Posted on Juli 26, 2026
Was kostet ein Campervan-Roadtrip durch Neuseeland?
Ein Roadtrip durch Neuseeland steht bei vielen Reisenden weit vorne auf der Bucketlist. Aber was kostet eine Reise ans andere Ende der Welt eigentlich und wo lässt sich dabei Geld sparen? Ich habe Neuseeland im Dezember 2025 für etwa vier Wochen mit dem Campervan bereist und teile hier meine Erfahrungen zu allen Kosten von Flug, Vanmiete, Verpflegung und weiteren Faktoren, inklusive einiger Spartipps.

Kosten für den Flug nach Neuseeland
Bei einer so langen Anreise wie nach Neuseeland, machen die Flugkosten einen großen Posten im Reisebudget aus. Ich bin bei meiner Reise mit der Fluggesellschaft Emirates über Dubai nach Auckland und zurück von Christchurch via Sydney und Dubai nach Frankfurt geflogen. Hin- und Rückflug haben mich ca. 1.600€ gekostet. Gebucht habe ich Anfang Mai für Flüge im Dezember. Je Strecke war ich knapp unter 30 Stunden unterwegs (+ An-/Abreise zum/vom Flughafen).

Günstigere Flüge bekommst du je nach Saison und Buchungszeitraum, wenn du längere Reisezeiten und mehr Umstiege in Kauf nimmst. Preise kannst du gut über Flugsuchmaschinen vergleichen.
Kosten für NZeTA und Tourismusabgabe
Für die touristische Einreise von bis zu drei Monaten benötigen deutsche Staatsangehörige zwar kein Visum, aber die Einreisegenehmigung NZeTA. Diese solltest du spätestens 72 Stunden vor Einreise beantragen. Die Gebühren für die NZeTA betragen 23NZD, wenn du sie online beantragst, über die App zahlst du nur 17NZD. Zusätzlich wird bei der Beantragung die Tourismusabgabe fällig, die aktuell 100NZD beträgt (Stand 2026). Insgesamt kommst du umgerechnet auf rund 60€.
Was kostet es, einen Campervan in Neuseeland zu mieten?
Neben dem Flug macht die Miete eines Campervans oder Wohnmobils den zweiten großen Kostenpunkt bei einer Neuseeland Reise aus. Die Preise variieren dabei deutlich je nach Modell und Reisezeit und können von niedrigen bis mittleren zweistelligen Beträgen pro Nacht in der Nebensaison und für kleinere Modelle bis zu mittleren dreistelligen Summen für größere Wohnmobile in der Hochsaison reichen. Vergleichen und buchen kannst du über CamperDays* (Affiliate-Link).

Wir waren zu zweit und im Dezember unterwegs und haben für knapp drei Wochen einen kleineren Campervan gemietet. Dafür haben wir inklusive Vollkaskoversicherung und Einweggebühr ca. 4.200€ gezahlt. Das sind etwa 190€ pro Tag.
Da wir im Dezember unterwegs waren, hatten wir auch einige sehr teure Tage rund um Weihnachten dabei, an denen die Mietpreise aufgrund der Ferien nochmals deutlich höher lagen. Außerdem mussten wir eine Einweggebühr zahlen, da wir den Camper in Auckland abgeholt, aber in Christchurch abgegeben haben, und wir entschieden uns für das etwas teurere Premium-Paket ohne Selbstbeteiligung und mit einer geringeren Kautionssumme.
Spar-Tipp: wenn du sehr flexibel bist, kannst du unter dem Stichwort Wohnmobil/Campervan Überführung bzw. Camper Relocations richtige Schnäppchen machen. Dabei übernimmst du die Überführung der Fahrzeuge zwischen den verschiedenen Mietstationen und zahlst dafür nur eine geringe Miete. Dafür hast du meist nur wenige Tage Zeit, um das Fahrzeug wieder abzuliefern. Wir haben bei unserer Abholung in Auckland ein Pärchen getroffen, die das gemacht haben, und bei ihrer Reise gleich mehrfach auf verschiedenen Routen Camper von Christchurch nach Auckland überführt haben.
Mietauto vs. Campervan vs. Wohnmobil Kosten
Günstiger bist du meist unterwegs, wenn du statt eines Campervans ein einfaches Mietauto nimmst. Dafür kommen dann höhere Kosten für die Unterkunft auf dich zu und du kannst nicht auf den schönen naturnahen DOC Campsites übernachten.
Ein kleiner Campervan war für mich und meine Reisebegleitung ideal. Da wir nur zu zweit waren, kamen wir mit dem wenigen Platz gut aus für ein paar Wochen.
Wer mit mehr Personen unterwegs ist, oder sich mehr Komfort wünscht, kann auch größere Wohnmobile mieten. Diese können zur Hochsaison aber deutlich teurer sein und unterwegs wird es etwas schwieriger, passende Parkplätze zu finden.
Kosten für Tanken und Maut
Zusätzlich zur Campermiete solltest du die Spritkosten, je nachdem, wie viel Strecke du zurücklegst, nicht unterschätzen. Wir sind in drei Wochen knapp 4.300km mit dem Van gefahren und haben umgerechnet etwa 640€ für Sprit ausgegeben. Dabei mussten wir alle 2-3 Tage tanken und haben das günstigere 91er Benzin zu Literpreisen zwischen 2,50NZD und 3,20NZD getankt. Aktuell (Stand 07/26) liegt der durchschnittliche Spritpreis aber nochmal einiges höher als zum Zeitpunkt unserer Reise im Dezember 2025.

Spar-Tipp: Besonders günstig getankt haben wir während der Reise meistens an den Tankstellen vom PAK’n SAVE Supermarkt. Von unserer Autovermietung hatten wir außerdem eine Karte für Rabatt bei einer anderen Kette. Außerdem gilt: lieber in größeren Städten nochmal volltanken, denn die Preise an abgelegenen, touristischen Orten wie mm Tongariro-Nationalpark oder am Milford Sound waren besonders hoch.
Die meisten Straßen in Neuseeland sind mautfrei, auf aktuell drei Strecken wird jedoch eine Maut erhoben. Alle drei liegen auf der Nordinsel, können aber gut umfahren werden.
Fährüberfahrt zwischen Nord- und Südinsel
Wenn du beide Hauptinseln von Neuseeland mit dem Camper bereisen möchtest, solltest du dich frühzeitig um die Buchung der Fähre kümmern. Zwei Anbieter (Bluebridge und Interislander) fahren regelmäßig zwischen Wellington auf der Nordinsel und Picton auf der Südinsel. Dabei ist schon die Fahrt durch den Queen Charlotte Sound an schönen Tagen ein Highlight.

