Rezept: Vegane Frittata mit grünem Spargel

Vegane Frittata habe ich bei meinem Besuch in Mailand probiert. Da mir dieses Gericht sehr gut geschmeckt hat, wollte ich es auch zu Hause mal nachkochen. Passend zur Jahreszeit, habe ich damit auch gleich noch ein neues Spargel Rezept ausprobiert. Mein Rezept für vegane Frittata mit grünem Spargel gibt es jetzt hier.

vegane Frittata mit grünem Spargel

Zutaten für eine Portion:
6-7 Stangen grünen Spargel
100g Kichererbsenmehl
1TL Salz
etwas Pfeffer
½ TL granulierte Zwiebel
1 TL italienische Kräuter
125ml Pflanzendrink
1 EL Olivenöl + Olivenöl für die Pfanne

1. Den Spargel schälen, das (holzige) Ende abschneiden und ca. 10min in kochendem Salzwasser garen. Beiseite stellen für die Frittata.
2. Für die Frittata das Kichererbsenmehl mit den Gewürzen mischen, Pflanzendrink und 1EL Olivenöl dazugeben und alles zu einem Teig verrühren.
3. Etwas Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen, den Teig hineingeben und zu einem runden Pfannkuchen formen. Den gekochten Spargel auf dem Teig verteilen und leicht eindrücken. Die Frittata wird jetzt bei geringer Hitze von beiden Seiten ca. 5min gebraten, bzw. frittiert. Serviert wird sie warm mit etwas Salat und einem Dip nach belieben.

vegane Frittata mit grünem Spargel

Frittata ist eigentlich eine Art Eierkuchen, bzw. Omelette aus Italien. Sie wird entweder im Ganzen als Hauptgericht, oder in kleinen Stücken als Vorspeise gegessen. Statt Spargel kann man natürlich auch anderes Gemüse für die Frittata verwenden.
Für meine vegane Frittata habe ich einen Teig aus Kichererbsenmehl gemischt. Nimmt man zum Mischen Haferdrink, hat man gleich auch ein sojafreies und glutenfreies Gericht. Optional kann man den Teig auch noch mit Kala Namak Salz würzen. Dieses Salz sorgt für einen typischen Ei-Geschmack.

vegane Frittata mit grünem Spargel

Übrigens ist das jetzt schon mein insgesamt 6. Rezept mit Spargel, das ich verblogge. Und das, obwohl ich Spargel früher überhaupt nicht mochte. Seit ein paar Jahren probiere ich aber jedes Jahr neue Rezepte mit Spargel aus und je mehr Variationen ich esse, desto besser schmeckt mir dieses Gemüse.

Weitere vegane Rezepte aus Italien:
Vegane Bruschetta
Risotto mit grünem Spargel
Vegane Schokobiscotti
Veganes Tiramisu

Vegan in Mailand – Restaurant-Tipps

Bei meinem Trip nach Mailand im April habe ich mich im Vorfeld besonders auf das leckere italienische Essen gefreut. Welche Highlights ich entdeckt habe und welche veganen Restaurants ich getestet habe lest ihr in meinem vegan in Mailand Guide.

Vegan in Mailand

Generell ist die italienische Küche sehr veganfreundlich. Zumindest findet man klassische Gerichte wie Spaghetti aglio e olio und Pizza Marinara auf der Karten von vielen Restaurants. Pizza kann man sich meistens auch ohne Käse bestellen und so findet man auch in kleineren Orten ohne veganes Restaurant so gut wie immer etwas zu Essen. In Mailand sieht es mit den veganen Restaurants natürlich etwas besser aus. Über die Stadt verteilt findet man viele vegane Locations oder Restaurants mit veganem Angebot auf der Karte. Meistens waren die Gerichte in den Restaurants die ich besucht habe übrigens nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei. Zusammen mit einer Freundin war ich fünf Tage in Mailand unterwegs und in dieser Zeit haben wir einige Restaurants getestet, die ich euch jetzt vorstellen möchte.

Vegane Restaurants in Mailand

Panzerotti Luini

Diese kleine Bäckerei befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Mailänder Dom und verkauft herzhafte und süße Panzerotti. Das sind gefüllte Teigtaschen aus Apulien. Sie werden aus einem fluffigen Hefeteig gemacht, mit Gemüse oder etwas anderem gefüllt und dann gebacken oder frittiert. Neben dem Eingang hängen Schilder mit den verschiedenen Sorten, allerdings gibt es keine Kennzeichnung, deswegen muss man trotzdem an der Theke nach den veganen Optionen fragen. Bei unserem Besuch gab es zwei herzhafte vegane Sorten, eine mit einer Füllung aus Tomaten, Paprika und Aubergine, die andere mit Tomaten und Oliven. Die süßen Panzerotti sind leider nicht vegan. Die Bäckerei ist sehr beliebt bei Touristen und man muss immer etwas warten, bis man an der Reihe ist. Sitzgelegenheit gibt es keine, wir haben uns zum Essen einfach einen Platz vor dem Dom gesucht.

