Fliegenberg Tour: in der Wahner Heide zur Heideblüte

Schon lange wollte ich mal während der Heideblüte in die Wahner Heide bei Troisdorf fahren. Nachdem ich den Zeitpunkt in den letzten Jahren immer verpasst habe, hat es jetzt endlich geklappt. Als Wanderung hatte ich mir die knapp 10km lange Fliegenberg Tour ausgesucht, einer von 10 durch das Bündnis Heideterrasse betreuten und gekennzeichneten Rundwanderwegen.

Blühende Heidelanschaft

Verlauf und Highlights

Start der Fliegenberg Tour ist an der Burg Wissem. Von dort geht es am Hirschgehege vorbei und in den Wald, der hier, wie für die Heide üblich, aus vielen Kiefern und Birken besteht. Die Markierung der Tour, mit dem gelben Schafbockkopf auf schwarzem Grund, startet erst kurz vor dem Waldfriedhof. Statt hier die Straße zu überqueren wende ich mich aber nach links, wo der Rundweg noch ein Stück in westlicher Richtung verläuft, und erst nach dem Schützenhaus über die Straße und durch ein Tor in das Naturschutzgebiet Wahner Heide führt. Auf schmalen, teils sandigen Pfaden geht es leicht bergauf und bergab, erst zur Eremitage (bzw. den Überresten davon) und dann hinauf zum Telegraphenberg, den mit 134m höchsten Hügel in der Wahner Heide. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf die im Spätsommer blühenden Heideflächen. Auch die vom Flughafen Köln/Bonn regelmäßig startenden Flugzeuge kann man hier beobachten.

Fliegenberg Tour MarkierungSchmale WanderwegeAussicht vom Telegraphenberg auf die HeideFlugzeug startet über blühender Heidelandschaft

Dann geht es Bergab und quer durch die Heide. Zumindest soweit es geht, denn da hier früher ein Truppenübungsplatz war, sind die meisten Wege direkt durch die Heide gesperrt und man muss mit dem offiziellen, gekiesten Weg durch die Mitte vorlieb nehmen. Ich lasse mir hier trotzdem ausgiebig Zeit, mache viele Fotos und genieße den Anblick dieses Naturschauspiels. Ein bisschen kann man sogar den Duft der lila blühenden Heide riechen.

Blühende HeidelandschaftWanderwege durch die Wahner HeideBlühende Heide

Weiter geht es zum Fliegenberg, dem Namensgeber der Tour. Auf dem Weg dorthin komme ich noch an einem alten, toten Baum vorbei hinter dem eine Herde Schafe und ein paar Ziegen weiden. Dann geht es quer über zwei Wanderparkplätze und eine Straße und links über einen sandigen Weg den Fliegenberg hinauf. Von hier kann man bei guter Sicht bis zum Siebengebirge schauen. Auch ich kann die Silhouette des Mittelgebirges in der Ferne erkennen. Davor breiten sich abermals lila Heideteppiche aus. Da ich jetzt ungefähr die Hälfte der Strecke geschafft habe, lege ich eine kleine Pause ein, setzte mich auf einen Baumstamm im Schatten und genieße die Aussicht.

Toter BaumAussicht auf das Siebengebirge vom Fliegenberg

Anschließend laufe ich weiter auf einem schmalen, sandigen Pfad oberhalb der Heide entlang. Nach einem knappen Kilometer führt die Wanderroute wieder Links in den Wald. Sie verläuft hier in einem Schlenker, vorbei an zwei kleinen Weihern, die man aber so zugewachsen sind, dass man von der Wasseroberfläche kaum etwas sieht. Erst der Leyenweiher, kurz vor Ende der Tour bietet nochmal ein kleines Highlight. Hier setzte ich mich auf eine der Bänke am Ufer und beobachte die Enten. Ein leichter Wind lässt die ersten Blätter von der Birke rieseln, die auf einer Insel in der Mitte steht. Mit dem Spätsommer zeigen sich auch die ersten Vorboten des Herbstes. Schließlich mache ich mich auf den Rückweg und folge Route, vorbei am Waldfriedhof wieder zum Ausgangspunkt an der Burg Wissem.

