Madeira vegan: Restaurants, Hotels und typisches Essen

Als ich meine Reise nach Madeira geplant habe, habe ich mich neben der Natur besonders auf die kulinarischen Entdeckungen in diesem Urlaub gefreut. Denn auch, wenn die kleine Insel im Atlantik mit knapp 270.000 Einwohnern nicht unbedingt mit vielen veganen Restaurants aufwarten kann, gibt es auch für Veganer einige Köstlichkeiten zum probieren. Welche das sind und warum Madeira ein super Reiseziel für Veganer ist, erfahrt ihr in meinem Madeira vegan Guide.

Madeira vegan

Madeira vegan: Restaurant-Tipps für Funchal

Bei meiner Reise nach Madeira habe ich diesmal gar nicht so viele vegane Restaurants getestet. Meistens habe ich im Hotel gegessen, oder hatte ein kleines Picknick bei einem Ausflug dabei. Ein paar der Restaurants in Funchal habe ich aber doch ausprobiert. Außerhalb von Funchal findet man bisher sowieso nur sehr wenige vegane Angebote.

Mundo Vegan

Das aktuell einzige komplett vegane Restaurant auf Madeira. Es liegt im Hotelviertel westlich vom Zentrum Funchals und hat sowohl schöne Plätze im Restaurant, als auch eine kleine Terrasse draußen. Auf der Karte stehen unterschiedliche Burger, Bowls und noch ein paar andere Gerichte wie Risotto und Pasta. Wir entschieden uns für einen Burger mit hausgemachtem Bohnen-Patty, eine große Gemüse-Bowl und zum Nachtisch gab es noch ein Stück Erdnuss-Schoko-Torte. Alles hat uns sehr gut geschmeckt und wir haben inklusive der Getränke weniger als 30€ gezahlt. Wegen dem leckeren Essen ist es mein Favorit auf Madeira.

Adresse: Rua velha da ajuda n°2 edifício Costa do sol III
Funchal | Facebook-Seite

veganer Burger mit Pommes im Mundo veganGemüsebowl mit Bohnen, Süßkartoffeln und AvocadoTorte im Mundo vegan

Risotteria del Mundo

Ein Besuch in diesem Restaurant lohnt sich schon allein wegen dem tollen Ausblick, den man von der Terrasse hat. Es liegt am Rande der Altstadt von Funchal, hinter dem Forte de Sao Tiago, direkt an der Küste. Von der überdachten, windgeschützten Terrasse hat man einen tollen Blick aufs Meer. Auf der Karte stehen, wie der Name schon verrät, Risottos in vielen Variationen. Als vegan gekennzeichnet ist zwar keins davon, man kann aber etwa das vegetarische Gemüserisotto vegan bestellen, dann wird es ohne Käse und Butter zubereitet. Mit 15-20€ für ein Hauptgericht, ist dieses Restaurant etwas teurer, wir haben hier aber sehr lecker gegessen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Adresse: Rua de Santa Maria, nº 274, Funchal | Webseite

Essen mit Aussicht aufs Meer in Funchalveganes Gemüse Risotto

Ervilha Doce

In diesem kleinen Café mitten in Funchal gibt es ein täglich wechselndes Lunch Menü, bei dem auch vegane Optionen vorhanden sind. Bei unserem Besuch gab es Karottensuppe und Risotto mit Zucchini, Erbsen und Pilzen. Beides ganz lecker, aber nichts besonderes. Dafür war es hier super günstig und wir haben keine 10€ pro Person gezahlt. Für mich keine absolute Empfehlung, aber da die Auswahl an veganfreundlichen Restaurants in Funchal auch nicht super riesig ist, wollte ich es trotzdem mit aufzählen.

Adresse: R. do Padre Gonçalves da Câmara 10, Funchal | Facebook-Seite

Veganes Risotto im Ervilha Doce Karotten Suppe

Ottavia Gelateria

Diese Eisdiele im Zentrum von Funchal hat mehrere vegane Sorbets zur Auswahl. Sie sind zwar in der Auslage nicht gekennzeichnet, auf Nachfrage habe ich aber die veganen Sorten aufgezählt bekommen. Probiert habe ich das Beeren-Sorbet, was sehr lecker, mit 2€ pro Kugel aber auch nicht ganz günstig war.

Adresse: Rua do Comboio N. 20, Funchal | Facebook-Seite

veganes Eis in Funchal

Vegan Einkaufen auf Madeira

In fast allen Orten, die wir auf Madeira besucht haben, gab es im Ortskern nur kleine Mini Supermärkte und auch in Funchal haben wir in der Innenstadt keinen größeren Laden entdeckt. Da wir ohne Auto unterwegs waren, haben wir immer nur in diesen kleinen Läden eingekauft. Aber auch dort gab es etwa Pflanzendrinks, veganen Pudding und natürlich frisches Obst und Gemüse. Tofu oder ähnliches haben wir allerdings nur im Biomarkt gefunden. Da wir ohnehin meist im Hotel gegessen haben, mussten wir nur etwas für das Picknick unterwegs finden.

Mercado dos Lavradores in Funchal

Wenn ihr in Funchal seid, gehört ein Besuch beim bekannten Mercado dos Lavradores unbedingt dazu. In der großen Markthalle werden Blumen, Souvenirs, aber auch jede Menge frisches Obst und Gemüse verkauft. Wenn ihr es einrichten könnt, geht am besten Freitags hin, dann sind auf der unteren Ebene auch viele Stände von Bauern aus der Umgebung. Hier kaufen dann auch die Einheimischen ein und ihr bekommt die meisten Sachen wesentlich günstiger, als bei den touristischen Ständen im Obergeschoss. An diesen Ständen könnt ihr zwar auch unter der Woche einige der Früchte probieren, besonders die Maracujas werden dort aber meist nachgesüßt und die Preise sind dafür sehr hoch. Welche Obstsorten ihr unbedingt probieren solltet und mit welchen Preisen ihr rechnen könnt, lest ihr weiter unten.

