Mosaiksteine Jahresrückblick 2025

Das neue Jahr begann für mich wie das alte endete: auf Reisen. Von Laos ging es ein paar Tage nach Silvester weiter nach Kambodscha, das erste von insgesamt 4 neuen Ländern die ich dieses Jahr bereist habe. Zurück in Deutschland habe ich weiterhin kleine und größere Trips unternommen, habe meine Wanderung auf dem Kölnpfad beendet und jede Menge neuer Rezepte ausprobiert.

Außerdem habe ich besonders fleißig am Blog gearbeitet. Es gab bisher glaube ich noch ein keinem Jahr so viele neue Artikel wie in 2025. Die meiste Zeit über sogar zwei Beiträge pro Woche. Schließlich hatte ich von vielen Reisen zu erzählen, habe von dort neue Rezeptideen mitgebracht und auch sonst hat die viele arbeitsfreie Zeit meiner Kreativität einen Schub verliehen.

Januar

Mein Jahr begann in Laos und dort erhielt ich direkt am 1. Januar die traurige, aber auch erlösende Nachricht vom Tod meiner Großtante (sie wurde stolze 100 Jahre alt). Die ist genauso gerne gereist wie ich und darum blieb ich auch erstmal und machte mich wie geplant auf zu meiner Rundreise durch Kambodscha. Dort erkundete ich viele spannende Orte wie Phnom Penh, Battambang und Kampot. Besonders die Tempel in Angkor Wat haben mich beeindruckt, hier möchte ich unbedingt nochmal mit mehr Zeit hin. Zum Ende der Reise erwischte mich leider eine Erkältung, was den ohnehin langen Rückflug noch anstrengender machte. Aber so war ich Ende des Monats rechtzeitig zur Trauerfeier für meine Großtante wieder zurück.

Blick über Angkor Wat

Februar

Die Rückkehr nach Deutschland war für mich zwiespältig. Einerseits freute ich mich, meinen Hund Fine wieder zu haben und über mein eigenes Bett, andererseits war ich dauernd erschöpft und angeschlagen. Immerhin fing ich an die ersten Berichte zu schreiben und probierte auch ein paar Rezepte aus. Allerdings zogen einige organisatorische Sachen, die ich z.B. mit der Versicherung klären musst, ziemlich viel von meiner Energie. Auf dem Blog gab es noch ein paar vorgeplante Artikel zu Georgien, sowie einige neue Rezepte.

Die Festung Ananuri liegt über dem Stausee.

März

So war ich froh, dass ich schon im nächsten Monat wieder mehr unterwegs sein konnte. Zuerst für ein paar Tage in Berlin auf der Tourismus-Messe ITB. Den Besuch nutzte ich gleichzeitig um ein paar neue vegane Läden zu testen. Dann flog ich Mitte des Monats für eine Rundreise nach Portugal. Dort hat es mir, wie bei jedem meiner Besuche, super gefallen. Auch das Alleine Reisen klappte immer besser und ich erkundete viele neue (Porto, Coimbra und Sintra) und einige bekannte Orte (Lissabon, Lagos und Faro). Eine anstrengende, aber insgesamt spannende Erfahrung war die Woche, die ich als Freiwillige Helferin im Tierheim verbrachte, über das wir Fine adoptiert hatten. Auf dem Blog gingen die ersten Beiträge über Thailand online: Bangkok für Anfänger:innen, mein Bangkok vegan Guide und ein Rezepte für selbstgemachte Currypaste.

Aussicht auf Porto und die Ponte Luis I vom Jardins do Morro.

April

Anfang April verbrachte ich noch ein paar Tage an der Algarve, bevor ich zurück nach Deutschland flog. Hier kümmerte ich mich jetzt vor allem um den Start meiner Selbstständigkeit als Freiberufliche SEO-Beraterin. Hier bin ich immer noch im Aufbau und habe mich auf Green SEO, also nachhaltiges SEO spezialisiert. Außerdem versuchte ich so viel vom guten Wetter wie möglich mitzunehmen und setzte meine Wanderung auf dem Kölnpfad fort.

Kleiner See in der Grube Cox.

Mai

Im Mai ging es weiter mit der Content Erstellung für den Blog: Fotos wollten bearbeitet, Reiseberichte geschrieben und Rezepte gekocht werden. Zum ersten Mal hatte ich so viel Content, dass ich mit dem Posten nicht hinterherkam. Also erhöhte ich die Posting-Frequenz auf inzwischen zwei Beiträge pro Woche. In diesem Monat gab es z.B. Tipps für Chiang Mai, eine Sammlung veganer Obstkuchen Rezepte und ein neues Rezepte für veganes Panang Curry. Ansonsten lag mein Fokus auf dem Wandertraining, denn ich hatte das nächste große Reiseziel für Ende des Jahres gebucht und dafür wollte ich fit sein. Ich lief meine bisher längste Strecke an einem Tag (19km auf Kölnpfad Etappe 10) und schaffte es den kompletten Wanderweg noch in diesem Monat zu beenden.

Panoramaaussicht auf Köln von der Rodenkirchener Brücke

Juni

Zu lange Abschnitte ohne Reisen lassen mich schnell unruhig werden, also nutzte ich das Deutschland-Ticket im Juni für einen Kurztrip nach Frankfurt. Die Stadt wollte ich mir schon lange mal abseits vom Flughafen anschauen. Ich besichtigte einige Museen, die wichtigsten Schauplätze im Zentrum und fuhr auf den Main-Tower für einen traumhaften Ausblick. Am zweiten Tag erkundete ich die Grüne Seite der Stadt. Sowohl dort im Palmengarten, als auch bei einem Ausflug in den Botanischen Garten von Bonn war ich begeistert von der Vielfalt der Pflanzen. Auf dem Blog konnte ich meine Reihe mit Reiseberichten zu Thailand abschließen.

