Rezept: vegane Oster-Cupcakes

Heute gibt es mal wieder ein Rezept passend zur Jahreszeit: vegane Oster-Cupcakes. Auf die Idee kam ich, als ich im Biomarkt die kleinen vegane Schoko-Eier entdeckt habe, die einfach eine tolle Cupcake-Deko abgeben. Natürlich kann man die Cupcakes auch ohne, oder nur mit Pistazien als Deko machen. Nachdem ich in den letzten Wochen aber praktisch gar nicht gebacken habe, hatte ich da jetzt mal wieder richtig Lust drauf und das Dekorieren macht auch super viel Spaß.

vegane Oster-Cupcakes

Zutaten für 12 vegane Oster-Cupcakes:
für den Teig:
200g Mehl
100g Zucker
½ Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen geriebene Orangenschale
(oder entsprechen frisch geriebene Orangenschale)
100g zartbitter Schoko-Chunks
(oder grob gehackte Schokolade)
100g Margarine
200ml Sojadrink
für das Frosting:
125g (weiche) Margarine
125g Puderzucker
150g veganen Frischkäse, Natur
für die Deko:
gehackte Pistazien
vegane Schoko-Knuspereier

Zubereitung:
1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, Margarine und Sojadrink dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
2. Den Teig gleichmäßig auf 12 Muffinförmchen verteilen (die Förmchen sollten zu ca. 2/3 voll sein) und bei 180°C Umluft 20-25min im Backofen backen. Vollständig abkühlen lassen.
3. Für das Frosting den Puderzucker sieben und gleichmäßig mit der Margarine und dem Frischkäse vermischen. Die Creme nun in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit verzieren.
4. Für die Deko zuletzt die gehackten Pistazien über das Frosting streuen und jeweils einige der Schoko-Knuspereier in die Mitte setzten.

vegane Oster-Cupcakesvegane Oster-Cupcakes

Die Oster-Cupcakes sind übrigens gar nicht so aufwendig, wie sie vielleicht aussehen. Der Teig ist ein einfacher Rührteig und super schnell im Ofen und auch das Frosting ist schnell gemacht. Zum verzieren habe ich einen einfachen Spritzbeutel mit Sterntülle genommen. Damit habe ich von der Mitte an in Spiralform Frosting auf die Cupcakes gespritzt. Mit etwas Übung funktioniert das auch immer einfacher und mit weiterer Deko, wie den gehackten Pistazien, fallen kleine Fehler gar nicht so auf. Mir hat das Dekorieren jedenfalls mal wieder richtig Spaß gemacht (und das anschließende Anrichten und Fotografieren natürlich auch).

Weitere Rezeptideen zu Ostern:
Italienischer Osterkuchen (Colomba)
Aprikosen-Quark-Streusel
Pao de deus – Hefebrötchen mit Kokoskruste aus Portugal
Hefeschnecken mit Schoko-Mandel-Füllung

Wandern in Wipperfürth und Umgebung – drei einfache Rundtouren

Im letzten Sommer ging es für mich für ein langes Wochenende ins Bergische Land. Der Plan war, endlich mal wieder raus zu kommen und viel Zeit in der Natur zu verbringen. Da die Anfahrt nicht zu lange dauern sollte, schaute ich mich im Internet nach passenden Ferienwohnung im südlichen NRW um. Fündig wurde ich dann in dem kleinen Ort Kreuzberg in der Nähe von Wipperfürth und schon stand das Ziel für das Wanderwochenende fest. Welche drei Touren in gewandert bin und wie mir mein erster kleiner Wanderurlaub gefallen hat, lest ihr im Artikel.

Wandern in Wipperfürth und Umgebung, auf Feldwegen über den Wipperfürther Heimatweg

Tour 1: Runde um die Schevelinger Talsperre

Mit der ersten kleinen Wanderung sind wir gleich am Nachmittag des Anreisetags gestartet. Hier konnten wir direkt von unserer kleinen Ferienwohnung in Kreuzberg aus loslaufen.

Blick auf die Schevelinger Talsperre

Wir laufen erst ein Stück an der Landstraße entlang, biegen dann in den Wald ab und folgen dem Pfad mit der Kennzeichnung A1 bis zur Talsperre, welche wir anschließend umrunden. Der Weg dort ist recht breit und eignet sich auch für einen Kinderwagen. Als Zuweg sollte man damit allerdings den Weg aus südlicher Richtung wählen.