Adresse: Mercardo dos Lavradores Loja 2, Funchal

die Markthalle in FunchalFrisches Obst auf dem Markt in Funchel

Bio-Logos

In diesem Bioladen in Funchal bekommt ihr viele vegane Produkte, die ihr im Supermarkt sonst nicht findet. Vor allem Fleischalternativen, aber auch verschiedene vegane Kekse und viele weitere Basic-Produkte, die wir sonst in keinem Supermarkt gesehen haben, haben wir dort entdeckt. Die meisten Sachen sind importiert und es gab auch viele Produkte deutscher Marken.

Adresse: R. Nova de São Pedro 34, Funchal

Madeira vegan: Hotel-Tipp

Ein komplett veganes Hotel auf Madeira ist mir nicht bekannt, ich habe aber während meinem Urlaub in einem veganfreundlichen Hotel übernachtet, bei dem ich am Buffet immer etwas gefunden habe. Alternativ bietet es sich natürlich an, eine Ferienwohnung mit Kochmöglichkeit zu mieten, wenn man vegan essen möchte.

Madeira Panoramico

Unsere Reise nach Madeira haben wir relativ kurzfristig gebucht, und da wir nicht viel Zeit zum suchen hatten, wurde es eine Pauschalreise mit Flug und Hotel. Beim Madeira Panoramico (*Affiliate-Link) stand zwar online nicht explizit etwas von veganen Optionen, laut dem Reiseveranstalter sollte es aber auf jeden Fall vegetarisches und glutenfreies Essen am Buffet geben. Meinen Wunsch nach veganer Verpflegung habe ich im Vorfeld per Mail angekündigt und ich hatte sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen immer genug Auswahl.

Beim Frühstück gab es verschiedene Pflanzendrinks, Müsli und viel frisches Obst. Darunter etwa Orangen, Bananen, Papayas, Ananas, Erdbeeren, Kiwis und Cheremoya. Dazu habe ich mir dann meistens von den warmen Gerichten noch Baked Beans, Pilze und gebackene Kartoffeln geholt und Brötchen mit Marmelade gab es auch noch.

veganes Frühstück im Madeira PanoramicoFrühstück auf der Terrasse + Sonnenaufgang über Funchal
Abends gab es immer wechselnde Gerichte vom Buffet und von dem vegetarischen Essen war vieles auch vegan. Da es nicht gekennzeichnet war, habe ich immer nachgefragt, welche Gerichte ich essen kann. Ein paarmal gab es z.B. Gemüsesuppe als Vorspeise, jeden Abend ein Salatbuffet und bei den warmen Gerichten gab es meist Nudeln oder Reis mit Gemüse oder Pommes. Am italienischen Abend habe ich außerdem extra Nudeln mit Pilzen und Tomatensoße bekommen, an einem anderen Tag zusätzlich marinierten, gebackenen Tofu. Sehr lecker war auch das Essen am regionalen Abend, da gab es Süßkartoffeln, Bolo do Caco (Knoblauchbrot) und Milho Frito (frittierte Maismehlwürfel). Zum Nachtisch gab es auch immer frisches Obst.

typisches veganes Essen im Madeira Panoramico am regionalen Abend gab es Süßkartoffeln, Bolo do Caco und Milhos Fritos vegane Pasta am italienischen AbendObstvariation zum Nachtisch

Auch sonst hat mir das Madeira Panoramico gut gefallen. Wir hatten ein hübsches kleines Zimmer, mit eigenem Balkon, haben unser Frühstück bei gutem Wetter auf der Terrasse genossen und haben neben den Ausflügen auch viel Zeit am Pool, mit Blick auf Funchal verbracht. Der Ausblick war besonders morgens zum Sonnenaufgang wunderschön. Außerdem waren wir ganz froh, dass das Hotel nicht direkt im Touriviertel lag. So hatten wir unsere Ruhe und mit dem kostenlosen Hotelbus konnten wir trotzdem super in die Stadt und wieder zurück fahren.

Adresse: R. dos Estados Unidos da América 34, Funchal

Mein Lieblingsort im Hotel: der Pool mit Ausblick

Landestypisches Essen auf Madeira

Madeira ist ja nicht nur als Blumeninsel bekannt, es wachsen dort auch einige tropische Früchte, die man in Deutschland gar nicht, oder nur selten bekommt. Die bekanntesten möchte ich euch hier kurz auflisten:

1. Die verschiedenen Maracuja-Sorten

Drachenfrucht, Bananen und Maracujas auf dem Markt in Funchal
Auf Madeira wachsen gleich mehrere Sorten Maracujas. Zusätzlich zu der klassischen Passionsfrucht haben wir bei unserem Besuch Tomaten Maracuja und Bananen Maracuja probiert, die auf der Insel angebaut wurden. Auf dem Markt in Funchal gab es auch noch weitere Sorten, die aber zumindest zu der Jahreszeit nicht auf der Insel wuchsen und importiert waren. Für die Importieren Sorten haben wir auch 19,50€ pro Kilo gezahlt, die anderen haben wir aber an den nicht touristischen Ständen auf dem Bauernmarkt freitags wesentlich günstiger bekommen.

