Posted on März 15, 2026
Ein Wochenende in Bonn: 2-3 Tage in der Beethovenstadt
Wer wollte nicht schonmal Tourist spielen in der eigenen Stadt?! Genau das habe ich gemacht und Bonn wie eine Touristin erkundet. Dabei habe ich für dich den perfekten Plan für ein Wochenende in der Beethovenstadt zusammengestellt. Mit den schönsten Sehenswürdigkeiten, spannenden Museen und gemütlichen Cafés, inklusive Tipps einer Einheimischen.

Freitag: Innenstadtrundgang und Beethoven-Haus
Für den ersten Tag habe ich einen kleinen Rundgang zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt geplant. Den kannst du gut noch am Nachmittag nach deiner Anreise unternehmen. Ich starte im Zentrum auf dem Marktplatz, direkt vor dem alten Rathaus. Das Gebäude im Rokoko-Stil ist ein Wahrzeichen von Bonn und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Gegenüber findest du den Bonner Wochenmarkt, auf dem neben den Ständen für Lebensmittel und Blumen auch immer einige Food-Trucks stehen. Perfekt für einen kleinen Snack nach der Anreise.

Weiter geht es zum Münsterplatz. Hier befindet sich ein Denkmal für Bonns wohl berühmtesten Einwohner: Ludwig van Beethoven. Die Statue mit dem alten Postamt im Hintergrund ist ein beliebtes Fotomotiv. Es lohnt sich außerdem ein Besuch des Bonner Münsters. Diese etwa 1.000 Jahre alte Kirche kannst du kostenlos besichtigen. Besonders der schön angelegte Kreuzgang hat mir gefallen. Hier findest du auch etwas Ruhe abseits der Innenstadt.

Auf dem Weg zur Universität kannst du einen Stopp im Haribo-Shop einlegen. Die Süßigkeiten sind ein beliebtes Souvenir, vor allem für internationale Tourist:innen, schließlich wurden die berühmten Gummibären in Bonn erfunden. Wusstest du, dass der Name Haribo für „Hans Riegel Bonn“ steht? Hans Riegel ist der Gründer des Unternehmens. Im Shop sind vegane und vegetarische Produkte übrigens gut gekennzeichnet. Meine Runde führt mich nun quer über den Hofgarten (das ist der Treffpunkt für Bonner Schüler:innen und Studierende im Sommer) und vorbei am Hauptgebäude der Bonner Universität. Die ist hier im ehemaligen Kurfürstlichen Schloss untergebracht. Wenn du Glück hast, siehst du die Fassade auch mal ohne Gerüst davor. Besonders schön ist das Koblenzer Tor, das inzwischen eine der Hauptverkehrsstraßen überspannt.

Von dort ist es jetzt nicht mehr weit bis zum Rheinufer. Gehe hier unbedingt bis zum Aussichtspunkt am Alten Zoll. Von hier aus hast du einen tollen Ausblick auf den Rhein bis zum Siebengebirge. Daneben strecken sich die wenigen Hochhäuser von Bonn in den Himmel: der Posttower, der lange Eugen und das World Conference Center. Über eine Treppe geht es dann neben dem Aussichtspunkt hinunter zur Promenade. Die ist schön geschmückt mit Blumenbeeten und eignet sich perfekt für einen kleinen Spaziergang. Wenn du möchtest, kannst du das kurze Stück Rheinabwärts bis zur Beethovenhalle laufen. Ich biege schon an der Bonner Oper wieder ab Richtung Innenstadt.

Zum Schluss meiner kleinen Runde bummle ich noch ein bisschen durch die Friedrichstraße. Hier findest du ein paar nette Cafés wie das Eislabor oder kleine Läden wie vom Bonner Streetwear Label Rednib oder den Fair-Fashion-Store „kiss the inuit“. Um die Ecke in der Bonngasse liegt auch das Beethoven-Haus, wo der berühmte Komponist und Musiker geboren wurde. Heute befindet sich dort eine Ausstellung mit seinen Manuskripten und einigen seiner Musikinstrumente. Mein Tipp: ab 17Uhr zahlst du nur den ermäßigten Eintritt von 10€ (Stand 2026), Student:innen der Uni Bonn haben sogar komplett freien Eintritt.
Jetzt fehlt nur noch eine Location für ein schönes Abendessen. Alle meine Restaurant-Tipps findest du in meinem „Vegan in Bonn“-Guide. Im Zentrum gibt es da z.B. das vegetarische Buffet-Restaurant Cassius Garten, das Gasthaus Elefant mit traditionelleren Gerichten, oder das Mandala vegan mit asiatischen Tapas oder Sushi.
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Entdecke alle meine Tipps für Köln, Bonn und Umgebung jetzt als praktische digitale Karte. Dort habe ich alle meine Tipps von zahlreichen Ausflügen, Wanderungen und Restaurantbesuchen für dich gesammelt. Egal ob Sehenswürdigkeiten, Fotospots, Wanderrouten oder die besten veganen Foodspots.

Die Karte enthält:
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On Top wird die Karte von mir regelmäßig mit neuen Tipps erweitert. Alle Updates sind für dich kostenlos enthalten.
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Samstag: Museumsmeile, Rheinaue und Bonner Altstadt
Den zweiten Tag starten wir mit einem gemütlichen Frühstück, z.B. im Café Sahneweiß. Dann geht es zur Bonner Museumsmeile. Hier hast du die Wahl zwischen einigen der bekanntesten Bonner Museen, wie der Bundeskunsthalle, dem Kunstmuseum Bonn oder dem Haus der Geschichte. Letzteres wurde erst vor kurzem neu gestaltet und bietet sogar kostenlosen Eintritt. Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg.

