Sehenswürdigkeiten in Funchal – Die Hauptstadt Madeiras entdecken

Funchal liegt im Südosten Madeiras und ist mit ca. 120.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel und auch ihre Hauptstadt. Außerdem ist Funchal das touristische Zentrum Madeiras. Die meisten Urlauber übernachten hier in einem Hotel, oder kommen von einem der Kreuzfahrtschiffe die im Hafen vor Anker liegen. Funchal ist aber nicht nur Ausgangspunkt für Erkundungen auf Madeira, sondern bietet selbst auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnen. Dabei kann man, egal ob man nur einen Tag Vorort ist oder mehr Zeit hat, wie ich, jede Menge Entdecken. Welche Sehenswürdigkeiten in Funchal du nicht verpassen solltest erfährst du hier.

Straße mit Ausblick auf die Kathedrale von Funchal

Das Zentrum erkunden und an der Hafenpromenade entlang schlendern

Das Zentrum von Funchal ist relativ überschaubar und lässt sich gut in ein paar Stunden zu Fuß erkunden. Besonders schön ist es dabei, an der mit Palmen gesäumten Promenade entlang zu laufen und den Blick auf den Hafen und das Meer zu genießen. Für Fußballfans gibt es am westlichen Ende der Promenade das erste Highlight: das CR7 Museum, das dem Fußballer Christiano Ronaldo gewidmet ist, der in Funchal geboren ist. Gegenüber davon führt eine Treppe hinauf in den Parque de Santa Catarina, einer der vielen kleinen Parks, die sich über die ganze Stadt verteilen. Von hier geht es weiter hinunter ins Zentrum, wo kleine Läden zum stöbern und Restaurants zum verweilen einladen. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Funchal zählen hier noch die Kathedrale von Funchal und die Câmara Municipal (die Stadthalle). Wer sich durch die Straßen treiben lässt, wird auch noch weitere interessante Gebäude entdecken. Für einen tollen Blick über die Stadt lohnt sich ein Aufstieg bis zum Fortaleza de São João Baptista do Pico.

Statue von Christiano Ronaldo an der Promenade in Funchal.Die Kathedrale von Funchal.Straße mit Bäumen im Zentrum Funchals.Parque de Santa Catarina in Funchal

Delfine beobachten bei einer Katamarantour

Delfin schwimmt an Katamarin vorbei.

Vom Hafen Funchals aus starten täglich mehrere Anbieter für eine Tour zur Wal- und Delfinbeobachtung. Delfine sind dabei ganzjährig in den Gewässern vor der Küste Madeiras anzutreffen, die Chance Wale zu sehen gibt es von Juni bis Oktober. Wir waren im März dort, da ich aber noch nie Delfine in freier Wildbahn gesehen habe, wollte ich unbedingt eine Tour machen. Wir entschieden uns für eine dreistündige Katamarantour (Kosten 30€ pro Person), die am Nachmittag startete. Wir hatten Glück und trafen schon nach kurzer Fahrzeit auf eine Gruppe Delfine, die sich in Küstennähe vor Funchal tummelten. Ein wirklich tolles Erlebnis, wenn auch schwierig zu fotografieren, da die Delfine sehr schnell auf- und wieder abtauchen. Einen sah ich in einiger Entfernung sogar mehrere Meter aus dem Wasser springen. Unser Boot fuhr dann eine ganzes Stück aufs Meer hinaus, da dort wohl am Morgen ein Wal gesichtet wurde. Den haben wir aber leider nicht gefunden. Zurück ging es dann mit Blick auf die Steilküste am Cabo Girão, wo wir nochmal auf eine Gruppe Delfine trafen. Für mich war die Tour eins der Highlights bei meinem Madeira Urlaub und genau wie schon beim Whale Watching in Nordisland kann ich es nur empfehlen, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Delfine im Wasser vor der Küste Funchals.Neugieriger Delfin im Wasser

Wer seine Tour schon im Voraus buchen möchte findet zahlreiche Angebote z.B. bei getyourguide (*Affiliate-Link).

Streetart und Drinks in Funchals Altstadt

Die Altstadt von Funchal liegt östlich des Zentrums. Von hier startet auch die Seilbahn nach Monte. Interessant sind die kleinen Gassen vor allem, weil man hier auf den Türen tolle Streetart entdecken kann. Sie gehören zum Projekt „Painted doors of Funchal“, dass die Altstadt zu einer eigenen kleinen Kunstgalerie macht. Wir haben auf jeden Fall einige tolle Motive entdeckt. In der Altstadt findet man außerdem nochmal einige schöne Restaurants, wo man auch nur auf einen Drink einkehren kann. Probieren kann man da auf Madeira z.b. den traditionellen Poncha (eine Mischung aus Madeira Rum, Zitronensaft und Honig), oder einen Nikita (ein Cocktail aus Madeirawein, Bier und Eis). Wir waren auch schön Essen in der Risotteria del Mundo, einem Restaurant mit Terrasse am Wasser, kurz hinter dem Forte de São Tiago.

Tür mit Meerjungfrau und Delfin bemalt.Tür mit Strelitzien bemalt.Gelbes Forte de Sao Tiago am Wasser.

Neue Obstsorten probieren auf dem Markt von Funchal

die Markthalle in Funchal

Vom Mercado de Funchal habe ich in meinem Madeira vegan Guide schon geschrieben. Er gehört zu den Top Sehenswürdigkeiten in Funchal und ist dementsprechend auch sehr touristisch. Wer kann sollte unbedingt freitags herkommen, wenn auch Bauern aus der Umgebung ihre Waren in der alten Markthalle anbieten. Auch die Einheimischen erledigen dann hier ihre Einkäufe und man kann viele der Obstsorten zu einem wesentlich günstigeren Preis probieren, als an den touristischen Ständen, die die ganze Woche über da sind. Unbedingt probieren sollte man die verschiedenen Maracuja-Sorten (Achtung: die werden an den touristischen Ständen meist nachgesüßt), die Ananas Banane (die Frucht der Monstera Deliciosa) und die Cheremoyas (auch bekannt als Zuckerapfel). Aber auch viele hier bekannte Obstsorten wie Kiwis, Ananas oder Orangen schmecken auf Madeira um ein vielfaches besser, weil sie direkt dort angebaut werden.

Frisches Obst auf dem Markt in Funchel

Die Aussicht auf Funchal genießen bei einer Seilbahnfahrt

Ausblick aus der Seilbahn über Funchal.

