Posted on Februar 15, 2026
Angkor Wat in 2-3 Tagen: Tipps und Infos
Ein Highlight darf bei keiner Kambodscha Reise fehlen: die Tempel von Angkor Wat. Ich habe bei meiner Reise drei Nächte in Siem Reap verbracht und hatte so zwei volle Tage zum erkunden der Tempel. Ob das gereicht hat, welche Tempel du außer Angkor Wat noch besichtigen solltest und meine Tipps für deinen Besuch, liest du hier.

Angkor Wat – historischer Überblick
Die Tempel in Angkor Wat entstanden über mehrere Jahrhunderte hinweg während der Herrschaft der Khmer, etwa vom 8. bis zum 13. Jahrhundert. Neben dem Namensgebenden Angkor Wat gehören auch ältere Tempel wie Pre Rup und Ta Keo zum Areal. Während ihrer Herrschaft entwickelten die Khmer Techniken für Wasserbau, die eine bessere Versorgung mit Nahrung und somit mehr Bevölkerungswachstum ermöglichten. Schätzungsweise lebten in den Hauptstädten der Khmer damals bis zu einer Million Menschen. Die Tempel wurden damals in der Tradition der Gottkönige, von jedem Herrscher erbaut. Mit der Zeit wurden sie immer größer und kostspieliger, bis zum Bau von Angkor Thom um 1200.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die meisten Tempel vom Dschungel überwuchert und gelangten erst mit der Wiederentdeckung von Henri Mouhot um 1860 wieder in den Blick der Weltöffentlichkeit. Seitdem finden dort Forschungs- und Restaurierungsarbeiten statt. Seit 1992 gehört Angkor Wat zum UNESCO Weltkulturerbe. Über 2 Millionen Tourist:innen besuchen die Tempel-Anlage jedes Jahr.
Wo kaufe ich meine Tickets für Angkor Wat?
Wenn du in Siem Reap ankommst, besorge dir als erstes dein Ticket für Angkor Wat. Das bekommst du an den Angkor Park Pass Ticket Counters. Du kannst es problemlos schon am Vortag kaufen, da die Tickets sowieso über mehrere Tage gültig sind. Nachmittags ist an der Verkaufsstelle jedenfalls kaum was los und so kannst du am nächsten Tag in aller früh Richtung Angkor Wat starten. Es gibt Tickets für 1, 3 oder 7 Tage. Diese kosten aktuell 37, 62 und 72USD pro Person (Stand 2026). Zahlen kannst du an den Ticket Countern mit Kreditkarte, auch Online-Tickets sind inzwischen erhältlich. Da die Tickets personalisiert sind, wird beim Kauf ein Bild von dir gemacht, dass auf das Ticket gedruckt wird. Stecke dein Ticket gut ein, denn du musst es immer mal wieder vor den Tempeln vorzeigen.
Wie komme ich am besten von Siem Reap nach Angkor Wat?
Wenn du nicht mit einer geführten Tour unterwegs bist, miete dir am besten ein Fahrrad, oder ein Tuktuk um Angkor Wat zu erkunden. Ich fand die Variante Tuktuk mit Guide am entspanntesten. Wir waren mit der Reisegruppe einen Tag mit den Tuktuk-Fahrerinnen von She rides auf dem Small Circuit unterweg, am zweiten Tag mit dem Reisebus auf dem Grand Circuit. Rechne mit etwa 30USD für ein Tuktuk für einen Tag. Organisieren kannst du das meist über deine Unterkunft.