Adresse: Via Santa Radegonda 16

vegane Panzerotti

BistroBio

In diesem veganen Restaurant haben wir nach unserem Besuch auf dem Cimitero Monumentale zu Mittag gegessen. Es liegt nicht weit von dort, an einer etwas weniger befahrenen Straße und so konnten wir gemütlich auf der Terrasse sitzen. Auf der Karte stehen wechselnde Gerichte, wohl meist mit saisonalen Zutaten. Bei unserem Besuch konnten wir zwischen vier Hauptgerichten wählen. Da es die Speisekarte nur auf italienisch gab, hat die Kellnerin für uns übersetzt. Entschieden haben wir uns für eine Kichererbsen Frittata mit Zucchini-Lauch Gemüse und eine Bowl mit Gemüsereis, Tempeh, Algen und Salat. Die Frittata war sehr lecker, Algen und Tempeh bei der Bowl haben uns leider nicht so gut geschmeckt. Trotzdem kann ich das Restaurant empfehlen, denn auch die anderen Gerichte sahen sehr gut aus. Zum Essen gab es kostenlos Wasser und etwas Brot. Das mit eingerechnet war der Preis von 12€ für ein Hauptgericht auch sehr günstig.

Adresse: Via Valtellina 10

vegane Frittatavegane Bowl

Amorino

Bei Amorino bekommt ihr leckeres veganes Eis. Die Kette hat mehrere Filialen in Mailand, unter anderem am Dom und im Navigli Viertel und auf der Karte stehen mehrere vegane Sorbets, sowie veganes Schokoladeneis. Wer möchte kann sich das Eis auch zu so einer hübschen Rose formen lassen. Wobei man es natürlich sehr schnell aufessen muss, da die Rosenblätter einfach an die Waffel außen dran geklebt werden. Unpraktisch, wenn das Eis im Sommer schnell schmilzt.

veganes Eis in Rosenform

Ginger Cocktail Lab

Wer in Mailand günstig Essen möchte, der sollte in eine Aperetivo Bar gehen. In diesen Bars gibt es zur Happy Hour Cocktails inklusive kostenlosem Buffet zu einem Preis um ca. 10€. Happy Hour meint hier übrigens nicht nur eine Stunde, meist gibt es das Angebot den ganzen Abend. Sehr viele dieser Aperetivo Bars findet ihr im Navigli Viertel, so auch das Ginger Cocktail Lab, wo es am Buffet auch viele vegane Optionen gibt. Wenn ihr nach einem veganen Aperetivo in Mailand sucht, seid ihr hier richtig. Wir haben hier für 10€ pro Personen einen Cocktail getrunken (es gibt auch alkoholfreie Cocktails) und uns am Buffet satt gegessen. Die veganen Optionen waren mit einem grünen V gekennzeichnet. Zur Auswahl stand verschiedenes eingelegtes Gemüse, Foccacia, Zwiebelringe, gebackene Kartoffeln und jeweils eine Gemüsepfanne mit Reis und mit Nudeln. Alles sehr einfach, aber lecker.

Adresse: Via Ascanio Sforza 21

Aperetivo Buffet mit großer veganer AuswahlCocktailsveganer Aperetivo

Gegenüber der Aperetivo Bar haben wir dann auch noch einen Biomarkt entdeckt, bei dem wir uns natürlich auch umsehen mussten. Von dort haben wir uns vegane Schokocroissants und einen leckeren Cashewkäse mit Kräutern fürs Frühstück mitgenommen.

Vegamore

Von diesem veganen Restaurant hatte ich vor der Reise schon auf einigen Blogs gelesen und auch der Name klang vielversprechend. Überzeugt hat mich dort vor allem das leckere Tiramisu, das wir zum Nachtisch hatten. Das Hauptgericht war ok, aber nichts besonderes. Zusammenstellen konnte man sich das Essen an der Theke, wo ein paar Gerichte mit Nudeln, Reis und verschiedenes Gemüse zur Auswahl standen. Das Ganze wurde dann wieder warm gemacht und auf einem Pappteller serviert. Letzteres stellte sich als besonders unpraktisch heraus, da die Nudeln an der Pappe kleben blieben und nach dem Ablösen immer noch etwas Pappe an den Nudeln hängen blieb. Das Tiramisu und die zwei kleinen Süßigkeiten, die wir zum Nachtisch hatten waren aber wirklich lecker, also würde ich nächstes Mal nur zum Dessert hingehen.