Preise unterscheiden sich dabei je nach Tarif, Fahrzeuggröße, Personenzahl und Reisezeit. Wir haben die flexible Rate bei Interislander gebucht und für zwei Erwachsene und ein Fahrzeug bis 5m rund 500NZD gezahlt.
Spar-Tipp: Wenn du wie wir vorab die Mitgliedschaft im Top 10 Holiday Park abschließt, kannst du bei der Buchung für die Interislander Fähre 10% sparen.
Was kosten Campingplätze und DOC Campsites in Neuseeland?
Mit dem Campervan hast du zwar dein Zuhause immer dabei, zum Übernachten musst du aber auch in Neuseeland einen geeigneten Platz suchen. Da wir in der Hochsaison unterwegs waren, haben wir lieber Campingplätze vorab gebucht, du findest aber auch Plätze z.B. DOC Campsites, die nach dem Motto First-com-first-served meist naturnahe, einfache Stellplätze anbieten.

Für unsere gebuchten Campingplätze, meist mit Powered Site, haben wir im Schnitt zwischen 50-60NZD pro Nacht gezahlt. Dazu gab es dann noch Sanitäranlagen und meist eine Gemeinschaftsküche, die wir zum Kochen genutzt haben. Gefunden habe ich die Campingplätze über Google Maps, du findest sie aber auch nochmal aufgelistet in meinem Artikel zur Roadtrip-Route durch Neuseeland. Insgesamt haben wir für Campingplätze 1.060€ gezahlt. Das geht sicher günstiger, aber wir wollten unsere Zeit vor Ort nicht mit der Stellplatzsuche verbringen und zur Hochsaison lieber auf der sicheren Seite sein.
Spar-Tipp: Da wir auch öfter auf Campingplätzen der Top 10 Holiday Parks übernachtet haben, konnten wir mit der Mitgliedschaft dort immer etwas sparen. Die Mitgliedschaft kostet einmalig 55NZD, gilt für zwei Jahre und wir haben damit bei unserem Trip, inklusive der Buchung der Fährüberfahrt, ca. 150NZD gespart.
DOC Campsites sind meist einfachere Plätze, einige davon sind kostenfrei, bei anderen zahlst du zwischen 10-28NZD pro Person und Nacht.
Für die Suche nach Stellplätzen werden meist die Apps Campermate und Rankers Campers empfohlen. Ich habe beide ausprobiert, fand sie aber für die Vorabplanung und zum Vergleichen von Campingplätzen nicht so ideal.
Ist Freistehen in Neuseeland erlaubt?
In vielen Köpfen herrscht noch die Vorstellung, dass man sich bei einem Neuseeland Roadtrip einfach überall an die schönsten Plätze stellen und dort im Camper übernachten kann. Da mit mehr Campern aber auch mehr Konflikte einhergehen, wurden die Regeln diesbezüglich in den vergangenen Jahren immer wieder verschärft. Auf vielen Parkplätzen findest du eindeutige Verbotsschilder, in Scenic Reserves ist Camping grundsätzlich verboten.
Über die oben genannten Apps findest du trotzdem noch einige Plätze, wo du kostenfrei campen kannst. Voraussetzung dafür ist ein sogenannter Self-Contained Camper, der über eine Toilette, einen Wassertank und Abwasser verfügt. Achte hierauf bei der Buchung deines Campers, wenn du auf solchen Plätzen übernachten möchtest.
Wir haben allerdings immer auf offiziellen, vorab gebuchten Campingplätzen übernachtet, sodass ich keine eigenen Erfahrungen mit Freedom Camping habe. In der Camper-Vermietung wurde uns auch geraten, spätestens alle drei Tage auf einen Campingplatz zu fahren, um Strom zu laden, Frischwasser aufzufüllen und den Abwassertank zu leeren. Mehr Infos über die Regelungen beim Freedom Camping liest du bei Weltwunderer.
Was kosten Hotels in Neuseeland?
Den Großteil der vier Wochen in Neuseeland haben wir im Campervan übernachtet. Aber nach der Anreise und vor dem Abflug haben wir ein paar Nächte im Hotel in Auckland und in Christchurch verbracht. Zwar kannst du theoretisch dein Fahrzeug direkt nach der Ankunft in Neuseeland übernehmen, wenn du wie wir aber noch ein bisschen Zeit in der Stadt verbringen möchtest, bist du dort ohne Camper flexibler.

Für drei Nächte im Ramada Suites by Wyndham in Auckland haben wir zu Beginn der Reise 260€ gezahlt. Eine Übernachtung zum Abschluss im Wyndham Garden in Christchurch hat uns nochmal 100€ gekostet. Gebucht habe ich wie immer über booking.com* (Affiliate-Link).
Je nachdem, wo du übernachtest, und wie hoch der Standard und die Ausstattung der Unterkunft sind, variieren die Preise hier natürlich stark. Zimmer in einfachen Guesthouses bekommst du teils schon ab 50€ pro Nacht, aber auch Preise um 100-150€ pro Nacht sind keine Seltenheit.
Ich war auf jeden Fall froh über ein großes, bequemes Bett und eine geräumige Dusche nach dem langen Hinflug und vor dem langen Rückflug.
Was kostet Verpflegung in Supermärkten?
Während unserer Roadtrips haben wir uns die meiste Zeit selbst verpflegt und waren nur selten in Restaurants. Dafür haben wir einmal nach der Übernahme des Campers einen größeren Einkauf mit Basics gemacht und später vor allem frische Zutaten wie Obst, Gemüse oder vegane Joghurts und Aufstriche nachgekauft. In 3 ½ Wochen haben wir dafür etwa 350€ ausgegeben. Darunter waren aber auch teurere Basics wie Nüsse, öfters Blaubeeren und einige Bio-Produkte. Am günstigsten für Basic-Zutaten war die Supermarkt-Kette PAK’n SAVE, wo wir auch öfters günstig getankt haben. Hier findest du günstige Eigenmarken, aber auch frisches Obst und Gemüse.

Unsere Küche war während des Trips einfach, aber abwechslungsreich. Morgens gab es meist ein Müsli mit frischem Obst und veganem Joghurt, mittags Brot mit Hummus, Avocado und Rohkost und abends eine Gemüsepfanne oder ein Gemüsecurry mit Reis, Kartoffeln oder Nudeln.
Spar-Tipp: auf einigen Campingplätzen gibt es (Kühl-)Schränke für geteilte Lebensmittel. Andere Reisende teilen dort Lebensmittel, die sie nicht mehr brauchen. Auch in unserer Camper-Vermietung gab es so einen Tisch. Von dort haben wir uns zu Anfang gleich ein paar Basics mitgenommen und nach der Rückgabe einige haltbare Lebensmittel, die wir nicht aufgebraucht haben, dort gelassen.
Obst- und Gemüsestände an der Straße
Wenn du durch das ländliche Neuseeland fährst, werden dir an der Straße öfter kleine Verkaufsschilder auffallen. Hier gibt es häufig kleine Stände mit lokalen Produkten, die du zu kleinen Preisen mitnehmen kannst. Einfach kurz anhalten und den entsprechenden Betrag in bar hinterlassen.
Was kostet Essen gehen in Neuseeland?
Restaurants haben wir während unserer Reise eher selten besucht. Vor allem am Anfang in Auckland waren wir häufiger aus essen, später nur dann, wenn es gut gepasst hat. Dabei war es preislich meist günstiger, als wir es aus Deutschland gewohnt sind. Günstige Gerichte für etwa 20NZD waren keine Seltenheit. Inklusive Getränk haben wir umgerechnet zwischen 10-15€ fürs Essen gehen ausgegeben. Meine Restaurant-Tipps findest du in meinem „Vegan in Neuseeland-Guide“.