2. Ananasbanane (Monstera Deliciosa)

Monstera Deliciosa an der Pflanze
Bei der Ananasbanane handelt es sich um die kolbenförmige Frucht der Monstera Pflanze. Die dicken, grünen Schalenplättchen lösen sich, wenn die Frucht reift, von alleine und dann kann man das Fruchtfleisch darunter essen. Geschmacklich erinnert sie an eine Mischung aus Ananas und Banane, woher der auf Madeira gebräuchliche Name stammt. Schon reifere Früchte werden in Plastikfolie eingewickelt verkauft, damit die Schale nicht abgeht. Wir haben ganze Früchte schon zu einem Preis von 3€ pro Stück bekommen.

Eine Reife Ananas Banane

3. Cherimoya

Cherimoya beim Frühstück im Hotel
Die Cherimoya, auch Zuckerapfel genannt, gehört zu den Annonengewächsen und stammt ursprünglich aus Südamerika, sie werden aber auch auf Madeira angebaut. Essbar ist das helle Fruchtfleisch, wenn die Frucht weich ist, Schale und Kerne sollte man nicht mitessen. Bei uns gab es sie auch häufig im Hotel zum Frühstück, wir haben aber auch selbst welche gekauft und dafür ab 1,50€ pro Kilo gezahlt.

Diese drei Obstsorten solltet ihr bei eurem Madeira Besuch auf jeden Fall probieren. Man findet dort aber natürlich auch noch vieles anderes exotisches Obst, dass man auch ganz ohne schlechtes Gewissen essen kann, weil es auf der Insel angebaut wird. Dazu gehören zum Beispiel Avocados, Bananen, Ananas, Papaya, Kiwis und Orangen. Bei unserem Besuch gab es außerdem oft Mispeln, die gerade Saison hatten und je nach Jahreszeit wachsen auch Mangos auf der Insel. Bei unseren Touren über die Insel, sind wir auch oft an Gärten vorbeigekommen, wo das ein oder andere Obst angebaut wurde. Besonders die Bananenplantagen gibt es im Süden von Madeira überall.

Abgesehen von dem Obst gibt es auch ein paar typische Beilagen, die man auf Madeira vegan probieren kann. Ganz vorn dabei ist da das leckere Bolo de Caco. Das ist ein Fladenbrot aus einem Teig, der traditionell mit Süßkartoffeln gemacht wird. Zum Essen wird das Fladenbrot geröstet und mit Knoblauchbutter oder -öl bestrichen. Die nicht vegane Version wird auch mit Käse und Chorizo gefüllt verkauft. Ich habe mir öfter so ein Brot gekauft (ohne Knoblauchbutter) und es dann belegt mit Avocado und etwas Tofu für unterwegs mitgenommen. Der perfekte Snack und wesentlich leckerer als die labbrigen Brötchen, die man sonst auf Madeira bekommt.
Zu den Beilagen zählen außerdem noch die Süßkartoffeln, die viel auf der Insel angebaut werden und Milhos Fritos, die frittierten Maismehlwürfel, die ich allerdings nur im Hotel probiert habe.

Wenn ihr weitere portugiesische Spezialitäten probieren wollt, schaut auch doch mal meine Rezepte für Caldo Verde, Pao de Deus und Pasteis de Nata an.

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Vegan in Lissabon
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Sehenswürdigkeiten in Funchal
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Wandern auf Madeira – 3 Levada Touren für Anfänger

Anfang März habe ich zwei Wochen auf Madeira verbracht und natürlich habe ich dabei auch ein paar der vielen Levada Wanderungen unternommen. Bisher habe ich noch nicht so viel Wandererfahrung, aber Madeira bietet auch für Anfänger einige schöne Touren. Meine Tipps fürs Wandern auf Madeira findet ihr hier.

Schmale Wege bei der Levada Wanderung zu den 25 Fontes

Madeira ist eine sehr beliebte Destination für Wanderreisen. Die Vulkaninsel im Atlantik bietet mit Bergen bis zu über 1.800m Höhe viele Gelegenheiten für kleine und große Touren. Zusätzlich herrschen das ganze Jahr über angenehme Temperaturen, sodass man auch die Wintermonate gut zum Wandern auf Madeira nutzen kann. Ich hatte bei meiner Reise Anfang März schon durchgehend um die 20°C und meistens sehr gutes Wetter.
Eine Besonderheit, die Madeira als Wanderdestination besonders interessant macht, sind die vielen Levadas, an denen man wunderbar entlangwandern kann. Die drei Touren, die ich gemacht habe, waren allesamt Levada Touren.

Was ist eine Levada?

Die Levadas sind ein künstliches Bewässerungssystem, das angelegt wurde um Wasser aus dem regenreicheren Norden von Madeira in den trockeneren Süden zu transportieren. Die ersten Levadas entstanden bereits im 15. Jahrhundert und besonders während der Zeit des großen Zuckerrohr-Anbaus auf Madeira wurden die Kanäle weiter ausgebaut. Heute gibt es mehrere tausend Kilometer Levadas auf der ganzen Insel. Diese werden immer noch zum Wassertransport und auch zur Elektrizitätsgewinnung genutzt, sehr viele Levadas sind heute aber auch touristische Ziele für Wanderungen. Die Wege neben den Levadas sind zwar oft schmal, haben aber kaum Steigung und eröffnen schöne Einblicke in die Natur Madeiras. So geht es beispielsweise durch den Lorbeerwald, an Wasserfällen vorbei und auch mal durch in den Fels geschlagene Tunnel.