Blick auf die Frankfurter Skyline vom Palmengarten

Juli

Diesen Sommer stand mal wieder ein kleiner Camping Trip an. Meine Cousine hatte uns zu ihrer Abschlusspräsentation an der Modeschule in Sigmaringen eingeladen und wir fuhren mit dem Wohnwagen hin. Ich legte vorher noch einen Zwischenstopp in Heidelberg ein, das ich schon vor ein paar Jahren kurz besucht hatte. Sowohl dort als auch in Sigmaringen besichtigte ich das Schloss und erkundete die Altstadt. Auf dem Rückweg blieben wir noch für eine Woche im Dahner Felsenland, was sich als traumhafte Wandergegend erwies. Dort lief ich mit dem Dahner Felsenpfad eine meiner schönsten Touren in diesem Jahr. Neben den Wanderungen blieb mir auch genug Zeit den neuen Content fertigzustellen und so gingen nicht nur die Artikel zu Frankfurt, sondern auch zu Heidelberg zeitnah online.

Panoramablick auf Heidelberg vom Philosophenweg

August

Den Rest des Sommers verbrachte ich Zuhause zwischen Laptop, Küche und Garten. Durch die freie Zeit, die sich leider auch aus einer schlechten Auftragslage ergab, sprudelte ich vor Ideen. In der Zeit entstand auch mein erster veganer Reiseführer für Paris, eine Karte mit über 100 Markierungen für Sehenswürdigkeiten, Fotospots und natürlich veganen Restaurants mit meinen (Geheim)Tipps. Wenig später folgte der zweite vegane Reiseführer für Lissabon, denn inzwischen hatte ich meine Artikelreihe zu Portugal begonnen. Durch die Arbeit an den Karten eröffneten sich neue Möglichkeiten für die Erfüllung eines weiteren Traums von mir: ein eigenes Kochbuch. Das wollte ich komplett selbst erstellen und als E-Book veröffentlichen.

Fried Cashewnut mit Tofu und viel Gemüse

September

Am 1. September war ich noch auf einer schönen Wanderung bei Köln unterwegs, danach erwischte mich erneut ein Infekt. Damit war ich zwar erstmal für ein paar Tage außer Gefecht gesetzt, trotzdem entstanden im September so viele neue Rezepte wie in noch keinem anderen Monat. Das Kochbuch nahm nach und nach Gestalt an, auch grafisch. Ende des Monats hatte ich schon über 30 Rezepte zusammen. Zwischendurch erkundete ich noch ein paar neue Orte in Köln und Bonn.

Münsterplatz in Bonn mit Beethovendenkmal

Oktober

Im Oktober stand endlich wieder eine kleine Reise an: Mitte des Monats ging es für ein paar Tage nach Budapest. Die Stadt stand schon lange auf meiner Reisewunschliste und ich konnte einen guten Eindruck gewinnen. Zuhause fing ich wieder an mehr zu lesen und entdeckte mit dem Malen ein neues Hobby für mich. Ende des Monats ging es nochmal recht spontan für ein paar Tage an den Bodensee, für etwas Höhenmetertraining. Außerdem unternahm ich von hier aus einen Ausflug nach Liechtenstein, mein Land Nummer 29. Auch wenn die Hauptstadt Vaduz sehr klein ist, gefiel mir das Bergpanorama mit schon schneebedeckten Gipfeln sehr gut.

Ich auf einem Panorama Skywalk in Liechtenstein vor schneebedeckten Berggipfeln

November

Der November startete noch in Süddeutschland mit einer schönen Wandertour (19km, 550hm und ein tolles Alpenpanorama) und einem entspannten Besuch in der Bodensee-Therme. Dann ging es mit der Bahn und den in letzter Zeit häufigen Verspätungen wieder zurück. Nach den letzten Woche in intensiver Arbeit konnte ich mein erstes veganes Kochbuch veröffentlichen. In dem E-Book gibt es 50 vegane und alltagstaugliche Rezepte. Daneben standen vor allem Vorbereitungen für die nächste große Reise an: Einreisegenehmigung beantragen, Route planen, Packliste erstellen, usw…

Einfach vegane Alltagsküche Buchcover

Dezember

Im letzten Monat des Jahres ging es nochmal länger auf Reisen, für mein bisher am weitesten entferntes Reiseziel und auf einen neuen Kontinent: nach Neuseeland. Insgesamt war ich 30 Tage unterwegs und bereiste Nord- und Südinsel zusammen mit einer Freundin im Campervan. Dabei standen vor allem Highlights in der Natur, Herr der Ringe Drehorte und viele kleine Wanderungen auf dem Programm, aber auch die Tierwelt mit Kiwis, Neuseeländische Seebären und Pinguinen kam nicht zu kurz. Auf dem Blog gab es vorgeplante Reiseberichte zu Laos und besonders meine verschiedenen Weihnachtsrezepte waren in diesem Monat sehr beliebt.

ich stehe neben einem Kiwi Straßenschild im Tongariro Nationalpark in Neuseeland

Für 2026 habe ich bisher ausnahmsweise noch keine konkreten Reisepläne. Mal sehen, was sich ergibt. Aber da ich erst an Neujahr aus Neuseeland zurück gekommen bin, hatte ich auch noch nicht viel Zeit mir darüber Gedanken zu machen. Denn erstmal will diese Reise verarbeitet und natürlich auch verbloggt werden. Und auch weitere spannende Themen rund ums Reisen, Wandern und vegane Rezepte erwarten dich im neuen Jahr auf Mosaiksteine.

9 bedeutende Tempel in Laos

Was bedeutende Tempel angeht, hat Laos in der Wahrnehmung oft das Nachsehen zwischen bekannten Namen wie Wat Pho und Ayutthaya in Thailand, oder Angkor Wat in Kambodscha. Dabei gibt es hier mindestens genauso tolle sakrale Bauten und antike Ruinen zu bestaunen. Welche Tempel in Laos du für deine Reise unbedingt auf dem Schirm haben solltest, liest du hier.

Wat Xieng Thong – Luang Prabang

Der Wat Xieng Thong steht hier stellvertretend für die vielen Tempel und Pagoden in Luang Prabang. Nicht umsonst hat die Stadt im Norden von Laos den Beinamen „Stadt der Pagoden“. Der Wat Xieng Thong ist dabei einer der ältesten, erhaltenen Tempel dort und ein typisches Beispiel für die laotische Bauweise. Innen wie Außen ist der Tempel reich verziert mit Gold und Mosaiken. Ein besonders schönes zeigt den Lebensbaum mit zahlreichen Tieren. Der Eintritt in den Tempel kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ pro Person (Stand 2025).