Dann geht es weiter in die Bonner Rheinaue. Auf dem Gelände, dass zur Bundesgartenschau 1979 entstand, ist heute noch ein schöner Park und damit ein wichtiges Naherholungsgebiet der Stadt. Du kannst hier einfach nur spazieren gehen, oder mit einem Tretboot über den kleinen See fahren. Besonders schön sind die Blumenanlagen und der kleine Japanische Garten. Oft finden im Park auch Veranstaltungen statt, wie das Ballonfestival, Rhein in Flammen oder der Rheinauenflohmarkt. Auf letzterem stöbere ich gern nach tollen Second-Hand Schnäppchen.
Am Nachmittag geht es dann in mein liebstes Viertel in Bonn: die Altstadt. Erst ist Zeit für eine kleine Pause bei Kaffee und Kuchen im Black Veg, dann bummle ich ein bisschen durch die Straßen. Wer die Augen offen hält, kann nicht nur die schönen Fassaden von alten Häusern, sondern auch die ein oder andere Streetart entdecken. Außerdem findest du hier auch noch ein paar schöne, kleine Läden wie den Buchladen „Le Sabot“ oder den Concept Store „Love your Local“. Falls du im Frühling in Bonn bist, darfst du hier die berühmte Kirschblüte nicht verpassen. Dann werden die Breite Straße und die Heerstraße mit einem Dach aus Rosa Blüten überspannt.

Fürs Abendessen kann ich entweder das Mr.&Mrs. Hummus, direkt am Rande der Altstadt empfehlen (besser reservieren). Dort gibt es leckeren Hummus und andere vegane Mezze. Oder du fährst in die Südstadt ins Café Von&zu, dort stehen (vegane) Pizzen und internationale Gerichte auf der Karte.
Sonntag: gemütlicher Brunch und Botanischer Garten
Zum Abschluss deines Bonn Wochenendes kannst du nochmal ausgiebig brunchen gehen. Am besten geht das im veganen Restaurant Esskalation. Reserviere dir hier unbedingt einen Tisch, dann kannst du auf der Karte zwischen leckeren süßen und herzhaften Frühstücksgerichten wählen.
Unser letzter Programmpunkt für danach liegt praktischerweise direkt um die Ecke: der Botanische Garten. Der ist rund um das Poppelsdorfer Schloss angelegt und besonders im Frühsommer sehenswert, wenn viele der Pflanzen im Außengelände blühen. Auch gibt es hier ein paar Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen, Seerosen mit riesigen Blättern und zahlreichen Kakteen. Die sind das ganze Jahr über und auch bei schlechtem Wetter ein tolles Ziel. Hinweis: in der Wintersaison ist der Garten nur unter der Woche geöffnet. Der Eintritt in den Botanischen Garten ist außerdem kostenfrei.

Falls du jetzt noch Zeit und Lust hast, wie wäre es mit einem Ausflug nach Königswinter und einer Wanderung auf den Drachenfels? Oder du besuchst ein weiteres Museum? Noch mehr Tipps zu Bonn und zur Region findest du in meinem Artikel zu Ausflugszielen in Bonn und Umgebung, oder den schönsten Wanderungen in Bonn und Umgebung.
Häufige Fragen zu Bonn:
Wie komme ich am Besten nach Bonn?
Bonn erreichst du deutschlandweit bequem mit der Bahn. Wenn möglich suche eine ICE Verbindung bis nach Bonn Hbf, dann bist du direkt im Zentrum. Andere Schnellzüge bringen dich bis zum Haltepunkt Siegburg/Bonn auf der anderen Rheinseite. Von dort fährst du noch ca. 30 Minuten mit der Linie 66 bis in die Innenstadt. Alternativ kannst du auch eine Verbindung nach Köln buchen und von dort mit dem RE weiterfahren. Mit Köln/Bonn gibt es auch einen nahen Flughafen, der zum Zentrum hin mit einem Flughafenbus angebunden ist.
Wo übernachte ich am Besten in Bonn?
Wenn du die Stadt erkunden möchtest, empfiehlt sich ein Hotel im Zentrum. Dort gibt es auch Häuser größerer Ketten wie InterCity* oder Motel One*. Suchst du nach einer ausgefallenen Unterkunft schau dir mal das BaseCamp Hostel* an. Hier übernachtest du in individuell gestalteten Wohnwagen, oder in alten Bahnwaggons in einer großen Halle. Wenn du gerne naturnah übernachtest ist das V-Hotel* passender für dich. Es liegt auf dem Venusberg, direkt am Rande des Bonner Kottenforst. Dort kannst du sogar ein Baumhaus mieten. Luxeriöser wird es dagegen im Kameha Grand*. Das liegt am Rheinufer in Bonn-Oberkassel und ein Highlight ist der Swimmingpool auf dem Dach mit Ausblick. Hinweis: alle Links mit Sternchen* sind Affiliate-Links.
Wie viele Tage sollte ich für meinen Besuch in Bonn einplanen?
Ein Wochenende ist ideal um Bonn zu erkunden. Falls du weniger Zeit hast, kannst du aber auch ein einem Tag schon viel sehen. Außerdem lässt sich ein Trip nach Bonn gut mit einem Besuch in Köln verbinden. Die beiden Städte liegen nur eine etwa 30-minütge Bahnfahrt außeinander. Alle meine Tipps für die Region findest du in meiner veganen Reisekarte für Köln, Bonn und Umgebung.
Weiterlesen zu Bonn und zur Region:
Vegan in Bonn: Restaurant-Tipps
Wandern im Siebengebirge
Beethoven Wanderweg
Posted on März 11, 2026
7 vegane Rezepte mit Bärlauch
Im Frühling fängt die Jahreszeit mit einigen meiner liebsten saisonalen Zutaten an. Den Anfang macht Bärlauch. Die grünen Blätter sind herrlich aromatisch und erinnern mit ihrer Schärfe leicht an Knoblauch. Seit ich Bärlauch für mich entdeckt habe, sind schon zahlreiche vegane Rezepte damit entstanden und diese habe ich jetzt hier für euch gesammelt.