Wandern auf der Levada do Castelejo

Drei einfachere Levada Wanderungen auf Madeira

Bei meiner Madeira Reise waren drei geführte Wanderungen schon bei der Buchung (Flug + Hotel) dabei. Als Wanderanfänger waren mir geführte Touren auch lieber. Die Touren fanden in kleinen Gruppen bis zu 16 Personen statt und wir wurden morgens an unserem Hotel in Funchal (*Affiliate-Link) abgeholt und nach der Wanderung wieder zurückgebracht. Außerdem waren alle Wanderungen One-Way und bei einer geführten Tour muss man sich so nicht um den Transport kümmern.
In der Beschreibung war die erste Wanderung als leicht, die anderen beiden als Mittel im Schwierigkeitsgrad gekennzeichnet. Ich fand aber alle drei Touren in Ordnung für Anfänger, auch wenn die beiden längeren natürlich schon anstrengender waren und etwas Kondition erfordern.

1. Levada light – 5km auf der Levada do Castelejo

Die erste Wanderung ging als Einstieg ca. 5km über die Levada do Castelejo. Diese Levada führt entlang des Tals oberhalb von Porto da Cruz, immer mit Blick auf den Adlerfelsen. Auch der Blick ins Tal ist oft frei und man kommt an vielen kleinen Feldern vorbei, die die Anwohner zum Anbau von Obst und Gemüse nutzen. So bekamen wir direkt einen kleinen Einblick in die Pflanzenvielfalt der Insel und unser Guide hielt immer wieder kurz an, um uns einige der Pflanzen zu zeigen. Der Weg neben der Levada war oft schmal und es ging daneben auch schonmal einige Meter steil nach unten, dann allerdings nur auf kurzen Stücken. Schwindelfrei und trittsicher sollte man trotzdem sein, sonst ist diese Levada aber sehr gut als Einstieg geeignet. Wir waren für die 5km etwa 2 Stunden unterwegs. Die ganze Tour dauert inklusive An- und Abfahrt 4 bis 5 Stunden.

Blick auf den Adlerfelsen bei Porto da CruzAusblick beim Wandern auf MadeiraWandern auf Madeira auf der Levada do Castelejo

2. 25 Quellen Levada in Rabaçal

Die Wanderungen zu den 25 Quellen oder 25 Fontes in Rabaçal ist eine der beliebtesten auf Madeira. Startpunkt ist im Westen der Hochebene Paúl da Serra, von dort geht es ins Tal. Vom Parkplatz läuft man erstmal knapp 2km über eine asphaltierte Straße bis zum Beginn der Levada. Wer die Wanderung abkürzen möchte kann hier auch einen der Shuttlebusse nehmen (Kosten ca. 2€ pro Person).

Blick ins Tal bei Rabacal
Im Wald führt unsere Tour erst zum Risco Wasserfall. Ein relativ breiter Waldweg führt neben der Levada entlang, es geht unter Bäumen hindurch und an moosbewachsenen Felsen vorbei. Der Wasserfall, der uns am Ende des Wegs erwartet, führt bei unserem Besuch nur sehr wenig Wasser. Unser Wanderguide erzählt uns, dass ein Großteil des Wassers gerade für ein Elektrizitätswerk umgeleitet wird.

Der Risco Wasserfall auf Madeira hat bei meinem Besuch nur wenig Wasser.
Da der Weg hinter dem Wasserfall her schon seit einige Jahren gesperrt ist, führt die Wanderung ein Stück auf dem gleichen Weg zurück. Zur Levada das 25 Fontes geht es dann einige Treppen nach unten. Am Ende der Treppen geht es rechts weiter, von hier verläuft die Wanderung bis zu den 25 Quellen und auf dem gleichen Weg wieder zurück, es kommen einem also auch immer wieder Wanderer entgegen. Auf dem ersten Stück bleibt der Weg noch breiter, nach einem kurzen Abstieg in ein Flusstal wird er deutlich schmaler und ist dann kaum breiter als die Levada selbst. An den engen Stellen gibt es aber fast überall ein Geländer zur Absicherung, oder man kann sich an der Kante der Levadamauer festhalten. Kurz vor dem Ziel muss man dann noch einmal einige Treppen überwinden (sowohl Aufstieg, als auch Abstieg), da der eigentliche Levadaweg nach einem Erdrutsch gesperrt ist.

Levada Wanderung in Rabacal
An den 25 Quellen angekommen machen wir kurz ein paar Fotos und suchen uns dann einen Picknickplatz. Nach einer kurzen Mittagspause geht es dann auf dem gleichen Weg wieder zurück, bis die Treppe zur Levada do Risco erreicht ist. Wer wieder zum Startpunkt zurück möchte, geht hier hinauf, da wir aber keine Rundwanderung machen, folgen wir diesmal dem Weg in die andere Richtung. Hier geht es nochmal ein Stück an der Levada entlang, bis nach einigen Minuten der Eingang zu einem Tunnel auftaucht. Dieser ist 800m lang, man sollte für diese Strecke also auf jeden Fall eine Taschenlampe dabeihaben. Nachdem wir den Tunnel durchquert haben, folgt noch eine kurzes Stück Offroadstraße, bevor an der asphaltierten Straße wieder unser Bus wartet.

25 Fontes auf MadeiraEingang zum Tunnel

Die hier beschriebene Strecke sind etwa 11km. Wir waren insgesamt etwa 4 – 4,5 Stunden unterwegs. Da die An- und Abfahrt noch hinzukommt, sollte man für diese Tour einen ganzen Tag einplanen.

3. Ribero Frio – 11km an der Levada durch den Lorbeerwald

Die dritte Levada Wanderung führt auf dem PR 10 knapp 11km von Ribero Frio nach Portela. Diese Strecke wird oft auch als Forellenlevada bezeichnet, da sich am Startpunkt in Ribero Frio eine Forellenzucht befindet. An dieser fährt man aber nur vorbei und bei unserer Tour gab es auch keine Besichtigung. In den Levadas selbst haben wir keine Forellen gesehen.