Zwischen Altstadt und Promenade liegt die Talstation der Seilbahn von Funchal. Mit den Gondeln kann man sich bequem von dort bis nach Monte fahren lassen und kann währenddessen die Aussicht auf Funchal und die Küste genießen. Eine Fahrt dauert ca. 20 Minuten und kostet 11€ für die einfache Fahrt oder 16€ Return (Stand Juni 2020). Die Seilbahnfahrt kann man außerdem super mit zwei weiteren Sehenswürdigkeiten in Funchal verbinden: den Gärten (Monte Palace oder dem botanischen Garten) und der Korbschlittenfahrt in Monte.

Blumenvielfalt bestaunen in den Gärten von Funchal

Blüte einer Strelitzie

Madeira ist ja als Blumeninsel bekannt und am besten erkundet man diese Seite der Insel in den Gärten von Funchal. Es gibt über die ganze Stadt verteilt immer wieder kleine Parks, die größte Vielfalt findet man aber im botanischen Garten von Funchal und im Monte Palace Tropical Garden. Beide liegen weit oben am Hang und man kann sie vom Zentrum aus gut mit der Seilbahn erreichen. Der Monte Palace befindet sich direkt links von der Bergstation der großen Seilbahn. Um zum botanischen Garten zu gelangen, nimmt man eine zweite Seilbahn, die ein paar hundert Meter rechts von der Bergstation über ein Tal führt. Wer den botanischen Garten besuchen und mit der Seilbahn fahren will, kann direkt ein Kombi-Ticket kaufen. Darin enthalten sind für 31,40€ Return Tickets für beide Seilbahnen und der Eintritt in den Botanischen Garten (6€ für Erwachsene). Tickets für den Monte Palace Tropical Garden kosten 12,50€. (Alle Preise Stand Juni 2020).

Wir haben beide Gärten besucht und uns einen ganzen Tag dafür Zeit genommen. Beim Besuch sind unbedingt feste Schuhe und bequeme Kleidung zu empfehlen, denn die Gärten liegen am Hang und man muss einige steile Wege und Treppen bewältigen.

Botanischer Garten Funchal

Blumenteppich im botanischen Garten in Funchal.

Der botanische Garten ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Funchal. Er wurde 1960 eingerichtet und beherbergt auf 35.000 Quadratmetern über 2.500 verschiedene Pflanzen von allen Kontinenten. Der Garten ist dabei in verschiedene Bereiche aufgeteilt, unter anderem das „Amphitheater“ mit dem großen Blumenteppich, einem Bereich für endemische Pflanzen, wie die Strelitzie und den Kakteengarten, mit Sukkulenten die überwiegend aus Südamerika stammen. Letzteren fand ich dabei besonders spannend, da ich noch nie so große Kakteen gesehen habe und auch einige Pflanzen entdeckt habe, die ich noch gar nicht kannte.

Zwischen den Kakteen im botanischen Garten in Funchal.

Monte Palace Tropical Garden

Das Gelände des Monte Palace gehörte früher zu einem Hotel und wurde ab Ende der 80er Jahre in den heutigen Garten umgewandelt. Im oberen Teil führen die Wege durch einen tropischen Wald, in dem unterschiedliche Baumarten von verschiedenen Kontinenten angepflanzt sind. Weiter unten gibt es einen kleinen See, sowie einen japanischen Garten mit mehreren Kioteichen. Über das ganze Areal verteilen sich außerdem Skulpturen, sowie große Azulejos, auf denen die portugiesische Geschichte dargestellt ist. Besonders gefallen hat mir das Zusammenspiel von Wasser und Pflanzen im Monte Palace. Kleine Bäche fließen durch den ganzen oberen Garten und münden in Fontänen und in einem großen künstlichen Wasserfall in den See.

See im mittleren Teil des Monte Palace Tropical Garden.Eindrücke aus dem Monte Palace.Im japanischen Garten im Monte Palace Madeira.

Eine Korbschlittenfahrt unternehmen in Monte

Kirche in Monte

In Monte wartet die touristischste der vielen Sehenswürdigkeiten in Funchal: die Korbschlittenfahrt. Besonders viel los ist hier, wenn zahlreiche Gruppen von einem Kreuzfahrtschiff hier eintreffen. Dabei hat die Korbschlittenfahrt in Monte eine lange Tradition. Erfunden wurden die Korbschlitten Mitte des 19. Jahrhunderts und damals fuhren die Bewohner von Monte damit bis ins Zentrum von Funchal. Sie waren ein häufig genutztes Verkehrsmittel auf der Insel. Heute dienen die Korbschlitten allerdings nur noch als Touristenattraktion. Ab Monte geht es auf einer Strecke von knapp 2km hinab. Der Schlitten wird dabei von zwei Carreiros gelenkt und natürlich kann man am Ende der Fahrt zahlreiche Souvenirs und ein Erinnerungsfoto kaufen. Trotzdem macht die Korbschlittenfahrt Spaß und das Erlebnis ist genau so einmalig wie das Transportmittel. Eine Fahrt kostet 25€ für eine und 30€ für zwei Personen. (Stand 06/2020)

Carroeiros in Monte warten auf die Abfahrt mit dem Korbschlitten.
Tipp: Wir haben die Korbschlittenfahrt im Rahmen einer Tour nach Monte und ins Nonnental (*Affiliate-Link) gemacht. So wurden wir von unserem Bus am Endpunkt der Schlittenfahrt abgeholt und haben uns uns den steilen Weg zurück nach Monte, oder die teure Taxifahrt ins Zentrum gespart.

Hoteltipp für Funchal

Wenn du ein Hotel in Funchal suchst, kann ich das Madeira Panoramico (*Affiliate-Link) empfehlen. Hier haben wir angenehme zwei Wochen in einem kleinen, aber gemütlichen Zimmer verbracht. Besonders schön ist der Ausblick von der Terrasse auf die Stadt, den man auch vom Außenpool aus genießen kann. Am Buffet findet man auch als Vegetarier oder Veganer sowohl beim Frühstück, als auch beim Abendessen eine große Auswahl.
Das Hotel liegt außerhalb es großen Hotelviertels von Funchal, dank dem kostenlosen Shuttlebus kommt man aber trotzdem sehr flexibel ins Zentrum.

Mein Lieblingsort im Hotel: der Pool mit Ausblick

Weitere Unterkünfte in Funchal findet ihr z.b. bei booking.com (*Affiliate-Link).

Weitere Tipps:
– Für unseren Madeira Urlaub hatten wir den DuMont direkt Reiseführer (*Affiliate-Link) dabei. Darin finden sich auch zahlreiche Tipps für Funchal.
– Funchal ist der optimale Ausgangspunkt, wenn man ohne Auto unterwegs ist und viele geführte Touren unternimmt. Wir haben mehrere Touren im Vorfeld bei getyourguide (*Affiliate-Link) gebucht und wurden immer direkt bei unserem Hotel abgeholt. So konnten wir auch ohne selbst zu fahren viel von der Insel sehen.
– Renate von rausinsleben.de war ebenfalls im Monte Palace. Über ihre Eindrücke schreibt sie hier.