Reich verzierte Gebäude im Wat Xieng ThongLebensbaum Mosaik ein der Wand des Tempels

Mehr zu Tempeln und weiteren Sehenswürdigkeiten in Luang Prabang

Wat Ou Höhlentempel

Ein Stück flussaufwärts von Luang Prabang findet man einen Tempel in einer ganz besonderen Location: den Wat Ou Caves. Besonders die untere der beiden Höhlen hat mir sehr gefallen. Sie liegt nur ein paar Meter über der Wasserkante, ein Schrein befindet sich direkt an der Höhlenöffnung mit Blick auf den Fluss. Außerdem gibt es in der Höhle unzählige kleine und große Buddha Figuren. Jeder noch so kleine Vorsprung ist damit besetzt. Da die Figuren sehr wertvoll sein können, werden sie teilweise auch gestohlen, der Erzählung nach aber immer irgendwann wieder zurück gebracht, da die Diebe das Glück verlässt. Die Wat Ou Caves kannst du bei einem Ausflug von Luang Prabang aus besuchen.

In der Pak Ou Cave findest du einen Tempel in einer kleinen Höhle

Wat Phia Wat – Tempelruinen in Muang Khoun

Dieser Tempel in der ehemaligen Hauptstadt der Provinz Xieng Khouang ist ein deutliches Mahnmal für den Frieden in der Region. Die Spuren der heftigen Bombardierungen während des Vietnamkriegs sind hier deutlich sichtbar. Erhalten sind bei diesem Tempel aus dem 16. Jahrhundert nur noch die Basis und die Säulen einer Halle mitsamt einer großen Buddhastatue. Der Eintritt zum Tempel kostet 10.000 Kip/ca. 0,40€ (Stand 2025).

Durch Bomben teilweise zerstörte Buddha Figur in einer Tempelruine in Phonsavan

Mehr zu Phonsavan und der Ebene der Steinkrüge

Wat Si Saket – Vientiane

Einer der Tempel, die mir in Vientiane am besten gefallen haben, war der Wat Si Saket. Im Zentrum der Anlage befindet sich der Haupttempel, inmitten von einem überdachten Gang. Darin tausende von großen und kleinen Buddha-Figuren. In den Innenwänden sind in einem gleichmäßigen Muster kleine, torförmige Nischen eingefügt. In jeder davon befinden sich zwei kleine Buddha Figuren. Auch die Fresken im Inneren des Tempels sind sehenswert. Der Eintritt zum Wat Si Saket kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ (Stand 2025).

Buddha Figuren im Tempel

Pha That Luang – Nationalheiligtum in Vientiane

Als Nationalheiligtum darf der Pha That Luang natürlich nicht in dieser Liste fehlen. Die komplett mit Gold überzogen Stupa in Vientiane ziert auch das Wappen von Laos. In ihrer heutigen Form wurde die Stupa im 16. Jahrhundert erbaut, der Überlieferung nach, wurde hier aber schon im 3. Jahrhundert vor Christus ein Schrein für einen Knochensplitter eines Brustbeins von Buddha errichtet. Bei deinem Besuch kannst du die untere der drei Ebenen der Stupa besuchen, sowie einige umliegende Tempel erkunden. Der Eintritt zum Pha That Luang kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ (Stand 2025).

Die goldene Pha That Luang Stupa in Vientiane

Weitere Sehenswürdigkeiten in Vientiane

Wat Phabat Phonsane – Fußabdruck des Buddha

Folgt man der Nationalstraße 13 von Vientiane gen Süden, stößt man nach etwa 90km auf einen unscheinbaren, für Laot:innen aber bedeutenden Tempel. Der Wat Phabat beherbergt einen Fußabdruck des Buddha, was den Tempel zu einem beliebten Ziel für buddhistische Pilger macht. Besonders schön ist auch eine reich verzierte Stupa vor dem Haupttempel. Frauen müssen sich beim Besuch am Eingang gegen eine kleine Gebühr einen typisch laotischen Wickelrock ausleihen.

Der Wat Phabat Phonsane ist ein bedeutender Tempel in Laos

That Sikhottabong

Ein Stück südlich von Thakhek liegt die That Sikhottabon Stupa direkt am Mekong. Sowohl der Name, als auch der zeitliche Ursprung des Tempels im 6. Jahrhundert, deuten auf einen Ursprung im buddhistischen Reich Sikhottabong hin, das sich damals über weite Teile Südostasiens erstreckte. Neben dieser Stupa gehören auch der That Ing Hang weiter südlich und der That Phanom am gegenüberliegenden Mekong-Ufer in Thailand zu den besten Beispielen für laotische Baukunst aus dem 6. Jahrhundert. So soll die Form der Stupa an eine Lotusblume erinnern und das Wachstum vom Samen bis zur Blüte symbolisieren. Auch hier müssen Frauen einen Rock ausleihen und während des Besuchs tragen.

Der That Sikhottabong hat die Form einer Lotusblüte.Kleine Elefantenfigur im Tempel

That Ing Hang

Im Gegensatz zum That Sikhottabong in strahlendem Weiß und Gold wirkt der That Ing Hang wie eine Ruine. Genau das machte für mich die Stupa fotografisch gesehen aber noch Interessanter, mit den dahinter aufragenden Palmen als Kontrast. Die Stätte ist relativ klein und befindet sich in der Nähe von Savannakhet. Auch diese Stupa wurde zu Ehren von Siddhartha Gautama errichtet, der hier der Überlieferung zufolge, während seiner Wanderung durch das Königreich Sikhottabong, gerastet haben soll.

That Ing Hang Tempel in Laos

Wat Phou – Khmer Tempel

Der Wat Phou ist ein bedeutender Tempel aus der Khmer Zeit und gehört seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Er liegt im Süden von Laos am Hang des heiligen Lingaparvata Montain. Sowohl die Lage, als auch die vielen Linga in der Bauweise deuten auf eine Ehrung von Shiva durch den Tempel hin. Archäologische Funde belegen außerdem die Verbindung des Wat Phou über eine Straße mit dem später erbauten Angkor Wat. Aufgrund der Zuordnung zu den Khmer wird der Wat Phou auch sehr oft mit Angkor Wat verglichen. Im Gegensatz zu den Tempeln in Kambodscha ist der Tempel in Laos allerdings noch nicht von Touristenmassen überlaufen.

