Tongariro-Nationalpark – einfache Wanderungen als Alternative zum Alpine Crossing

Bei meiner Routenplanung für Neuseeland war schnell klar: ich muss unbedingt in den Tongariro-Nationalpark. Der lockt mit schroffen Vulkanlandschaften, tollen Wanderungen und „Herr der Ringe“-Drehorten. Was den Tongariro Nationalpark so einzigartig macht und auf welchen Wanderrouten du auch als Wanderanfänger:in tolle Ausblicke erlebst, liest du hier.

ich stehe neben einem Kiwi Straßenschild im Tongariro Nationalpark in Neuseeland

Der Tongariro-Nationalpark

Der Tongariro-Nationalpark liegt ziemlich im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel. Er ist einer der ältesten Nationalparks der Welt (gegründet 1887) und gehört seit 1991 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Im Park befinden sich drei noch aktive Vulkane, der Tongariro, der Ngauruhoe und der Ruapehu. Alle drei sind Teil der Taupo Volcanic Zone, die sich über den Lake Taupo und die Geothermal Areas in Rotorua bis zur Bay of Plenty an der Küste und zur White Island erstreckt.

Felsige Landschaft und Vulkankegel im Tongariro Nationalpark

Verwaltet wird der Tongariro-Nationalpark vom Department of Conservation (DOC), das sich etwa um Wanderwege und Hütten kümmert. Im zentral gelegenen Whakapapa Village findest du ein Visitor Center, mit einer kleinen Ausstellung zum Vulkanismus und zu Flora und Fauna im Park. In den niedriger gelegenen Regionen, vor allem im Süden, wanderst du noch durch erhaltenen Regenwald. Je höher du kletterst, desto karger wird die Vegetation und ist rund um den Ngauruhoe mit der typischen Kegelform dann vulkanisch. Als höchster Gipfel erreicht der Ruapehu eine Höhe von 2.797m.

Der schneebedeckte Gipfel des Mount Ruapehu.

Das berühmte Tongariro Alpine Crossing und wieso ich mich Last-Minute entschied es nicht zu machen

Die wohl berühmteste Wanderung im Nationalpark ist das Tongariro Alpine Crossing. Bei der Tageswanderung läufst du etwa 20km und 1.200hm durch die atemberaubende Vulkanlandschaft. Die Route ist ein One-Way-Track, ihr höchster Punkt ist am Red Crater auf ca. 1870m Höhe.

Auch ich hatte ursprünglich geplant diese Wanderung zu machen, habe im Vorfeld zu Hause dafür trainiert und den Bus-Shuttle zum Start und Ende gebucht. Letztendlich habe ich mich doch kurzfristig dagegen entschieden zu starten. Zu groß waren meine Bedenken wegen der Anstrengung; ich hatte auch eine Woche, nachdem ich in Neuseeland angekommen war, immer noch mit Jetlag und Schlafmangel zu kämpfen und ich fühlte mich für Wetterbedingungen von niedrigen einstelligen Temperaturen in den höheren Lagen nicht gut genug ausgerüstet. Wie bei jeder Wanderung gilt: Better safe than sorry. Für das Tongariro Alpine Crossing gibt es keine kürzere Variante und keine Alternative, die man wählen kann, falls einen unterwegs doch die Energie verlässt. Lieber komme ich dann irgendwann nochmal wieder und dann mit mehr alpiner Wandererfahrung.

Einfachere Wanderrouten im Tongariro-Nationalpark

Aufgrund der Beliebtheit des Alpine Crossings sind andere Wanderwege im Tongariro-Nationalpark weniger bekannt und deutlich weniger frequentiert, aber mindestens genauso schön. Du kannst die Wege auch als Alternative nutzen, falls das Crossing Aufgrund von schlechten Wetterbedingungen gesperrt ist. Tatsächlich fand ich die Kombination aus mehreren einfachen und kürzeren Routen, die ich dann stattdessen gelaufen bin, sogar etwas abwechslungsreicher. Hier war von jeder Menge Wasserfällen über Regenwald bis zu vulkanischem Gebiet praktisch alles dabei, was der Tongariro-Nationalpark zu bieten hat.

Mangawhero Falls Walk

Dieser kurze Walk befindet sich an der Ohakune Mountain Road, die die Stadt mit dem Skigebiet verbindet. Im Sommer findest du entlang der Straße aber kleine Parkbuchten, von denen schöne Wanderwege aus starten. Der zu den Mangawhero Falls ist mit nur 300m sehr kurz, der Wasserfall und das Panorama sind aber umso beeindruckender. Im Hintergrund siehst du den schneebedeckten Gipfel des Mount Ruapehu aufragen. „Herr der Ringe“-Fans könnte der Wasserfall bekannt vorkommen, denn hier wurden Szenen für Gollums Pool in Ithilien gedreht. Wir waren nur für einen kurzen Stopp hier. Wenn du mehr Zeit hast, kannst du aber auch noch eine der anderen Wanderungen machen, z.B. den 4km langen Waitonga Falls Track.

Mangawhero Falls mit Mount Ruapehu im Hintergrund.

