Rezept: veganer Spekulatius-Käsekuchen mit Streuseln

Heute gibt es mal wieder ein einfaches, winterliches Kuchenrezept. Für meinen veganen Spekulatius-Käsekuchen mit Streuseln verwende ich fertige Gewürzspekulatius, der Kuchen eignet sich also wunderbar, um ein paar übrig gebliebene Weihnachtssüßigkeiten zu verwerten, schmeckt aber vor Weihnachten natürlich genauso gut.

Veganer Spekulatiuskäsekuchen mit Streuseln

Zutaten für eine kleine Springform mit 18cm Durchmesser:
für Boden und Streusel:
300g Gewürzspekulatius
(viele Sorten aus dem Supermarkt sind zufällig vegan)
120g Margarine
für die Quarkcreme:
400g veganen Quark
40g Zucker
50g Stärke
Optional:
1-2 EL Puderzucker für die Deko

1. Den Spekulatius entweder im Mixer, oder in einem großen Beutel mit dem Nudelholz, zerkleinern bis nur noch kleine Krümel übrig sind. Die Margarine in einem Topf schmelzen und mit den Krümeln zu einer Masse kneten.
2. Die Kuchenform gut einfetten und ca. ¾ der Keksmasse auf den Boden geben, glatt drücken und einen kleinen Rand formen. Die Form ca. 30min im Kühlschrank kaltstellen.
3. Nun alle Zutaten für die Quarkcreme verrühren, in die Form geben und gleichmäßig verstreichen. Den Rest der Keksmasse über den Kuchen streuseln.
4. Der Kuchen muss jetzt ca. 45min bei 200°C backen. Sicherheitshalber mit etwas Alufolie abdecken, da die Streusel sonst zu dunkel werden. Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen und nach belieben mit etwas Puderzucker verzieren.

Veganer Spekulatiuskäsekuchen mit Streuseln

Mir geht es ja meistens so, dass ich viel zu viele Weihnachtssüßigkeiten zu Hause habe. Zusätzlich zu den ganzen Plätzchen die ich selbst backe, möchte ich nämlich auch alle veganen Süßigkeiten die es so gibt probieren. Dabei landen beim Einkauf dann oft so viele Sachen in meinem Wagen, dass sie meist bis Ende Januar reichen. Mein veganer Spekulatius-Käsekuchen bietet da geschmacklich etwas Abwechslung und passt natürlich auch hervorragend in die Vorweihnachtszeit. Spekulatius eignet sich meiner Meinung sowieso super gut für viele Kuchen- und Dessertkombinationen. So habe ich vor ein paar Jahren auch schonmal Kürbis-Spekulatius Cupcakes gebacken und auch Spekulatius Tiramisu gab es bei uns schon in verschiedenen Variationen als Weihnachtsdessert.

Wie sieht es bei euch aus? Sind eure Süßigkeitenschränke auch noch voll mit Weihnachtsgebäck?

Weitere Rezeptideen mit veganem Quark:
Veganer Schoko Käsekuchen
Veganer Blaubeer Käsekuchen
Aprikosen Quark Streusel
Tschechische Kolatschen

Mosaiksteine Jahresrückblick 2020

Da ist es nun endlich in Sicht, das von vielen vermutlich lang ersehnte Ende eines Jahres, das so ganz anders verlaufen ist, als wir alle es uns vorgestellt haben. Und auch wenn viele in diesem Jahr verständlicherweise lieber nicht zurückschauen wollen, möchte ich mir die Tradition des Jahresrückblicks auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen.

Zuerst wie immer ein paar Zahlen zum Blog. Insgesamt 15 neue Beiträge habe ich in diesem Jahr auf Mosaiksteine veröffentlicht. Davon 6 Rezepte, 2 vegan Guides, eine Blogparade und 6 ausführliche Reiseberichte. Die Rezepte waren dabei in diesem Jahr hauptsächlich süß und ich habe sehr viel mit Hefe gebacken. Meine Reiseberichte sind in diesem Jahr alle deutlich länger geraten als meine alten Artikel, auch wenn ich lange nicht so viel unterwegs war, wie im letzten Jahr (selbst wenn ich die Wanderausflüge mitzähle). Die Zeit in der Natur hat mir aber immer unglaublich gutgetan und ich werde dieses Hobby im nächsten Jahr sicher weiterführen.

Januar

Blick über Arromanches

Im Januar gab es noch einen letzten Artikel zu meinem Frankreich Urlaub 2019. Dort berichtete ich von unserem Stop in der Normandie mit Besuch in Bayeux und bei den Landungsstränden in Arromanches. Leider wurde im Januar auch meine große, für Ende Februar geplante Reise (es sollte nach Südafrika gehen) abgesagt, da die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde. Kurzfristig buchten wir dann stattdessen zwei Wochen Madeira für Anfang März.

Februar

Blondies vegan

Im Februar gab es mein Rezept für vegane Blondies. Anfang des Monats schaffte ich es außerdem endlich mal das vegane Frühstück im Black Veg zu testen, welches ich sehr empfehlen kann (mehr Tipps gibts in meinem Bonn Vegan Guide). Am 29. Februar ging es dann endlich auf nach Madeira.

März

Aussicht auf die Nordküste von Madeira.

Anfang März hatte ich noch das Glück zwei wunderschöne Wochen auf Madeira verbringen zu können. Bei meist traumhaft schönem Wetter erkundeten wir die Insel, schlemmten uns durch die Obstvielfalt und konnten bei einer Katamarantour Delfine in freier Wildbahn beobachten. Außerdem erlebte ich das erste Mal ein Erdbeben, welches trotz der Stärke von 5,3 aber zum Glück keine größeren Schäden verursachte. Gegen Ende des Urlaubs häuften sich dann die schlechten Nachrichten zur Corona Lage Weltweit und wir waren froh, dass wir unseren Rückflug noch rechtzeitig vor dem ersten großen Lockdown antreten konnten.

April

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Den April verbrachte ich dann, wie auch schon die zweite Märzhälfte und auch noch viele Wochen und Tage danach, komplett im Homeoffice. Da für mich dann einiges an Pendelzeit wegfiel, hatte ich mehr Zeit für lange Spaziergänge mit meinem Hund, Sport und das ein oder andere neue Buch an den Nachmittagen. Zu Ostern gab es dann außerdem mein Rezept für Italienischen Osterkuchen (Colomba), den ich letztes Jahr in Mailand probiert hatte und erste Artikel zum Wandern auf Madeira und meinen Madeira vegan Guide gab es auch schon.

