Rezept: einfache vegane Brokkolicremesuppe

Passend zum kalten Wetter momentan gibt es heute ein Rezept für eine leckere Brokkolicremesuppe, mit der man sich super wieder aufwärmen kann. Die Suppe macht sich mit etwas Brot super als leichtes Essen, oder kann in kleineren Portionen als Vorspeise serviert werden. Außerdem ist sie einfach und schnell zubereitet und natürlich vegan.

Zwei weiße Schälchen mit Brokkolicremesuppe und Mandeltopping, danaben frischer Brokkoli und eine Schale mit Meersalz.

Zutaten für 3-4 Portionen:
1 großer Brokkoli
5 mittelgroße Kartoffeln
2 EL Gemüsebrühe
1 gestrichener TL Meersalz
100ml Sojasahne (optional)

1. Die Röschen vom Brokkoli abschneiden, den Stunk großzügig schälen und in Stücke schneiden. Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in Stücke schneiden.
2. Alles in einem Topf geben und mit heißer Gemüsebrühe übergießen, bis das Gemüse komplett bedeckt ist. Kurz aufkochen und alles ca. 20min bei geschlossenem Deckel garen lassen, bis das Gemüse weich ist.
3. Wenn das Gemüse gar ist, ggf. noch etwas Brühe abgießen damit die Suppe nicht zu flüssig wird und alles mit dem Pürierstab pürieren. Zum Schluss mit Meersalz würzen und nach belieben mit etwas Sojasahne verfeinern.

Zwei weiße Schälchen mit Brokkolicremesuppe und Mandeltopping, danaben frischer Brokkoli und eine Schale mit Meersalz.

Serviert werden kann die Brokkolicremesuppe mit frischem Brot oder Laugengebäck, mit etwas Meersalz als Topping, oder wie hier mit ein paar angerösteten Mandelblättchen. So macht sie sich auch gut als schickere Vorspeise zu einem mehrgängigen Menü. Dabei ist sie gar nicht aufwendig und kann auch gut vorbereitet und eingefroren werden. So hab ich es tatsächlich letztes Jahr an Weihnachten gemacht und die Suppe schon ein paar Tage vorher gekocht (ich hatte geretteten Brokkoli vom Foodsharing, der schnell verarbeitet werden musste) und erst an Heiligabend wieder aufgetaut. So hatte ich am Tag selbst weniger Aufwand für das Dinner.

Zwei weiße Schälchen mit Brokkolicremesuppe und Mandeltopping, danaben frischer Brokkoli und eine Schale mit Meersalz.

Bei diesem Rezept verwende ich außer den Brokkoliröschen auch noch den Stiel. Der schmeckt nämlich auch, wird aber viel zu oft weggeworfen. Theoretisch kann man diese Suppe auch nur mit damit kochen (dann mindestens 2 Stiele und weniger Kartoffeln verwenden). Besser schmeckt es meiner Meinung nach aber, wenn man den ganzen Brokkoli, oder zumindest ein paar Brokkoliröschen verwendet.

Leckere Suppen und Eintöpfe gehören für mich im Winter immer dazu. Sie sind meist einfach zuzubereiten (auch auf Vorrat) und wärmen schön von Innen, wenn man nach einem langen Spaziergang aus der Kälte zurückkommt. Letztes Jahr habe ich euch ja schon ein Rezept für Blumenkohlsuppe gezeigt, aber auch Kartoffelsuppe oder Kürbissuppe landen bei mir im Winter häufiger auf dem Speiseplan. Esst ihr im Winter gern Suppen? Welche Rezepte könnt ihr empfehlen?

Weitere Rezeptideen:
Kürbis Süßkartoffel Suppe
Caldo Verde
Vegane französische Zwiebelsuppe

Ein Tag in Koblenz – unterwegs zwischen Rhein und Mosel

Eingerahmt zwischen Rhein und Mosel liegt die Koblenzer Altstadt im Norden von Rheinland-Pfalz. Ich habe Koblenz Ende August (noch mit dem 9-Euro Ticket) für einen Tagesausflug besucht. Was ihr in Koblenz an einem Tag entdecken könnt, lest ihr in diesem Artikel.

Aussicht auf dem Rhein von der Festung Ehrenbreitstein.

Mit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein

Als erstes ging es für uns zum Rheinufer, von wo die Seilbahn auf die andere Rheinseite und hinauf zur Festung Ehrenbreitstein fährt. Sie wurde 2011 zur Bundesgartenschau gebaut und ist seitdem eins der Highlights in Koblenz. Die Fahrt dauert zwar nur ein paar Minuten, aber aus der Gondel hat man einen tollen Blick auf den Rhein, das Deutsche Eck, die Festung und bis weit in die Eifel. Wer am Wochenende kommt, sollte sein Ticket besser vorab online kaufen, die Schlange an den Kassen war bei unserem Besuch sehr lang. Mit dem Online-Ticket kann man direkt zu den Godeln, dort wird der QR-Code einmal gecscannt und los gehts. Wer auch die Festung besuchen will, für den empfiehlt sich ein Kombiticket (17,90€ für Hin- und Rückfahrt + Festungseintritt, Stand 2022). Außerdem sollte man vor dem Besuch checken, ob auf der Festung Ehrenbreitstein Veranstaltungen stattfinden, für diese braucht man manchmal ein Extra-Ticket. Wir haben unseren Ausflug wegen eines Festivals, für das wir extra hätten zahlen müssen, auf ein anderes Wochenende verschoben. Die Seilbahn fährt während der Saison in der Regel täglich von 10-19 Uhr. Im Winter ist sie teils geschlossen oder nur an den Wochenenden in Betrieb.

