Ein Wochenende in München – Meine Tipps für 3 Tage in der bayrischen Landeshauptstadt

Im Juli 2019 war ich für ein langes Wochenende in München. Ich war dort beruflich für ein Seminar und konnte um ein paar Tage privat verlängern, um mir die Stadt endlich mal genauer anzuschauen. Drei Tage habe ich München erkundet und mir bei größtenteils sommerlichen Temperaturen vor allem die grünen Seiten der Stadt angesehen. Meine Tipps für ein Wochenende in München gibt’s in diesem Artikel.

Anreise und Unterkunft

Für mich begann die Reise nach München samstags morgens in Köln. Mit dem Zug ging es von hier in 4 ½ Stunden bequem bis zum Münchner Hauptbahnhof. Generell erreicht man München sehr gut per Bahn, sowohl von Deutschland aus, als auch aus Österreich.

Vom Hauptbahnhof konnte ich direkt zu Fuß zu meinem Hotel laufen. Übernachtet habe ich im Relexa Hotel München (*Affiliate-Link), das mir eine zentrale Lage, einen guten Wohnkomfort und sogar veganes Frühstück bot. In dem Viertel südlich vom Hauptbahnhof befinden sich sehr viele Hotels. Zum Ausgehen oder draußen sitzen ist das Viertel zwar nicht sehr schön, dafür kann man von hier aus praktisch alle Sehenswürdigkeiten in München sehr schnell erreichen. Weitere Hotels in München findest du z.b. über booking.com (*Affiliate-Link).

Samstag: Sommerfeeling an der Isar

Nachdem ich mein Gepäck ins Hotel gebracht hatte, machte ich mich gleich auf Richtung Isar. Bei schwülen 30°C war mir nach einer Abkühlung. Mit der Tram war ich in kurzer Zeit dort. Auf dem Weg zum Ufer gönnte ich mir noch eine Portion Eis vom verrückten Eismacher und suchte mir ein Plätzchen zwischen den vielen Münchnern, die schon die Sonne genossen. Einige waren auch Schwimmen, oder ließen sich auf Luftmatratzen durch die Fluten treiben. Hätte ich Badesachen eingepackt, wäre ich sicher auch eine Runde ins Wasser gesprungen, so musste ich mich dann mit einem Fußbad begnügen. Am Flussufer hat es mir direkt super gefallen und München hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.

Badestelle an der Isar

Von der Isar ging es dann für mich weiter durch die Isar Vorstadt. Ein gemütliches Viertel in dem ich auch viele kleine Boutiquen entdeckt habe. Statt zu shoppen entschied ich mich für ein frühes Abendessen in einem veganen Café, bevor ich auf dem Rückweg zum Hotel noch eine kurze erste Runde durch die Münchner Altstadt drehte.

Theater in der Isar VorstadtModell der Altstadt von München

Sonntag: Museumsviertel und Nymphenburger Schloss

Den Sonntag erklärte ich morgens nach einem Blick auf den grauen Himmel spontan zum Museumstag. In München hat man dafür bei strömendem Regen eine große Auswahl an verschiedenen Museen, von denen sich die meisten rund um den Königsplatz befinden. Am bekanntesten sind sicher die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne, die alle drei bedeutende Kunst aus verschiedenen Epochen ausstellen. Eigentlich hätte ich mir gerne die Neue Pinakothek angesehen, diese war jedoch zum Zeitpunkt meines Besuchs (und ist es Stand August 2021 immer noch) wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Infos hier. Stattdessen war ich dann in der Alten Pinakothek, wo europäische Gemälde aus dem 14.-19.Jahrhundert zu sehen sind. Da habe ich dann aber mal wieder gemerkt, dass ich mich kaum mit Kunst aus älteren Epochen auskenne und mit den meisten älteren Gemälden ohne Erläuterung wenig anfangen kann. Dementsprechend habe ich mich dann auch nicht sehr lange dort aufgehalten. Da der Eintritt sonntags, wie in vielen Museen in München, nur 1€ kostet, war es den Besuch aber trotzdem Wert. Im Nachhinein hätte ich aber doch eher noch in den Audioguide investieren sollen. (Dieser ist dort übrigens beim regulären Eintritt schon inklusive.)

Nach einem späten, zweiten Frühstück und einem kleinen Spaziergang durch die Maxvorstadt, machte ich mich auf zu meinem zweiten Ziel für diesen Tag: das Nymphenburger Schloss. Architektur liegt mir dann doch mehr als Gemälde und Nymphenburg bietet neben dem Schloss einen wunderschön angelegten Park, an dem man auch an sehr heißen Tagen schön spazieren gehen kann. Der Himmel hatte zwischenzeitlich wieder aufgeklart und so unternahm ich einen kleinen Rundgang. Sobald ich mich von dem Bereich direkt hinter dem Schloss entfernte, wurde es auch sehr ruhig und es waren nur noch wenige Leute unterwegs. Sogar ein Reh lief mir dort über den Weg. Nach dem Schwan auf dem Teich vor dem Schloss schon die zweite Tierbegegnung dieses Tages.

Schwan breitet seine Flügel aus vor Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de
Park von Schloss Nymphenburg, Himmel spiegelt in Wasser.
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de
Parkanlage hinter Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

Schließlich besichtigte ich auch noch die Innenräume von Schloss Nymphenburg. Besonders der Steinerne Saal mit seinem großen Deckenfresko ist sehenswert. Der Eintritt liegt nur für das Schloss bei 8€ pro Person (Stand August 2021).

