Rezept: vegane Ofenberliner

Zwar gehöre ich persönlich eher zum Team Karnevalsflucht, als zum Team Karnevalsparty, aber das typische Gebäck esse ich in dieser Jahreszeit gerne. Mein persönlicher Favorit: Berliner. In anderen Regionen von Deutschland besser bekannt als Pfannkuchen oder Krapfen. Klassisch werden Berliner frittiert, ich habe mich jedoch an einer einfacheren Variante versucht und hier mein Rezept für vegane Ofenberliner für euch.

veganer Ofenberliner mit Puderzucker auf einem Teller, daneben eine Spritztülle mit Marmelade, ein Sieb und ein Korb mit weiteren Berlinern

Zutaten für 12 Stück:
für den Teig:
300g Mehl Typ 450
200g Mehl Typ 550
70g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
125g vegane Butter oder Margarine
1 Päckchen frische Hefe
250ml Sojamilch
außerdem:
4EL Erdbeermarmelade
Puderzucker zum bestreuen

Zubereitung:
1. Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel sieben. Mit Zucker und Vanillezucker mischen und die vegane Butter in kleinen Stückchen dazugeben.
2. Die Sojamilch kurz leicht erwärmen, die Hefe hinein bröckeln und umrühren bis sie sich komplett aufgelöst hat.
3. Die Soja-Hefemischung zu den restlichen Zutaten in die Schüssel geben und alles für 5-10min zu einem gleichmäßigen Teig kneten. Diesen mindestens eine Stunde an einem warmen Ort, oder über Nacht im Kühlschrank in einer verschlossenen Schüssel gehen lassen.
4. Vor dem weiterverarbeiten nochmals gut durchkneten, in zwölf etwa gleich große Stücke teilen und diese zu Kugeln formen. Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und unter einem Tuch nochmal für etwa 30min ruhen lassen.
5. Den Backofen auf 180°C Ober/Unterhitze vorheizen. Nach der Ruhezeit die Berliner für ca. 30min backen, bis sie eine leicht goldbraune Kruste bekommen haben. Etwas abkühlen lassen.
6. Die Marmelade ggf. mit etwas Wasser glattrühren, in eine Spritztülle füllen und vorsichtig etwas davon in jeden der Berliner füllen. Anschließend mit reichlich Puderzucker bestreuen und genießen.

vegane Ofenberliner mit Erdbeerfüllung und Puderzucker in einem Brotkorb

Bei mir in der Familie gibt es Berliner traditionell immer zwischen Neujahr und Karneval. Aber da ich bei mir in der Nähre leider keine veganen Berliner bekomme, oder zumindest bis nach Köln dafür fahren muss, habe ich jetzt selbst welche gebacken. Meine Ofenberliner werden dabei mit einem klassischen Hefeteig gemacht, dem ich eine gute Menge vegane Butter beifüge, damit der Teig schön saftig wird. Außerdem hilfreich bei Hefeteig: schön lange kneten (bei mir hat das die Küchenmaschine übernommen), über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und den Teig in einer verschlossenen Schüssel aufbewahren (bei mir ist er sonst schnell von oben ausgetrocknet).

Für die Füllung habe ich selbstgemachte Erdbeermarmelade verwendet und diese mit etwas Wasser glattgerührt, um sie etwas flüssiger zu machen. Wenn du gekaufte Marmelade verwendest, die häufig noch stärker geliert ist, kannst du Marmelade und Wasser auch kurz in der Mikrowelle erwärmen, dann lässt sich alles besser vermischen. Zum füllen der Berliner habe ich eine lange Spritztülle* (Affiliate-Link) verwendet, diese möglichst tief und mittig in den Teig gestochen und dann langsam etwas Marmelade hinein gefüllt, während ich die Spritztülle langsam wieder hinausgezogen habe. Hierbei lieber am Anfang etwas mehr Marmelade einfüllen und später aufhören zu drücken. Die Marmelade quillt nämlich sonst wieder aus dem Berliner heraus. Am besten lagerst du die Berliner auch erstmal mit der Füll-Öffnung nach oben.

veganer Ofenberliner mit Puderzucker auf einem Teller

Die Ofenberliner sind jedenfalls eine gute Alternative, wenn du nicht frittieren willst. Irgendwann will ich mich auch mal an klassisch frittierten Berlinern versuchen. Leider habe ich hier nicht mehr das Rezept von meiner Oma. Deren Berliner waren in der Familie legendär. Sie hat als junge Frau in einer Bäckerei gearbeitet und das Handwerk von Grund auf gelernt, aber ihre Rezepte sind leider verloren gegangen.