Dicke Festungsmauern in der Festung Ehrenbreitstein.

Die Festung Ehrenbreitstein besteht schon seit dem 16. Jahrhundert und beherbergt heute das Landesmuseum Koblenz und eine Jugendherberge. Zu den Dauerausstellungen im Museum gehören die „Stationen der Festungsgeschichte“ und eine Ausstellung zum Weinbau in Rheinland-Pfalz. Für mich hat sich er Eintritt besonders für die Aussicht aus dem großen Innenhof gelohnt.

Die Aussichtsplattform auf der Festung Ehrenbreitstein.Aussicht auf Koblenz von der Festung Ehrenbreitstein.

Ein paar hundert Meter weiter gibt es im Festungspark noch eine andere Aussichtsplattform, die im Zuge der Bundesgartenschau gebaut wurde und frei zugänglich ist: der sogenannte Koblenzer Kanten. Schon die Form der Plattform macht sie Sehenswert und auch der Ausblick kann sich sehen lassen, auch wenn der Blick auf die Altstadt und das Deutsche Eck von der Festung selbst noch etwas besser ist.

Ausichtsplattform Koblenzer Kanten.

Altstadt, Moselmündung und Deutsches Eck

Nach dem Besuch der Festung ging es für uns mit der Seilbahn wieder nach unten und auf einen gemütlichen Bummel durch die Koblenzer Altstadt. Hier gibt es einige schöne alte Häuser, verwinkelte Gassen und Plätze. Zahlreiche Restaurants und Cafés laden zu einer Pause ein. Wir waren zum Lunch im Stadtflair, haben dort Hausgemachte Limone getrunken und veganen Flammkuchen und Reibekuchen gegessen. Beim Eiscafé Hirnfrost um die Ecke haben wir uns noch einen Nachtisch geholt und sind damit in der Hand zum Moselufer und zum Deutschen Eck geschlendert. Die Mosel mündet hier nach 544km in den Rhein. Je nach Wasserstand und Lichteinfall kann man hier gut beobachten, wie das Wasser aus der Mosel langsam in den Rhein fließt. Außerdem befindet sich hier das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, ein riesiges Standbild vom Reiter auf einem Pferd.

Alte Häuser in der Koblenzer AltstadtEine alte Kirche in der Koblenzer Altstadt.Aussicht auf das Deutsche Eck mit Seilbahngondeln im Vordergrund.

Burgen- und Schlössertour auf dem Rhein

Wer dann noch Zeit und Lust hat, kann wie wir eine Bootsfahrt unternehmen. Es werden verschiedene Touren auf Rhein und Mosel angeboten. Wir entschieden uns für die einstündige Burgen- und Schlössertour, die Rheinaufwärts bis nach Lahnstein und zurück führt.

Burg Stolzenfels über dem Rhein
Vorbei geht es dabei am Kurfürstlichen Schloss Koblenz, Schloss Stolzenfels und Burg Lahneck und auf der Rückfahrt sieht man natürlich auch nochmal die Festung Ehrenbreitstein. Unterwegs gibt es über Lautsprecher einige Hintergrundinfos zu den Orten entlang des Rheinufers.

Die Lahnmündung in den Rhein.
Bezahlt haben wir 10€ pro Person (Stand 2022), wobei es auch hier ein Kombiticket mit der Seilbahn gibt, bei dem man noch einiges sparen kann. Aber Achtung: die Schiffstouren gibt es nur während der Saison (meist von April bis Oktober) und bei Hoch- oder Niedrigwasser werden ggf. nicht alle Routen angeboten.

An- und Abreise

Koblenz erreicht man aus Richtung Köln/Bonn, Mainz oder Frankfurt am Main bequem mit der Regional-Bahn in 1 ½ – 2 Stunden Fahrtzeit. Für einen Besuch der Altstadt ist die Haltestelle Koblenz Stadtmitte am nächsten.
Wer mit dem Auto anreist findet in der Stadt ansonsten ausreichend Parkhäuser oder Tiefgaragen in Zetrums- bzw. Altstadtnähe.

Weiterlesen zu Rheinland-Pfalz und Umgebung:
Ein Tag in Mainz – (fair) Shopping, vegane Cafés und Sehenswertes
Saarburg: Sehenswürdigkeiten in der Kleinstadt mit Wasserfall
Veganer Mosel Urlaub: Tipps für Ausflüge und Hotel

Rezept: industriezuckerfreier Schokokuchen mit Dattelsirup

Beim heutigen Rezept habe ich mich mal wieder an einer neuen Ernährungsform versucht. Diesmal geht es in die (industrie)zuckerfreie Backstube. Herausgekommen ist dieses einfache Rührkuchen-Rezept für einen industriezuckerfreien Schokokuchen, den ich mit Dattelsirup gesüßt habe. Zusätzlich ist der Kuchen, wie natürlich immer bei mir, vegan.

zwei Stücke industriezuckerfreier Schokokuchen liegen mit einer Gabel auf einem Teller, im Hintergrund ist der angeschnittene Kastenkuchen.