Tawhai Falls Walk

Wenn du nur wenig Zeit hast, hast du mit den Tawhai Falls eine gute Alternative an der 48. Der kurze Walk dauert nur etwa 15min. Über einen einfachen Weg und ein paar Treppen geht es hinunter zum Fluss, von wo aus du den Wasserfall sehen kannst. Zwar wird die Location bei Google Maps auch als Gollum’s Pool bezeichnet, aber der eigentliche Drehort sind die Mangawhero Falls.

Zu den Tawhai Falls führt ein kurzer, einfacher Wanderweg.

Whakapapanui Walk

Die meisten Bilder vom Tongariro-Nationalpark zeigen raue Vulkanlandschaften. Das es hier auch alte Regenwälder gibt, hat mich vor Ort sehr überrascht. Am besten erkunden kannst du die auf dem Whakapapanui Walk. Der führt One-Way über etwa 3,5km oberhalb des gleichnamigen Flusses von einer Haltebucht an der 48 bis zum Whakapapa Village. Ich bin nicht den ganzen Weg gelaufen, sondern nach etwa einer dreiviertel Stunde wieder umgekehrt. Das hat aber gereicht, um einen guten Eindruck von den Regenwäldern zu bekommen. Die Route kommt ohne große Steigungen aus, hin und wieder ist der Weg mit Holzplanken ausgelegt, einmal wird eine Art Moor durchquert. Ansonsten dominiert die Farbe Grün: verschiedene Farne, moosbedeckter Boden und über und über mit Flechten behangene Bäume.

Wanderung über Holzbohlenwege im Tongariro Nationalpark.Grüner Regenwald mit Farnen und Moosen im Tongariro Nationalpark.

Taranaki Falls Loop

Falls du nur Zeit für eine kurze Wanderung im Tongariro-Nationalpark hast, empfehle ich die Tour zu den Taranaki Falls. Die Rundwanderung ist etwa 6km lang, du überwindest ca. 120 Höhenmeter und kannst die Strecke gut in 2-3 Stunden schaffen. Parken kannst du gut im Whakapapa Village, unweit des Trailheads.

Ich bin auf dem Lower Falls Track gestartet. Der Weg führt hier zuerst durch halbhohes Buschland, immer mit Weitblick auf den Mount Ngauruhoe. Es geht ein paarmal Treppen hinauf und hinunter durch ein paar bewaldete Bachtäler, bevor du den Wairere Stream erreichst. Die großen Steine am Flussbett habe ich mittags erstmal für ein gemütliches Picknick genutzt. Du folgst dem Fluss immer leicht bergauf über einige wurzelige Passagen und ein paar Treppen, bis du nach etwa einem Kilometer den Wald hinter dir lässt. Hier überquerst du jetzt eine Brücke zu einem ersten schönen Wasserfall. Zu den Taranaki-Fällen geht es dann nochmal weiter über Treppen den Hang hinauf, bis du den weißen Wasserstrahl erkennst, der sich zwischen fast schwarzen Klippen in ein kleines Becken ergießt. Der Wanderweg überquert die Klippen ein kleines Stück oberhalb der Fälle. Von dort hast du nochmal einen weiten Blick ins Tal und auf den Kegel des Mount Ngauruhoe. Als ob man am Rande von Mordor stünde. Zurück geht es dann über den Upper Falls Walk, entlang von mit Gräsern bewachsenen Hügeln und mit Blick auf den schneebedeckten Mount Ruapehu zurück zum Whakapapa Village.

Die Taranaik Falls ergießen sich in einem Strahl über Basaltfelsen.Ich an der Grenze zu Mordor mit Blick auf den Mount Ngauruhoe.

Weiterlesen zu Neuseeland:
Ein perfekter Tag in Auckland
Rotorua: 3 Tage zwischen Geysiren, Maori-Traditionen und Kiwis

Rezept: Quetschkartoffeln mit veganem Frühlingskräuterdip

Lust auf ein einfaches Gericht mit frischen Kräutern, würzigen Kartoffeln und einem cremigen Dip? Dann sind meine Quetschkartoffeln mit veganem Frühlingskräuterdip perfekt für dich. Die sind perfekt für die Alltagsküche, bringen aber trotzdem Abwechslung in den Speiseplan.

Quetschkartoffeln mit veganem Frühlingskräuterdip

Zutaten für 3-4 Portionen:
1kg kleine Kartoffeln (Drillinge)
2EL Olivenöl
1TL Thymian
250g veganer Naturjoghurt
150g vegane Crème fraîche
3-4 Frühlingszwiebeln
6-8 kleine Radieschen
1 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Die Kartoffeln etwa 20min in kochendem Wasser garen, etwas abkühlen lassen. Dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und vorsichtig mit einem Kartoffelstampfer platt drücken, sodass die Schale gleichmäßig aufplatzt.
2. Aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und Kräutern eine Marinade anrühren und die zerdrückten Kartoffeln damit einpinseln. Dann für ca. 20min bei 180°C Umluft im Ofen knusprig backen.
3. Für den Frühlings-Kräuterdip den veganen Joghurt mit der Crème fraîche glattrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Das Gemüse putzen, die Frühlingszwiebeln und den Schnittlauch in feine Ringe schneiden, die Radieschen erst in Scheiben und dann in dünne Streifen schneiden. Alles unter den Dip mischen und am besten 1-2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
5. Die Quetschkartoffeln frisch aus dem Ofen mit reichlich veganem Frühlingskräuterdip servieren.