Rundweg um die Schevelinger Talsperre

Daten zu dieser Tour:
Länge: 6km
Höhenmeter: 40m
Dauer: 1 ½ Stunden
Schwierigkeit: leicht
Route zum Nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Mit dem Bus bis zur Haltestelle Wipperfürth Hönnige oder Hinterwurth. Für Autos gibt es einen kleinen Wanderparkplatz in der Nähe der Talsperre.

Tour 2: Wipperfürther Heimatweg

Den zweiten Tag starteten wir mit der ersten längeren Wanderung: dem Wipperfürther Heimatweg. Diese Rundwanderung startet im Ortskern von Wipperfürth direkt auf dem Marktplatz, was wir direkt für einen kurzen Besuch des Wochenmarkts nutzen. Von dort geht es die Treppe am Rand des Platzes hinauf zum Klosterplatz. Hier konnten wir gleich üben die Wegmarkierungen (eine 3 auf rotem Grund) zu finden. Der Heimatweg ist auf jeden Fall sehr gut ausgeschildert, ich als Wanderanfänger musste mich aber erstmal mit den kleinen Markierungen zurechtfinden.

Kirche am Marktplatz in Wipperfürth

Weiter ging es wieder hinunter in den Ort, bis zur Wupper, vorbei an den Ohler Wiesen und schließlich unter der Hauptverkehrsstraße hindurch, hinaus aus der Stadt.
Hier kamen wir noch an einer Weide mit Alpakas vorbei und liefen dann mit leichter Steigung weiter über Feldwege, von denen man einen guten Ausblick auf die Umgebung hatte.

Blick auf Wupper und Ohler Wiesen entlang des Wipperfürther HeimatwegsWandern in Wipperfürth, über Feldwege

Bei strahlend blauem Himmel waren wir froh über den Schatten spendenden Wald, in den wir einbogen, kurz bevor wir die Neyetalsperre erreichten. An der Staumauer machten wir ein kleines Picknick mit Blick auf das Wasser. Wir folgten dem Weg weiter über die Staumauer und ein weiteres Stück durch den Wald entlang der Neye. Diese überquerten wir nach einer Weile wieder, liefen durch ein weiteres kleines Waldstück und landeten auf einem Feldweg, der uns, immer leicht bergab, wieder hinunter in die Stadt führte.

Kleines Boot auf der NeyetalsperreGroße Staumauer der Neyetalsperre

Daten zu dieser Tour:
Länge: 11,5km
Höhenmeter: 110m
Dauer: 3-4 Stunden
Schwierigkeit: leicht-mittel
Route zum Nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Bei Anreise mit dem ÖPNV gibt es Busverbindungen von Bergisch Gladbach und Gummersbach. Wer mit dem Auto kommt findet einige ausgeschilderte Parkplätze in Zentrumsnähe.

Tour 3: Runde um die Neyetalsperre

Die zweite längere Wanderung, rund um die Neyetalsperre, konnten wir wieder direkt von unserer Ferienwohnung aus starten. Hinter dem Friedhof in Kreuzberg biegen wir links ab, laufen ein paar hundert Meter über Feldwege, quer über einen Bauernhof und schließlich über einen schmaleren Pfad in den Wald, der uns hinunter ins Tal führt. Hier kommen wir zunächst an einigen kleinen Teichen vorbei, bevor wir den Rundweg um die Neyetalsperre erreichen, dem wir auf unserer Wanderung entgegen dem Uhrzeigersinn folgen. Durch einige Seitenarme der Talsperre sind es auf dieser Seite ca. 7km bis zur Staumauer. Beim Rückweg auf der anderen Seite erwarten uns dann noch ca. 4,5km für den kompletten Rundweg. Inklusive Zuweg kommen wir damit auf eine knapp 15km lange Wanderung. Für mich als Wanderanfänger schon eine Herausforderung, aber da der Weg größtenteils ohne Steigung verläuft, recht breit und gut zu laufen ist, eine sehr gute Option um mal eine längere Wanderstrecke zu testen.

Blick auf die Neyetalsperre beim Rundweg

Fast der komplette Weg verläuft durch den Wald, der an einem warmen Tag wie diesem angenehmen Schatten spendet. Links bieten sich immer wieder Ausblicke auf die Neyetalsperre. Mal schimmert sie nur leicht zwischen den Bäumen hindurch, mal bieten sich weite Ausblicke bis zur Staumauer. Besonders gut gefällt mir einer der Rastplätze mit Bank direkt am Ufer. Hier hätte ich stundenlang sitzen und aufs Wasser schauen können. Für uns lag dieser Rastplatz aber relativ am Anfang unserer Tour, darum war nur Zeit für eine kurze Pause. Länger Halt machten wir dafür beim Gasthaus kurz hinter der Staumauer. Hier gab es kalte Getränke als Erfrischung und danach liefen wir den Rest des Rundwegs und den Pfad durch den Wald zurück hinauf nach Kreuzberg.