Zutaten für eine Kastenform:
125g Margarine
125ml Dattelsirup
2 Eiersatz (z.b. 2 EL Sojamehl vermischt mit Wasser)
½ Päckchen Backpulver
250g Mehl
2 gehäufte EL Kakaopulver
125ml Pflanzendrink

1. Margarine und Dattelsirup in einer Rührschüssel aufschlagen. Den Eiersatz anmischen und gut unterrühren.
2. Backpulver, Mehl und Kakaopulver dazugeben und alles zusammen mit dem Pflanzendrink zu einem glatten Teig rühren.
3. Eine Kastenform gut einfetten, den Teig gleichmäßig darin verteilen und in die Oberseite mittig einschneiden (dann geht später der Kuchen besser auf).
4. Im Vorgeheizten Backofen bei 170°C Umluft ca. 45-60min backen (eine Garprobe machen). Wenn der Kuchen komplett abgekühlt ist vorsichtig aus der Form stürzen.

zwei Stücke industriezuckerfreier Schokokuchen liegen mit einer Gabel auf einem Teller, im Hintergrund ist der angeschnittene Kastenkuchen.

Der Kuchen schmeckt natürlich viel weniger süß, als ein Rührkuchen mit Industriezucker. Wenn man sich geschmacklich von dieser Erwartung löst, schmeckt es aber auch sehr lecker und bekommt durch den Sirup einen leichten Karamell-Geschmack. Beim nächsten Mal würde ich den Dattelsirup allerdings nicht für einen normalen Rührkuchenteig nehmen, sondern ein Rezept mit Nüssen im Teig oder mit Toppings für den Kuchen wählen. Auch ein zuckerfreies Bananenbrot würde ich damit sehr gerne mal backen. Für helle Teige muss ich den Dattelsirup allerdings noch testen. Beim zusammenrühren der ersten Zutaten hat der dunkle Dattelsirup deutlich auf den Teig abgefärbt. Beim Schokokuchen sieht man das natürlich durch das Kakaopulver später nicht mehr.

Sonst überziehe ich Kuchen in Kastenform auch gerne mit einem Topping aus Schokolade oder Zuckerguss, das habe ich diesmal aber gelassen, weil ich ja sonst wieder Zucker im Rezept hätte. Eine zuckerfreie Alternative dazu wäre Nussmuß. Dieses kann man kurz vor dem servieren entweder über den ganzen Kuchen geben, oder jedes Stück einzeln mit frischem Obst und Nussmuß toppen.

Die Idee für einen zuckerfreien Schokokuchen kam mir übrigens nicht aus irgendeinem Ernährungsbedingten Grund. Klar achte ich auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung, aber für mich darf Kuchen durchaus Zucker enthalten und es muss nicht alles eine gesündere Variante haben. Stattdessen wollte ich den Dattelsirup den ich im Schrank hatte endlich mal ausprobieren und da mir der Kuchen gut geschmeckt hat, werde ich sicher noch öfter damit backen.

Weitere Rezepteideen:
Veganer Marmorkuchen mit Banane
Veganer Schoko-Gewürzkuchen
Vegane No Bake Erdbeertörtchen

Rezept: vegane Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Feta

Heute gibt es mal wieder ein einfaches Rezept für ein herzhaftes Gericht, das man super als Snack oder mit etwas gemischtem Salat auch als Vorspeise servieren kann. Die veganen Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Feta sind jedenfalls ruckzuck fertig und genauso schnell verputzt. Kein Wunder, denn am Besten schmecken sie frisch aus dem Ofen.

Vegane Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Feta.

Zutaten für 6 Stück:
1 Packung fertigen veganen Blätterteig aus dem Kühlregal
400g gehackten Spinat aus dem Tiefkühler
100g veganen Feta
optional:
etwas Pflanzendrink und Sesam zum bestreuen

1. Den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und in sechs gleich große Quadrate schneiden. Den Spinat auftauen lassen und mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat abschmecken, den Feta würfeln.
2. Für das Gittermuster jeweils eine Seite der Blätterteig-Quadrate einschneiden, dabei etwas Platz zum Rand lassen. Auf die andere Seite kommt jetzt etwas von dem Spinat und ein paar Feta-Würfel, dann kann man die eingeschnittene Seite darüber klappen und die Ränder mit einer Gabel festdrücken.
3. Vor dem Backen kann man die Blätterteig-Taschen noch mit etwas Pflanzendrink einpinseln und mit Sesam bestreuen. Alternativ kann man auch geschmolzene Margarine verwenden, damit der Sesam besser hält.
4. Die Blätterteig-Taschen werden im vorgeheizten Backofen bei 200°C Unterhitze für ca. 30min gebacken. Ich habe für die letzten paar Minuten die Oberhitze dazugeschaltet, um die Oberseite etwas zu bräunen.

Vegane Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Feta.

So einen fertigen Blätterteig habe ich fast immer auf Vorrat im Kühlschrank, denn damit kann man super einfach leckere Gerichte zaubern wenn es schnell gehen muss. Zum Belegen und Füllen kann man das Gemüse verwenden, was gerade da ist. Ein Klassiker bei ist etwa meine vegane Blätterteig Tarte mit Zucchini und Pilzen und im letzten Jahr gab es zur Spargel Saison schon Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme (ebenfalls ein Gericht das sich hervorragend als Vorspeise eignet).

Vegane Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Feta.