Adresse: Via Crema 12

veganes Essen bei Vegamoreveganes Tiramisuvegane Süßigkeiten

La Colubrina

Das La Colubrina ist ein altes, familiengeführtes, italienisches Restaurant mit vielen veganen Optionen auf der Karte. Wir waren hier Samstagsabends essen und obwohl es nicht sehr voll war, hat es relativ lang gedauert, bis unsere Bestellung fertig war. Das Essen ist es aber absolut wert, ein bisschen länger darauf zu warten. Hier gibt es neben klassischer Pizza und veganen Burgern nämlich auch ein paar ganz besondere italienische Gerichte. Probiert haben wir Bruschetta mit Brokkoli und Blumenkohl als Vorspeise und als Hauptgericht gab es Schokoravioli mit Kürbisfüllung und gerösteten Haselnüssen und Orchiette mit Brokkoli und Spinat. Besonders die Ravioli waren unglaublich lecker. Bezahlt haben wir für das Essen etwas mehr als 20€ pro Person. Außerdem habe ich von dort auch eine Colomba mitgenommen. Das ist ein italienischer Osterkuchen in Form einer Taube.

Adresse: Via Felice Casati 5

veganes Bruschetta mit Blumenkohl und Brokkolivegane Schokoraviolo mit Kürbisfüllung und gerösteten Haselnüssenvegane Orchiette mit Spinat und Brokkolivegane Colomba, ein italienischer Osterkuchen in Form einer Taube

Soulgreen

Im Soulgreen waren wir an unserem letzten Abend in Mailand und dort hat es mir mit am Besten gefallen. Es war eher ein Glücksfund, denn auf der Suche nach einem anderen veganen Laden sind wir hier ein paar Tage vorher zufällig vorbeigekommen. Das Restaurant ist zwar nicht komplett vegan, denn es steht auch Fisch auf der Karte, aber es gibt eine sehr große Auswahl an veganen Optionen. Bestellt wird über ein Tablett, dort konnte man sich mit Klick auf das Gericht auch die einzelnen Zutaten ansehen. Entschieden haben wir uns für das Spinatrisotto und Gnocci mit Tomaten-Aubergingen Soße. Beides hat sehr gut geschmeckt. Inklusive Tischgebühr haben wir hier insgesamt etwa 30€ bezahlt, das Wasser gab es umsonst.

Adresse: Piazzale Principessa Clotilde

veganes Spinatrisottovegane Gnocci mit Tomaten-Auberginen Soße

Wart ihr schonmal in Mailand und habt weitere Tipps? Schreibt gern einen Kommentar.

Weiterlesen zu Italien:
Vegan in Venedig
Kurztrip Venedig

Narzissenblüte in der Eifel – Rundwanderung im Perlenbachtal

Letztes Jahr an einem angenehm frischen Frühlingstag ende April, hat es mich mal wieder in die Eifel verschlagen. Mein Ziel: Monschau-Höfen. Hier startet die Narzissenroute, von der ich einen Teil gewandert bin. Alles über die Narzissenblüte in der Eifel und möglichen Wanderrouten lest ihr in diesem Artikel.

Narzissenblüte in der Eifel

Die Narzissenblüte in der Eifel

Die wilden Narzissen in der Eifel sind selten, außer dort kommen sie in Deutschland nur im Hunsrück vor. In der Eifel findet man sie im Naturpark Eifel in der Nähe von Monschau-Höfn unweit der belgischen Grenze. Im Frühling blühen sie zuhauf entlang des Perlbachtals und des Furtsbachtals und bilden dann richtige Blütenteppiche. Am schönsten ist das natürlich bei voller Blüte. Der Blütenstand wird bei eifel.info dokumentiert. Mehrere Wanderrouten führen an den Narzissenwiesen vorbei, auf denen man bei kurzen oder längeren Wanderungen die Narzissenblüte genießen kann. Der große Narzissen Rundweg startet und endet in Monschau-Höfn und führt über knapp 15km immer an den Narzissenwiesen vorbei. Im April werden meist auch geführte Wanderungen angeboten und im Nationalpark-Tor Höfn kann man sich eine Ausstellung zu den Narzissen anschauen.

Narzissenblüte in der EifelNarzissenblüte in der Eifel

Rundwanderung zu den Narzissenwiesen im Perlenbachtal

Wir entscheiden uns für die kürzere Rundwanderung durch das Perlenbachtal. Startet man an der Höfener Mühle ist diese knapp 5km lang. Wir kommen aber vom Nationalpark Tor und haben so noch einen etwa 2km langen Zuweg. Dieser führt erst steil hinunter bis zur Perlbachtalsperre und dann entlang des Perlbachs bis zur Höfener Mühle.