Weitere vegane Rezeptideen:
Vegane Mini Donuts
Veganer Konfettikuchen
Vegane Hefeschnecken mit Puddingfüllung

Vegan in Phnom Penh: Restaurant und Hotel-Tipps

In der Hauptstadt von Kambodscha gibt es eine gute Auswahl an veganfreundlichen Restaurants, egal ob mit Khmer-Küche, indischen oder westlichen Gerichten. Ich habe während meiner Zeit dort mehrere Restaurants getestet und meine veganen Tipps für Phnom Penh hier zusammengefasst. Auch dabei ist ein Hotel, das ein verhältnismäßig veganfreundliches Buffet hatte.

vegan in Phnom Penh, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Planta

Dieses Lokal hat mir so gut gefallen, dass wir gleich zweimal dort waren. Das erste Mal direkt am ersten Abend in Phnom Penh. Es lag in einem Hinterhof in der Nähe unserer Hotels und so konnten wir entspannt in Kambodscha ankommen. Auf der Karte stehen einige vegane Optionen. Beim ersten Besuch entschieden wir uns für eine Gemüsepizza, Pommes mit Dip und unser Highlight: das vegane Blumenkohl-Steak, das auf einer Avocado-Creme serviert wurde. Zum Nachtisch gab es dann noch einen Drachenfrucht-Cheesecake. Beides hatte uns so gut geschmeckt, dass wir es bei unserem zweiten Besuch, kurz vor der Abreise aus Kambodscha zwei Wochen später nochmal bestellt haben. Dazu dann außerdem Kale-Salad, Edamame und den veganen Burger. An die beiden Highlight-Gerichte kamen die geschmacklich allerdings nicht ganz ran, auch wenn alles sehr gut war. Preislich war es etwas teurer für Kambodscha, aber immer noch bezahlbar. Gezahlt haben wir bar und in USD.

Blumenkohlsteak auf AvocadocremeGemüsepizza mit Cashew-Käseveganer Burger im Plantaveganer Dragenfuit Cheesecake

Adresse: 82E0 Street 244 Phnom Penh

Cuffein – plantbased coffe

Pflanzenbasierte Milch ist in Kambodscha, abgesehen mal von Kokosmilch, nicht so leicht zu finden. Umso überraschter war ich, als ich das Cuffein entdeckte, ein kleines Café mit Kaffee, Tee, Frappes und der Wahl zwischen Soja und Oatmilk. Es liegt ziemlich zentral zwischen Nationalmuseum und Flussufer. Wir waren hier für eine kleine Pause während dem Sightseeing und haben uns im klimatisierten Raum etwas abgekühlt. Für mich gab es außerdem einen Iced Latte mit Oatmilk. Da der eh im To-Go Becher serviert wurde, habe ich den Kaffee später mitgenommen, als wir weiter am Fluss entlang spaziert sind.

Iced Latte mit Hafermilch im Cuffein

Adresse: N10E0 St. 03, Phnom Penh

Masala Dosa Street Kitchen

Direkt neben dem Cuffein entdeckten wir das Masala Dosa Street Kitchen. Auf dieses indische, vegetarische Restaurant wurde ich wegen der etwas merkwürdigen KI-Fotos der Speisen an der Tür aufmerksam. Eingekehrt sind wir dann bei unserem Phnom Penh Aufenthalt am Ende der Reise. Bestellt wurde über eine digitale Karte am Smartphone. Die Auswahl war riesig, vegane Gerichte gekennzeichnet und Zutaten individuell anpassbar. Ich bestellte einen Mango-Lassi und das klassische Masala Dosa. Das namensgebende Gericht des Restaurants war auch wirklich lecker, die Portion groß.

Masala Dosa, ein herzhaft gefüllter Pfannkuchen mit verschiedenen Dips

Adresse: 6G Samdach Sothearos Blvd (3), Phnom Penh

Element

Das Element ist ein etwas schickeres, vegetarisches Restaurant südwestlich vom Zentrum. Auf der Karte stehen auch viele vegane Gerichte (alle gekennzeichnet), entweder moderne Interpretationen von asiatischen Gerichten oder westlicheres Fastfood. Wir waren zu zweit dort und an dem Abend ganz alleine. Dabei hatten wir jeder eine Hauptspeise und haben uns zusätzlich eine Vorspeise und ein Dessert geteilt. Die Vorspeise war der vietnamesische Salat mit Reisnudeln. On-Top waren ein paar knusprige Frühlingsrollen und auch sonst war der Salat lecker und mit vielen frischen Zutaten. Als Hauptgericht hatte ich das Element Amok, das mit viel frischem Gemüse zubereitet und mit Reis serviert wurde. Mir hatte die Soße allerdings etwas zu viel Ingwer im Geschmack und anders als bei der traditionellen Variante, wurde das Amok auch nicht im Bananenblatt serviert. Die cremige Soße zu den Dumplings meiner Reisebegleitung hat mir persönlich besser geschmeckt. Zum Nachtisch haben wir uns dann noch einen Brownie mit viel Schokosoße und Eiscreme bestellt. Der war zwar nicht unbedingt typisch für Kambodscha, aber sehr lecker. Alles in allem ein leckeres Dinner, in schicker Atmosphäre und zu günstigen Preisen.