Cafés und Foodtrucks unterwegs
Auf unserer Route sind wir öfter an kleinen Cafés und Foodtrucks vorbeigekommen, bei denen man auch in abgelegeneren Orten einen Kaffee und einen Snack bekommen konnte. Häufig gab es die für Neuseeland typischen Pies (auch vegan) oder fertige Sandwiches und Wraps. Die Pies gab es schon zu günstigen Preisen zwischen 6-8NZD. Den gleichen Preis zahlte ich in der Regel für meinen veganen Cappuccino mit Haferdrink, den ich mir ab und an gegönnt habe.
Kosten für Eintritte und Touren
Je nachdem, welche Sehenswürdigkeiten du dir in Neuseeland ansehen möchtest, können sich die Eintritte ganz schön läppern. Preise für Tagestouren weit über 100€ pro Person sind keine Seltenheit. Zum Glück gibt es auch viele kostenlose Sehenswürdigkeiten und Naturhighlights, für die du kein zusätzliches Budget einplanen musst. Hier mal ein paar Beispiele für Touren und Preise, die ich während meiner Reise gemacht habe.
Hobbiton Filmset*: 130NZD
Hobbiton und Waitomo Cave Tagestour von Auckland*: 189€
Cathedral Cove Bus Shuttle: 8NZD return
Wai-O-Tapu Thermal Wonderland*: 47NZD
Whakareware Maori Village Tour*: 55NZD
National Kiwi Hatchery Tour*: 75NZD
Tongariro Alpine Crossing Shuttlebus: 70NZD
Wellington Cable Car: 12NZD return
Abel Tasman Nationalpark Wassertaxi*: 125NZD
Milford Sound Cruise*: 169NZD
Oamaru Penguin Viewing*: 47NZD
Alle Links mit Sternchen* sind Affiliate-Links.
Insgesamt habe ich etwa 500€ für Eintritte und Aktivitäten während der Neuseeland Reise ausgegeben. Das ist für mich noch im Rahmen und ein guter Kompromiss zwischen Highlights und Preis-Leistungs-Verhältnis. Für andere Touren in Neuseeland musst du teilweise noch tiefer in die Tasche greifen. Etwa für Gletschertouren, Speedboat-Fahrten, Bungee-Sprünge oder Helikopter-Rundflüge.
Was kostet Parken in Neuseeland?
Parkplätze an beliebten Sehenswürdigkeiten wie der Cathedral Cove, den Pancake Rocks oder am Aoraki/Mount Cook sind inzwischen kostenpflichtig. Hier musst du vorab je nach gewünschter Parkzeit bezahlen. Bei meiner Reise lagen die Preise bei 5NZD/Stunde.
Auch in Innenstädten mussten wir teilweise fürs Parken bezahlen, etwa in Wellington oder Queenstown. Für große Fahrzeuge war es aber teils gar nicht so einfach, einen passenden Platz zu finden, da viele größere Parkplätze eine Höhenbegrenzung hatten.
Kosten für Souvenirs
Der letzte Punkt in meiner Neuseeland-Kosten-Liste sind Mitbringsel und Souvenirs. Schließlich möchtest du vielleicht etwas mitnehmen, das dich an diese schöne Reise erinnert, oder deinen Lieben zu Hause eine Kleinigkeit schenken. Was du mitbringst, ist natürlich sehr individuell und somit auch preislich stark schwankend. Ich habe insgesamt knapp 100€ für Souvenirs und Mitbringsel ausgegeben. Darunter einen kleinen Plüsch-Kiwi, ein T-Shirt, einen Reiseführer zu „Herr der Ringe“-Drehorten und dunkle Nuss-Schokolade.
Auch mehrere Postkarten habe ich verschickt. Diese bekommst du meist zwischen 1,30-2NZD. Dazu kommt dann noch das Porto von derzeit 2,90NZD bei der NZ Post, wenn du sie nach Europa versenden möchtest.
Fazit und Gesamtkosten für 4 Wochen Campervan Roadtrip in Neuseeland:
Die Angaben beziehen sich auf die Kosten für eine vierwöchige Reise mit dem Campervan durch Neuseeland für zwei Personen.
Flug: 1.600€ pro Person
NZeTA und Tourismusabgabe: 60€ pro Person
Campervan Miete: 4.200€
Spritkosten: 640€
Campingplätze: 1.060€
Hotels: 360€
Verpflegung: 350€
Restaurants, Kaffee & Snacks: 300€
Eintritte & Touren: 500€ pro Person
Souvenirs: 100€ meine Kosten
Gesamtkosten pro Person: 5.715€
Selbstverständlich sind die Kosten genauso individuell wie die Reiseplanung. Du kannst mit Sicherheit wesentlich günstiger unterwegs sein, aber genauso auch mehr ausgeben. In unserem Fall waren wir nicht Low-Budget unterwegs, haben Wert auf genügend Komfort, Planungssicherheit und gesunde Verpflegung gelegt und wollten bei dieser Once-in-a-lifetime-Reise auch nicht übermäßig bei den Touren sparen.
Weiterlesen zu Neuseeland:
Neuseeland: praktische Tipps zur Reiseplanung
Tierwelt in Neuseeland: Artenschutz, Birding und Marine Life
Neuseeland: Highlights auf der Südinsel
Updated on Juli 23, 2026
Rezept: veganer Clafoutis mit Kirschen
Hast du schon mal von Clafoutis gehört? Das ist ein französischer Nachtisch. Eine Mischung aus Auflauf und Kuchen. Mit frischem Obst, meistens Kirschen, und einem Pfannkuchen-ähnlichen Teig im Backofen gebacken. Mein Rezept für veganen Clafoutis mit Kirschen findest du hier.

Zutaten für eine runde Backform mit ca. 28cm Durchmesser:
300g frische Kirschen
15g Eiersatz von Biovegan* (Affiliate-Link)
150ml Sprudelwasser
50g Zucker
200g Mehl
1TL Backpulver
250ml Pflanzendrink
etwas Puderzucker zum Bestreuen
optional veganes Vanilleeis
Zubereitung:
1. Die Form mit Margarine einfetten, die Kirschen waschen und entkernen. Möglichst gleichmäßig in der Form verteilen. Ggf. eine Handvoll Kirschen beiseitelegen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.
2. Für den Teig das Eiersatzpulver mit dem Sprudelwasser in einer großen Schüssel glattrühren. Erst Zucker, dann Mehl, Backpulver und Pflanzendrink unterrühren.
3. Den Teig über die Kirschen in der Form gießen. Falls du noch Kirschen beiseitegelegt hast, diese darauf verteilen.
4. Der Clafoutis muss jetzt für ca. 30min bei 180°C Umluft auf mittlerer Schiene im Ofen backen, bis er oben eine leicht braune Farbe bekommt.
5. Noch warm mit etwas Puderzucker bestreuen und nach Belieben mit veganem Vanilleeis servieren.