Sandiger WanderwegLeyenweiher

Fazit zur Fliegenberg Tour:

Eine schöne Rundwanderung durch die Wahner Heide, die sich vor allem im Spätsommer zur Heideblüte lohnt. Die Wege haben nur wenige Steigungen und sind sehr einfach zu gehen. Da die Tour mit ihren 10km auch nicht so lang ist, eignet sie sich auch super für Wanderanfänger. Den Schlenker am Ende würde ich beim nächsten Mal jedoch eher abkürzen, da mir hier die Highlights fehlten. Die Markierung ist überwiegend gut, auch wenn man den Schafbockkopf manchmal etwas länger suchen muss. Trotzdem würde ich empfehlen zusätzlich eine Wanderapp, oder eine Karte zu nutzen wenn man die genaue Route gehen möchte.

Daten zur Fliegenberg Tour:

Länge: 10,8km (mein Tracking), 8,4km nach offiziellen Angaben
Höhenmeter: 80m bergauf, 70m bergab
Schwierigkeit: einfach
Dauer: 3 ½ – 4 Stunden + ggf. Pausen
Markierung: gelber Umriss vom Kopf eines Schafbocks auf schwarzem Grund
Wegbeschaffenheit: größtenteils gekieste Wege, teilweise auch Sand, aber ohne große Steigungen.
Route zum Nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Mit dem ÖPNV geht es mit dem R8 oder der RB27 bis nach Troisdorf Bahnhof. Von hier läuft man etwas mehr als einen Kilometer zu Fuß zur Burg Wissem. Parken kann man z.b. auf dem Parkplatz an der Burg Wissem, am Wanderparkplatz Wahner Heide oder am Parkplatz Aggerstadion.
Einkehrmöglichkeiten gibt es direkt an der Route nicht. Etwas ab findet sich das Forsthaus Telegraphenberg und die Waldwirtschaft Heidekönig. Ansonsten gibt es nach der Wanderung in Troisdorf verschiedene Möglichkeiten.

Weitere Infos und Tipps:

– Mehr Rundwanderungen durch die Wahner Heide findet ihr hier.
– Wer die Routen lieber Analog anschauen möchte, findet sie hier (*Affiliate-Link) auch in Buchform.
– Auch einer der Erlebniswege Sieg (der Heideweg) führt durch die Wahner Heide und überschneidet sich teilweise mit der Fliegenberg Tour. Mit über 20km ist er jedoch um einiges länger.
– Wie überall sonst sollte man auch in der Wahner Heide darauf achten auf den offiziellen Wegen zu bleiben. Hier gilt das aber nochmal mehr, da die Heide früher (und teilweise auch noch heute) als Truppenübungsplatz diente. Die Wege sind durch Pflöcke mit roter Spitze markiert.
– Auf dieser Route sollte man einen Sonnenschutz nicht vergessen, da die Wege durch die Heide nur wenig Schatten bieten.

Weitere Wandertipps für die Region:
Wandern im Siebengebirge
Wandern in Bonn und Umgebung
Beethoven Wanderweg
Wandern in Wipperfürth und Umgebung
Narzissenblüte in der Eifel

Beethoven Wanderweg: Anspruchsvolle Tagestour durch das Siebengebirge

Der Beethoven Wanderweg ist ein ca. 15km langer Themenwanderweg im Siebengebirge. Über teils schmale und steile Pfade führt er von Königswinter aus in einer großen Runde durch den Naturpark. Der Wanderweg wurde für das Beethoven Jubiläum 2020 zum 250. Geburtstag des Komponisten angelegt und verbindet seine Stationen in der Region. Ich bin den Beethoven Wanderweg im Juni gelaufen und verrate hier alles über den Verlauf und die Highlights auf der Strecke.

Ich auf dem Beethoven Wanderweg

Highlights und Verlauf:

Los geht es mit der Wanderung am Bahnhof in Königswinter. Der eigentliche Rundweg und die Markierung starten allerdings erst am Eingang zum Nachtigallental (nicht an der Talstation der Dachenfelsbahn). Von hier geht es mit leichter Steigung durch das Tal. Wir laufen auf einfachen Waldwegen an einem kleinen Bach entlang und die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich sich durch das grüne Blätterdach. Kurz unterhalb der Drachenburg verlassen wir das Nachtigallental und laufen neben der Haltestelle der Zahnradbahn entlang an der Drachenburg vorbei und steil den Eselsweg hinauf bis zum Drachenfelsplateau. Dort war es morgens noch sehr wenig los und wir konnten in Ruhe die gute Aussicht bis in die Eifel und nach Köln genießen. Wer möchte kann auf dem Drachenfels auch noch einen Abstecher zur Burgruine machen.