Vietnamesischer Reisnudelsalat mit vielen frischen Toppingsveganes Amok mit reichlich Soßemit Gemüse gefüllte Dumplings in einer hellen Soßeveganer Brownie mit Schokosoße und Vanielleeis im Element

Adresse: #51A street 306, BKK1 Phnom Penh

PU Rock Café

Dieses Café mit Khmer Küche liegt in einem Viertel westlich des Palasts. Wir waren dort Nachmittags nach der langen Rückfahrt im Bus von Koh Rong. Auf der Karte stehen auch ein paar vegetarisch/vegane Khmer Gerichte, bei der Frühstückskarte ist die vegane Auswahl eher schmal. Allerdings gab es einen guten Cappuccino mit Pflanzenmilch. Dazu habe ich mich für das Khmer Curry mit Tofu entschieden. Auch wenn das geschmacklich nicht zu meinem Getränk passte, war es sehr lecker, mit viel Gemüse, Reis als Beilage und nicht zu scharf. Außerdem war das Personal hier sehr nett, sie wussten was vegan bedeutet und das Restaurant war eins der günstigeren in Phnom Penh.

veganes Khmer-Curry mit Tofu

Adresse: just off, 128Eo, Street 242, Street 63, Phnom Penh

Coconut Icecream auf dem Nightmarket

Auf dem Nightmarket war ich auch am Ende meiner Kambodscha Rundreise. Hauptsächlich wurde dort Kleidung verkauft, am einen Ende gab es ein paar Food-Stände. Ausgeschriebene vegane Optionen habe ich dort nicht gesehen. Da ich sowieso nicht so viel Hunger hatte, habe ich mir dann nur ein Kokosnuss Eis geholt. Das wurde, wie ich es oft in Südostasien gesehen habe, in einer Kokosnussschale serviert, mit etwas Sticky Rice, Erdnüssen alt Topping und einem Becher mit dem Kokoswasser dazu. Fragt bei den Ständen allerdings besser nach ob es vegan ist, da das Eis manchmal mit Kondensmilch gesüßt wird.

Coconut Icecream serviert in einer Kokosnussschale

Le Botum Hotel

Unser erstes Hotel in Phnom Penh war wirklich ein Glücksgriff. Das Zimmer war groß genug, modern und gemütlich eingerichtet. Nach der Ankunft haben wir am Nachmittag erstmal den Pool auf der Dachterrasse genutzt (einziges Manko, dass der nicht in der Sonne war). Von dort hatten wir auch einen tollen Ausblick auf die Skyline von Phnom Penh und den National Palace. Den und den Rest des Zentrums konnten wir dann am nächsten Tag von dort aus auch bequem zu Fuß erkunden. Und das nach einem leckeren, für asiatische Verhältnisse sehr veganfreundlichen Frühstück. Das wurde in Buffetform serviert. Zur Auswahl standen z.B. Kaffee, Saft und Obst, aber auch Toast, Salat, gebackene Tomaten, Kartoffeln und Baked Beans. In Hotels in denen ich später noch in Kambodscha übernachtet habe, war die Auswahl wesentlich kleiner.

vegane Auswahl am Hotelbuffet im Le Botum

Adresse: Building 71B, St. 244, Sangkat Chaktomuk Phnom Penh
Buchen bei booking.com* oder agoda* (Affiliate-Links)

Weitere Vegan Guides für Südostasien:
Vegan in Thailand
Vegan in Laos
Vegan in Vietnam

Rezept: Rucola Salat mit Linsen und Tempeh-Bites

In letzter Zeit liebe ich es, mir mittags verschiedene Salatvariationen zu machen. Daraus entstand auch die Idee für dieses Rezept. Eine Kombination aus Linsen, roten Zwiebeln und Rucola hatte ich früher schon ein paarmal gegessen, damals mit mehr Linsen. Hier habe ich jetzt mehr Grünzeug dazugegeben und den Rucola Salat um eine fruchtigere Soße und ein weiteres leckeres Topping, die Tempeh-Bites, ergänzt.

Rucolasalat mit Linsen und Tempeh Bites

Zutaten für 2 Portionen:
75g Rucola
1 kleine rote Zwiebel
½ Dose gegarte braune Linsen
100g Tempeh (Natur)
3EL Olivenöl
1EL weißer Essig
2EL Balsamico
4EL Sojasoße
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Rucola waschen und auf zwei Teller verteilen. Die Zwiebel schälen, in kleine Würfel schneiden und über dem Salat verteilen. Die Dose mit Linsen abgießen und über den Salat geben.
2. Aus Olivenöl, Essig und Balsamico ein Dressing anrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann über dem Salat verteilen, leicht mischen.
3. Den Tempeh erst in schmale Streifen schneiden, diese dann in mundgerechte Stücke teilen. In einer Pfanne mit etwas Fett von beiden Seiten knusprig anbraten. Mit der Sojasoße ablöschen und die Tempeh Bites als Topping über den Salat geben.

Rucolasalat mit Linsen und Tempeh Bites

Früher war ich zugegebenermaßen gar kein Fan von Rucola, vor allem aufgrund des leicht bitteren Geschmacks. Inzwischen esse ich ihn aber sehr gerne als Zugabe im Salat, als Topping auf Pizza oder Pasta oder als würzige Komponente bei einem Sandwich. Auch als Pesto schmeckt Rucola sehr lecker.