Narzissenblüte in der EifelNarzissenblüte in der EifelNarzissenblüte in der Eifel
Hier startet der eigentliche Rundweg. In welche Richtung man startet ist eigentlich egal. Wir laufen die Route gegen den Uhrzeigersinn und haben so die großen Narzissenwiesen eher am Ende der Wanderung. Abgesehen von der Steigung am Anfang und am Ende verläuft der Rundweg relativ eben und ist sehr einfach und auch gut mit Kindern zu gehen. Highlight sind natürlich die blühenden Narzissen, aber auch der Bachlauf ist sehr schön und bietet etwas landschaftliche Abwechslung.

Narzissenblüte in der EifelNarzissenblüte in der Eifel

Tipps

Nach Monschau-Höfn fährt man am besten mit dem Auto. Während der Zeit der Narzissenblüte gibt es dann zusätzliche, ausgewiesene Parkplätze die man nutzen kann. Auch ein Besuch in Monschau, im Anschluss an die Wanderung, lohnt sich.

Weiterlesen zur Eifel und Umgebung:
Ausflugsziele im Frühling in Bonn und Umgebung
Ausflug zum Rursee in der Eifel

Paris Low Budget – Tipps für ein Wochenende in der französischen Hauptstadt

Letztes Jahr im Mai war ich für ein verlängertes Wochenende in Paris. Solche Städtetrips mache ich sehr gern, da Städte wie Paris aber mitunter ganz schön teuer sind, versuche ich wo es geht zu sparen. Was ich in Paris unternommen habe und meine Paris Low Budget Tipps findet ihr in diesem Artikel.

Paris Low Budget Tipps

Anreise: So kommt man günstig nach Paris

Da ich in der Nähe von Köln wohne, bietet es sich an mit dem Zug nach Paris zu fahren. Wenn man früh genug bucht bekommt man Tickets für den Thalys schon ab 35€ pro Strecke und man ist von Köln aus in ca. 3 ½ Stunden in der Stadt. Als ich im Dezember für einen Tag in Paris war, haben wir sogar durch ein Angebot Tickets für 25€ bekommen.

Bei unserer Reise im Mai sind wir allerdings mit dem Auto nach Paris gefahren, da die Zugtickets über das Feiertagswochenende einfach wesentlich teurer waren. So haben wir zu viert etwa 200€ für Sprit, Maut und Parkgebühren bezahlt. Außerdem braucht man eine französische Umweltplakette für das Auto, wenn man in die Stadt fahren will. Mehr Infos zur Umweltplakette findet ihr z.B. beim ADAC.

Für unsere Fahrt von Köln nach Paris haben wir etwa 7 Stunden gebraucht. Rund um Paris ist eigentlich immer viel Verkehr, sodass wir für die letzten 10km eine Stunde gebraucht haben. Unsere Unterkunft lag aber zum Glück nicht sehr weit vom Boulevard périphérique entfernt, sodass wir nicht lange durch die Stadt fahren mussten und wir konnten das Auto auch direkt bei der Unterkunft parken.

Günstig übernachten in Paris

Wenn man eine günstige Unterkunft in Paris sucht, ist Airbnb meist eine gute Alternative zum Hotel. Wir hatten zu viert eine kleine Ferienwohnung und haben pro Person ca. 100€ für drei Nächte gezahlt. In der Wohnung hatten wir auch eine kleine Küche und konnten so unser Frühstück selbst machen. Die Wohnung war im 11. Arrondissement in der Nähe des Friedhofs Père Lachaise. Von dort war man mit der Metro gut an die Stadt angebunden.

Normalerweise suche ich bei Airbnb immer nach Privatzimmern, wo der Gastgeber auch in der gleichen Wohnung wohnt. Da wir diesmal zu viert unterwegs waren, brauchten wir natürlich etwas mehr Platz. Wenn ihr eine Ferienwohnung bucht achtet auf jeden Fall darauf, ob in der Stadt eine Lizenz zur Vermietung nötig ist und ob die Wohnung die ihr buchen wollt eine Lizenz hat. Wenn ihr euch über diesen Link bei Airbnb anmeldet bekommt ihr 25€ Startguthaben für eure erste Buchung.

Zum Beispiel über booking.com (*Affiliate-Link) findet ihr auch günstige Hotels in Paris. Oft liegen die günstigeren Hotels jedoch etwas weiter außerhalb, also achtet auf eine gute Anbindung mit der Metro.