Maiveganer ErdbeerkuchenDer Mai war ein Kuchenmonat hier auf dem Blog, denn es gab gleich zwei neue Rezepte: eins für vegane Mannerschnitten Torte mit Nougat-Füllung und eins für veganen Erdbeerkuchen. Im Mai entdeckte ich auch das Wandern für mich und unternahm erste kleine Touren im Siebengebirge. Hier nahm ich mir auch mein Wanderziel für dieses Jahr vor: alle 7 namensgebenden Berge zu erwandern.

Juni

Bank mit Blick auf die Neyetalsperre

Im Juni brach ich dann, nachdem Reisen endlich wieder möglich war, direkt zu meinem ersten kurzen Wanderurlaub auf. Mit meiner Familie verbrachte ich ein langes Wochenende im bergischen Land in der Nähe von Wipperfürth, wo wir unter anderem die Wipperfürther Heimatrunde und den Rundweg um die Neyetalsperre wanderten (der Beitrag zu diesem Kurzurlaub folgt noch). Ende des Monats folgte hier dann mein ausführlicher Artikel zu Sehenswürdigkeiten in Funchal.

Juli

veganes Eis bei La Sorbettiera

Anfang Juli erwanderte ich mit dem Lohrberg den letzten der sieben Gipfel des Siebengebirges. Mit über 20km und über 30.000 Schritten war es mit Abstand meine längste Tour in diesem Jahr. Ende des Monats konnte ich dann noch einige vegane Locations bei der ersten kulinarischen Schnitzeljagd in Bonn entdecken.

August

Aussicht auf den Rhein, auf dem Weg zum Dranchefels.

Mein Wanderziel hatte ich im Juli zum Glück bereits erreicht, denn im August war leider erstmal Schluss mit dem Wandersommer. Beim spazieren gehen mit dem Hund war ich blöd umgeknickt und hatte mir dabei einen Bänderriss zugezogen. Deswegen hieß es erstmal ein paar Wochen den Fuß hochlegen. Das gab mir aber Zeit meine bisherigen Touren zu verbloggen und so erschien dann mein Artikel übers Wandern im Siebegebirge. Ende des Monats war ich aber zum Glück schon wieder recht mobil und konnte in der Küche ein Rezept für Bolo de Caco (ein Süßkartoffelbrot) aus Madeira ausprobieren.

September

Hefeschnecken mit Schoko-Mandel-Füllung

Den September verbrachte ich dann wieder viel draußen, wo ich meinen Fuß bei kurzen und langen Spaziergängen langsam wieder trainierte. Hier gab es außerdem mein Rezept für Hefeschnecken mit Schoko-Mandel Füllung und einen langen Artikel über Madeiras Sehenswürdigkeiten.

Oktober

Mosel Urlaub Titelbild mit Weinranke und Schiff auf dem Fluss

Im Oktober stand dann endlich nochmal ein kurzer Urlaub an. Anfang des Monats ging es für ein paar Tage an die Mosel ins Vegan Hotel Nicolay. Ich genoss diese Auszeit mit kleinen Ausflügen, Wanderungen und dem leckeren Essen sehr. Wohlwissend, dass es vermutlich die letzte Reise in diesem Jahr werden würde.

November

Blick auf Schloss Drachenburg, Bonn und den Rhein im Herbst

Der November bescherte uns im Rheinland nochmal mit vielen Sonnenstunden, die ich, wann immer möglich, draußen verbrachte. So unternahm ich an einem sonnigen Wochentag nochmals eine schöne Tour auf den Drachenfels, von wo ich das Siebengebirge in den letzten schönen Herbstfarben sehen konnte. Auf dem Blog erschien dann noch mein Bericht über den Mosel Urlaub.

Dezember

Weihnachtsbeleuchtung am Ziepchesplatz in Rhöndorf

Den Dezember verbrachte ich anfangs mit sehr viel Plätzchen backen in der Küche und gegen Ende mit vielen Weihnachtsfilmen und Serien gemütlich auf dem Sofa. Außerdem kümmerte ich mich, wie immer Ende des Jahres, um meine Fotoalben und zeigte euch auch hier meine Lieblingsfotos aus 2020.

Letztendlich hatte 2020 für mich dann auch viel Gutes zu bieten (auch wenn ich hier größtenteils nur die schönen Momente teile). Besonders die viele Zeit mit meinem Hund und in der Natur habe ich sehr genossen. Natürlich fehlt mir das Reisen sehr, und ich hoffe, dass das im nächsten Jahr wieder etwas mehr möglich sein wird, auch wenn wir in den ersten Monaten sicher noch mit einigen Einschränkungen zurechtkommen müssen (aus gutem Grund!). Geplant habe ich jedenfalls noch nichts konkret, auch wenn ich so einige Reiseträume und -wünsche fürs nächste Jahr habe. Ein neues Wanderprojekt möchte ich aber auf jeden Fall angehen und dann entweder den Ahrsteig, oder den Natursteig Sieg (beides Fernwanderwege bei mir in der Nähe) komplett laufen. Außerdem möchte ich im nächsten Jahr wieder öfter Essen gehen. Es stehen noch so einige Restaurants in Köln und Bonn auf meiner Liste, die ich gerne testen möchte. Passend dazu habe ich auch zu Weihnachten das Gutscheinheft für Köln und Bonn von Vegan durch Deutschland bekommen (das gibts übrigens auch für viele andere Städte und Regionen). Und dann steht nächstes Jahr auch noch mein 10. Veganiversary an. Also doch einiges, auf das ich mich freuen kann.

Euch wünsche ich natürlich auch alles Gute für 2021! Vor allem das ihr gesund bleibt! Und ich freue mich, wenn ihr dann wieder hier vorbeischaut.

Rückblicke der letzten Jahre:
Jahresrückblick 2015
Jahresrückblick 2016
Jahresrückblick 2017
Jahresrückblick 2018
Jahresrückblick 2019

Fotoparade: Lieblingsbilder 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist mal wieder Zeit für die Fotoparade von Erkunde die Welt. Auch wenn ich in diesem Jahr nicht so viel Reisen konnte, wie ich wollte (so ging es wahrscheinlich den meisten), habe ich ein paar schöne Trips unternommen. Zusätzlich habe ich auch meine Umgebung auf zahlreichen Wanderungen erkundet, mein liebstes neues Hobby aus 2020. Meine Lieblingsbilder habe ich für die Fotoparade in sechs Kategorien eingeteilt: meine drei Reisen nach Madeira, Wipperfürth und an die Mosel und in Fotos von zu Hause – dem Siebengebirge, Bilder mit meinem Hund und Schnappschüsse.