Diesmal habe ich einen Salat mit Rucola als Hauptzutat gemacht. Dazu gibt es ein paar Linsen als Eiweißlieferant und rote Zwiebel für einen leicht scharfen Geschmack. Getoppt wird mein Rucola Salat dann noch mit kleinen Tempeh-Bites. Die brate ich knusprig in einer Pfanne an und lösche sie dann mit etwas Sojasoße ab. Tempeh besteht aus fermentierten Sojabohnen, ist aber wesentlich fester als Tofu und hat einen leicht nussigen Geschmack. Auch ist Tempeh reich an Proteinen und enthält durch die Fermentation natürliche Probiotika. Ich kaufe ihn immer im Biomarkt und esse ihn sonst gern in kleinen Stücken gebraten in einer asiatischen Gemüsepfanne, oder in dünne Scheiben geschnitten und mariniert als Brotbelag.

Rucolasalat mit Linsen und Tempeh Bites

Beides sind übrigens Zutaten, die mir helfen meine Ernährung noch mehr zu diversifizieren. Denn je mehr unterschiedliche frische Lebensmittel wir verzehren, desto besser für unsere Darmgesundheit. Pro Woche sollte man auf etwa 30 verschiedene Zutaten kommen. Hier in diesem Rezept haben wir damit schonmal 4 davon. Außerdem versuche ich mir meist mittags einen großen gemischten Salat zu machen und abends dann warm und rechtzeitig vor dem Zubettgehen zu essen, damit mein Körper genug Zeit hat, alles gut zu verdauen.

Weitere Rezeptideen:
Wildkräutersalat mit Erdbeeren
Mediterraner Nudelsalat
Couscous Spargel Salat

Phnom Penh: Sehenswürdigkeiten und Tipps

Neben dem Highlight Ankgor War wird der Rest von Kambodscha gerne mal übersprungen von vielen Reisenden. Ich wollte mir das Land aber genauer ansehen und auch in der Hauptstadt Phnom Penh habe ich einige Tage verbracht. Die wirkte für mich wie eine Mischung aus Bangkok, mit Palästen und Hochhäusern, nur noch nicht so groß und so modern, und Hanoi mit der wuseligen Altstadt und Märkten überall, allerdings mit deutlich weniger Straßenverkehr. Welche Sehenswürdigkeiten du in Phnom Penh entdecken kannst, liest du hier.

Ausblick über Phnom Penh mit Hochhäusern und die Royal Palace

Zentrum von Phnom Penh

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich alle im Zentrum von Phnom Penh, da wo der Tonle Sap und der Mekong zusammenfließen. Das meiste kann man bequem zu Fuß erkunden. Im Süden gibt es dabei ein paar mehr Parks, wie den Wat Botum Park und den Park am Unabhängigkeitsdenkmal. Nördlich vom Royal Palace und vom Nationalmuseum taucht man dann in die kleinen Straßen ein, die mich so sehr an Hanoi erinnert haben. Einfache Häuser mit Balkonen zur Straße hin, im Erdgeschoss immer irgendein Laden oder ein Café. Überall parken Mopeds und Tuktuks, Straßenverkäufer rollen mit ihren Ständen durch die Gegend, und wenn man um die nächste Ecke biegt, landet man auf dem lokalen Lebensmittelmarkt. Dort schlängelt man sich hindurch zwischen Kisten von frischem Obst und Gemüse, Wasserbottichen mit teils noch lebenden Fischen und kleinen Garküchen, die einen würzigen Duft verströmen. Der Markt ist übrigens auch ideal um Gewürze für Zuhause zu kaufen. Für frischen schwarzen Kampot-Pfeffer haben wir hier gerade mal 1USD pro 100g gezahlt.

Typische Straßen in Phnom Penh

Royal Palace und Silberpagode

Im Königspalast verteilen sich mehrere wichtige Hallen und Gebäude mit dem typisch verzierten Giebeldächern auf dem Gelände. Dazwischen kleine Gärten und Beete. Das Zentrum bildet die Thronhalle, die mit ihrer Größe alle anderen Gebäude überragt. Ins Auge sticht auch die Pagode, die über der Halle in den Himmel ragt. An die Architektur des Bayon Tempel in Angkor angelehnt, zieren hier vier Gesichter die in alle Himmelrichtungen schauen, die Spitze.

Der reich verzierte Thronsall im Royal Palace.

Südlich an das Palastgelände schließt sich der Wat Preah Keo Morokat an, der Tempel mit der berühmten Silberpagode. Besonders schön sind hier auch die Malereien im Wandelgang rund um den Tempel. Im Tempel selbst wird unter anderem eine Buddha Staue aufbewahrt, die dem Smaragdbuddha aus Bangkok nachempfunden ist. Auf der Rückseite des Tempels gibt es eine kleines Modell von Angkor Wat.

Die Silberpagode strahlt im Sonnenlicht.

Der Eintritt zum Königspalast und zum Tempel kostet 10USD pro Person. Beides ist teilweise dem Palast und Tempeln in Bangkok nachempfunden, in Phnom Penh ist aber viel weniger los.

