Updated on Mai 31, 2026
Neuseeland- Highlights auf der Nordinsel
Bei einer Neuseeland-Reise stellt sich oft die Frage: Nord- oder Südinsel? Ich habe bei meinem Roadtrip beide bereist und teile hier meine Highlights von der Nordinsel mit dir. Dort kannst du spannende Städte erleben, zahlreiche Naturhighlights erkunden und mehr über die Maori-Kultur lernen.

Auckland – Metropole am Meer
Auckland ist perfekt, um langsam in Neuseeland anzukommen. Aufgrund des langen Flugs und des 12-stündigen Zeitunterschieds plante ich hier einige Nächte zum Start meiner Reise ein. Einen Tag habe ich dann zum Erkunden der Stadt genutzt. Im Zentrum findest du die meisten Highlights zwischen Skytower und Hafen. Bummle durch die Queenstreet, entdecke Maori-Kunst in der Auckland Art Gallery und gehe zum Sundowner an den Hafen. Nach einem weiteren Tag, der für einen Ausflug genutzt wurde, haben wir in Auckland unseren Campervan abgeholt und sind in den Roadtrip gestartet.

Mehr über die Stadt liest du in meinem Artikel: Ein perfekter Tag in Auckland
Hobbiton Movie Set – zu Besuch bei den Hobbits
Als großer „Herr der Ringe“-Fan war ich gespannt einige der Drehorte der Filme mit eigenen Augen zu sehen. Ganz besonders natürlich Hobbiton. Das Filmset liegt auf einer Schaffarm in der Nähe von Matamata und kann im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden. Fun Fact: Ein Großteil der Besucher:innen hat die Filme nie gesehen. Dass sie dann trotzdem den, nicht ganz günstigen Eintrittspreis zahlen, spricht für das Filmset. Dabei läufst du in der Gruppe zwischen den typischen Hobbithöhlen hindurch, erfährst Hintergründe zu den Dreharbeiten und kehrst am Ende auf ein Getränk in den Grünen Drachen ein.

Mehr über meinen Besuch in Hobbiton liest du bald in meinem Artikel: Neuseeland-Highlights für „Herr der Ringe“-Fans
Waitomo Cave – Glühwürmchenhöhle
Die Waitomo Cave konnten wir in unsere Reiseroute durch Neuseeland nicht mehr einplanen, deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass wir sie im Rahmen eines geführten Ausflugs von Auckland aus doch noch besuchen konnten. Während meiner Reisen habe ich schon viele spannende Höhlen besichtigt, die Waitomo Cave hat mich aber besonders beeindruckt. Sie ist bekannt für die Glühwürmchen, die im Dunkeln an der Decke leuchten. Du kannst hier verschieden lange Touren buchen, teilweise auch mit Klettern und Rafting. Wir haben nur eine kurze Tour gemacht, bei der man durch einen Teil der Höhle läuft (über angelegte Wege und Treppen) und zum Schluss im Dunkeln im Boot über den Fluss fährt und dabei die Glühwürmchen an der Decke leuchten sieht.

Cathedral Cove – Die schönste Bucht auf der Coromandel-Halbinsel
Der erste Campingstopp auf unserer Route war die Coromandel-Halbinsel, auch hier stand ein bekannter Drehort auf dem Programm: Cathedral Cove. Hier wurde eine Szene für „Die Chroniken von Narnia“ gedreht. Die Landschaft ist aber auch abseits davon sehr beeindruckend. In der Hochsaison geht es vom großen Besucherparkplatz mit dem Shuttlebus (8 NZD p.P., zahlbar per Karte am Automaten) zum Ausgangspunkt an der Küste und dann noch etwa 30min. zu Fuß weiter bis zum Strand. Auf der linken Seite befindet sich dann schon die große Höhle und ein Durchgang zur nächsten Bucht. Am frühen Vormittag war auch noch nicht so viel los und wir konnten problemlos Fotos machen, auf dem Rückweg kamen uns dagegen mehrere größere Gruppen entgegen. Je nach Wasserstand musst du zum anderen Strand durchs Wasser laufen, denke daran bei deiner Kleider-/Schuhwahl.


Ursprünglich hatte ich mir noch mehr interessante Stopps auf der Coromandel-Halbinsel herausgesucht. Am ersten Tag im Camper entschieden wir uns aber gegen viele Kilometer und nutzten die Zeit lieber dafür, uns erstmal gut für die nächsten Wochen einzurichten. Auch den Hot Water Beach, der sich in der Nähe der Cathedral Cove befindet, ließen wir aufgrund von sehr warmen Temperaturen aus.
Rotorua – Unterwegs in der vulkanischen Zone
Rotorua liegt mitten in der Taupo Volcanic Zone und ist geprägt von vulkanischer Aktivität. Überall in der Umgebung gibt es Geothermal Areas mit heißen Quellen, sprudelnden Geysiren und blubbernden Schlammtöpfen. Viele davon kannst du besichtigen. Zu den bekanntesten gehört wohl das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland mit dem Champagne Pool und dem Lady Knox Geysir. Mir hat hier besonders der lange, abwechslungsreiche Rundweg gefallen.