Wasserfontäne im Park vor Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

Montag: Münchner Altstadt und Englischer Garten

An meinem letzten Tag in München stand dann nochmal die Altstadt auf dem Programm, schließlich hatte ich am ersten Tag nur einen kurzen Eindruck bekommen. Auf dem Weg zum Marienplatz stöberte ich auch in dem ein oder anderen Souveniergeschäft nach Mitbringseln. Auch ein kurzer Umweg zur Frauenkirche durfte nicht fehlen. Kurz vor Mittag löste ich dann mein Ticket für den Alten Peter (5€ Stand August 2021) und kletterte die 14 Stockwerke nach oben. Zwar konnte man an diesem Tag die Alpen nicht sehen, für den Blick auf München lohnt sich der Aufstieg aber trotzdem. Vor allem für die Aussicht auf den Marienplatz und die Frauenkirche. Zusätzlich konnte ich um 12 Uhr Mittags noch das berühmte Glockenspiel von dort aus bestaunen. Wer die vielen Treppen nicht laufen möchte, kann alternativ auf den Turm vom Neuen Rathaus (6€ Stand August 2021), dort gibt es einen Aufzug. Vom Alten Peter ging es dann weiter zum Viktualienmarkt, wo ich mich ein bisschen treiben ließ, bevor ich mir in einem veganen Restaurant in der Nähe eine Pause gönnte.

Blick vom alten Peter auf Rathaus und FrauenkircheRitter im Glockenspiel vom Rathaus

Am Nachmittag stand schließlich noch der Englische Garten auf meiner Liste. Die Surfer von der Eisbachwelle wollte ich unbedingt sehen und gerade an so einem sommerlichen Tag war dort relativ viel los. Die Eisbachwelle befindet sich direkt am südlichen Eingang des Parks und so schaute ich erst eine Weile den Surfern zu, bevor ich eine große Runde durch den Rest des Englischen Gartens drehte. Nicht umsonst ist es die größte Grünfläche innerhalb der Stadt (sogar größer als der Central Park in New York) und obwohl man so nah an der Stadt ist, fühlt es sich überhaupt nicht danach an. Für mich der perfekte Ausgleich nach dem Sightseeing Vormittag in der Altstadt.

Surfer auf der EisbachwelleEnglischer Garten in München

Praktische Tipps für ein Wochenende in München

– In München ist man am flexibelsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Mit den U-Bahnen und Trams kommt man schnell zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ich hatte für meinen Trip eine 3 Tageskarte, die aber mittlerweile nicht mehr angeboten wird. Tageskarten für einen Tag gibt es aber noch. Wer sich viele Sehenswürdigkeiten anschauen will, für den lohnt sich eventuell auch die München CityTourCard (*Affiliate-Link) oder der München City Pass. Diese gibt es für Zeiträume zwischen 1 bis 5 Tage und sie beinhalten je nach Variante Ermäßigungen oder freien Eintritt zu verschiedenen Attraktionen und können inklusive Ticket für den ÖPNV erworben werden.
– Restauranttipps für die Stadt findest du in meinem vegan in München Guide.
– Als kleinen Reiseführer hatte ich den DuMont direkt Reiseführer für München (*Affiliate-Link) dabei. Mit dieser Reihe bin ich sehr zufrieden und greife bei meinen Städtetrips immer gern darauf zurück. Auch die Infos zu München fand ich hier wieder sehr gut aufbereitet.

Weitere München Tipps von Einheimischen Reisebloggern

Da ich ja nur ein paar Tage Zeit hatte die Stadt zu erkunden, konnte ich München natürlich nur aus der Sicht eines Touristen kennenlernen. Da München im Sommer aber noch mehr zu bieten hat, habe ich mich mal nach Tipps von Reisebloggern umgeschaut, die in München leben.
– Bei Coconut Sports gibt es 20 Geheimtipps für München.
– Die Traveloptimizer haben auch ganz viele Tipps zusammengetragen.

Weitere schöne Ziele für Wochenendtrips:
Ein Wochenende in Venedig
Mailand Tipps und Sehenswürdigkeiten
Paris Low Budget
Kurztrip Wien

Rezept: Einfache Schoko-Bananen Muffins

Heute gibt es mal wieder ein super einfaches Muffin Rezept. Die Schoko-Bananen Muffins habe ich den letzten Wochen schon mehrfach gebacken. Der Teig ist super schnell angerührt, man braucht nur wenige Zutaten und die Muffins schmecken wunderbar frisch aus dem Ofen, oder eignen sich auch super als Proviant für unterwegs.

Schoko-Bananen Muffins

Zutaten für 12 Schoko-Bananen Muffins:
200g Mehl
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
100g Margarine
200ml Pflanzendrink (ich hatte Haferdrink)
100g vegane (Zartbitter-)Schokochunks
(alternativ gehackte Schokolade)
2 Bananen

Zubereitung:
1. Für den Teig Mehl, Zucker, Vanillezucker und Backpulver mischen. Margarine und Pflanzendrink dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
2. Die Banane in Stücke schneiden und zusammen mit den Schokochunks unterrühren.
3. Den Teig gleichmäßig auf 12 Muffinförmchen verteilen und die Muffins ca. 25min bei 180°C Umluft backen. Die Muffins sollten dann oben leicht goldbraun sein. Noch etwas abkühlen lassen und schon sind die Muffins fertig.

Schoko-Banenen Muffins

Wie ihr seht ein wirklich simples Rezept. Das Grundrezept für den Teig habe ich auch schon für andere Muffin- und Cupcakevariationen verwendet, z.b. für meine veganen Oster Cupcakes. Ich mag daran, dass es so schnell zusammengerührt ist und man keine fancy veganen Zutaten oder Ersatzprodukte braucht. So habe ich in der Regel auch alles da, wenn ich mal schnell einen Kuchen, bzw. in dem Fall Muffins, brauche. Die Kombi mit Bananen und Schokolade schmeckt auch richtig lecker. Ich hatte in letzter Zeit öfter Bananen vom Foodsharing da, die ich verarbeiten wollte. (Falls ihr Foodsharing noch nicht kennt, schaut mal hier vorbei. Eine super Sache um Lebensmittel vor der Tonne zu Retten.) Die sind dann außen meist schon etwas braun, schmecken aber immer noch super und eignen sich besonders zum backen oder für Smoothies gut. Die fertigen Muffins habe ich dann als süßen Proviant auf einer meiner Wanderungen mitgenommen. So hatte ich dann gleich noch was Leckeres für unterwegs.