Weg und Bach im NachtigallentalWiese unterhalb von Schloss Drachenburg.Aussicht auf den Rhein und Schloss Drachenburg.Das Drachenfelsplateau noch ganz leer am morgen.Aussicht auf den Rhein vom DrachenfelsRestaurant am Drachenfels mit Blick auf die Ruine

Die Route des Beethoven Wanderwegs führt vom Plateau weiter ein paar Treppen hinunter und zu einem Ausguck auf einem Felsen, der nochmal herrliche Ausblicke auf das Rheintal ermöglicht. Von hier geht es über schmale, steinige Pfade kurz weiter hinab Richtung Rhöndorf und dann links Richtung Milchhäuschen. Hier wird der Weg wieder breiter und verläuft einmal rund um die Wolkenburg.
Am Milchhäuschen geht es links vorbei und der Weg folgt ein Stück dem Rheinsteig, der dann rechts über schmalere Pfade über Schallenberg und Geisberg führt. Hier wird es auch nochmal ganz schön steil, aber der Ausblick vom Geisberg lohnt sich. Wir hatten hier auch Glück und haben am Geisberg noch ein Reh beim späten Frühstück gesehen. Wer die anspruchsvolleren, steilen Pfade umgehen will kann aber auch einfach auf dem breiten Weg bleiben. Dieser führt auch bis zur Lietschen Hütte, an der der Beethoven Wanderweg wieder herauskommt.

Schmaler Wanderweg unterhalb des DrachenfelsAuf dem Beethoven WanderwegSteiler Aufstieg zum GeisbergAussicht vom Geisberg

Nachdem wir die schmalen Pfade verlassen haben, folgen wir einem breiteren Weg in nördlicher Richtung der ins Tal führt und die Schnellstraße auf einer Brücke überquert. Auf der anderen Seite das Tals geht es wieder leicht bergan, dann erst rechts an der nächsten kleinen Hütte und dann links Richtung Rosenau. Hier windet sich der Weg in leichten Serpentinen einen kleineren Berg hoch, bis zur Burgruine Rosenau. Diese Ruine ist neben den bekannten Bergen Drachenfels und Löwenburg, auch im Siebengebirge eher unbekannt, aber dafür deutlich weniger besucht und eine schöne Aussicht Richtung Rhein und zum Ölberg gibt es trotzdem.

Burgruine Rosenau

Von der Rosenau aus geht es erst wieder bergab zum Einkehrhäuschen und dann über den Stenzelberg, bzw. durch den Steinbruch. Der Stenzelbergrundweg wird inzwischen durch ein Holzgeländer begrenzt, die Landschaft bietet hier trotzdem einen starken Kontrast zum Rest der Wanderung. Führt der Beethoven Wanderweg auf dem größten Teil der Strecke durch den Wald, gibt es hier einen kurzen Abschnitt mit rauen Felsen und einer Graslandschaft. Die lässt man aber direkt hinter sich, sobald man den Steinbruch wieder verlässt. Der Wanderweg verläuft dann weiter Richtung Weilberg und bis zum Kloster Heisterbach, wo man sich auf jeden Fall die alte Chorruine ansehen sollte. Außerdem hätte man hier die Gelegenheit die Tour abzukürzen und mit dem Bus zurück zum Bahnhof zu fahren, falls man möchte. Wir haben jedenfalls nochmal eine längere Pause eingelegt, bevor wie die letzten Kilometer in Angriff genommen haben.