Mit der Metro günstig unterwegs in Paris

Paris ist sehr groß und auch wenn ich Städte größtenteils gern zu Fuß erkunde, bin ich für längere Strecken mit der Metro gefahren. Am günstigsten fährt man hier meistens mit einem Carnet: 10 Einzelfahrscheine, die man sich auch mit mehreren Personen teilen kann. Ein Carnet kostet aktuell 14,90€ (Stand Frühjahr 2019), also ca. 1,50€ pro Fahrt. Es gibt auch Tagestickets, diese lohnen sich aber nur wenn man sehr viel fährt.
Für Jugendliche bis 26 gibt es ein günstiges Tagesticket am Wochenende und an Feiertagen: das Ticket jeunes week-end. Man kann das Ticket für verschiedene Tarifzonen kaufen (z.B. wenn man nach Versailles fahren will). Bleibt man innerhalb der Stadt kostet das Ticket dann nur 4,10€ (Stand Frühjahr 2019).
Metro Tickets kann man sich einfach am Automaten kaufen, an größeren Metrostation gibt es auch Ticketschalter.

Kostenlose Aussichtspunkte in Paris

Wenn man das erste Mal in Paris ist, möchten die meisten natürlich auf den Eiffelturm (bei meinem ersten längeren Besuch in Paris 2008 bin ich auch ganz nach oben gefahren), es gibt aber auch einige tolle kostenlose Aussichtspunkte in Paris.

Das Institute du monde Arabe in Paris
Ein ganz besonders toller ist die Dachterrasse des Institute du monde arabe, von der man einen herrlichen Blick auf die Seine und Notre-Dame hat. Wir wollten uns das Gebäude eigentlich nur wegen der Fassade mal anschauen. Auf der Webseite haben wir dann aber auch herausgefunden, dass man die Dachterrasse besuchen kann ohne Eintritt zu zahlen. Man muss sich zwar trotzdem an der Schlange am Eingang anstellen und kurz durch eine Sicherheitskontrolle, dann kann man aber ganz einfach mit dem Aufzug nach oben fahren.

Ausblick auf die Seine und Notre Dame von der Dachterrasse des Institute du Monde Arabe in Paris
Ebenfalls sehr schön ist die Aussicht vom Platz vor Sacré Coeur in Montmatre. Hier kann es allerdings schonmal sehr voll werden, deswegen würde ich empfehlen hier morgens vorbeizuschauen, wenn noch nicht so viele Leute unterwegs sind. Wir waren samstags nachmittags bei strahlendem Sonnenschein hier und nicht nur die Treppen waren voll mit Leuten, die die Sonne genossen haben, auch in den Gassen rund um Sacré Coeur und auf dem Place du Tertre schoben sich die Menschen.

Sacre Coeur, Montmatre, ParisAusblick von Sacre Coeur auf Paris
Den letzten kostenlosen Aussichtspunkt auf meiner Liste kann man gut mit einer Shoppingtour verbinden, denn es handelt sich um die Dachterrasse der Galeries Lafayette. Von hier aus hat man die Rückseite der Oper gut im Blick und kann neben dem Eiffelturm z.B. das Centre Pompidou oder Sacré Coeur ausmachen. Das Kaufhaus lohnt auch sonst einen Besuch, weil das Gebäude schon so alt ist und besonders die Glaskuppel in der Mitte ist wunderschön.

Ausblick auf Paris und den Eiffelturm von der Dachterrasse der Galleries Lafeyette

Low Budget Sightseeing in Paris

Abgesehen von den kostenlosen Aussichtspunkten gibt es in Paris super viel, dass man unternehmen und sich ansehen kann, ohne dass man Eintritt für ein Museum bezahlen, oder ein teures Ticket für eine Tour kaufen muss. Schließlich hat Paris auch super interessante Stadtviertel, die man super auf eigenen Faust erkunden kann.

Paris Low Budget Sightseeing, Place des Vosges im Marais
Eins der bekanntesten davon ist sicher das Marais. Hier kann man sowohl alte Gebäude, als auch kleine Streetart Kunstwerke entdecken. Sehr schön sind z.B. der Place des Vosges und der am nördlichen Ende des Viertels, an der Rue du Bretagne gelegene Marché les Enfants rouge, wo man frische Lebensmittel und Streetfood findet. Wir haben einen ganzen Vormittag damit verbracht, uns einfach durch das Viertel treiben zu lassen.

Low Budget Sightseeing in Paris, Streetart von Space Invader im Marais
Persönlich mag ich besonders die Île de la Cité, wo man sich natürlich Notre-Dame anschauen sollte um anschließend entlang der Seine zu bummeln wo sich die Stände der Bouquinisten befinden. In der Nähe von Notre-Dame findet man auch den bekannte Buchladen Shakespeare and Company, ein wirklich sehr schöner Buchladen, der vor Allem englischsprachige Bücher verkauft.

Notre Dame auf der Ile de la Cite in ParisBouquinisten verkaufen Bücher an Ständen entlang der Seine in Paris

Wenn ihr im 2. Arrondissement unterwegs seid, findet ihr noch viele alte Galerien und Passagen, die auch einen Besuch lohnen. Sie wurden im 19. Jh. erbaut und gehören mit den kleinen Boutiquen, Restaurants und Cafés zur typischen, aber unbekannteren Architektur von Paris. Eine Übersicht inklusive der Adressen der Galerien findet ihr hier.