Weiterlesen zu Madeira und Portugal:
Wandern auf Madeira – 3 Levada Touren für Anfänger
Lissabon – Über Treppen, Tram fahren und den Tejo

Rezept: veganer Erdbeerkuchen mit Biskuitboden

Erdbeeren gehören ja zu meinen liebsten Obstsorten und sie landen während der Saison täglich in meinem Frühstücksjoghurt. Auch für fruchtiges Gebäck nehme ich gerne Erdbeeren und in meiner Rezeptübersicht findet ihr schon viele Rezepte mit der kleinen roten Frucht. Diesmal gibt’s ein klassisches Rezept, wobei mein veganer Erdbeerkuchen durch den Sahne-Mandelrand einen Tick Richtung Torte geht.

veganer Erdbeerkuchen

Zutaten:
für den Biskuit (gibt am Ende 2 Böden in einer Form mit 26cm Durchmesser):
400g Mehl
200g Puderzucker
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen (Bourbon) Vanillezucker
100ml Rapsöl
180g Sojajoghurt
280ml Sprudelwasser
für das Topping:
400-500g Erdbeeren
1 Päckchen veganen Tortenguss
250ml Wasser
2 EL Zucker
300ml vegane Schlagsahne
3 TL Sahnesteif
30g gehobelte Mandeln

1. Für den Biskuit Mehl, Puderzucker und Backpulver in eine Schüssel sieben und mit dem Vanillezucker vermischen.
2. Dann Rapsöl, Sojajoghurt und Sprudelwasser dazugeben und alles zu einem Teig verrühren.
3. Eine Backform mit Backpapier auslegen, den Teig hineingeben, glattstreichen und bei 180°C auf mittlerer Schiene ca. 45- 50 Minuten im Backofen backen. Vor dem weiterverarbeiten gut auskühlen lassen, das Backpapier vorsichtig abziehen. Die Kuppel vom Biskuit oben gerade abschneiden und den Rest waagerecht in zwei Böden schneiden.
4. Für den veganen Erdbeerkuchen brauchen wir nur einen der beiden Biskuitböden, den anderen kann man gut einfrieren. Alternativ kann man nur die Hälfte des Teigs machen, dann verringert sich allerdings die Backzeit.
5. Die Erdbeeren waschen, den Strunk entfernen, halbieren und den Biskuit damit belegen. Den Tortenguss nach Packungsanweisung zubereiten (meiner wurde mit 250ml Wasser und 2 EL Zucker vermischt und dann aufgekocht) und gleichmäßig über den Erdbeeren verteilen. (Bei diesem Schritt hatte ich den Kuchen in einem Tortenring, der verhindert, dass der Tortenguss über den Rand läuft.)
6. Für den Sahnerand die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen und die Mandeln 5-10 Minuten bei niedriger Hitze in einer Pfanne bis zum gewünschten Bräunungsgrad rösten.
7. Ein Teil Sahne wird jetzt gleichmäßig am Rand des Kuchens verteilt. Ich habe zwischen die Erdbeeren am Rand auch jeweils noch einen Tupfen gesetzt. Den Rest habe ich dann so zum Kuchen serviert. Zum Schluss werden die gerösteten Mandeln über den Rand gestreut.

veganer Erdbeerkuchenveganer Erdbeerkuchen

Mein veganer Erdbeerkuchen kam bei meiner Omni Familie super an und nicht nur, weil ich den zweiten Boden noch eingefroren haben, wird es ihn bald nochmal geben. Die Erdbeersaison muss schließlich ausgenutzt werden.

veganer Erdbeerkuchenveganer Erdbeerkuchen

Weitere Rezepte mit Erdbeeren:
Vegane Erdbeer Cupcakes
Erdbeer Bananen Muffins
Erdbeer-Joghurt Kuchen (vegan)

Rezept: vegane Mannerschnitten Torte mit Nougat-Füllung

Wenn ich eins liebe, dann sind es wandelbare Rezepte: einfache ein paar Zutaten austauschen und schon hat man geschmacklich etwas Neues. Genauso ist es auch bei meinen Torten Rezepten. Den Nussbiskuit habe ich bereits bei meinem Rezept für vegane Schoko-Nuss Torte verwendet, diesmal dient er als Basis für die vegane Mannerschnitten Torte, die durch die Nougat-Füllung eine schokoladige Note bekommt.

vegane Mannerschnittentorte

Zutaten für eine kleine Form mit ca.18cm Durchmesser
für den Haselnussbiskuit:
100g Mehl
100g gemahlene Haselnüsse
100g Puderzucker
½ Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
50ml Rapsöl
90g Sojajoghurt Natur
140ml Sprudelwasser
für die Sahnecreme:
300ml aufschlagbare vegane Sahne (ich hatte Soyatoo)
100g Manner Waffeln
2 TL San Apart (Sahnesteif)
außerdem:
125g veganen Nougat (ich hatte den von Ruf)
Manner Waffeln zum verzieren

1. Für den Biskuit Mehl, Puderzucker und Backpulver in eine Schüssel sieben und mit dem Vanillezucker und den gemahlenen Haselnüssen vermischen. Tipp: Ich kaufe immer ganze Haselnüsse und zerkleinere sie im Mixer.
2. Dann Rapsöl, Sojajoghurt und Sprudelwasser dazugeben und alles zu einem Teig verrühren.
3. Eine Backform (ca. 18cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen, den Teig hineingeben, glattstreichen und bei 180°C auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten im Backofen backen. Unbedingt eine Garprobe machen und gegebenenfalls noch etwas länger backen lassen. Vor dem weiterverarbeiten gut auskühlen lassen, das Backpapier vorsichtig abziehen und den Biskuit waagerecht in zwei Teile schneiden.
4. Für die Sahnecreme die Sahne mit dem Sahnesteif aufschlagen, die Manner Waffeln im Mixer zerkleinern und unterheben.
5. Bevor man mit dem Schichten anfängt den Nougat im Topf schmelzen und etwas abkühlen lassen. Zum Schichten am besten einen Tortenring zur Hilfe nehmen. Darin erst einen der Böden platzieren, anschließen den Nougat gleichmäßig darauf verteilen. Ein bisschen Nougat sollte dabei noch für die Deko übrig bleiben.
6. Auf die Nougatschicht kommt nun eine Schicht der Sahne (ungefähr 1/3 der gesamten Creme). Diese muss vorsichtig verteilt werden, da der Nougat noch flüssig ist. Danach kommt der zweite Boden und noch eine Schicht Sahne (nochmal 1/3 der Creme). Der restliche Nougat wird mit einem Löffel in Fäden über der Torte verteilt. Nun muss die Torte nochmals ca. 1 Stunde kaltgestellt werden, bis der Nougat wieder fest geworden ist.
7. Jetzt den Tortenring vorsichtig mit einem Messer lösen (der Nougat klebt evtl. leicht daran fest) und den Rand der Torte mit der restlichen Creme einstreichen. Zur Deko kommen noch in Würfel geschnittene Manner-Waffeln an den Rand der Torte. Diese solltet ihr, wenn ihr die Torte nicht direkt serviert und sie im Kühlschrank lagert allerdings erst kurz vor dem Verzehr darauf verteilen, da sie sonst weich werden.

