Posted on Februar 22, 2026
Kambodscha: praktische Tipps zur Reiseplanung
Im Januar 2025 bin ich für knapp zwei Wochen durch Kambodscha gereist. Natürlich wollte ich das berühmte Angkor Wat sehen, aber auch noch mehr von dem Land in Südostasien kennenlernen. Damit du es bei deiner Reiseplanung für Kambodscha einfacher hast, habe ich hier alle meine praktischen Tipps für dich gesammelt, von der Einreise über die Währung und typische Preise bis zu den schönsten Orten.

Lage
Kambodscha liegt in Südostasien und grenzt an Thailand, Laos und Vietnam. Zum Land gehört eine über 400km lange Küste am Golf von Thailand. Neben zwei Gebirgszügen im Norden und Osten ist die Landschaft im sogenannten Kambodschanischen-Becken relativ flach. Nordwestlich von Phnom Penh befindet sich der Tonle Sap, der mit bis zu 10.400km² größte See Südostasiens.
Klima und Reisezeit
Das Klima in Kambodscha wird vom Monsun bestimmt, dementsprechend ist die beste Reisezeit in den Monaten November bis März, wenn es kaum regnet und relativ kühl ist. In der Regenzeit ist es dagegen oft schwülheiß, es kommt zu heftigen Regenfällen und manche Gegenden sind dann evlt. schlecht erreichbar. Ich war im Januar in Kambodscha und es war warm und trocken. Temperaturen um die 30°C sind dann aber trotzdem keine Seltenheit.
An- und Einreise
Da ich schon länger in Südostasien unterwegs war, bin ich von Vientiane in Laos nach Phnom Penh geflogen. Von Europa gibt es in der Regel Flugverbindungen mit Umstieg, etwa in Bangkok oder Hanoi. Auch Siam Reap kann man per Flugzeug gut erreichen.
Für die Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und ein Visum. Dieses kann über die Botschaft, als E-Visum, oder als Visa on Arrival beantragt werden. Außerdem muss man seit kurzem vorab eine elektronische Einreisekarte ausfüllen. Das kann man ab 7 Tagen vor Einreise machen. Es werden Infos zum Reisepass, erster Adresse in Kambodscha, Reisegrund, (akuten) Erkrankungen und eingeführten Wertgegenständen abgefragt. Am Ende bekommt man einen QR-Code, den man sich speichern oder abfotografieren sollte, da man ihn evlt. bei Einreise vorlegen muss.
In Phnom Penh habe ich unkompliziert ein Visa on Arrival bekommen. Hierzu musste ich nur meinen Pass vorlegen und die Tourist Visa Gebühr von aktuell 30 USD in Bar bezahlen. Dann bekam ich einen Zettel mit dem Visum.
Disclaimer: informiere dich immer nochmal selbst vor der Einreise, z.B. beim Auswärtigen Amt.
Währung und Bezahlen
Landeswährung ist der Kambodschanische Riel. 1 Euro entspricht aktuell ungefähr 4.700 Riel (Stand 02/26). Es gibt nur Scheine in Höhe zwischen 50 bis 200.000 Riel.
Neben dem Riel wird viel allerdings in US-Dollar angegeben und bezahlt. Wer in USD bezahlt, bekommt meist Riel als Rückgeld, da USD die stabilere und damit bei Einheimischen beliebtere Währung ist. Als Wechselkurs wurde meistens mit 4.000 Riel zu 1 USD gerechnet.
In den großen Städten kann man auch USD am Automaten abheben, hier bekommt man aber meist nur große Scheine (50 oder 100 USD). Die Abhebegebühr beträgt jeweils 5-6 USD. Wer kann sollte deshalb USD in kleineren, gut erhaltenen Scheinen mit nach Kambodscha bringen. Beschädigte Dollar-Noten oder Scheine älteren Datums werden nicht angenommen.
Kleinere Beträge in Riel sollte man etwa für Einkäufe auf dem Markt, oder für Tuktuk Fahrten aufheben, damit man hier möglichst passend zahlen kann.
Zahlen mit Kreditkarte ist in manchen Restaurants und in den meisten Hotels möglich. Manchmal wird dafür eine Gebühr von 3-5% oder pauschal 1USD erhoben. Ich hatte meine DKB Visa Debitkarte* (Affiliate-Link) dabei und konnte damit überall problemlos zahlen.
Ein paar Preisbeispiele:
1 Dose Cola/Bier: 1-2 USD
Einfaches Gericht im Restaurant: 5-6 USD
Wäsche waschen: 2-4 USD pro Kilo
3-Tages Pass Angkor Wat: 62 USD
Eintritt National Palace Phnom Penh: 10 USD
Mobiles Internet
Am Flughafen in Phnom Penh konnte ich mir nach der Einreise unkompliziert und günstig eine E-Sim für meinen Reisezeitraum besorgen. Auch physische Sims werden angeboten und sind teilweise noch etwas günstiger. Für 8 USD habe ich 30GB für 15 Tage bekommen. Etwas teurer, aber dafür schon vorab organisierbar sind E-Sims über Apps wie Saily* (Affiliate-Link).
Zeitzone
Kambodscha liegt, wie die Nachbarländer Thailand, Laos und Vietnam in der Zeitzone UTC+7, eine Sommerzeit gibt es nicht. Dementsprechend gibt es eine Zeitverschiebung von +6 Stunden zur deutschen Winterzeit und von +5 Stunden zur deutschen Sommerzeit.
Sprache und Verständigung
Die Landessprache in Kambodscha ist Khmer. Die Sprache hat eine eigene, von indischen Schriften abgeleitete Schrift mit über 60 Buchstaben. Besonders in den touristischen Regionen kann man sich aber gut mit (einfachem) Englisch verständigen. Viele Schilder und Speisekarten sind auch auf Englisch verfügbar. Auf Märkten wurde uns sonst z.B. der Preis in einen Taschenrechner eingegeben.
Ein paar einfach Wörter:
Sou sday – Hallo
Orkurn – Danke
Sok sabay – Wie geht es Ihnen?
Rumkommen im Land
Ich war in Kambodscha mit einer geführten Tour mit Intrepid unterwegs. Aber auch wenn du auf eigene Faust unterwegs bist, kannst du zwischen den größeren Städten einfach herumreisen. Besonders zwischen Phnom Penh und Siem Reap verkehren häufig Fernbusse. Aber auch Ziele wie Kampot, Battambang oder Sihanoukville erreichst gut per Bus. Die Zeiten und Preise recherchiere ich z.B. über 12go.asia* (Affiliate-Link). Von Phnom Penh nach Battambang sind wir bei unserer Reise auch mit dem lokalen Zug gefahren. Diese Fahrt war ein Erlebnis für sich, dauert natürlich entsprechen lang und ist ziemlich ruckelig. Auf die Insel Koh Rong sind wir mit dem Speedboot übergesetzt. Die Fahrt dauerte nur etwa 30min, war aber gerade bei der Rückfahrt und starkem Wellengang gar nicht ohne.