Alte Galerien und Passagen im 2. Arrondissement in Paris
Eine weitere kostenlose Sehenswürdigkeit die wir besucht haben, war der Friedhof Père Lachaise. Es ist der größte Friedhof von Paris, mit vielen alten und interessanten Gräbern und sehr viele Künstler und andere bekannte Persönlichkeiten sind hier begraben. Wer einen bestimmten Künstler sucht, findet am Eingang eine Karte auf dem die Grabstätten der bekanntesten Personen gekennzeichnet sind.

Alte Gräber auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris
Mein letzter Tipp betrifft den Eiffelturm, der ist nämlich besonders schön, wenn er blinkt und leuchtet. Das passiert abends, sobald es dunkel wird immer zur vollen Stunde und dauert ca. 5 Minuten. Besonders gut kann man sich das vom Trocadéro aus ansehen.

Kostenlose Sehenswürdigkeiten und Museen in Paris für Jugendliche bis 26

Wer unter 26 ist und Bürger in einem Land, das Mitglied der EU ist, kann nicht nur günstiger Metro fahren, sondern bekommt auch ermäßigten oder freien Eintritt zu einer ganzen Reihe von Sehenswürdigkeiten und Museen, darunter der Louvre, die Türme von Notre-Dame und der Arc de Triomph. Eine vollständige Liste der Sehenswürdigkeiten und Museen die man dann kostenlos besuchen kann findet ihr hier.

Wir haben das auch nochmal ausgenutzt und haben den Louvre besucht. Hier mussten wir auch erstmal durch eine Sicherheitskontrolle (wir haben den Eingang im Carrousel du Louvre benutzt, dort war die Schlange nicht so lang) und konnten dann gleich ins Museum. Am Eingang mussten wir statt der Eintrittskarte nur unseren Ausweis vorzeigen.

Der Louvre in Paris
Ein Besuch im Louvre lohnt sich nicht nur wegen der vielen Kunstwerke, sondern auch wegen der Architektur. Kein Wunder, schließlich ist der Palais du Louvre die ehemalige Residenz der französischen Könige. Die bekanntesten Werke im Louvre sind sicher die Mona Lisa von Leonardo da Vinci und die Venus von Milo, es gibt aber noch so viel mehr zu sehen. Ich fand zum Beispiel auch die Werke aus dem alten Ägypten sehr interessant. Für einen Besuch im Louvre sollte man sich auf jeden Fall mehrere Stunden Zeit nehmen.

Der Louvre lohnt auch aufgrud der Architektur einen Besuch.

Für viele weitere Sehenswürdigkeiten in Paris bekommt man als Jugendlicher unter 26 übrigens auch ermäßigten Eintritt. Wir haben uns z.B. noch die Pariser Oper angesehen.

Opera Garnier in Paris

Günstig Essen in Paris

Essen gehen in Paris kann teuer werden und ein Hauptgericht im Restaurant kostet schnell mal 15 – 20€.

Mit ein paar Tipps kann man aber auch hier sparen:
– Wer mittags statt abends Essen geht findet viele Restaurants mit günstigem Mittagsmenü.
– Im Quatier Latin findet man auch Abends Restaurants die ein günstiges Dinner Menü anbieten. In der Crêperie La Petit Bouclerie gab es z.B. ein Menü für knapp 10€.
– In Paris findet man in vielen Bäckereien leckere belegte Baguettes, die man bei einem Picknick auf einem der Plätze essen kann. Eine günstige Alternative zum Restaurant.

Bei meiner Reise hatte ich übrigens den Dumont Direkt Reiseführer für Paris (*Affiliate-Link) dabei, den ich sehr empfehlen kann.

Weiterlesen zu Paris:
Vegan in Paris – Mein Restaurantguide
5 Tipps für einen Städtetrip nach Paris
– Michelle von Go where your heart tells you to go hat über Pixelart in Paris geschrieben
– Kathi von Kulturtänzer war auf einem Spaziergang durch Paris
– und Gudrun von Reisebloggerin.at auf einem Spaziergang durch Montmatre
– Bei indigoblau gibts Geheimtipps für Paris

Habt ihr noch weitere tolle Low Budget Tipps für Paris oder andere Geheimtipps? Schreibt gern einen Kommentar.

