Paris: praktische Tipps für deine Städtereise

Paris ist eine meiner liebsten Städte in Europa. Im laufe der letzten Jahre war ich mehrfach übers (lange) Wochenende, oder auch nur mal für einen Tag dort. Dabei habe ich viele praktische Tipps und Erfahrungen gesammelt, die ich in diesem Artikel an dich weitergeben möchte.

Paris Tipps

Anreise mit dem Zug:

Der erste Punkt bei der Reiseplanung ist bei mir immer die Anreise. Nach Paris reise ich am liebsten mit dem Zug. Ich fahre von Köln aus und von hier geht es mit dem Thalys bequem in 3 ½ Stunden zum Pariser Gare du Nord. Eine weitere schnelle Direktverbindung führt per ICE von Frankfurt zum Gare de l’Est. Tickets für den Thalys von Köln nach Paris gibt es bereits ab 32€ pro Strecke. Mit der Bahn von Frankfurt geht’s ab 39,90€ mit dem Supersparpreis los.

Ankunft mit dem Thalys am Gare du Nord

Paris hat nicht einen zentralen Hauptbahnhof, sondern mehrere große Kopfbahnhöfe. Von dort geht es Sternförmig in alle Himmelrichtungen und Regionen Frankreichs. Der Nord- und Ostbahnhof befinden sich im 10. Arrondissement und recht nah beieinander.

Und noch ein Tipp für die Rückfahrt oder falls ihr mit dem Zug innerhalb Frankreichs weiterfahrt: seid zeitig am Bahnhof. Bei den Kopfbahnhöfen gibt es meist keine festen Abfahrtgleise. Diese werden ca. 20min vor Abfahrt auf den Hinweistafeln bekannt gegeben. Dann sollte man sich schon auf den Weg machen und sein Ticket zum Vorzeigen parat halten. Bevor man auf den Bahnsteig geht gibt es meist noch eine kurze Ticketkontrolle, vor der es sich natürlich staut und je nachdem in welchem Waggon man sitzt, kann es sein, dass man erstmal die ganze Zuglänge ablaufen muss, bevor man seinen Platz erreicht.

Anreise mit dem Auto:

Wenn du mit dem Auto anreisen möchtest musst du dich als erstes um die französische Umweltplakette kümmern. Diese kostet knapp 5€ und kann hier online bestellt werden.

Auf den großen Autobahnen in Frankreich muss man Maut zahlen. Wenn man auf den kostenpflichtigen Abschnitt auffährt, zieht man eine Karte, wie im Parkhaus. Am Ende des Abschnitts (oder bei der Ausfahrt), zahlt man dann den entsprechenden Betrag je nach Fahrzeugklasse und gefahrener Strecke. Auf der Strecke von Belgien nach Paris ca. 15€ für ein normales Auto (Stand 2022). Zahlen kann man entweder Bar oder mit Kreditkarte. Dafür kommt man auf den Autobahnen meist deutlich entspannter durch als in Deutschland. Zumindest bis kurz vor Paris, wo der kostenpflichtige Abschnitt endet. Direkt um Paris sollte man mit Staus rechnen.

In Paris würde ich eine Unterkunft wählen, bei der man nicht allzu weit in die Stadt hineinfahren muss. Der Verkehr in Paris ist nicht gerade ohne. Außerdem sollte man sich unbedingt einen Parkplatz reservieren (kann man oft über die Hotels machen). Wir waren 2018 in einem Airbnb im 11. Arrondissement, wo wir einen Garagenplatz hinzu buchen konnten, außerdem war es nicht weit vom Boulevard Périphérique (der Stadtautobahn) entfernt. Damals hat es sich für uns gelohnt, da wir mit vier Personen unterwegs waren. Die Anreise mit dem Zug ist meiner Meinung nach jedoch deutlich entspannter.

Unterkunft:

Für meine Unterkunft für den Paris Trip würde ich als erstes immer innerhalb der Périphérique, bzw. der Metrozonen 1 und 2 suchen. Von weiter außerhalb muss man sonst immer mehr Zeit einplanen um zu den Sehenswürdigkeiten zu kommen und zahlt außerdem einen höheren Metrotarif. Eine gute Metroanbindung ist für mich das zweite wichtige Kriterium. Bei meiner letzten Paris Reise habe ich im ibis Paris Gare du Nord (*Affiliate-Link) übernachtet. Das war von der Lage her optimal, da wir nur zwei Tage in der Stadt waren und so nach der An- und vor der Abreise ohne große Umwege unser Gepäck dort abstellen konnten. Das Hotel war zwar einfach, aber viel mehr als ein Bett und eine Dusche brauche ich für eine Nacht auch nicht.

Einfaches Zimmer im ibis Paris

Wenn ihr mit dem Zug anreist ist ein Hotel in Bahnhofsnähe auf jeden Fall eine gute Wahl. Dort gibt es auch eine große Auswahl. Ich buche meist über booking.com (*Affiliate-Link). Wer ein veganes Hotel sucht wird mit dem HOY Paris (*Affiliate-Link) fündig. Auch mit veganem Angebot, aber für die meisten vermutlich weit außerhalb des Budgets: das fünf Sterne Hotel Shangri-La (*Affiliate-Link).

Eine weitere gute Anlaufstelle für die Unterkunftsuche ist Airbnb. Hier gibt es sehr viele Angebote über die ganze Stadt verteilt. Achte hier auf die Lizenznummer im Inserat. In Paris müssen Vermieter seit ein paar Jahren eine Registrierungsnummer beantragen und dürfen ihre Wohnung nicht mehr unbegrenzt an Touristen vermieten.