Kategorie 1: Madeira

Meine schönste Reise in diesem Jahr, die ich noch kurz vor dem ersten Corona Lockdown genießen durfte. Letztendlich könnte ich auch einen eigenen Beitrag nur mit meinen Lieblingsfotos von dieser Reise erstellen, damit ich hier nicht dem Ramen sprenge beschränke ich mich auf diese drei. Das erste ist am Cabo Girão, das zweite bei einem Aussichtspunkt an der Nordküste und das dritte im Botanischen Garten von Funchal entstanden. Wer mehr sehen will sollte bei meinen Beitragen zu Sehenswürdigekeiten auf Madeira, Sehenswürdigkeiten in Funchal, Wandern auf Madeira und bei meinem Madeira vegan Guide vorbeischauen.

Blick Steil hinunter vom Cabo Girao.Aussicht auf die Nordküste von Madeira.Zwischen den Kakteen im botanischen Garten in Funchal.

Kategorie 2: Wipperfürth

Hier war ich Anfang Juni für ein verlängertes Wochenende zum Wandern. Gelaufen sind wir etwa die Wipperfürther Heimatrunde und den Rundwanderweg um die Neyetalsperre. Dieser Kurzurlaub hat sehr gut getan und es wird auch noch ein ausführlicher Beitrag dazu folgen. Aber jetzt erstmal mein Lieblingsfoto von dort: auf dieser Bank mit Aussicht auf die Neyetalsperre hätte ich ewig Pause machen können. Für uns lag sie allerdings relativ am Anfang unserer knapp 15km langen Rundwanderung, darum blieb hier nur Zeit für einen kurzen Stop.

Bank mit Blick auf die Neyetalsperre

Kategorie 3: Mosel

An der Mosel habe ich Anfang Oktober eine knappe Woche im Vegan Hotel Nicolay verbracht und von dort aus die Gegend erkundet. Meine Tipps könnt ihr in meinem Beitrag zum Mosel Urlaub lesen. Mein Lieblingsfoto von dort ist der Ausblick auf Bernkastel-Kues. Auf dem Weg an die Mosel haben wir dem Eifelstädtchen Monreal noch einen kurzen Besuch abgestatt, dort ist das zweite Foto entstanden.

Blick vom Skywalk auf Bernkastel-KuesDas Fachwerkstädtchen Monreal mit Fluss und Burgruine.

Kategorie 4: Siebengebirge

Obwohl ich schon mein ganzes Leben hier wohne, war ich noch nie so viel im Siebengebirge unterwegs wie in diesem Jahr. Tatsächlich habe ich in diesem Jahr das erste mal überhaupt alle 7 namensgebenden Berge erwandert. Meine Routen und Tipps lest ihr in meinem Beitrag Wandern im Siebengebirge – In 5 Touren über alle 7 Berge. Die Fotos, die ich während den Wanderungen gemacht habe, sind tatsächlich alle „nur“ mit dem Smartphone entstanden. Trotzdem sind einige Lieblinge dabei. Besonders mag ich dieses, von unserer Wanderung zum Drachenfels. Kurz bevor man das Plateau erreicht kommt man zu diesem kleinen Aussichtspunkt. Das zweite Foto ist erst vor kurzem, bei einer Wanderung im Herbst entstanden. Das gleiche Motiv (es handelt sich übrigens um Schloss Drachenburg) habe ich auch im Sommer fotografiert, im Herbst gefällt es mir aber viel besser.

Aussicht auf den Rhein, auf dem Weg zum Dranchefels.Blick auf Schloss Drachenburg, Bonn und den Rhein im Herbst

Kategorie 5: Hundefotos

Mein Hund muss natürlich sehr oft für meine Fotos herhalten, auch wenn er davon selbst nicht immer so begeistert ist. Wenn man ihn mit Leckerlis besticht klappts aber meistens. Jedenfalls bin ich sehr froh über die viele Zeit, die ich in diesem Jahr mit ihm verbringen konnte (er ist schon 17) und halte diese Erinnerungen auch gern mit ein paar Fotos fest.

Ich mit meinem Hund.Mein Hund beim abkühlen im Wasser.

Kategorie 6: Schnappschüsse

Die letzte Kategorie ist für zufällig entstandene Fotos, bzw. im Alltag entstandene Fotos. Das erste Bild: den Sonnenaufgang über der Sieg habe ich aus dem Zug, beim Weg auf die Arbeit, fotografiert. Das zweite Bild ist beim Spaziergang am Rhein entstanden.

Sonnenaufgang über der SiegDer Rhein und das Rheinufer.

Meine Lieblingsbilder aus den vergangenen Jahren könnt ihr euch hier anschauen:
– Fotoparade 2016 Teil 1/Teil 2
– Fotoparade 2017 Teil 1/Teil 2
Fotoparade 2019

Und schaut natürlich gern auch bei den anderen Teilnehmern der Fotoparade vorbei. Alle Beiträge aus diesem Jahr findet ihr hier.

Veganer Mosel Urlaub: Tipps für Ausflüge und Hotel

Anfang Oktober habe ich knapp eine Woche an der Mosel verbracht und dort kleine Wanderungen und Ausflüge unternommen. Meine Tipps für ein komplett veganes Hotel an der Mosel und für Ausflugsziele die ihr bei eurem Mosel Urlaub besuchen könnt, findet ihr in diesem Artikel.

Mosel Urlaub Titelbild mit Weinranke und Schiff auf dem Fluss

Zu Gast im Vegan Hotel Nicolay

Während unserem Mosel Urlaub haben wir im Vegan Hotel Nicolay in Zeltingen-Rachtig übernachtet. Für mich war es der erste Aufenthalt in einem komplett veganen Hotel. Dementsprechend habe ich vor allem das vegane Angebot beim täglichen Frühstücksbuffet und das vegane Drei-Gänge-Menü, das wir bei der Halbpension am Abend bekamen, genossen.

Das Frühstück wurde bei unserem Besuch immer in zwei Etappen serviert, damit wegen Corona nicht zu viele Leute gleichzeitig am Buffet standen. Die Maskenpflicht wurde hier zum Glück (wie überall im Hotel) auch sehr ernst genommen und bevor man sich am Buffet bediente, musste sich jeder die Hände desinfizieren. Die Auswahl beim Frühstücksbuffet reichte von verschiedenen Müslis, Nüssen, Joghurt und (eingemachtem) Obst, bis zu Brötchen, verschiedenen Aufschnitten, Gemüse und Salaten. Dazu gab es Kaffee, Tee und Saft.