Weitere Rezeptideen:
Erdbeer Bananen Muffins
Kirschstreusel
Haselnussmuffins mit Nougatkern

Rezept: veganer Himbeerkuchen mit Mandelstreuseln

So langsam reifen die ersten Himbeeren an unseren Sträuchern im Garten und da wird es Zeit, dass ich ein Rezept mit euch teile, das ich schon vor ein paar Wochen (noch mit gefrorenen Himbeeren) ausprobiert habe: ein veganer Himbeerkuchen mit Quark-Rührteig und Mandelstreuseln.

veganer Himbeerkuchen

Zutaten für ½ Blech oder eine normale Springform:
für den Teig:
175g Margarine
150g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 EL Sojamehl + Wasser (als Eiersatz)
300g Mehl
½ Päckchen Backpulver
200g veganen Quark (alternativ geht auch Joghurt)
außerdem 300g Himbeeren zum belegen (ich hatte gefrorene)
für die Mandelstreusel:
60g Mandeln
40g gehobelte Mandeln
75g Margarine
2 EL Zucker

1. Für den Teig die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Das Sojamehl mit etwa doppelt so viel Wasser anrühren und untermischen.
2. Mehl und Backpulver dazu sieben, den Quark dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
3. Eine Backform, bzw. ein halbes Backblech mit Margarine einfetten, den Teig gleichmäßig darauf verstreichen und die Himbeeren über den Teig verteilen und leicht eindrücken.
4. Für die Mandelstreusel die Margarine vorsichtig in einem Topf schmelzen und den Zucker darin auflösen. Die ganzen Mandeln im Mixer zerkleinern, mit den gehobelten Mandeln in den Topf geben und alles vermischen. Die fertige Nuss Mischung nun auf dem Kuchen verteilen.
5. Der Kuchen muss für ca. 60min bei 180°C auf mittlerer Schiene gebacken werden.

veganer Himbeerkuchen

Das Rezept ist eine Variation von meinem Erdbeer Joghurt Kuchen. Statt Joghurt kann man eben auch prima Quark für den Rührteig verwenden. Und obendrauf gibt es bei dieser Variante noch ein paar leckere Mandelstreusel. Ein sehr einfaches Rezept, für das man praktisch auch jedes andere Obst verwenden kann. Ich werde es bestimmt auch nochmal mit den Johannisbeeren aus dem Garten, die inzwischen auch schon reif sind, ausprobieren.

Weitere leckere Kuchenrezepte:
Kirschstreusel
Blaubeer-Käsekuchen
Johannisbeertartelettes mit Mandelkruste

Wandern in Bonn und Umgebung – Meine Tourenempfehlungen

Wandern in Bonn ist eine Sache, die man im ersten Moment nicht mit der ehemaligen Bundeshauptstadt in Verbindung bringt. Tatsächlich ist Bonn dann aber doch sehr naturnah und es lassen sich einige tolle Wanderrouten in der Stadt und der nähren Umgebung erkunden. Mit dem Siebengebirge ist auch ein kleines Mittelgebirge nicht allzu weit entfernt. Aber auch darüber hinaus kann man einiges entdecken. Meine Tipps für Wanderungen in Bonn und Umgebung findet ihr in diesem Artikel.

Tour 1: Rolandsbogen und Rodderberg Runde von Rolandseck

Blick auf das Siebengebirge vom Rodderberg.

Auf der ersten Tour erkunden wir den Rodderberg, einen erloschenen Vulkan, der sich auf der linken Rheinseite ganz im Süden der Stadt befindet. Es ist eine gemütliche Rundtour bei der man immer wieder wahnsinnig schöne Ausblicke auf das Siebengebirge hat.

Wir starten in Rolandseck an der Rheinpromenade und laufen in nördlicher Richtung am Fluss entlang. Wir folgen der Beschilderung zum Rolandsbogen und biegen kurz vor einer Bushaltestelle nach links in einen Pfad ein, der sich mit knackiger Steigung den Berg hoch schlängelt. Schon nach wenigen hundert Metern erreichen wir unser erstes Highlight auf dieser Tour: den Aussichtspunkt am Rolandsbogen. Hier kann man erste schöne Ausblicke auf den Rhein und das Siebengebirge genießen, oder in dem Restaurant einkehren. Wir sind früh dran und haben darum sowohl die Aussichtsplattform, als auch die Terrasse des Restaurants für uns und können ungestört Fotos machen.

Der Rolandsbogen bei Bonn.

Weiter geht’s noch ein Stückchen den Berg hinauf und dann rechts in die Vulkanstraße, die einmal komplett um den Rodderberg herumführt. Hier geht es auf Asphalt weiter, zwischen kleinen Waldstücken hindurch und an grünen Koppeln und Wiesen vorbei. Nach etwa einem Kilometer gibt es am Heinrichsblick nochmal eine fantastische Aussicht auf das Siebengebirge. Von hier geht es bei nächster Gelegenheit nach Links, auf den mit Holzzäunen umrahmten Pfad, der auf den Gipfel des Rodderbergs führt. Von hier hat man zusätzlich zum Siebengebirge auch eine tolle Aussicht auf Bonn.

Ich, unterwegs auf dem Rodderberg.