Reisezeit und Dauer

Wer wie ich schön öfter in Paris war, dem reichen auch 1-2 Tage um neue Ecken zu erkunden. Für den ersten Trip sind meiner Meinung nach 4-5 Tage ideal. Wenn man auch nach Disneyland und/oder nach Versailles möchte, würde ich dafür noch einen Tag mehr einplanen.

Am liebsten mochte ich Paris im Frühling, aber auch die anderen Jahreszeiten eignen sich für einen Besuch. Im Juli und August gibt es z.b. die Paris Plages zum entspannen am Wasser, im Dezember die weihnachtlich geschmückten Kaufhäuser.

Paris Plages an der Seine, ein Bateaux Muches fährt vorbei.

Sprache

Wer nach Paris reist, sollte sich wenigstens ein paar Brocken Französisch merken. Aufgrund der vielen Touristen ist zwar meist auch Englisch kein Problem, es macht aber schon einen Unterschied, ob man eine Unterhaltung wenigstens mit einem „Bonjour“ beginnt.
In den Restaurants wurde uns meist auch eine Englische Speisekarte angeboten. Deutsch spricht hingegen kaum jemand.

Unterwegs in der Stadt

mit der Metro:

Die Metro ist die einfachste und günstigste Option um in Paris größere Strecken zurückzulegen. Das Liniennetz zieht sich durch die ganze Stadt und meist muss man nicht länger als 5 Minuten auf die nächste Bahn warten. Ein paar der Linien sind inzwischen sogar komplett automatisch unterwegs. Eine einfach Fahrt in Zone 1-2 kostet aktuell (Stand 2022) 1,90€. Günstiger ist ein Carnet (10 Einzelfahrscheine) mit 16,90€. Das kann man sich auch zu mehreren gut aufteilen und ist bei 2-3 Fahrten am Tag die günstigste Option. Wer öfter fährt für den lohnt sich ein Tagesticket (Ticket Mobilis) für 7,50€ in Zone 1-2.

Oberirdische Metro in Paris

Den Metroplan lade ich mir vor der Reise als Bilddatei aufs Handy. So kann ich einfach die schnellste Verbindung heraussuchen.

Wenn ihr mit der Metro unterwegs seid, empfehle ich unbedingt bequeme Schuhe. Die Laufwege innerhalb der Metrostationen und je nachdem wo man umsteigen muss sind nicht zu unterschätzen. Manchmal liegen die Bahnsteige auch mehrere Stockwerke Tief unter der Straße und Barrierefreiheit ist in der Metro leider meist überhaupt nicht gegeben. Es gibt viele Treppen und eher selten Rolltreppen oder Aufzüge. Das sollte man auch auf dem Schirm haben, wenn man mit einem schweren Koffer unterwegs ist, etwa zum Hotel, oder wenn man den Bahnhof wechseln muss.

Treppen in der Pariser Metro

Mit dem Batobus:

Der Batobus ist praktisch ein Hop-On Hop-Off Boot. Er hält an insgesamt 9 Stationen entlang der Seine, etwa am Eiffelturm, am Louvre und bei der Île de la Cité. Er lohnt sich vor allem als Verkehrsmittel, wenn man die Highlights entlang der Seine besucht. Außerdem muss man an den Anlegestellen nicht so viele Treppen laufen wie oft in der Metro. Dafür ist die Metro aber deutlich günstiger. Ein Tagesticket für den Batobus kostet 19€ für Erwachsene (Stand 2022), ein Ticket für zwei Tage allerdings nur 2€ mehr.

Tipp: wer sein Ticket online bucht kann ein paar Euro sparen. Tickets gibt’s z.b. über getyourguide (*Affiliate-Link).

Batobus unterwegs auf der Seine.

Eine Bootsfahrt auf der Seine lässt sich damit nicht unbedingt ersetzen. Zumindest zu Fotografieren vom Boot aus ist es nicht so ideal, da die Schiffe ein abgerundetes Fensterdach haben.

Mit Hop-On Hop-Off Bus:

Natürlich gibt es auch in Paris ganz normale Hop-On Hop-Off Busse. Zwei große Anbieter sind der Toot Bus und der Big Bus Paris (*Affiliate-Links). Beide fahren die Top Sehenswürdigkeiten ab, ich persönlich habe mich aber bisher immer für die Metro entschieden, mit der man deutlich flexibler ist und auch an entlegene Ecken der Stadt kommt. Vielleicht ist es für dich aber genau die Richtige Option, darum liste ich sie hier mit auf.

Kosten

Eine Paris Reise muss nicht teuer sein, aber wie so oft ist nach oben alles offen. Grundsätzlich würde ich mit einem Budget von 100-150€ am Tag rechnen, wenn man in einem einfachen Hotel übernachtet, mit der Metro unterwegs ist, sich nicht zig teure Sehenswürdigkeiten am Tag anschaut und zum Essen auch mal ein Baguette auf die Hand nimmt. Wie du bei deinem Paris Trip sparen kannst liest du in meinem Artikel Paris Low Budget.

Beispielhaft Kosten bei meiner letzten Paris Reise:

An-/Abreise per Zug: 62€ (war ein sehr günstiges Angebot)
Hotel: 130€ für eine Nacht (für zwei Personen)
Metro: 16,90€ (ein Carnet für zwei Personen und zwei Tage)
Sehenswürdigkeiten: 19€ Batobus Bootsfahrt auf der Seine, 7€ Dome von Sacre-Coeur
Essen: 30-50€ pro Person für ein Mittag-/Abendessen im Restaurant, 7-10€ für ein belegtes Baguette in der Boulangerie

Essen und Trinken:

Preise zwischen 10-12€ für Vor- und Nachspeise und 15-20€ für ein Hauptgericht im Restaurant sind in Paris normal. Für ein Frühstück in einem Café kann man auch 15-20€ rechnen. Günstiger ist es z.b. in den Studentenvierteln im Quatier Latin, oder man hält nach Menüangeboten Ausschau. Meine Tipps für vegane Restaurants findet ihr in meinem vegan in Paris Guide.