Müsli und Toppings beim FrühstücksbuffetAufschnitt und Salate beim Frühstücksbuffet

Das Drei-Gänge-Menü wurde dann abends im Restaurant serviert und hier wurden sehr leckere, abwechslungsreiche, saisonale Gerichte geboten. So gab es etwa Lauchkuchen mit Linsensalat und Brokkoli-Suppe als Vorspeise, gefüllten Kürbis, Kidneybohnensteak und Schnitzel mit Rahmwirsing als Hauptgericht und Apfelbeignets mit Moccasoße und Zitronenpolenta mit Mangosorbet als Dessert.

MenütafelLauchkuchen mit LinsensalatGefüllter KürbisKideneybohnenstead mit KartoffelplätzchenApfelbeignets mit MoccasoßeZitronenpolenta mit Mangosorbet

Unser Zimmer war sehr großzügig geschnitten, mit bequemen Betten und einer gemütlichen Sitzecke. Einzig das Bad hätte für meinen Geschmack etwas größer sein können. Dafür hatten wir dann den Wellnessbereich mit Sauna und Schwimmbad direkt auf dem Gang und ich konnte hier am Nachmittag in Ruhe meine Bahnen ziehen.

Insgesamt kann ich einen Aufenthalt im Vegan Hotel Nicolay sehr empfehlen. Vor allem natürlich aufgrund des leckeren veganen Essens, aber auch das Gesamtpaket stimmt für mich. Da wir eins der Arrangements mit Übernachtung und Halbpension gebucht hatten, war auch das Preis/Leistungs-Verhältnis sehr gut.

Weitere Infos zum Hotel und den Arrangements findet ihr auf der Hotelwebsite.
Übernachtungen mit Frühstück könnt ihr auch über booking.com (*Affiliate-Link) buchen.

Mosel Urlaub: Ausflugsziele entlang der Mosel

Selbstverständlich haben wir unseren Mosel Urlaub nicht nur im Hotel verbracht, sondern von dort aus einige kleine Ausflüge unternommen. Dabei haben wir uns hauptsächlich auf die nähere Umgebung von Zeltingen-Rachtig konzentriert und sind nur beim Tagesausflug nach Trier und am Abreisetag längere Strecken gefahren.

Zeltingen-Rachtig

In dem kleinen Doppelort an der Mosel lag unser Hotel und am ersten Nachmittag haben wir dort eine kleine Wanderung unternommen. Im Ort selbst findet man einige Hotels und sehr viele Weingüter und drumherum liegen die Weinberge. Bekannt ist Zeltingen-Rachtig aber auch deshalb, weil hier die Hochmoselbrücke über das Tal führt. Ein Riesen-Bauprojekt, das 2019 fertiggestellt wurde. Von den Weinbergen in Zeltingen-Rachtig hat man einen guten Blick darauf, kann aber, sobald man in die andere Richtung läuft auch einfach nur die Weinberge genießen.

Blick auf Zeltingen-RachtigHochmoselbrücke mit Weinbergen und Traktor im Vordergrung

Vegane Weinprobe im Weingut Heinrichshof

Wenn man schonmal in einer so bekannten Weinregion wie der Mosel Urlaub macht, gehört natürlich auch eine Weinprobe dazu. Als Veganer ist man hier beim Weingut Heinrichshof bestens aufgehoben. Für uns als Gäste im Vegan Hotel Nicolay war die Weinprobe schon inkludiert, aber auch für Besucher von Außerhalb bietet das Weingut Tastings zum kleinen Preis an.

Weinglas mit Weißwein

Während wir uns durch die verschiedenen Sorten probierten, erfuhren wir einiges zu den Anbaumethoden, Weinsorten, den verschiedenen Weinlagen in Zeltingen-Rachtig und zum Herstellungsprozess. Für mich war es die erste Weinprobe und ich fand sowohl die geschmacklichen Unterschiede, als auch die Hintergrundinfos sehr interessant.

Bernkastel-Kues

Nur wenige Kilometer moselaufwärts von Zeltingen-Rachtig liegt Bernkastel-Kues, einer der beliebtesten Ausflugsorte für den Mosel Urlaub. Vor allem die Altstadt zieht mit ihren alten Fachwerkhäusern zahlreiche Touristen an. Viele Besucher machen sich auch auf zur Burgruine Landshut, die auf einem Hügel über der Stadt thront.

Bärenbrunnen in Bernkastel-Kues

Das Bernkastel-Kues so beliebt ist, merkte man auch deutlich am Betrieb. Wir sind bei unserem Besuch daher schnell Richtung Weinberge aufgebrochen, wo wir fast allein unterwegs waren.

Wein-Erlebnis Pfad in Bernkastel-Kues

Direkt hinter dem nördlichen Stadttor, dem Graacher Tor, startet der Bernkasteler Wein-Erlebnis Pfad. Eine ca. 4km lange Rundtour durch die Weinberge, bei der man nicht nur tolle Ausblicke auf Bernkastel-Kues und Umgebung genießen, sondern an mehreren Stationen auch interessantes zum Weinbau lernen kann.

Schilder auf dem Wein-Erlebnis-Pfad

Neben den verschiedenen Methoden des Rebenbindens, ist etwas auch die Bodenbeschaffenheit an der Mosel, oder die Forschung zum Weinbau Thema. Das alles wird auf mehreren Tafeln und mit Beispielpflanzungen erklärt, während der Weg nicht nur über die asphaltieren Weinbergwege, sondern auch mal auf steilen Pfaden mitten durch die Reben führt. So bewegt man sich direkt auf den Spuren der Winzer.

Moseltal mit Weinbergen bei Bernkastel-Kues

Gegen Ende der Wanderung wartet als kleines Highlight ein Skywalk mit tollem Blick auf die Bernkasteler Altstadt und die Burgruine Landshut.

Blick vom Skywalk auf Bernkastel-Kues

Mit dem Schiff nach Traben-Trarbach

Ein weiterer Ausflug führte uns moselabwärts nach Traben-Trarbach. Diesmal legten wir die Strecke aber nicht mit dem Auto, sondern gemütlich per Schiff zurück.

