Rezept: Couscous Spargel Salat

Dieses Jahr ist für mich ein Spargel-Jahr, denn so oft wie in dieser Saison habe ich das Gemüse bisher noch nie gegessen. Klar, dass ich dabei auch einige neue Rezepte ausprobiert habe. Diesmal ist daraus ein leckerer grüner Frühlingssalat geworden: Couscous Spargel Salat. In dieser Kombination schmeckt der Spargel gleich wieder ein bisschen anders.

Couscous Spargel Salat

Zutaten:
250g Couscous
½ Bund grüner Spargel
150g Erbsen
½ Bund Radieschen
½ Bund Rucola
150g veganer Feta
für das Dressing:
3EL Rapsöl
2EL weißer Essig
1EL Agavendicksaft
2TL Senf
Salz, Pfeffer

1. Für den Couscous die doppelte Menge Salzwasser aufkochen und den Couscous darin ziehen lassen. Den Spargel schälen, in kleine Stücke schneiden und ca. 10min in Wasser garen lassen. Die Erbsen ebenfalls kurz mitgaren. Alles abkühlen lassen.
2. In einer Schüssel Spargel, Erbsen und Couscous mischen. Die Radieschen in Scheiben schneiden, den Rucola kleinschneiden und beides untermischen.
3. Jetzt das Dressing in einer seperaten Schüssel anrühren, über den Salat geben und gut mischen. Zum Schluss optional den veganen Feta über den Salat bröseln. Noch besser schmeckt der Salat, wenn ihr ihn vor dem Servieren 1-2 Stunden im Kühlschrank ziehen lasst.

Couscous Spargel Salat

Wirklich eine leckere Kombination, die man im Frühling auch prima zum Grillen oder für ein Buffet oder einen Brunch mitbringen kann. Für mich ist es auch eine gute Alternative zum klassischen veganen Nudelsalat oder Kartoffelsalat, die ich beide zwar auch sehr gerne esse, aber ein bisschen Abwechslung schadet ja nicht.

Auch nicht erwartet hätte ich, dass Tiefkühlerbsen und grüner Spargel geschmacklich so gut harmonieren. Der Rucola gibt dann zusätzlich etwas Würze und die Radieschen bringen optisch einen schönen Kontrast zu dem restlichen grünen Gemüse. Ich habe außerdem noch etwas veganen Feta hinzugefügt, der Salat kommt aber auch gut ohne aus.

Couscous Spargel Salat

Weitere Rezeptideen:
Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme
Süßkartoffel Brötchen (Bolo do Caco)
Spargel mit Cashew Hollandaise
Vegane Bruschetta

Rezept: vegane no bake Erdbeertörtchen

Für dieses Rezept habe ich mich mal an einer (für mich) neuen Richtung der veganen Küche probiert. Herausgekommen sind diese rohveganen Erdbeertörtchen, die man wirklich ganz unkompliziert und ohne backen zubereiten kann. Der Boden besteht aus Nüssen und Datteln, die Creme aus Cashews und Erdbeeren.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Zutaten für 6 Stück:
Für den Boden:
200g Datteln (entsteint)
100g Mandeln
100g Haselnüsse
Für die Creme:
200g Cashews
200g Erdbeeren
4 EL Agavendicksaft
Erdbeeren zum verzieren