Tipp: In den meisten Restaurants kann man sich kostenlos eine Carafe d’eau, eine Karaffe Leitungswasser dazubestellen.

Typisches Pariser Restaurant

Wer in Paris beim Essen gehen sparen will, für den sind die zahlreichen Boulangerien eine gute Option. Dort gibt es reichlich belegte Baguettes, inzwischen oft auch Quiche oder Bowls und Salate zum mitnehmen. Zusammen mit einem Getränk kann man es sich dann z.b. in einem Park oder am Seineufer bequem machen.

Über die Stadt verteilt findet man immer wieder Wasserspender, an denen man seine Trinkflasche auffüllen kann. Die alten Wasserspender gibt es schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. An den neueren Versionen kann man inzwischen sogar zwischen Stillem und Sprudelwasser wählen.

Klassische alte Pariser Trinkbrunnen

Trinkgeld

Beim Essen gehen ist es auch in Paris üblich 5-10% Trinkgeld zu geben. Anders als in Deutschland gewöhnt rundet man hier aber nicht den Betrag auf, sondern lässt etwas von dem Rückgeld nach dem Bezahlen auf dem Tisch, bzw. bei der Rechnung liegen. Insofern ist es ratsam etwas Kleingeld parat zu haben, auch falls man mit Karte bezahlt.

Sehenswürdigkeiten

In Paris ist es so wie in den meisten anderen Städten auch: am wenigsten los ist meistens früh morgens, wenn die Stadt noch schläft. Wer also eine Sehenswürdigkeit in Ruhe anschauen möchte, der sollte früh Vorort sein.

Für die meisten großen Sehenswürdigkeit wie den Eiffelturm oder den Louvre kann man sich im Vorfeld Eintrittskarten mit einem festen Zeitslot kaufen, das geht z.b. sehr einfach über getyourguide (*Affiliate-Link). So spart man sich das lange Anstehen am Tag selbst. Viele spannende Orte, wie Parks oder einzelne Stadtviertel kann man aber auch ohne festen Zeitplan besuchen. Bei meiner Planung setze ich meist auf eine Mischung und lege den Besuch von großen Sehenswürdigkeiten nach Möglichkeit an den Anfang des Tages.

Wer das erste Mal in Paris ist und sich viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit ansehen möchte, für den lohnt sich eventuell ein City Pass. Für Paris gibt es da etwa den Paris Pass (für Museen, Touren und die großen Sehenswürdigkeiten) oder auch nur einen Museumspass (*Affiliate-Links). Persönliche Erfahrungen damit habe ich aber nicht.

Weitere Tipps für deine Paris Reiseplanung

Bei meinen letzten Reisen hatte ich den Paris Reiseführer von Dumont Direkt (*Affiliate-Link) dabei. Der ist klein genug, damit man ihn auch Tagsüber im Rucksack dabeihaben kann und liefert alle wichtigen Tipps für die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Warst du schonmal in Paris? Oder planst du gerade eine Reise dorthin?
Falls du weitere Fragen hast, stelle sie gerne in den Kommentaren.

Weiterlesen zu Frankreich:
Der Mont-Saint-Michel bei Springflut
Normandie: Bayeux und die Landungsstrände von Arromanches
Wandern an der Côte de Granit Rose
10 Dinge in der Bretagne, die du nicht verpassen solltest

Bodensee: 9 Ausflugsziele und praktische Tipps für deinen Urlaub

Im Juni habe ich knapp zwei Wochen Urlaub am Bodensee gemacht. Für mich war es die erste Reise in die beliebte Urlaubsregion im Süden von Deutschland und so habe ich natürlich auch einige bekannte und weniger bekannte Ausflugsziele erkundet. Meine Tipps für euren Bodensee Urlaub lest ihr in diesem Artikel.

Der Bodensee

Bodensee Ausflugsziele

Der Bodensee ist das größte Binnengewässer in Deutschland. Er grenzt an Deutschland, Österreich und die Schweiz und wird in Obersee und Untersee unterteilt (bei feinerer Unterteilung gibt es auch noch den Überlinger See und den Seerhein). Wir haben die meisten Ausflüge am Obersee und innerhalb von Deutschland bzw. auf Baden-Würtemberger Seite unternommen (was auch den größten Teil des Seeufers ausmacht). In die Schweiz und nach Österreich haben wir jeweils einen Tagesausflug unternommen.

Ausflugsziele am Bodensee

Insel Mainau

Die Insel Mainau war unser erstes Ausflugsziel. Die Blumeninsel ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten am Bodensee. Sie ist ca. 45 Hektar groß und im Privatbesitz. Erreichen kann man sie entweder per Boot (z.b. von Meersburg oder von Konstanz) oder per Auto zum Besucherparkplatz auf dem Festland und dann zu Fuß über einen schmalen Damm.

Hortensienbüsche vor Seeblick auf der Insel Mainau
Zu sehen gibt es auf der Insel Mainau verschiedene Gartenanlagen, ein kleines Tiergehege und das alte Schloss. Für Familien mit Kinder gibt es auch einen großen Spielplatz mit Wasseranlagen.
Die vielen Blumenanlagen sind wirklich schön anzusehen. Meine Highlights waren die italienische Blumen-Wassertreppe und der Rosengarten. Auf vielen Schildern entlang der Wege wird Wissenswertes zu den verschiedenen Pflanzen vermittelt. Zwischendurch bieten sich tolle Ausblicke auf den Bodensee, der bei unserem Besuch türkisblau leuchtet. Außerdem angenehm an heißen Sommertagen: durch große Teile des Parks läuft man im Schatten unter alten Bäumen und vom See weht meist ein leichter Wind.