Diese Version stand schon länger auf meiner „Rezepte zum ausprobieren Liste“, seit es so viele vegane Käsealternativen gibt. Die Auswahl hat da in den letzten Jahren wirklich nochmal einen riesigen Sprung gemacht. Zu meiner Anfangszeit als Veganerin (vor über 10 Jahren) gab es als Brotbelag meistens Gemüse-Aufstriche. Den ersten veganen Käse habe ich nach über einem Jahr als Veganerin nur in der Großstadt in einem kleinen veganen Supermarkt bekommen. Insofern feiere ich es sowieso schon, wie groß das vegane Angebot inzwischen geworden ist. Tatsächlich probiere ich so auch immer wieder neue Sachen, wenn neue vegane Produkte auf den Markt kommen. Feta habe ich zum Beispiel früher nie gegessen und erst jetzt in der veganen Variante probiert. Und er schmeckt mir so gut, dass ich immer wieder dazu greife und gerne im Salat, in der Gemüsepfanne oder wie hier in Blätterteig-Taschen esse.

Wie ist das bei euch? Mögt ihr die vegane Vielfalt an Angeboten?

Weitere einfache Rezeptideen:
Einfache vegane Blumenkohl Suppe
Vegane Pizzamuffins
Vegane Paprika-Hack Pfanne
Veganer Marmorkuchen mit Banane
Veganer Kirschstreusel vom Blech

Mosaiksteine Jahresrückblick 2022

Schon wieder ein Jahr vorbei und somit ist es Zeit für den traditionellen Jahrerückblick auf Mosaiksteine. Für mich war es, wie schon letztes Jahr privat kein einfaches, aber es hatte auch einige Highlights parat, die wie so oft mit dem Reisen zu tun hatten.

Für den Blog war ich wieder sehr fleißig und konnte inklusive diesem Jahresrückblick 21 neue Artikel veröffentlichen (einige alte wurden auch überarbeitet). Davon waren 11 Beiträge neue Rezepte (bei denen der Fokus auf süßen und saisonalen Zutaten lag), zwei neue vegan Guides und 7 ausführliche Reiseberichte. In diesem Jahr war ich außerdem wieder deutlich mehr unterwegs, als die letzten zwei Jahre, was mir sehr gefehlt hat. Insgesamt war ich in acht verschiedenen Ländern unterwegs, von denen drei komplett neu für mich waren und eines schon sehr lange ganz oben auf meiner Reisewunschliste stand.

Januar

veganes Spekulatius Tiramisu in Glasschälchen

Im Januar probierte ich direkt meine neuen Food-Foto Hintergründe und mein neues Objektiv aus, die ich mir Ende 2021 zugelegt hatte. Dabei entstand dieses einfache Rezept für veganes Spekulatius Tiramisu, dass jetzt im Dezember nochmal sehr beliebt war. Die Fotos können sich sehen lassen, oder?!

Februar

veganer Schoko-Gewürzkuchen mit Mandeltopping auf einem runden Kuchengitter. Im Hintergrund ein Hackbrett mit Wiegemesser.

Im Februar gab es hier mein Rezept für veganen Schoko-Gewürzkuchen. Außerdem habe ich meinem Rezept für Blumenkohlsuppe neue Fotos verpasst und wir konnten den 18. Adoptionstag von meinem Hund feiern.

März

Marktplatz in Cochem mit Fachwerkhäusern und Rathausturm.

Der März war der härteste Monat in diesem Jahr. Zu Anfang verbrachten wir noch ein paar kalte Tage an der Mosel, dann erwischte uns nach zwei Jahren Pandemie Corona und Ende des Monats mussten wir uns schweren Herzens von unserem geliebten Hund verabschieden. Er fehlt mir jeden Tag!

April

Narzissenblüte in der Eifel

Im April versuchte ich mich mit vielen Ausflügen und anderen schönen Dingen abzulenken. Ich bin weiter auf dem Rheinsteig gewandert (in diesem Jahr bin ich fast bis nach Koblenz gekommen) und habe hier meinen Artikel zu den ersten Rheinsteig Etappen durch das Siebegebirge geteilt. Kurz vor Ostern war ich nochmal auf der Narzissenwanderung in der Eifel und Ende des Monats in Venlo. Bei neuen Rezepten war ich auch fleißig: es gab veganen Hefezopf und Bärlauch Risotto.

Mai

vegane no bake Erdbeertörtchen

Der Mai war erneut ein Rezepte-Monat. Es gab zwei neue Spargel-Rezepte: Blätterteig-Spargel-Taschen und Couscous Spargel Salat. Und ich versuchte mich mit veganen No Bake Erdbeertörtchen an einem rohveganen Dessert. Ich war weiter viel wandern (unter anderem im Ahrtal) und gönnte mir bei der Esskalation in Bonn ein richtig leckeres veganes Fine-Dining Menü (mehr dazu in meinem vegan in Bonn Guide).

Juni

Bodensee Ausflugsziele

Im Juni stand dann der Sommerulaub an. Vorher war ich aber noch in Köln auf dem Ärzte Konzert (das wie erwartet grandios war). Danach ging es für zwei Wochen zum Camping an den Bodensee. Dort erkundeten wir viele tolle Ausflugsziele und unternahmen auch je einen Ausflug nach Österreich und in die Schweiz. Mehr dazu lest ihr in meinem Artikel: Bodensee – 9 Ausflugsziele und praktische Tipps für deinen Urlaub.