Wenn du mehr über die Maori-Kultur lernen möchtest, kannst du das gut in Rotorua machen. Hier gibt es mehrere Maori-Dörfer, die Führungen und Präsentationen (auch mit dem berühmten Haka) anbieten. Wir haben eine Führung im Whakarewarewa mitgemacht, ein Dorf, das tatsächlich noch bewohnt wird. Hier gab es interessante Einblicke in den Alltag der Maori im Zusammenspiel mit den heißen Quellen, die es auch um das Dorf herum gibt.

Auch darüber hinaus ist Rotorua ein beliebtes Ziel für Reisen und es werden zahlreiche weitere touristische Aktivitäten angeboten. Von Wanderungen auf einem Baumwipfelpfad über heiße Schlammbäder bis zu Vorführungen auf einer Schaffarm. Wir haben die Gelegenheit genutzt und eine Kiwiaufzuchtstation besucht. Mehr darüber liest du in meinem Artikel über Rotorua.
Tongariro-Nationalpark – Wandern im ältesten Nationalpark Neuseelands
Der Tongariro-Nationalpark lockt mit schroffen Vulkanlandschaften, tollen Wanderrouten und spannenden „Herr der Ringe“-Drehorten. Bei mir stand er ganz oben auf der Liste der Orte, die ich auf Neuseelands Nordinsel besuchen wollte. Mit ein Grund dafür war auch das Tongariro Alpine Crossing, eine etwa 20 km lange Tageswanderung mitten durch den Nationalpark. Vor Ort entschied ich mich doch kurzfristig gegen die anspruchsvolle Route und unternahm stattdessen ein paar einfachere Wanderungen. Die waren aber nicht weniger schön und boten neben tollen Panoramen, Wasserfällen und Vulkanlandschaften auch noch super grüne Regenwälder.

Mehr zu meinen Routen liest du im Artikel zu einfacheren Wanderungen im Tongariro-Nationalpark.
Napier – Art-Déco-Stadt mit flair
Manche Highlights entdeckt man auf Reisen ganz zufällig, so war es auch mit der Stadt Napier. Die liegt an der Ostküste der Nordinsel und war ursprünglich nur als Zwischenstopp auf dem Weg vom Tongariro nach Wellington eingeplant. Das süße Stadtzentrum hat uns dann aber besonders positiv überrascht. Hier findest du viele Gebäude im Art-Déco-Stil, die der Stadt ihren Beinamen verschafft haben. Außerdem gibt es eine schöne Promenade und einen langen, schwarzen Sandstrand.


Übernachtet haben wir in der Nähe auf einem schönen Campingplatz mit Blick auf den Strand. Von dort aus konnten wir am Nachmittag sogar noch ein Weingut besuchen, um dort ein kleines Weintasting zu machen.

Wellington – windige Hauptstadt
Bevor wir die Nordinsel mit der Fähre Richtung Südinsel verließen, wartete in Wellington nochmal etwas Großstadtfeeling auf uns, auch wenn wir das aus Zeitgründen auf ein paar wenige Stunden begrenzen mussten. Nachdem wir mit dem Campervan nach einigem Suchen einen Parkplatz im Zentrum gefunden hatten, ging es mit der roten Cable Car hinauf zum Botanischen Garten. Von hier hast du einen tollen Ausblick über die Stadt. Auch der Garten selbst lohnt sich mit schönen Spazierwegen und kleinen, thematisch angelegten Beeten. Zurück ging es wieder entlang der Waterfront, wo es wie oft in Wellington ganz schön windig war, und am nächsten Morgen früh auf die Fähre.


Häufig Fragen:
Wie viel Zeit sollte ich für Neuseelands Nordinsel einplanen?
Wenn du beide Inseln bereisen möchtest, würde ich mindestens eine Woche auf der Nordinsel empfehlen. Bei meinem Roadtrip hatte ich etwa 10 Tage dort zur Verfügung. So waren die Fahrstrecken überschaubar und das Programm nicht zu dicht getaktet. Du kannst aber auch locker zwei bis drei Wochen und deinen kompletten Neuseeland-Urlaub auf der Nordinsel verbringen.
Welche Highlights gibt es noch auf Neuseelands Nordinsel?
Zeitbedingt mussten wir einige spannende Stopps auf der Nordinsel auslassen. Ich wäre z.B. gerne bis ganz in den Norden zum Cape Reigna gefahren, das hätte aber viel Strecke in kurzer Zeit bedeutet. Hier solltest du 3-5 weitere Tage einplanen. Außerdem hätte ich gerne noch den Mount Taranaki im Westen besucht. Auch in den einzelnen Regionen, etwa in Rotorua, Tongariro oder auf der Coromandel-Halbinsel, gibt es noch mehr zu sehen und zu unternehmen. In Wellington wäre auch die Weta Cave, eine Ausstellung mit Requisiten aus verschiedenen Filmen (u.a. Herr der Ringe) spannend gewesen. Aber natürlich muss man mit begrenzter Zeit immer irgendwelche Abstriche machen. Für die anderen Orte muss ich dann irgendwann nochmal wiederkommen.
Wie bin ich am besten unterwegs?
Wir waren mit einem Campervan unterwegs, den wir über Camperdays* (Affiliate-Link) gemietet haben. Den konnten wir in Auckland abholen und in Christchurch wieder abgeben. Übernachtet haben wir auf verschiedenen Campingplätzen, immer mit Stromanschluss. Da wir zur Hochsaison unterwegs waren, haben wir lieber vorab gebucht und haben auf einfache Freedom Campingplätze verzichtet.
Mit Camper oder Mietwagen bist du generell am flexibelsten, denn außerhalb der Städte gibt es nur wenige andere Transportmöglichkeiten. Allerdings gibt es in Neuseeland auch Fernbusse und der Northern Explorer verbindet Auckland und Wellington auf Schienen und mit Routen durch traumhafte Landschaften. Außerdem kannst du geführte Ausflüge z.B. aber Auckland oder Rotorua buchen.
Posted on Mai 27, 2026
Rezept: (Erdbeer-)Marmelade selbst einkochen – Tipps & Tricks
Willst du wissen, wie du den Geschmack der leckeren, reifen Sommerfrüchte auch über die Saison hinaus haltbar machen kannst? Die wohl einfachste Methode ist es, daraus Marmelade zu kochen. Hier findest du mein Rezept für Erdbeermarmelade und meine erprobten Tipps und Tricks, um Marmelade selbst einzukochen.