Blick vom Rosengarten auf das PalmenhausItalienische Treppe auf der Insel Mainau.

Mein Tipp: kommt am besten unter der Woche her und kauft eure Tickets vorab online. Damit spart ihr ein paar Euro gegenüber den Preisen Vorort. Ein Ticket für Erwachsene kostet dann z.b. nur noch 23€ statt 26€.

Meersburg

Diese süße Kleinstadt am nördlichen Bodenseeufer ist unbedingt einen Besuch wert. Sie unterteilt sich in Ober- und Unterstadt und hat sich mit dem tollen Seeblick, urigen kleinen Gässchen und der prunkvoll über dem See thronenden Oberstadt zu einem Besuchermagnet gemausert. Wir haben Meersburg an einem sonnigen Nachmittag erkundet. Wer auch die Burg besichtigen möchte, sollte etwas mehr Zeit mitbringen.

Geparkt haben wir in einem Parkhaus gegenüber der Autofähre (nicht ganz günstig, aber dafür im Schatten). Von dort ging es zu Fuß in den Ort. Die eher touristische Unterstadt haben wir nur kurz durchquert und sind relativ zügig in die Oberstadt hinaufgestiegen. Von einem kleinen Aussichtspunkt neben der Gutsschänke hatten wir einen tollen Ausblick auf die umliegenden Weinberghänge, den Meersburger Hafen und quer über den Bodensee, bis in die Schweizer Alpen. Anschließend sind wir ein bisschen durch die Oberstadt gelaufen und haben die vielen alten (Fachwerk)Häuser bestaunt. Eine weitere schöne Aussicht auf Meersburg und die alte Burg gab auf der Terrasse des neuen Schlosses. Diese konnte man während der Öffnungszeiten kostenlos besuchen. Zum Schluss haben wir uns noch die Magische Säule am Hafen angeschaut und sind entlang der Seepromenade zurück zum Parkhaus gelaufen.

Aussicht auf den Meersburger Hafen.

Unteruhldingen

Der Ort Unteruhldingen ist besonders bekannt für sein Freilichtmuseum der Pfahlbauten. In den rekonstruierten Pfahlbauten wird gezeigt, wie Menschen in der Stein- und Bronzezeit am Bodensee gelebt haben. Zusätzlich werden zahlreiche Archäologische Funde dort ausgestellt.
Pfahlbausiedlungen wie diese, wurden im gesamten Alpenraum nachgewiesen. Seit 2011 gehören die Fundorte (nicht das Freilichtmuseum selbst) zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Ich fand bei unserem Besuch besonders die Konstruktion interessant. Im Freilichtmuseum kann man mehrere dieser Pfahlbauhäuser besichtigen. Sie sind in kleinen Gruppen auf großen Holzplattformen erbaut und über Holzstege miteinander verbunden. Ein Rundweg führt über das Gelände. Der Eintritt beträgt 12€ für einen Erwachsenen.

Bodensee Ufer bei Unteruhldingen
Ansonsten hat Unteruhldingen auch eine ganz nette Seepromenade, mit kleinem Hafen, Kinderspielplatz und einem frei zugänglichen Strandbad.

Konstanz

Mit über 80.000 Einwohnern ist Konstanz die größte Stadt am Bodensee. In der Altstadt reihen sich wunderbar historisch erhaltene Häuser aneinander. Auf fast jedem Gebäude entdeckt man eine Verzierung oder Malerei. Eine Runde durch die Altstadt, verbunden mit einem Einkaufsbummel durch die kleinen Läden gehörte für mich zu den Highlights hier.

Blumendeko in der Altstadt von Konstanz
Wer möchte kann für 2€ Eintritt auf den Turm des Konstanzer Münsters steigen und die Aussicht über die Stadt und den See genießen. Auch eine Pause in einem der vielen Restaurants und Cafés darf nicht fehlen, denn in Konstanz ist die Auswahl besonders für Veganer am größten.

Konstanzer Münster durch eine Straße gesehen.
Wir haben bei unserem Besuch auch eine kleine Seerundfahrt unternommen. Los ging es am Anleger neben der berühmten Imperia, die über den Konstanzer Hafen wacht. Für 8€ Pro Person ging es eine Runde durch Konstanzer Bucht, bis zur Therme, mit einem Stopp auf Schweizer Seite und wieder zurück. Wer möchte kann an den Stationen auch aussteigen und später weiterfahren, die Tour eignet sich also auch für einen Ausflug.

Bregenz

An dem kleinen österreichischen Abschnitt des Bodenseeufers im Südosten befindet sich Bregenz. Den meisten sind wahrscheinlicher die Bregenzer Festspiele, mit Theateraufführungen auf der einzigartigen Seebühne ein Begriff. Wären wir zur entsprechenden Jahreszeit dort gewesen, wäre das sicher auch ein Highlight, dass ich mir nicht entgehen lassen würde. Außerhalb der Saison konnten wir aber immerhin einen Blick auf die Bühne werfen, die Zuschauertribünen sind dann tagsüber frei zugänglich.