1. Zuerst die Datteln und die Cashews mindestens 2 Stunden, die Cashews besser über Nacht, in Wasser einweichen.
2. Für den Boden Mandeln und Haselnüsse im Mixer zerkleinern (die Stücke dürfen ruhig sehr klein sein). Die eingeweichten Datteln dazugeben und alles mixen bis eine gleichmäßige, klebrige Masse entsteht.
3. Diese in den Tartelettesförmchen verteilen und einen Rand hochdrücken. Die Förmchen kaltstellen.
4. Die eingeweichten Cashews mit den Erdbeeren und dem Agavendicksaft zu einer Creme pürieren. Die Creme in den Tarteboden füllen. Mit Erdbeeren dekorieren. Die Tartelettes bis zum servieren kaltstellen.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Da der Boden eher weich ist solltet ihr entweder einzelne Tartelettesförmchen verwenden, in denen ihr die Törtchen direkt servieren könnt, oder ihr müsst sie vor dem servieren einfrieren. Ich habe meine Törtchen mit einer Tartelettesform aus Silikon gemacht (ähnliche hier *Affiliate-Link). Damit sich die Törtchen im Ganzen lösen ließen, habe ich sie über Nacht eingefroren. Vor dem Auftauen sollte man die Törtchen am besten auch schon direkt auf dem Teller platzieren, auf dem man sie servieren möchte.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Die Zubereitung war auf jeden Fall sehr einfach und da ich Datteln und Cashews vorher eingeweicht habe, auch ohne Hochleistungsmixer machbar. Geschmacklich ist es sehr nussig, aber die Füllung auch sehr cremig und erstaunlich fest. Außerdem kommen die Törtchen ohne Mehl und Zucker aus. Das man sie nicht backen muss ist ein weiterer Vorteil für den Sommer. Diesem ersten Versuch von Rohkostkuchen, werden bestimmt noch weitere folgen. Wobei ich bei meinen Zutaten einfach normale Cashews und andere Nüsse gekauft habe. Wer darauf Wert legt kann diese auch in Rohkostqualität bekommen.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Habt ihr euch schon an der Rohkostküche versucht? Bewusst etwas zubereitet, so wie hier, habe ich bisher selten, ich habe aber schon ein mehreren veganen Restaurants Rohkostgerichte probiert und es waren wirklich viele kreative Sachen dabei.

Weitere Rezeptideen:
Vegane Erdbeer Cupcakes
Johannisbeertartelettes mit Mandelkruste
Veganes Tiramisu

Rezept: vegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

Heute gibt es das nächste Bärlauch Rezept und diesmal in Kombination mit einem weiteren klassischen Frühlingsgemüse: mit grünem Spargel. Außerdem ist dieses Rezept für vegane Blätterteig-Spargel-Taschen super einfach, aber trotzdem ein Hingucker, wenn man mal etwas schickeres servieren möchte.

vegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

Zutaten für 6 Blätterteig-Spargel-Taschen:
1 Bund frischer grüner Spargel
ca. 40g Margarine
1 Packung fertigen veganen Blätterteig (meiner war aus dem Kühlregal)
150g vegane Creme fraiche (ich hatte Creme Vega)
2 EL Bärlauchpesto
2 EL Sesam (optional)

Zubereitung:
1. Zuerst den Spargel vorbereiten, das untere drittel schälen und trockene Enden ggf. abschneiden. In einem großen Topf Wasser mit etwas Salz zum kochen bringen, ca. 20g der Margarine darin auflösen. Wenn das Wasser kocht den Spargel hineingeben und ca. 10min garen lassen.
2. Den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und in sechs gleiche Teile schneiden. Die Creme fraiche mit dem Bärlauchpesto verrühren und auf dem Blätterteig verteilen.
3. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Wenn der Spargel gar ist, aus dem Wasser nehmen und jeweils 2-3 Spargelstangen diagonal auf die Blätterteigquadrate legen. Die offenen Ecken über dem Spargel übereinander klappen und etwas andrücken.
4. Die restliche Margarine kurz im Topf schmelzen lassen und die Blätterteig-Taschen außen damit einpinseln. Etwas Sesam als Deko darüberstreuen.
5. Jetzt müssen die Blätterteig-Spargel-Taschen für ungefähr 25min bei 180°C Umluft in den Backofen. Servieren kann man sie gut einzeln als Vorspeise, oder jeweils zwei Stück zusammen mit Salat als Hauptgericht.

vegane Blätterteig-Spargel-Taschen auf einem Backblechvegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