Stenzelberg Rundweg durch den SteinbruchStenzelberg Rundweg durch den Steinbruch

Und das zurecht, denn der letzte große Anstieg des Beethoven Wanderwegs, auf den Petersberg, hat es ganz schön in sich. Über den Bittweg, einen mit Kreuzen gesäumten, früheren Pilgerweg, geht es auf knapp 2 Kilometern nochmal 170 Höhenmeter hinauf. Auch wenn die Steigung durchaus machbar ist, merken wir die vielen Kilometer an dieser Stelle schon deutlich in den Beinen. Vom Petersberg hat man dann nochmal eine schöne Aussicht auf den Rhein und auf die Drachenburg. Wer möchte kann natürlich im Biergarten einkehren. Zum Schluss steht dann noch der, teils recht steile, Abstieg nach Königswinter an. Die knapp 2 Kilometer über den steinigen Waldpfad ziehen sich am Ende der Tour ganz schön und sollten nicht unterschätzt werden. Wir sind am Ende jedenfalls froh, als wir wieder am Bahnhof ankommen und belohnen uns direkt mit einem leckeren Törtchen in Sarah`s Konditorei & Café (dort gibt es auch vegane und glutenfreie Törtchen).

Bittweg mit KreuzenWanderweg zum Petersberg

Fazit:

Insgesamt ist der Beethoven Wanderweg ein, auch aufgrund der Länge, schöner aber auch anspruchsvoller Wanderweg, der sich gut für einen Tagestour eignet. Gerade am Ende merkte ich die Kilometer in den Beinen und das letzte Stück über den Petersberg war für mich als Wanderanfänger dann noch sehr anstrengend. Ich kann die Tour aber auf jeden Fall empfehlen, besonders wenn man viel im Siebengebirge sehen möchte, aber nur einen Tag Zeit hat. Etwas Kondition, Wandererfahrung und Trittsicherheit sollte man dafür aber schon mitbringen. Alternativ kann man aber auch wie oben Beschrieben die schwierigen Stellen am Geisberg umgehen und die Tour am Kloster Heisterbach abkürzen.

Wünschen würde ich mir teils eine etwas bessere Markierung der Strecke. Die ist zwar überwiegend gut, aber an ein paar Stellen, wie z.b. am Schallenberg, könnten zusätzliche Markierungen nicht Schaden. Da wir selbst auch (obwohl wir uns auskennen) 1-2 mal Falsch gelaufen sind, würde ich empfehlen eine Wanderapp zu nutzen, in der man sich den Track speichern kann.

Daten zum Beethoven Wanderweg:

Länge: 15,3km
Höhenmeter: 570m bergauf, 570m bergab
Schwierigkeit: mittelschwer – schwer (je nach Erfahrung und Kondition)
Dauer: 4 ½ – 5 Stunden + Pausen
Markierung: weißes B auf grünem Grund, der Weg ist aber nur in eine Richtung (gegen den Uhrzeigersinn) markiert.
Wegbeschaffenheit: größtenteils geschotterte Waldwege, aber auch teils sehr steinige Wanderwege und steile Pfade. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind empfohlen.
Route zum Nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Mit dem ÖPNV geht es mit dem R8 oder der RB27 bis nach Königswinter Bahnhof. Parken kann man z.b. auf dem Parkplatz unter der Drachenfelsbrücke (für ca. 4€ pro Tag), dann hat man bis zum Startpunkt der Wanderung noch einen kleinen Zuweg.
Einkehrmöglichkeiten gibt es auf dem Drachenfels, im Milchhäuschen, im Einkehrhaus, beim Kloster Heisterbach, auf dem Petersberg und in Königswinter selbst.

Weitere Tipps zum Wandern in NRW:
Wandern im Siebengebirge
Wandern in Bonn und Umgebung
Wandern in Wipperfürth
Narzissenblüte in der Eifel

Rezept: vegane Blaubeer Pancakes

Heute gibt es seit langem mal wieder ein Frühstücksrezept. Diese Kategorie ist in meiner Rezeptübersicht bisher vergleichsweise klein, obwohl es da auch so viele leckeres gibt. Auf jeden Fall gab es bei uns auf dem Markt kürzlich Blaubeeren und da kam ich auf die Idee mal wieder Pancakes zu machen und darum gibt es jetzt hier mein Rezept für vegane Blaubeer Pancakes.

vegane Blaubeer Pancakes

Zutaten für ca. 10-12 Stück
250g Mehl
1EL Sojamehl
1EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
150g Sojajoghurt Natur
250ml Pflanzendrink (ich hatte Haferdrink)
300g frische Blaubeeren
Optional für die Deko:
Blaubeeren und Sojajoghurt