Welche Tempel sollte ich mir anschauen?
Der Haupttempel Angkor Wat darf natürlich bei keinem Besuch fehlen. Ansonsten gibt es noch viele weitere kleine und große Tempel, die sehenswert sind. Am bekanntesten sind zwei Routen durch die Anlagen, der Small Circuit und der Grand Circuit. Für die solltest du jeweils einen ganzen Tag einplanen. Die bekannteren Tempel liegen am Small Circuit, am Grand Circuit ist dafür viel weniger los.
Small Circuit
Der Small Circuit ist ungefähr 17km und lang und beinhaltet die wichtigsten Tempel von Angkor Wat, unter anderem den Haupttempel selbst. Darum ist hier meist etwas mehr los. Wir haben mit unserer Gruppe drei wichtige Tempel besichtigt, es gibt aber noch mehr zu sehen.
Angkor Wat
Wie die meisten Besucher:innen starten wir unsere Besichtigung mit Angkor Wat. Der Haupttempel, der auch Namensgeber für die gesamte historische Site ist, ist am besten erhalten, da er während der Jahre seit der Herrschaft der Khmer als buddhistisches Kloster genutzt wurde. Wir starten am östlichen Eingang und laufen so etwas gegen den Besucherstrom. In den Galerien rund um den sogenannten Prasat finden sich noch zahlreiche, gut erhaltene Reliefs, die Szenen aus dem Ramayana oder die Aufschäumung des Milchmeeres zeigen. An den Mauern sieht man außerdem viele Apsaras, die Tänzerinnen aus Angkor.


Klettere unbedingt bis auf die oberste Terrasse, von dort hast du einen tollen Blick über die Tempel-Anlage. Mittlerweile wurde auch eine Holztreppe mit Geländer angelegt, die zwar steil ist, aber immer noch leichter zu erklimmen, als die unebenen, hohen Stufen aus der Khmer-Zeit.

Auf der Westseite folgen dann zwei große Wasserbassins und ein paar kleinere Gebäude, bevor man das Haupttor erreicht. Hier tummeln sich gerne auch die Makaken. Bitte halte hier genügend Abstand und füttere sie nicht. Über die Hauptbrücke gelangst du dann zurück zum Ausgang. Und auch wenn sich das jetzt hier nicht so anhört: Angkor Wat ist riesig. Plane alleine für diesen Tempel mindestens 2-3 Stunden für die Besichtigung ein.
Angkor Thom/ Bayon Tempel
Angkor Thom ist von der Fläche her noch größer als Angkor Wat. Der quadratische Wassergraben, der die Anlage umgibt, hat eine Seitenlänge von jeweils ca. 3 Kilometern. Die Eingänge werden von markanten Toren flankiert, die genau wie der Bayon-Tempel über Gesichtertürme verfügen. Der Haupttempel von Angkor Thom befindet sich im Zentrum der Anlage. Der unterscheidet sich in seiner Architektur stark von Angkor Wat, so sind die vielen Galerien und Türme hier nicht mehr symmetrisch angeordnet. Ihnen sieht man auch an, dass sie Jahrhunderte unter dem Dschungel versteckt waren. Wurzeln und Pflanzen haben deutliche Spuren hinterlassen.

Im Bayon Tempel gibt es noch ein paar gut erhaltene Reliefs zu besichtigen. Ins Auge sticht aber besonders die markante Form der Türme, die das Gesicht von König Jayavarman VII., dem damaligen Herrscher von Angkor zeigen sollen. Angkor Thom war auch der letzte große Tempel, der von den Khmer gebaut wurde.

Ta Prohm Tempel
Dieser Tempel erlangte als Kulisse für einige Blockbuster früh Berühmtheit. Die alten Tempel sehen aber auch sehr mystisch aus, wenn sie von großen Wurzeln überwuchert werden. Der Tempel wurde extra in dem Zustand belassen, in dem er damals wiederentdeckt wurde. Außerdem dienen die Bäume teils als Stütze für die Gebäude. Den Ta Prohm Tempel kann man auch gut am Nachmittag besuchen, wenn es durch die Sonne heißer ist, da große Teile des Tempels noch unter Bäumen und somit im Schatten liegen.