Bärlauch Petersilien Pesto
Der Klassiker: Bärlauch Pesto. Ich mische es gerne mit Petersilie, du kannst aber auch nur Bärlauch verwenden, dann wird das Pesto etwas schärfer. Damit kannst du frischen Bärlauch auch wunderbar über die Saison hinaus haltbar machen. Bei mir gibt es das Pesto dann in verschiedenen Soßen, oder auch mal pur zu Spaghetti.

Zum Rezept für Bärlauch Petersilien Pesto
Bärlauch Quiche
Meine vegane Bärlauch Quiche ist nicht nur optisch ein Hingucker. Die würzige Bärlauchcreme, die ich mit Seidentofu mache, harmoniert wunderbar mit den Kartoffeln und dem Gemüse in der Quiche. Letzteres wird oben dekorativ angeordnet und dann mitgebacken.

Zum Rezept für vegane Bärlauch Quiche
Bärlauch-Spinat-Suppe
In diesem Rezept habe ich den Bärlauch für eine leckere, frühlingshafte Suppe verwendet. Der Spinat sorgt nicht nur für einen höheren Gemüseanteil, er verleiht der Suppe auch eine kräftigere grüne Farbe.

Zum Rezept für vegane Bärlauch-Spinat-Suppe
Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme
Das Bärlauchpesto kannst du prima für weitere Rezepte verwenden. So auch für diese Blätterteig-Spargel-Taschen. Hier habe ich die vegane Creme fraiche mit etwas Pesto aufgepeppt, was wunderbar zum Spargel passt. Die perfekte Vorspeise im Frühling.

Zum Rezept für Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme
Kräuterfaltenbrot mit Bärlauch
Außer zu Pesto kann man Bärlauch auch wunderbar zu Kräuterbutter verarbeiten, um ihn länger haltbar zu machen. Diese benötigst du als Füllung für mein veganes Kräuterfaltenbrot. Das schmeckt am besten noch frisch aus dem Ofen.

Zum Rezept für veganes Kräuterfaltenbrot mit Bärlauch
Panierter Ofenspargel mit Bärlauchmayo
Die Kombination von Bärlauch und Spargel ist einfach lecker. Bei diesem Rezept kommt der Spargel mit einer knusprigen Panade aus dem Ofen daher und wird dann in eine würzige Bärlauchmayo gedippt. So esse ich Spargel ab jetzt am liebsten.

Zum Rezept für panierten Ofenspargel mit Bärlauchmayo
Bärlauchrisotto
Für diesen Klassiker kannst du entweder frischen Bärlauch klein hacken, oder später im Jahr Bärlauchpesto als Ersatz verwenden. So oder so bekommt das Risotto damit eine leckere, würzige Note. Als Topping gibt es bei mir dazu marinierte Pilze aus dem Ofen. Dort gebacken entfalten sie ein anderes Aroma, als wenn man sie mit im Risotto garen würde.

Zum Rezept für veganes Bärlauchrisotto
Posted on März 9, 2026
15 Jahre vegan – meine Geschichte
Heute ist ein besonderer Tag, denn heute vor 15 Jahren begann mein Weg als Veganerin. Darum möchte ich heute in diesem Jubiläumspost mal von meiner Geschichte erzählen: wie bin ich zur Veganerin geworden? Warum? Und was hat sich alles seitdem geändert?

Nach fast 15 veganen Jahren unterwegs in Neuseeland.
15 Jahre Veganiversary
Tatsächlich wusste ich lange gar nicht an welchem Tag ich genau angefangen habe vegan zu leben und bisher habe ich den Tag auch nicht gefeiert. Bei diesem Meilenstein von 15 Jahren (fast die Hälfte meines Lebens), wollte ich es dann aber doch wissen. Angefangen habe ich damals mit der Fastenzeit nach Karneval und die begann 2011 am 9. März.

Eine meiner ersten veganen Backversuche: mit veganen Schokolinsen und selbstgebackenen Keksen habe ich ein Pacman-Spiel nachgebaut.
Mein Weg zur veganen Ernährung
Schon etwa drei Jahre bevor ich vegan wurde, habe ich mich vegetarisch ernährt. Obwohl ich eigentlich schon immer wenig Fleisch gegessen habe, weil ich es nicht mochte, dachte ich lange ich könnte niemals Vegetarierin werden. Auch für Tierschutz habe ich mich teilweise schon als Kind eingesetzt und damals z.B. Protestmails gegen die Robbenjagd verschickt. Damals war mir der Unterschied, den ich zwischen meinen Lieblingestieren und den sogenannten Nutztieren machte, nicht bewusst.
Das änderte sich nachdem ich den Film „Fast Food Nation“ gesehen hatte. Darin geht es um Massentierhaltung in den USA für Fast-Food-Ketten und neben der Ausbeutung der Tiere werden auch die schlechten Arbeitsbedingungen für meist eingewanderte Arbeiter thematisiert. Ins Kino geführt hatte mich eigentlich meine Lieblingskünstlerin, Avril Lavigne, die dort eine kleine Rolle übernahm, aber die Themen beschäftigten mich Nachhaltig.
*Triggerwarnung: Beschreibung von Fleisch*
Kurz darauf sollte ich Zuhause ein einfaches Chili con Carne kochen. Das dafür aufgetaute Hackfleisch hatte meine Mutter mir schon bereit gestellt. In der Schale hatten sich mit dem Abtauwasser aber auch eine rote Flüssigkeit mit abgesetzt: Blut. Als ich das sah, überkam mich so ein Ekel und vermutlich verknüpfte sich hier endgültig der Zusammenhang zwischen den Tieren und dem Essen auf dem Teller. Der Beginn meiner Vegetarischen Ernährung.
*Triggerwarnung Ende*