In den Städten haben wir uns, wenn nötig ein Tuktuk genommen. Die kannst du auch über die App Grab bestellen. Viel konnten wir aber auch zu Fuß erkunden, selbst in Phnom Penh. Wenn du Tuktuk fährst, vergiss nicht vorab einen Preis auszuhandeln.
Unterkünfte
Während der Reise haben wir größtenteils in einfachen 3-4 Sterne Hotels übernachtet. Nur einmal waren wir in einem einfachen Homestay mit Matratze auf dem Boden und großem Schlafraum für alle. Von der Qualität her fand ich die Unterkünfte mit denen in Thailand vergleichbar. In Phnom Penh haben wir uns zu Beginn der Reise auch ein etwas besseres Hotel mit Rooftop Pool gegönnt. Davon gibt es recht viele in der Stadt, auch zu günstigen Preisen. Im Le Bootum Hotel hatten wir für nur 45€ zu zweit ein gemütliches, sauberes Zimmer, die Dachterrasse mit Pool und Ausblick auf den Palast, ein paar vegane Optionen beim Frühstücksbuffet und am nächsten Tag einen guten Ausgangspunkt, um die Stadt zu Fuß zu erkunden. Buchen kannst du z.B. über booking.com* oder agoda*.
Le Botum Hotel* – Phnom Penh
Home Chic Hotel* – Phnom Penh
Stung Sanke Hotel* – Battambang
Amber Angkor Villa Hotel* – Siem Reap
Sokhon Homestay* – Samobr Prei Kuk
Twin Hotel* – Kampot
Bunnan Bungalows* – Coconut Beach, Koh Rong
Essen in Kambodscha
Die klassische Khmer Küche besteht aus nur vier bis fünf Gerichten, die immer varriiert werden. Darunter Khmer Curry, Fried Rice und Amok, ein Gericht das mit Kokosmilch und einer Würzpaste im Bananenblatt gedämpft wird. Sehr viel wird mit Reis als Beilage gegessen. Besonders an der Küste sind auch Fischgerichte verbreitet. Zum Glück lassen sich aber die meisten Khmer-Gerichte vegan abwandeln. Achten muss man hier, wie in anderen asiatischen Ländern, auf Fisch- und Austernsoße.