Zutaten für ca.8-10 kleinere Gläser:
1,5kg reife Erdbeeren
500g Gelierzucker Verhältnis 3:1
1-2EL Zitronensaft (optional)
Zubereitung:
1. Die reifen Früchte waschen, das Grün und ggf. matschige Stellen entfernen und genau 1,5kg abwiegen.
2. In einem Topf pürieren und mit dem Gelierzucker und optional dem Zitronensaft verrühren. Dann die Masse vorsichtig aufkochen lassen, dabei ständig umrühren.
3. Alles für mindestens 4 Minuten sprudelnd kochen lassen und dabei weiter kräftig umrühren.
4. Dann direkt in vorher heiß ausgespülte Gläser abfüllen. Dabei aufpassen, dass keine Marmelade am Rand kleben bleibt. Die Gläser luftdicht verschließen und abkühlen lassen.
Lagere die Marmelade am besten an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort (z.B. im Keller). Dann ist sie gut noch 6-12 Monate, teilweise auch noch länger, haltbar. Angebrochene Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren.

In meiner Familie kochen wir schon, seit ich Kind war, Marmelade selbst. Die schmeckt immer besser als gekaufte, enthält meist weniger Zucker und keine Zusatz- oder Konservierungsstoffe. Außerdem achten wir meist darauf, regionale und sehr reife Früchte zu verwenden. Die kaufen wir selbstverständlich in der Saison, möglichst dann, wenn die Früchte am günstigsten sind. Neben Erdbeermarmelade kochen wir oft Marmelade aus Aprikosen oder Pflaumen, manchmal auch aus anderen Früchten. Bei den Kombinationen und Aromen kannst du kreativ werden. Wichtig ist nur, das richtige Verhältnis zwischen Fruchtmasse und Gelierzucker einzuhalten.
Meine Tipps und Tricks um Marmelade selbst einzukochen
1. Verwende nur einwandfreie, reife Früchte
Man könnte ja denken, die Früchte werden sowieso püriert, da ist es nicht so schlimm, wenn mal eine angematschte oder leicht braune dabei ist. Aber je besser die Qualität der Früchte, desto besser wird auch die Marmelade. Darum solltest du möglichst reife Früchte verwenden und Stellen, die schon etwas faulig werden, lieber wegschneiden.
2. Nimm wirklich 1,5kg geputzte Früchte
Wenn du aus 1,5kg Früchten Marmelade kochen möchtest, reicht es nicht 1,5kg zu kaufen. Fertig geputzt und ohne Grün oder ohne Kerne sind es nicht mehr 1,5kg. Darum kaufe lieber mehr, damit du, vor dem Pürieren, wirkliche auf 1,5kg Früchte kommst und das Verhältnis zum Gelierzucker stimmt.

3. Spüle die Gläser vorher mit heißem Wasser aus
Damit deine selbst eingekochte Marmelade auch lange hält, solltest du die Gläser, in die du später die heiße Marmelade füllst, vorher gut mit heißem Wasser ausspülen. Dadurch entfernst du mögliche Keime und Bakterien, die zu Schimmelbildung führen können.
4. Gib etwas Zitronensaft dazu
Wenn du etwas Zitronensaft zur Fruchtmasse gibst, nimmst du mit einer zusätzlichen Zutat gleich zwei Vorteile mit. Einerseits sorgt das enthaltene Pektin für eine bessere Gelierung der Marmelade, der höhere Säuregehalt senkt außerdem den pH-Wert, was zu einer langsameren Oxidierung der Marmelade führt. Dadurch behält sie ihre kräftige Farbe nach dem Einkochen länger.
5. Fülle die Marmelade in kleinere Gläser
Zum Abfüllen der Marmelade eignen sich praktisch alle gut verschließbaren Gläser. Ich verwende meist alte, ausgespülte Konservengläser z.B. von eingelegtem Gemüse, veganer Mayonaise oder Pesto. Kleine Gläser haben allerdings den Vorteil, dass hier bei geschlossenem Deckel weniger Sauerstoff im Glas ist. Der sorgt mit der Zeit dafür, dass die Marmelade oxidiert und sich z.B. die Erdbeermarmelade leicht bräunlich verfärbt. Verzögern kannst du diesen Prozess auch, indem du die Marmelade bis ca. 0,5cm unter dem Rand einfüllst.