Nationalmuseum

Einen kurzen Spaziergang vom Royal Palace entfernt befindet sich das Nationalmuseum von Kambodscha. Hier wird Khmer-Kunst und vor allem viele Figuren, teils aus dem Buddhismus, teils aus dem Hinduismus, ausgestellt. Viele der Figuren stammen aus alten Tempelanlagen wie Angkor Wat und wurden von dort entfernt um sie vor Zerstörung und Raub zu schützen.

Schöne Architektur im Nationalmuseum

Das Museum ist nicht so groß, Erklärungen gibt es leider wenige. Größere Taschen und Rucksäcke muss man beim Eingang im Schließfach lassen. Der Eintritt kostet 10USD pro Person.

Promenade am Fluss und Bootsfahrt zum Sonnenuntergang

Wer die Promenade am Ufer des Tonle Sap entlang spaziert, kann hier nicht nur Einheimische beim Sport beobachten. Vor allem Abends starten hier zahlreiche Boote zur Sonnenuntergangsfahrt bis auf den Mekong. Dabei hat man tolle Ausblicke auf die Skyline von Phnom Penh, später auch beleuchtet. Dazu gibt es kleine Snacks wie gewürzte Nüsse und Frühlingsrollen und einen kühles Angkor Bier. Preise für die Fahrten starten schon ab 5USD pro Person.

Boote auf dem Tonle Sap bei Sonnenuntergang

Wat Phnom Tempel

Dieser Tempel im Norden des Zentrums ist Teil der Entstehungsgeschichte von Phnom Penh. Der Legende nach, fand eine alte Dame (Penh), mehrere Buddha Statuen in einem Baumstamm, der auf dem Fluss trieb. Für diese ließ sie eine heilige Stätte auf einem Hügel (Phnom) errichten. Auch heute noch erinnert eine Figur am Tempel an die alte Dame, in der Stupa daneben ist die Urne des Stadtgründers König Ponheo Yat beigesetzt. Wer den kleinen Tempel besichtigen möchte, zahlt 1USD Eintritt.

Der Tempel Wat Phnom auf einem Hügel

Phnom Penh Night Market

Ebenfalls im Norden befindet sich der Phnom Penh Night Market. Jeden Abend öffnen sich hier zahlreiche Stände auf einem Platz, der vom Flussufer wegführt. Gerade im Vergleich zu anderen Märkten in Südostasien hat mir hier die Auswahl aber nicht so gut gefallen. Hauptsächlich wurde Kleidung verkauft, augenscheinlich aus Industrieller Fertigung und viel aus Polyester. Am westlichen Ende des Marktes gab es noch ein paar Food-Stände, dazwischen eine Fläche ausgelegt mit Bambusmatten und Sitzkissen. Hier habe ich mir eine leckere Coconut Icecream gegönnt.

Eingangstor zum Night Market

Central Market

Wer schon tagsüber Souvenirs shoppen möchte, der sollte zum Central Market gehen. Hier war die Auswahl auch größer als auf dem Night Market, wenn auch nicht so gut wie in Siem Raep. Auch hier gibt es hauptsächlich Kleidung, aber auch Schmuck, Taschen und in einer Ecke Stände mit Lebensmitteln. Die Souvenirstände haben sich alle in einem breiten Gang im Zentrum gruppiert.

Die zentrale Markthalle in Phnom Penh.

Phnom Penh und die Roten Khmer

Keine Kambodscha Reise sollte vorbeigehen, ohne sich nicht wenigstens ein bisschen mit der Geschichte der Roten Khmer zu beschäftigen. Das ist kein leichter Stoff, die Fakten oft grausam. Während ihrer Herrschaft von 1975 bis 1979 ermordeten sie Schätzungen zufolge 1,5 bis 2 Millionen Menschen. Die Bevölkerung wurde damals aus den großen Städten vertrieben und gezwungen unter schweren Bedingungen auf dem Land zu arbeiten. Hinzu kam Unterversorgung und stetige Überwachung. Jede:r der sich auflehnte, oder des Verrats verdächtigt wurde, wurde ermordet. Im Jahr 2025 wurden einige der wichtigsten Kambodschanischen Gedenkstätten, darunter einige in und um Phnom Penh, ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen.

Tuol-Sleng-Genozid-Museum

Eins der wichtiges Gefängnisse aus dieser Zeit der Schreckensherrschaft der Roten Khmer wurde in einer ehemaligen Schule in Phnom Penh errichtet, heute befindet sich dort das Tuol-Sleng-Genozid-Museum. Nur wenige Insassen überlebten. Zwei von ihnen, saßen noch bei meinem Besuch im Hof des Museums, um von den schrecklichen Zeiten zu erzählen und aufzuklären. Die meisten jedoch, wurden hier nur so lange untergebracht, bis ihnen keine wichtigen Informationen mehr durch Folter abgerungen werden konnten. Danach wurden sie, wie so viele andere, zu den Killings Fields transportiert und dort ermordet. Der Eintritt in das Museum kostet 5 USD. Nimm dir hier unbedingt einen Guide um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Die meisten haben selbst noch einen persönlichen Bezug zu der Zeit.