Die Idee für dieses Rezept kam mal wieder ganz spontan. Ich war gerade dabei, mein Rezept für vegane Brombeer-Cupcakes zu posten und überlegte, was für Rezepte ich noch mit Brombeeren kreieren könnte. Als Erstes dachte ich dabei an Pancakes aus dem Ofen. Dieser Food-Trend ist praktisch eine moderne Form von Clafoutis. Die Pancakes vom Blech sind genauso einfach und man kann die Stücke verschieden belegen. Clafoutis werden dagegen traditionell mit Kirschen gebacken und zufällig hatte ich noch eine Schale frischer Kirschen im Kühlschrank, die ich mal aufbrauchen sollte. Also habe ich mir fix überlegt, wie ich den Teig für den veganen Clafoutis besonders fluffig bekomme (Spoiler: Backpulver reicht schon), und direkt losgelegt.
Die Zubereitung des Clafoutis ist denkbar einfach. Am aufwendigsten ist tatsächlich das Entkernen der Kirschen. Du kannst alternativ auch Kirschen aus dem Glas verwenden, diese solltest du dann aber gut abspülen, damit der Kirschsaft den Teig nicht verfärbt. In alten französischen Rezepten habe ich gesehen, dass die Kirschen oft einfach komplett mitgebacken wurden. Diese Option, bei der man die Kerne dann beim Essen wieder ausspuckt, kommt für mich aber nicht infrage. Der Teig wird aus einfachen Zutaten mit dem Schneebesen zusammengerührt. Anders, als bei meinen veganen Pfannkuchen mit Banane, verwende ich hier ein veganes Eiersatzpulver von Biovegan (Affiliate-Link). Damit wird der Teig fluffiger. Etwas Backpulver sorgt dafür, dass der Teig schön aufgeht. Ansonsten benötigst du nur Mehl, Zucker und Pflanzendrink.

Serviert wird der Clafoutis am besten lauwarm, direkt aus dem Ofen. Gut schmeckt eine Kugel veganes Vanilleeis dazu, alternativ kannst du auch eine Vanillesoße machen. So hast du ein einfaches Dessert.
Weitere vegane Rezeptideen:
Vegane Mousse au Chocolat
Vegane Crêpes
Veganer Kirschstreusel vom Blech
Posted on Juli 19, 2026
Neuseeland Roadtrip: Meine Route für 3 ½ – 4 Wochen
Du suchst nach der perfekten Route für einen Roadtrip in Neuseeland? Hier ist mein Vorschlag für eine Route von 3 ½ bis 4 Wochen, der die größten Highlights von Nord- und Südinsel kombiniert. Ich bin diese Route so bei meinem Roadtrip im Dezember 2025 gereist und gebe dir hier Tipps, wo du sie leicht anpassen und optimieren kannst.

Wie plane ich meine Reiseroute für Neuseeland?
Bevor du mit der Detailplanung deiner Route startest, musst du ein paar Fragen klären: wie viel Zeit hast du zur Verfügung? Willst du nur eine oder beide Hauptinseln bereisen? Startest und endest du am gleichen Punkt oder gibst du dein Auto/deinen Camper an einem anderen Ort wieder ab? Welche Highlights willst du auf keinen Fall verpassen?
Ich bin so vorgegangen, dass ich mir interessante Punkte auf einer Karte markiert habe. Gestartet bin ich in Auckland auf der Nordinsel, zurück ging es von Christchurch auf der Südinsel und nach der Flugbuchung war der Zeitraum (knapp 4 Wochen) auch schnell klar. Zusammen mit dem Flug haben wir auch direkt unseren Camper* (Affiliate-Link) gebucht. Dann habe ich angefangen genauer zu planen und anhand von Fahrzeiten und Unternehmungen die Route zu erstellen.
Meine Reiseroute für knapp 4 Wochen Neuseeland (Nord- und Südinsel)
Auckland – 3 Nächte
Unser Flug landetet am Freitagmittag in Auckland und vom Flughafen ging es mit dem Bus in unser Hotel im Zentrum, im CBD-Bezirk. Nach dem langen Flug gingen wir nur ein bisschen spazieren und etwas essen, bevor wir die Stadt dann am Samstag richtig erkundeten. Da wir unseren gewünschten Campervan erst wieder am Montag abholen konnten, blieben wir noch eine Nacht länger, nutzten den Sonntag aber schon für einen längeren Ausflug nach Hobbiton und zur Waitomo Cave. Montags übernahmen wir dann den gemieteten Campervan.

Unterkunft: Ramada Suites bei Wynham, Victoria Street West* (Affiliate-Link)
Mehr über die Stadt liest du in meinem Artikel „Ein perfekter Tag in Auckland“.
Coromandel Halbinsel – 1 Nacht
Als erstes Ziel steuerten wir einen kleinen Campingplatz auf der Coromandel Halbinsel an, etwa 2 ½ Fahrstunden von Auckland entfernt. Hier hätte es auch noch viel mehr zum erkunden gegeben, aber wir mussten erstmal Vorräte einkaufen und uns im Van einrichten, also beschränkten wir uns auf einen kleinen Spaziergang zum Strand. Am nächsten Tag ging es dann früh zur Cathedral Cove, die wir am Morgen noch ohne den großen Andrang durch Reisegruppen erleben konnten.

Camping: Tairua Campground
Rotorua – 3 Nächte
Die Route nach Rotorua führte erst über kurvige Straßen, dann sehr lange durch Farmland. Ein Zwischenstopp legten wir nur in Matamata ein. Wären wir nicht schon vorher dort gewesen, hätten wir hier das Hobbiton Movie Set besuchen können (unbedingt vorab buchen, z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link)). Bei Rotorua bezogen wir dann einen gemütlichen Platz an einem Badesee, perfekt für eine Abkühlung nach dem heißen Tag.

Rotorua ist geprägt von vulkanischer Aktivität und so führte uns unser erster Ausflug am nächsten Morgen auch in eine der zahlreichen Geothermal Areas. Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist bekannt für seinen großen Geysir, der einmal am Morgen zum Ausbruch gebracht wird. Auf dem Rückweg besuchten wir das Whakarewarewa Maori Dorf. In diesem und in ein paar anderen Dörfern in der Region kannst du mehr über die Kultur der Maori lernen.

Am zweiten Tag in Rotorua besuchten wir die National Kiwi Hatchery. Dort werden Kiwis ausgebrütet, in sicherer Umgebung aufgezogen und, sobald sie groß genug sind,wieder ausgewildert. Somit hatten wir dann auch die Möglichkeit den Nationalvogel von Neuseeland zu sehen.
Camping: Blue Lake TOP 10 Holiday Park
Mehr über die Region liest du in meinem Artikel „Rotorua – 3 Tage zwischen Geysiren, Maoir-Traditionen und Kiwis“.
Tongariro – 2 Nächte
Vorbei am Lake Taupo ging es weiter zum Tongariro Nationalpark Mit nur kurzen Stopps bei den Huka Falls und am Seeufer hatten wir am Anreisetag noch genügen Zeit die Desert Road an der Ostseite entlangzufahren und für einen Abstecher zu den Gollums Pools bei Ohakune.