2010 bei meiner ersten Fernreise nach Kanada, damals war ich noch Vegetarierin.
Als Vegetarierin ging ich vielen meiner Freunde ständig damit auf die Nerven. Wie man das eben so macht als Jugendliche, die sich neue Werte aneignet (ich war damals 15 Jahre alt). Über meinen Freundeskreis lernte ich aber auch ein paar Veganerinnen kennen. Für mich war das Konzept Veganismus damals vollkommen neu, aber ich fand es sehr konsequent. Schließlich wollte ich so viel Tierleid wie irgendwie möglich vermeiden.
So setzte ich mir zum Ziel langfristig vegan zu werden. Da ich aber damals noch Zuhause lebte und schon froh war immer eine vegetarische „Extrawurst“ zu bekommen, war ich auf das Einverständnis meiner Eltern angewiesen. Also überlegte ich mir, wie ich das bekommen könnte. Der erste Schritt war der Verzicht auf Milchprodukte. Bei einem Allergietest wurde bei mir eine Reaktion auf Milcheiweiß abgelesen, und obwohl ich beim Verzehr von entsprechenden Produkten damals nichts merkte, war es für mich eine willkommene Gelegenheit um auf Sojamilch & Co. umzusteigen. Dann bereitete ich mein Umfeld darauf vor, dass ich vegan Fasten wollte. Das Fasten war für mich allerdings nur ein Vorwand. Ich war zwar damals auf einer katholischen Schule, aber ich bin nicht religiös und habe weder vorher noch nachher jemals gefastet. Außerdem hatte nicht vor am Ende der Fastenzeit wieder zur vegetarischen Ernährungsweise zurückzukehren. Ich erhoffte mir davon aber mehr Verständnis in meinem Umfeld, da das Konzept Fasten bekannter war. Das funktionierte und somit begann am 9. März 2011 meine Zeit als Veganerin und auch nach Ostern blieb ich dabei. In meiner Familie war das dann übrigens nie ein Problem, es wurde einfach getrennt gekocht und wahrscheinlich hätte ich gar keinen Vorwand für die Umstellung gebraucht.

Vegane Torte zum 95. Geburtstag meiner Großtante. Als Veganerin habe ich schnell angefangen zu solchen Gelegenheiten etwas selbstgebackenes mitzubringen. Das kam meist gut an und so hatte ich auch etwas leckeres.
Vegan 2011 vs. Vegan 2026
Wenn ich zurückblicke ist die Entwicklung enorm. 2011 gab es Schätzungen zufolge etwa 60.000 Veganer:innen in Deutschland, heute sind es mehr als 1,6 Millionen. Das freut mich unheimlich und natürlich hoffe ich auch, dass ich mit meinem Blog einen kleinen Teil dazu beitragen kann Veganismus und vor allem veganes Reisen für einige zugänglicher und einfacher zu machen.
Gerade das Angebot an veganen Ersatzprodukten hat sich enorm entwickelt. In meiner Anfangszeit als Veganerin gab es ein paar grundlegende Sachen wie Aufstriche, Tofu, Pflanzendrink und Fleischersatz beim Discounter. Mehr Auswahl gab es aber nur im Bioladen oder Reformhaus und für veganen Käse musste ich bis nach Köln fahren. Heute bekomme ich eigentlich in jedem Supermarkt vegane Produkte und kann zwischen verschiedenen Marken wählen. Da heute auch immer mehr Flexitarier zu den veganen Alternativen greifen, ist der Markt auch wirtschaftlich lukrativ.

Veganes Standardessen 2013: Rührtofu mit Gemüse und Toast mit Aufstrich
Zusammen mit dem Angebot ist auch die Bekanntheit und die Akzeptanz von Veganismus gestiegen. Was früher noch als sehr ungewöhnlich galt ist bei vielen inzwischen zur Normalität geworden. Gerade in Großstädten ist es inzwischen eher die Regel, dass ich Pflanzenmilch im Café bekomme und die Zeiten in denen ich als vegane Option im Restaurant auf Pommes und Salat zurückgreifen musste, sind zum Glück auch vorbei. Klar stehen einige Menschen dem Veganismus immer noch sehr ablehnend gegenüber, ich lasse mir davon aber nicht meine Stimmung verderben und lasse mich möglichst gar nicht erst auf Diskussionen ein. Die führen meiner Erfahrung nach sowieso meistens zu nichts.