Das Tuol-Sleng-Genozid Museum im alten Gefängnis.

Killing Fields – Choeung Ek

Während der Herrschaft der Roten Khmer gab es über 400 Killing Fields, verteilt in ganz Kambodscha. Also Orte, an denen etwa durch Knochenfunde Massenmorde durch die Roten Khmer nachgewiesen werden konnten. Menschen wurden ganz gezielt hierher gebracht und systematisch ermordet. In der Nähe von Phnom Penh kann man eins davon, das Killing Field von Choeung Ek, besuchen. Alleine hier wurden schätzungsweise 15.000 Menschen mit grausamsten Methoden getötet. In der Mitte wurde eine Pagode mit dort gefundenen Schädeln als Mahnmal errichtet. Im Infozentrum kann man einen kurzen Film zu den Killing Fields sehen. Von Phnom Penh aus kannst du geführte Touren* (Affiliate-Link) hierher buchen, teilweise auch kombiniert mit dem Tuel-Sleng-Museum.

Die Killing Fields von Choeung Ek.Mahnmal an den Killing Fields

Praktische Tipps für deine Reise nach Phnom Penh

Wie komme ich am besten nach Phnom Penh?

Ich bin mit dem Flugzeug nach Phnom Penh gereist und am internationalen Flughafen gelandet. Dort bekam ich auch unkompliziert mein Visa-on-Arrival, das ich bar in USD am Schalter bezahlen konnte. Direktflüge nach Phnom Penh gibt es aus vielen asiatischen Metropolen, z.B. aus Bangkok, Hanoi oder Vientiane. Wenn du von Deutschland aus anreist, wirst du z.B. in Bangkok oder Hanoi umsteigen müssen. So war es bei unserem Heimflug mit Vietnam Airlines über Hanoi nach Frankfurt.

Wie viel Zeit sollte ich für Phnom Penh einplanen?

Ich empfehle für einen Trip nach Kambodscha wenigstens zwei volle Tage in Phnom Penh. Das Zentrum der Hauptstadt ist überschaubar, somit kannst du die Hauptsehenswürdigkeiten gut an einem Tag erkunden. Am Vormittag geht’s zum Palast und zum Nationalmuseum, am Nachmittag kannst du durch die Straßen streifen, auf dem Central Market stöbern und Abends geht’s zum Night-Market oder auf eine Sunset-Cruise. Einen weiteren vollen Tag würde ich einplanen, um sich mit der Geschichte der Roten Khmer zu beschäftigen. Dieses Thema kann sehr belastend sein, darum würde ich den Tag nicht zu voll packen und lieber etwas Zeit zum reflektieren einplanen.

Wo übernachte ich am Besten in Phnom Penh?

Ich habe in Phnom Penh in drei verschiedenen Hotels übernachtet, alle drei lagen relativ nah beim Zentrum auf der Seite des Tonle Sap. Ich würde dir auch empfehlen in diesem Umkreis zu suchen, um die Wege kurz zu halten. Für die Stadtbesichtigung ideal fand ich das Le Botum Hotel* südlich vom Königspalast. Von hier konnten wir alles gut zu Fuß erreichen, außerdem hatten wir einen Pool auf der Dachterrasse und einen schönen Ausblick. Mit der Reisegruppe waren wir im Home Chic Hotel*, etwas weiter außerhalb. Dafür gab es in diesem Viertel mehr Auswahl bei den Restaurants. Wenn wir ins Zentrum wollten, haben wir von dort dann ein Tuktuk genommen. Ganz am Schluss der Kambodscha Rundreise waren wir dann nochmal nördlich vom Palast im Ohana Palace Hotel*. Von dort war die Strecke zum Central und zum Night Market kürzer, allerdings herrschte hier tagsüber immer viel Gewusel durch den lokalen Lebensmittelmarkt, der in den Straßen drumherum stattfand. Weitere Hotels findest du auch auf Booking.com* oder bei Agoda* (alle Links mit * sind Affiliate-Links). Bei meiner Recherche fand ich besonders viele Hotels mit Rooftop-Pool und das zu relativ günstigen Preisen. Wir haben das auch genutzt und uns zum Abschluss unserer Südostasien-Reise nochmal etwas besonderes gegönnt.

Weiterlesen zu Metropolen in Südostasien:
Luang Prabang: Sehenswürdigkeiten in der Stadt der Pagoden
Bangkok für Anfänger:innen – meine Erfahrungen und Tipps
Hanoi: Top-Sehenswürdigkeiten und praktische Tipps

Rezept: veganes Vanille-Mohn-Porridge mit Pflaumenmus

Heute gibt es mal wieder ein winterliches Frühstücksrezept. Genauer, ein cremiges Porridge, das am besten noch warm mit frisch eingekochtem Pflaumenmus schmeckt. Der geschmackliche Twist kommt mit Vanille und Mohn, das in Kombination mit Pflaume an Germknödel erinnert. Darum ist diese Variante, die teilweise noch mit Vanillesoße serviert wird, auch als Germknödel Porridge bekannt. Mein einfaches veganes Rezept dafür findet ihr hier.