vegane Mannerschnittentortevegane Mannerschnittentorte

Für meine Familie zu Hause mache ich meist nur eine kleine Torte, so auch hier bei der veganen Mannerschnitten Torte. Ist die Torte für eine größere Runde nehme ich dann einfach eine größere Backform (28cm Durchmesser) und verdopple die Menge der Zutaten. Besonders wenn man eine größere Form verwendet, lohnt es sich in ein paar Tortenhelfer zu investieren. Ich benutze zum Schneiden der Böden z.b. ein spezielles Tortenmesser (*Affiliate-Link), das länger und schärfer ist, als ein normales Brotmesser. Zum Schichten empfiehlt sich unbedingt ein Tortenring (*Affiliate-Link), besonders wenn es flüssigere Schichten, wie hier den Nougat gibt. Ich stelle jedenfalls auch bei kleinen Torten immer fest, dass das Ergebnis nicht so schön wird, wenn ich keinen Tortenring verwende.

Welche Tortenrezepte mögt ihr am liebsten? Habt ihr noch weitere Tipps zum Torten backen und schichten?

Weitere Rezeptideen:
Haselnumuffins mit Nougatkern
Vegane Oreo Torte
Vegane Nougatknödel

Madeira vegan: Restaurants, Hotels und typisches Essen

Als ich meine Reise nach Madeira geplant habe, habe ich mich neben der Natur besonders auf die kulinarischen Entdeckungen in diesem Urlaub gefreut. Denn auch, wenn die kleine Insel im Atlantik mit knapp 270.000 Einwohnern nicht unbedingt mit vielen veganen Restaurants aufwarten kann, gibt es auch für Veganer einige Köstlichkeiten zum probieren. Welche das sind und warum Madeira ein super Reiseziel für Veganer ist, erfahrt ihr in meinem Madeira vegan Guide.

Madeira vegan

Madeira vegan: Restaurant-Tipps für Funchal

Bei meiner Reise nach Madeira habe ich diesmal gar nicht so viele vegane Restaurants getestet. Meistens habe ich im Hotel gegessen, oder hatte ein kleines Picknick bei einem Ausflug dabei. Ein paar der Restaurants in Funchal habe ich aber doch ausprobiert. Außerhalb von Funchal findet man bisher sowieso nur sehr wenige vegane Angebote.

Mundo Vegan

Das aktuell einzige komplett vegane Restaurant auf Madeira. Es liegt im Hotelviertel westlich vom Zentrum Funchals und hat sowohl schöne Plätze im Restaurant, als auch eine kleine Terrasse draußen. Auf der Karte stehen unterschiedliche Burger, Bowls und noch ein paar andere Gerichte wie Risotto und Pasta. Wir entschieden uns für einen Burger mit hausgemachtem Bohnen-Patty, eine große Gemüse-Bowl und zum Nachtisch gab es noch ein Stück Erdnuss-Schoko-Torte. Alles hat uns sehr gut geschmeckt und wir haben inklusive der Getränke weniger als 30€ gezahlt. Wegen dem leckeren Essen ist es mein Favorit auf Madeira.

Adresse: Rua velha da ajuda n°2 edifício Costa do sol III
Funchal | Facebook-Seite

veganer Burger mit Pommes im Mundo veganGemüsebowl mit Bohnen, Süßkartoffeln und AvocadoTorte im Mundo vegan

Risotteria del Mundo

Ein Besuch in diesem Restaurant lohnt sich schon allein wegen dem tollen Ausblick, den man von der Terrasse hat. Es liegt am Rande der Altstadt von Funchal, hinter dem Forte de Sao Tiago, direkt an der Küste. Von der überdachten, windgeschützten Terrasse hat man einen tollen Blick aufs Meer. Auf der Karte stehen, wie der Name schon verrät, Risottos in vielen Variationen. Als vegan gekennzeichnet ist zwar keins davon, man kann aber etwa das vegetarische Gemüserisotto vegan bestellen, dann wird es ohne Käse und Butter zubereitet. Mit 15-20€ für ein Hauptgericht, ist dieses Restaurant etwas teurer, wir haben hier aber sehr lecker gegessen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Adresse: Rua de Santa Maria, nº 274, Funchal | Webseite

Essen mit Aussicht aufs Meer in Funchalveganes Gemüse Risotto

Ervilha Doce

In diesem kleinen Café mitten in Funchal gibt es ein täglich wechselndes Lunch Menü, bei dem auch vegane Optionen vorhanden sind. Bei unserem Besuch gab es Karottensuppe und Risotto mit Zucchini, Erbsen und Pilzen. Beides ganz lecker, aber nichts besonderes. Dafür war es hier super günstig und wir haben keine 10€ pro Person gezahlt. Für mich keine absolute Empfehlung, aber da die Auswahl an veganfreundlichen Restaurants in Funchal auch nicht super riesig ist, wollte ich es trotzdem mit aufzählen.

Adresse: R. do Padre Gonçalves da Câmara 10, Funchal | Facebook-Seite

Veganes Risotto im Ervilha Doce Karotten Suppe

Ottavia Gelateria

Diese Eisdiele im Zentrum von Funchal hat mehrere vegane Sorbets zur Auswahl. Sie sind zwar in der Auslage nicht gekennzeichnet, auf Nachfrage habe ich aber die veganen Sorten aufgezählt bekommen. Probiert habe ich das Beeren-Sorbet, was sehr lecker, mit 2€ pro Kugel aber auch nicht ganz günstig war.