Weitere Rezeptideen:
Vegane Erdbeer-Cupcakes
Rhabarberkompott einkochen
Vegane Brioche Croissants
Updated on Mai 24, 2026
Tongariro-Nationalpark – einfache Wanderungen als Alternative zum Alpine Crossing
Bei meiner Routenplanung für Neuseeland war schnell klar: ich muss unbedingt in den Tongariro-Nationalpark. Der lockt mit schroffen Vulkanlandschaften, tollen Wanderungen und „Herr der Ringe“-Drehorten. Was den Tongariro Nationalpark so einzigartig macht und auf welchen Wanderrouten du auch als Wanderanfänger:in tolle Ausblicke erlebst, liest du hier.

Der Tongariro-Nationalpark
Der Tongariro-Nationalpark liegt ziemlich im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel. Er ist einer der ältesten Nationalparks der Welt (gegründet 1887) und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Im Park befinden sich drei noch aktive Vulkane, der Tongariro, der Ngauruhoe und der Ruapehu. Alle drei sind Teil der Taupo Volcanic Zone, die sich über den Lake Taupo und die Geothermal Areas in Rotorua bis zur Bay of Plenty an der Küste und zur White Island erstreckt.

Verwaltet wird der Tongariro-Nationalpark vom Department of Conservation (DOC), das sich etwa um Wanderwege und Hütten kümmert. Im zentral gelegenen Whakapapa Village findest du ein Visitor Center, mit einer kleinen Ausstellung zum Vulkanismus und zu Flora und Fauna im Park. In den niedriger gelegenen Regionen, vor allem im Süden, wanderst du noch durch erhaltenen Regenwald. Je höher du kletterst, desto karger wird die Vegetation und ist rund um den Ngauruhoe mit der typischen Kegelform dann vulkanisch. Als höchster Gipfel erreicht der Ruapehu eine Höhe von 2.797m.

Das berühmte Tongariro Alpine Crossing und wieso ich mich Last-Minute entschied es nicht zu machen
Die wohl berühmteste Wanderung im Nationalpark ist das Tongariro Alpine Crossing. Bei der Tageswanderung läufst du etwa 20km und 1.200hm durch die atemberaubende Vulkanlandschaft. Die Route ist ein One-Way-Track, ihr höchster Punkt ist am Red Crater auf ca. 1870m Höhe.
Auch ich hatte ursprünglich geplant diese Wanderung zu machen, habe im Vorfeld zu Hause dafür trainiert und den Bus-Shuttle zum Start und Ende gebucht. Letztendlich habe ich mich doch kurzfristig dagegen entschieden zu starten. Zu groß waren meine Bedenken wegen der Anstrengung; ich hatte auch eine Woche, nachdem ich in Neuseeland angekommen war, immer noch mit Jetlag und Schlafmangel zu kämpfen und ich fühlte mich für Wetterbedingungen von niedrigen einstelligen Temperaturen in den höheren Lagen nicht gut genug ausgerüstet. Wie bei jeder Wanderung gilt: Better safe than sorry. Für das Tongariro Alpine Crossing gibt es keine kürzere Variante und keine Alternative, die man wählen kann, falls einen unterwegs doch die Energie verlässt. Lieber komme ich dann irgendwann nochmal wieder und dann mit mehr alpiner Wandererfahrung.
Einfachere Wanderrouten im Tongariro-Nationalpark
Aufgrund der Beliebtheit des Alpine Crossings sind andere Wanderwege im Tongariro-Nationalpark weniger bekannt und deutlich weniger frequentiert, aber mindestens genauso schön. Du kannst die Wege auch als Alternative nutzen, falls das Crossing Aufgrund von schlechten Wetterbedingungen gesperrt ist. Tatsächlich fand ich die Kombination aus mehreren einfachen und kürzeren Routen, die ich dann stattdessen gelaufen bin, sogar etwas abwechslungsreicher. Hier war von jeder Menge Wasserfällen über Regenwald bis zu vulkanischem Gebiet praktisch alles dabei, was der Tongariro-Nationalpark zu bieten hat.
Mangawhero Falls Walk
Dieser kurze Walk befindet sich an der Ohakune Mountain Road, die die Stadt mit dem Skigebiet verbindet. Im Sommer findest du entlang der Straße aber kleine Parkbuchten, von denen schöne Wanderwege aus starten. Der zu den Mangawhero Falls ist mit nur 300m sehr kurz, der Wasserfall und das Panorama sind aber umso beeindruckender. Im Hintergrund siehst du den schneebedeckten Gipfel des Mount Ruapehu aufragen. „Herr der Ringe“-Fans könnte der Wasserfall bekannt vorkommen, denn hier wurden Szenen für Gollums Pool in Ithilien gedreht. Wir waren nur für einen kurzen Stopp hier. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du aber auch noch eine der anderen Wanderungen machen, z.B. den 4km langen Waitonga Falls Track.

Tawhai Falls Walk
Wenn du nur wenig Zeit hast, hast du mit den Tawhai Falls eine gute Alternative an der 48. Der kurze Walk dauert nur etwa 15min. Über einen einfachen Weg und ein paar Treppen geht es hinunter zum Fluss, von wo aus du den Wasserfall sehen kannst. Zwar wird die Location bei Google Maps auch als Gollum’s Pool bezeichnet, aber der eigentliche Drehort sind die Mangawhero Falls.