Ausblick auf den Bodensee von der Seepromenade in Bregenz.
Nach dem kurzen Einblick dort und einem kleinen Spaziergang an der schönen Seepromenade ging es noch in die Bregenzer Oberstadt. Diese erreicht man durch ein Mittelalterliches Stadttor und oben warten kleine Straßen mit schönen Fachwerkhäusern und mehrere (Trink-)Brunnen. Unbedingt sehenswert ist auch der Martinsturm, das Wahrzeichen der Stadt Bregenz.

Der Martinsturm, das Wahrzeichen von Bregenz.

Pfänder

Zusammen mit unserem Ausflug nach Bregenz, haben wir einen Ausflug auf den Pfänder unternommen. Für 14,20€ (Berg- und Talfahrt) bringt einen die Pfänderbahn gemütlich in 6 Minuten auf den 1.064m hohen Hausberg der Stadt. Von oben hat man bei klarer Sicht einen wahnsinnig schönen Ausblick über den Bodensee und bis weit in die Alpen. Alleine dafür lohnt sich die Fahrt, wer möchte kann von hier aus natürlich noch einige Wanderungen unternehmen.

Aussicht vom Pfänder auf den BodenseeAussicht Richtung Berge vom Pfänder
Wir sind allerdings nur kurz von der Bergstation hoch bis zur Pfänderspitze (5-10min) und haben danach eine Runde durch den Alpenwildpark am Pfänder gedreht (30min, Eintritt frei). Hier konnten wir unter Anderem Hirsche, Mufflons, Alpensteinböcke und ein Murmeltier (leider nicht in freier Wildbahn) beobachten. Anschließend haben wir uns noch ein kaltes Getränk auf der Terrasse des Gasthauses gegönnt und etwas die Aussicht genossen, bevor es mit der Bahn wieder ins Tal ging.

Ein Murmeltier im Pfänder Alpenwildpark.Aussicht aus der Pfänderbahn auf den Bodensee und eine zweite Gondel

Tipp: Parken konnten wir in Bregenz übrigens recht günstig im Parkhaus der Pfänderbahn. Wer mit der Bahn fährt und sein Parkticket an der Kasse vorzeigt kann sich 3 Stunden gutschreiben lassen. Das lohnt sich bei einem Tarif von 2,40€ pro Stunde.

Heidenhöhlen

Anders als die anderen Ausflugsziele in dieser Liste, liegen die Heidenhöhlen nicht direkt am Bodensee, sondern etwas Landeinwärts bei Stockach. Dafür sind sie viel weniger frequentiert als die klassischen Touristenziele. Die Höhlen wurden von Menschen in den Sandstein gegraben und man kann sie heute noch erkunden. Sogar einen kleinen Tunnel gibt es, der im Winter als Rückzugsort für Fledermäuse dient.

Die Heidenhöhlen.
Wir haben die Heidenhöhlen bei einer kurzen Rundwanderung erkundet. Trotz über 30°C war es hier schön kühl (Höhlen und Rundweg liegen beide im Wald) und es ging ein leichter Wind. Auch wenn die Wanderung nicht lang ist, sollte man Trittsicher und Schwindelfrei sein, denn der Weg führt teilweise recht schmal an den Felsen vorbei.

Ruine Altbodman

Ein weiteres schönes Ziel für eine kleine Wanderung ist die Ruine Altbodman. Hier ist es einerseits spannend die Ruine zu erkunden, andererseits hat man auch einen schönen Ausblick auf den Bodensee. Man kann natürlich auch vom See aus hinauf wandern. Wir sind jedoch mit dem Auto bis zum Hofgut Bodenwald gefahren (zu dem Restaurant führt ein nicht asphaltierter Weg durch den Wald) und in knapp 15min hingelaufen.

Alte Mauer der Ruine AltbodmanAussicht von der Ruine Altbodman auf den Bodensee

Rheinfall von Schaffhausen

Unser letztes Ausflugsziel führte uns für einen Tag in die Schweiz zum Rheinfall von Schaffhausen. Da ich Wasserfälle liebe, wollte ich unbedingt hin. Schließlich gehört der Rheinfall mit 23m Höhe, 150m Breite und durchschnittlich 373.000 Litern Wasser, die pro Sekunde hinunterfließen, zu den größten Wasserfällen Europas.

Der Rheinfall von Schaffhausen mit einem Ausflugsboot.
Bei mir kommt bei dem Besuch die Erinnerung an die Niagara Fälle auf. Denn auch am Rheinfall ist es sehr touristisch und die Stadt ragt direkt daneben in die Höhe. Das tut der Schönheit des Wasserfalls meiner Meinung nach aber keinen Abbruch. Um noch mehr zu sehen, unternehmen wir eine Bootstour auf den Felsen in der Mitte (Kosten 20CHF pro Person). Das ist eine der vier verschiedenen Routen, die in der Sommersaison angeboten werden. Dabei legt man vor dem Felsen in der Mitte an, kann dort Aussteigen und über steile Treppen hinauflaufen. Auf der Rückfahrt geht es nochmal ganz nah an den Wasserfall ran, inklusive Gischt-Dusche. Unsere Tickets haben wir spontan Vorort gekauft, was bei unserem Besuch kein Problem war. Man kann aber auch schon vorab über getyourguide (*Affilifate-Link) ein Ticket für eine bestimmte Uhrzeit buchen.

Felsen in der Mitte vom Rheinfall
Die Boote fahren von der Neuhausener Seite ab. Hier kann man auch besser um den Rheinfall herumlaufen und die Felsen von oben betrachten. Auf der anderen Seite gibt es dafür eine Aussichtsplattform direkt neben dem Wasserfall. Wer den Rheinfall von beiden Seiten besichtigen möchte, kann per Boot übersetzen.

Praktische Tipps für deinen Bodensee Urlaub

Unterkunft: Wo übernachtet man am besten?