Rundweg um die NeyetalsperreBank mit Blick auf die Neyetasperre

Daten zu dieser Tour:
Länge: 15km
Höhenmeter: 80m
Dauer: 3-4 Stunden
Schwierigkeit: leicht-mittel
Route zum Nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Einen Wanderparkplatz gib es am südlichen Ende der Talsperre.

Übernachtet haben wir während dem Wanderwochenende in einer kleinen Ferienwohnung in Kreuzberg, etwas außerhalb von Wipperfürth. Das war zum einen praktisch, da wir teils direkt von der Tür aus mit den Wanderungen starten konnten und natürlich konnte wir uns mit der kleinen Küche gut selbst verpflegen.

Für mich war es ein gelungener Wanderurlaub, bei dem ich schöne neue Touren gewandert bin, und mich auch in der Strecke etwas steigern konnte. Die Gegend kann ich sowohl für ein kleines Wanderwochenende, als auch für Tagesausflüge in die Natur empfehlen.

Weiterlesen zum Thema Wandern in NRW und Umgebung:
Wandern im Siebengebirge
Beethoven Wanderweg
Narzissenblüte in der Eifel – Rundwanderung im Perlenbachtal
Wandern in Bonn und Umgebung
Ausflugsziele im Herbst in Bonn und Umgebung
Veganer Mosel Urlaub

Rezept: veganer Spekulatius-Käsekuchen mit Streuseln

Heute gibt es mal wieder ein einfaches, winterliches Kuchenrezept. Für meinen veganen Spekulatius-Käsekuchen mit Streuseln verwende ich fertige Gewürzspekulatius, der Kuchen eignet sich also wunderbar, um ein paar übrig gebliebene Weihnachtssüßigkeiten zu verwerten, schmeckt aber vor Weihnachten natürlich genauso gut.

Veganer Spekulatiuskäsekuchen mit Streuseln

Zutaten für eine kleine Springform mit 18cm Durchmesser:
für Boden und Streusel:
300g Gewürzspekulatius
(viele Sorten aus dem Supermarkt sind zufällig vegan)
120g Margarine
für die Quarkcreme:
400g veganen Quark
40g Zucker
50g Stärke
Optional:
1-2 EL Puderzucker für die Deko

1. Den Spekulatius entweder im Mixer, oder in einem großen Beutel mit dem Nudelholz, zerkleinern bis nur noch kleine Krümel übrig sind. Die Margarine in einem Topf schmelzen und mit den Krümeln zu einer Masse kneten.
2. Die Kuchenform gut einfetten und ca. ¾ der Keksmasse auf den Boden geben, glatt drücken und einen kleinen Rand formen. Die Form ca. 30min im Kühlschrank kaltstellen.
3. Nun alle Zutaten für die Quarkcreme verrühren, in die Form geben und gleichmäßig verstreichen. Den Rest der Keksmasse über den Kuchen streuseln.
4. Der Kuchen muss jetzt ca. 45min bei 200°C backen. Sicherheitshalber mit etwas Alufolie abdecken, da die Streusel sonst zu dunkel werden. Vor dem Anschneiden komplett auskühlen lassen und nach belieben mit etwas Puderzucker verzieren.

Veganer Spekulatiuskäsekuchen mit Streuseln

Mir geht es ja meistens so, dass ich viel zu viele Weihnachtssüßigkeiten zu Hause habe. Zusätzlich zu den ganzen Plätzchen die ich selbst backe, möchte ich nämlich auch alle veganen Süßigkeiten die es so gibt probieren. Dabei landen beim Einkauf dann oft so viele Sachen in meinem Wagen, dass sie meist bis Ende Januar reichen. Mein veganer Spekulatius-Käsekuchen bietet da geschmacklich etwas Abwechslung und passt natürlich auch hervorragend in die Vorweihnachtszeit. Spekulatius eignet sich meiner Meinung sowieso super gut für viele Kuchen- und Dessertkombinationen. So habe ich vor ein paar Jahren auch schonmal Kürbis-Spekulatius Cupcakes gebacken und auch Spekulatius Tiramisu gab es bei uns schon in verschiedenen Variationen als Weihnachtsdessert.