Adresse: Rua do Comboio N. 20, Funchal | Facebook-Seite

veganes Eis in Funchal

Vegan Einkaufen auf Madeira

In fast allen Orten, die wir auf Madeira besucht haben, gab es im Ortskern nur kleine Mini Supermärkte und auch in Funchal haben wir in der Innenstadt keinen größeren Laden entdeckt. Da wir ohne Auto unterwegs waren, haben wir immer nur in diesen kleinen Läden eingekauft. Aber auch dort gab es etwa Pflanzendrinks, veganen Pudding und natürlich frisches Obst und Gemüse. Tofu oder ähnliches haben wir allerdings nur im Biomarkt gefunden. Da wir ohnehin meist im Hotel gegessen haben, mussten wir nur etwas für das Picknick unterwegs finden.

Mercado dos Lavradores in Funchal

Wenn ihr in Funchal seid, gehört ein Besuch beim bekannten Mercado dos Lavradores unbedingt dazu. In der großen Markthalle werden Blumen, Souvenirs, aber auch jede Menge frisches Obst und Gemüse verkauft. Wenn ihr es einrichten könnt, geht am besten Freitags hin, dann sind auf der unteren Ebene auch viele Stände von Bauern aus der Umgebung. Hier kaufen dann auch die Einheimischen ein und ihr bekommt die meisten Sachen wesentlich günstiger, als bei den touristischen Ständen im Obergeschoss. An diesen Ständen könnt ihr zwar auch unter der Woche einige der Früchte probieren, besonders die Maracujas werden dort aber meist nachgesüßt und die Preise sind dafür sehr hoch. Welche Obstsorten ihr unbedingt probieren solltet und mit welchen Preisen ihr rechnen könnt, lest ihr weiter unten.

Adresse: Mercardo dos Lavradores Loja 2, Funchal

die Markthalle in FunchalFrisches Obst auf dem Markt in Funchel

Bio-Logos

In diesem Bioladen in Funchal bekommt ihr viele vegane Produkte, die ihr im Supermarkt sonst nicht findet. Vor allem Fleischalternativen, aber auch verschiedene vegane Kekse und viele weitere Basic-Produkte, die wir sonst in keinem Supermarkt gesehen haben, haben wir dort entdeckt. Die meisten Sachen sind importiert und es gab auch viele Produkte deutscher Marken.

Adresse: R. Nova de São Pedro 34, Funchal

Madeira vegan: Hotel-Tipp

Ein komplett veganes Hotel auf Madeira ist mir nicht bekannt, ich habe aber während meinem Urlaub in einem veganfreundlichen Hotel übernachtet, bei dem ich am Buffet immer etwas gefunden habe. Alternativ bietet es sich natürlich an, eine Ferienwohnung mit Kochmöglichkeit zu mieten, wenn man vegan essen möchte.

Madeira Panoramico

Unsere Reise nach Madeira haben wir relativ kurzfristig gebucht, und da wir nicht viel Zeit zum suchen hatten, wurde es eine Pauschalreise mit Flug und Hotel. Beim Madeira Panoramico (*Affiliate-Link) stand zwar online nicht explizit etwas von veganen Optionen, laut dem Reiseveranstalter sollte es aber auf jeden Fall vegetarisches und glutenfreies Essen am Buffet geben. Meinen Wunsch nach veganer Verpflegung habe ich im Vorfeld per Mail angekündigt und ich hatte sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen immer genug Auswahl.

Beim Frühstück gab es verschiedene Pflanzendrinks, Müsli und viel frisches Obst. Darunter etwa Orangen, Bananen, Papayas, Ananas, Erdbeeren, Kiwis und Cheremoya. Dazu habe ich mir dann meistens von den warmen Gerichten noch Baked Beans, Pilze und gebackene Kartoffeln geholt und Brötchen mit Marmelade gab es auch noch.

veganes Frühstück im Madeira PanoramicoFrühstück auf der Terrasse + Sonnenaufgang über Funchal
Abends gab es immer wechselnde Gerichte vom Buffet und von dem vegetarischen Essen war vieles auch vegan. Da es nicht gekennzeichnet war, habe ich immer nachgefragt, welche Gerichte ich essen kann. Ein paarmal gab es z.B. Gemüsesuppe als Vorspeise, jeden Abend ein Salatbuffet und bei den warmen Gerichten gab es meist Nudeln oder Reis mit Gemüse oder Pommes. Am italienischen Abend habe ich außerdem extra Nudeln mit Pilzen und Tomatensoße bekommen, an einem anderen Tag zusätzlich marinierten, gebackenen Tofu. Sehr lecker war auch das Essen am regionalen Abend, da gab es Süßkartoffeln, Bolo do Caco (Knoblauchbrot) und Milho Frito (frittierte Maismehlwürfel). Zum Nachtisch gab es auch immer frisches Obst.

typisches veganes Essen im Madeira Panoramico am regionalen Abend gab es Süßkartoffeln, Bolo do Caco und Milhos Fritos vegane Pasta am italienischen AbendObstvariation zum Nachtisch

Auch sonst hat mir das Madeira Panoramico gut gefallen. Wir hatten ein hübsches kleines Zimmer, mit eigenem Balkon, haben unser Frühstück bei gutem Wetter auf der Terrasse genossen und haben neben den Ausflügen auch viel Zeit am Pool, mit Blick auf Funchal verbracht. Der Ausblick war besonders morgens zum Sonnenaufgang wunderschön. Außerdem waren wir ganz froh, dass das Hotel nicht direkt im Touriviertel lag. So hatten wir unsere Ruhe und mit dem kostenlosen Hotelbus konnten wir trotzdem super in die Stadt und wieder zurück fahren.

Adresse: R. dos Estados Unidos da América 34, Funchal

Mein Lieblingsort im Hotel: der Pool mit Ausblick

Landestypisches Essen auf Madeira

Madeira ist ja nicht nur als Blumeninsel bekannt, es wachsen dort auch einige tropische Früchte, die man in Deutschland gar nicht, oder nur selten bekommt. Die bekanntesten möchte ich euch hier kurz auflisten:

1. Die verschiedenen Maracuja-Sorten

Drachenfrucht, Bananen und Maracujas auf dem Markt in Funchal
Auf Madeira wachsen gleich mehrere Sorten Maracujas. Zusätzlich zu der klassischen Passionsfrucht haben wir bei unserem Besuch Tomaten Maracuja und Bananen Maracuja probiert, die auf der Insel angebaut wurden. Auf dem Markt in Funchal gab es auch noch weitere Sorten, die aber zumindest zu der Jahreszeit nicht auf der Insel wuchsen und importiert waren. Für die Importieren Sorten haben wir auch 19,50€ pro Kilo gezahlt, die anderen haben wir aber an den nicht touristischen Ständen auf dem Bauernmarkt freitags wesentlich günstiger bekommen.