Wir waren auf einem kleinen Campingplatz etwas abseits vom See. Beim nächsten Mal würde ich aber eher eine Unterkunft in direkter Seenähe wählen. Gerade im Sommer ist es schön auch nach dem Ausflug einfach nochmal kurz ans oder ins Wasser zu gehen. In Unteruhldingen haben wir auch Hotels gesehen, die einen eigenen Badezugang zum See hatten. Wer ohne Auto unterwegs ist, für den bietet sich Konstanz als Übernachtungsort an. Von dort kann man viele Ausflugsziele per Zug oder Boot erreichen. Eine große Auswahl an Unterkünften gibt es bei booking.com (*Affiliate-Link).

Reisedauer: Wie viel Zeit sollte man für einen Urlaub am Bodensee einplanen?

Wer wenig Zeit hat, kann die Highlights am Bodensee auch gut innerhalb einer Woche erkunden. Entspannter unterwegs ist man mit 10-14 Tagen. Dann kann man auch mal einen Nachmittag im Strandbad einlegen, eine Wanderung oder eine Radtour unternehmen.

Unterwegs: Wie kommt man am besten zu den Zielen Vorort?

Rund um den See kann man viele Ausflugsziele gut mit dem ÖPNV erreichen. Je nachdem in welchem Ort man übernachtet, bekommt man von seiner Unterkunft auch eine Gästekarte mit der man in den jeweiligen Zonen kostenlos fahren kann. Z.b. die EBC (Echt Bodensee Card) oder die Bodenseecard West. Alternativ kann man auch ein Bodensee Ticket lösen.

Viele Ziele kann man auch per Boot ansteuern, einen Fahrplan findest du hier.

Mit dem Auto ist man sehr viel auf der B31 unterwegs. Diese ist an vielen, aber noch nicht an allen Stellen ausgebaut. So kann es auch öfter mal zu Staus kommen. Zusätzlich muss man überall mit Parkgebühren rechnen. Wer nach Österreich und/oder in die Schweiz möchte sollte beachten, dass man hier auf den Autobahnen eine Vignette benötigt, andernfalls muss man die Mautpflichtigen Straßen umfahren.

Baden: Wo kann man am Bodensee baden?

Wer in seinem Sommerurlaub am Bodensee schwimmen gehen möchte, der kann das an vielen Strandbädern tun. Diese sind teilweise frei zugänglich und teilweise kostenpflichtig. Ich war während meinem Urlaub im Strandbad Bodman (2,50€), in Unteruhlding (frei zugänglich) und in Friedrichshafen (2,40€). Da der Bodensee einen steinigen Untergrund hat, empfiehlt es sich Badeschuhe oder Flipflops zu tragen. In den Strandbädern gibt es allerdings meist auch betonierte Einstiegsstellen, oder Stege auf denen man so weit ins Wasser laufen kann, dass man von dort direkt losschwimmen kann. An vielen Strandbädern kann man sich auch Kajaks, SUPs oder Tretboote ausleihen.

Essen: Wo findet man veganes Essen am Bodensee?

Als Veganer hat man am Bodensee leider noch nicht super viele Möglichkeiten um lecker Essen zu gehen. Ich empfehle daher unbedingt sich zum Großteil selbst zu verpflegen, denn in den großen Supermärkten bekommt man alles, was man braucht. Ich hab Außerdem sowohl in Österreich als auch in der Schweiz einen Abstecher in einen Supermarkt unternommen, um das Angebot dort auszuchecken. Ein paar Dinge sind dann natürlich auch in meiner Einkaufstasche gelandet, z.b. das vegane Eis von Veganista, dass es in Österreich bei Spar zu kaufen gibt.

Aus Essen war ich nur selten. Etwa in Meersburg im „POP – Der Kaffeeladen“, wo ich einen veganen Frappee und ein Stück Möhrenkuchen bekommen habe, in Bregenz im „Cafesito“ (dort gab es ebenfalls Eiskaffee und einen veganen Brownie), oder in Radolfzell bei „Fernando Eis“ wo es vegane Sorbets auch in ausgefalleneren Sorten wie Kastanie und Kaktusfeige gab.

Die größte Auswahl an veganfreundlichen Restaurants findet man in Konstanz. Dort war ich in der Altstadt im vegetarischen Café „Das Voglhaus“. Dort gibt es eine Auswahl an Tagesgerichten und verschiedene Kuchen. Bei meinem Besuch entschied ich mich für Maultaschen und ein Stück Kirschweintorte zum Nachtisch.

Wo finde ich weitere Tipps für meinen Bodensee Urlaub?

Als Reiseführer für die klassischen Highlights würde ich den Marco Polo Reiseführer (*Affiliate-Link) empfehlen. Wer eher nach ungewöhnlichen Aktivitäten sucht, der wird sicher bei der 52 Eskapaden Reihe im Bodensee Band (*Affiliate-Link) fündig. Hier haben wir auch den Tipp für die Heidenhöhlen gefunden.