1. Für den Teig Mehl, Sojamehl, Zucker, Vanillezucker und Backpulver in einer Schüssel mischen. Sojajoghurt und Pflanzendrink dazugeben und alles zu einem glatten Teig rühren.
2. Zum ausbacken jeweils etwas Margarine in einer Pfanne erhitzen und zwei EL Teig hineingeben. Evtl. muss man den Teig etwas verstreichen, damit die Pancakes später schon rund gleichmäßig dick werden. Auf den noch flüssigen Teig werden jetzt 1-2 handvoll Blaubeeren gestreut. Die Pancakes werden bei niedriger bis mittlerer Hitze ein paar Minuten ausgebacken. Wenn der Teig fast ganz durch ist werden sie einmal gewendet und auch kurz von der anderen Seite gebacken.
3. Zum servieren kann man noch etwas Sojajoghurt und weitere frische Blaubeeren über die fertigen Pancakes geben.

vegane Blaubeer Pancakesvegane Blaubeer Pancakes

Sehr lecker dazu schmeckt bestimmt auch Vanillesoße oder Vanilleeis, dann kann man es auch als süßes Hauptgericht essen. Bei mir gab es die Pancakes zum Frühstück, wobei ich meistens auch keine Lust habe für das Frühstück so lange in der Küche zu stehen. Der Teig ist bei diesem Rezept schnell angerührt, aber das Ausbacken dauert schon eine Weile. Wenn man kann, lohnt es sich auf jeden Fall eine zweite Pfanne zu benutzen. Das werde ich beim nächsten Mal auch machen, wenn es mal wieder ein besonderes Frühstück geben soll.

Weitere Rezeptideen:
Blaubeer Kokos Smoothie
Selbstgemachtes Nuss Müsli
Veganer Blaubeer Käsekuchen

Rezept: vegane Schoko-Kirsch Cupcakes

Heute gibt es mal wieder ein leckeres Cupcake Rezept. Diesmal mit reichlich Schokolade, Kakao, fruchtigen Kirschen und einem cremigen Sahnetopping. Wenn das für dich gut klingt dann lies hier mein Rezept für vegane Schoko-Kirsch Cupcakes.

vegane Schoko-Kirsch Cupcakes

Zutaten für 12 Stück:
für den Teig:
200g Mehl
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
1 EL Kakaopulver
100g Margarine
200ml Pflanzendrink (ich hatte Hafer)
200g Kirschen (entsteint)
50g Zartbitter Chocochips (alternativ gehackte Schokolade)
für das Topping:
200ml vegane Sahne (ich hatte Soyatoo)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Sahnesteif
50g vegane Blockschokolade
Kirschen zum verzieren

1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, Margarine und Pflanzendrink dazugeben und alles zu einem glatten Teig rühren. Anschließend die Kirschen waschen, halbieren und entkernen und zusammen mit den Chocochips unter den Teig heben.
2. Ein Muffinblech mit zwölf Förmchen auslegen und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Die Cupcakes werden ca. 25min bei 180°C Umluft im Ofen gebacken. Vollständig auskühlen lassen.
3. Für das Topping die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif aufschlagen. Mit einer Spritztülle kleine Sahnehügel in die Mitte der Muffins setzten. Die Blockschokolade mit einem Sparschäler zu kleinen Schokoraspeln verarbeiten, die dann über dem Sahnetopping verstreut werden. Zum Schluss kommt noch eine (halbe) Kirsche als Deko obendrauf.

vegane Schoko-Kirsch Cupcakesvegane Schoko-Kirsch Cupcakes

Dieses Jahr gab es bei mir schon besonders häufig Muffins und Cupcakes. Eigentlich kein Wunder, denn die kleinen Küchlein sind super schnell im Ofen und ein Cupcaketopping ist einfacher hinzubekommen als eine Torte, schmeckt aber genauso gut. Dabei ist das Grundrezept so einfach und Wandelbar, dass ich für den Teig meistens nur ein paar Sachen verändere. So wie jetzt das Kakaopulver hinzukam und die Kirschen als fruchtige Komponente.
Wer lieber eine klassische Torte möchte der kann sich mein Rezept für vegane Schwarzwälder Kirschtorte ansehen. Auch super lecker, aber eben auch etwas aufwändiger als die Cupcakes.