Bei einer meiner ersten Reisen als Veganerin am Strand in Portugal. Damals gab es genau ein veganes Restaurant in Portimao und wir waren jeden Tag dort essen.
Im WorldWideWeb und auf Social Media gibt es zahllose Informations- und Inspirationsquellen rund um Veganismus, Rezepte und Reisen, sowohl auf deutsch als auch international. Jedes Jahr starten mehr Menschen vegan in den Januar und probieren sich aus und gerade in jüngeren Generationen ist Veganismus stärker verbreitet und stärker normalisiert. Ich bin sehr gespannt, wie die weitere Entwicklung aussieht und ob vegan in 15 oder 25 Jahren das neue „Normal“ ist. Natürlich möchte ich weiterhin meinen kleinen Teil dazu beitragen, dass es so kommt, also freut euch auf viele weitere vegane Rezepte und Reisetipps auf Mosaiksteine.
Weiterlesen zum Thema vegan Leben:
Vegane Ernährung – so klappt die Umstellung
Günstig vegan Essen: meine Spartipps für die vegane Küche
Veganen Alltag langfristig meistern: auf diese Punkte solltest du achten
Posted on März 4, 2026
Kambodscha Rundreise: Route für zwei Wochen
Kambodscha ist auch abseits von Angkor Wat eine Reise wert. Welche Stopps du bei deiner Reise in das Land nicht verpassen solltest und die perfekte Route für einen zweiwöchigen Trip, verrate ich dir in diesem Artikel.

Phnom Penh und Killing Fields – 2-3 Nächste
Am besten startest du bei deiner Kambodscha Rundreise in der Hauptstadt Phnom Penh. Einfach, weil es hierhin die besten Flugverbindungen von Deutschland aus gibt. Für die Hauptstadt solltest du mindestens zwei volle Tag einplanen. Am ersten kannst du dir Sehenswürdigkeiten wie den Königspalast und das Nationalmuseum anschauen, am zweiten kannst du dich mehr mit der Geschichte der Roten Khmer beschäftigen.

Mehr zu Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh
Battambang – 2 Nächte
Auf meiner Rundreise sind wir mit dem Zug weiter nach Battambang gereist, das ist ein Erlebnis für sich. Du kannst aber auch den Bus nehmen. In der Provinz wird sehr viel Obst und Gemüse angebaut, das macht die Stadt zum perfekten Ausgangspunkt, um die Khmer-Küche etwas besser kennenzulernen. Wir haben hier eine Fahrradtour gemacht und verschiedene, lokale Produzenten besucht um frische Früchte zu probieren. Außerdem haben wir hier an einem sehr guten Kochkurs teilgenommen (mehr dazu in meinem Vegan in Kambodscha Guide).

Im Zentrum von Battambang findest du tolle Streetart. In den Straßen wurde für den Film „First they killed my father“, der von Angelina Jolie produziert wurde, gedreht.

Siem Reap und Angkor Wat – 3-4 Nächte
Für das Highlight in Kambodscha, die Tempel von Angkor Wat, solltest du dir unbedingt genügend Zeit nehmen. Mindestens zwei volle Tage, wenn du es einrichten kannst drei, weil du damit auch das Ticket voll ausnutzt (es gibt Tickets für 1, 3 oder 7 Tage). Wir hatten zwei volle Tage und haben am ersten den Small Circle und am zweiten den Grand Circle erkundet. Mehr darüber liest du in meinen Tipps für Angkor Wat in 2 Tagen.

Am Anreisetag hatten wir Nachmittags noch etwas Zeit um Siem Reap zu erkunden. Der Ort ist natürlich relativ touristisch, es gibt viele Restaurants und Cafés. Zum Souvenir-Shopping empfehle ich den Old Market und den Night Market. Hier gab es in ganz Kambodscha die beste Auswahl. Es gibt auch noch ein paar kleinere Tempel und ein Museum mit Figuren aus Angkor Wat.

Tonle Sap See – Zwischenstopp
Einen Stopp beim Tonle Sep See haben wir auf der Weiterfahrt nach Sambor Prei Kuk eingelegt. Du kannst ihn auch bei einem Halbtagesausflug von Siem Reap aus besuchen. Der See ist der größte in Südostasien und in der Regenzeit bis zu 10.400km² groß. Das Leben dort wird bestimmt von Regen- und Trockenzeit. Die Häuser schwimmen entweder auf dem Wasser, oder sind auf hohen Stelzen gebaut, die Straßen sind während der Regenzeit überflutet und man kommt nur noch mit dem Boot voran. Haupteinnahmequelle in der Region ist der Fischfang. Tausende kleine Fische werden vor den Häusern auf Holzplatten getrocknet und später zu Fischpaste verarbeitet.

Wir haben am Tonle Sap einen kurzen Spaziergang durch ein Dorf und dann eine Bootstour hinaus auf den See gemacht.
Sambor Prei Kuk Tempel – 1 Nacht
Wenn du von alten Tempeln genauso begeistert bist wie ich, plane unbedingt einen Stopp in Sambor Prei Kuk ein. Die Anlagen dort sind noch älter als Angkor Wat (genauer aus dem 6. und 7. Jahrhundert) und gehören seit 2017 zum UNESCO Weltkulturerbe. Vieles ist noch im dichten Wald vergraben, dafür ist hier nicht so viel Betrieb. Ganz besonders hat mir ein Tempel gefallen, der komplett von den Wurzeln eines Baumes überwuchert war.

Kampot Region – 2 Nächte
Wusstest du, dass das Wahrzeichen von Kampot eine riesige Durian ist?! Die Frucht wird besonders viel in der Region angebaut, genauso wie der berühmte Kampot Pfeffer. Geschmacklich ist letzterer dann doch eher meins und ich fand es spannend, auf einer Pfefferfarm in Kampot mehr über den Anbau und die Ernte zu lernen. Ansonsten ist Kampot eine relativ gemütliche Stadt. In der Nähe gibt es in Kep auch sehr schöne Sandstrände und als Pendant zum Pfeffer Salzwiesen.