Schiff auf der Mosel vor Weinbergen

Die Ausflugsbote an der Mosel fahren hier während der Saison (meist April bis Oktober) regelmäßig zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach hin und her. Auch hier herrschte, ähnlich wie in Restaurants, Maskenpflicht, bis man sich an seinem Sitzplatz befand.

Von Deck konnte man die Landschaft der Mosel nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten. Es ging vorbei an zahlreichen steilen Weinlagen, urigen Weindörfern und unter der Hochmoselbrücke hindurch, während man in der Landschaft schon eine leichte Herbstfärbung beobachten konnte. Besonders gefallen hat mir auch die Felslandschaft bei den Erdener Treppchen. Hier gibt es einen kleinen Klettersteig, den ich bei meinem nächsten Besuch unbedingt ausprobieren muss.

Felsige Mosellandschaft

In Traben-Trarbach haben wir uns dann mittags auch noch ein bisschen umgesehen. Dort kommen Architektur-Fans auf ihre Kosten, denn es gibt noch einige gute erhaltene Jugendstil-Bauten zu sehen.

Gasse in Traben-Trarbach mit Burgruine im HintergrundBrückentor in Traben-Trarbach

Trier

Einen Tag unseres Mosel Urlaubs hatten wir schon im Vorfeld für einen Ausflug nach Trier eingeplant. Ich wollte der ältesten Stadt Deutschlands schon länger mal einen Besuch abstatten. So ging es vormittags durch viele Kurven entlang der Mosel.

Blick auf die Moselschleite bei Leiwen

Um uns die Parkplatzsuche zu sparen, hatten wir die Tour bei einem Busreiseanbieter gebucht, was ich aber im Nachhinein und insbesondere zu Corona Zeiten nicht empfehlen kann. Durch die Fahrt entlang der Mosel und die vielen Stopps um Gäste einzusammeln, dauerte die Fahrt sehr lang. In Trier selbst war dann noch eine kleine Stadtrundfahrt inklusive, bevor wir in der Nähe der Porta Nigra abgesetzt wurden. Letztendlich hatten wir dann noch knapp drei Stunden Zeit um Trier auf eigene Faust zu erkunden. Das war meiner Meinung nach einfach zu wenig, vor allem wenn man noch etwas Essen gehen möchte.

(Kleine Notiz dazu: ich habe schon oft solche Tagesausflüge unternommen, sei es auf eigene Faust mit der Bahn, mit Bustouren oder auch mit geführten Touren. Deswegen ist mir auch klar, dass man sich meist nur einen ersten Eindruck des Ausflugsziels verschaffen und nie alles sehen kann, was man möchte. Aber ich finde auch, dass das Verhältnis von Fahrtzeit und Aufenthaltszeit halbwegs stimmen muss.)

Zum Mittagessen empfehlen kann ich das Café Liebling Trier unweit der Porta Nigra. Das Café ist komplett vegetarisch und bietet Frühstück, verschiedene Bowls und Tagesgerichte. Ich hatten eine Gyros Bowl mit Reis: sehr lecker und die große Portion war wirklich riesig. Wünschen würde ich mir aber eine besser Kennzeichnung der veganen Gerichte.

Gyros Bowl

Nach dem Mittagessen hatten wir dann noch Zeit für einen kleinen Bummel durch die Innenstadt. Dort haben wir uns die Porta Nigra, die Karl-Marx-Statue und den Trierer Dom angesehen. Für weitere Erkundungen, oder Museumsbesuche blieb dann aber wie gesagt leider keine Zeit mehr.

Porta Nigra Marktplatz in TrierTrierer Dom

Cochem

An unserem Abreisetag wollten wir auf dem Rückweg noch einige Moseldörfer besuchen und sind mit dem Auto flussabwärts dem Moseltal gefolgt. Die vermeintlich kurzen Entfernungen auf der Karte sollte man dabei nicht unterschätzen. Da die Straße immer wieder durch die Orte führt und allen Moselschleifen und -biegungen folgt sollte man etwas mehr Zeit einplanen.

Halt gemacht haben wir letztendlich nur kurz in Cochem, wo wir in einer kurzen Regenpause durch die Altstadt geschlendert sind. Den Besuch der Reichsburg haben wir auch auf ein andermal verschoben.

Blick auf Cochem im Regen

In den Gassen der Altstadt habe ich dafür einen kleinen Fair-Fashion Laden entdeckt: „Onkel Jo sein Laden“ in der Herrenstraße 19. Sehr empfehlen kann ich auch die Cochemer Kaffeerösterei am Markt, wo wir noch eine kurze Pause eingelegt haben. Dort gibt es zwar (noch?) keinen veganen Kuchen, aber einen sehr leckeren Kaffee, der auch mit Haferdrink bestellt werden kann.

Weitere Tipps für deinen Mosel Urlaub:

– Für weitere kurze (und längere) Ausflüge kann ich euch, statt eines klassischen Reiseführers, das Buch 52 Eskapaden Mosel, Saar und Hunsrück (*Affiliate-Link) empfehlen. Hier gibt es echt viele tolle Tipps, von denen ich einige (wie zum Beispiel den Klettersteig Erdener Treppchen) unbedingt noch ausprobieren möchte.
– Wenn ein komplett veganes Hotel nichts für euch ist, findet ihr auf Booking.com (*Affiliate-Link) viele weitere Unterkünfte für euren Mosel Urlaub.
– Kathi und Romeo von Sommertage waren etwa eine Woche vor mir an der Mosel. Ihren tollen Beitrag mit wunderschönen, stimmungsvollen Fotos gibt’s hier.
– Julia von Globusliebe war schon oft an der Mosel und gibt in ihrem Beitrag ganz viele Tipps für schöne Ausflüge und Wanderungen.
– Sabrina von Couchflucht war im Sommer in Traben-Trarbach und hat viele Tipps, für einen längeren Aufenthalt dort in diesem Artikel gesammelt.
– Wer in Trier etwas mehr Zeit hat, der findet bei Sonja von Delightful Spots weitere Tipps.

Weiterlesen zu Zielen unweit der Moselregion:
Narzissenblüte in der Eifel: Rundwanderung im Perlenbachtal
Ausflugsziele im Herbst in Bonn und Umgebung
Vegan in Bonn

Madeira Sehenswürdigkeiten: Meine 21 Highlights auf der Blumeninsel

Zwei Wochen habe ich Anfang März auf Madeira verbracht. Die Insel und das gleichnamige Archipel Madeira gehören zu Portugal. Das Archipel liegt im Atlantik zwischen den Azoren und den Kanaren. Aufgrund des milden Klimas, der Vegetation und der Landschaft wird Madeira oft auch Blumeninsel oder das Hawai Europas genannt. Während meines Urlaubs hatte ich genug Zeit, die Insel ausgiebig zu erkunden. Was meine Highlights waren und welche Sehenswürdigkeiten du auf Madeira entdecken kannst, liest du in diesem Artikel.