Die Kombination aus knusprigem Blätterteig, grünem Spargel und Bärlauchcreme fand ich wirklich lecker. Da ich für die Creme Bärlauchpesto verwendet habe, kann man dieses Gericht auch noch über die komplette Spargelsaison zubereiten, denn als Pesto kann man den Bärlauch sehr einfach länger haltbar machen. Das funktioniert z.b. mit meinem Rezept für Bärlauch-Petersilien-Pesto.

vegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

In diesem Jahr habe ich auch wieder richtig Lust auf Spargel. Neben neuen Gerichten, wie diesem hier, will ich auch endlich mal ein paar ältere Spargelrezepte überarbeiten und neue Fotos machen. Dabei bleibe ich aber definitiv Team „grüner Spargel“, weißer Spargel ist geschmacklich nicht so meins. Wie ist das bei euch? Esst ihr lieber grünen oder weißen Spargel?

Weitere Rezeptideen:
Vegane Blätterteig-Tarte
Vegane Bärlauch-Quiche
Gebackene Süßkartoffel mit Spargel Dip
Spargel mit Cashew Hollandaise

Rezept: veganes Bärlauch-Risotto mit gebackenen Pilzen

Nachdem ich erst im letzten Jahr Bärlauch für mich entdeckt habe, ist natürlich auch in diesem Jahr schon das ein oder andere Bund in meinem Einkaufskorb gelandet. Neben dem klassischen Bärlauchpesto habe ich mich diesmal an ein Rezept für Bärlauch-Risotto gewagt. Herausgekommen ist dieses einfache, aber besondere Gericht mit einem cremigen Risotto und aromatischen Champignons.

Veganes Bärlauchrisotto mit gebackenen Champignons

Zutaten für 3-4 Portionen:
1 kleine Zwiebel
250g Risottoreis
150ml veganer Weißwein
ca. 1l Gemüsebrühe
½ Bund frischer Bärlauch
ca. 300g kleine, braune Champignons
Salz, Pfeffer, Olivenöl

1. Zuerst die Champignon vorbereiten: also putzen, ggf. den Stiel abschneiden und vierteln. Mit einer Marinade aus Olivenöl, Salz und Pfeffer bestreichen und auf ein Backblech geben. Das Blech kommt erstmal beiseite.
2. Für das Risotto die Zwiebel kleinschneiden, den Bärlauch waschen und (im Mixer) klein hacken und die Gemüsebrühe anrühren.
3. Etwas Olivenöl in einer großen, tiefen Pfanne erhitzen, die Zwiebeln darin andünsten, bis sie glasig sind. Den Risottoreis dazugeben und kurz mitdünsten.
4. Mit dem Weißwein ablöschen und köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit fast komplett aufgenommen hat. Dann etwas Gemüsebrühe nachgießen und weiter rühren, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Unter ständigem Rühren ca. 20min köcheln lassen. Dabei immer wieder etwas Gemüsebrühe nachgießen.
5. Nach der Hälfte der Kochzeit kommt das Blech mit den Champignons für 10min bei 180°C Umluft in den Backofen. Der gehackte Bärlauch wird zum Risotto gegeben, sobald die Gemüsebrühe vollständig untergerührt ist. Danach noch ein bisschen weiter köcheln lassen, bis man ein schönes, cremiges Risotto hat.
6. Zum servieren das Risotto auf die Teller verteilen und die gebackenen Champignons als Topping in der Mitte darauf geben.

Veganes Bärlauchrisotto mit gebackenen Champignons

Wichtig bei diesem Bärlauch-Risotto ist, dass der Bärlauch fein gehackt wird, damit er sich gleichmäßig verteilt und sein Aroma besser verteilen kann. Ich habe die Blätter dazu im Mixer zerkleinert, das geht auch ohne Flüssigkeit. Ansonsten ist, wie bei jedem anderen Risotto, das regelmäßige Rühren wichtig. Eigentlich steht man die ganze Zeit am Herd. Wer keinen Wein verwenden möchte, kann den Anteil auch durch mehr Gemüsebrühe ersetzen.