vegane Schoko-Kirsch Cupcakes

Weitere Rezeptideen:
Kirschstreusel
Kokos-Kirsch Kuchen
Vegane Donauwellen

Ein Wochenende in München – Meine Tipps für 3 Tage in der bayrischen Landeshauptstadt

Im Juli 2019 war ich für ein langes Wochenende in München. Ich war dort beruflich für ein Seminar und konnte um ein paar Tage privat verlängern, um mir die Stadt endlich mal genauer anzuschauen. Drei Tage habe ich München erkundet und mir bei größtenteils sommerlichen Temperaturen vor allem die grünen Seiten der Stadt angesehen. Meine Tipps für ein Wochenende in München gibt’s in diesem Artikel.

Anreise und Unterkunft

Für mich begann die Reise nach München samstags morgens in Köln. Mit dem Zug ging es von hier in 4 ½ Stunden bequem bis zum Münchner Hauptbahnhof. Generell erreicht man München sehr gut per Bahn, sowohl von Deutschland aus, als auch aus Österreich.

Vom Hauptbahnhof konnte ich direkt zu Fuß zu meinem Hotel laufen. Übernachtet habe ich im Relexa Hotel München (*Affiliate-Link), das mir eine zentrale Lage, einen guten Wohnkomfort und sogar veganes Frühstück bot. In dem Viertel südlich vom Hauptbahnhof befinden sich sehr viele Hotels. Zum Ausgehen oder draußen sitzen ist das Viertel zwar nicht sehr schön, dafür kann man von hier aus praktisch alle Sehenswürdigkeiten in München sehr schnell erreichen. Weitere Hotels in München findest du z.b. über booking.com (*Affiliate-Link).

Samstag: Sommerfeeling an der Isar

Nachdem ich mein Gepäck ins Hotel gebracht hatte, machte ich mich gleich auf Richtung Isar. Bei schwülen 30°C war mir nach einer Abkühlung. Mit der Tram war ich in kurzer Zeit dort. Auf dem Weg zum Ufer gönnte ich mir noch eine Portion Eis vom verrückten Eismacher und suchte mir ein Plätzchen zwischen den vielen Münchnern, die schon die Sonne genossen. Einige waren auch Schwimmen, oder ließen sich auf Luftmatratzen durch die Fluten treiben. Hätte ich Badesachen eingepackt, wäre ich sicher auch eine Runde ins Wasser gesprungen, so musste ich mich dann mit einem Fußbad begnügen. Am Flussufer hat es mir direkt super gefallen und München hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.

Badestelle an der Isar

Von der Isar ging es dann für mich weiter durch die Isar Vorstadt. Ein gemütliches Viertel in dem ich auch viele kleine Boutiquen entdeckt habe. Statt zu shoppen entschied ich mich für ein frühes Abendessen in einem veganen Café, bevor ich auf dem Rückweg zum Hotel noch eine kurze erste Runde durch die Münchner Altstadt drehte.

Theater in der Isar VorstadtModell der Altstadt von München

Sonntag: Museumsviertel und Nymphenburger Schloss

Den Sonntag erklärte ich morgens nach einem Blick auf den grauen Himmel spontan zum Museumstag. In München hat man dafür bei strömendem Regen eine große Auswahl an verschiedenen Museen, von denen sich die meisten rund um den Königsplatz befinden. Am bekanntesten sind sicher die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne, die alle drei bedeutende Kunst aus verschiedenen Epochen ausstellen. Eigentlich hätte ich mir gerne die Neue Pinakothek angesehen, diese war jedoch zum Zeitpunkt meines Besuchs (und ist es Stand August 2021 immer noch) wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Infos hier. Stattdessen war ich dann in der Alten Pinakothek, wo europäische Gemälde aus dem 14.-19.Jahrhundert zu sehen sind. Da habe ich dann aber mal wieder gemerkt, dass ich mich kaum mit Kunst aus älteren Epochen auskenne und mit den meisten älteren Gemälden ohne Erläuterung wenig anfangen kann. Dementsprechend habe ich mich dann auch nicht sehr lange dort aufgehalten. Da der Eintritt sonntags, wie in vielen Museen in München, nur 1€ kostet, war es den Besuch aber trotzdem Wert. Im Nachhinein hätte ich aber doch eher noch in den Audioguide investieren sollen. (Dieser ist dort übrigens beim regulären Eintritt schon inklusive.)