Madeira Sehenswürdigkeiten

1. Funchal, die Hauptstadt Madeiras

Ein Besuch in der Hauptstadt Funchal darf bei keinem Madeira Urlaub fehlen. Viele der Touristen kommen hier mit dem Kreuzfahrtschiff an, oder übernachten in einem Hotel in der Stadt. Zwischen dem Hafen und der Altstadt gibt es viel zu entdecken in Funchal: alte Gassen und Gebäude, schöne Parks und die Markthalle sind nur einige der Highlights. Mehr über die Stadt liest du in meinem Artikel zu den Sehenswürdigkeiten in Funchal.

Straße mit Ausblick auf die Kathedrale von Funchal

2. Botanischer Garten: die Blumenvielfalt der Insel

Im Botanischen Garten von Funchal merkt man, wieso Madeira den Beinamen Blumeninsel trägt. Selten sieht man so viele unterschiedliche Pflanzen an einem Ort blühen. Besonders gut gefallen hat mir dort der Kakteengarten, aber auch der Rest ist wirklich sehenswert und obendrein genießt man einen tollen Ausblick auf die Stadt. Wer möchte, kann sich auch ganz bequem mit den Seilbahnen von der Altstadt aus hochfahren lassen.

Blumenteppich im botanischen Garten in Funchal.Zwischen den Kakteen im botanischen Garten in Funchal.Ausblick aus der Seilbahn über Funchal.

3. Eine Levada Wanderung unternehmen

Die Levadas gehören ganz sicher auch zu den Top Sehenswürdigkeiten auf Madeira. Die ganze Insel wird durchzogen von diesen Wasserkanälen, die auch tolle Möglichkeiten bieten die vielfältige Landschaft zu erwandern. Eine der beliebtesten Levada Wanderungen führt zu den 25 Quellen, einem kleinen Wasserfall, der in 25 Fontänen an der Wand hinabfließt. Wenn du keine Höhenangst hast, kann ich diese, oder eine andere Levada Wanderung unbedingt für deinen Madeira Urlaub empfehlen. Mehr zu den 25 Quellen und den beiden anderen Levada Wanderungen, die ich während meinem Urlaub unternommen habe, liest du in meinem Artikel zum Wandern auf Madeira.

Schmale Wege bei der Levada Wanderung zu den 25 Fontes25 Fontes auf Madeira

4. Curral das Freias (Nonnental)

Das Curral das Freias, oder auch Nonnental, liegt recht abgeschieden im Inselinneren im Tal zwischen den höchsten Gipfeln Madeiras. Früher diente es den Bewohnern als Zufluchtsort bei Überfällen. Der Ort selbst ist nicht unbedingt sehenswert, wohl aber das Panorama, dass man von einem Aussichtspunkt in der Nähe genießen kann.

Blick auf Nonnental, mit Bergen im Hintergrund.

5. Cabo Girão

Mit dem Cabo Girão findet man auf Madeira eine der höchsten Steilklippen von ganz Europa. Ca. 580 Meter fallen die Klippen Richtung Meer ab. Betrachten kann man das ganze von einem Skywalk, der bei gutem Wetter tolle Ausblicke auf die Küste ermöglicht. Mit etwas Pech liegt der Aussichtspunkt aber auch schonmal in einer Wolke.

Blick Steil hinunter vom Cabo Girao.

6. Ribeira Brava

Ein kleiner Ort an der Südküste Madeiras. Wir hatten hier einen kurzen Stopp auf einem unserer Ausflüge und sind ein bisschen durch die Stadt spaziert. Schön war hier vor allem der Blick ins Tal und wir haben einen kleinen Supermarkt entdeckt in dem wir relativ günstig Obst bekommen haben.

Ausblick ins Tal von Ribera Brava.

7. Ponta do Sol

Ein weiterer kleiner Ort an der Südküste mit einem Kiesstrand und einem kleinen Wasserfall, den wir auf der Tour entlang der Südküste besucht haben.

Strand von Ponta do Sol, an der Südküste.

8. Ponta do Pargo

Dieser Aussichtspunkt ganz im Westen Madeiras war das Ziel der Südküstentour. Von dem kleinen Leuchtturm aus kann man ein bisschen an der Küste entlanglaufen und bei gutem Wetter tolle Ausblicke genießen.

Leutturm an der Ponta do Pargo.Aussicht von der Ponta do Pargo.

9. Paul da Serra

Die Hochebene Paul da Serra im Westen Madeiras verschwindet, wie auch die anderen hohen Berge, öfter unter einer Wolkendecke. Bei unserer Wanderung zu den 25 Quellen, die von dort aus startete konnten wir noch etwas von dem gelb blühenden Ginster sehen, einen Tag später, bei unserer Tour an die Westküste, reichte die Sicht kaum 100 Meter weit.

Gelb blühender Ginster auf der Hochebene Paul da Serra

10. Porto Moniz

Die Stadt Porto Moniz liegt im Nordwesten von Madeira und bietet eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: die Felsenpools. Da Madeira keine natürlichen Sandstrände hat und das Meer an der Küste sehr rau ist, gibt es nur wenige Möglichkeiten für ein Bad direkt im Meer. Eine davon sind die Felsenpools in Porto Moniz. Das Meerwasser sammelt sich hier in teils natürlichen teils angelegten Felsenpools in denen man schwimmen kann. Es gibt sowohl kleine, frei zugängliche Pools, als auch ein größeres Schwimmbad, das einen kleinen Eintritt verlangt. Bei unserem Besuch war es leider zu kalt für ein Bad, beeindrucken fand ich es trotzdem. Bei sehr starkem Wellengang werden die Pools zudem gesperrt, da es sonst zu gefährlich ist dort zu schwimmen.

Meeresschwimmbad in Porto Moniz.Felsenpools in Porto Moniz

11. Miradoura do Véu da Noiva (Wasserfall)

Auf unserem Rückweg von Porto Moniz machten wir bei unserer Tour noch Halt an einem kleinen Aussichtspunkt an der Nordküste: dem Miradouro do Véu da Noiva, von dem man einen tollen Blick auf die Küste und mehrere Wasserfälle, die aus den Bergen hinabfließen, hat. Besonders schön ist der größere Wasserfall, der direkt ins Meer mündet.