Der volle Tag vor Ort war eigentlich für das Tongariro Alpine Crossing gedacht. Kurzfristig entschieden wir uns jedoch dagegen und unternahmen ein paar einfache, kurze Wanderungen entlang der 48, z.B. zu den Taranaki Falls (ebenfalls sehr lohnenswert, aber weniger anstrengend).

Camping: Discovery Lodge Tongariro
Mehr liest du in meinem Artikel „Tongariro Nationalpark – einfache Wanderungen“.
Napier – 1 Nacht
Eigentlich hatte ich Napier nur als Zwischenstopp, für die lange Fahrt nach Wellington im Süden ausgewählt, die Stadt erwies sich aber als unerwartet hübsch. Im Zentrum befinden sich viele schöne Art-Deco Gebäude, es gibt einen langen, schwarzen Sandstrand und wir hatten einen schönen Stellplatz auf dem örtlichen Campingplatz mit Blick auf das Meer. Du kannst von Tongariro aber auch direkt nach Wellington durch fahren. Die Fahrzeit beträgt mit knapp vier Stunden nur ein wenig länger, als bis nach Napier.

Camping: Napier Beach TOP 10 Holiday Park
Wellington – 1 Nacht
Nach einer längeren Fahrt in den Süden hatten wir am Nachmittag noch Zeit um die Hauptstadt Wellington zu erkunden. Ein paar Stunden haben uns vollkommen gereicht und wir sind nur kurz durchs Zentrum und am Hafen vorbei gelaufen, mit der Cable Car gefahren und etwas durch den Botanischen Garten spaziert. Am nächsten Morgen ging es dann früh auf die Fähre zur Südinsel. Hier hatten wir vorab einen Platz bei Interislander gebucht.

Camping: Wellington TOP 10 Holiday Park
Abel Tasman Nationalpark – 2 Nächte
Der erste Stopp auf der Südinsel war der Abel Tasman Nationalpark im Norden. Dort blieben wir zwei Nächte auf einem Campingplatz in Marahau. Der kleine Ort grenzt direkt an den Nationalpark. Die noch etwas bessere Lage für unsere Tour am nächsten Tag wäre Kaiteriteri gewesen. Von hier starten die meisten Wassertaxis, die einen an Stränden entlang der Küste absetzen und wieder abholen. Wir sind nach einer längeren Fahrt entlang der Küste am Medlands Beach ausgestiegen und über den Coast Path bis zur Anchorage Bay gewandert.

Camping: Marahau Beach Camp
Mehr liest du in meinem Artikel „Abel Tasman Nationalpark – ein Tag unterwegs auf dem Coast Track“.
Greymouth – 1 Nacht
Weiter ging es an die Westküste, mit einem Zwischenstopp an der Swing Bridge in Murchison Falls. Mein Highlight war die kleine Robbenkolonie am Cape Foulwind, wo wir im Dezember auch einige Jungtiere beobachten konnten. Unsere Route führte jetzt Südwärts entlang der Küste bis kurz vor Greymoth und natürlich durfte ein kurzer Stopp bei den Pancake Rocks nicht fehlen.

Camping: Rapahoe Beach Holiday Park
Franz-Josef – 1 Nacht
Am nächsten Tag ging es, bei ständigem Regen, weiter an der Küste entlang bis nach Franz-Josef, wo am gleichnamigen Gletscher ein kleiner, touristischer Ort entstanden ist. Den Regen konnten wir schon auf dem kleinen Campingplatz aussitzen, um dann am Abend, als es aufgeklart hatte, zum Gletscher-Aussichtspunkt zu fahren. Wenn du hier eine längere Wanderung, oder einen Hubschrauberrundflug machen möchtest, solltest du etwas mehr Zeit einplanen.

Camping: Orange Sheep Campervan Park
Wanaka – 2 Nächte
Über den Haast Pass mit einigen tollen Flüssen und Wasserfällen führte unsere Route weiter nach Wanaka. Schon entlang der Straße gab es tolle Aussichtspunkte auf die großen Seen. Am nächsten Tag unternahmen wir eine kleine Wanderung am See, bei der wir einige Fantails beobachten konnten. Außerdem waren wir kurz im Zentrum und beim berühmten Wanaka Tree. Falls du hier länger bleiben möchtest, kannst du z.B. noch auf den Roys Peak wandern oder weiter in die Berge Richtung Mount Aspiring fahren.

Camping: Tasman Holiday Parks – Wanaka
Queenstown – 2 Nächte
Für uns ging es stattdessen nach kurzer Zeit weiter nach Queenstown. Nimm hier unbedingt die Route über Cardrona. Hier blühten im Dezember viele Lupinen entlang der Straße und am Pass gab es ein paar tolle Aussichtspunkte. Queenstown gilt als Adrenalin-Hauptstadt von Neuseeland. Wir schauten beim Bungee Jumping an der Kawarau Gorge aber lieber nur zu. Stattdessen spazierten wir durch die Queenstown Gardens am See und fuhren nach Arrowtown, eine alte Goldgräberstadt um ein paar „Herr der Ringe“-Drehorte zu besuchen.

Am zweiten Tag nahmen wir die Scenic Route nach Glenorchy. Die Straße führt immer am Lake Wakatipu entlang und nach einiger Zeit eröffnet sich nach Norden ein wunderschönes Bergpanorama. Wir hielten zwischendurch immer wieder für Fotostopps an und folgten der Straße bis zum Dart River, einem weiteren „Herr der Ringe“-Drehort.

Camping: Queenstown TOP 10 Holiday Park
Mehr liest du in meinem Artikel „Herr der Ringe“-Drehorte in Neuseeland.
Milford Sound – 2 Nächte
Milford Sound liegt zwar etwa auf gleicher Höhe mit Queenstown, die Route dorthin ist jedoch ein ziemlicher Umweg und führt über Mossburn und Te Anau in fast 300km dorthin. Wir blieben für zwei Nächte auf einem der wenigen Campingplätze im Tal, im Eglinton Valley Camp. Am nächsten Morgen ging es dann früh nach Milford Sound für eine klassische, aber sehr schöne Bootstour. Wir hatten, wie so oft in dieser Region, einige regenreiche Tage erwischt und so zwar super viele Wasserfälle im Fjord und in den Bergen, für lange Stopps oder Wanderungen war es uns aber definitiv zu nass und zu kalt (nur knapp 10°C im Dezember). Wer die lange Fahrt nicht selbst auf sich nehmen will, kann ab Queenstown Tagesausflüge mit Bootsfahrt buchen* (Affiliate-Link).