Ausblick über den Wat Phou Tempel und das Wasserbassin

Mehr zum Wat Phou

Weiterlesen zu Laos und Tempeln in Südostasien:
Vegan in Laos: Restaurants und typische Speisen
Loi Krathong in Sukhothai

Vegan in Laos: Restaurants und typische Gerichte

Etwas mehr als drei Wochen bin ich im Dezember 2024 durch Laos gereist. Dabei habe ich mich einmal quer durch die laotische Küche probiert. Welche Gerichte für Veganer:innen geeignet sind, worauf man beim Bestellen achten muss und welche Restaurants ich empfehlen kann lest ihr in diesem Beitrag.

vegan in Laos, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Allgemeine Infos zur laotischen Küche

Grundsätzlich ähnelt die laotische Küche der thailändischen. In Thailand war aber meiner Meinung nach die Würzung und das Gemüse noch etwas abwechslungsreicher und viele der Gerichte schärfer. Vegane Restaurants gibt es nur in den Großstädten Luang Prabang und Vientiane, aber auch in den zahlreichen kleinen laotischen Restaurants kann man die Gerichte meist unkompliziert anpassen. Wenn das Essen frisch gekocht wird schmeckt es sowieso am Besten.

Gegessen haben wir teilweise in den Hotels (Frühstück), in kleinen laotischen Restaurants und in größeren Städten auch mal in Lokalen mit westlicherer Küche. Für unterwegs haben wir uns öfter mit frischem Obst oder Bananenchips eingedeckt. Pflanzenmilch habe ich manchmal im Supermarkt entdeckt. Da die meisten Produkte aus Thailand oder Vietnam importiert werden, ist das Angebot in Laos wesentlich kleiner. Am wenigsten Abwechslungsreich war tatsächlich meistens das Hotelfrühstück. Hier wird westlichen Gästen meist Ei serviert. Ansonsten gibt es Obst, Brot und Marmelade. Die laotischen Gerichte die es beim Frühstücksbuffet gab, waren auch meist mit Ei oder Fleisch. Ich habe mich dann an Obst und Brot gehalten und manchmal selbst eine Avocado mitgebracht. In Restaurants habe ich meist zwischen 2-3 typischen Gerichten gewechselt. Zur Abwechslung war ich wenn möglich, aber auch ein paar Mal indisch oder westlich Essen.

Veganfreundliche laotische Gerichte

Wie auch in der thailändischen Küche, gibt es in Laos einige Gerichte, die sich einfach vegan abwandeln lassen, wenn man sie nur mit Gemüse, ohne Ei und Fischsoße bestellt. Tofu als Beilage gab es dagegen nicht so häufig.

Pad Lao/Thai

Pad Lao ist im Prinzip wie Pad Thai, ein Gericht mit gebratenen Reisnudeln, Gemüse und Ei. Als Topping werden Erdnüsse, Chillipulver und Limettensaft serviert. Ich habe hier immer die Vegetable Version ohne Ei und ohne Fischsoße bestellt.

Pad Lao mit buntem Gemüse

Laab/Larb

Laab oder Larb (es existieren beide Schreibweisen), ist ein typisch laotischer Fleischsalat, der lauwarm mit vielen Kräutern serviert wird. Manchmal steht eine Version mit Tofu auf der Karte. Die Kräuter variieren je nach Restaurant und Tag, je nachdem, was gerade da ist.

Vegane Version des laotischen Laap mit Tofu und frischen Kräutern

Red/Green/Yellow Curry

Auch in Laos gibt es Currys in allen möglichen Farben. Diese sind meist weniger scharf als in Thailand, aber trotzdem sehr lecker. Da es sie fast überall gibt, war es eins meiner Go-To-Gerichte in Laos. Besonders gut haben mir die Kürbis-Currys geschmeckt.

Gelbes Curry mit Gemüse und Reis

Fried Rice

Gebratener Reis wird in Laos meist mit Ei zusammen serviert. Wenn das Ganze frisch zubereitet wird, kann man das und evlt. Fischsoße aber abbestellen. Bei mir gab es das Gericht ein paar Mal in einfachen Restaurants, viel Gemüse war meist allerdings nicht dabei.

Nudelsuppe

Ähnlich wie in Vietnam wird in Laos oft eine warme Nudelsuppe gegessen. Hierzu werden Reisnudeln in heißer Brühe serviert und man kann sich nach belieben frische Kräuter dazutun. Achtung: die Brühe ist normalerweise nicht vegan, kann auf Nachfrage aber vegan zubereitet werden. Übrigens ist die Nudelsuppe eins der wenigen Gerichte in Laos, das meist mit Stäbchen gegessen wird. Die restliche Brühe wird am Ende aufgeschlürft.

Laotische Reisnudelsuppe mit frischen Kräutern

Spring Rolls

Auch Frühlingsrollen konnte ich mir häufig vegan abwandeln lassen. Klassisch wird die Füllung allerdings mit Ei zubereitet, auch wenn „vegetable spring rolls“ auf der Karte steht. Das muss man dann abbestellen. Gerollt wird die Füllung, wie in Vietnam, meist in einfachem Reispapier. In Thailand wird ein etwas anderer Teig verwendet.

vegane Frühlingsrollen

Snacks

Es gibt einige, zufällig vegane Snacks, die man in Laos, auch in ländlichen Gebieten immer wieder findet. Dazu gehören z.B. Bananenchips (ohne Honig gesüßt), kleine Reiswaffeln oder Kaipen, ein Snack aus Algen. Letzteren findet man vor allem im Norden. Hier werden die Algen aus den Flüssen gefischt, zusammen mit Gewürzen, Sesam und hauchdünnen Scheiben Tomaten und Knoblauch auf Bambusplatten getrocknet. Später werden die getrockneten Algen dann in kleinere Stücke geteilt und frittiert.

Laotischer Algensnack Kaipen trocknet auf Bambustabletts

Vegane Restaurant-Tipps für Laos

Luang Prabang

Als größte Stadt im Norden von Laos gibt es in Luang Prabang eine gute Auswahl an Restaurants mit veganen Optionen, sowohl mit typisch laotischer, als auch mit westlicher Küche. Ich habe während meiner Zeit dort verschiedene ausprobiert. Mein Favorit war das Cat Café, wo ein paar gerettete Katzen und ein Hund leben. Alle meine Tipps findest du in meinem vegan in Luang Prabang Guide, darunter auch ein veganfreundliches Hotel.