Quetschkartoffeln mit veganem Frühlingskräuterdip

Kartoffeln bilden bei diesem Gericht die sättigende Basis, werden mit einem kleinen Trick aber geschmacklich aufgewertet. Zu dem Dip kannst du natürlich auch ganz normale Salzkartoffeln, Ofenkartoffeln oder Kartoffelwedges machen. Quetschkartoffeln sind für mich die perfekte Kombination aus den letzteren beiden Varianten: gleichmäßig gegarte Kartoffeln aus dem Ofen mit einer würzigen und leicht knusprigen Marinade. Ein Rezept für Kartoffelwedges mit leckerem Dip findest du übrigens in meinem veganen Kochbuch „Einfach vegane Alltagsküche“.

Für meinen Frühlingskräuterdip hab ich verschiedenes Gemüse kombiniert. Die Frühlingszwiebel ist leicht scharf und kommt besonders zur Geltung, wenn du den Dip länger im Kühlschrank ziehen lässt. Zusammen mit den Radieschen bilden sie eine gute Basis von etwas leichtem Gemüse. Der Schnittlauch bringt dann noch etwas mehr Würze hinein und zudem eine schöne, grüne Farbe. Wenn du möchtest, kannst du aber auch verschiedene andere Kräuter verwenden. Ich habe hier frische Kräuter benutzt, Kräuter aus dem Gefrierfach funktionieren aber genauso. Nur getrocknete Kräuter, wie ich sie für die Kartoffel-Marinade verwende, würde ich für den Dip eher nicht empfehlen.

Quetschkartoffeln mit veganem Frühlingskräuterdip

Die Basis des Dips besteht aus zuckerfreiem Sojajoghurt und veganer Crème fraîche. Du kannst aber auch nur Sojajoghurt oder einen anderen geschmacksneutralen veganen Joghurt verwenden. Für eine etwas festere Konsistenz kannst du den Joghurt über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Dafür legst du einen Kaffeefilter in ein kleines Sieb, stellst es auf eine Schale und gibst den Joghurt in den Kaffeefilter. Über Nacht tropft dann etwas Flüssigkeit in die Schale und der Joghurt wird etwas dickflüssiger und cremiger.

Weitere vegane Rezeptideen:
Zucchini-Kartoffelpuffer mit Kräuterdip
Grüner Spargel mit Salzkartoffeln und Cashew-Hollandaise
Ofengemüsebowl mit Quinoa und Tahini-Joghurt-Dip

Rotorua: 3 Tage zwischen Geysiren, Maori-Traditionen und Kiwis

Auf Neuseelands Nordinsel ist wohl kaum eine Region so stark vom Tourismus geprägt wie Rotorua. Kein Wunder, schließlich kannst du hier zwischen Geysiren, großen Seen und alten Maori-Dörfern einiges erleben. Was Rotorua so besonders macht und was ich während meines Neuseeland-Roadtrips hier erlebt habe, liest du hier.

Der rötliche Kraterrand des Champagne Pool bildetet einen schönen Kontrast zum tiefblauen Wasser.

Rotorua Lakes District

Die Region Rotorua ist geprägt durch vulkanische Aktivität. Sie liegt mitten in der Taupo Volcanic Zone, die sich vom Tongariro Nationalpark und Lake Taupo im Westen bis zur Küste und zum Vulkan White Island im Osten erstreckt. Rund um Rotorua findest du jede Menge Geysire, blubbernde Schlammtöpfe und heiße Quellen und das sogar mitten im Stadtzentrum. Hier und am Ufer des Lake Rotorua steigt dir meist der typische Schwefelgeruch in die Nase. Aber keine Angst, der ist nicht überall so stark.

Außerdem ist die Region schon seit dem 14. Jahrhundert ein Siedlungsgebiet der Maori. Auch heute noch findest du dort alte Maori-Dörfer und kannst mehr über die Traditionen lernen.

Wai-O-Tapu Thermal Wonderland

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist nur eine von vielen Geothermal Areas, die du rund um Rotorua besichtigen kannst, gehört aber definitiv zu den beliebtesten. Das liegt unter anderem am Lady Knox Geysir, dessen Ausbruch du jeden Morgen um 10:15 Uhr bestaunen kannst. Entdeckt wurde er von Arbeitern, die Anfang des 20. Jahrhunderts nahegelegene Wälder abholzten und am Fluss ihre Sachen wuschen. Auch heute noch wird der Ausbruch des Geysirs mit (biologisch abbaubarem) Waschmittel getriggert, woraufhin eine Fontäne von 10-20 m Höhe ausbricht. Wenn du Wai-O-Tapu besichtigst, kannst du mit einem vorab gebuchten Ticket* (Affiliate-Link) morgens direkt als Erstes zum Geysir fahren. Denke hier unbedingt an Sonnenschutz, denn auf den Plätzen kann es ganz schön heiß werden, während du auf die Präsentation wartest.