Koh Rong – 2-3 Nächte
Zum Abschluss der zwei Wochen in Kambodscha habe wir ein paar Nächte auf Koh Rong verbracht. Die Insel erreichst du nach einer ca 30-minütigen Fahrt mit dem Speedboat von Sihanoukville aus. Wir hatten kleine Bungalows an der Ostseite, am Coconut Beach. Unsere Zeit dort haben wir mit relaxen oder lesen in der Sonne, ab und an einer kleinen Abkühlung im Meer oder Pool und mit einem fruchtigen Smoothie oder einer frischen Kokosnuss in der Hand verbracht.

Phnom Penh – evtl. 1 Nacht
Je nachdem, wann dein Rückflug geht, macht es Sinn nochmal eine Nacht in der Hauptstadt zu übernachten. Wenn du Abends fliegst, kannst du aber auch direkt von Koh Rong aus abreisen.
Weiterlesen zu Kambodscha und Südostasien:
Kambodscha: praktische Tipps zur Reiseplanung
Thailand Rundreise: Route für 2-3 Wochen
Vietnam: Highlights aus 2 Wochen Rundreise
Posted on März 1, 2026
Rezept: vegane Bärlauch-Spinat Suppe
Jedes Jahr zur Bärlauch-Saison probiere ich mindestens ein neues Rezept mit der würzigen Zutat aus. In diesem Jahr ist es eine frühlingshafte grüne Suppe mit Bärlauch, Spinat und Kartoffeln. Einfach zubereitet, aber trotzdem ausgefallen und lecker.

Zutaten für 2 Portionen:
500g Kartoffeln
1 Zwiebel
500ml Gemüsebrühe
125g Babyspinat
50g Bärlauch
Optional als Topping:
vegane Kochcreme
Zubereitung:
1. Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden, die Zwiebel schälen und kleinschneiden, den Bärlauch und Spinat putzen und ggf. in grobe Stücke hacken, die Gemüsebrühe aufkochen. Von dem Bärlauch ein bisschen zur Seite nehmen und feiner hacken für das Topping.
2. Etwas Pflanzenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel darin anschwitzen bis sie glasig ist, die Kartoffelwürfel dazugeben und unter rühren 2-3 Minuten anrösten.
3. Mit der Gemüsebrühe ablöschen, bis die Kartoffeln komplett von Flüssigkeit bedeckt sind. Ca. 20min köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
4. Dann Bärlauch und Spinat dazugeben und unter rühren weiter garen, bis beides in sich zusammengefallen ist. Gut mit grobem Pfeffer würzen und alles mit dem Pürierstab zu einer sämigen Suppe pürieren.
5. Auf die Teller verteilen und nach Belieben mit etwas veganer Sahne, gehacktem Bärlauch oder mehr grobem Pfeffer toppen.

Für meine Bärlauchsuppe habe ich eine einfache Basis aus Kartoffeln und Gemüsebrühe gewählt. Diese wird mit weiteren Gewürzen wie Zwiebeln, Bärlauch und Pfeffer geschmacklich verfeinert. Der Spinat sorgt außerdem für eine Portion Gemüse und eine extra starke grüne Farbe, beim Geschmack kommt er, allerdings mit Absicht, kaum zum tragen.
Alle Basis Zutaten für dieses Gericht sind günstig zu haben, nur Bärlauch ist etwas teurer. Falls du diesen allerdings selbst sammelst hast du hier ein weiteres einfaches Low Budget Rezept. Pflücke allerdings nur soviel, wie du brauchst und wie die Natur vertragen kann und nur dass, was du sicher als Essbar bestimmen kannst. Bei Bärlauch besteht eine Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen. Ich kaufe meinen Bärlauch frisch auf dem Markt und versuche ihn möglichst schnell zu verarbeiten. Da der Bärlauch hier mit püriert wird, ist es allerdings auch nicht schlimm, wenn die Blätter schon etwas welk sind. Du findest Bärlauch zur Saison aber auch in gut sortierten Supermärkten oder im Bioladen.

Bei mir gab es die Suppe als leichtes Hauptgericht mit etwas Brot, du kannst sie allerdings auch prima in kleinen Portionen als Vorspeise servieren. Für ein Frühlingshaftes Menü passt dazu dann z.B. eine Bärlauchquiche als Hauptgang und ein Rhabarbercrumble als Nachtisch. Für weitere Rezeptideen schaue gerne in meine Übersicht veganer Bärlauch Rezepte.
Weitere vegane Rezeptideen für den Frühling:
Rhabarberkompott
Blätterteig-Spargel-Taschen
Bärlauchrisotto
Posted on Februar 26, 2026
Vegan in Kambodscha: das kann die Khmer-Küche
Im Januar 2025 bin ich für knapp zwei Wochen durch Kambodscha gereist. Dabei habe ich wie immer einige Restaurants getestet und erlebt, wie veganfreundlich die Khmer-Küche sein kann. Meine veganen Tipps für Kambodscha, typische Gerichte der Khmer-Küche und eine Auswahl veganer Restaurants findest du in diesem Guide.

Wie veganfreundlich ist die Khmer-Küche?
Die Khmer-Küche in Kambodscha ähnelt von den Gerichten her, der ihrer Nachbarländer Thailand, Laos und Vietnam. Hier wird viel mit frischem Gemüse gekocht, gut gewürzt (wenn auch etwas weniger scharf als z.B. in Thailand) und dazu viel Reis gegessen. Tofu ist als Proteinreiche Beilage oft eine Option. Der kommt dann knusprig gebraten zum Reis, zum Gemüse, oder ins Curry. Gemüse wird meiner Erfahrung nach oft nur sehr kurz gegart und ist sehr knackig, bestelle es also lieber gut durch, wenn du das nicht magst. Als Veganer:in musst du außerdem auf Fisch- und Austernsoße achten.
Typische Gerichte aus der Khmer-Küche und ihre veganen Versionen
Einige Gerichte aus der Khmer-Küche sind zufällig vegan, oder leicht vegan abwandelbar.
Tofu Amok
Das klassische Amok wird mit Fisch zubereitet, der in Kokosmilch und Currypaste in einem Bananenblatt gedämpft wird. Die vegane Version wird mit meist mit Tofu und/oder Gemüse zubereitet. Das habe ich als Tofu Amok auch öfter auf der Speisekarte gesehen. Passe hier trotzdem auf wegen der Würzung und bestelle dein Tofu Amok ohne Fischsoße.