Grand Circuit
Am zweiten vollen Tag in Angkor Wat haben wir uns den Grand Circuit vorgenommen. Auf ca. 26km geht es hier an etwas weniger bekannten, aber nicht weniger schönen Tempel-Anlagen vorbei. Hier war außerdem schon deutlich weniger los, als in den Haupttempeln auf dem Small Circuit.
Sonnenaufgang in Angkor Wat
Gestartet sind wir früh Morgens nochmal in Angkor Wat um uns den Sonnenaufgang anzusehen. Du musst sehr früh da sein, um dir einen guten Platz zu sichern. Wir standen, mit vielen anderen Tourist:innen, am rechten Wasserbassin mit Blick auf die Türme vom Haupttempel. Allerdings hatten wir an diesem Morgen kein Glück mit dem Licht
Preah Khan Tempel
Später am Vormittag haben wir dann weitere Tempel auf dem Grand Circuit besichtigt. Der Preah Khan ist einer der größeren und ähnelt von der Architektur her dem Ta Phrom Tempel. Allerdings war hier deutlich weniger los. Im Tempel gibt es noch einige gut erhalten Reliefs, z.B. vom Garuda an der Außenmauer. Vieles wirkt noch ursprünglich, auch wenn hier nicht so viele Baumwurzeln die Tempel überwuchern, liegen überall Haufen von alten Steinen, als wäre hier gerade erst eine Mauer eingestürzt.

Preah Neak Pean Tempel
Der Preah Neak Pean ist ein kleiner Wassertempel und er befindet sich auf einer Insel inmitten von einem großen Wasserbassin. Die Insel erreicht man über einen schmalen Holzsteg. Von hier hat man tolle Ausblicke auf den See, mit einigen pinken Seerosen, Lotusblumen und den abgestorbenen Bäumen im Hintergrund. Wie toll muss das erst aussehen, wenn die Blumen in voller Blüte sind?!

Beim Tempel erhebt sich der Meru (Göttersitz) aus einem großen Becken (Urmeer). Darum herum gruppieren sich vier kleinere Becken, die die vier größten Flüsse der Erde symbolisieren. Über Wasserspeier die damals zu Waschungen dienten fließt Wasser ins Hauptbecken.

East Mebon Tempel
Der Est Mebon ist einer der älteren Tempel in Angkor Wat aus dem 10. Jahrhundert. Er wurde dem Hindu-Gott Shiva geweiht und ist in Form eines Tempelbergs erbaut. Die Treppenaufgängen werden jeweils von zwei steinernen Löwen flankiert. Löwenfiguren sieht man in Angkor häufig als Wächter der Eingänge. Sie stehen für den weltlichen/erdenen Teil, währen die Naga-Schlangen die Wächter des Wassers und die Garuda die Wächter des Himmels sind.

Pre Rup Tempel
Als letztes haben wir an diesem Tag den Pre Rup besucht, der dem East Mebon Tempel ähnelt. Auch hier handelt es sich um einen zentralen Tempelberg, der wohl Angkor Wat als Vorbild diente. Mir hat der Pre Rup Tempel noch etwas besser gefallen als der East Mebon. Vor allem, da der Pre Rup mehr von Dschungel umgeben ist. Von der obersten Ebene blickt man über die Wipfel der Bäume, auch die Wächter-Löwen lassen ihren Blick schweifen.

Was darf ich beim Besuch von Angkor Wat nicht vergessen?
Als erstes musst du dein Ticket immer parat haben. Das musst du bei den meisten Tempeln am Eingang vorzeigen. Trage lange, leichte Kleidung. Du besichtigst Tempel, hier sollten Knie und Schultern möglichst bedeckt sein. Da es tagsüber sehr heiß werden kann, denke an eine Kopfbedeckung, Sonnenschutz und genügend Trinkwasser. Unterwegs gibt es allerdings auch immer wieder kleine Stände, die Snacks und Getränke verkaufen. Du kannst mittags auch dort Essen gehen und musst kein Picknick mitnehmen. Außerdem sind bequeme, feste Schuhe zu empfehlen. Du sammelst bei der Besichtigung der Tempel viele Schritte und gerade die Treppen sind oft etwas uneben und steil. Nicht fehlen darf auch eine Kamera, um die vielen Eindrücke festzuhalten.
Was ist die beste Reisezeit für Angkor Wat?
Am besten besuchst du Angkor Wat in der Trockenzeit, die ist in Kambodscha von November bis März. Dann ist zwar mehr Betrieb, du hast aber z.B. bessere Chancen auf einen schönen Sonnenaufgang, die Temperaturen sind angenehmer und die Stufen in den Tempeln nicht rutschig vom Regenwasser.
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