Vegan in Luang Prabang, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Muang Ngoy – Rainbow Restaurant and Bar

Das Lokal liegt direkt neben dem Bootsanleger und von der Terrasse hat man einen tollen Ausblick auf den Fluss. Wir waren hier nach einer kleinen Wanderung durch die Reisfelder essen und ich hatte ein wirklich gutes Kürbis-Curry.

Gelbs Curry mit Kürbis und ReisAussicht auf den Fluss in Nong Khiaw

Phonsavan

Bombie’s Restaurant

Das Bombie’s war eins der wenigen Einträge, die ich auf Happy Cow für Phonsavan gefunden habe. Tatsächlich sind wir hier zufällig mit der ganzen Gruppe hin. Für mich gab es Frühlingsrollen mit einem leckeren Dip und dazu ein großes Beerlao, das laotische Bier. Ansonsten gibt es typisch laotische Küche und unter anderem die Currys können vegan zubereitet werden. Der Name des Restaurants spiegelt sich in den Innenräumen wieder: als Mahnmal an den Vietnamkrieg sind alte Bomben, Sprengkörper und andere alte Utensilien ausgestellt. Phonsavan wurde während des Kriegs stark bombardiert, noch immer befinden sich unzählige Sprengkörper im Boden. Die MAG, die in Phonsavan auch ein Museum betreibt, setzt sich dafür ein, diese nach und nach unschädlich zu machen. Dadurch kann man auch die Ebene der Tonkrüge, das UNESCO Welterbe wegen dem wir nach Phonsavan gereist sind, überhaupt erst wieder gefahrlos besichtigen.

Vegane Frühlingsrollen mit Dip

Nisha Restaurant

In Phonsavan waren wir außerdem noch in einem indischen Restaurant. Das lag um die Ecke von unserem Hotel und hatte gute Bewertungen bei Google. Es war zwar nicht viel los, mein Aloo Gobi und das frischgebackene Naan-Brot waren aber sehr lecker. Generell habe ich in Laos und später in Kambodscha, häufiger gut indisch gegessen.

Aloo Gobi mit frisch gebackenem Naan

Vang Vieng

Silver Naga Restaurant

Dieses Restaurant lag direkt neben unserem Hotel, mit schöner Terrasse direkt am Fluss. Ich hatte es auf Google Maps entdeckt, da es eine seperate vegane Karte hat. Leider gab es bei unsere Besuch weder die von uns gewählte Vorspeise, nur eins von drei veganen Hauptgerichten und keins der Desserts. Das Hauptgericht waren hausgemachte Kürbis-Ravioli mit Tomatensoße. Die waren ganz lecker und ich persönlich war auch ganz froh, mal etwas ohne Reis zu essen. Trotzdem schade, dass fast nichts von der veganen Karte vorrätig war. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur Pech.

Kürbis Ravioli in Tomatensoße

Laung Xai Kham Restaurant

Ein typisch laotisches Restaurant mit recht günstigen Preisen für Vang Vieng. Wir waren hier mit der ganzen Reisegruppe. Für mich gabs mal wieder eins meiner Go-To-Gericht: Curry mit Reis. Diesmal als gelbes Curry mit viel Gemüse und Kartoffeln. Lecker und würzig.

Gelbes Curry mit Reis

Vela Café and Restaurant

In diesem Café sind wir abends mit einem Teil unserer Gruppe gelandet. Es gibt eine vegetarische Karte mit typisch laotischen Gerichten und Ei kann man meist abbestellen. Obwohl das Café recht schick und modern eingerichtet ist, sind die Preise günstig. Ich entschied mich für Pad See Ew, gebratene Reisnudeln mit Gemüse und Tofu. Anders als bei Pad Thai oder Pad Lao werden hier breitere Reisnudeln verwendet. Die saugen sich somit mehr voll mit der Soße, mein Fall war die Konsistenz aber leider nicht. Soße, Gemüse und Tofu waren aber lecker, also hätte ich besser das klassische Pad Lao genommen.

Pad Se Ew mit frischem Gemüse

Vientiane

In der Hauptstadt hatte ich, vor allem am Anfang ein paar Fails bei der Restaurantauswahl. Dafür habe ich später ein veganes Café entdeckt, in dem ich tagsüber mit dem Laptop arbeiten konnte. Ansonsten findest du in meinem ausführlichen Vegan in Vientiane Guide auch wieder eine Option mit indischer und typisch laotischer Küche.

Vegan in Vientiane, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Ban Na Hin – Sainamhai Resort

Das Sainamhai Resort ist ein kleines Hotel in Ban Nahin. Über das Gelände verteilen sich mehrere kleine Holzbungalows auf Stelzen. Im Haupthaus, wo auch das Restaurant ist, sitzt man nett am Fluss. Betrieben wird das Resort von einem älteren laotischen Paar, dass sich auch um die Küche kümmert. So war es kein Problem vegane Gerichte zu bestellen. An einem Tag bekam ich leckere vegane Frühlingsrollen und einen frischen Salat mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Am zweiten ein Gemüsecurry und Fried Cashewnut, beides mit reichlich Gemüse.

Fried Cashewnut mit frischem Gemüse im Sainamhai ResortHolzbungalows im Sainamhai Resort in Laos

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Thakhek – Shong Fang Khong Restaurant

In diesem kleinen Restaurant im Zentrum der Stadt waren wir zum Lunch. Auf der Karte stehen vor allem laotische Gerichte, aber auch ein paar aus der westlichen Küche. Viel ist vegetarisch und wird mit Gemüse zubereitet. Ich entschied mich, für etwas Abwechslung für den Tofu Burger, hier müsst ihr die Mayonaisse abbestellen. Der Burger wurde zusammen mit einer Mini-Portion Pommes und ein bisschen Salat als Deko serviert. Er war wirklich nur ein Brötchen mit etwas Salat und gebratenem Tofu dazwischen. Also nichts besonderes, aber ganz ok und mal mit ein paar Proteinen. Außerdem sahen die anderen vegetarischen Gerichte auch sehr gut aus.