Juli

vegane Johannisbeermuffins mit Streuseln

Im Juli gab es hier mein Rezept für Johannisbeer Muffins mit Streuseln, die ich mit Johannisbeeren aus dem Garten gebacken habe. Außerdem zog Anfang des Monats unser neues Familienmitglied ein: die fünf Monate alte Fine, ein Hundewelpe. Sie kam durch den Tierschutz aus Portugal zu uns, hat sich seitdem sehr gut eingelebt und sorgt jeden Tag für Freude. Reisen standen auch wieder ein paar an: Anfang des Monats nutzte ich das 9-Euro-Ticket für einen Tagesausflug nach Mainz, Mitte des Monats fuhr ich mit meiner Mutter für zwei Tage nach Paris.

August

Vegan in Köln Titelbild

Im August stand eigentlich eine weitere Reise an, es sollte ins Elsass gehen. Leider stürzte ich am ersten Tag blöd und brach mir das Sprunggelenk. Deswegen hieß es für die nächsten Wochen mal wieder Fuß hochlegen, was mir aber Zeit für neue Artikel gab. Ich schrieb einen ausführlichen Artikel mit allen meinen Paris Tipps (schließlich war ich mittlerweile schon sechs Mal dort) und habe endlich meinen vegan in Köln Guide veröffentlicht (der übrigens stetig erweitert wird). Außerdem gab es ein Rezept für vegane Aprikosen Galette und mein vegan in Paris Guide bekam ein Update.

September

vegane Cake Pops

Im September gab es hier Rezepte für vegane Cake Pops und veganen Zwetschgenkuchen. Außerdem schaffte ich es endlich meinen Tagesausflug nach Verona zu verbloggen (dort war ich 2019) und es standen letzte Reisevorbereitungen für meine größte und schönste Reise in diesem Jahr an: nachdem es bei den ersten beiden Anläufen nicht geklappt hatte ging es dieses Jahr endlich für ganze drei Wochen nach Südafrika.

Oktober

Zwei Impalas kämpfen mit ihren Hörnern.

Die letzte Septemberwoche und die erste Hälfte des Oktobers verbrachte ich auf einer dreiwöchigen Rundreise durch Südafrika. Damit konnte ich mir einen großen Reisetraum erfüllen und meine Erwartungen an das Reiseziel wurden sogar noch weit übertroffen. Glücklicherweise war auch mein Fuß bis zum Reisestart soweit geheilt, dass ich alles problemlos mitmachen konnte. Es ging zuerst ganz in den Norden zur Panorama-Route und in den Krüger Nationalpark, durch Swasiland bis nach St. Lucia an den indischen Ozean, zum Wandern in die Drakensberge, nach Lesotho und entlang der Garden Route bis nach Kapstadt. Ein Highlight folgte auf das andere und mich haben vor allem die vielen Begegnungen mit wilden Tieren sehr beeindruckt. Wieder zurück erwischte mich erstmal eine dicke Erkältung und auf dem Blog gab es den schon vorher vorbereiteten Artikel zu meinem Tagesausflug an den Comer See.

November

Vegan in Südafrika, Titebild mit Schriftzug, veganem Essen, Ausblick vom Tafelberg und Elefant

Im November traf mich erstmal der Post-Travel-Blues. Immerhin schaffe ich es aber, schon meinen vegan in Südafrika Guide fertigzustellen. In Köln entdeckte ich mit dem Shaka Zulu ein südafrikanisches Restaurant mit veganen Optionen, die ich natürlich gleich testen musste.

Dezember

Ein großer Elefant mit kleinen Stoßzähnen.

In diesem Jahr wollte bei mir so gar keine Weihnachtsstimmung aufkommen, obwohl ich Anfang des Monats schon auf einem Weihnachtsausflug in Maastricht war und wir Mitte des Monats sogar schon den ersten Schnee hatten. Dafür schaffte es ein weiterer Südafrika Artikel auf den Blog: Meine Erfahrungen auf Jeep-Safari im Krüger Nationalpark, einer der schönsten Tage der Reise.

Aktuell wühle ich mich noch durch die über 2.000 Fotos und arbeite an weiteren Artikeln, auf die ihr euch dann im nächsten Jahr freuen könnt. Für den Blog habe ich schon viele Ideen, aber wie immer zu wenig Zeit um alle sofort umzusetzen. Ein paar kleinere Reisen sind schon in Planung, mein Fernweh ist größer denn je und ich bin gespannt wohin es mich nächstes Jahr verschlägt. Aber natürlich freue ich mich auch auf viel Zeit mit Hund und auf weitere Wanderungen in der Umgebung.

Ich wünsche euch alles Gute für 2023!

Rückblicke der letzten Jahre:
Jahresrückblick 2015
Jahresrückblick 2016
Jahresrückblick 2017
Jahresrückblick 2018
Jahresrückblick 2019
Jahresrückblick 2020
Jahresrückblick 2021

Ein Tag auf Jeep-Safari im Krüger Nationalpark – meine Erfahrungen

Der Krüger Nationalpark ist eines der beliebtesten Reiseziele in ganz Südafrika. Für viele Reisende, mich eingeschlossen, zählt der Wunsch wilde Tiere zu sehen zu den Hauptgründen für eine Reise nach Südafrika und das kann man hier ganz besonders gut. Ich war zwar nur für einen Tag im Park, aber dieser Tag auf Jeep-Safari war mein absolutes Highlight während meiner drei Wochen in Südafrika. Was ich alles erlebt habe und wie so eine Safari abläuft lest ihr in diesem Beitrag.