Rezept: französische Zwiebelsuppe (vegan)

Heute gibt es ein Rezept, dass ich schon lange mal ausprobieren wollte: vegane französische Zwiebelsuppe. Zwiebelsuppe ist einer der Klassiker, die mir sofort in den Sinn kommen, wenn ich an die typisch französische Küche denke. In sehr vielen Bistros und Restaurants in Frankreich steht sie als Vorspeise auf der Karte. Außerdem ist es ein Rezept, dass sich relativ einfach vegan umwandeln lässt.

französische Zwiebelsuppe vegan

Zutaten für 6 – 8 Portionen französische Zwiebelsuppe:
2 große Gemüsezwiebeln (ca. 400g)
75g Margarine
1l Gemüsebrühe
und pro Portion:
1-2 Scheiben Toast oder Baguette
veganen Käse zu bestreuen

1. Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Die Margarine in einem großen Topf zerlassen und die Zwiebeln darin andünsten. Dann die Gemüsebrühe dazugeben und die Suppe ca. 20min köcheln lassen.
2. Die fertige Zwiebelsuppe auf Ofenfeste Schalen verteilen. Das Brot toasten, in Würfel schneiden und über die Suppe streuen. Zuletzt noch veganen Käse darüber streuen.
3. Die Schalen mit der Zwiebelsuppe kommen jetzt für ca. 5-10 Minuten bei 180°C zum überbacken in den Ofen. Wenn der Käse geschmolzen ist kann die Suppe serviert werden.

französische Zwiebelsuppe vegan

Das mit Käse überbackenen Brot als Topping ist typisch für die französische Zwiebelsuppe. Normalerweise werden ganze Baguettescheiben verwendet, nimmt man Brotwürfel lässt sich die Suppe aber besser löffeln. Wer möchte kann natürlich auch das Baguette selbst backen.
Durch das mit Käse überbackene Brot fand ich die Zwiebelsuppe auch sehr lecker, obwohl ich Zwiebeln eigentlich nicht so gern esse. Gut vorstellen kann ich mir die Suppe auch als Vorspeise bei einem französischen Dinner, vielleicht mit veganer Gemüsequiche als Hauptspeise und Mousse au Chocolat oder französischer Apfeltarte als Dessert.

französische Zwiebelsuppe vegan

Wer französische Zwiebelsuppe im Frankreichurlaub probieren möchte sollte nach einem veganen Restaurant suchen. In Paris steht sie zum Beispiel in der Potager du Marais auf der Karte. Mehr dazu in meinem vegan in Paris Guide. Auch Vegetarier sollten aufpassen, denn in der Regel wird die französische Zwiebelsuppe mit Fleischbrühe und nicht mit Gemüsebrühe gekocht.

Mosaiksteine Jahresrückblick 2018

Ein weiteres Jahr geht zu Ende und auch wenn es auf Mosaiksteine in den letzten Monaten sehr ruhig war, gibt es jetzt den obligatorischen Jahresrückblick.

Das letzte Jahr stand bei mir reisetechnisch ganz im Zeichen von kurzen Städtetrips. Insgesamt war ich achtmal auf Wochenend- oder Tagestrips unterwegs, allerdings maximal vier Tage am Stück. Mit Italien und der Slowakei habe ich zwei neue Länder besucht und in Wien und Paris war ich dieses Jahr jeweils zwei Mal. Bei den Rezepten habe ich diesmal sehr viele Kuchen, Torten und anderes süßes Gebäck ausprobiert, aber auch ein paar gesündere Rezepte waren dabei. Insgesamt war es auf Mosaiksteine besonders in den letzten paar Monaten ruhiger als sonst. Insgesamt gab es 20 neue Artikel in diesem Jahr, davon 13 Rezepte und 7 Reiseartikel. Die Blogpause in den letzten Monaten, habe ich eingelegt, weil ich einen neuen Job angefangen habe. Unter der Woche bleibt damit kaum Zeit für den Blog, aber ich habe mir fest vorgenommen im nächsten Jahr wieder häufiger etwas zu schreiben. Schließlich warten noch so einige Reiseberichte von diesem Jahr darauf veröffentlicht zu werden.

Ein Tag in Brüssel, Mont des Arts

Januar

Das Jahr begann auf Mosaiksteine mit einem Round up zu veganen Reisezielen. Ich habe ein paar andere Blogger nach ihren Tipps gefragt und tolle Rückmeldungen bekommen. Ende des Monats war ich für einen Tag in Brüssel. Außerdem gab’s Rezepte für einen leckeren Wintersalat und Gemüsechili.

vegane Kokos Brownies

Februar

Im Februar gab’s ein Rezept für Kokos Brownies und ich habe euch den 3. Band der The Travel Episodes Reihe vorgestellt.

Wien Kurztrip, Schloss Belvedere

März

Ende März ging es für mich das erste Mal in diesem Jahr für einen Kurztrip nach Wien. Diesmal für ein Wochenende mit der Reiseblogger WG. Es gab vegane Oreo Torte und zu Ostern habe ich Aprikosen Quark Streusel gebacken.