Tofu Burger mit Pommes

Savannakhet – Lin’s Café

Diese Café liegt im Zentrum von Savannakhet, direkt gegenüber der Kirche. Ich hatte es schon vorab auf Google Maps entdeckt und als wir auf dem Nachtmarkt keine veganen Optionen fanden, sind wir hier eingekehrt. Auf der Karte stehen viele westliche und sehr viele vegetarische Gerichte, dafür ist es etwas höherpreisiger. Ich bestellte den großen Gartensalat, der mit Knoblauchbaguette serviert wurde und eine Art japanischer Gemüsekroketten. Die waren leider geschmacklich nichts so besonderes. Insgesamt fand ich das Café dennoch ganz nett und die Auswahl in Savannakhet ist leider nicht so groß für Veganer:innen.

Gemischter Salat in Lins CaféJapanische Gemüsekroketten

Don Khong – Pon’s Riverside

Auf der Insel Don Khon gab es nicht viele Restaurants zur Auswahl, also waren wir mehrmals im gleichen Restaurant essen. Es war einfach, aber gut und man saß über dem Fluss. Auch wenn nicht direkt vegane Gerichte auf der Karte standen, war es kein Problem sie vegan zu bestellen. Ich hatte einmal ein Gemüsecurry, einmal Gemüse in Kokosmilch (beides mit Reis) und einmal Pad Thai (ohne Ei und Fischsoße bestellt). Geschmeckt hat alles sehr gut und entgegen der Ankündigung unserer Guides vorab, waren die Preise auf der Insel auch nicht teurer als anderswo.

Gemüse in Kokosmilch mit ReisPad Lao mit Gemüse und Erdnüssen

Don Kohn – Fleur du Mekong

Zusammen mit der Nachbarinsel Don Det bietet Don Kohn das touristische Zentrum der 4.000 Inseln. Wir waren hier nur für einen Tagesausflug, im Vorbeigehen habe ich aber viele Restaurants mit potentiell veganen Optionen gesehen. Eingekehrt sind wir mit der Gruppe ins Fleur du Mekong, ein Restaurant mit schöner Terrasse direkt am Fluss. Außerdem liefen hier viele süße Katzen herum. Für mich gabs mal wieder ein würziges gelbes Curry. Meine Reisebegleitung hatte frische Sommerrollen. Beides lecker und leicht vegan abwandelbar.

Einfaches gelbes Curry

Weitere vegane Tipps für Südostasien:
Vegan in Vietnam
Vegan in Thailand

Wat Phou: Khmer-Tempel in Laos

Im Süden von Laos befindet sich mit dem Wat Phou eine Tempelanlage aus der Khmer-Zeit, die über 1.000 Jahre und damit älter als das bekannte Angkor Wat ist. Es ist eins der der Highlights in Laos und eine von derzeit vier UNESCO Welterbestätten im Land. Was den Wat Phou so besonders macht und was du bei deinem Besuch beachten solltest, liest du hier.

Ausblick über den Wat Phou Tempel und das Wasserbassin

Geschichte und Bedeutung des Wat Phou

Die Ursprünge des Wat Phou liegen vermutlich bei den Cham, die hier schon im 5./6. Jahrhundert eine Stätte zu Ehren von Shiva errichteten. Ausgebaut wurde der Tempel dann von den Khmer und gehörte vermutlich zur damaligen Hauptstadt des Khmer-Reichs Im ganzen Tempel befinden sich Formen, die an Shivas Linga (Phallus) erinnern. Auch die Lage am heiligen Berg Lingaparvata (wörtlich „Linga Mountain“), deutet auf diese Widmung hin. Archäologische Funde belegen außerdem die Existenz eine Straße zwischen dem Wat Phou und dem später erbauten Angkor Wat. Seit 2001 gehört der Wat Phou zum UNESCO Weltkulturerbe.

Der Wat Phou wurde am Lingaparvata Mountain gebaut

Aufbau der Tempelanlage

Der Tempel erstreckt sich über mehrere Ebenen am Fuße des Lingaparvata Mountain und ist etwa 6km vom Ufer des Mekong entfernt. Vor dem Tempel befindet sich ein großes Wasserbecken, das z.B. für rituelle Waschungen diente. Von dort führt eine Prozessionsstraße, gesäumt von Lingas zu den Ruinen zweier Pavillions. Diese bilden die 1. Ebene des Wat Phou. In den Ruinen sind noch einige gut erhaltene Reliefs zu sehen.

Prozessionsstraße mit Lingas am Wat PhouRuine am Wat Phou mit gut erhaltenen Reliefs

Eine weitere mit Lingas gesäumte Straße aus Steinplatten und eine Treppe führen zur 2. Ebene. Hier sind kaum mehr als ein paar verstreute Steine des Tempels erhalten. Auf die 3. Ebene, die auf einer Steinterrasse angelegt ist, gelangt man dann über eine unregelmäßige, später auch sehr steile Steintreppe. Oben befindet sich der noch in Teilen erhaltene Haupttempel, der heute statt einem Linga, einige Buddha-Figuren beherbergt. An den Wänden befinden sich allerdings noch einige gut erhaltene Reliefs aus der Khmer Zeit, etwa das einer Apsara Tänzerin.

unregelmäßige Steintreppen im Wat PhouRelief einer Apsara Tänzerin im Wat Phou Tempel

Ebenfalls auf der obersten Ebene des Wat Phou befinden sich links des Haupttempels eine heilige Quelle, deren Wasser heute noch Glück bringen soll und rechts eine ehemalige Stätte für animistische Rituale. Das belegen das in einen Stein gehauene Relief eines Elefanten und ein ausgehöhlter Opferstein in der Form eines Krokodils.

Heilige Quelle beim Wat Phou TempelKrokodilform in einem Stein des Wat Phou Tempels

Infos und Tipps für deinen Besuch beim Wat Phou

– Die Besichtigung des Wat Phou ist täglich zwischen 8 und 17 Uhr möglich.
– Tickets kosten 50.000 laotische Kip/ca. 2,10€ (Stand 2025).
– Am Haupteingang gibt es ein kleines Museum, in dem du Infos zum Wat Phou und zu den Ausgrabungen dort erhältst. Außerdem werden hier einige erhaltene Figuren aus dem Tempel ausgestellt.
– Vom Museum kannst du mit einem Elektroauto per Shuttle zur Hauptanlage fahren. Ab dem großen Wasserbassin geht es dann zu Fuß über die Prozessionsstraße weiter.
– Auf der Tempelanlage gibt es wenig Schatten, denke also an Sonnenschutz und genügend Trinkwasser. Für die unebenen, hohen Treppen empfiehlt sich außerdem festes Schuhwerk.
– Den besten Ausblick über den Wat Phou hast du von der obersten Ebene (siehe Titelbild).
– Plane für deinen Besuch mindestens 2 Stunden zum erkunden des Tempels ein, besser einen halben Tag. Je früher du da bist, desto weniger ist los und du bist nicht in den heißen Mittagsstunden unterwegs.
– Wenn du nicht wie ich mit einer geführten Tour unterwegs bist, kannst du den Wat Phou am besten als Tagesausflug ab Pakse besuchen.