Ausblick auf die höchsten Gipfel von Madeira
Ribero Frio befindet sich im Nordosten von Madeira auf ca. 860m Höhe. Von hier folgt der Wanderweg der Levada do Furado. Die ersten 8-9km geht es ohne große Steigung, auf abwechslungsreichen Wegen entlang der Levada, bis man Richtung Portela ins Tal abbiegt und über Treppen und Waldwege hinabsteigt.
Diese Levada Wanderung führt außerdem durch den Lorbeerwald „Laurisilva“. Der Ursprüngliche Wald bedeckt noch knapp 20% von Madeira und gehört seit 1999 zum UNESCO Weltnaturerbe. Man kann hier neben den Wegen sowohl echten Lorbeer, als auch Stinklorbeer entdecken.

Den echten Lorbeer erkennt man an diesen Pilzen.
Ansonsten unterscheidet sich diese Levada vor allem durch den Verlauf der Wanderung von den anderen Touren. Zuerst geht es auf recht breiten Wegen durch den Wald. Hin und wieder gibt es kleine Aussichtspunkte, von denen man sowohl ins Tal, bzw. bis zum Meer, als auch bis ins Hochgebirge sehen kann. Von einem Punkt aus haben wir die drei höchsten Berge alle im Blick. Während einer ersten kurzen Pause unterhalten uns die süßen Buchfinken, die in den Bäumen am Rand des Wegs sitzen. Dann geht es weiter und wir queren einige Bachtäler mit leuchtend grünen Teichen. Je weiter wir kommen, desto felsiger wird es und es geht einige kurze Stücke zwischen hohen Felsen hindurch (quasi noch oben offene Tunnel). Kurz vor dem Abstieg folgt ein längeres Stück, wo die Levada in den Fels geschlagen wurde. Hier wird der Weg sehr schmal und neben dem Geländer geht es steil hinunter, auch einige kurze Tunnel müssen durchquert werden. Umso schöner sind die Ausblicke von hier bis zur Küste, obwohl von dort inzwischen langsam Wolken aufziehen.

Flusstal bei der Ribero Frio WanderungTunnel bei der Ribero Frio WanderungAusblick Richtung Küste von er Levada do FuradoSchmale Wege bei der Ribero Frio Wanderung
Bald erreichen wir dann auch die Abzweigung nach Portela. Hier geht es größtenteils über ungleichmäßige Treppen hinab, bis in den Ort.

Auch auf dieser Wanderung waren wir inklusive Pausen ca. 4,5 bis 5 Stunden unterwegs, also ebenfalls eine Tageswanderung. Wer diese Tour noch verlängern will, kann auch weiter entlang der Levada bis nach Santo da Serra laufen (das sind insgesamt knapp 16km).

Tipps fürs Wandern auf Madeira

– Auch für diese einfacheren Levada Wanderungen sollte man festes Schuhwerk, am besten Wanderschuhe, dabeihaben. Wir hatten zwar immer gutes und trockenes Wetter, wenn es geregnet hat können die Wege aber auch schnell matschig und damit rutschig werden. Ich hatte meine veganen Wanderstiefel von Lowa (*Affiliate-Link) dabei und war froh, diese eingepackt zu haben.
– Da sich das Wetter auf Madeira schnell ändern kann sollte man unbedingt auch warme, regenfeste Kleidung dabeihaben. Besonders wenn Wolken aufziehen kann es schnell kalt und nass werden. In den Bergen herrschen außerdem meistens niedrigere Temperaturen als an der Küste.
– Die meisten Levadas führen durch Naturschutzgebiet, deswegen sollte man hier besonders darauf achten keinen Müll zu hinterlassen (auch wenn das überall selbstverständlich sein sollte) und auch keine Bananenschalen oder sonstige Obstreste in die Natur werfen.
– Unterwegs gibt es keine Möglichkeit zur Verpflegung. Genügend Trinkwasser und Proviant für ein Picknick gehören also unbedingt in den Tagesrucksack.
– Da auf einigen Levadas kleinere und größere Tunnel durchquert werden, sollte auch eine kleine Taschenlampe im Gepäck nicht fehlen. Die Taschenlampenfunktion vom Smartphone geht zur Not auch, ist aber nicht unbedingt empfehlenswert. Ich hatte bei dem 800 Meter langen Tunnel in Rabaçal nur die Lampe von meinem Smartphone, hätte aber im Nachhinein lieber eine stärkere Taschenlampe gehabt.
– Wie ich oben schon mehrfach geschrieben habe, sind die Wege neben den Levadas oft schmal und es geht daneben teils steil nach unten. An den touristischen Levadas sind dann aber überall Geländer zur Absicherung angebracht. Trotzdem sollte man natürlich schwindelfrei und trittsicher sein und an diesen Stellen besonders acht geben.
– Ich habe diese drei Wanderungen alle im Rahmen von geführten Touren gemacht, man kann sie allerdings auch problemlos alleine wandern. Alles ist gut ausgeschildert, sodass man sich kaum verlaufen kann, allerdings muss man sich um den Transport dann alleine kümmern. Wer eine geführte Tour machen will, kann verschiedene Wanderrouten buchen, z.b. bei getyourguide (*Affiliate-Link). In der Gruppe muss man sich aber natürlich auf die Mitwanderer einstellen was das Tempo anbelangt. Wäre ich allein unterwegs gewesen, hätte ich sicher noch viel mehr Fotostopps eingelegt. Als Wanderanfängerin war mir eine geführte Wanderung aber lieber.
– Wer noch weitere Routenempfehlungen und Tipps, auch für erfahrene Wanderer, sucht findet z.b. bei Ferngeweht und North Star Chronicles Infos.
– Weitere Tipps gibt’s auch im Madeira Wanderführer von Rother (*Affiliate-Link) oder im Buch Outdoor Madeira (*Affiliate-Link).