Safari-Jeep fährt auf Sandstraße auf Zebras zu.

Der Krüger Nationalpark

Mit rund 20.000 km² Fläche ist der Krüger Nationalpark der größte Nationalpark Südafrikas. Gelegen ist er im Nord-Osten des Landes, im Westen angrenzend an Mozambik und knapp vier Autostunden entfernt von Johannesburg. Im Park hat man gute Chancen die „Big five“ zu sehen (ich habe an einem Tag Elefanten, Büffel, Nashörner und Löwen gesehen). Außerdem gibt es noch viele weitere Säugetiere, Vögel und Reptilien zu entdecken.

Der Safari-Tag

An unserem Safaritag heißt es früh aufstehen. Um 5:30 Uhr treffen wir uns an der Rezeption wo schon zwei Guides mit ihren Safari-Jeeps auf unsere Gruppe warten. Schnell teilen wir uns auf, klettern in die Fahrzeuge und los geht’s. Von unserer Unterkunft fahren wir etwa eine Stunde bis zum Numbi Gate. Die Tore im Krüger Nationalpark öffnen je nach Saison zwischen 5:30 und 6:00 Uhr. Wer viele Tiere sehen möchte, der sollte früh da sein, denn in der Dämmerung sind sie meist aktiver.

Im Park angekommen wird erstmal die Plane unseres Jeeps hochgeklappt, damit keine Plastikfenster unsere Sicht versperren. Dann geht es los. Auf den Straßen ist eine Maximalgeschwindigkeit von 40km/h vorgeschrieben (50km/h auf asphaltierten Straßen) und so fahren wir doch recht zügig in den Busch. Schon nach wenigen Minuten tauchen in den Büschen neben uns die ersten Elefanten auf. Sie rupfen gemächlich frisches Grün von den Bäumen, ein kleinerer Elefant läuft vor unserem Jeep über die Straße. Schon jetzt weiß ich, dass dieser Tag etwas ganz besonderes wird. Es ist einfach ein unvergleichliches Erlebnis die Tiere so nah und ihrer natürlichen Umgebung sehen zu dürfen. Tausend Mal besser und in keinster Weise zu vergleichen mit einem Zoo.

Blätter fressender Elefant

Wir biegen ab auf die erste Sandstraße und rumpeln mit dem Jeep über die vielen kleinen Schlaglöcher. Als wir ein weiteres Auto sehen, bleiben wir auch stehen (andere Jeeps oder Autos auf Selbstfahrer-Safari sind meistens ein Zeichen für Tiersichtungen). Diesmal brauche ich eine Weile um die Tiere zu entdecken: es sind Zwergmangusten, die ihre Köpfe neugierig aus dem trockenen Gras strecken. Die hätten wir bei voller Fahrt wohl nicht erspäht.

Zwergmanguste schaut aus hohem Gras hervor.

Ein Stück weiter entdecken wir die ersten Impalas und ein paar Zebras. Impalas sind eine kleine und die wohl häufigste Antilopenart im Krüger Park (unser Guide hat uns jedenfalls eine Sichtungs-Garantie für Impalas gegeben). Man trifft sie in kleinen Herden und oft zusammen mit Zebras an.

Nebeneinander grasende Zebras und Impalas.

Während der Fahrt können wir teils Kilometerweit über die Landschaft schauen. Der Busch erstreckt sich über sanfte Hügel mit ein paar markanten Felsen in der Ferne. Bewachsen ist er vor allem mit Gras und kleinen Büschen, größere Bäume sind selten. Dennoch ist es nicht einfach die gut getarnten Tiere in großer Entfernung auszumachen. So auch eine Giraffe, die plötzlich wenige Meter von der Straße entfernt durch den Busch läuft. Leider sucht sie schnell das Weite, sodass mir nur ein unscharfes Foto gelingt. Für heute soll es außerdem die einzige Giraffe bleiben die wir sehen.

Weite Busch-Landschaft im Krüger Nationalpark.

Dafür wartet kurz danach eins der Highlights des Tages. Zuerst sehen wir eine Hyäne, die ein paar Meter neben der Straße durch das Dickicht läuft. Wenig später finden wir ihren Bau direkt neben der Straße, in der ihre zwei Jungen warten. Die Kleinen hocken vor der Höhle und gucken neugierig in die Umgebung. Als sie merken, dass von den Jeeps keine Gefahr ausgeht, versuchen sie ihr Glück und schauen bettelnd zu den Passagieren nach oben. Gut, dass sie hier nichts bekommen, aber scheinbar haben sie schon gelernt, dass es eine lohnenswerte Futterquelle sein kann, auch wenn Tiere Füttern im Park natürlich strengstens verboten ist.

Zwei Junge Hyänen hocken in ihrem Bau.

Auf dem weiteren Weg sehen wir noch eine Impala-Herde, bei der zwei Böcke spielerisch das Kämpfen trainieren. Ein tolles Fotomotiv.

Zwei Impalas kämpfen mit ihren Hörnern.