Veganes Bärlauchrisotto mit gebackenen Champignons

Übrigens habe ich Bärlauch noch nie wild gesehen, oder gesammelt. Inzwischen halte ich zwar die Augen auf, wenn ich während der Saison im Wald unterwegs bin. Aber selbst wenn ich Bärlauch finden würde, wäre ich mir wahrscheinlich nicht ganz sicher, ob ich nicht doch Maiglöckchen vor mir habe. Darum kaufe ich meinen Bärlauch so oder so, auf dem Wochenmarkt.

Weitere Rezeptideen:
Bärlauch Petersilien Pesto
Vegane Bärlauch-Quiche
Veganes Spargelrisotto

Rezept: veganer Hefezopf

Heute gibt es mal wieder einen Klassiker, der bei keinem veganen Brunch fehlen darf: einen veganen Hefezopf. Der fluffige, süße Hefeteig schmeckt so lecker, mit Marmelade, Schokocreme, oder einfach nur in die Tasse Kaffee getunkt.

veganer Hefezopf auf Tablett mit einem Schälchen Erdbeermarmelade und Blumendeko

Zutaten:
500g Mehl
70g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Trockenhefe
(oder ½ Würfel frische Hefe)
120g Margarine
250ml Sojamilch

1. Mehl, Zucker, Vanillezucker und Trockenhefe in einer Schüssel mischen. Die Margarine langsam in einem Topf schmelzen lassen, die Sojamilch dazugeben und beides kurz erhitzen, bis es lauwarm ist.
2. Die lauwarme Mischung in die Schüssel geben und alles zu einem gleichmäßigen Teig verkneten. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen.
3. Den Teig nochmals gut durchkneten und in 3 oder 4 gleiche Teile teilen. Daraus gleich lange, schmale Stränge rollen und diese nebeneinander auf ein Backblech legen.
4. Die Teigstränge am oberen Ende gut zusammendrücken, dann flechten. Dazu nimmt man den äußeren Teigstrang und legt ihn über den mittleren. Das wiederholt man abwechselnd links und rechts, bis man am Ende angekommen ist. Dort wird der Teig dann wieder gut zusammengedrückt.
5. Den fertig geflochtenen Hefezopf kann man jetzt nochmal 10-15min gehen lassen. Vor dem Backen wird er noch mit etwas geschmolzener Margarine bepinselt. Wer möchte kann auch noch Hagelzucker als Topping darüberstreuen.
6. Gebacken wird der Hefezopf bei 170°C Umluft ca. 30min, bis er eine goldgelbe Farbe hat.

veganer Hefezopf auf Tablett mit einem Schälchen Erdbeermarmelade und Blumendeko

Der Teig ist mit etwas Übung ganz einfach gemacht. Wichtig ist hier, auf die Temperatur der geschmolzenen Margarine und der Sojamilch zu achten. Beides muss warm genug, aber nicht zu heiß sein, damit die Hefe richtig angeht. Also sollte man die Margarine wirklich nur langsam schmelzen lassen und die Sojamilch nur kurz erhitzen (sie darf nicht kochen).

Ich backe so einen Hefezopf (oder manchmal auch einen Hefekranz) gern zu besonderen Anlässen, wie etwa jetzt zum langen Osterwochenende. Bei uns gibt es aber auch traditionell einen Hefekranz zum Neujahrsfrühstück. Aber auch für einen ausgiebigen Brunch ist der vegane Hefezopf genau das Richtige.

veganer Hefezopf auf Tablett mit einem Schälchen Erdbeermarmelade und Blumendeko

Weitere Rezeptideen:
Vegane Blaubeer Pancakes
Selbstgemachtes Nuss Müsli
Vegane Pao de Deus – Hefebrötchen mit Kokoskruste