veganes Vanille-Mohn-Porridge mit Pflaumenmus Topping

Zutaten:
für das Pflaumenmus:
1 Glas eingelegte Pflaumen (ca. 400g Abtropfgewicht)
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
für eine Portion Porridge:
50g Haferflocken
1EL gemahlener Mohn
150ml Haferdrink oder ein anderer Pflanzendrink, gern auch mit Vanillegeschmack
ein paar Tropfen Vanillearoma
als Topping:
Pflaumenmus und etwas mehr Mohn

Zubereitung:
1. Für das Pflaumenmus die Früchte mit etwas Flüssigkeit aus dem Glas in einen Topf geben, erhitzen und bei mittlerer Hitze ca. 10-15min köcheln lassen.
2. Wenn die Pflaumen zerfallen sind das Vanillepuddingpulver unterrühren, nochmals kurz aufkochen und etwas eindicken lassen. Vor dem Verzehr etwas abkühlen lassen.
3. Für das Porridge Haferflocken und gemahlenen Mohn in einem Topf mischen, mit dem Pflanzendrink aufgießen und so lange bei leichter Hitze aufkochen, bis ein cremiges Porridge entsteht. Zum Schluss noch etwas Vanillearoma unterrühren.
4. Das Porridge in eine Schüssel umfüllen, mit dem Pflaumenmus und ggf. etwas mehr Mohn toppen und noch warm genießen.

Ich habe für dieses Rezept mal wieder zufällig ein paar Reste aufgebracht. Ein Glas mit eingelegten Pflaumen stand noch bei den Konserven im Keller und von ein paar fertigen Hefeknödeln hatte ich noch eine Mohn-Zucker-Mischung übrig. Also habe ich mir gedacht, die könnte ich, statt sie nur als Topping zu verwenden, auch direkt ins Porridge rühren. Als fruchtige Komponente habe ich dann noch das Pflaumenmus ergänzt, dass ich ebenfalls morgens frisch gekocht habe. Und da es ein bisschen flüssig geraten ist und für einen zusätzlichen Vanillegeschmack, habe ich es mit Puddingpulver noch etwas angedickt. Das mache ich übrigens auch so bei Rhabarberkompott, das nimmt dabei auch etwas die Säure.

Auch dem Porridge wollte ich eine leichte Vanillenote verleihen. Hier habe ich zu Vanillearoma gegriffen, von dem ich noch ein kleines Fläschchen im Schrank hatte. Alternativ kannst du aber auch Vanillezucker oder Vanillesojamilch nehmen, oder du ergänzt als Topping ein paar Löffel veganen Vanillejoghurt. Wie du siehst, kannst du hier einfach das nehmen, was dein Vorratsschrank hergibt.

Für das Pflaumenmus habe ich diesmal eingelegte Früchte verwendet, falls du eingefrorene Pflaumen oder Zwetschgen hast, kannst du aber auch diese nehmen. Dann musst du eventuell und je nach Geschmack noch etwas Zucker beim Kochen ergänzen. Das habe ich hier nicht, da die Pflaumen aus dem Glas schon mit zugesetztem Zucker eingelegt waren.

Weitere vegane Rezeptideen:
Apfel-Birnen Porridge
Kokos-Schoko Porridge
Veganer Zwetschgenkuchen mit Nussstreuseln

Veganen Alltag langfristig meistern – auf diese Punkte solltest du achten

Wenn du vegan leben möchtest umfasst das noch mehr als nur die Ernährung. Denn auch wenn du dich zu 100% pflanzlich ernährst, gibt es im Alltag noch viele weitere Dinge, auf die du achten solltest. Welche das sind und meine wichtigsten Learnings aus über 15 veganen Jahren teile ich hier.

Vegane Kosmetik – wie du tierversuchsfreie Alternativen findest

Neben Lebensmittel ist Kosmetik eins der Hauptverbrauchsprodukte im Alltag. Auch hier solltest du als Veganer:in auf die Inhaltsstoffe achten. Zum Glück ist das inzwischen super einfach, da die meisten Produkte in der Drogerie entsprechend gekennzeichnet sind. Wer möchte kann auch noch weitergehen und auf Naturkosmetik oder Produkte ohne Plastikverpackung achten (z.B. mit festem Shampoo).

vegane Kosmetik mit Veganblume als Kennzeichnung

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Tierversuche. Diese werden leider noch häufig durchgeführt um Kosmetik zu testen, auch wenn die Inhaltsstoffe vegan sind. Bei Peta kannst du online recherchieren, ob die Marken deiner bevorzugten Produkte auf Tierversuche verzichten. Teilweise gibt es auch entsprechende Siegel auf den Verpackungen.