Wir laufen noch eine kleine Schleife, rund um den Rodderberg Basalt-Gang und laufen dann wieder in südlicher Richtung, um unsere Runde komplett zu machen. Auf den breiten gekiesten Wegen lässt es sich bequem wandern und links passiert man noch einen Pferdehof.

Kurz bevor wir die Abzweigung zum Rolandsbogen wieder erreichen, biegen wir auf einen breiten, bei unserer Wanderung noch recht matschigen Feldweg ein. Hier folgen wir jetzt den Markierungen des RheinBurgenWegs. Recht schnell geht der Feldweg über in einen Waldweg und führt uns neben einem kleinen Bachlauf wieder Richtung Tal. Als wir einen kleinen Weiher passieren, verlassen wir den RheinBurgenWeg wieder, der von hier aus wieder ansteigt und biegen stattdessen links ab zurück zur Rheinpromenade.

Daten zu dieser Tour:
Länge: ca. 6,5km
Höhenmeter: 130m bergauf, 80m bergab
Dauer: 2 – 2 ½ Stunden
Schwierigkeit: leicht
Route zum nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Mit der Bahn von Bonn mit der RB26 bis zum Bahnhof Rolandseck, Remagen-Rolandseck. Mit dem Auto über die B9 in südlicher Richtung. In Rolandseck gibt es einen kleinen Parkplatz an der Fähre. Alternativ kann man mit dem Auto auch einen der kleinen Wanderparkplätze direkt am Rodderberg ansteuern.
Alternativen zu dieser Tour: Wer direkt am Rodderberg startet kann die Rundwanderung sogar fast ohne Höhenmeter laufen. Der Rundweg an sich ist auch sehr gut ausgebaut, sodass man hier auch prima mit Buggy laufen kann. Umgekehrt lässt sich die Tour auch verlängern, indem man z.b. weiter dem RheinBurgenWeg bis Oberwinter folgt.

Tour 2: Ins Siebengebirge – Drachenfels Runde von Königswinter

Für Tour Nummer Zwei wechseln wir einmal die Rheinseite und begeben uns nach Königswinter. Von hier kann man auf verschiedene Wanderungen ins Siebengebirge starten. Wir nehmen uns heute den bekanntesten Berg im Siebengebirge, den Drachenfels, vor. Von Königswinter aus hat man mehrere Möglichkeiten hinauf zu wandern. Aber auch wer nicht so gut zu Fuß ist, kann mit der Drachenfelsbahn, einer alten Zahnradbahn, bis kurz unterm Gipfel hinauffahren und von dort die Aussicht genießen.

Wir starten am Königswinterer Bahnhof, überqueren die Gleise in Richtung Siebengebirge und nehmen den Waldweg der unter der Autobahnbrücke startet. Besonders gut orientieren können wir uns bei dieser Wanderung auch an den Symbolen des Beethoven Wanderwegs (weißes B auf grünem Grund). Wir folgen dem Weg, der sich leicht aber stetig ansteigend durchs Nachtigallental schlängelt, immer begleitet von einem kleinen Bachlauf. Als wir das Tal verlassen, umrunden wir eine große Wiese, passieren die Mittelstation der Zahnradbahn und unterqueren die Gleise, bis wir uns schließlich vor den Toren von Schloss Drachenburg wiederfinden. Wer möchte, kann hier natürlich Zeit für eine Besichtigung einplanen. Wir wenden uns jedoch nach links und laufen weiter entlang der Gleise den Berg hinauf. Das letzte Stück bis zum Gipfel ist ganz schön steil. Eine kleine Pause einlegen sollte man bei dem kleinen Ausguck in der Kurve auf halber Strecke, da man hier einen sehr schönen Blick auf Schloss Drachenburg hat.

Schloss Drachenburg bei Königswinter

Auf dem Aussichtsplateau angekommen, heißt es erstmal kurz Pause machen und die Ausblicke genießen. Je nachdem in welche Richtung man schaut, hat man tolle Blicke auf das restliche Siebengebirge, den Rhein, den Rodderberg und bei gutem Wetter bis in die Eifel und Richtung Bonn. Wer genau hinschaut, kann sogar die Spitzen des Kölner Doms entdecken. Wenn wir schonmal hier oben sind, wollen wir aber auch noch ganz hoch zur Burgruine. Der Weg dorthin liegt auf der Rückseite des Restaurants, wo es für Kinder auch noch ein ganz nettes Puppenspiel mit einem Drachen zu sehen gibt.

Burgruine auf dem DrachenfelsAussichtspunkt am Drachenfels

Nach dem Schlenker zur Burgruine folgen wir weiter dem Beethoven Wanderweg. Dieser führt vom Plateau hinunter, über einige Treppen, zu einem kleinen Ausguck auf einem Felsen. Wunderschön und viel ruhiger, als auf dem Aussichtsplateau weiter oben. Nachdem wir dort nochmal die Aussicht genossen haben, folgen wir ein Stück weiter dem Weg hinunter nach Rhöndorf, biegen aber schon bald links ab Richtung Milchhäuschen. Hier geht es erst über einen schmalen und später über einen breiteren Waldweg um die Wolkenburg herum. Nach etwa 1,5 Kilometern erreichen wir schon das Milchhäuschen, das uns erneut Gelegenheit für eine Pause bietet.
Hier verabschieden wir uns nun vom Beethoven Wanderweg und folgen dem Rheinsteig Richtung Königswinter. Wir laufen wieder etwa 1,5 Kilometer geradeaus, bis der Weg zum Nachtigallental rechts abbiegt. Diesem folgen wir wieder bergab, bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Daten zu dieser Tour:
Länge: 7,5km
Höhenmeter: 230m bergauf, 170m bergab
Dauer: 2 ½ – 3 Stunden ohne große Pausen
Schwierigkeit: leicht
Route zum nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Von Bonn entweder mit der Linie 66 bis Königswinter (Clemens-August Straße oder Fähre), oder von Bonn-Beuel mit der RB27/RE8 nach Königswinter Bahnhof. Mit dem Auto geht es über die B42 bis nach Königswinter, einen Parkplatz gibt es direkt am Bahnhof unter der Autobahnbrücke.
Alternativen zu dieser Tour: Wer möchte kann die Tour natürlich auch in umgekehrter Richtung laufen und erst zum Milchhäuschen und danach zum Drachenfels gehen. Von und bis Schloss Drachenburg führen auch noch weitere Routen nach Königswinter, z.b. entlang der Zahnradbahn. Sehr schön ist außerdem auch der Weg von Rhöndorf hinauf auf den Drachenfels.