2. Ananasbanane (Monstera Deliciosa)

Monstera Deliciosa an der Pflanze
Bei der Ananasbanane handelt es sich um die kolbenförmige Frucht der Monstera Pflanze. Die dicken, grünen Schalenplättchen lösen sich, wenn die Frucht reift, von alleine und dann kann man das Fruchtfleisch darunter essen. Geschmacklich erinnert sie an eine Mischung aus Ananas und Banane, woher der auf Madeira gebräuchliche Name stammt. Schon reifere Früchte werden in Plastikfolie eingewickelt verkauft, damit die Schale nicht abgeht. Wir haben ganze Früchte schon zu einem Preis von 3€ pro Stück bekommen.

Eine Reife Ananas Banane

3. Cherimoya

Cherimoya beim Frühstück im Hotel
Die Cherimoya, auch Zuckerapfel genannt, gehört zu den Annonengewächsen und stammt ursprünglich aus Südamerika, sie werden aber auch auf Madeira angebaut. Essbar ist das helle Fruchtfleisch, wenn die Frucht weich ist, Schale und Kerne sollte man nicht mitessen. Bei uns gab es sie auch häufig im Hotel zum Frühstück, wir haben aber auch selbst welche gekauft und dafür ab 1,50€ pro Kilo gezahlt.

Diese drei Obstsorten solltet ihr bei eurem Madeira Besuch auf jeden Fall probieren. Man findet dort aber natürlich auch noch vieles anderes exotisches Obst, dass man auch ganz ohne schlechtes Gewissen essen kann, weil es auf der Insel angebaut wird. Dazu gehören zum Beispiel Avocados, Bananen, Ananas, Papaya, Kiwis und Orangen. Bei unserem Besuch gab es außerdem oft Mispeln, die gerade Saison hatten und je nach Jahreszeit wachsen auch Mangos auf der Insel. Bei unseren Touren über die Insel, sind wir auch oft an Gärten vorbeigekommen, wo das ein oder andere Obst angebaut wurde. Besonders die Bananenplantagen gibt es im Süden von Madeira überall.

Abgesehen von dem Obst gibt es auch ein paar typische Beilagen, die man auf Madeira vegan probieren kann. Ganz vorn dabei ist da das leckere Bolo de Caco. Das ist ein Fladenbrot aus einem Teig, der traditionell mit Süßkartoffeln gemacht wird. Zum Essen wird das Fladenbrot geröstet und mit Knoblauchbutter oder -öl bestrichen. Die nicht vegane Version wird auch mit Käse und Chorizo gefüllt verkauft. Ich habe mir öfter so ein Brot gekauft (ohne Knoblauchbutter) und es dann belegt mit Avocado und etwas Tofu für unterwegs mitgenommen. Der perfekte Snack und wesentlich leckerer als die labbrigen Brötchen, die man sonst auf Madeira bekommt.
Zu den Beilagen zählen außerdem noch die Süßkartoffeln, die viel auf der Insel angebaut werden und Milhos Fritos, die frittierten Maismehlwürfel, die ich allerdings nur im Hotel probiert habe.

Wenn ihr weitere portugiesische Spezialitäten probieren wollt, schaut auch doch mal meine Rezepte für Caldo Verde, Pao de Deus und Pasteis de Nata an.

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Wandern auf Madeira – 3 Levada Touren für Anfänger

Anfang März habe ich zwei Wochen auf Madeira verbracht und natürlich habe ich dabei auch ein paar der vielen Levada Wanderungen unternommen. Bisher habe ich noch nicht so viel Wandererfahrung, aber Madeira bietet auch für Anfänger einige schöne Touren. Meine Tipps fürs Wandern auf Madeira findet ihr hier.

Schmale Wege bei der Levada Wanderung zu den 25 Fontes

Madeira ist eine sehr beliebte Destination für Wanderreisen. Die Vulkaninsel im Atlantik bietet mit Bergen bis zu über 1.800m Höhe viele Gelegenheiten für kleine und große Touren. Zusätzlich herrschen das ganze Jahr über angenehme Temperaturen, sodass man auch die Wintermonate gut zum Wandern auf Madeira nutzen kann. Ich hatte bei meiner Reise Anfang März schon durchgehend um die 20°C und meistens sehr gutes Wetter.
Eine Besonderheit, die Madeira als Wanderdestination besonders interessant macht, sind die vielen Levadas, an denen man wunderbar entlangwandern kann. Die drei Touren, die ich gemacht habe, waren allesamt Levada Touren.

Was ist eine Levada?

Die Levadas sind ein künstliches Bewässerungssystem, das angelegt wurde um Wasser aus dem regenreicheren Norden von Madeira in den trockeneren Süden zu transportieren. Die ersten Levadas entstanden bereits im 15. Jahrhundert und besonders während der Zeit des großen Zuckerrohr-Anbaus auf Madeira wurden die Kanäle weiter ausgebaut. Heute gibt es mehrere tausend Kilometer Levadas auf der ganzen Insel. Diese werden immer noch zum Wassertransport und auch zur Elektrizitätsgewinnung genutzt, sehr viele Levadas sind heute aber auch touristische Ziele für Wanderungen. Die Wege neben den Levadas sind zwar oft schmal, haben aber kaum Steigung und eröffnen schöne Einblicke in die Natur Madeiras. So geht es beispielsweise durch den Lorbeerwald, an Wasserfällen vorbei und auch mal durch in den Fels geschlagene Tunnel.

Wandern auf der Levada do Castelejo

Drei einfachere Levada Wanderungen auf Madeira

Bei meiner Madeira Reise waren drei geführte Wanderungen schon bei der Buchung (Flug + Hotel) dabei. Als Wanderanfänger waren mir geführte Touren auch lieber. Die Touren fanden in kleinen Gruppen bis zu 16 Personen statt und wir wurden morgens an unserem Hotel in Funchal (*Affiliate-Link) abgeholt und nach der Wanderung wieder zurückgebracht. Außerdem waren alle Wanderungen One-Way und bei einer geführten Tour muss man sich so nicht um den Transport kümmern.
In der Beschreibung war die erste Wanderung als leicht, die anderen beiden als Mittel im Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet. Ich fand aber alle drei Touren in Ordnung für Anfänger, auch wenn die beiden längeren natürlich schon anstrengender waren und etwas Kondition erfordern.