Khmer Curry
Khmer Curry war meiner Erfahrung nach immer etwas weniger scharf als in Thailand, aber genauso lecker. Viel frisches Gemüse, würzige Soße mit Kokosmilch und dazu Reis. Wenn es gab habe ich auch immer Tofu dazu gegessen.

Fried Rice
Zwar ist Fried Rice normalerweise nicht vegan, da er mit Ei serviert wird. Da die Gerichte meist frisch zubereitet werden, kann man das Ei normalerweise abbestellen. Mache dich allerdings darauf gefasst, dass dein Fried Rice sehr wenig Gemüse enthält. Ich habe das Gericht ein paar Mal, mangels Alternativen in Restaurants entlang kleinerer Orte der Route bestellt und da war es meistens enttäuschend. Richtig guten Fried Rice hatte ich allerdings in einem vegetarischen Restaurant in Battambang (siehe unten) und in einem Homestay, wo ich zum Frühstück extra eine Portion mit viel Tofu zubereitet bekam.
Fried Springrolls
Frühlingsrollen gibt es fast überall in Südostasien, somit auch in Kambodscha. Meistens werden sie mit Ei zubereitet, es gibt aber auch Füllungen nur aus Gemüse. In Phnom Penh habe ich welche nur mit Taro gefüllt gegessen.

Mango Salat
Einen sehr leckeren Salat habe ich in Kambodscha ein paar Mal aus Mango gegessen. Die Frucht wird noch unreif in Streifen geschnitten und dann zusammen mit evtl. weiterem Gemüse, einem fruchtigen Limetten-Dressing und gehackten Erdnüssen serviert. Auch hier vorsichtshalber ohne Fischsoße bestellen.

Sticky Rice in Bamboo-Stick
Dieses Gericht wird von Kamdoschaner:innen oft für unterwegs gekauft. Der Sticky Rice wird dabei im Bambus gegart, meistens pur oder mit Bohnen. Zum Essen bricht man den Stab dann auf und zieht die Stücke zur Seite weg. Ein klassisches Streetfood in Kambodscha und super günstig.

Coconut Icecream
Einer meiner liebsten Nachtische in Südostasien war cremiges Kokosnuss-Eis. Das ist oft zufällig vegan, manchmal wird es allerdings mit Kondensmilch zubereitet. Serviert wird es hübsch in der Kokosnussschale, mit etwas Sticky Rice und Erdnüssen als Topping.

Veganfreundliche Orte und Restaurants in Kambodscha
Phnom Penh
In der Hauptstadt Phnom Penh habe ich die meisten Restaurants besucht. Dort gibt es eine gute Auswahl mit einem Mix aus typisch kambodschanischer, indischer und westlicher Küche. Komplett vegane Restaurants habe ich bei meiner Reise nicht gefunden, inzwischen gibt es aber ein paar. Dafür war ich in einem vegetarisch/veganem Lokal mit schickerem Ambiente, dem Element. Ein weitere Highlight war außerdem das Planta mit einem Blumenkohlsteak auf Avocadocreme und das indische Masala Dosa Street Kitchen, mit etwas gewöhnungsbedürftigen KI-generierten Bildern auf der Speisekarte. Alle meine Tipps gibts in meinem vegan in Phnom Penh Guide.

Battambang
Obwohl Provinzhauptstadt ist Battambang eher ruhig, die Cafés mit veganen Optionen überschaubar. Mein Highlight hier waren die vielen lokalen Früchte, Märkte und der vegane Kochkurs.
Monorom Garden
In diesem kleinen vegetarischen Restaurant hatte ich den besten Fried Rice in Kambodscha. Die Location hatte ich auf Happy Cow entdeckt. Die Besitzerin sprach kaum englisch, auf der Karte fanden wir aber trotzdem einige leckere Optionen. Mein Fried Rice wurde mit viel Gemüse und frittiertem, weichen Tofu serviert. Außerdem war er lecker gewürzt mit chinesischem Toon, das mich vom Geschmack an Bärlauch erinnert hat.

Adresse: 454W+9M7, Krong Battambang
Smokin Pots Cooking School
In Battambang haben wir auch einen Kochkurs mitgemacht. Die Smokin Pots Cookings School gehört zu einem Restaurant im Zentrum, die Kochschule liegt allerdings ein ganzes Stück außerhalb der Stadt. Wir wurden mit dem Tuktuk von unserem Hotel abgeholt und waren auf dem Weg zur Kochschule auf dem Markt einkaufen. An dem Tag waren wir nur zu zweit und konnten uns aus einem Menü verschiedene vegane Gerichte aussuchen. Wir haben uns für drei verschiedene entschieden: Tofu Amok, Khmer Curry und Fried Basil. Dabei haben wir alles selbst zubereitet, von der Currypaste bis zur Kokosmilch. Die Gerichte haben wir im Wok über dem Holzofen gegart. Das Amok wurde in zu einer Schale gefalteten Bananenblättern gedämpft. Wir konnten wirklich alles fragen, was uns zur Khmer Küche interessiert hat, ich habe wirklich viel gelernt. Obendrein waren die Gerichte auch super lecker. Dazu gab es Reis und wir bekamen stilles Wasser. Gezahlt haben wir pro Person 15USD für den Kurs, plus Trinkgeld für den Guide.