Whakapapanui Walk
Die meisten Bilder vom Tongariro-Nationalpark zeigen raue Vulkanlandschaften. Das es hier auch alte Regenwälder gibt, hat mich vor Ort sehr überrascht. Am besten erkunden kannst du die auf dem Whakapapanui Walk. Der führt One-Way über etwa 3,5km oberhalb des gleichnamigen Flusses von einer Haltebucht an der 48 bis zum Whakapapa Village. Ich bin nicht den ganzen Weg gelaufen, sondern nach etwa einer dreiviertel Stunde wieder umgekehrt. Das hat aber gereicht, um einen guten Eindruck von den Regenwäldern zu bekommen. Die Route kommt ohne große Steigungen aus, hin und wieder ist der Weg mit Holzplanken ausgelegt, einmal wird eine Art Moor durchquert. Ansonsten dominiert die Farbe Grün: verschiedene Farne, moosbedeckter Boden und über und über mit Flechten behangene Bäume.


Taranaki Falls Loop
Falls du nur Zeit für eine kurze Wanderung im Tongariro-Nationalpark hast, empfehle ich die Tour zu den Taranaki Falls. Die Rundwanderung ist etwa 6km lang, du überwindest ca. 120 Höhenmeter und kannst die Strecke gut in 2-3 Stunden schaffen. Parken kannst du gut im Whakapapa Village, unweit des Trailheads.
Ich bin auf dem Lower Falls Track gestartet. Der Weg führt hier zuerst durch halbhohes Buschland, immer mit Weitblick auf den Mount Ngauruhoe. Es geht ein paarmal Treppen hinauf und hinunter durch ein paar bewaldete Bachtäler, bevor du den Wairere Stream erreichst. Die großen Steine am Flussbett habe ich mittags erstmal für ein gemütliches Picknick genutzt. Du folgst dem Fluss immer leicht bergauf über einige wurzelige Passagen und ein paar Treppen, bis du nach etwa einem Kilometer den Wald hinter dir lässt. Hier überquerst du jetzt eine Brücke zu einem ersten schönen Wasserfall. Zu den Taranaki-Fällen geht es dann nochmal weiter über Treppen den Hang hinauf, bis du den weißen Wasserstrahl erkennst, der sich zwischen fast schwarzen Klippen in ein kleines Becken ergießt. Der Wanderweg überquert die Klippen ein kleines Stück oberhalb der Fälle. Von dort hast du nochmal einen weiten Blick ins Tal und auf den Kegel des Mount Ngauruhoe. Als ob man am Rande von Mordor stünde. Zurück geht es dann über den Upper Falls Walk, entlang von mit Gräsern bewachsenen Hügeln und mit Blick auf den schneebedeckten Mount Ruapehu zurück zum Whakapapa Village.


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Ein perfekter Tag in Auckland
Rotorua: 3 Tage zwischen Geysiren, Maori-Traditionen und Kiwis
Posted on Mai 20, 2026
Rezept: Quetschkartoffeln mit veganem Frühlingskräuterdip
Lust auf ein einfaches Gericht mit frischen Kräutern, würzigen Kartoffeln und einem cremigen Dip? Dann sind meine Quetschkartoffeln mit veganem Frühlingskräuterdip perfekt für dich. Die sind perfekt für die Alltagsküche, bringen aber trotzdem Abwechslung in den Speiseplan.

Zutaten für 3-4 Portionen:
1kg kleine Kartoffeln (Drillinge)
2EL Olivenöl
1TL Thymian
250g veganer Naturjoghurt
150g vegane Crème fraîche
3-4 Frühlingszwiebeln
6-8 kleine Radieschen
1 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
1. Die Kartoffeln etwa 20min in kochendem Wasser garen, etwas abkühlen lassen. Dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und vorsichtig mit einem Kartoffelstampfer platt drücken, sodass die Schale gleichmäßig aufplatzt.
2. Aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kräutern eine Marinade anrühren und die zerdrückten Kartoffeln damit einpinseln. Dann für ca. 20min bei 180°C Umluft im Ofen knusprig backen.
3. Für den Frühlings-Kräuterdip den veganen Joghurt mit der Crème fraîche glattrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Das Gemüse putzen, die Frühlingszwiebeln und den Schnittlauch in feine Ringe schneiden, die Radieschen erst in Scheiben und dann in dünne Streifen schneiden. Alles unter den Dip mischen und am besten 1-2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
5. Die Quetschkartoffeln frisch aus dem Ofen mit reichlich veganem Frühlingskräuterdip servieren.