Weiterlesen zum Thema Urlaub in Deutschland:
Ein Wochenende in München
Saarschleife: 6 Tipps und Ausflugsziele
Veganer Mosel Urlaub

Rezept: vegane Johannisbeermuffins mit Streuseln

Sommerzeit ist Beerenzeit und die Himbeer- und Johannisbeersträucher in unserem Garten haben währen dem Urlaub am Bodensee Früchte en masse reifen lassen. Also hab ich fleißig gepflückt, mich mal wieder in die Küche gestellt und diese Johannisbeermuffins mit Streuseln gebacken. Wirklich einfach und so lecker.

vegane Johannisbeermuffins mit Streuseln

Zutaten für 12 Stück:
für den Teig:
250g Mehl
120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
1EL Sojamehl + Wasser
80g Margarine
250g Sojajoghurt
250g Johannisbeeren
für die Streusel:
60g Margarine
80g Zucker
100g Mehl

1. Für den Teig alle trockenen Zutaten mischen. Das Sojamehl mit etwas Wasser anrühren und zusammen mit der Margarine und dem Sojajoghurt unterrühren.
2. Alles zu einem glatten Teig mischen und zum Schluss die Johannisbeeren untermischen. Den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen.
3. Für die Streusel alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und großzügig über die Muffins verteilen (ruhig alle Streusel verbrauchen, der Teig geht ja später noch auf).
4. Die Muffins für ca. 25min im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft backen.

vegane Johannisbeermuffins mit Streuseln

Irgendwie finde ich ja auch, dass fast alles besser schmeckt mit Streuseln. Egal ob es ein einfacher Kirschstreusel ist, ein klassischer Obstcrumble oder mein Himbeerkuchen mit Mandelstreuseln. Sie geben den Muffins in dem Fall die nötige Süße im Kontrast zu den etwas sauren Johannisbeeren. Den Himbeerkuchen hatte ich letztes Jahr auch mit Himbeeren aus dem eigenen Garten gebacken. Für mich die liebste Art die Beeren zu verwerten. Beide Rezepte kann man auch hervorragend mit gefrohrenen Früchten zubereiten. So habe ich dann auch länger im Jahr was davon, da ich einen Teil der Ernte immer auf Vorrat einfriere. Dafür sollte man die Beeren grundlich waschen, von allem Grün befreien und erstmal nebeneinanderliegend auf einem Tablett einfrieren, bevor man sie in Gefrierbeutel oder -dosen umpackt. So bleiben sie einzeln schön und werden nicht zerdrückt.

Johannisbeeren habe ich übrigens auch schonmal als Tartlettes mit Mandelkruste (im Prinzip auch eine Art Streusel) gebacken. Das war auch sehr lecker und eine schöne Erinnerung an den Frankreich Urlaub.

vegane Johannisbeermuffins mit Streuseln

Was ist euere liebste Beerensorte? Bei mir sind es ja eigentlich Erdbeeren und Blaubeeren. Für passende Rezepte schaut gerne mal in meine Rezeptübersicht.

Rezept: Couscous Spargel Salat

Dieses Jahr ist für mich ein Spargel-Jahr, denn so oft wie in dieser Saison habe ich das Gemüse bisher noch nie gegessen. Klar, dass ich dabei auch einige neue Rezepte ausprobiert habe. Diesmal ist daraus ein leckerer grüner Frühlingssalat geworden: Couscous Spargel Salat. In dieser Kombination schmeckt der Spargel gleich wieder ein bisschen anders.

Couscous Spargel Salat

Zutaten:
250g Couscous
½ Bund grüner Spargel
150g Erbsen
½ Bund Radieschen
½ Bund Rucola
150g veganer Feta
für das Dressing:
3EL Rapsöl
2EL weißer Essig
1EL Agavendicksaft
2TL Senf
Salz, Pfeffer

1. Für den Couscous die doppelte Menge Salzwasser aufkochen und den Couscous darin ziehen lassen. Den Spargel schälen, in kleine Stücke schneiden und ca. 10min in Wasser garen lassen. Die Erbsen ebenfalls kurz mitgaren. Alles abkühlen lassen.
2. In einer Schüssel Spargel, Erbsen und Couscous mischen. Die Radieschen in Scheiben schneiden, den Rucola kleinschneiden und beides untermischen.
3. Jetzt das Dressing in einer seperaten Schüssel anrühren, über den Salat geben und gut mischen. Zum Schluss optional den veganen Feta über den Salat bröseln. Noch besser schmeckt der Salat, wenn ihr ihn vor dem Servieren 1-2 Stunden im Kühlschrank ziehen lasst.

Couscous Spargel Salat

Wirklich eine leckere Kombination, die man im Frühling auch prima zum Grillen oder für ein Buffet oder einen Brunch mitbringen kann. Für mich ist es auch eine gute Alternative zum klassischen veganen Nudelsalat oder Kartoffelsalat, die ich beide zwar auch sehr gerne esse, aber ein bisschen Abwechslung schadet ja nicht.

Auch nicht erwartet hätte ich, dass Tiefkühlerbsen und grüner Spargel geschmacklich so gut harmonieren. Der Rucola gibt dann zusätzlich etwas Würze und die Radieschen bringen optisch einen schönen Kontrast zu dem restlichen grünen Gemüse. Ich habe außerdem noch etwas veganen Feta hinzugefügt, der Salat kommt aber auch gut ohne aus.

Couscous Spargel Salat

Weitere Rezeptideen:
Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme
Süßkartoffel Brötchen (Bolo do Caco)
Spargel mit Cashew Hollandaise
Vegane Bruschetta

Rezept: vegane no bake Erdbeertörtchen

Für dieses Rezept habe ich mich mal an einer (für mich) neuen Richtung der veganen Küche probiert. Herausgekommen sind diese rohveganen Erdbeertörtchen, die man wirklich ganz unkompliziert und ohne backen zubereiten kann. Der Boden besteht aus Nüssen und Datteln, die Creme aus Cashews und Erdbeeren.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Zutaten für 6 Stück:
Für den Boden:
200g Datteln (entsteint)
100g Mandeln
100g Haselnüsse
Für die Creme:
200g Cashews
200g Erdbeeren
4 EL Agavendicksaft
Erdbeeren zum verzieren