Weiterlesen zu UNESCO Welterbestätten in Laos:
Phonsavan und die Ebene der Steinkrüge
Sehenswürdigkeiten in Luang Prabang

Kong Lor Cave: Höhlenabenteuer in Laos

Laos ist nicht nur ein Land für Tempel sondern auch für eindrucksvolle Naturerlebnisse. Ganz besonders hat mir die Kong Lor Cave gefallen, eine Höhle in der Khammouanna Provinz in Zentral Laos. Was die Höhle so besonders macht und worauf du bei deinem Besuch achten solltest, verrate ich dir hier.

Longtailboote liegen am Eingang der Kong Lor Cave

Kong Lor Cave

Die Kong Lor Cave ist eine besondere Höhle in Zentral Laos. Sie ist über 7km lang und kann während der Trockenzeit, auf dem Fluss der hindurchfließt, durchfahren werden. Dabei durchquerst du riesige Hallen von bis zu 90 Metern Breite und bis zu 100 Metern Höhe. Auch einige Tropfsteinformationen kannst du bewundern.

Auf beiden Seiten der Höhle haben sich kleine Dörfer angesiedelt, die die Höhle schon früher zum Transport von Waren genutzt haben. Heute hat sich dort eine kleine, aber feine touristische Infrastruktur entwickelt, mit ein paar Restaurants und Unterkünften.

Ich habe die Kong Lor Cave im Rahmen einer Rundreise mit meiner Reisegruppe besucht.

Bootsfahrt durch die Kong Lor Höhle

Am Vormittag werden wir mit dem Bus zum Startpunkt gebracht. Hier teilen wir uns in Dreier-Gruppen auf, jeder bekommt eine Schwimmweste und eine Stirnlampe. Mit jeweils einem Guide gehts dann hinunter zum Nam Hinboun River. Von hier sehen wir schon den Eingang der Höhle, der sich unter einem hohen Karstberg verbirgt. Davor wir, ganz klein auf dem Sandstrand, am leicht türkis schimmernden Fluss: eine Traumlandschaft.

Sandstrand vor den Karstfelsen am Eingang zur Höhle.

Wir laufen weiter zum Eingang der Höhle. Dort liegen, noch von wenigen Lampen beleuchtet, eine ganze Reihe kleiner Longtailboote aus Holz. Vorsichtig klettere ich hinein. Der Guide stößt das Boot vom Strand ab, startet den Motor und los geht es, hinein in die Dunkelheit der Höhle. Nur unsere Kopflampen werfen einen kleinen Lichtkegel, der Guide hat zwar eine größere Lampe zur Navigation, nutzt sie aber kaum, so gut kennt er die Strecke. Wir gleiten in fast völliger Stille auf dem Wasser dahin, nur unterbrochen durch das ständige Tuckern des Motors. Ich lasse meinen Blick nach links und rechts schweifen, versuche mit der Kopflampe die Dimensionen der Höhle auszuleuchten. Unmöglich, so groß ist sie an manchen Stellen. An anderen habe ich dann wieder den Eindruck, ich müsste nur die Hände nach oben ausstrecken, um die niedrige Decke zu streifen.

Tropfsteinformationen in der Kong Lor Cave

Nach etwa zehn Minuten steuern wir einen kleinen Sandstrand an. Hier steigen wir aus und laufen über einen kleinen beleuchteten Pfad durch einige Tropfsteinformationen. Am anderen Ende geht es eine Treppe hinunter und die Guides warten wieder mit den Booten auf uns. Jetzt fahren wir nochmal einige Minuten durch die nun wieder dunkle Höhle. Kurz vor dem Ausgang müssen wir nochmal aussteigen und zu Fuß neben einer kleinen Stromschnelle entlang. Die Boote werden hier, ohne Passagiere drin, von den Guides hinaufgezogen.

Licht fällt in den Ausgang der Höhle

Währenddessen stehe ich mit den Füßen im niedrigen Wasser und staune über dieses Naturwunder. In einer Richtung kann man schon den Höhlenausgang sehen, hier fällt etwas Licht hinein und ich kann die Struktur der Decke besser erkennen. Als wir die Höhle, wieder auf dem Boot, verlassen, landen wir in einem idyllischen Flusstal umgeben von Bäumen und hohen Karstfelsen.

Mit dem Longtailboot auf dem Fluss zwischen Karstbergen

Wir folgen dem Flusslauf noch ein Stück, dann machen wir Halt an einem Camp. Dort gibt es ein paar Stände mit Getränken und Snacks, sowie ein paar Souvenirs. Mit einer frischen Kokosnuss setzte ich mich auf eine Bank. Zwei neugierige Kinder kommen angelaufen und wollen mit uns Spielen. Außerdem laufen kleine Enten, Katzen und Hunde herum.

Nach einer kleinen Pause geht es wieder auf die Boote. Wir fahren nochmal zurück durch die Höhle. Diesmal ohne Zwischenstopp bei den Tropfsteinen. Als wir an der Stromschnelle kurz aussteigen müssen, verliere ich fast meinen Flipflop. Ein Mitreisender fischt ihn zum Glück hinter mir aus dem Wasser, bevor er in die Dunkelheit davontreibt. Dann geht es zurück durch die über 7 Kilometerlange Höhle. Einmal fahren wir sogar durch eine kleine Stromschnelle. Dabei schwappt etwas Wasser ins Boot. Dann erreichen wir wieder den kleinen Landeplatz am Eingang der Höhle und laufen langsam zurück durch den Sand bis zum Bus.