Kartoffeln bilden bei diesem Gericht die sättigende Basis, werden mit einem kleinen Trick aber geschmacklich aufgewertet. Zu dem Dip kannst du natürlich auch ganz normale Salzkartoffeln, Ofenkartoffeln oder Kartoffelwedges machen. Quetschkartoffeln sind für mich die perfekte Kombination aus den letzteren beiden Varianten: gleichmäßig gegarte Kartoffeln aus dem Ofen mit einer würzigen und leicht knusprigen Marinade. Ein Rezept für Kartoffelwedges mit leckerem Dip findest du übrigens in meinem veganen Kochbuch „Einfach vegane Alltagsküche“.
Für meinen Frühlingskräuterdip hab ich verschiedenes Gemüse kombiniert. Die Frühlingszwiebel ist leicht scharf und kommt besonders zur Geltung, wenn du den Dip länger im Kühlschrank ziehen lässt. Zusammen mit den Radieschen bilden sie eine gute Basis von etwas leichtem Gemüse. Der Schnittlauch bringt dann noch etwas mehr Würze hinein und zudem eine schöne, grüne Farbe. Wenn du möchtest, kannst du aber auch verschiedene andere Kräuter verwenden. Ich habe hier frische Kräuter benutzt, Kräuter aus dem Gefrierfach funktionieren aber genauso. Nur getrocknete Kräuter, wie ich sie für die Kartoffel-Marinade verwende, würde ich für den Dip eher nicht empfehlen.

Die Basis des Dips besteht aus zuckerfreiem Sojajoghurt und veganer Crème fraîche. Du kannst aber auch nur Sojajoghurt oder einen anderen geschmacksneutralen veganen Joghurt verwenden. Für eine etwas festere Konsistenz kannst du den Joghurt über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Dafür legst du einen Kaffeefilter in ein kleines Sieb, stellst es auf eine Schale und gibst den Joghurt in den Kaffeefilter. Über Nacht tropft dann etwas Flüssigkeit in die Schale und der Joghurt wird etwas dickflüssiger und cremiger.
Weitere vegane Rezeptideen:
Zucchini-Kartoffelpuffer mit Kräuterdip
Grüner Spargel mit Salzkartoffeln und Cashew-Hollandaise
Ofengemüsebowl mit Quinoa und Tahini-Joghurt-Dip
Posted on Mai 16, 2026
Rotorua: 3 Tage zwischen Geysiren, Maori-Traditionen und Kiwis
Auf Neuseelands Nordinsel ist wohl kaum eine Region so stark vom Tourismus geprägt wie Rotorua. Kein Wunder, schließlich kannst du hier zwischen Geysiren, großen Seen und alten Maori-Dörfern einiges erleben. Was Rotorua so besonders macht und was ich während meines Neuseeland-Roadtrips hier erlebt habe, liest du hier.

Rotorua Lakes District
Die Region Rotorua ist geprägt durch vulkanische Aktivität. Sie liegt mitten in der Taupo Volcanic Zone, die sich vom Tongariro Nationalpark und Lake Taupo im Westen bis zur Küste und zum Vulkan White Island im Osten erstreckt. Rund um Rotorua findest du jede Menge Geysire, blubbernde Schlammtöpfe und heiße Quellen und das sogar mitten im Stadtzentrum. Hier und am Ufer des Lake Rotorua steigt dir meist der typische Schwefelgeruch in die Nase. Aber keine Angst, der ist nicht überall so stark.
Außerdem ist die Region schon seit dem 14. Jahrhundert ein Siedlungsgebiet der Maori. Auch heute noch findest du dort alte Maori-Dörfer und kannst mehr über die Traditionen lernen.
Wai-O-Tapu Thermal Wonderland
Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist nur eine von vielen Geothermal Areas, die du rund um Rotorua besichtigen kannst, gehört aber definitiv zu den beliebtesten. Das liegt unter anderem am Lady Knox Geysir, dessen Ausbruch du jeden Morgen um 10:15 Uhr bestaunen kannst. Entdeckt wurde er von Arbeitern, die Anfang des 20. Jahrhunderts nahegelegene Wälder abholzten und am Fluss ihre Sachen wuschen. Auch heute noch wird der Ausbruch des Geysirs mit (biologisch abbaubarem) Waschmittel getriggert, woraufhin eine Fontäne von 10-20 m Höhe ausbricht. Wenn du Wai-O-Tapu besichtigst, kannst du mit einem vorab gebuchten Ticket* (Affiliate-Link) morgens direkt als Erstes zum Geysir fahren. Denke hier unbedingt an Sonnenschutz, denn auf den Plätzen kann es ganz schön heiß werden, während du auf die Präsentation wartest.


Vom Haupteingang führen dann drei unterschiedlich lange Routen durch das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, von 1,5 bis 3km Länge. Wenn du Zeit hast, laufe unbedingt alle drei. Ich fand besonders den letzten Abschnitt sehr schön. Auf allen drei Routen geht es vorbei an heißen Quellen, blubbernden Schlammtöpfen und dampfenden Erdspalten. Das Highlight auf Route 1 ist der große Champagne Pool. Der ist über 700 Jahre alt, 62 Meter tief und besticht vor allem durch seine schöne blaue Farbe im Kontrast zum rot-orangen Kraterrand. Von hier zweigt der Weg ab zu Route 2 und 3. Du kommst nachher wieder zum Champagne Pool zurück.

Während es auf Route 2 noch ein paar schöne Ausblicke gibt, geht es auf Route 3 über Holzstege, zwischen Felsen hindurch und neben heißen Wasserläufen entlang. Es geht auch mal über Treppen bergauf und bergab, durch einen kleinen Wald und bis zum Rand eines Sees. Mit etwas Glück kannst du hier auch lokale Vogelarten wie den Fantail (Neuseeländischer Fächerschwanz) oder den Pied Stilt (Weißgesichtstelzenläufer) sehen. Nimm auch hier unbedingt einen guten Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser mit. Am Visitor Center kannst du deine Flasche am Trinkwasserspender auffüllen.