Noch mehr Tourenempfehlungen gibt’s in meinem Artikel: Wandern im Siebengebirge – in 5 Touren über alle 7 Berge.

Tour 3: Von Unkel über den Rheinsteig zur Erpeler Ley

Bei dieser Wanderung sind wir schon etwas weiter südlich von Bonn. Hier folgen wir für einen längeren Abschnitt der dritten Etappe des Rheinsteigs. Highlights sind hier die Unkeler Kaskade und die Aussicht von der Erpeler Ley.

Kleiner Wasserfall: die Unkeler Kaskade

Wir starten in Unkel Scheuren. Von hier geht es links neben der B42 entlang an den Weinbergen vorbei. Nach wenigen hundert Metern folgen wir der Straße die Links Richtung Bruchhausen abzweigt. Hier wartet nach einer Rechtskurve schon das erste Highlight: die Unkeler Kaskade, ein kleiner, aber schöner Wasserfall. Links neben dem Wasserfall begeben wir uns nun auf den Rheinsteig, der über ein paar schmale, im Frühjahr teils noch matschige Pfade erstmal hinauf bis zum Stuxberg führt. Hier genießen wir in der Sonne schon die ersten Ausblicke auf das Rheintal.

Weiter geht es durch den Wald, wieder ein Stück bergab und dann über einen steilen schmalen Pfad hinauf nach Orsberg. Wir durchqueren den Ort, passieren auf der anderen Seite eine Pferdekoppel und sehen kurz darauf schon die ersten Hinweisschilder, die uns bis zur Erperler Ley führen.

Der Rheinsteig bei Orsberg

Mit 191 Metern ist die Erpeler Ley zwar nicht wahnsinnig hoch, die Lage des Plateaus direkt am Rhein und die steil abfallenden Basaltfelsen sorgen jedoch dafür, dass sie zwischen den anderen Erhebung sehr markant heraussticht. Von oben kann man man tolle Ausblicke auf den Rhein und bis in die Eifel genießen.

Gipfelkreuz an der Erpeler Ley

Nachdem wir dort Fotos und eine kurze Pause gemacht haben laufen wir wieder zurück bis nach Orsberg und von dort die Straße entlang hinunter nach Erpel. Hier hat man nun die Möglichkeit zum Erpeler Bahnhof zu gehen und dort die Tour zu beenden. Wir machen aber eine Rundtour daraus und laufen am Rhein entlang zurück bis nach Unkel.

Daten zu dieser Tour:
Länge: 12,5 km
Höhenmeter: 150m bergauf, 160m bergab
Dauer: 4-5 Stunden mit Pausen
Schwierigkeit: mittel
Route zum Nachwandern auf Komoot
Alternativen zu dieser Tour: Wer möchte kann die Tour wie gesagt abkürzen und schon in Erpel wieder in den Zug steigen, aber auch eine Verlängerung ist natürlich möglich. Man kann Beispielsweise schon in Bad Honnef auf den Rheinsteig starten, oder von der Erpeler Ley weiter am Rheinsteig bis nach Linz laufen. Die gesamte dritte Rheinsteig Etappe umfasst ca. 18,5 km.
Anreise und Parken: Am einfachsten ist die Anreise mit dem Zug (RB27/RE8) von Bonn-Beuel bis nach Unkel Bahnhof. Ansonsten geht es über die B42 bis nach Unkel. Kleine Parkplätze gibt es hier entweder an der Bahnhofstraße oder der Kamener Straße.

Tour 4: Naturerlebnispfad Ennert

Der Naturerlebnispfad Ennert ist ein ca. 9km langer Rundweg. Im Südwesten von Bonn geht es über zahlreiche Aussichtspunkte mit Blicken auf die Stadt und auf das Siebengebirge, durch den Wald, über einige Felder und vorbei an einem alten Steinbruch.

Wir starten unserer Rundtour am kleinen Wanderparkplatz Dornheckensee. Dort erwartet uns bereits die erste Hinweistafel, die immer wieder entlang der Route zu finden sind und die Flora, Faune und geologische Gegebenheiten des Gebiets erklären. Wir folgen dem Symbol des Naturerlebnispfads (ein grüner Kreis mit rotem Dreieck, das in Laufrichtung zeigt) in südlicher Richtung in den Wald. Über einen breiten Waldweg geht es leicht bergan. Schon nach wenigen hundert Metern bietet sich rechts der Ausblick über den Dornheckensee.

Blick auf den Dornheckensee, bei Bonn.

Die nächsten 1,5km geht es weiter leicht bergan. Immer wieder passieren wir kleine Aussichtspunkte, bis wir an einem weiteren Highlight des Rundwegs ankommen: den Rabenlay Skywalk. Diese kleine Aussichtsplattform wurde 2017 über dem gleichnamigen Steinbruch eröffnet und bietet nochmal schöne Ausblicke auf das südlich gelegene Siebengebirge.