Camping: Eglinton Valley Camp
Queenstown – 1 Nacht
Auf der Rückfahrt von Milford Sound legten wir für eine weitere Nacht einen Stopp in Queenstown ein, um die Fahrstrecke nicht zu lang werden zu lassen.
Camping: Queenstown TOP 10 Holiday Park
Glentanner – 2 Nächte
Zum Abschluss der Reise ging es nochmal in die Berge rund um Aoraki/Mount Cook. Unser Campingplatz lag in Glentanner, direkt am See und schon am ersten Abend zeigte sich der markante Berg in bestem Licht. An Tag 2 hatten wir einige kurze Wanderungen geplant. Der beliebte Hooker Valley Track war wegen Bauarbeiten an der 2. Hängebrücke leider nur zur Hälfte geöffnet. Noch besser gefiel mir der kurze, aber steile Aufstieg zum Tasman Glacier View.

Camping: Glentanner Park Centre
Oamaru – 1 Nacht
Unsere letzte Nacht im Camper verbrachten wir in Oamaru, an der Ostküste. Wir wählten die etwas längere Route über Lake Tekapo dorthin, Ende Dezember waren die meisten Lupinen am See jedoch schon verblüht. In Oamaru wartete dafür am Abend ein Highlight: wir konnten beobachten wie die Blue Penguins aus der Kolonie dort an Land kamen. So süß!

Camping: Oamaru Harbour Tourist Park
Christchurch – 1 Nacht
Mit der Fahrt nach Christchurch war nun wirklich das Ende unseres Roadtrips gekommen. Wir brachten den Camper zurück und hatten vor unserem Rückflug dann noch einen Nachmittag und ein paar Stunden am Vormittag Zeit um die Stadt zu erkunden. Die verbrachten wir mit etwas letztem Souvenir-Shopping, mit Essen auf dem Riverside Foodmarket und mit einem langen Spaziergang im Botanischen Garten, bevor es zum Flughafen ging.

Unterkunft: Wyndham Garden Christchurch City* (Affiliate-Link)
Weiterlesen zu Neuseeland:
Neuseeland: praktische Tipps zur Reiseplanung
Neuseeland – Highlights auf der Nordinsel
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Posted on Juli 15, 2026
Rezept: vegane Tomaten-Blätterteig-Tartes
Leichtes Sommergericht gesucht? Wie wäre es mit diesen Tomaten-Blätterteig-Tartes?! Die sind einfach gemacht, schmecken dank der frischen Tomaten super aromatisch und bilden zusammen mit einem grünen Salat ein perfektes Abendessen an heißen Tagen. Das Rezept findest du hier.

Zutaten für 6 kleine Tartes:
1 Packung veganen Blätterteig
100g vegane Crème fraîche
4-5 große Rispentomaten
Salz
grober schwarzer Pfeffer
Thymian
Basilikum
Rosmarin
Zubereitung:
1. Den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und in sechs Quadrate teilen. Jedes der Quadrate mit veganer Crème fraîche bestreichen. Den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen
2. Die Tomaten waschen und in etwa ½ cm breite Scheiben schneiden. Den Blätterteig damit belegen.
3. Die Tartes werden jetzt für etwa 20 Minuten gebacken, bis der Rand leicht goldbraun ist. Gerne noch warm und mit etwas frischem Basilikum servieren.

Auch wenn ich Teige für Kuchen und Quiches meistens selbst mache, liegt oft ein veganer Blätterteig auf Vorrat in meinem Kühlschrank. Der ist praktisch, wenn es mal schnell gehen muss und ich keine Lust habe, viel zu kochen. Bei so einer Gelegenheit ist auch die Idee für dieses Rezept entstanden. Statt meines Standard-Belags für vegane Blätterteigtarte mit Zucchini und Pilzen habe ich diesmal frische Tomaten verwendet. Die schmecken so gebacken und mit frischen Kräutern herrlich aromatisch.

Aufgeteilt in kleinere Tartes, habe ich hier fast eine Blätterteig-Variante von Bruschetta kreiert. Die Tartes machen sich jedenfalls auch als kleine Vorspeise sehr gut. Bei mir gab es sie diesmal allerdings mit einfachem grünem Salat als Hauptgericht. Am besten schmecken sie noch leicht warm, frisch aus dem Ofen.

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Dieses und viele weitere einfache vegane Rezepte findest du in meinem Kochbuch „Einfach vegane Alltagsküche“. Das E-Book enthält 50 vegane Rezepte für Frühstück, Mittag- und Abendessen und Kuchen. Abwechslungsreich und alltagstauglich.
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Disclaimer: der Verkauf erfolgt über Copecart. Das E-Book erhältst du nach dem Kauf als PDF zum Download
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Weitere vegane Rezeptideen:
Dreierlei vegane Bruschetta
Vegane Süßkartoffelbrötchen (Bolo do Caco)
Blätterteigtaschen mit Spinat und veganem Feta
Posted on Juli 12, 2026
Tierwelt in Neuseeland: Artenschutz, Birding und Marine Life
Neuseeland ist vor allem wegen der atemberaubenden Landschaften ein beliebtes Reiseziel. Wenn du genau hinschaust, kannst du aber auch eine spannende Tierwelt entdecken. Welche Tiere ich während meiner Neuseeland Reise beobachten konnte, welche Vögel in Neuseeland für Birder besonders interessant sind und mit welchen Artenschutzproblemen das Land kämpft, liest du in diesem Artikel.

Durch die abgeschiedene Lage konnte sich in Neuseeland über Millionen Jahre hinweg eine einzigartige Flora und Fauna entwickeln. Abgesehen von ein paar Fledermausarten und den Meeresbewohnern gibt es hier keine endemischen Säugetiere und über die Jahrmillionen haben sich flugunfähige Vogelarten entwickelt, die deren Plätze im Ökosystem einnehmen. Genau diese Vögel sind durch eingeschleppte Arten und Zerstörung der Lebensräume besonders bedroht. Einige sind nach der Besiedlung von Neuseeland durch die Menschen auch bereits ausgestorben. Die bekanntesten sind vermutlich die Moas, bis zu 3 Meter große Laufvögel, die durch Bejagung bereits Ende des 14. Jahrhunderts ausgerottet waren.
Vogelwelt in Neuseeland
Der Nationalvogel Kiwi
Der Kiwi wird dir als Nationalvogel von Neuseeland vor Ort sehr oft als Motiv begegnen, egal ob auf T-Shirts, als Plüschtier oder als Weihnachtsbaumanhänger. Die Chancen, den nachtaktiven Vogel in freier Wildbahn zu sehen, sind dagegen wesentlich geringer.