Kurztrip Venedig

April

Im April war ich über meinen Geburtstag für ein Wochenende in Venedig. Es war mein erster Besuch in Italien und obwohl die Zeit natürlich viel zu schnell vorbeiging hat es mir sehr gut gefallen. In Italien gibt es auf jeden Fall noch sehr viele Orte, die ich gern mal besuchen möchte. Ende April war ich auch noch für einen Tag in der Eifel und habe eine Wanderung im Perlbachtal unternommen, wo zu dieser Jahreszeit wilde Narzissen blühen.

vegane Schokobiscotti

Mai

Zurück aus Italien gab es ganz schnell meinen Vegan in Venedig Guide. Außerdem habe ich direkt ein Rezept für Schokobiscotti ausprobiert. Bis zur nächsten Reise dauerte es auch nicht mehr lang, denn schon über Pfingsten ging es wieder los: diesmal nach Paris. Mit vier Tagen war das mein längster Trip dieses Jahr. Der Bericht wird dann im nächsten Jahr folgen.

vegane Bruschetta

Juni

Im Juni gab es gleich das nächste Rezept aus Italien: vegane Bruschetta. Die waren auch eins meiner Lieblingsgerichte diesen Sommer. Außerdem gab es zwei Muffinrezepte: eins für Erdbeer Bananen Muffins und eins für Haselnussmuffins mit Nougatkern.

Zucchinispaghetti mit Cashew-Carbonara

Juli

Im Juli gab es mal wieder ein gesundes Rezept für Zucchinispaghetti mit Cashew-Carbonara. Unter Anderem lag das daran, dass ich zu dieser Zeit endlich wieder mit regelmäßigem Sport angefangen habe. Ende des Monats habe ich mir natürlich auch die Mondfinsternis angesehen.

vegane Restaurants in Paris

August

Zu meinem Paris Trip gab es immerhin schon meinen Vegan in Paris Guide, der im August online ging. Außerdem gab es ein Rezept für Kokos-Kirsch Kuchen und für kalte Gurkensuppe, die bei dem heißen Wetter super war. Im August habe ich auch viele dieser heißen Tage im Freibad verbracht.

Wien Kurztrip,Stephansdom, Aussicht Südturm

September

Am ersten Septemberwochenende war ich dann zum zweiten Mal in diesem Jahr in Wien. Diesmal habe ich von dort aus auch einen Tagesausflug nach Bratislava unternommen. Der Bericht dazu steht noch aus, aber immerhin habe ich meinen Vegan in Wien Guide schon um neue Tipps ergänzt. Ende des Monats habe ich auch noch einen Ausflug zum Kaltwassergeysir in Andernach unternommen.

vegane Schoko Nuss Torte

Oktober

Der letzte Post aus diesem Jahr (abgesehen vom Jahresrückblick) war das Rezept für Schoko Nuss Torte. Diese Torte habe ich im Sommer zu einem Geburtstag gebacken und sie kam bei allen, die sie probiert haben sehr gut an. Da ich im November einen neuen Job angefangen habe, habe ich im Oktober noch die warmen Tage ausgenutzt und sehr viel Zeit draußen verbracht.

November

Im November war ich dann natürlich vollauf beschäftigt, mich in den neuen Job einzugewöhnen. Zur veganfach nach Köln habe ich es aber doch noch geschafft und Ende des Monats habe ich mit dem Plätzchen backen für Weihnachten angefangen.

Paris im Advent, der Weihnachtsbaum in der Galleries Lafayette

Dezember

Anfang Dezember war ich dann nochmal für einen Tagestrip in Paris um mir Paris im Advent anzusehen. So ein kurzer Trip im Advent ist in den letzten Jahren ein bisschen zur Tradition geworden. Für mich ist das immer eine schöne Abwechslung zum typischen Vorweihnachtsstress. Weihnachten habe ich dann wie jedes Jahr zu Hause mit der Familie verbracht.

Pläne für 2019

Reisen für nächstes Jahr sind noch nicht fest geplant, wobei ich natürlich wie immer sehr viele Ideen habe. Auf jeden Fall möchte ich nächstes Jahr mal wieder nach Berlin fahren. Außerdem gibt es Überlegungen für Reisen nach London, nach Südfrankreich und in die Bretagne. Nächstes Jahr will ich nicht mehr nur Kurztrips machen, sondern auch mal wieder länger wegfahren. Für den Blog habe ich mir vorgenommen nächstes Jahr wieder öfter etwas zu schreiben. Einen Artikel pro Woche werde ich bestimmt nicht immer schaffen, aber eine so lange Pause wie jetzt soll es nicht mehr geben. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ihr im nächsten Jahr wieder vorbeischaut und meine Rezepte und Reiseberichte lest. Ich wünsche euch einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr 2019!