1. Levada light – 5km auf der Levada do Castelejo

Die erste Wanderung ging als Einstieg ca. 5km über die Levada do Castelejo. Diese Levada führt entlang des Tals oberhalb von Porto da Cruz, immer mit Blick auf den Adlerfelsen. Auch der Blick ins Tal ist oft frei und man kommt an vielen kleinen Feldern vorbei, die die Anwohner zum Anbau von Obst und Gemüse nutzen. So bekamen wir direkt einen kleinen Einblick in die Pflanzenvielfalt der Insel und unser Guide hielt immer wieder kurz an, um uns einige der Pflanzen zu zeigen. Der Weg neben der Levada war oft schmal und es ging daneben auch schonmal einige Meter steil nach unten, dann allerdings nur auf kurzen Stücken. Schwindelfrei und trittsicher sollte man trotzdem sein, sonst ist diese Levada aber sehr gut als Einstieg geeignet. Wir waren für die 5km etwa 2 Stunden unterwegs. Die ganze Tour dauert inklusive An- und Abfahrt 4 bis 5 Stunden.

Blick auf den Adlerfelsen bei Porto da CruzAusblick beim Wandern auf MadeiraWandern auf Madeira auf der Levada do Castelejo

2. 25 Quellen Levada in Rabaçal

Die Wanderungen zu den 25 Quellen oder 25 Fontes in Rabaçal ist eine der beliebtesten auf Madeira. Startpunkt ist im Westen der Hochebene Paúl da Serra, von dort geht es ins Tal. Vom Parkplatz läuft man erstmal knapp 2km über eine asphaltierte Straße bis zum Beginn der Levada. Wer die Wanderung abkürzen möchte kann hier auch einen der Shuttlebusse nehmen (Kosten ca. 2€ pro Person).

Blick ins Tal bei Rabacal
Im Wald führt unsere Tour erst zum Risco Wasserfall. Ein relativ breiter Waldweg führt neben der Levada entlang, es geht unter Bäumen hindurch und an moosbewachsenen Felsen vorbei. Der Wasserfall, der uns am Ende des Wegs erwartet, führt bei unserem Besuch nur sehr wenig Wasser. Unser Wanderguide erzählt uns, dass ein Großteil des Wassers gerade für ein Elektrizitätswerk umgeleitet wird.

Der Risco Wasserfall auf Madeira hat bei meinem Besuch nur wenig Wasser.
Da der Weg hinter dem Wasserfall her schon seit einige Jahren gesperrt ist, führt die Wanderung ein Stück auf dem gleichen Weg zurück. Zur Levada das 25 Fontes geht es dann einige Treppen nach unten. Am Ende der Treppen geht es rechts weiter, von hier verläuft die Wanderung bis zu den 25 Quellen und auf dem gleichen Weg wieder zurück, es kommen einem also auch immer wieder Wanderer entgegen. Auf dem ersten Stück bleibt der Weg noch breiter, nach einem kurzen Abstieg in ein Flusstal wird er deutlich schmaler und ist dann kaum breiter als die Levada selbst. An den engen Stellen gibt es aber fast überall ein Geländer zur Absicherung, oder man kann sich an der Kante der Levadamauer festhalten. Kurz vor dem Ziel muss man dann noch einmal einige Treppen überwinden (sowohl Aufstieg, als auch Abstieg), da der eigentliche Levadaweg nach einem Erdrutsch gesperrt ist.

Levada Wanderung in Rabacal
An den 25 Quellen angekommen machen wir kurz ein paar Fotos und suchen uns dann einen Picknickplatz. Nach einer kurzen Mittagspause geht es dann auf dem gleichen Weg wieder zurück, bis die Treppe zur Levada do Risco erreicht ist. Wer wieder zum Startpunkt zurück möchte, geht hier hinauf, da wir aber keine Rundwanderung machen, folgen wir diesmal dem Weg in die andere Richtung. Hier geht es nochmal ein Stück an der Levada entlang, bis nach einigen Minuten der Eingang zu einem Tunnel auftaucht. Dieser ist 800m lang, man sollte für diese Strecke also auf jeden Fall eine Taschenlampe dabeihaben. Nachdem wir den Tunnel durchquert haben, folgt noch eine kurzes Stück Offroadstraße, bevor an der asphaltierten Straße wieder unser Bus wartet.

25 Fontes auf MadeiraEingang zum Tunnel

Die hier beschriebene Strecke sind etwa 11km. Wir waren insgesamt etwa 4 – 4,5 Stunden unterwegs. Da die An- und Abfahrt noch hinzukommt, sollte man für diese Tour einen ganzen Tag einplanen.

3. Ribero Frio – 11km an der Levada durch den Lorbeerwald

Die dritte Levada Wanderung führt auf dem PR 10 knapp 11km von Ribero Frio nach Portela. Diese Strecke wird oft auch als Forellenlevada bezeichnet, da sich am Startpunkt in Ribero Frio eine Forellenzucht befindet. An dieser fährt man aber nur vorbei und bei unserer Tour gab es auch keine Besichtigung. In den Levadas selbst haben wir keine Forellen gesehen.

Ausblick auf die höchsten Gipfel von Madeira
Ribero Frio befindet sich im Nordosten von Madeira auf ca. 860m Höhe. Von hier folgt der Wanderweg der Levada do Furado. Die ersten 8-9km geht es ohne große Steigung, auf abwechslungsreichen Wegen entlang der Levada, bis man Richtung Portela ins Tal abbiegt und über Treppen und Waldwege hinabsteigt.
Diese Levada Wanderung führt außerdem durch den Lorbeerwald „Laurisilva“. Der Ursprüngliche Wald bedeckt noch knapp 20% von Madeira und gehört seit 1999 zum UNESCO Weltnaturerbe. Man kann hier neben den Wegen sowohl echten Lorbeer, als auch Stinklorbeer entdecken.

Den echten Lorbeer erkennt man an diesen Pilzen.
Ansonsten unterscheidet sich diese Levada vor allem durch den Verlauf der Wanderung von den anderen Touren. Zuerst geht es auf recht breiten Wegen durch den Wald. Hin und wieder gibt es kleine Aussichtspunkte, von denen man sowohl ins Tal, bzw. bis zum Meer, als auch bis ins Hochgebirge sehen kann. Von einem Punkt aus haben wir die drei höchsten Berge alle im Blick. Während einer ersten kurzen Pause unterhalten uns die süßen Buchfinken, die in den Bäumen am Rand des Wegs sitzen. Dann geht es weiter und wir queren einige Bachtäler mit leuchtend grünen Teichen. Je weiter wir kommen, desto felsiger wird es und es geht einige kurze Stücke zwischen hohen Felsen hindurch (quasi noch oben offene Tunnel). Kurz vor dem Abstieg folgt ein längeres Stück, wo die Levada in den Fels geschlagen wurde. Hier wird der Weg sehr schmal und neben dem Geländer geht es steil hinunter, auch einige kurze Tunnel müssen durchquert werden. Umso schöner sind die Ausblicke von hier bis zur Küste, obwohl von dort inzwischen langsam Wolken aufziehen.