Kiwis sind kleine Laufvögel, die bis zu 35 cm groß und bis zu 5 kg schwer werden können. Tagsüber verstecken sie sich in ihren Höhlen und suchen nachts mit ihren langen Schnäbeln das Gestrüpp und den Waldboden nach Nahrung, z.B. kleinen Insekten, ab. Einst bewohnten sie sehr zahlreich die neuseeländischen Wälder, heute gibt es Schätzungen zufolge nur noch etwa 70.000 Individuen. Das liegt zum einen am starken Rückgang der Lebensräume, zum anderen an von Menschen eingeführten Raubtieren, für die die Eier und Jungvögel zu leichter Beute werden.
Inzwischen gibt es in Neuseeland mehrere Schutzstationen, die sich ganz der Rettung der Kiwis verschrieben haben. Ich habe eine davon, die National Kiwi Hatchery in Rotorua, besucht. Dort kannst du bei einer Führung mehr über die Kiwis, Schutzmaßnahmen und die Arbeit der Aufzuchtstation lernen. Die Eier der Kiwis werden hier ausgebrütet und die Tiere können in einer vor Raubtieren gesicherten Umgebung aufwachsen. Sobald sie groß genug sind, um sich gegen die meisten Feinde zu verteidigen, werden sie ausgewildert.

Mehr über meinen Besuch in der Kiwi Hatchery liest du in meinem Artikel über Rotorua.
Weka
Wekarallen sehen Kiwis auf den ersten Blick sehr ähnlich, allerdings sind sie tagaktiv und haben keinen so langen Schnabel. Auch wissenschaftlich gesehen gehören sie zu einer ganz anderen Art.

Ich habe auf meiner Wanderung im Abel Tasman Nationalpark mehrere Wekas gesehen. Die Vögel sind nicht besonders scheu und immer auf der Suche nach Nahrung. Wenn einer neben deinem Picknickplatz auftaucht, solltest du auf dein Essen aufpassen.
Fantail
Der Fantail, auf Deutsch neuseeländischer Fächerschwanz, ist sehr einfach an seinen weißen Schwanzfedern zu erkennen, die er, fast wie ein Pfau, auffächern kann. Dabei ist der kleine Vogel nur etwa so groß wie ein Spatz. Fantails kannst du mit etwas Glück in ganz Neuseeland beobachten. Ich habe ein Pärchen mit Jungen bei einer Wanderung am Lake Wanaka entdeckt und fotografieren können.

Tūī
Der Tūī gehört zu den Honigfressern und ist gut an seinen blaugrün schimmernden Federn und dem weißen Federbüschel an der Kehle zu erkennen. Bevor du einen Tūī siehst, hörst du oft schon den Gesang, der sich durch melodische Töne, unterbrochen von krächzenden Geräuschen, definiert. Zu finden sind die Vögel in ganz Neuseeland, wo sie sowohl in Wäldern, als auch in Gärten nach Nektar suchen.

Kea
Schon mal von einem Papagei gehört, der in den Bergen lebt? Der Lebensraum der Keas erstreckt sich über die alpinen Bergregionen und Wälder auf Neuseelands Südinsel. Schätzungen zufolge leben hier noch zwischen 1.000 und 5.000 Individuen der schlauen Vögel. Gute Chancen, einen zu sehen, hast du auf der Route zum Milford Sound. Hier habe ich auch ein paar aus dem Auto gesehen. Füttere sie aber auf keinen Fall an (leider mehrfach gesehen) und schließe deine Autotüren, da die Keas gerne die Dichtung anknabbern.

Takahē
Ich habe, glaube ich, noch keine Spezies mit weniger lebenden Individuen gesehen als von diesem Vogel. Dabei war man bis 1948 sogar etwa 50 Jahre davon ausgegangen, dass die Art ausgestorben sei. Schätzungen zufolge gibt es inzwischen wieder etwa 500 Takahē in Neuseeland. Zu verdanken ist das einem Recovery Programm des DOC, in dessen Rahmen seit über 75 Jahren für geschützte Gebiete gesorgt und die Population durch gezielte Zusammenführungen in verschiedenen Sanctuaries vergrößert wird. In einem dieser Sanctuaries, dem Te Anau Bird Sanctuary, konnte ich während meiner Reise zwei Takahē mit ihrem Küken sehen. Die Vögel waren dort in einer großen, engmaschig umzäunten Voliere untergebracht, die zum Teil mit Gräsern, zum Teil mit dichterem Buschwerk bepflanzt war. In freier Wildbahn kann man Takahē mit etwas Glück in den Murchison Mountains beobachten (dort lebt die älteste und derzeit größte Population), auch zwei kleinere Populationen wurden inzwischen wieder im Karuhangi National Park und in Upper Whakatipu angesiedelt.

Quellen: https://www.doc.govt.nz/nature/native-animals/birds/birds-a-z/
https://www.doc.govt.nz/our-work/takahe-recovery-programme/
Marine Wildlife an Neuseelands Küsten
Neuseeländische Seebären
Neuseeländische Seebären gehören zu den größten endemischen Säugetieren, die du an Neuseelands Küsten finden kannst. Die Pelzrobben, die auf allen Inseln sowie bis nach Australien verbreitet sind, sind gut an ihrem dunkelbraunen, fast schwarzen Fell und den kleinen Ohren zu erkennen. Meist leben sie in Kolonien an felsigen Küstenabschnitten. Ich konnte bei meiner Reise mehrfach neuseeländische Seebären in freier Wildbahn beobachten: bei der Bootsfahrt rund um Tonga Island im Abel Tasman Nationalpark, am Cape Foulwind an der Westküste der Südinsel und bei der Bootstour im Milford Sound. Gute Chancen auf eine Sichtung hast du ebenfalls an der Ostküste der Südinsel, rund um Kaikoura. Am Cape Foulwind konnte ich sogar einige Jungtiere beobachten, die etwa zwischen Mitte November und Mitte Februar auf die Welt kommen.



Pinguine
In Neuseeland findest du ganze 13 der weltweit bekannten 18 Pinguinarten. Drei davon brüten auch auf den Hauptinseln: der Gelbaugenpinguin, der Fjordland Schopfpinguin und der Zwergpinguin. Letzterer wird auch Little Blue Penguin genannt. Die Vögel werden ca. 35 cm groß und etwa 1 kg schwer. Den Tag verbringen sie meist auf See und kommen erst abends an Land, wenn es dunkel wird. Dort bewohnen sie dann kleine Nester, oft in Höhlen, wo sie brüten. Sie können mehrere Gelege pro Brutsaison produzieren.

An den Küsten von Neuseeland findest du teilweise geschützte Bereiche, die für die Pinguin-Kolonien abgesperrt sind. Eine inzwischen besonders große Kolonie an Zwergpinguinen findest du in Oamaru. Dort kannst du tagsüber im Forschungszentrum mehr über die Tiere lernen und abends dabei sein, wenn sie an Land kommen. Dabei wird sehr darauf geachtet, die Pinguine nicht durch künstliches Licht oder laute Geräusche zu stören. Der Eintritt kommt dem Schutz und der Forschung zugute. Durch diese Arbeit ist die Größe der Kolonie seit 1994 deutlich angewachsen. In der Brutsaison 2025 sind insgesamt 644 Küken flügge geworden. Ein Rekord!
Quellen: https://www.doc.govt.nz/nature/native-animals/birds/birds-a-z/penguins/
https://www.nzbirdsonline.org.nz/species/little-penguin
https://www.penguins.co.nz/
Artenschutz in Neuseeland: der Kampf gegen eingewanderte Arten
Neben Artenschutz- und Aufzuchtprojekten steht Neuseeland aber vor weiteren, großen Aufgaben im Natur- und Artenschutz. Nicht umsonst werden Einreisende und ihre Ausrüstung sorgfältig kontrolliert. Schließlich können sich eingeschleppte Samen schnell verbreiten. Die größte Bedrohung für die heimischen Vögel sind allerdings die eingeschleppten Raubtiere wie Ratten, Opossums oder Hermeline und frei laufende Hunde oder verwilderte Hauskatzen. Besonders die erstgenannten konnten sich ohne natürliche Feinde schnell ausbreiten, die Bestände gehen in die Millionenhöhe. Bei meiner Reise sind mir auch sehr viele Opossums als Roadkill aufgefallen.