Auf dem Rheinsteig durch das Siebengebirge: in 3-5 Etappen von Bonn nach Linz

Der Rheinsteig stand schon länger auf meiner Wanderwunschliste, schließlich bin ich im Siebengebirge schon öfter Teilstücke davon gelaufen. Im Herbst bin ich dann endlich gestartet und habe die ersten drei Etappen durch das Siebengebirge gemeistert. Da mir die offiziellen Etappen aber doch noch etwas zu lang sind, habe ich die Strecken weiter unterteilt und bin letztendlich in fünf Etappen von Bonn nach Linz gewandert. In diesem Artikel werde ich mich zwar an den offiziellen Etappen orientieren, erzähle aber natürlich, wo sich diese gut splitten lassen.

Aussicht auf Schloss Drachenburg, den Rhein und Bonn

Rheinsteig Etappe 1: Von Bonn nach Schloss Drachenburg/Königswinter

Mein Start auf dem Rheinsteig erfolgte bei bestem Herbstwetter. Die erste Etappe die mit 22km von Bonn nach Schloss Drachenburg führt, habe ich in zwei Abschnitte unterteilt. Am ersten Tag ging es knapp 14,5km vom Bonner Marktplatz bis zum Kloster Heisterbach, am zweiten 8,5km von Kloster Heisterbach bis Schloss Drachenburg in Königswinter.

Die Skyline von Bonn, auf den ersten Kilometern des Rheinsteigs.
Die ersten Kilometer ging es gemütlich am Rhein entlang. Morgens war es noch frisch, aber die Sonne hat sich langsam durch den Nebel gekämpft. Kurz vor der Bonner Südbrücke biegt der Rheinsteig ab und führt durch den Ort hinein in den Wald. Ab der B 42 wird es für ein kurzes Stück auch ganz schön steil. Über breite Waldwege ging es vorbei am Dornheckensee, an mehreren Aussichtspunkten und zum Skywalk Rabenlay. Hier war ganz schön viel los.

Aussicht vom Skywalk Rabenlay auf das Siebengebirge.
Von dort ging es weiter ein wenig hinab und wieder hinauf bis in die Weinberge in Oberdollendorf.
Jetzt fehlten nur noch wenige Kilometer bis zum Kloster Heisterbach, wo wir uns zum Abschluss unserer ersten Etappe ein leckeres Essen in der Klosterstube gegönnt haben (es stehen auch zwei vegane Gerichte auf der Karte).

Herbstliche Weinberge in Bonn Oberkassel.Chorruine am Kloster Heisterbach.
Im zweiten Abschnitt der Etappe wird es deutlich anspruchsvoller und pfadiger, auch mit einigen als Alpin eingestuften Wegen. Vom Kloster Heisterbach habe ich den recht steilen Aufstieg auf den Petersberg in Angriff genommen. Besonders auf dem Bittweg (ein alter Prozessionsweg, gesäumt mit Kreuzen) muss man wegen der vielen Steine ganz schön aufpassen.

Der Bittweg führt auf den Petersberg.
Auf der Aussichtsterasse am Hotel war am Morgen noch nichts los, der Ausblick war dafür umso schöner. Der Rheinsteig führt dann einmal auf der Rückseite um den Petersberg (nicht über den Parkplatz) und auf der anderen Seite wieder hinunter.

Aussicht vom Petersberg auf den Drachenfels.
Richtung Nonnenstromberg und später zum Geisberg verläuft der Weg teils auf breiten, teils auf schmalen steilen Pfaden. An einigen Abzweigungen muss man aufpassen diese nicht zu verpassen. Es geht ein gutes Stück bergab ins Tal, wo man die Landstraße überquert und anschließend wieder ein Stück bergauf. Zur Geisberg Hütte ist es dann nochmal ein kurzer, knackiger Anstieg. Der Ausblick auf das im Herbst bunt leuchtende Siebengebirge entschädigte dafür aber total.