Flusstal bei der Ribero Frio WanderungTunnel bei der Ribero Frio WanderungAusblick Richtung Küste von er Levada do FuradoSchmale Wege bei der Ribero Frio Wanderung
Bald erreichen wir dann auch die Abzweigung nach Portela. Hier geht es größtenteils über ungleichmäßige Treppen hinab, bis in den Ort.

Auch auf dieser Wanderung waren wir inklusive Pausen ca. 4,5 bis 5 Stunden unterwegs, also ebenfalls eine Tageswanderung. Wer diese Tour noch verlängern will, kann auch weiter entlang der Levada bis nach Santo da Serra laufen (das sind insgesamt knapp 16km).

Tipps fürs Wandern auf Madeira

– Auch für diese einfacheren Levada Wanderungen sollte man festes Schuhwerk, am besten Wanderschuhe, dabeihaben. Wir hatten zwar immer gutes und trockenes Wetter, wenn es geregnet hat können die Wege aber auch schnell matschig und damit rutschig werden. Ich hatte meine veganen Wanderstiefel von Lowa (*Affiliate-Link) dabei und war froh, diese eingepackt zu haben.
– Da sich das Wetter auf Madeira schnell ändern kann sollte man unbedingt auch warme, regenfeste Kleidung dabeihaben. Besonders wenn Wolken aufziehen kann es schnell kalt und nass werden. In den Bergen herrschen außerdem meistens niedrigere Temperaturen als an der Küste.
– Die meisten Levadas führen durch Naturschutzgebiet, deswegen sollte man hier besonders darauf achten keinen Müll zu hinterlassen (auch wenn das überall selbstverständlich sein sollte) und auch keine Bananenschalen oder sonstige Obstreste in die Natur werfen.
– Unterwegs gibt es keine Möglichkeit zur Verpflegung. Genügend Trinkwasser und Proviant für ein Picknick gehören also unbedingt in den Tagesrucksack.
– Da auf einigen Levadas kleinere und größere Tunnel durchquert werden, sollte auch eine kleine Taschenlampe im Gepäck nicht fehlen. Die Taschenlampenfunktion vom Smartphone geht zur Not auch, ist aber nicht unbedingt empfehlenswert. Ich hatte bei dem 800 Meter langen Tunnel in Rabaçal nur die Lampe von meinem Smartphone, hätte aber im Nachhinein lieber eine stärkere Taschenlampe gehabt.
– Wie ich oben schon mehrfach geschrieben habe, sind die Wege neben den Levadas oft schmal und es geht daneben teils steil nach unten. An den touristischen Levadas sind dann aber überall Geländer zur Absicherung angebracht. Trotzdem sollte man natürlich schwindelfrei und trittsicher sein und an diesen Stellen besonders acht geben.
– Ich habe diese drei Wanderungen alle im Rahmen von geführten Touren gemacht, man kann sie allerdings auch problemlos alleine wandern. Alles ist gut ausgeschildert, sodass man sich kaum verlaufen kann, allerdings muss man sich um den Transport dann alleine kümmern. Wer eine geführte Tour machen will, kann verschiedene Wanderrouten buchen, z.b. bei getyourguide (*Affiliate-Link). In der Gruppe muss man sich aber natürlich auf die Mitwanderer einstellen was das Tempo anbelangt. Wäre ich allein unterwegs gewesen, hätte ich sicher noch viel mehr Fotostopps eingelegt. Als Wanderanfängerin war mir eine geführte Wanderung aber lieber.
– Wer noch weitere Routenempfehlungen und Tipps, auch für erfahrene Wanderer, sucht findet z.b. bei Ferngeweht und North Star Chronicles Infos.
– Weitere Tipps gibt’s auch im Madeira Wanderführer von Rother (*Affiliate-Link) oder im Buch Outdoor Madeira (*Affiliate-Link).

Weiterlesen zu Madeira und Portugal:
Madeira vegan: Restaurants, Hotels und typisches Essen
Sehenswürdigkeiten in Funchal – Die Hauptstadt Madeiras entdecken
Lissabon – Über Treppen, Tram fahren und den Tejo
Algarve – Ausflug nach Lagos und zur Ponta da Piedade

Rezept: Italienischer Osterkuchen (Colomba di Pasqua) vegan

In Italien gibt es zu Ostern einen besonderen Hefekuchen, die Colomba di Pasqua. Diesen italienschen Osterkuchen, meist in Form einer Taube, habe ich bei meiner Reise nach Mailand im letzten Jahr kennengelernt. Da ich dieses Jahr nicht reisen kann, hole ich mir die Urlaubsstimmung mit diesem Rezept zurück.

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Zutaten für eine 28cm Form oder eine große Taube:
500g Mehl
120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Trockenhefe
5g geriebene Orangenschale (ich habe fertige genommen)
160g Margarine
3 EL Sojamehl mit Wasser vermischt als Eiersatz
200ml Sojamilch
100g Orangeat
Hagelzucker zum bestreuen

1. Für den Hefeteig Mehl, Zucker, Vanillezucker, Trockenhefe und die geriebene Orangenschale in einer Schüssel mischen.
2. Das Sojamehl mit etwas Wasser anrühren, die Sojamilch leicht erwärmen und beides zusammen mit der Margarine in die Schüssel geben. Alles gut zu einem gleichmäßigen Teig verkneten.
3. Als letztes wird das Orangeat hinzugegeben und untergeknetet. Der Teig sollte dann mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
4. Den Ofen auf 180°C vorheizen, die Backform einfetten. Den Teig nochmals gut durchkneten, in die Form geben und möglichst gleichmäßig Richtung Rand drücken.
5. Zum Schluss den Hagelzucker über dem Teig verteilen, sodass eine gleichmäßige Kruste entsteht. Der Hefekuchen muss jetzt ca. 40-45 Minuten bei 180°C auf mittlerer Schiene backen.

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Normalerweise wird die Colomba in Form einer Taube gebacken, daher auch der Name „Colomba“ = Taube. Typischerweise gibt es sie zu Ostern und als ich letztes Jahr über Ostern in Mailand war, konnte man sie in fast jeder Bäckerei kaufen. Im Supermarkt habe ich auch eine vegane Colomba entdeckt, die ich natürlich gleich mitnehmen musste.

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Da ich keine passende Backform für die Colomba hatte, habe ich einfach eine normale Runde Backform genommen. Geschmacklich macht das ja keinen Unterschied. Bei mir gibt es den italienischen Osterkuchen zum Frühstück, man kann ihn aber auch super als Gebäck zum Kaffee essen.

Kennt ihr den italienischen Osterkuchen? Was gibt es bei euch zum Osterfrühstück?

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Rezept: Schokobiscotti
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