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Whakarewarewa – The living Maori Village
Von einer Freundin, die nach Neuseeland ausgewandert ist, bekam ich den Tipp, mich mit der Maori-Kultur zu beschäftigen, wenn ich auf der Nordinsel bin. Rotorua ist ideal dafür, denn hier gibt es mehrere Maori-Dörfer, die Führungen und verschiedene Experiences, z.B. mit Haka-Vorführungen anbieten. Wir schlossen uns spontan nach dem Besuch vom Wai-O-Tapu einer Führung im Whakarewarewa an. Das Besondere an diesem Ort: er wird tatsächlich noch bewohnt. Mit einer kleinen Gruppe und Maori-Guide ging es durch das Dorf und wir lernten eine Menge über die Geschichte und Traditionen. Wusstest du, dass sich die Maori die heißen Quellen für vieles im Alltag zunutze machen? Egal ob zum Kochen, Heizen oder Baden, die Energiequelle wird überall genutzt. Während der Tour konnten wir hautnah erleben, wie das funktioniert, und sogar nochmal ein paar Geysire beim Ausbruch beobachten. Ein spannender Einblick in eine andere Kultur.


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Wenn du mehr Zeit hast, kannst du auch weitere Maori-Dörfer wie das Te Puia oder das Mitai Maori Village besuchen. Dort gibt es ein größeres touristisches Programm mit Vorstellungen und Essen. Tickets kannst du z.B. über getyourguide* buchen (Affiliate-Link)
National Kiwi Hatchery
Neben der Maori-Kultur wollte ich in Neuseeland unbedingt die heimische Tierwelt kennenlernen, ganz besonders natürlich den Nationalvogel, den Kiwi. Bei meinen Recherchen stieß ich auf die National Kiwi Hatchery in Rotorua. In diesem Aufzuchtzentrum werden Kiwis ausgebrütet und unter geschützten Bedingungen aufgezogen, bis sie groß genug sind, um alleine in der Wildnis zu überleben. Dann werden sie wieder ausgewildert.

Als Besucher:in kannst du eine geführte Tour mitmachen, in der du mehr über die Kiwis, ihre Verbreitung und ihre Feinde lernst. Die Population ist vor allem durch eingeschleppte Arten gefährdet, gegen die Neuseeland in einem groß angelegten Programm bis 2050 vorgehen will. Der Schutz von Kiwis und anderen heimischen Arten hat Vorrang. Diese und andere Vögel sind als Bodenbrüter besonders stark bedroht und könnten ohne den Schutz langfristig nicht überleben.
Der Fokus der Tour liegt zwar mehr auf dem Wissen rund um die Vögel, aber ein paar Kiwis, die nicht wieder ausgewildert werden können, kannst du trotzdem sehen. Diese leben in großen, abgedunkelten Gehegen (Kiwis sind nachtaktiv) und sind an einen anderen Tagesrhythmus gewöhnt, sodass sie während des Vormittags aktiv sind. Wir hatten außerdem Glück und konnten ein frisch geschlüpftes Küken, während des täglichen Wiegens beobachten. Fotografieren ist hier allerdings streng verboten, da das Licht schädlich für die Tiere ist. Der Eintrittspreis für die Tour kommt übrigens direkt der Aufzuchtstation zugute und fließt wieder in den Schutz der Kiwis.
Geführte Tour durch die National Kiwi Hatchery buchen bei getyourguide* (Affiliate-Link).
Schwimmen und Camping am Blue Lake
An heißen Tagen laden einige Badeseen rund um Rotorua zum Schwimmen ein. Für uns lag der Blue Lake praktisch direkt vor der Haustür, denn wir haben auf dem angrenzenden Top 10 Holiday Park übernachtet. Der liegt zwar etwas abseits der Stadt (ca. 15min mit dem Auto ins Zentrum), dafür relativ ruhig und ohne Schwefelgeruch. Außerdem konnten wir uns nach den Ausflügen bei 30°C im kalten Wasser abkühlen.