1. Zuerst die Datteln und die Cashews mindestens 2 Stunden, die Cashews besser über Nacht, in Wasser einweichen.
2. Für den Boden Mandeln und Haselnüsse im Mixer zerkleinern (die Stücke dürfen ruhig sehr klein sein). Die eingeweichten Datteln dazugeben und alles mixen bis eine gleichmäßige, klebrige Masse entsteht.
3. Diese in den Tartelettesförmchen verteilen und einen Rand hochdrücken. Die Förmchen kaltstellen.
4. Die eingeweichten Cashews mit den Erdbeeren und dem Agavendicksaft zu einer Creme pürieren. Die Creme in den Tarteboden füllen. Mit Erdbeeren dekorieren. Die Tartelettes bis zum servieren kaltstellen.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Da der Boden eher weich ist solltet ihr entweder einzelne Tartelettesförmchen verwenden, in denen ihr die Törtchen direkt servieren könnt, oder ihr müsst sie vor dem servieren einfrieren. Ich habe meine Törtchen mit einer Tartelettesform aus Silikon gemacht (ähnliche hier *Affiliate-Link). Damit sich die Törtchen im Ganzen lösen ließen, habe ich sie über Nacht eingefroren. Vor dem Auftauen sollte man die Törtchen am besten auch schon direkt auf dem Teller platzieren, auf dem man sie servieren möchte.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Die Zubereitung war auf jeden Fall sehr einfach und da ich Datteln und Cashews vorher eingeweicht habe, auch ohne Hochleistungsmixer machbar. Geschmacklich ist es sehr nussig, aber die Füllung auch sehr cremig und erstaunlich fest. Außerdem kommen die Törtchen ohne Mehl und Zucker aus. Das man sie nicht backen muss ist ein weiterer Vorteil für den Sommer. Diesem ersten Versuch von Rohkostkuchen, werden bestimmt noch weitere folgen. Wobei ich bei meinen Zutaten einfach normale Cashews und andere Nüsse gekauft habe. Wer darauf Wert legt kann diese auch in Rohkostqualität bekommen.

vegane no bake Erdbeertörtchen

Habt ihr euch schon an der Rohkostküche versucht? Bewusst etwas zubereitet, so wie hier, habe ich bisher selten, ich habe aber schon ein mehreren veganen Restaurants Rohkostgerichte probiert und es waren wirklich viele kreative Sachen dabei.

Weitere Rezeptideen:
Vegane Erdbeer Cupcakes
Johannisbeertartelettes mit Mandelkruste
Veganes Tiramisu

Rezept: vegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

Heute gibt es das nächste Bärlauch Rezept und diesmal in Kombination mit einem weiteren klassischen Frühlingsgemüse: mit grünem Spargel. Außerdem ist dieses Rezept für vegane Blätterteig-Spargel-Taschen super einfach, aber trotzdem ein Hingucker, wenn man mal etwas schickeres servieren möchte.

vegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

Zutaten für 6 Blätterteig-Spargel-Taschen:
1 Bund frischer grüner Spargel
ca. 40g Margarine
1 Packung fertigen veganen Blätterteig (meiner war aus dem Kühlregal)
150g vegane Creme fraiche (ich hatte Creme Vega)
2 EL Bärlauchpesto
2 EL Sesam (optional)

Zubereitung:
1. Zuerst den Spargel vorbereiten, das untere drittel schälen und trockene Enden ggf. abschneiden. In einem großen Topf Wasser mit etwas Salz zum kochen bringen, ca. 20g der Margarine darin auflösen. Wenn das Wasser kocht den Spargel hineingeben und ca. 10min garen lassen.
2. Den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und in sechs gleiche Teile schneiden. Die Creme fraiche mit dem Bärlauchpesto verrühren und auf dem Blätterteig verteilen.
3. Den Backofen auf 180°C vorheizen. Wenn der Spargel gar ist, aus dem Wasser nehmen und jeweils 2-3 Spargelstangen diagonal auf die Blätterteigquadrate legen. Die offenen Ecken über dem Spargel übereinander klappen und etwas andrücken.
4. Die restliche Margarine kurz im Topf schmelzen lassen und die Blätterteig-Taschen außen damit einpinseln. Etwas Sesam als Deko darüberstreuen.
5. Jetzt müssen die Blätterteig-Spargel-Taschen für ungefähr 25min bei 180°C Umluft in den Backofen. Servieren kann man sie gut einzeln als Vorspeise, oder jeweils zwei Stück zusammen mit Salat als Hauptgericht.

vegane Blätterteig-Spargel-Taschen auf einem Backblechvegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

Die Kombination aus knusprigem Blätterteig, grünem Spargel und Bärlauchcreme fand ich wirklich lecker. Da ich für die Creme Bärlauchpesto verwendet habe, kann man dieses Gericht auch noch über die komplette Spargelsaison zubereiten, denn als Pesto kann man den Bärlauch sehr einfach länger haltbar machen. Das funktioniert z.b. mit meinem Rezept für Bärlauch-Petersilien-Pesto.

vegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

In diesem Jahr habe ich auch wieder richtig Lust auf Spargel. Neben neuen Gerichten, wie diesem hier, will ich auch endlich mal ein paar ältere Spargelrezepte überarbeiten und neue Fotos machen. Dabei bleibe ich aber definitiv Team „grüner Spargel“, weißer Spargel ist geschmacklich nicht so meins. Wie ist das bei euch? Esst ihr lieber grünen oder weißen Spargel?

Weitere Rezeptideen:
Vegane Blätterteig-Tarte
Vegane Bärlauch-Quiche
Gebackene Süßkartoffel mit Spargel Dip
Spargel mit Cashew Hollandaise