Lady Know Geysir im Wai-O-Tapu Thermal WonderlandDie Fontäne des Lady Knox Geysir beim Ausbruch.

Vom Haupteingang führen dann drei unterschiedlich lange Routen durch das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, von 1,5 bis 3km Länge. Wenn du Zeit hast, laufe unbedingt alle drei. Ich fand besonders den letzten Abschnitt sehr schön. Auf allen drei Routen geht es vorbei an heißen Quellen, blubbernden Schlammtöpfen und dampfenden Erdspalten. Das Highlight auf Route 1 ist der große Champagne Pool. Der ist über 700 Jahre alt, 62 Meter tief und besticht vor allem durch seine schöne blaue Farbe im Kontrast zum rot-orangen Kraterrand. Von hier zweigt der Weg ab zu Route 2 und 3. Du kommst nachher wieder zum Champagne Pool zurück.

Wasserdampf steig über dem Champagne Pool auf

Während es auf Route 2 noch ein paar schöne Ausblicke gibt, geht es auf Route 3 über Holzstege, zwischen Felsen hindurch und neben heißen Wasserläufen entlang. Es geht auch mal über Treppen bergauf und bergab, durch einen kleinen Wald und bis zum Rand eines Sees. Mit etwas Glück kannst du hier auch lokale Vogelarten wie den Fantail (Neuseeländischer Fächerschwanz) oder den Pied Stilt (Weißgesichtstelzenläufer) sehen. Nimm auch hier unbedingt einen guten Sonnenschutz und ausreichend Trinkwasser mit. Am Visitor Center kannst du deine Flasche am Trinkwasserspender auffüllen.

Landschaft im Wai-O-Tapu Thermal WonderlandPied Stilt Vogel mit Küken

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Whakarewarewa – The living Maori Village

Von einer Freundin, die nach Neuseeland ausgewandert ist, bekam ich den Tipp, mich mit der Maori-Kultur zu beschäftigen, wenn ich auf der Nordinsel bin. Rotorua ist ideal dafür, denn hier gibt es mehrere Maori-Dörfer, die Führungen und verschiedene Experiences, z.B. mit Haka-Vorführungen anbieten. Wir schlossen uns spontan nach dem Besuch vom Wai-O-Tapu einer Führung im Whakarewarewa an. Das Besondere an diesem Ort: er wird tatsächlich noch bewohnt. Mit einer kleinen Gruppe und Maori-Guide ging es durch das Dorf und wir lernten eine Menge über die Geschichte und Traditionen. Wusstest du, dass sich die Maori die heißen Quellen für vieles im Alltag zunutze machen? Egal ob zum Kochen, Heizen oder Baden, die Energiequelle wird überall genutzt. Während der Tour konnten wir hautnah erleben, wie das funktioniert, und sogar nochmal ein paar Geysire beim Ausbruch beobachten. Ein spannender Einblick in eine andere Kultur.

Versammlungshaus im Whakarewarewa Maori Village in RotoruaHeiße Quellen im Maori Village in Rotorua werden unter anderem als Kochstelle genutzt

Geführte Tour durch Whakarewarewa buchen bei getyourguide* (Affiliate-Link)

Wenn du mehr Zeit hast, kannst du auch weitere Maori-Dörfer wie das Te Puia oder das Mitai Maori Village besuchen. Dort gibt es ein größeres touristisches Programm mit Vorstellungen und Essen. Tickets kannst du z.B. über getyourguide* buchen (Affiliate-Link)

National Kiwi Hatchery

Neben der Maori-Kultur wollte ich in Neuseeland unbedingt die heimische Tierwelt kennenlernen, ganz besonders natürlich den Nationalvogel, den Kiwi. Bei meinen Recherchen stieß ich auf die National Kiwi Hatchery in Rotorua. In diesem Aufzuchtzentrum werden Kiwis ausgebrütet und unter geschützten Bedingungen aufgezogen, bis sie groß genug sind, um alleine in der Wildnis zu überleben. Dann werden sie wieder ausgewildert.

National Kiwi Hatchery in Rotorua

Als Besucher:in kannst du eine geführte Tour mitmachen, in der du mehr über die Kiwis, ihre Verbreitung und ihre Feinde lernst. Die Population ist vor allem durch eingeschleppte Arten gefährdet, gegen die Neuseeland in einem groß angelegten Programm bis 2050 vorgehen will. Der Schutz von Kiwis und anderen heimischen Arten hat Vorrang. Diese und andere Vögel sind als Bodenbrüter besonders stark bedroht und könnten ohne den Schutz langfristig nicht überleben.