Langsam wird es Zeit für die Frühstückspause, also steuern wir den nächsten Rastplatz an. Nur auf diesen gekennzeichneten Plätzen ist es erlaubt das Auto zu verlassen. Aber auch hier muss man achtgeben. Die Plätze sind nicht umzäunt und es kann jederzeit ein Tier vorbeilaufen. Unser Guide erzählt uns, dass dieser Platz erst vor ein paar Wochen gesperrt werden musst, weil Löwen sich hier mit ihrer Beute niedergelassen hatten.

Auf dem Rastplatz haben wir Gelegenheit zu Frühstücken und zur Toilette zu gehen. Auch einen kleinen Souvenirshop und einen Snackstand gibt es hier. Wir haben Verpflegung vom Hotel dabei: Sandwiches, frisches Obst und einen Fruchtsaft. Die verspeisen wir auf den Picknickbänken und halten währenddessen Ausschau nach Vögeln die vorbeifliegen.

Nach der Pause geht es wieder in den Jeep und wieder dauert es nicht lange bis zur ersten Sichtung. Eigentlich wollten wir nur kurz anhalten um die Weite der Landschaft zu fotografieren. Dabei hat unser Guide in einem Baum hinter uns eine große Python entdeckt. Die Schlange hat sich in einer Astgabel zusammengerollt und ist durch ihre typische Musterung gut getarnt.

Eine Python hat sich in einer Astgabel zusammengerollt.

Da wir jetzt schon eine Weile im Krüger Park unterwegs sind und auch noch einige Zeit bleibt, bis wir wieder hinausfahren müssen geht es wieder auf eine der Schotterpisten. Aber noch bevor wir auf diese Straßen abbiegen sehen wir ein paar grasende Büffel am Straßenrand. Nr. 2 der „Big five“: Check!

Grasender Büffel

Angefixt durch die vorbeifliegen, bunten Vögel die wir während der Frühstückspause gesehen haben, halten wir jetzt auch nach diesen mehr Ausschau. Wir sind schnell erfolgreich und spotten einen südlichen Gelbschnabeltoko, einen Nashornvogel mit großem, gebogenen, gelben Schnabel. Der Vogel setzt sich sogar fotografisch perfekt in Szene indem er uns seinen Schnabel im Profil zeigt.

Ein Südlicher Gelbschnabeltoko sitzt auf einem Ast.

Kurz darauf warten die zwei nächsten Highlights. Zuerst treffen wir auf einige gemütlich grasende Breitmaulnashörner. Sie sind so dicht neben der Straße, dass wir die Struktur ihrer Haut mit bloßen Augen erkennen können. Außerdem fällt mir auf, wie kleine ihre Augen im Verhältnis zum restlichen Gesicht sind. Nashörner gehören zu dem am stärksten von Wilderei bedrohten Tierarten. Auch wenn Südafrika mit strengen Maßnahmen und immer besser geschulter Anti-Poaching-Einheiten gegen Wilderer vorgeht ist die Zahl der Breitmaulnashörner weltweit von über 20.000 Individuen 2012 auf 16.000 Tiere Ende 2021 zurückgegangen (Quelle IUCN). Sie werden zum Ziel wegen ihrem Horn, dem medizinische Wirkung nachgesagt werden, obwohl es wie menschliche Fingernägel nur aus Keratin besteht.

Ein grasendes Breitmaulnashorn.

Für mich war es jedenfalls eine sehr besondere Begegnung mit diesem so seltenen Tier und ich hoffe sehr, dass die Wilderei noch weiter eingedämmt werden kann.

Auf das zweite Highlight macht uns ein Pärchen aufmerksam, die uns mit dem Auto entgegen kommen. Wir erzählen von den eben gesichteten Nashörnern, sie haben ein Stück weiter Löwen entdeckt, also nichts wie hin da! Die nächsten Minuten ziehen sich wie Kaugummi, denn die Sichtung ist nicht hinter der nächsten Kurve, sondern lässt gefühlt ewig auf sich warten. Gedanklich fürchte ich schon die Löwen zu verpassen. Völlig unbegründet, denn sie liegen dösend im Schatten und lassen sich auch nicht im Mindesten von der Ansammlung Fahrzeuge, die sich an der Straße gebildet haben beeindrucken. Es ist ein Rudel aus fünf Tieren: vier Löwinnen und ein Löwe, der sich mit seiner Mähne aber hinter einem Busch versteckt. Nur die Schnauze sehe ich kurz zwischen den Ästen hervorblicken.

Eine Löwin liegt im Gras.

Wer jetzt annimmt, das es nach den Sichtungen der großen Tiere langweilig wird hat falsch gedacht. Ich persönlich fand etwa die verschiedenen Antilopenarten genauso spannend wie die „Big five“. Kurz nach den Löwen sehen wir einen Kudu-Bock. Diese Antilopen sind groß, dunkelbraun mit weißen Streifen und haben elegant gedrehte Hörner. Später sehen wir erst einen männlichen und einen weiblichen Steinbock (sehr kleine Antilopen die meist auf eigene Faust unterwegs sind) und eine Gruppe Wasserböcke (größere Antilopen erkennbar am weißen Ringförmigen Streifen am Hinterteil).

Ein Kudu-Bock schaut an einem Strauch vorbei.Ein kleiner Steinbock im hohen Gras.Ein Wasserbock.