Wasserfall an der Küste von Madeira

12. Grotten in São Vicente

In São Vicente an der Nordküste Madeiras kann man eine Sehenswürdigkeit besichtigen, die vom vulkanischen Ursprung des Archipels erzählt. Die Grotten, die vor mehreren hunderttausend Jahren bei einem Vulkanausbruch entstanden. Zu den Grotten gehört ein Informationszentrum, in dem eine kleine Ausstellung und zwei (wirklich sehr alte) Filme über die Entstehung der Grotten und des Archipels berichten. Anschließend kann man die Grotten mit einem Guide besichtigen. Bei unserem Besuch war das aber leider nicht möglich, da durch ein Erdbeben ein paar Tage zuvor eine Einsturzgefahr noch nicht ausgeschlossen werden konnte.

Berge in Sao Vicente.

13. Miradoura da Beira da Quinta (Aussichtspunkt Nordküste)

Nach unserem Besuch in São Vicente ging unsere Tour weiter entlang der Nordküste von Madeira. Hier führt die alte Straße in unzähligen Kurven die Berge hinauf und hinunter, es bieten sich aber auch immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Küste. Ein etwas größerer Aussichtspunkt, an dem man halten kann, ist der Miradoura da Beira da Quinta. Bei klarer Sicht kann man an der Küste entlang bis nach Porto Moniz schauen. Auch die Nachbarinsel Porto Santo konnten wir draußen auf dem Meer entdecken.

Aussicht auf die Nordküste von Madeira.

14. Santana

Der Ort Santana war einer der Stopps auf unserer Tour durch den Osten Madeiras. Hauptsehenswürdigkeit in Satana sind die alten, typischen Strohgedeckten Häuser, wie es sie früher häufig auf Madeira gab. Heute gibt es nur noch wenige dieser Häuser, da das Strohdach regelmäßig erneuert werden muss. Damit man sich die alte Bauweise trotzdem anschauen kann, wurden in Santana neben dem Rathaus einige dieser Häuser zu touristischen Zwecken errichtet. Man kann dort Fotos machen und die den Häusern Souvenirs wie Blumen, Gebäck und den typischen Poncha (ein Drink aus Madeirarum, Zitronensaft und Honig) kaufen.

Typisches Haus mit Strohdach in SantanaStrelitzien blühen vor den Strohäusern in Santana

15. Porto da Cruz

Wo wir schon bei Poncha sind, kommen wir gleich zur nächsten Madeira Sehenswürdigkeit: Im Ort Porto da Cruz an der Nordküste kann man eine Schnappsbrennerei besichtigen. Der Rum für den Poncha wird auf Madeira nämlich noch komplett selbst produziert: vom Anbau des Zuckerrohrs bis zur Produktion in der Zuckerrohrfabrik. Zuckerrohr wird auf Madeira seit dem 15. Jahrhundert angebaut. Damals machte es die Insel bekannt und reich, bis der Zucker noch billiger aus Südamerika importiert werden konnte. Zur Produktion von Madeirarum und von Sirup wird aber immer noch Zuckerrohr auf der Insel angebaut. Besonders interessant ist ein Besuch der Fabrik sicher zur Erntezeit (im April), da die Maschinen nur dann in Betrieb sind. Ansonsten kann man sich den Prozess auf Video anschauen und natürlich einige der Produkte als Mitbringsel kaufen. Eine weitere Zuckerrohrfabrik kann man übrigens in Calheta an der Südküste besichtigen.

16. Ponta de São Lourenço

Die Ponta de São Lourenço gehört zu meinen liebsten Sehenswürdigkeiten im Osten von Madeira. Schon beim Landeanflug konnte ich die Landspitze aus dem Flugzeug bestaunen, ein paar Tage später konnten wir dann die Aussicht von einem Viewpoint genießen. Die raue Felsenküste ist einfach wunderschön. Sehr gerne hätte ich auch eine Wanderung unternommen, wie Eva von Days, Weekends & More, dafür hatten wir bei unserer Tour leider keine Zeit.

Raue Felsen an der Ponta de Sao Lorenco.

17. Machico

Statt der Wanderung stattet wir dann noch der ehemaligen Hauptstadt Machico einen kurzen Besuch ab. Der war perfekt um die Füße kurz im Meer abzukühlen, denn in Machico gibt es einen kleinen (angelegten) Sandstrand. Etwas weiter gibt es auch noch einen schönen Aussichtspunkt, bei dem man sowohl auf Machico, als auch auf die Ponta de São Lourenço einen schönen Blick hat.

Aussicht auch Machico, mit Sandstrand im Hafenbecken.

18. Der Markt in Santo da Serra

In Funchal haben wir uns natürlich auch die typische, alte Markthalle angesehen. Da wir gerne verschieden Märkte besuchen, haben wir aber zusätzlich einen Ausflug zu dem etwas weniger touristischen Markt in Santo da Serra gebucht. Dieser findet einmal die Woche Sonntags statt. In einer alten Halle findet man dort jede Menge Stände mit frischem Obst und Gemüse. Nebenbei kann man frischgebackenes Bolo de Caco oder einen Poncha genießen. In dem Ort gibt es außerdem eine Kirche und einen Park mit Wildtiergehege zu sehen.

Marktstand in Santo da Serra mit Obst und Gemüse.

19. Pico do Arieiro – auf den höchsten Gipfeln Madeiras

Mit 1.818m ist der Pico do Arieiro der dritthöchste Berg auf Madeira. Er ist über eine Straße angebunden und man kann daher auch ohne eine anstrengende Wanderung das Panorama genießen (vorausgesetzt die Wolkendecke versperrt nicht die Sicht). Wir waren bei unserer Tour durch den Osten Madeiras dort und hatten eine super Sicht auf die umliegende Berge. Von hier aus startet auch eine beliebte Wanderung auf den Pico Ruivo, dem höchsten Berg der Insel.

Aussicht auf die Gipfel von Madeira

20. Santa Cruz: den Flugzeugen beim Landeanflug zusehen

Flugzeugfans kommen in Santa Cruz auf ihre Kosten. In dem kleinen Ort im Osten der Insel befindet sich der Flughafen Madeiras, bei dem man aufgrund der relativ kurzen Landebahn und der Lage immer wieder spektakuläre Landeanflüge beobachten kann. Das geht z.b. gut von dem Kiesstrand im Ort, oder aber von der Plattform im Terminal, kurz bevor man den Heimflug antritt. Als gefährlich würde ich den Landeanflug übrigens nicht beschreiben. Zwar dürfen nur extra geschulte Piloten dort landen, aber die Landebahn wurde erst im Jahr 2000 verlängert und bei starken Winden werden die Flugzeuge im Zweifel auf die Nachbarinsel Porto Santo umgeleitet.