Der Fokus der Tour liegt zwar mehr auf dem Wissen rund um die Vögel, aber ein paar Kiwis, die nicht wieder ausgewildert werden können, kannst du trotzdem sehen. Diese leben in großen, abgedunkelten Gehegen (Kiwis sind nachtaktiv) und sind an einen anderen Tagesrhythmus gewöhnt, sodass sie während des Vormittags aktiv sind. Wir hatten außerdem Glück und konnten ein frisch geschlüpftes Küken, während des täglichen Wiegens beobachten. Fotografieren ist hier allerdings streng verboten, da das Licht schädlich für die Tiere ist. Der Eintrittspreis für die Tour kommt übrigens direkt der Aufzuchtstation zugute und fließt wieder in den Schutz der Kiwis.

Geführte Tour durch die National Kiwi Hatchery buchen bei getyourguide* (Affiliate-Link).

Schwimmen und Camping am Blue Lake

An heißen Tagen laden einige Badeseen rund um Rotorua zum Schwimmen ein. Für uns lag der Blue Lake praktisch direkt vor der Haustür, denn wir haben auf dem angrenzenden Top 10 Holiday Park übernachtet. Der liegt zwar etwas abseits der Stadt (ca. 15min mit dem Auto ins Zentrum), dafür relativ ruhig und ohne Schwefelgeruch. Außerdem konnten wir uns nach den Ausflügen bei 30°C im kalten Wasser abkühlen.

Blue Lake Badesee in Rotorua

Häufige Fragen zu Rotorua

Wie viel Zeit sollte ich in Rotorua einplanen?

Ich war bei meinem Roadtrip insgesamt drei Nächte in Rotorua. Vorher hatten wir eine längere Fahrstrecke von der Coromandel-Halbinsel, anschließend sind wir weiter in den Tongariro Nationalpark gefahren. Dementsprechend hatten wir zwei volle Tage Zeit, um die Region zu erkunden. Das reicht für ein paar ausgewählte Highlights, du kannst aber locker auch noch mehr Zeit hier verbringen. Als Ferienregion findest du hier viele weitere spannende Aktivitäten wie River-Rafting, Hochseilgarten oder Schlammbad (buchbar z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link)). Allerdings sind fast alle mit höheren Eintrittspreisen verbunden. Falls du von Rotorua aus das Hobbiton-Film-Set besuchen möchtest, solltest du mindestens einen Tag mehr einplanen.

Wo übernachte ich am besten in Rotorua?

Wir standen mit unserem Campervan für drei Nächte auf dem Top 10 Holiday Park am Blue Lake, etwa 15min Fahrt außerhalb des Stadtzentrums. In der Stadt findest du auch noch weitere Campingplätze (teilweise ebenfalls an einem See) und zahlreiche Hotels (buchbar z.B. über booking.com* (Affiliate-Link)). Unterkünfte und Campingplätze sind in der beliebten Ferienregion in der Hochsaison schnell ausgebucht. Wir haben unseren Platz für Anfang Dezember, Mitte August, also etwa vier Monate vorab gebucht. Die Ferienzeiten ab Weihnachten waren da schon komplett ausgebucht.

Riecht es in Rotorua überall nach Schwefel?

Mit der vulkanischen Aktivität in Rotorua geht teilweise auch ein etwas gewöhnungsbedürftiger Geruch einher. Wenn sich der im Boden enthaltene Schwefel mit Wasserstoff vermischt, riecht es schnell wie nach faulen Eiern. Besonders stark ist der Geruch direkt neben heißen Quellen, die es in Rotorua auch im Stadtzentrum gibt. Das haben wir auch bei der Fahrt mit dem Campervan durch die Stadt gemerkt (die Route führte direkt an den heißen Quellen vorbei). Allerdings riecht es nicht in der ganzen Stadt so intensiv. Auf unserem Campingplatz außerhalb hat man gar nichts mehr davon gemerkt. Falls du in einer Unterkunft im Zentrum übernachtest, die Thermalwasser nutzt, kann der Geruch auch unter der heißen Dusche auftreten.

Rezept: vegane Crêpes – Grundrezept

Zu einem perfekten Frankreich-Urlaub gehören für mich Crêpes unbedingt dazu. Und auch wenn es auf Reisen noch schwieriger ist, eine vegane Version zu finden, kann ich sie zu Hause ganz einfach vegan nachbacken. Das Grundrezept für vegane Crêpes, die ihr dann nach Belieben füllen oder dekorieren könnt, habe ich hier für euch aufgeschrieben.

vegane Crêpes mit Schokocreme und frischen Beeren

Zutaten für den Crêpes-Teig:
300g Mehl
½ Päckchen Backpulver
2EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
400ml Sojamilch
50ml Sprudelwasser

Zubereitung:
1. Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben und mit Zucker und Vanillezucker mischen. Dann Sojamilch und Sprudelwasser dazugeben und alles kurz mit dem Rührbesen zu einem glatten Teig mischen. Etwa 20-30 Minuten ruhen lassen.
2. Eine große Pfanne gut erhitzen, etwas Pflanzenfett hineingeben (ich habe Margarine benutzt) und dann eine halbe Suppenkelle Teig darin verteilen. Entweder indem ihr die Pfanne gut schwenkt, oder ihr benutzt einen Teigverteiler. Mit etwas Übung lassen sich so richtig dünne Crêpes machen.
3. Die Crêpes etwa 2-3 Minuten von beiden Seiten ausbacken. Erst wenden, wenn der Teig oben fest geworden ist. Zum Auskühlen auf einen Teller legen.
4. Wenn ihr die Crêpes später noch süß füllen wollt, könnt ihr sie nochmal in der Pfanne erhitzen und z.B. Schokocreme darin schmelzen lassen. Dann die Crêpes zusammenfalten und nach blieben auf einem Teller mit frischem Obst servieren.