Das Langtailboot fährt in die HöhleDer Ausgang der Kong Lor Cave

Tipps für den Besuch der Kong Lor Cave:

– Die Tour kostet ca. 200.000 Kip/ca. 8,15€ pro Person, bei max. 3 Personen in einem Boot.
– Wenn du hast bringe eine eigene Kopflampe mit, diese und Schwimmwesten werden aber auch gestellt.
– Ziehe am besten kurze Hosen und Schuhe die nass werden dürfen an. Man läuft an manchen Stellen durchs Wasser. Ich hatte Flipflops an, festere Schuhe wären manchmal aber besser gewesen.
– Weiter in der Höhle und im Fahrtwind kann es frisch werden. Nimm also eine leichte Jacke mit.
– Da es nass werden kann, lass alle unnötigen Dinge im Hotel. Ich hatte nur meine Gürteltasche dabei, die ich mir um die Schulter gebunden habe.
– Zum fotografieren und filmen ist es meistens zu dunkel. Ich habe versucht, während der Fahrt mit meiner GoPro zu filmen, darauf sieht man meistens nur den Bug des Bootes und wo der Lichtkegel gerade hinfällt. Die Fotos in diesem Beitrag habe ich dann mit meinem Smartphone gemacht. Meine große Kamera habe ich lieber im Hotel gelassen.

Fische schimmen im Fluss vor dem Eingang zur Kong Lor Cave

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Rezept: veganer Mohnstriezel

Wo sind die Mohn-Fans unter euch?! Ich liebe saftigen Mohnkuchen und besonders zur Weihnachtszeit gehört für mich Mohnstollen dazu. Diesmal habe ich jedoch für eine Kombination aus beidem entschieden: veganen Mohnstriezel. Der kombiniert Hefeteig mit leckerer Mohnfüllung und knusprigen Streuseln und ist dabei ausgefallener als Mohnkuchen, aber einfacher zu backen als Stollen.

drei Stücke veganer Mohnstriezel auf einem Teller, daneben ein Nudelholz und ein weiterer ganzer Mohnstriezel auf einem Kuchenrost

Zutaten für 2 Mohnstriezel:
für den Hefeteig:
500g Mehl
100g Zucker
100g Margarine
200ml Sojadrink
½ Würfel frische Hefe
für die Mohn-Füllung:
60g Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
200g gemahlener Mohn
450ml Sojadrink
für die Streusel:
60g Margarine
70g Zucker
100g Mehl
für den Zuckerguss:
150g Puderzucker
2-3EL Warmes Wasser

Zubereitung:
1. Für den Hefeteig Mehl und Zucker in eine Schüssel geben. Die Margarine langsam in einem Topf schmelzen, Sojadrink dazugeben leicht erhitzen und die Hefe darin auflösen.
2. Die Mischung aus dem Topf in die Schüssel geben und alles etwa 5-10min zu einem geschmeidigen Teig kneten. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und für ca. 1-2 Stunden an einem warmen Orte gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
3. Für die Mohn-Füllung Zucker, Puddingpulver und gemahlenen Mohn in einem Topf mit dem Sojadrink glattrühren. Unter rühren so lange langsam aufkochen, bis eine puddingartige Masse entsteht. Abkühlen lassen, bis der Hefeteig fertig gegangen ist.
4. Jetzt den Hefeteig auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Rechteck ausrollen. Der Teig sollte dabei etwa ½-1cm dick sein. Die Mohnmasse gleichmäßig darauf verstreichen, an den langen Enden etwas Platz lassen.
5. Den Teig von der langen Seite her gleichmäßig aufrollen, einmal quer halbieren, damit die Stücke aufs Backblech passen und nebeneinander auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech platzieren.
6. Die Rollen leicht plattdrücken. Aus Margarine, Zucker und Mehl einen Teig für die Streusel kneten. Zuerst etwas Sojamilch über die Teigrollen streichen, dann die Streusel darauf verteilen und leicht andrücken.
7. Die Striezel werden jetzt für ca. 35-40min bei 180°C Ober/Unterhintze auf mittlerer Schiene im Ofen gebacken. Während sie abkühlen kann der Zuckerguss angerührt werden. Dafür den Puderzucker sieben und nach und nach mit heißem Wasser verrühren. Gleichmäßig über den Mohnstriezel verteilen und trocknen lassen.

drei Stücke veganer Mohnstriezel auf einem Teller

Tatsächlich ist das Rezept gar nicht so schwer, wie es vielleicht klingt. Mit ein paar Tricks gelingt auch der Hefeteig ohne Probleme. Wichtig ist vor allem, Margarine und Milch nicht zu stark zu erhitzen, sonst stirbt die Hefe ab. Eine lauwarme Temperatur ist vollkommen ausreichend. Deinen Teig knetest du am besten mit der Küchenmaschine, damit er schön geschmeidig wird.

veganer Mohnstriezel auf einem Kuchenrost

Auch die Füllung ist recht einfach, besonders wenn du schon fertig gemahlenen Mohn verwendest. Achte hier nur darauf, dass fertige Mohn-Backmischungen nicht immer vegan sind. Diese enthalten oft Milcherzeugnisse. Der gemahlene Mohn wird im Prinzip wie Pudding gekocht, dadurch dickt er ein und der Mohn quillt dann auch noch ein bisschen, was für eine schön cremige Füllung sorgt. Die kannst du übrigens auch prima als Füllung für Streuselkuchen verwenden. Das werde ich demnächst auch mal ausprobieren.

Für die Streusel ist wie immer wichtig, den Teig gut zu kneten. Es sollte erst eine feste Teigkugel sein, bevor du ihn wieder zu Streuseln zerbröselst. Die halten etwas besser am Hefeteig, wenn du ihn vorher mit etwas Sojamilch einstreichst, wenn ein paar Streusel daneben landen ist das aber gar nicht schlimm. Obendrauf kommt dann optional noch Zuckerguss. Den verteile ich gerne in geschwungenen Linien mit einem Löffel.

drei Stücke veganer Mohnstriezel auf einem Teller, daneben ein Nudelholz

Den Mohnstriezel kannst du natürlich zu jeder Jahreszeit backen, besonders gut passt er aber wie ich finde in den Winter. Und da es bei mir in der Familie früher zur Weihnachtszeit immer Mohnstollen gab, ist das ein guter, einfacherer Ersatz dafür.

Weitere Rezeptideen:
Vegane Zitrone-Mohn Muffins
Vegane Hefeschnecken mit Puddingfüllung