bananenpudding. Besonders lecker fand ich auch die frischen Smoothies, die es dort gab. Meiner war mit Banane, Erdnuss und Kakao. Im Café sitzt man übrigens entweder auf einer Sitzbank, oder auf einer Schaukel.


Adresse: 6 Street 726, Kampot
Epic Arts Café
Ein weiteres Social Enterprise Café mit schönem Garten. Auf der Karte stehen Gerichte für Frühstück, Lunch, Snacks und Kuchen. Vegane und Glutenfreie Optionen sind gekennzeichnet. Wir waren hier zum Frühstück. Ich hatte einen Cappuccino mit Sojamilch (ein seltener Fund in Kambodscha) und das hausgemachte Müsli mit frischem Obst. Hier hatte ich auf veganen Joghurt gehofft, die vegane Version war dann aber mit Sojamilch, was auch gut geschmeckt hat.

Koh Rong
Auf der kleinen Insel Koh Rong haben wir in einem Bungalow am Diamond Beach übernachtet und auch immer dort gegessen. Explizit vegane Optionen gab es dort zwar nicht, aber es lies sich immer etwas abwandeln.
Amor Resort Koh Rong
In diesem Hotelrestaurant haben wir zweimal Abends gegessen. Auf der Karte stehen ein paar vegetarische Gerichte, die ich auf Nachfrage vegan bekommen konnte. Fragt auf jeden Fall nach, denn in dem Tofu Amok wäre normalerweise Fischsoße gewesen. Außerdem gabs z.B. Kürbissuppe und Salat als vegane Optionen. Hier konnte man mit Karte zahlen, eine Seltenheit auf der Insel.

Rafikis Retreat
Vor Rafikis Retreat konnten wir tagsüber gemütlich in Korbsesseln relaxen, mit Frucht-Smoothies in der Hand und Blick aufs Meer. Da wir Vormittags da waren hatte ich ein Gericht mit Avocado-Dip, das schmeckte ganz ok, war aber leider weniger ansehnlich präsentiert. Wären wir später nochmal hier gewesen, hätte ich eine der Pizzen aus dem Steinofen probiert.

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