vegane Crêpes mit Schokocreme und frischen Beeren

Mein veganer Crêpes-Teig ist schnell gemacht und besteht nur aus wenigen Zutaten. Im Vergleich zu Pfannkuchenteig ist er deutlich flüssiger. So kann man ihn viel besser in der Pfanne verteilen. Schließlich sind Crêpes traditionell hauchdünn. Lange habe ich mich auch selbst davor gescheut, sie zu Hause zu backen, aber letztendlich war das gar nicht so schwer und mit etwas Übung bekommt man die Crêpes bald auch so dünn hin wie in Frankreich.

Ich habe dazu eine große, beschichtete Pfanne verwendet (ca. 26-28cm Durchmesser), aber die Crêpes in etwas kleinerer Größe ausgebacken. Die Pfanne muss zu Beginn gut erhitzt werden, damit die Crêpes gleichmäßig ausbacken. Dann wird ein bisschen Fett, ich habe Sonnenblumenmargarine verwendet, in der Pfanne verteilt und eine Kelle Teig hineingegeben. Wie viel Teig man pro Crêpe braucht, hat man schnell raus. Verwende am Anfang lieber etwas weniger Teig, sodass du genug Platz hast, diesen glatt zu streichen. Das geht am besten mit einem Teigverteiler, ich habe einen aus Holz verwendet. Der wird mittig in der Pfanne platziert, sodass er leicht auf dem Teig aufliegt. Dann wird der Teig damit kreisförmig verstrichen. Nun lasse ich jeden Crêpe 2-3 Minuten ausbacken, drehe ihn einmal mit meinem Crêpewender* (Affiliate-Link) um und backe ihn auch von der anderen Seite noch ein paar Minuten.

ein Stapel vegane Crêpes

Wenn du deinen Crêpes noch füllen willst, erhitze ihn am besten nochmal kurz in der Pfanne. Ich lasse gerne etwas Schokocreme darauf schmelzen und verteile diese mit einem Messer. Dann wird alles mithilfe des Crêpewenders zusammengeklappt. Am liebsten mag ich meine Schoko-Crêpes noch warm und mit frischem Obst. Klassische Varianten in Frankreich sind auch einfache Crêpes nur mit Zimt und Zucker, Fruchtkonfitüre oder Apfelkompott.

Weitere vegane Rezepte aus Frankreich:
Französische Apfeltarte
Vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen
Baguette selbst backen
Johannisbeertartelettes
Vegane Madeleines

Ein perfekter Tag in Auckland

Über 18.000 Kilometer lege ich von Frankfurt aus zurück, bevor mein Neuseeland-Abenteuer in Auckland startet. Was du alles in der Metropole erleben kannst und wie mein perfekter Tag in Auckland aussah, liest du hier.

Die Skyline von Auckland vom Hafen aus gesehen.

Wieso Auckland perfekt ist um deine Neuseeland-Reise zu starten

Wenn du nach Neuseeland reist, wirst du in den meisten Fällen entweder in Auckland oder in Christchurch starten. Meine Wahl fiel schnell auf die Nordinsel. Einerseits war die Flugzeit hier etwas kürzer, andererseits empfand ich so die Dramaturgie für meine Reiseroute durch Neuseeland spannender, da auf der Südinsel einige sehr beeindruckende Landschaften warten. Für mich war Auckland perfekt zum Ankommen und um mich langsam an Temperatur- und vor allem Zeitunterschied zu gewöhnen. Drei Nächte war ich insgesamt dort, bevor mein Roadtrip startete: ein Nachmittag zum langsam ankommen nach dem langen Flug, ein erster Ausflug zu zwei Highlights auf der Nordinsel und ein ganzer Tag, um das Zentrum von Auckland entspannt zu erkunden.

Mein Tag in Auckland: unterwegs zwischen Skytower und Hafen

8:30 Uhr Gemütliches Frühstück im Scrarecrow

Der Morgen begann mit einem kleinen Spaziergang zur Queenstreet, der zentralen Straße im CBD-Bezirk. Dort hatten wir am Vortag schon ein bisschen in den Geschäften gestöbert. Diesmal ging es aber noch ein kleines Stück weiter zu einem Café. Im Scarecrow bekamen wir ein gutes veganes Frühstück mit Kaffee, Tee, Overnight Oats und einem würzigen Shakshuka. Perfekt für einen gemütlichen Start in den Tag.