Skywald an der Rabenlay

Der Naturerlebnispfad Ennert führt uns nun noch ein Stück oberhalb des Steinbruchs entlang. Dann biegen wir rechts in einen schmaleren Pfad ein, der in Serpentinen neben dem Steinbruch ins Tal führt und nochmals eine andere Perspektive auf die steilen, rötlichen Felswände ermöglicht.

Der Rabenlay Steinbruch.

Unten angekommen biegen wir links in die Straße im Ort und bei nächster Gelegenheit wieder links in den Kucksteinweg, der wieder hinauf in den Wald führt. Wir durchqueren den Wald, laufen nun zwischen Feldern hindurch und passieren den kleinen Ort Oberholtorf. Wieder im Wald geht es auf einfachen Wegen weiter in einem halbkreis dem Bachlauf des Ankerbachs folgend. Zwei mal überqueren wir dabei die Landstraße, bevor wir wieder an unserem Ausgangspunkt, dem Wanderparkplatz ankommen.

Daten zu dieser Tour:
Länge: 9km
Höhenmeter: 150m bergauf, 140m bergab
Dauer: ca. 3 Stunden ohne Pausen
Schwierigkeit: einfach – mittel (nur der Pfad in den Steinbruch erfordert etwas mehr Trittsicherheit)
Route zum nachwandern auf Komoot
Alternativen zu dieser Tour: Für die Rundtour gibt es auch eine zweite kürzere Variante, die ebenfalls ausgeschildert ist. Hier folgt man nach dem Skywalk einem grünen Punkt mit blauem Dreieck nach rechts. Diese Abkürzung lässt auch den etwas schmaleren Pfad in den Steinbruch aus. Auch die letzte Schleife lässt sich abkürzen und man kann früher wieder zum Wanderparkplatz abbiegen.
Anreise und Parken: Mit dem ÖPNV bis zur Bahnhaltestelle Ramersdorf und von dort zu Fuß weiter, oder mit der Buslinie 636 bis zur Haltestelle Bonn Oberkasseler Str. (direkt beim Wanderparkplatz). Mit dem Auto zum Parkplatz Dornheckensee, oder ein Stück weiter die Straße entlang bis zum Ennertparkplatz.

Tour 5: Siegaue und Siegmündung

Die Siegaue ist eine über 500ha große Flussauenlandschaft und grenzt im Norden an das Bonner Stadtgebiet. Zahlreiche Wege und Pfade führen durch das Naturschutzgebiet entlang der Sieg und bis zur Siegmündung.

An der Siegmündung.

Auf unserer Route folgen wir erstmal dem Flussverlauf bis zur Mündung, wo die Sieg in den Rhein mündet. Es geht auf einfachen Pfaden entlang großer Wiesen und durch kleine Waldstücke und links taucht immer wieder der Fluss im Blickfeld auf. Von der Siegmündung geht es zurück am Rhein entlang, Richtung Nordbrücke. Auf der anderen Rheinseite kann man die Hafenkräne in Graurheindorf entdecken, für uns geht es neben einer großen, von Pusteblumen übersähten Wiese entlang. Vor der Nordbrücke biegen wir wieder ab Richtung Siegfähre, mit der wir die Sieg überqueren. Auch auf der anderen Seite drehen wir noch eine Runde durch das Siegauengebiet, bevor wir zum Schluss am Siegstrand unsere Füße im Wasser abkühlen.

Wege in der Siegaue.Auf der Siegfähre.

Daten zu dieser Tour:
Länge: ca. 13km
Höhenmeter: 30m bergauf, 30m bergab
Dauer: 4-5 Stunden inklusive Pausen
Schwierigkeit: einfach
Hinweis: Diese Tour beinhaltet eine Fährfahrt. Bei der Planung sollte man also unbedingt die Fährzeiten beachten. Eine Überfahrt kostet aktuell 0,50€ pro Person (Stand 2021).
Route zum nachwandern auf Komoot
Alternativen zu dieser Tour: In der Siegaue gibt es viele mögliche Routen. Für eine kürzere Runde kann ich den Weg bis zur Siegmündung und zurück empfehlen, man kann aber auch bis zum Mondorfer Hafen oder die Sieg hinauf Richtung Troisdorf laufen.
Anreise und Parken: An der Niederkasseler Straße gibt es zwei kleinere Parkplätze auf beiden Seiten der Sieg. Außerdem fahren mehrere Buslinien zu den Haltestellen Siegaue und Troisdorf Fährhaus.

Tour 6: Von Poppelsdorf rund um den Venusberg mit Weg der Artenvielfalt

Auf dieser Tour starten wir diesmal im Bonner Zentrum. Die Wanderung führt uns von hier bis zum Bonner Kottenforst, ein südwestlich der Stadt gelegenes Waldgebiet, das zum Naturpark Rheinland gehört und zu großen Teilen unter Naturschutz steht.

Vom Kaiserplatz laufen wir am Bahnhof vorbei und die Poppelsdorfer Allee hinauf. Am Poppelsdorfer Schloss werden wir von einem kleinen Froschkonzert empfangen. Wir laufen rechts am Schloss vorbei und weiter die Hauptstraße entlang. Kurz hinter dem Poppelsdorfer Platz biegen wir links in einen kleinen Pfad ein. Hier beginnt der erste leichte Anstieg durch ein kleines Waldstück. Danach überqueren wir nochmal eine Hauptstraße, biegen neben einer Tankstelle rechts in einen weiteren kleinen Pfad ab und laufen von hier weiter geradeaus bis nach ein paar hundert Metern links ein Weg in den Wald führt. Hier folgen wir dem Rheinhöhenweg, der uns durch angenehm schattigen Mischwald einmal rund um den Venusberg führt.