Weiterlesen zu Madeira und Portugal:
Madeira vegan: Restaurants, Hotels und typisches Essen
Sehenswürdigkeiten in Funchal – Die Hauptstadt Madeiras entdecken
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Rezept: Italienischer Osterkuchen (Colomba di Pasqua) vegan

In Italien gibt es zu Ostern einen besonderen Hefekuchen, die Colomba di Pasqua. Diesen italienschen Osterkuchen, meist in Form einer Taube, habe ich bei meiner Reise nach Mailand im letzten Jahr kennengelernt. Da ich dieses Jahr nicht reisen kann, hole ich mir die Urlaubsstimmung mit diesem Rezept zurück.

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Zutaten für eine 28cm Form oder eine große Taube:
500g Mehl
120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Trockenhefe
5g geriebene Orangenschale (ich habe fertige genommen)
160g Margarine
3 EL Sojamehl mit Wasser vermischt als Eiersatz
200ml Sojamilch
100g Orangeat
Hagelzucker zum bestreuen

1. Für den Hefeteig Mehl, Zucker, Vanillezucker, Trockenhefe und die geriebene Orangenschale in einer Schüssel mischen.
2. Das Sojamehl mit etwas Wasser anrühren, die Sojamilch leicht erwärmen und beides zusammen mit der Margarine in die Schüssel geben. Alles gut zu einem gleichmäßigen Teig verkneten.
3. Als letztes wird das Orangeat hinzugegeben und untergeknetet. Der Teig sollte dann mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat.
4. Den Ofen auf 180°C vorheizen, die Backform einfetten. Den Teig nochmals gut durchkneten, in die Form geben und möglichst gleichmäßig Richtung Rand drücken.
5. Zum Schluss den Hagelzucker über dem Teig verteilen, sodass eine gleichmäßige Kruste entsteht. Der Hefekuchen muss jetzt ca. 40-45 Minuten bei 180°C auf mittlerer Schiene backen.

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Normalerweise wird die Colomba in Form einer Taube gebacken, daher auch der Name „Colomba“ = Taube. Typischerweise gibt es sie zu Ostern und als ich letztes Jahr über Ostern in Mailand war, konnte man sie in fast jeder Bäckerei kaufen. Im Supermarkt habe ich auch eine vegane Colomba entdeckt, die ich natürlich gleich mitnehmen musste.

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Da ich keine passende Backform für die Colomba hatte, habe ich einfach eine normale Runde Backform genommen. Geschmacklich macht das ja keinen Unterschied. Bei mir gibt es den italienischen Osterkuchen zum Frühstück, man kann ihn aber auch super als Gebäck zum Kaffee essen.

Kennt ihr den italienischen Osterkuchen? Was gibt es bei euch zum Osterfrühstück?

Weiterlesen:
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Mailand Tipps – Die Top 7 Sehenswürdigkeiten und mehr
Rezept: Schokobiscotti
Rezept: Veganes Tiramisu

Rezept: Chocolate Chip Blondies (vegan)

Heute gibt es endlich mal wieder ein neues Rezept, denn irgendwie bin ich Anfang des Jahres viel zu selten dazu gekommen, mal was neues zu backen oder zu kochen. Immerhin habe ich die Vorratsschränke mal sortiert und bin dabei über eine Packung weiße Schokolade Buttons gestolpert, die ich besser schnell aufbrauchen sollte. Also habe ich einfach mein Rezept für Kokos Brownies etwas abgewandelt und daraus wurden dann diese veganen Chocolate Chip Blondies.

Blondies vegan

Zutaten für eine Form ca. 20x30cm oder ½ Blech (gibt ca. 15 Stück)
für den Teig:
175g Margarine
150g Zucker
3 EL Sojamehl mit Wasser
200g Mehl
½ Päckchen Backpulver
100g vegane weiße Schokolade
125g vegane Chocolate Chips (alternativ gehackte Schokolade)
für die Verzierung:
ca. 50g dunkle Schokolade

1. Die Margarine mit dem Zucker schaumig schlagen. Das Sojamehl mit der doppelten Menge Wasser vermischen und unterrühren.
2. Mehl und Backpulver dazu sieben und alles schonmal verrühren. Dann die Schokolade vorsichtig schmelzen zu den restlichen Zutaten geben und alles zu einem gleichmäßigen Teig verrühren. Zuletzt noch die Chocolate Chips unterheben.
3. Die Backform gut einfetten (oder mit Backpapier auslegen), den Teig gleichmäßig darauf verstreichen und ca. 40min bei 160°C Umluft im Ofen backen. In der Form abkühlen lassen und in Stücke schneiden.
4. Für die Verzierung die Schokolade schmelzen und mit einem Löffel auf jedem Stück etwas davon in Wellenform verteilen.

vegane Blondiesvegane Blondies

Statt nochmal extra Schokolade für die Glasur zu schmelzen, kann man auch einen Teil der Chocolate Chips aufheben und vor dem backen über den Teig in der Form streuen. Ich habe daran erst zu spät gedacht und die Blondies deswegen nochmal extra mit Schokolade verziert, weil sie mir so besser gefallen.

vegane Blondies

Beim Aufräumen habe ich übrigens mal wieder festgestellt wie viele verschiedene Zutaten sich mit der Zeit so ansammeln und wie viel, das man beim einkaufen mitnimmt weil es sich gut anhört, man am Ende doch im Schrank vergisst. Deswegen habe ich mir vorgenommen das öfter zu machen. Dadurch kommt man auch auf einige neue Rezeptideen. Vor ein paar Jahren entstand so z.b. auch mein Rezept für vegane Hefeschnecken mit Puddingfüllung, oder meine Schoko-Pistazien Biscotti von letztem Jahr.