Kiesstrand mit Palmen in Santa Cruz

21. Camacha: Besuch in einer Korbflechterei

Die Korbflechterei besteht in Camacha seit dem späten 19. Jahrhundert und ist neben dem Zuckerrohranbau ein weiterer traditionsreicher Industriezweig der Insel. Im Ort kann man eine alte Fabrik besuchen, in der man sowohl ungewöhnliche Korbwaren in einem kleinen Museum besichtigen kann, als auch direkt bei der Herstellung zusehen kann. Zusätzlich gibt es einen Shop, in dem man das ein oder andere Mitbringsel erwerben kann.

Korbwarenausstellung in der Farbrik in Camacha

Allgemeine Tipps für deinen Madeira Urlaub:

Reisezeit und Dauer: Die touristische Hochsaison auf Madeira ist Ende März bis Mai, wenn die meisten Blumen blühen. Es herrscht aber das ganze Jahr ein angenehmes, mildes Klima. Wir waren Anfang März für insgesamt zwei Wochen dort. Ich würde einen Aufenthalt von mindestens 7-10 Tagen empfehlen.

Unterkunft: Die meisten Hotels befinden sich in Funchal. Wir haben im Madeira Panoramico (*Affiliate-Link) übernachtet, dass uns sehr gut gefallen hat (vor allem der Pool mit Aussicht auf Funchal). Weitere Unterkünfte auf Madeira findet ihr z.b. über booking.com (*Affiliate-Link).

Mein Lieblingsort im Hotel: der Pool mit Ausblick

Ausflüge: Wir hatten keinen Mietwagen und haben unsere Ausflüge (außer der Wanderungen) alle über getyourguide (*Links zu getyourguide sind Affiliate-Links) gebucht.

Die Touren waren relativ günstig (30€ für eine Tagestour: zum Vergleich: für ähnliche Touren in Europa haben wir schon knapp 100€ pro Person gezahlt), wir haben viel von der Insel gesehen und bei jeder Tour interessante Infos über Madeira erhalten.

Wir haben 6 verschieden Touren gemacht: die Ost-Tour, die West-Tour, die Nord-Tour und die Süd-Tour (jeweils Tagestouren) und die Tour zum Markt in Santo da Serra und zum Nonnental, mit Besuch in Monte und Korbschlittenfahrt (Halbtagestouren). Besonders empfehlen kann ich die Ost- und die West-Tour, da dort die interessantesten Sehenswürdigkeiten von Madeira angefahren werden.

Weitere Infos: Wir hatten den DuMont direkt Reiseführer (*Affiliate-Link) für Madeira dabei, in dem wie immer einige gute Tipps zu finden waren.

Weiterlesen zu Madeira und Portugal:
Sehenswürdigkeiten in Funchal
Wandern auf Madeira – 3 Levada Touren für Anfänger
Madeira vegan: Restaurants, Hotels und typisches Essen
Lissabon: über Treppen, Tram fahren und den Tejo
Algarve Travel Diary

Rezept: Hefeschnecken mit Schoko-Mandel-Füllung

Wer mag sie nicht: fluffige Hefeschnecken, frisch aus dem Ofen. Für mich gehören sie jedenfalls zu den Klassikern beim veganen Backen, sind mit unterschiedlichen Füllungen super variabel und trotz Gehzeit beim Hefeteig sehr schnell fertig. Diesmal habe ich Hefeschnecken mit Schoko-Mandel-Füllung in einer kleinen runden Backform gebacken.

Hefeschnecken mit Schoko-Mandel-Füllung

Zutaten für 10-12 Stück:
für den Hefeteig:
250g Mehl
½ Würfel frische Hefe
40g Margarine
125ml Sojamilch
40g Zucker
für die Füllung:
70g Mandeln
30g Margarine
2EL Zucker
100g Schokodrops (alternativ gehackte Schokolade)

1. Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde formen und die Hefe hinein brökkeln. 1 EL von dem Zucker darüber verstreuen, die Sojamilch kurz erhitzen, bis sie lauwarm ist, etwas Sojamilch zur Hefe geben und zu einem Vorteig verrühren. Diesen 15min an einem warmen Ort gehen lassen. Wichtig: das Mehl wird noch nicht komplett mit eingerührt.
2. Nun die Margarine und den Rest Sojamilch und Zucker dazugeben und alles zu einem Teig kneten. Den Teig nochmal eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat.
3. Für die Füllung die Mandeln im Mixer klein hacken, die Margarine schmelzen und mit dem Zucker und den gehackten Mandeln verrühren. Zuletzt die Schokodrops untermischen.
4. Den Teig nochmal gut durchkneten und möglichst rechteckig ausrollen. Die Füllung gleichmäßig darauf verstreichen und den Teig von der langen Seite her aufrollen.
5. Von der Teigrolle ca. 2cm breite Stücke abschneiden und die Schnecken in einer eingefetteten Form platzieren. Die Schnecken werden bei 180°C Umluft ca. 20-25min im Ofen gebacken.

Hefeschnecken mit Schoko-Mandel-FüllungHefeschnecken mit Schoko-Mandel-Füllung

Die Hefeschnecken halten sich 3-4 Tage, wobei Hefeteig natürlich frisch immer am besten schmeckt. Alternativ kann man sie auch gut einfrieren (vorausgesetzt es bleibt etwas übrig). So ein Hefeteig ist mit etwas Übung auch schnell zusammengeknetet und bei der Füllung hat man so viel Optionen. Ich habe hier auch einfach das genommen, was ich noch da hatten. Sehr gut eignen sich z.b. verschiedene Nüsse, Schokolade, Beeren oder Marmelade. Auch Hefeschnecken mit Puddingfüllung oder mit Zimt sind sehr lecker. Wer lieber auf fertigen Teig zurückgreift, für den sind vielleicht auch meine Blätterteig-Nuss Schnecken interessant.

Weitere Rezeptideen:
Pizzaschnecken
Hefekranz
Tschechische Kolatschen
Pao de Deus (Hefebrötchen mit Kokoskruste aus Portugal)