Startpunkt am Weg für Artenvielfalt

Hinter dem Venusberg wandern wir bis zur Waldau und weil wir noch Lust haben gehen wir von hier einmal den Weg der Artenvielfalt. Auf diesem kurzen Rundweg gibt es einige Tafeln, die Wald, Tiere und Natur Kindgerecht erklären. Außerdem führt der Weg an den Wildtiergehen vorbei, wo man Wildschweine, Rot- und Damhirsche sehen kann. Zusammen mit dem großen Spielplatz an der Waldau sicher das Highlight für Familien mit Kindern, von denen auch heute einige unterwegs sind.

Frischling im Wildgehege

Für uns geht es nach der Runde wieder zurück Richtung Stadt. Wir wählen den Weg durch das Melbtal, wo es durch den Wald und an einem kleinen Bach entlang geht. Anders als in der aufgezeichneten Route würde ich beim nächsten Mal allerdings den Hauptweg direkt am Bach wählen. Dieser ist im ersten Abschnitt sicher schöner und der Weg rechts vom Bach, den wir gewählt hatte, verlief sich irgendwann als Trampelpfad im Wald, sodass wir den Bach einmal überqueren mussten um zum Hauptweg zurückzukommen. Der Weg durch das Tal führte uns jedenfalls zurück bis nach Poppelsdorf, von wo wir dann wieder bis zum Hauptbahnhof zurückgelaufen sind.

Daten zu dieser Tour:
Länge: ca. 15km
Höhenmeter: 170m bergauf, 140m bergab
Dauer: 4-5 Stunden mit Pausen
Schwierigkeit: einfach-mittel (aufgrund der Länge)
Route zum nachwandern auf Komoot
Alternativen zu dieser Tour: Für eine kurze Runde kann man auch nur den 2,5-3km langen Weg der Artenvielfalt laufen. Dieser Runde eignet sich auch besonders gut für Familien mit kleinen Kindern. Wer die Tour verlängern möchte, kann auch weiter in den Kottenforst wandern.
Anreise und Parken: Da die Tour sehr zentrumsnah unweit des Bonner Hbf startet, bietet sich eine Anreise mit dem ÖPNV an. Dort gibt es auch mehrere kostenpflichtige Parkhäuser. Wer direkt am Weg der Artenvielfalt starten will kann an der Bonner Waldau parken. Dort gibt es alternativ auch eine Busanbindung.

Weitere Wanderungen in Bonn und Umgebung

Abgesehen von diesen Touren(vorschlägen) gibt es noch zahlreiche weitere Wanderrouten und auch einige Langstreckenwanderungen, die in Bonn starten.

Rheinsteig

Der Rheinsteig ist ein 320km langer Fernwanderweg, der rechtsrheinisch von Bonn bis nach Wiesbaden führt. Die erste Etappe startet mitten auf dem Bonner Marktplatz und führt von dort ins Siebengebirge nach Königswinter.

RheinBurgenWeg

Der RheinBurgenWeg ist praktisch das linksrheinische Pendant zum Rheinsteig. Auf 200km geht es in mehreren Etappen vom Rolandsbogen bis nach Bingen.

Wahner Heide

In der Wahner Heide, einem Naturschutzgebiet bei Troisdorf kann man auch sehr gut wandern. Hier gibt es auch mehrere ausgeschilderte Wanderrouten. Eine der bekanntesten ist sicher die Fliegenberg Tour, die besonders zur Heideblüte sehr schön ist.

Eifelschleife Krönungsweg

Etwas weniger bekannt ist der zu den Eifelschleifen zählende Krönungsweg, der in Bonn startet und dann über 140km bis nach Aachen führt. Die weiteren Eifelschleifen befinden sich etwas weiter von Bonn entfernt in der Nordeifel, aber auch hier lohnt sich sicher der ein oder andere Ausflug.

Natursteig Sieg/Erlebniswege Sieg

In der Nähe von Bonn, in Siegburg, startet ein weiterer Fernwanderweg: der Natursteig Sieg. Hier geht es auf 14 Etappen knapp 200km an der Sieg entlang, wobei die einzelnen Etappen so konzipiert sind, dass sie mit Zuwegen von Bahnhof zu Bahnhof ausgeschildert sind. Die Erlebniswege sind Rundwanderwege unterschiedlicher Länge in der Nähe des Natursteigs, die sich auch oft mit dem Natursteig Sieg überschneiden.

Weiterlesen zu Bonn und zu Wandertipps in NRW:
Vegan in Bonn
Ausflugsziele in Bonn und Umgebung
Narzissenblüte in der Eifel – Rundwanderung im Perlenbachtal
Wandern in Wipperfürth und Umgebung

Rezept: veganer Marmorkuchen mit Banane

Heute gibt es mal wieder einen Rezepte-Klassiker: der vegane Marmorkuchen war praktisch mein erster veganer Standardkuchen. Zu meiner Anfangszeit als Veganerin habe ich den ständig gebacken. Und da vegane Ersatzprodukte damals noch nicht überall leicht verfügbar waren habe ich ganz einfach Banane als Eiersatz verwendet. Super simpel und besonders mit der Schokoglasur unheimlich lecker.

veganer Marmorkuchen

Zutaten für eine Kastenform:
125g Margarine
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 reife Banane (als Eiersatz)
250g Mehl
½ Päckchen Backpulver
125ml Haferdrink
1 gehäufter EL Kakaopulver
1 Banane (optional als Topping)
100g dunkle vegane Schokolade oder Kuvertüre
50g vegane weiße Schokolade