Predator Free 2050 Kampagne
Die neuseeländische Regierung hat sich das Ziel gesetzt, das Land bis zum Jahr 2050 raubtierfrei zu machen. Dazu werden etwa Schutzzäune angebracht, Fallen aufgestellt und Gifte ausgebracht (hier wird 1080/Natriumfluoracetat verwendet). Letzteres ist auch in Neuseeland nicht unumstritten, da das Gift auch andere Arten treffen kann. Allerdings helfen auch viele Einwohner:innen freiwillig, z.B. indem sie selbst Fallen bauen und in ihren Gärten aufstellen.
Quellen: https://www.doc.govt.nz/our-work/national-predator-control-programme/
https://predatorfreenz.org/
Für mich ist das Ganze ein zweischneidiges Schwert: Einerseits sehe ich natürlich die Vorteile und die Notwendigkeit für den Artenschutz, andererseits sind die Raubtiere ja auch Individuen, die letztendlich keine Schuld an der Situation tragen. Stattdessen müssen sie jetzt die vergangenen Fehler der Menschheit ausgleichen. Abseits der Bedrohung durch Raubtiere findet meiner Meinung nach der Faktor Lebensraumverlust der einheimischen Arten zu wenig Beachtung. Der ist durch intensive Feld- und Forstwirtschaft auch nicht zu unterschätzen. Tatsächlich waren bis vor kurzem auch bestehenden Naturschutzgebiete in Gefahr. Mit der Änderung des Naturschutzgesetzes, der Conservation Amandment Bill, sollte das DOC verpflichtet werden, die kommerzielle Nutzung von Naturschutzflächen nicht nur zu ermöglichen, sondern sogar zu fördern. Dadurch wären bis zu 60% der bisher geschützten Fläche gefährdet gewesen. Nachdem viele Neuseeländer:innen öffentlich Bedenken und Kritik geäußert hatten, wurde der Abschnitt über Veräußerung und Tausch von Naturschutzflächen aus dem Gesetzentwurf gestrichen.
Quellen:
https://www.greenpeace.org/aotearoa/explore/defend-conservation-land/
https://www.doc.govt.nz/news/media-releases/2026-media-releases/government-acts-on-conservation-bill-concerns/
Weiterlesen zu Neuseeland:
Neuseeland – Highlights auf der Nordinsel
Neuseeland – Highlights auf der Südinsel
Praktische Tipps zur Planung deiner Neuseeland-Reise
Posted on Juli 8, 2026
Rezept: vegane Brombeer-Cupcakes
Wo sind die Brombeer-Fans? Diese dunklen Beeren haben nur sehr kurz Saison und meistens nasche ich sie nur pur frisch vom Strauch. Diesmal habe ich aber wieder mal damit gebacken. Herausgekommen sind diese veganen Brombeer-Cupcakes mit fluffigem Teig und süßem Frosting.

Zutaten für 12 Stück:
für den Teig:
250g Mehl
120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
1EL Sojamehl + Wasser zum Anrühren
80g Margarine
230g veganer Joghurt (ich hatte Vanillejoghurt)
250g Brombeeren
für das Frosting:
125g Puderzucker
125g weiche Margarine
150g veganer Frischkäse (natur)
100g Brombeeren
2TL Sahnesteif
Zubereitung:
1. Alle trockenen Zutaten vermischen. Dann das Sojamehl mit etwas Wasser zu einem Eiersatz anrühren.
2. Zusammen mit der Margarine und dem veganen Joghurt in die Schüssel geben und alles etwa 1min. mit dem Rührgerät zu einem glatten Teig verrühren. Zum Schluss die Brombeeren vorsichtig unterheben.
3. Ein Muffinblech mit Förmchen auslegen und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Die Cupcakes für ca. 25min bei 180°C Umluft im Backofen backen. Vor dem Verzieren vollständig abkühlen lassen.
4. Für das Frosting den Puderzucker sieben und mit Margarine und veganem Frischkäse zu einer Creme verrühren.
5. Die Brombeeren pürieren, den Saft durch ein Sieb streichen und unter die Creme rühren. Mit dem Sahensteif aufschlagen, damit die Creme etwas fester wird.
6. Jetzt das Frosting mit einer Spritztülle auf den Cupcakes verteilen. Mit je einer frischen Brombeere verzieren.

Am liebsten esse ich Brombeeren, wenn ich sie frisch vom Strauch pflücken kann. Beim Spaziergang im Sommer oder als motivierender Snack bei einer längeren Wanderung. Da haben die Beeren mich schon über so manche schwierige oder wenig abwechslungsreiche Strecke gebracht. So schmecken sie einfach am besten: in der Sonne gereift und schön süß. Gekaufte Brombeeren sind zwar größer, haben aber niemals so gutes Aroma wie wilde Brombeeren.
Um an die zu kommen, muss man allerdings schon etwas Zeit und Aufwand investieren. Die leicht erreichbaren Beeren sind nämlich meistens schon weggepflückt. Wenn ich mehr ernten will, nehme ich mir einen langen Stock oder Schirm mit, mit dem ich Ranken zu mir heranziehen kann. Außerdem ist dicke Kleidung hilfreich, damit man nicht von den Dornen zerkratzt wird.

Lange aufbewahren kann man die frischen Beeren meist nicht. Ein Teil ist bei mir im morgendlichen Müsli gelandet, den Rest habe ich dann zu diesen fluffigen Cupcakes verarbeitet. Das Basis Rezept ist super einfach und besteht aus einem Rührteig mit eher fester Konsistenz. So verteilen sich die Früchte aber auch gut im Teig und sinken beim Backen nicht auf den Boden. Getoppt werden die Cupcakes mit einem süßen Frischkäse-Frosting. Das kann man auch prima mit veganem Frischkäse zubereiten. Um es einzufärben, habe ich Brombeeren püriert und den Saft durch ein Sieb gestrichen. So sortiere ich die Kerne aus. Etwas Sahnesteif sorgt bei der Creme für die nötige Standfestigkeit, damit das Topping nicht zerläuft. Obendrauf kommt dann noch eine frische Brombeere als Verzierung. Fertig sind die fruchtigen, sommerlichen Cupcakes!
Weitere Rezeptideen:
Vegane Brombeertorte
Vegane Blaubeermuffins
Vegane Schoko-Kirsch Cupcakes