Herbst genießen auf den Rheinsteig Etappen im Siebengebirge.Aussicht vom Geisberg auf Drachenfels und Wolkenburg.
Nach einer kurzen Pause ging es weiter den Geisberg auf der anderen Seite wieder hinunter (ebenfalls sehr steil), am Schallenberg entlang und bis zum Milchhäuschen. Von hier ging es weiter Richtung Tal und kurz vorm Nachtigallental links hoch bis zur Drachenburg.

Fazit: Der Einstieg auf dem Rheinsteig erfolgt im ersten Teil mit schönen Aussichten, meist einfach zu gehenden Wegen und moderaten Höhenmetern. Der zweite Teil ist dann wesentlich anspruchsvoller, aber eine sehr schöne Etappe mit lohnenswerten Aussichten. Was die Kilometer angeht sollte man von Schloss Drachenburg aber noch die ca. 2km auf dem Schirm haben, die man bis nach Königswinter ins Tal noch vor sich hat. Oder man hängt wie ich den ersten Teil der 2. Etappe an und läuft noch über den Drachenfels bis nach Rhöndorf.

Daten zur 1. Rheinsteig Etappe:

Länge: 22km
Höhenmeter: 600m bergauf, 470m bergab
Dauer: 7 Stunden
Schwierigkeit: schwer
An-/Abreise: Mit der Bahn nach Bonn Hbf oder bis zur Haltestelle Universität/Markt. Vom Endpunkt der Etappe an Schloss Drachenburg läuft man noch ca. 2km bergab bis Königswinter. Von dort hat man Anschluss an den RE8/RB27 nach Köln oder Koblenz und an die Linie 66 nach Bonn.
Alternativen: Ich habe die erste Etappe in zwei Teilstücke aufgeteilt. Direkt am Kloster Heisterbach befindet sich eine Bushaltestelle mit Anschluss nach Königswinter. So hatte meine erste Etappe 14,5km, 170m bergauf, 120m bergab und ich war 4 ½ Stunden unterwegs. Die Schwierigkeit würde ich als mittel einordnen. Im zweiten Teil lief ich 8,5km, 290m bergauf, 220m bergab und war ca. 3 ½ Stunden unterwegs. Diesen Abschnitt würde ich als schwer einstufen, da er einige Steile Passagen und schale Pfade enthält.
Touren zum nachwandern auf Komoot: Offizielle Route | Meine Route Teil 1 | Meine Route Teil 2

Rheinsteig Etappe 2: Von Schloss Drachenburg nach Bad Honnef/Selhof

Etappe 2 startet an Schloss Drachenburg in Königswinter. Man kann entweder mit der Zahnradbahn hochfahren oder sollte ca. 2km Zuweg mit einrechnen.

Von hier geht es über den Eselsweg recht steil auf das Drachenfelsplateau hinauf. Die Aussicht hier ist zurecht so beliebt und reicht bei guter Sicht weit in die Eifel und bis nach Köln. Entsprechend voll ist es an sonnigen Wochenenden.

Aussicht vom Drachenfels auf das herbstliche Siebengebirge.

Der Rheinsteig führt dann über ein paar Treppen und Serpentinen hinab nach Rhöndorf. Unbedingt einlegen sollte man eine Stopp auf dem Felsausguck nach den Treppen. In Rhöndorf landet man dann am Ulanendenkmal in den Weinbergen.

Aussichtspunkt kurz unter dem Drachenfelsplateau.

Von Rhöndorf geht es weiter Richtung Löwenburg. Der Weg beinhaltet schon früh einige steile Abschnitte und zwischendurch auch schmale, teils kurz Ausgesetzte Passagen. Mann sollte also auf jeden Fall schon Kondition und Trittsicherheit mitbringen. Unbedingt einplanen für tolle Aussichten sollte man Abstecher auf den Breiberg und auf die Löwenburg, diese sind allerdings in den offiziellen Kilometerangaben nicht enthalten.