1. Die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker in einer Rührschüssel schaumig schlagen. Die Banane mit einer Gabel zerdrücken, dazugeben und nochmal alles gut verrühren.
2. Mehl und Backpulver dazu sieben, den Haferdrink nach und nach dazugeben und gleichzeitig alles zu einem glatten Teig verrühren.
3. Eine Kastenform einfetten und ca. die Hälfte des Teigs hineingeben. Zu dem restlichen Teig das Kakaopulver hinzufügen und gleichmäßig einrühren.
4. Nun den dunklen Teig auf dem hellen verteilen. Mehrfach spiralförmig mit einer Gabel längs durch den Teig rühren um das Marmormuster zu bekommen.
5. Wer möchte kann als Topping jetzt noch eine Banane längs halbieren und oben in den Teig drücken. Der Marmorkuchen muss bei 170°C Umluft für ca. 60min backen. Unbedingt eine Garprobe machen und den Kuchen abkühlen lassen, bevor man ihn aus der Form stürzt.
6. Wenn der Kuchen abgekühlt ist, die Schokolade für die Glasur jeweils getrennt im Wasserbad schmelzen lassen. Zuerst die dunkle Schokolade über den Kuchen verteilen. Mit der weißen Schokolade ein paar Streifen setzten. Solange alles noch flüssig ist, kann man hier auch ein schönes Marmormuster in die Schokolade ziehen. Vor dem Anschneiden die Schokoglasur wieder fest werden lassen.

veganer Marmorkuchen am Stückdrei Stücke veganer Marmorkuchen auf Brettchen

Der Marmorkuchen schmeckt natürlich recht stark nach Banane. Wer das nicht mag, kann aber auch einen anderen Eiersatz verwenden. Für mich war es damals wie gesagt eine einfache Option, da es noch lange keine so große Auswahl an veganen Ersatzprodukten gab wie heute. Inzwischen verwende ich als Eiersatz auch meist Sojamehl. Aber z.b. wenn ich im Urlaub bin greife ich auch gerne auf Bananen zurück, wenn ich mal was backen möchte. Die bekommt man schließlich überall.

veganer Marmorkuchen

Weitere Rezeptideen für einfache vegane Kuchen:
Veganer Kirschstreusel
Erdbeer Bananen Muffins
Vegane französische Apfeltarte

Rezept: vegane Bärlauch-Quiche mit Kartoffeln, Zucchini, Tomaten und Pilzen

Wie ich im letzten Post ja schon erzählt habe, habe ich Bärlauch gerade erst für mich entdeckt und nachdem mir das Bärlauch Petersilien Pesto so gut geschmeckt hat, musste ich natürlich direkt noch weitere Rezepte damit ausprobieren. Dabei habe ich unter anderem diese vegane Bärlauch-Quiche mit Kartoffeln, Zucchini, Tomaten und Pilzen gebacken. Ein wirklich leckeres Gericht, das man auch gut vorbereiten kann, wenn mal Besuch da ist.

vegane bärlauch-quiche

Zutaten:
für den Teig:
150g Weizenmehl
150g Dinkel-Vollkornmehl
½ Päckchen Backpulver
1 TL Salz
180g Margarine
50ml Wasser

für die Füllung:
4-5 vorgekochte Kartoffeln (festkochend) vom Vortag
400g Seidentofu
2 EL Speisestärke
50ml Sojasahne
½ Bund frischer Bärlauch
Salz und Pfeffer
1 kleine Zucchini
5-6 kleine Champignons
4-5 Datteltomaten oder Cocktailtomaten
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence

1. Für den Teig Mehl, Backpulver und Salz mischen, Margarine und Wasser hinzugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Diesen für ca. 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.
2. Eine Tarteform einfetten (ich verwende eine mit herausnehmbarem Boden wie diese hier* Affiliate-Link), den Teig darin gleichmäßig ausrollen und einen kleinen Rand hochdrücken.
3. Für die Füllung Seidentofu, Speisestärke und Sojasahne verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Den Bärlauch waschen, dazugeben und alles mit dem Pürierstab mixen, bis der Bärlauch komplett zerkleinert ist.
4. Die Kartoffeln in Würfel schneiden und über dem Boden verteilen. Anschließend die Bärlauch Seidentofu Füllung darüber geben und glattstreichen.
5. Die Zucchini in 1,5-2cm dicke Scheiben schneiden, die Champignons und die Tomaten halbieren und die Quiche damit dekorieren. Das Gemüse ruhig ein bisschen in die Füllung hineindrücken.
6. Zum Schluss aus Olivenöl und Gewürzen eine Marinade anrühren und das Gemüse vorsichtig damit bestreichen.
7. Die Quiche muss ca. 50-60 min bei 200°C auf mittlerer Schiene im Backofen backen. Vor dem Anschneiden etwas abkühlen lassen, damit die Füllung fest bleibt.

vegane bärlauch-quichevegane bärlauch-quichevegane bärlauch-quiche

Ich bin ja eh ein großer Quiche Fan, aber diese vegane Bärlauch-Quiche fand ich nochmal besonders lecker. Und obendrein benötigt man, bis auf den Bärlauch und den Seidentofu keine besonders ungewöhnlichen oder teuren Zutaten. Das Gemüse kann man natürlich auch variieren und z.b. nur Tomaten und Pilze oder nur Zucchini verwenden. Auch andere Gemüsesorten passen geschmacklich dazu. Gut vorstellen kann ich mir auch eine Kombi aus rote Zwiebelringen und Tomaten oder in streifen geschnittene bunte Paprika. Für mich ist das Rezept ein weiteres Highlight der Saisonalen Küche im Frühjahr und ich werde die Quiche sicher bei Gelegenheit, z.b. wenn Besuch da ist, oder für einen Brunch, nochmal servieren.

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Weitere Rezeptideen:
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Vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen
Vegane Blätterteigtarte mit Zucchini, Kartoffeln und Pilzen