Nach einem späten, zweiten Frühstück und einem kleinen Spaziergang durch die Maxvorstadt, machte ich mich auf zu meinem zweiten Ziel für diesen Tag: das Nymphenburger Schloss. Architektur liegt mir dann doch mehr als Gemälde und Nymphenburg bietet neben dem Schloss einen wunderschön angelegten Park, an dem man auch an sehr heißen Tagen schön spazieren gehen kann. Der Himmel hatte zwischenzeitlich wieder aufgeklart und so unternahm ich einen kleinen Rundgang. Sobald ich mich von dem Bereich direkt hinter dem Schloss entfernte, wurde es auch sehr ruhig und es waren nur noch wenige Leute unterwegs. Sogar ein Reh lief mir dort über den Weg. Nach dem Schwan auf dem Teich vor dem Schloss schon die zweite Tierbegegnung dieses Tages.

Schwan breitet seine Flügel aus vor Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de
Park von Schloss Nymphenburg, Himmel spiegelt in Wasser.
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de
Parkanlage hinter Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

Schließlich besichtigte ich auch noch die Innenräume von Schloss Nymphenburg. Besonders der Steinerne Saal mit seinem großen Deckenfresko ist sehenswert. Der Eintritt liegt nur für das Schloss bei 8€ pro Person (Stand August 2021).

Wasserfontäne im Park vor Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

Montag: Münchner Altstadt und Englischer Garten

An meinem letzten Tag in München stand dann nochmal die Altstadt auf dem Programm, schließlich hatte ich am ersten Tag nur einen kurzen Eindruck bekommen. Auf dem Weg zum Marienplatz stöberte ich auch in dem ein oder anderen Souveniergeschäft nach Mitbringseln. Auch ein kurzer Umweg zur Frauenkirche durfte nicht fehlen. Kurz vor Mittag löste ich dann mein Ticket für den Alten Peter (5€ Stand August 2021) und kletterte die 14 Stockwerke nach oben. Zwar konnte man an diesem Tag die Alpen nicht sehen, für den Blick auf München lohnt sich der Aufstieg aber trotzdem. Vor allem für die Aussicht auf den Marienplatz und die Frauenkirche. Zusätzlich konnte ich um 12 Uhr Mittags noch das berühmte Glockenspiel von dort aus bestaunen. Wer die vielen Treppen nicht laufen möchte, kann alternativ auf den Turm vom Neuen Rathaus (6€ Stand August 2021), dort gibt es einen Aufzug. Vom Alten Peter ging es dann weiter zum Viktualienmarkt, wo ich mich ein bisschen treiben ließ, bevor ich mir in einem veganen Restaurant in der Nähe eine Pause gönnte.

Blick vom alten Peter auf Rathaus und FrauenkircheRitter im Glockenspiel vom Rathaus

Am Nachmittag stand schließlich noch der Englische Garten auf meiner Liste. Die Surfer von der Eisbachwelle wollte ich unbedingt sehen und gerade an so einem sommerlichen Tag war dort relativ viel los. Die Eisbachwelle befindet sich direkt am südlichen Eingang des Parks und so schaute ich erst eine Weile den Surfern zu, bevor ich eine große Runde durch den Rest des Englischen Gartens drehte. Nicht umsonst ist es die größte Grünfläche innerhalb der Stadt (sogar größer als der Central Park in New York) und obwohl man so nah an der Stadt ist, fühlt es sich überhaupt nicht danach an. Für mich der perfekte Ausgleich nach dem Sightseeing Vormittag in der Altstadt.