Vegane Kleidung – nicht alles ist deklariert

Wenn du auf vegan umstellst musst du nicht gleich deinen Kleiderschrank ausmisten. Wenn du dort noch alte Wollpullover, Lederjacken oder Seidenblusen hast, kannst du sie ruhig weitertragen, oder verkaufen und verschenken. Wichtiger ist beim Neukauf auf das Material zu achten. Checke also unbedingt das Etikett. Strickware enthält z.B. oft Anteile an Wolle, auch wenn der Preis es nicht unbedingt verrät. Tierische Materialien sind oft immer noch günstiger und werden darum noch häufig genutzt. Auch vermeintlichen Fake-Pelz solltest du genau prüfen, oder wie ich gar nicht erst tragen. Ich setzte lieber auf natürliche Materialien wie Baumwolle oder Viskose und kaufe Kleidung auch gerne Secondhand.

Blick in meinen veganen Kleiderschrank

Aber auch bei Bestandteilen die nicht auf dem Etikett angegeben werden ist manchmal Vorsicht geboten. Das kann das nicht deklarierte Lederpatch an der Jeans sein, oder Knöpfe aus Perlmutt und Horn. Das sind Dinge, die man beim Kauf nicht unbedingt auf dem Schirm hat.

Vegane Schuhe – warum du auf mehr als ohne Leder achten musst

Das Veganer:innen keine Lederschuhe mehr kaufen ist klar, aber wusstest du, dass du auch auf andere Materialien achten musst? Dass können natürlich Schuhe mit Filz sein, aber auch der verwendete Kleber ist häufig nicht vegan, deswegen können auch Stoffschuhe nicht vegan sein. Bei Schuhen müssen die Materialien außerdem nicht detailliert aufgeführt werden. Unter dem Begriff „Natürliche und synthetische Textilien“ kann sich auch Wolle verbergen.

Auf Nummer sicher gehst du darum am besten, wenn du nur Schuhe mit veganer Kennzeichnung kaufst. In vielen Online-Shops gibt es inzwischen entsprechende Filter. Und von den Modellen her eine Auswahl von den schicken Sandalen, über bequeme Sneaker hin zu robusten Wanderschuhen. Ich habe z.B. seit Jahren vegane Wanderschuhe von Lowa und habe mir vor kurzem ein paar vegane Barfußschuhe zugelegt.

vegane Wanderschuhe und vegane Barfußschuhe

Nährstoffe und Supplements – worauf du besonders achten solltest

Nährstoffmangel bei veganer Ernährung ist ein von Kritiker:innen gern verbreiteter Mythos. Meiner Erfahrung nach achten die meisten Veganer:innen viel stärker auf eine ausgewogene Ernährung aus ausreichender Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen, als die meisten Mischköstler:innen. Trotzdem gibt es natürlich ein paar Dinge, auf die du besonders achten solltest.

Besonders wichtig ist das Vitamin B12, das nach bisherigem Stand nicht in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Es gibt aber viele vegane Produkte, die damit angereichert sind und du kannst es natürlich auch in Form von Kapseln supplementieren.

Weitere Nährstoffe auf du die achten solltest sind z.B. Kalzium, Jod, Zink, Eisen, Selen, Vitamine B2, C und D, Omega-3 Fettsäuren und ausreichend Proteine. Diese kannst du aber mit einer ausgewogenen veganen Ernährung gut abdecken.

Wichtig: Nimm nicht einfach so Nahrungsergänzungsmittel zu dir, sondern mach im besten Fall einmal pro Jahr einen Checkup bei deine:r Hausärzt:in. Nur wenn du deine Werte genau kennst, kannst du entsprechend supplementieren.

Vegane Einrichtung – worauf du neben Ledersofa und Daunenbett noch achten solltest

Auch bei der Einrichtung deiner Wohnung kannst du bei Neuanschaffungen auf vegane Eigenschaften achten. Sei es bei Kissen- und Sofabezügen oder dem nicht veganen Federbett. Genau wie bei Kleidung und Schuhen musst du dann aber nicht gleich alles austauschen.

Allerdings gibt es auch bei der Einrichtung Punkte, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind. Das können Griffe oder Dekoelemente aus Horn oder Perlmut sein, schwieriger wird es bei Kleber mit tierischen Bestandteilen, Farben mit tierischen Inhaltsstoffen oder Möbelpolitur aus Schellack. Da Möbel in der Regel seltene Anschaffungen sind, lohnt sich hier der Aufwand einer Anfrage beim Hersteller um Klarheit zu schaffen.

Mein Motto: so vegan wie möglich

Eins ist leider klar: wir leben in einer nicht veganen Welt und auch wenn man noch so sehr drauf achtet, es wird leider immer Dinge geben, bei denen es (noch) keine Alternative gibt. Daher lebe ich nach dem Prinzip: so vegan wie möglich. Denn auch bei der Produktion von Smartphones kommen tierische Bestandteile zum Einsatz und wenn ich ein wichtiges Medikament brauche, ist mir meine Gesundheit wichtiger. Aber es geht auch gar nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern darum langfristig eine Veränderung zu erreichen. Und wenn ich die 15 Jahre zurückblicke, die ich nun schon vegan lebe, hat sich da so viel getan. Also gehe deine ersten Schritte, bleib dran und dann sehen wir, wie es in den nächsten Jahren aussieht.

Weitere Tipps für deinen veganen Alltag:
Vegane Ernährung – so klappt die Umstellung
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Vegan Reisen – Tipps für deinen veganen Urlaub