Vegane Overnight-Oats und Shakshuka im Scarecrow

10 Uhr Free Walking Tour durch den CBD-Bezirk

Frisch gestärkt ging es die Queenstreet hinunter zum Downtown Ferry Terminal. Dort wartete schon der Guide für unsere Free Walking Tour. Mit einer kleinen Gruppe von anderen Tourist:innen, hauptsächlich aus den USA, ging es dann in den nächsten 2 ½ Stunden durch die Stadt. Vorbei an kleinen Straßen, Spots mit LGBTQIA-Streetart und in den Albert Park, wo verschiedene Bäume als Geschenke von anderen Ländern stehen. Von hier konnten wir ein paar mutige Leute beobachten, die den Skyjump vom Fernsehturm wagten. Zwischendurch erzählte uns unser Guide jede Menge über Auckland und Neuseeland. Wusstest du zum Beispiel, dass Neuseeland das erste Land war, in dem Frauen wählen durften? Zum Abschluss der Tour ging es wieder hinunter zum Hafen.

Downtown Ferry Terminal in Auckland CBDUnterwegs im Albert Park

13 Uhr Bummel am Hafen mit Skylineblick

Am Mittag, wieder etwas hungrig geworden, bummelten wir über die kleinen Streetfood- und Souvenir-Märkte, die sich überall am Hafen verteilten. Fündig wurden wir schließlich in einem der Einkaufszentren mit einem typisch neuseeländischen Pie. Der war in der veganen Version mit Curry gefüllt und perfekt als kleiner Snack. Anschließend ging es weiter zum Hafenviertel mit seinen großen Booten und einem tollen Blick auf die Skyline. Hier saßen wir etwas gemütlich in der Sonne, beobachteten die Leute auf dem Markt und in dem kleinen abgetrennten Schwimmbecken und gönnten uns eine erfrischende Limo in einer der Bars. Wer möchte, kann hier auch das Maritime Museum besuchen und an der Fassade gibt es tolle, thematisch passende Streetart.

Streetfood-Märkte im Zentrum von AucklandStreetart am Maritime Museum

 

15:30 Uhr Kunst entdecken in der Auckland Art Gallery

Wir haben uns lieber ein anderes Museum ausgesucht, die Auckland Art Gallery, und sind dafür noch einmal quer durch die Stadt gelaufen. In dem Kunstmuseum findest du einige spannende Werke von neuseeländischen Künstler:innen, auch Maori-Kunst. Besonders sehenswert sind die Maori Portraits, die im ersten Stock auf der Galerie ausgestellt werden. Der Eintritt zum Museum ist kostenfrei. Bei unserem Besuch gab es außerdem ein Mitmachprojekt: eine wachsende Skulpturenlandschaft aus bunten Knetfiguren. Jede:r konnte hier seine eigenen Figuren gestalten und hinzufügen.

In der Auckland Art GalleryBunte Kunst zum mitmachen

18 Uhr Abendessen im Sunflower Thai Vegan Restaurant

Später waren wir dann froh über ein frühes Abendessen. Nicht weit vom Museum hatte ich das Sunflower Thai entdeckt, ein komplett veganes Restaurant mit authentischer Thai-Küche. Hier gab es ein gutes und günstiges Fried Cashewnut mit viel frischem Gemüse und Tofu.

Fried Cashewnut im Sunflower Thai vegan Restaurant in Auckland

Was kann man sonst noch in Auckland unternehmen?

Auckland ist eine große Metropole mit rund 1,5 Mio. Einwohner:innen und neben dem CBD-Bezirk gibt es noch zahlreiche weitere Stadtviertel, die du erkunden kannst. Für eine schöne Aussicht auf die Stadt, kannst du etwa einen der Vulkankegel erklimmen, auf denen die Stadt erbaut ist. Besonders schön sind der Mount Eden im Süden und der Mount Victoria im Stadtteil Devenport den du per Fähre erreichst. Spannend ist bestimmt auch der Coast to Coast Wanderweg quer durch Auckland.

Wenn du Ausflüge machen möchtest, findest du hier auch zahlreiche Angebote. Ich habe eine Kombitour nach Hobbiton und zu den Waitomo Caves* (Affiliate-Link) unternommen. Zwar nicht günstig, aber jeden Euro wert. Auch zur Coromandel Halbinsel oder zu den kleineren, Auckland vorgelagerten Inseln kannst du fahren. Gefunden und gebucht habe ich meine Tour über getyourguide* (Affiliate-Link).

Wo übernachte ich am besten in Auckland?

Für unsere Übernachtung in Auckland hatten wir für drei Nächte ein Zimmer im Ramada Suites bei Wyndham in der Victoria Street West* (Affiliate-Link), in der Nähe des Skytowers. Dort hatte ich für unseren gewünschten Zeitraum den besten Kompromiss zwischen günstigem Preis und zentraler Lage im CBD-Bezirk gefunden. Gebucht habe ich wie immer über booking.com* (Affiliate-Link). Falls du weiter außerhalb übernachtest, kannst du mit den öffentlichen Bussen prima durch Auckland fahren. Wir waren aber meist zu Fuß unterwegs. Außerdem praktisch bei unserem Hotel: es gab eine kleine Küche und im Bad Waschmaschine und Trockner, die wir auch gleich genutzt haben, um die Kleidung vom Hinflug und von den ersten Tagen zu waschen.

Herzförmige Streetart mit Tier- und Blumenmotiv

Wie komme ich in Auckland vom Flughafen in die Stadt/zu meiner Autovermietung?