Surfer auf der EisbachwelleEnglischer Garten in München

Praktische Tipps für ein Wochenende in München

– In München ist man am flexibelsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Mit den U-Bahnen und Trams kommt man schnell zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ich hatte für meinen Trip eine 3 Tageskarte, die aber mittlerweile nicht mehr angeboten wird. Tageskarten für einen Tag gibt es aber noch. Wer sich viele Sehenswürdigkeiten anschauen will, für den lohnt sich eventuell auch die München CityTourCard (*Affiliate-Link) oder der München City Pass. Diese gibt es für Zeiträume zwischen 1 bis 5 Tage und sie beinhalten je nach Variante Ermäßigungen oder freien Eintritt zu verschiedenen Attraktionen und können inklusive Ticket für den ÖPNV erworben werden.
– Restauranttipps für die Stadt findest du in meinem vegan in München Guide.
– Als kleinen Reiseführer hatte ich den DuMont direkt Reiseführer für München (*Affiliate-Link) dabei. Mit dieser Reihe bin ich sehr zufrieden und greife bei meinen Städtetrips immer gern darauf zurück. Auch die Infos zu München fand ich hier wieder sehr gut aufbereitet.

Weitere München Tipps von Einheimischen Reisebloggern

Da ich ja nur ein paar Tage Zeit hatte die Stadt zu erkunden, konnte ich München natürlich nur aus der Sicht eines Touristen kennenlernen. Da München im Sommer aber noch mehr zu bieten hat, habe ich mich mal nach Tipps von Reisebloggern umgeschaut, die in München leben.
– Bei Coconut Sports gibt es 20 Geheimtipps für München.
– Die Traveloptimizer haben auch ganz viele Tipps zusammengetragen.

Weitere schöne Ziele für Wochenendtrips:
Ein Wochenende in Venedig
Mailand Tipps und Sehenswürdigkeiten
Paris Low Budget
Kurztrip Wien

Rezept: Einfache Schoko-Bananen Muffins

Heute gibt es mal wieder ein super einfaches Muffin Rezept. Die Schoko-Bananen Muffins habe ich den letzten Wochen schon mehrfach gebacken. Der Teig ist super schnell angerührt, man braucht nur wenige Zutaten und die Muffins schmecken wunderbar frisch aus dem Ofen, oder eignen sich auch super als Proviant für unterwegs.

Schoko-Bananen Muffins

Zutaten für 12 Schoko-Bananen Muffins:
200g Mehl
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
100g Margarine
200ml Pflanzendrink (ich hatte Haferdrink)
100g vegane (Zartbitter-)Schokochunks
(alternativ gehackte Schokolade)
2 Bananen

Zubereitung:
1. Für den Teig Mehl, Zucker, Vanillezucker und Backpulver mischen. Margarine und Pflanzendrink dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
2. Die Banane in Stücke schneiden und zusammen mit den Schokochunks unterrühren.
3. Den Teig gleichmäßig auf 12 Muffinförmchen verteilen und die Muffins ca. 25min bei 180°C Umluft backen. Die Muffins sollten dann oben leicht goldbraun sein. Noch etwas abkühlen lassen und schon sind die Muffins fertig.

Schoko-Banenen Muffins

Wie ihr seht ein wirklich simples Rezept. Das Grundrezept für den Teig habe ich auch schon für andere Muffin- und Cupcakevariationen verwendet, z.b. für meine veganen Oster Cupcakes. Ich mag daran, dass es so schnell zusammengerührt ist und man keine fancy veganen Zutaten oder Ersatzprodukte braucht. So habe ich in der Regel auch alles da, wenn ich mal schnell einen Kuchen, bzw. in dem Fall Muffins, brauche. Die Kombi mit Bananen und Schokolade schmeckt auch richtig lecker. Ich hatte in letzter Zeit öfter Bananen vom Foodsharing da, die ich verarbeiten wollte. (Falls ihr Foodsharing noch nicht kennt, schaut mal hier vorbei. Eine super Sache um Lebensmittel vor der Tonne zu Retten.) Die sind dann außen meist schon etwas braun, schmecken aber immer noch super und eignen sich besonders zum backen oder für Smoothies gut. Die fertigen Muffins habe ich dann als süßen Proviant auf einer meiner Wanderungen mitgenommen. So hatte ich dann gleich noch was Leckeres für unterwegs.

Weitere Rezeptideen:
Erdbeer Bananen Muffins
Kirschstreusel
Haselnussmuffins mit Nougatkern