Dann geht es zu einem kleinen Wasserloch. Schon bei der Anfahrt können wir sehen wie zwei Elefanten darauf zulaufen um dort zu trinken. Dann beobachten wir, wie sie das Wasser mit dem Rüssel aufsaugen und sich in den Mund laufen lassen. Eine weitere kleine Gruppe Elefanten mit ein paar jüngeren Tieren wartete unter einem Baum. Kurz später geht es dann entlang eines (ausgetrockneten) Flussbettes. Allein die Landschaft ist beeindruckend. Wir können Elefanten und Kudus beobachten, die durch das Flussbett laufen und das Grün fressen. Zwei große Elefanten überqueren auf der Route die Straße vor unserem Jeep. Außerdem entdecken wir in etwas weiterer Entfernung noch ein Löwenmännchen, das im Schatten vor einem Busch liegt. Einer der wenigen Momente in denen ich mein Teleobjektiv für ein Foto hervorkrame.

Ein Elefant trinkt an einem Wasserloch.Ein großer Elefant mit kleinen Stoßzähnen.Ein Löwenmännchen liegt neben einem Busch.

Mit noch ein paar Elefanten-, Zebra-, Kudu- und Impala-Sichtungen zwischendurch geht es dann für die zweite Pause nach Skukuza. Dort befindet sich das Hauptcamp des Krüger Nationalparks. Man kann hier also auch übernachten, aber natürlich auch nur eine Pause einlegen. Wir nutzen diese um etwas zu essen und ein paar Souvenirs zu shoppen. Währenddessen können wir einige spannende Tiere beobachten: mehrere Echsen, darunter eine leuchtend blaue, einen Rotschulter Glanzstar (entgegen des Namens auch mit blaugrün schimmernden Federn) und eine Horde Paviane die an einer der strohgedeckten Hütten spielen und darauf lauern, dass Touristen Essbares in den offenen Jeeps vergessen.

Eine blaue Echse klettert einen Baum hinauf.

Nach der Pause wird es langsam Zeit wieder zum Nambi Gate zurückzufahren. Natürlich nicht ohne auf dem Weg noch Zeit für Sichtungen einzuplanen. Denn selbst wenn man nicht für Tiere am Straßenrand anhält, können die Tiere auch schonmal den Fahrweg blockieren. So bildet sich auch auf unserer Strecke ein kleiner Stau. Grund dafür ist eine große Elefantenherde von sicher an die 50 Tiere, die nach und nach über die Straße wandern. Einige laufen sogar ein Stück auf der Straße direkt vor unserem Jeep her. Was für ein Glück wir haben, so viele Elefanten zu sehen!

Eine Elefantenherde läuft über die Straße.

Einen kleinen Abstecher unternehmen wir noch zu einem größeren Wasserloch. An dessen einem Ende spotten wir einen Weißkopfseeadler. Auch ein paar Nilpferde verstecken sich kurz unter der Wasseroberfläche, nur ihre Ohren schauen heraus. Auf der anderen Seite kommen gerade ein paar Warzenschweine zum trinken an und im Uferschlamm lauert ein Krokodil und wartet auf Beute.

Ein Weißkopfseeadeler an einem Wasserloch.Warzenschweine laufen auf ein Wasserloch zu.

Dann geht es endgültig zurück zum Tor, mit noch ein paar Sichtungen von Zebras, Elefanten, Antilopen und einem Gnu. Am Tor werden dann die Fensterplanen wieder runtergeklappt und es geht zurück zu unserer Unterkunft. Dort machen wir noch ein Abschiedsbild mit unserem Guide vor dem Jeep, nach den tollen Erlebnissen alle mit breitem Grinsen im Gesicht.

Ein Zebra schaut von einem Felsen herunger.

Meine Erfahrungen

Wir ihr lesen könnt war der Safari-Tag im Krüger Nationalpark ein super tolles Erlebnis. Wir haben so viele Tiere gesehen und ich fand alle super spannend. Für mich war schnell klar, dass ich irgendwann nochmal mit mehr Zeit wiederkommen muss um weitere Abschnitte des Parks kennenzulernen. Dann würde ich gerne auch in den Camps innerhalb übernachten. Falls ihr eine Reise nach Südafrika plant kann ich nur empfehlen auch einen Besuch im Krüger Park einzuplanen. Selbst wenn es nur für einen Tag ist wird es sich lohnen!

Praktische Tipps für den Krüger Nationalpark:
– Wir hatten eine geführte Tagestour mit Pick up an der Unterkunft. Wenn man nur einen Tag Zeit hat würde ich das auch empfehlen, weil man so einfach mehr sieht und den Safari-Tag komplett genießen kann.
– Für die Fahrt im offenen Jeep würde ich auch einen Pulli oder einen leichte, winddichte Jacke mitnehmen. Auch wenn es Tagsüber sehr warm wird ist es morgens und mit dem Fahrtwind sehr frisch.
– Zum Fotografieren hatte ich meine Canon EOS 550D dabei mit 18-135mm Zoom und 75-300mm Tele-Objektiv. Das Teleobjektiv habe ich allerdings nur ein paarmal gebraucht, für die meisten Bilder hat das normale Zoom gereicht.
– Der Krüger Nationalpark ist Malaria-Risikogebiet. Um einer Ansteckung vorzubeugen habe ich Mückenschutzmittel verwendet und eine Malariaprophylaxe eingenommen. Informiert euch dazu am besten im Vorfeld der Reise bei eurem Arzt.

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