Häufige Fragen zu Rotorua
Wie viel Zeit sollte ich in Rotorua einplanen?
Ich war bei meinem Roadtrip insgesamt drei Nächte in Rotorua. Vorher hatten wir eine längere Fahrstrecke von der Coromandel-Halbinsel, anschließend sind wir weiter in den Tongariro Nationalpark gefahren. Dementsprechend hatten wir zwei volle Tage Zeit, um die Region zu erkunden. Das reicht für ein paar ausgewählte Highlights, du kannst aber locker auch noch mehr Zeit hier verbringen. Als Ferienregion findest du hier viele weitere spannende Aktivitäten wie River-Rafting, Hochseilgarten oder Schlammbad (buchbar z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link)). Allerdings sind fast alle mit höheren Eintrittspreisen verbunden. Falls du von Rotorua aus das Hobbiton-Film-Set besuchen möchtest, solltest du mindestens einen Tag mehr einplanen.
Wo übernachte ich am besten in Rotorua?
Wir standen mit unserem Campervan für drei Nächte auf dem Top 10 Holiday Park am Blue Lake, etwa 15min Fahrt außerhalb des Stadtzentrums. In der Stadt findest du auch noch weitere Campingplätze (teilweise ebenfalls an einem See) und zahlreiche Hotels (buchbar z.B. über booking.com* (Affiliate-Link)). Unterkünfte und Campingplätze sind in der beliebten Ferienregion in der Hochsaison schnell ausgebucht. Wir haben unseren Platz für Anfang Dezember, Mitte August, also etwa vier Monate vorab gebucht. Die Ferienzeiten ab Weihnachten waren da schon komplett ausgebucht.
Riecht es in Rotorua überall nach Schwefel?
Mit der vulkanischen Aktivität in Rotorua geht teilweise auch ein etwas gewöhnungsbedürftiger Geruch einher. Wenn sich der im Boden enthaltene Schwefel mit Wasserstoff vermischt, riecht es schnell wie nach faulen Eiern. Besonders stark ist der Geruch direkt neben heißen Quellen, die es in Rotorua auch im Stadtzentrum gibt. Das haben wir auch bei der Fahrt mit dem Campervan durch die Stadt gemerkt (die Route führte direkt an den heißen Quellen vorbei). Allerdings riecht es nicht in der ganzen Stadt so intensiv. Auf unserem Campingplatz außerhalb hat man gar nichts mehr davon gemerkt. Falls du in einer Unterkunft im Zentrum übernachtest, die Thermalwasser nutzt, kann der Geruch auch unter der heißen Dusche auftreten.
Posted on Mai 13, 2026
Rezept: vegane Crêpes – Grundrezept
Zu einem perfekten Frankreich-Urlaub gehören für mich Crêpes unbedingt dazu. Und auch wenn es auf Reisen noch schwieriger ist, eine vegane Version zu finden, kann ich sie zu Hause ganz einfach vegan nachbacken. Das Grundrezept für vegane Crêpes, die ihr dann nach Belieben füllen oder dekorieren könnt, habe ich hier für euch aufgeschrieben.

Zutaten für den Crêpes-Teig:
300g Mehl
½ Päckchen Backpulver
2EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
400ml Sojamilch
50ml Sprudelwasser
Zubereitung:
1. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben und mit Zucker und Vanillezucker mischen. Dann Sojamilch und Sprudelwasser dazugeben und alles kurz mit dem Rührbesen zu einem glatten Teig mischen. Etwa 20-30 Minuten ruhen lassen.
2. Eine große Pfanne gut erhitzen, etwas Pflanzenfett hineingeben (ich habe Margarine benutzt) und dann eine halbe Suppenkelle Teig darin verteilen. Entweder indem ihr die Pfanne gut schwenkt, oder ihr benutzt einen Teigverteiler. Mit etwas Übung lassen sich so richtig dünne Crêpes machen.
3. Die Crêpes etwa 2-3 Minuten von beiden Seiten ausbacken. Erst wenden, wenn der Teig oben fest geworden ist. Zum Auskühlen auf einen Teller legen.
4. Wenn ihr die Crêpes später noch süß füllen wollt, könnt ihr sie nochmal in der Pfanne erhitzen und z.B. Schokocreme darin schmelzen lassen. Dann die Crêpes zusammenfalten und nach blieben auf einem Teller mit frischem Obst servieren.

Mein veganer Crêpes-Teig ist schnell gemacht und besteht nur aus wenigen Zutaten. Im Vergleich zu Pfannkuchenteig ist er deutlich flüssiger. So kann man ihn viel besser in der Pfanne verteilen. Schließlich sind Crêpes traditionell hauchdünn. Lange habe ich mich auch selbst davor gescheut, sie zu Hause zu backen, aber letztendlich war das gar nicht so schwer und mit etwas Übung bekommt man die Crêpes bald auch so dünn hin wie in Frankreich.
Ich habe dazu eine große, beschichtete Pfanne verwendet (ca. 26-28cm Durchmesser), aber die Crêpes in etwas kleinerer Größe ausgebacken. Die Pfanne muss zu Beginn gut erhitzt werden, damit die Crêpes gleichmäßig ausbacken. Dann wird ein bisschen Fett, ich habe Sonnenblumenmargarine verwendet, in der Pfanne verteilt und eine Kelle Teig hineingegeben. Wie viel Teig man pro Crêpe braucht, hat man schnell raus. Verwende am Anfang lieber etwas weniger Teig, sodass du genug Platz hast, diesen glatt zu streichen. Das geht am besten mit einem Teigverteiler, ich habe einen aus Holz verwendet. Der wird mittig in der Pfanne platziert, sodass er leicht auf dem Teig aufliegt. Dann wird der Teig damit kreisförmig verstrichen. Nun lasse ich jeden Crêpe 2-3 Minuten ausbacken, drehe ihn einmal mit meinem Crêpewender* (Affiliate-Link) um und backe ihn auch von der anderen Seite noch ein paar Minuten.

Wenn du deinen Crêpes noch füllen willst, erhitze ihn am besten nochmal kurz in der Pfanne. Ich lasse gerne etwas Schokocreme darauf schmelzen und verteile diese mit einem Messer. Dann wird alles mithilfe des Crêpewenders zusammengeklappt. Am liebsten mag ich meine Schoko-Crêpes noch warm und mit frischem Obst. Klassische Varianten in Frankreich sind auch einfache Crêpes nur mit Zimt und Zucker, Fruchtkonfitüre oder Apfelkompott.
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