Normandie: Bayeux und die Landungsstrände in Arromanches

Bei meiner letzten Frankreich Reise ging es zwar mal wieder in die Bretagne, diesmal haben wir aber nicht nur auf der Hinfahrt einen Stopp beim Mont-Saint-Michel eingeplant, sondern auch auf der Rückfahrt erst in Bayeux und später bei Amiens Halt gemacht. Bayeux liegt in der Normandie, ein Stück nördlich von Caen und wir haben uns sowohl die Altstadt angesehen, als auch einen kurzen Abstecher zu den Landungsstränden in Arromanches-les-Bains gemacht.

Bayeux Altstadt mit Fluss, Mühlrad und der Kathedrale im Hintergrund

Die Altstadt von Bayeux

In der Altstadt von Bayeux findet man noch viele alte Fachwerkhäuser. Am Fluss sind außerdem noch einige alte Mühlräder erhalten, die ein schönes Fotomotiv bieten. Ebenfalls sehr sehenswert ist die Kathedrale. Die Altstadt ist nicht sehr groß, man kann sich also alles super bei einem Rundgang zu Fuß anschauen.

Fachwerkhaus in der Altstadt von BayeuxKathedrale von Bayeux
Wer nach Bayeux kommt, sollte sich auf jeden Fall die Tapisserie de Bayeux anschauen, die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Der Wandteppich stammt aus dem 11. Jahrhundert und erzählt auf knapp 70 Metern die Geschichte der Eroberung Englands. Er gehört seit 2007 zum UNESCO Weltdokumentenerbe.

Musée de la Tapisserie de Bayeux
Das Museum, in dem er ausgestellt ist, kostet aktuell 10€ Eintritt (Stand 2019). Man bekommt dort einen Audioguide, der die Szenen auf dem Teppich erklärt. Außerdem gibt es eine Ausstellung, die über Details zur Fertigung und über die damalige Geschichte informiert. Für den Besuch sollte man etwa eine Stunde einplanen.

altes Mühlrad am Fluss Aure

Übernachtet haben wir in Bayeux auf dem Camping des Bords de l’Aure. Von dort konnte man zu Fuß in ca. 15min in die Stadt laufen.

Die Landungsstrände in Arromanches-les-Bains

Von Bayeux aus ist man mit dem Auto in kurzer Zeit in Arromanches, einer der zentralen Schauplätze des D-Day 1944. Der Strand von Arromanches gehörte unter dem Decknamen Gold Beach zu einem der Landungsstrände der Normandie, an denen die Alliierten am 6. Juni 1944 anlandeten, um Frankreich von den Nazis zu befreien. Heute kann man dort noch die Überreste des Mullberry Hafens sehen, eines künstlichen Hafens, mit dessen Hilfe die Alliierten Nachschub an Land bringen konnte. Insgesamt 40.000 Fahrzeuge, über 200.000 Soldaten und unzählige weitere Hilfsgüter wurden so transportiert.

Überreste des Mulberry HafensBlick über Arromanches
Auf den Klippen am Rand der Stadt erinnert eine Gedenkstätte an die Ereignisse. Von dort hat man außerdem einen guten Blick über die Küste. Wer mehr über die Geschichte erfahren will, kann sich das Musée du Débarquement oder den Film im Arromanches 360° anschauen.

D-Day Gedenkstätte in Arromanches-les-BainsMalerein in den Schaufenstern in Arromanches im Gedenken an den D-DayÜberreste des Mulberry Hafens am Strand von Arromanches

Wer mehr über die Landungsstrände in der Normandie lesen will, findet einen sehr ausführlichen Artikel bei snoopsmaus.

Wer nicht selbst mit dem Auto unterwegs ist kann auch geführte Touren zu den Landungsstränden buchen: z.B. ab Bayeux * oder ab Caen *(Affiliate-Links).

Weiterlesen zu Frankreich:
10 Dinge in der Bretagne die du nicht verpassen solltest
Paris Low Budget
Wandern an der Côte de Granit Rose

Mosaiksteine Jahresrückblick 2019

Nur noch ein paar Tage, dann ist das Jahr 2019 vorbei und damit wird es Zeit für den Jahresrückblick auf Mosaiksteine. Diesen Post mit allen Food- und Reisehighlights des Jahres gibt es schon seit Beginn des Blogs und natürlich darf er auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Dieses Jahr ist das erste, in dem ich den Blog neben einem Vollzeitjob geschrieben habe. Das merkt man auch an der Anzahl der Beiträge. Wo ich früher regelmäßig einmal pro Woche einen neuen Beitrag veröffentlich habe, komme ich nun viel seltener dazu. Immerhin 13 neue Beiträge habe ich dieses Jahr geschrieben und einige ältere Beiträge haben große Updates bekommen. Die Überarbeitung der alten Beiträge hat sich sehr gelohnt, denn ich hatte noch nie so viele Besucher wie dieses Jahr, worüber ich mich natürlich sehr freue.

Trotz Job war ich in diesem Jahr auch wieder sehr oft unterwegs. Auf 7 Reisen war ich insgesamt 49 Tage in 5 verschiedenen Ländern. Eine Premiere war dabei meine erste berufliche Reise zu einem Seminar. Letztes Jahr hatte ich mir vorgenommen, wieder längere Reisen zu unternehmen und das hat auch geklappt. Es waren zwar wieder ein paar Tagestrips dabei, aber sonst war ich auch auf den Städtetrips mindestens fünf Tage unterwegs und mein längster Urlaub in Frankreich dauerte sogar drei Wochen. Bei den meisten Reisen bin ich übrigens mit dem Zug gefahren, was besonders innerhalb von Deutschland eine schnelle, bequeme und (wenn man rechtzeitig bucht) auch günstige Art des Reisens ist.