In Auckland gibt es noch keine zentrale, direkte Verbindung vom ÖPNV zum CBD-Bezirk. Wenn du mit Bus und Bahn fährst, musst du ziemlich sicher umsteigen. Dafür kannst du zum Bezahlen im ÖPNV einfach deine Kreditkarte nutzen. Diese musst du beim Ein- und Aussteigen an einen Scanner halten und der Betrag für die Fahrt wird dann automatisch abgebucht.

Wir haben die öffentlichen Busse für die Fahrt vom Hotel zu unserer Campervan-Vermietung genutzt. Das hat trotz mehrfachem Umsteigen gut geklappt, obwohl die Busse nicht immer ganz pünktlich waren, dafür waren wir aber auch recht lange unterwegs.

Bei unserer Ankunft nach dem langen Flug wollte ich nicht noch so lange Bus fahren und habe darum nach einem schnelleren Transfer gesucht. Fündig wurde ich mit Skydrive. Das Busunternehmen hält in der Nähe des Skytowers, das war für uns ideal. Etwas teurer, aber dafür flexibel beim Zielort sind die klassischen Airport Transfers mit dem Taxi. In Auckland ist außerdem Uber sehr verbreitet.

Rezept: gegrillter Spargel-Tomaten-Salat mit Rucola und Pinienkernen

Lust auf einen Frühlingssalat mit aromatisch gegrilltem Gemüse? Dann ist dieser Spargel-Tomaten-Salat perfekt für dich. Würziger Rucola trifft auf aromatisch gegrillten Spargel und die Tomaten und das Dressing sorgen für eine leichte Süße. Mein einfaches, veganes Rezept findest du hier.

gegrillter Spargel-Tomaten-Salat mit Rucola und Pinienkernen

Zutaten für 3-4 Portionen:
500g grüner Spargel
200g Mini Strauchtomaten
125g frischen Rucola
50g Pinienkerne
3EL Olivenöl
1EL weißer Essig
1EL Agavendicksaft
Salz, grober schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
1. Den Rucola waschen, die Pinienkerne vorsichtig in einer Pfanne ohne Fett rösten, die holzigen Enden vom Spargel abschneiden, ggf. etwas schälen und in 3-4cm große Stücke schneiden, die Tomaten halbieren.
2. Ein Esslöffel von dem Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Spargelstücke darin für 10-15min bei mittlerer Hitze anbraten. Immer wieder wenden, damit nichts zu sehr anbrennt. Optional etwa nach 10min die Tomaten hinzugeben und kurz mitbraten.
3. Separat das Dressing aus dem restlichen Olivenöl, Essig, Agavendicksaft und Gewürzen anrühren. Den Rucola in eine Schüssel füllen, das gebratene Gemüse dazugeben, die gerösteten Pinienkerne darüber streuen und zuletzt alles mit dem Dressing übergießen.

gegrillter Spargel-Tomaten-Salat mit Rucola und Pinienkernen

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Am besten verwendest du schön frischen, grünen Spargel mit gleichmäßiger Dicke, damit der Spargel gleichzeitig gar ist. So angebraten oder gegrillt entwickelt er ein leckeres, leicht rauchiges Aroma, schmeckt aber insgesamt schön mild. Da man grünen Spargel meistens kaum schälen muss, ist der Salat auch in kurzer Zeit zubereitet, ist durch Pinienkerne und Spargel aber trotzdem etwas Besonderes. Serviert habe ich dazu, ganz simpel, frisches Baguette.

Die Tomaten kannst du, wenn du es magst, übrigens auch roh dazugeben. Mir schmecken sie leicht gebraten besser und zudem vertrage ich sie dann besser. So habe ich es auch schon bei meinem Rezept für mediterranen Nudelsalat gemacht, der mit marinierten Tomaten und Zucchini aus dem Ofen zubereitet wird.. Alternativ zu Tomaten kannst du den Spargel-Salat für einen farblichen Kontrast auch mit frischen Erdbeeren servieren, die passen ja auch sehr gut in die Spargelsaison. Auf meinem Blog gibt es übrigens auch schon ein Rezept für Wildkräutersalat mit Erdbeeren, falls du die Beeren gerne mal herzhaft zubereiten möchtest.

gegrillter Spargel-Tomaten-Salat mit Rucola und Pinienkernengegrillter Spargel-Tomaten-Salat mit Rucola und Pinienkernen

Ebenfalls sehr gut ergänzen lässt sich der Spargel-Salat mit veganem Feta. Der passt sowieso super gut zu verschiedenen Salaten, aber da ich bei meinen Rezepten, wenn möglich, ohne Fertigprodukte auskommen möchte, habe ich ihn in dieser Variante weggelassen. Bei meinem veganen Couscous Spargel Salat bildet er aber eine wichtige Komponente. Übrigens findest du hier auch schon viele weitere vegane Spargel Rezepte aus vergangenen Jahren. Wie bei vielen anderen saisonalen Zutaten probiere ich hier jedes Jahr neue vegane Rezepte aus.

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Panierter Ofenspargel