Nachdem man die Löwenburg passiert hat, führt ein recht breiter Waldweg hinunter ins Schmelztal. Auf der anderen Seite der Straße wird es schnell wieder pfadig und anspruchsvoll. Es geht über (zur Zeit unserer Wanderung sehr matschige) Pfade durch leider sehr kaputte Waldbestände. Hier überwindet der Rheinsteig auch nochmals einige Höhenmeter.

Rheinsteigwege durch das Schmelztal

Blick vom Rheinsteig auf die Löwenburg.

Vom Weg Richtung Himmerich hat man ein paar schöne Ausblicke auf die Löwenburg und auf Bad Honnef. Dann knickt der Rheinsteig ab auf einen sehr steilen Weg ins Tal.

Kurz vor Ende der Etappe wird es wieder Flacher. Hier geht es noch eine Weile am Bach entlang bis man in Selhof die ersten Häuser erreicht.

Fazit: Teil 1 von Etappe 2 habe ich noch an Teil 2 von Etappe 1 drangehangen, bin also dann den Rheinsteig insgesamt von Kloster Heisterbach bis Rhöndorf gelaufen (insgesamt dann ca. 11km und 370hm). Beides zusammen ergibt eine schöne, aber auch schon anspruchsvolle Tour. Den zweiten Teil wollte ich auch schon lange mal laufen, empfehle die Etappe aber eher mit oben genannten Abstechern zum Breiberg, zur Löwenburg und zum Himmerich zu planen. Wir haben die bei unserer Wanderung weggelassen aber ohne fehlt es der Tour tatsächlich ein bisschen an schönen Aussichten und Highlights. Wem das auch wie mir zu viel ist der sollte lieber erstmal nur auf die Löwenburg.

Daten zur 2. Rheinsteig Etappe:

Länge: 13,9km
Höhenmeter: 570m bergauf, 630m bergab
Dauer: 4-5 Stunden
Schwierigkeit: schwer
An-/Abreise: Nach Königswinter gelangt man mit der RE8/RB27 von Köln oder Koblenz oder mit der Linie 66 von Bonn. Vom Bahnhof hat man etwa 2km Zuweg zum Start der Etappe, oder man fährt eine Station mit der Drachenfelsbahn. In Selhof muss man etwas hinab in den Ort und hat dort Anschluss an eine Buslinie, Richtung Bad Honnef Bahnhof.
Alternativen: Diese Etappe habe ich in Rhöndorf gesplittet. Hier ist man fast direkt im Tal und hat nur ein paar hundert Meter bis zum Bahnhof. Der erste Teil ist damit auch recht kurz: 2,6km , 80m bergauf, 170m bergab und ca. eine Stunde. Beim zweiten Teil (ohne die Abstecher) legten wir 12km, 390m bergauf und 320m bergab in knapp 4 ½ Stunden zurück. Der zweite Teil war dann auch der wesentlich anspruchsvollere.
Touren zum nachwandern auf Komoot: Offizielle Route | Meine Route Teil 1 | Meine Route Teil 2

Rheinsteig Etappe 3: von Bad Honnef/Selhof nach Linz

Die Tour führt zu Beginn von Selhof aus stetig bergauf, vorbei am Leyberg und bis zum Auge Gottes. Hier ist der größte Aufstieg auch schon geschafft und der Platz bietet sich für eine kleine Pause an.

Rastplatz am Auge Gottes

Dann geht es steil hinab zur Breiten Heide. Hier waren auf dem Weg einige umgestürzte Bäume, man konnte aber ganz gut dran vorbeilaufen oder leicht rüberklettern.

Weiter geht es bergab am Breitbach entlang. Der Abschnitt zwischen Selfhof und Unkel ist ohnehin sehr waldreich und bachnah. Richtung Bruchhausen geht es nochmal ein bisschen Bergauf. Dann aber übers Plateau und an einem großen Pferdehof vorbei.