Januar

französische Zwiebelsuppe vegan

Im Januar gabs mein Rezept für vegane französische Zwiebelsuppe. Ich fing an die ersten Beiträge zu überarbeiten und habe meinem Vegan in Paris Guide das erste größere Update verpasst.

Februar

Der Februar wurde dazu genutzt, die ersten Reisepläne des Jahres zu schmieden.

März

Dünen und Strand in Zeeland im Winter

Anfang März ging es für eine Woche nach Zeeland im Winter. Die Zeit am Meer habe ich sehr genossen und auch der Abstecher nach Brügge war sehr schön. Auf dem Blog gabs meine Paris Low Budget Tipps und ich erzählte von der Narzissenblüte in der Eifel.

April

Blick von der Dachterasse des Doms auf die Mailänder Skyline

Über Ostern war ich für ein paar Tage in Mailand. Im Rückblick mein schönster Trip dieses Jahr. Was ich dort gesehen habe lest ihr in meinen Mailand Tipps und auch Beiträge zu Verona und dem Tagestrip an den Comer See sollen noch folgen.

Mai

vegane Frittata mit grünem Spargel

Im Mai ging es hier weiter mit meinem Rezept für vegane Frittata mit grünem Spargel. Außerdem gab es meinen Mailand vegan Guide und mein vegan in Bonn Guide bekam ein großes Update.

Juni

Vegan in Berlin

Über das lange Wochenende Ende Mai, Anfang Juni war ich für ein paar Tage in Berlin und habe mich durch die vielen veganen Restaurants der Stadt geschlemmt. Natürlich hat dann auch mein Vegan in Berlin Guide ein längst fälliges Update bekommen. Außerdem erschien ein Interview mit mir in der Sommerausgabe der Vegan World.

Juli

Blick vom Alten Peter auf die Frauenkirche und das Rathaus in München

Im Juli war ich gleich zwei Mal unterwegs. Anfang des Monats war ich für ein paar Tage in München. Dort habe ich einen beruflichen Trip zu einem Seminar mit ein paar Tagen Sightseeing verbunden. Auch dort habe ich super viele vegane Leckerein entdeckt, die ich in meinem München vegan Guide zeige. Außerdem war ich nochmal für einen Tag in Brüssel.

August

Boote auf dem Brunnen im Jardin du Luxemburg

Im August ging es nochmal für einen Tag nach Paris, eine Stadt in die ich immer wieder fahren kann. Wobei ich den Anblick von Notre Dame, nach dem Brand im April, ganz schön bedrückend fand. Bei Vegan auf Reisen habe ich außerdem, zusammen mit anderen Bloggern, Tipps für einen veganen Herbstrip gegeben und hier gab es mein Rezept für einfache vegane Lasagne.

September

Der Mont St Michel spiegelt sich im Wasser.

Der September war der Monat mit der längsten Reise. Insgesamt drei Wochen war ich in Frankreich unterwegs. Mit dem Besuch beim Mont-Saint-Michel bei Springflut habe ich mir einen lange gehegten Reisewunsch erfüllt. Anschließend ging es für knapp zwei Wochen an die Côte de Granit Rose und auf dem Rückweg jeweils für einen kurzen Stop nach Bayeux und nach Amiens.

Oktober

Vegane Schwarzwälder Kirschtorte

Ab Oktober wurde es in diesem Jahr bei mir ruhiger. Auf Reisen war ich nicht mehr, dafür habe ich an einigen Artikeln für den Blog gearbeitet. In diesem Monat gab es unter anderem mein Rezept für vegane Schwarzwälder Kirschtorte.

November

vegane Schoko-Pistazine Biscotti

Im November gab es wieder einige Reiseberichte, mein Rezept für Schoko-Pistazien Biscotti und für die Fotoparade von Erkunde die Welt habe ich meine Lieblingsfotos 2019 herausgesucht. Bei Travel on Toast habe ich ein paar Tipps für vegane Reiseziele für das nächste Jahr gegeben.

Dezember

Im Dezember habe ich es endlich geschafft alle Fotoalben von meinen Reisen fertigzustellen. Solche Alben erstelle ich schon seit mehreren Jahren für meine schönsten Reisefotos. Bis alle Fotos bearbeitet, sortiert und eingeklebt sind, dauert es aber meist eine ganze Weile. Über die Weihnachtstage habe ich außerdem ein bisschen am Blog gearbeitet (und z.B. diesen Jahresrückblick geschrieben) und Reisepläne für 2020 geschmiedet.

Nächstes Jahr kann ich hoffentlich wieder so viele tolle Reiseziele erkunden. Ein ganz besonderes ist schon für Ende Februar geplant, aber wohin es geht, verrate ich erst wenn alles 100%ig sicher ist. Im April feiert Mosaiksteine dann auch schon den 5. Bloggeburstag. Eine ganz schön lange Zeit in der ich viel erlebt habe. Wer das nochmal nachlesen will, kann das in den Jahresrückblicken der letzten Jahre tun.

Jahresrückblick 2015
Jahresrückblick 2016
Jahresrückblick 2017
Jahresrückblick 2018

Ich wünsche euch auf jeden Fall einen guten Rutsch und ein tolles Jahr 2020 und freue mich, wenn ihr dann wieder hier vorbeischaut!