Ländliche Gegenden wie rund um Battambang oder Kampot sind bekannt für den Anbau von Gemüse, tropischen Früchten und Gewürzen. Wir haben etwa in Battambang eine Radtour gemacht und konnten dort an mehreren Stellen frische Früchte probieren. In Kampot haben wir eine Pfefferfarm besucht und verschiedene Pfeffersorten verkostet.
In den Städten gab es, wie schon in Laos, öfter Restaurants mit indischer Küche. Die habe ich auch gerne besucht um etwas Abwechslung zu bekommen. Rein vegetarische oder vegane Restaurants waren dagegen seltener. Mehr vegane Tipps und über die Khmer-Küche liest du in meinem „Vegan in Kambodscha Guide“.
Die schönsten Orte in Kambodscha
Phnom Penh
Die Hauptstadt von Kambodscha ist mehr als der Zwischenstopp auf dem Weg nach Angkor Wat und auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich empfand die Stimmung ein bisschen wie eine Mischung aus Bangkok, nur noch nicht ganz so modern, und Hanoi, nur nicht ganz so wuselig. Nutze die Gelegenheit und beschäftige dich hier mit der Geschichte der Roten Khmer.

Mehr zu den Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh
Angkor Wat
Klar ist Angor Wat für die meisten der Grund für eine Reise nach Kambodscha. Und das völlig zurecht. Die Tempel-Anlagen sind absolut faszinierend, teils noch gut erhalten, teils noch unter den Bäumen im Dschungel versteckt. Nimm dir hier genug Zeit all die Tempel zu entdecken.

Meine Tipps für Angkor Wat
Battambang
Obwohl Provinzhauptstadt, ist Battambang relativ ländlich. Rundherum wird viel Obst und Gemüse angebaut und es gibt jede Menge Märkte. Das macht den Ort perfekt für einen Kochkurs. Im Zentrum sind außerdem noch einige typische Häuser aus der Kolonialzeit erhalten, die als Kulisse für den Film „First they killed my father“ dienten. Hier gibt es auch coole Streetart.

Sambor Prei Kuk Tempel
Wer nicht genug von Tempeln bekommen kann, sollte Sambor Prei Kuk mit auf die Reiseroute setzten. Diese Tempel sind noch älter als Angkor Wat, gehören ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe, sind aber wesentlich weniger stark besucht. So kann man die Tempel, die inmitten von riesigen Bäumen liegen, in Ruhe erkunden.

Kampot
Wer wollte nicht schonmal dahin reisen wo der Pfeffer wächst?! Kampot beweist, dass es da auch ganz schön sein kann. Du kannst hier Pfefferfarmen besuchen und lernen, wie das Gewürz angebaut und geerntet wird. Außerdem gibts nicht weit von hier schöne Sandstrände an der Küste vor Kep.

Koh Rong
Für entspanntes Inselleben, plane zum Abschluss deiner Kambodscha Reise ein paar Tage auf Koh Rong ein. Die Insel liegt nur eine halbstündige Bootsfahrt von der Küste entfernt im Golf von Thailand. Dort findest du lange Sandstrände mit türkisblauem Wasser und kannst einfach mal die Seele baumeln lassen.

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Vietnam: Highlights aus zwei Wochen Rundreise
Thailand Rundreise: Meine Route für 2 bis 3 Wochen
Laos: Highlights aus drei Wochen Rundreise