Pferdehof am Rheinsteig in UnkelBreite Wege auf dem Rheinsteig

Der Pfad hinunter nach Unkel wird dann nochmal recht schmal und steil und erfordert auf jeden Fall Trittsicherheit. Er belohnt kurz vor Ende aber auch nochmal mit einem kleinen Aussichtspunkt mit Blick auf Unkel.

Aussichtspunkt am Rheinsteig bei Unkel

Unten an der Straße ist der Ideale Punkt um die Etappe aufzuteilen, es ist etwa bei der Hälfte und der Weg zum Unkeler Bahnhof ist nicht weit.

Der zweite Teil der 3. Rheinsteig Etappe beginnt am Unkeler Wasserfall. Von hier geht es über den Stuxberg, wo eine erste Aussicht lockt. Dann geht es steil hinauf nach Orsberg, quer durch den Ort, wo einige Anwohner eine Rastmöglichkeit bieten. Über eine Pferdekoppel geht es weiter zur Erpeler Ley, eins der Highlights dieser Etappe. Von dort konnten wir schon traumhafte Ausblicke über das Rheintal genießen.

Kleiner Wasserfall am Rheinsteig: die Kaskade von Unkel.Aussicht von der Erpeler Ley.

Es folgt ein steiler Abstieg über teils noch etwas rutschige Wege und Treppen hinunter nach Kasbach. Der Rheinsteig unterquert die Kasbachtalbahn und windet sich über schmale Serpentinen auf der anderen Seite wieder den Berg hoch. Hier ist Trittsicherheit gefragt. Weiter geht es über schmale Pfade und immer wieder kurz durch die Orte. Schöne Ausblicke hat man nochmal unweit der Burg Ockenfels, bevor es zum Abschluss der Etappe hinunter in die Linzer Altstadt geht.

Unter dem Viadukt der Kasbachtalbahn.Schmale Pfade auf dem Rheinsteig bei Linz.
Fazit: Der erste Teil der Etappe bis Unkel ist recht einfach zu gehen, mit vielen breiteren Waldwegen und moderatem Anstieg zu Beginn. Der zweite Teil wird dann deutlich anspruchsvoller, mit einigen steilen An- und Abstiegen und schmalen, alpinen Pfaden. Er bietet aber auch deutlich mehr Highlights und schöne Aussichten.

Daten zur 3. Rheinsteig Etappe:

Länge: 17,9km
Höhenmeter: 520m bergauf, 570m bergab
Dauer: 6-7 Stunden
Schwierigkeit: schwer
An-/Abreise: Nach Selfhof gibt es Anschluss vom Bad Honnefer Bahnhof mit der Buslinie 566 bis zur Haltestelle St. Martinskapelle. Von hier erreicht man den Startpunkt der Etappe in knapp 5min. Von der Linzer Altstadt sind es wenige Minuten bis zum Bahnhof, wo die Linien RE8 und RB 27 Richtung Köln oder Koblenz fahren.
Alternativen: Diese Etappe lässt sich ziemlich genau in der Mitte, in Unkel aufteilen. Hier hat man ebenfalls Anschluss an den Unkeler Bahnhof und zu den Linien RE8 und RB 27. Den ersten Teil würde ich als Mittelschwer bezeichnen. Mit 9,75km, 22m bergauf und 180m bergab ist diese waldreiche Etappe mit meist einfachen Wegen gut zu meistern. Wir waren knapp drei Stunden unterwegs. Der zweite Teil bis nach Linz enthällt einige schmalere Pfade, für die Trittsicherheit gefragt ist, weswegen ich diesen Teil als schwer einordnen würde. Hier hatten wir eine Strecke von ca 9km, 190m bergauf und 160m bergab und waren vier Stunden unterwegs.
Touren zum nachwandern auf Komoot: Offizielle Route | Meine Route Teil 1 | Meine Route Teil 2

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