Adresse: Street 1.5, Krong Battambang
Siem Reap
Als touristisches Zentrum von Kambodscha hat Siem Reap viele schicke Restaurants und Cafés, darunter auch einige mit veganen Optionen. Ich war für drei Nächte dort, natürlich hauptsächlich um Angkor Wat zu erkunden und konnten deswegen nur ein paar testen. Die Auswahl ist aber noch größer.
New Leaf Eatery
Das New Leaf Eatery ist ein kleines Restaurant im Zentrum von Siem Reap. Es wird nach dem Prinzip eines Social Enterprise betrieben und ein Teil der Gewinne wird für soziale Zwecken, z.B. zur Bildung, gespendet. Ich wollte auch wegen der großen veganen Auswahl auf der Karte dorthin. Es gibt sowohl ein paar typische Gerichte aus der Khmer Küche als auch westliches Fast-Food. Die veganen und glutenfreien Optionen waren gut gekennzeichnet. Ich entschied mich für einen klassischen Burger mit extra veganem Käse (den habe ich in Kambodscha sonst nirgendwo gesehen). Der wurde mit knusprigen Backkartoffeln und etwas Salat serviert. Geschmeckt hat es super. Wenn ich länger in Siem Reap geblieben wäre, wäre ich bestimmt nochmal hingegangen.

Adresse: Olive St, Krong Siem Reap 17252
Khmer Kitchen Restaurant
Direkt hinter dem Alten Markt in Siem Reap liegt dieses Restaurant mit Khmer Küche. Auf der Karte stehen auch ein paar vegane Optionen, sagt aber bei der Bestellung dazu, dass ihr keine Fischsoße oder Eier im Essen haben wollt. Wir saßen abends oben im ersten Stock und hatten von dort einen guten Blick auf das Treiben auf dem Markt. Zum Essen bestellte ich mir ein Khmer Curry mit Tofu und Reis als Beilage. Das war sehr lecker, würzig und zudem günstig.

Adresse: Street 2 Thnou the coner of street 9, Old market Siem reap
Amami Gelato
Auf der anderen Seite des Siem Reap River habe ich auf dem Rückweg zum Hotel dann noch diese Eisdiele entdeckt. Hier gibt es einige explizit vegane Sorten. Sowohl Fruchtsorbets, als auch Schoko, Vanille und Kokosnuss-Eis, auf Basis von Soja- oder Kokosmilch und mit Palmzucker gesüßt. Ich habe die Sorten Schoko und Kokos probiert, die waren sehr lecker und cremig.
Adresse: Wat Bo – street, 26, Krong Siem Reap 17254
Kampot
Die Stadt von Pfeffer und Durian. Beides wird viel in der Region angebaut. Auch ein paar veganfreundliche Cafés habe ich gefunden.
DEVA vegan Café
Mit dem DEVA habe ich tatsächlich auch mal ein komplett veganes Café entdeckt. Es liegt am Rande der Altstadt von Kampot. Auf der Karte stehen typische Gerichte der Khmer-Küche. Wer besonders viel probieren möchte wie wir, greift am Besten zum Menü. Das wechselt und beinhaltet mehrere kleine Gerichte. Bei uns waren das z.B. rotes Curry, Paprika-Salat, Wasserspinat, Reis Bananenchips und ein Bananenpudding. Besonders lecker fand ich auch die frischen Smoothies, die es dort gab. Meiner war mit Banane, Erdnuss und Kakao. Im Café sitzt man übrigens entweder auf einer Sitzbank, oder auf einer Schaukel.


Adresse: 6 Street 726, Kampot
Epic Arts Café
Ein weiteres Social Enterprise Café mit schönem Garten. Auf der Karte stehen Gerichte für Frühstück, Lunch, Snacks und Kuchen. Vegane und Glutenfreie Optionen sind gekennzeichnet. Wir waren hier zum Frühstück. Ich hatte einen Cappuccino mit Sojamilch (ein seltener Fund in Kambodscha) und das hausgemachte Müsli mit frischem Obst. Hier hatte ich auf veganen Joghurt gehofft, die vegane Version war dann aber mit Sojamilch, was auch gut geschmeckt hat.

Koh Rong
Auf der kleinen Insel Koh Rong haben wir in einem Bungalow am Diamond Beach übernachtet und auch immer dort gegessen. Explizit vegane Optionen gab es dort zwar nicht, aber es lies sich immer etwas abwandeln.
Amor Resort Koh Rong
In diesem Hotelrestaurant haben wir zweimal Abends gegessen. Auf der Karte stehen ein paar vegetarische Gerichte, die ich auf Nachfrage vegan bekommen konnte. Fragt auf jeden Fall nach, denn in dem Tofu Amok wäre normalerweise Fischsoße gewesen. Außerdem gabs z.B. Kürbissuppe und Salat als vegane Optionen. Hier konnte man mit Karte zahlen, eine Seltenheit auf der Insel.

Rafikis Retreat
Vor Rafikis Retreat konnten wir tagsüber gemütlich in Korbsesseln relaxen, mit Frucht-Smoothies in der Hand und Blick aufs Meer. Da wir Vormittags da waren hatte ich ein Gericht mit Avocado-Dip, das schmeckte ganz ok, war aber leider weniger ansehnlich präsentiert. Wären wir später nochmal hier gewesen, hätte ich eine der Pizzen aus dem Steinofen probiert.

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