Wie sieht es bei euch aus? Sind eure Süßigkeitenschränke auch noch voll mit Weihnachtsgebäck?

Weitere Rezeptideen mit veganem Quark:
Veganer Schoko Käsekuchen
Veganer Blaubeer Käsekuchen
Aprikosen Quark Streusel
Tschechische Kolatschen

Mosaiksteine Jahresrückblick 2020

Da ist es nun endlich in Sicht, das von vielen vermutlich lang ersehnte Ende eines Jahres, das so ganz anders verlaufen ist, als wir alle es uns vorgestellt haben. Und auch wenn viele in diesem Jahr verständlicherweise lieber nicht zurückschauen wollen, möchte ich mir die Tradition des Jahresrückblicks auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen.

Zuerst wie immer ein paar Zahlen zum Blog. Insgesamt 15 neue Beiträge habe ich in diesem Jahr auf Mosaiksteine veröffentlicht. Davon 6 Rezepte, 2 vegan Guides, eine Blogparade und 6 ausführliche Reiseberichte. Die Rezepte waren dabei in diesem Jahr hauptsächlich süß und ich habe sehr viel mit Hefe gebacken. Meine Reiseberichte sind in diesem Jahr alle deutlich länger geraten als meine alten Artikel, auch wenn ich lange nicht so viel unterwegs war, wie im letzten Jahr (selbst wenn ich die Wanderausflüge mitzähle). Die Zeit in der Natur hat mir aber immer unglaublich gutgetan und ich werde dieses Hobby im nächsten Jahr sicher weiterführen.

Januar

Blick über Arromanches

Im Januar gab es noch einen letzten Artikel zu meinem Frankreich Urlaub 2019. Dort berichtete ich von unserem Stop in der Normandie mit Besuch in Bayeux und bei den Landungsstränden in Arromanches. Leider wurde im Januar auch meine große, für Ende Februar geplante Reise (es sollte nach Südafrika gehen) abgesagt, da die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde. Kurzfristig buchten wir dann stattdessen zwei Wochen Madeira für Anfang März.

Februar

Blondies vegan

Im Februar gab es mein Rezept für vegane Blondies. Anfang des Monats schaffte ich es außerdem endlich mal das vegane Frühstück im Black Veg zu testen, welches ich sehr empfehlen kann (mehr Tipps gibts in meinem Bonn Vegan Guide). Am 29. Februar ging es dann endlich auf nach Madeira.

März

Aussicht auf die Nordküste von Madeira.

Anfang März hatte ich noch das Glück zwei wunderschöne Wochen auf Madeira verbringen zu können. Bei meist traumhaft schönem Wetter erkundeten wir die Insel, schlemmten uns durch die Obstvielfalt und konnten bei einer Katamarantour Delfine in freier Wildbahn beobachten. Außerdem erlebte ich das erste Mal ein Erdbeben, welches trotz der Stärke von 5,3 aber zum Glück keine größeren Schäden verursachte. Gegen Ende des Urlaubs häuften sich dann die schlechten Nachrichten zur Corona Lage Weltweit und wir waren froh, dass wir unseren Rückflug noch rechtzeitig vor dem ersten großen Lockdown antreten konnten.

April

vegane Colomba, italienischer Osterkuchen

Den April verbrachte ich dann, wie auch schon die zweite Märzhälfte und auch noch viele Wochen und Tage danach, komplett im Homeoffice. Da für mich dann einiges an Pendelzeit wegfiel, hatte ich mehr Zeit für lange Spaziergänge mit meinem Hund, Sport und das ein oder andere neue Buch an den Nachmittagen. Zu Ostern gab es dann außerdem mein Rezept für Italienischen Osterkuchen (Colomba), den ich letztes Jahr in Mailand probiert hatte und erste Artikel zum Wandern auf Madeira und meinen Madeira vegan Guide gab es auch schon.

Maiveganer ErdbeerkuchenDer Mai war ein Kuchenmonat hier auf dem Blog, denn es gab gleich zwei neue Rezepte: eins für vegane Mannerschnitten Torte mit Nougat-Füllung und eins für veganen Erdbeerkuchen. Im Mai entdeckte ich auch das Wandern für mich und unternahm erste kleine Touren im Siebengebirge. Hier nahm ich mir auch mein Wanderziel für dieses Jahr vor: alle 7 namensgebenden Berge zu erwandern.

Juni

Bank mit Blick auf die Neyetalsperre

Im Juni brach ich dann, nachdem Reisen endlich wieder möglich war, direkt zu meinem ersten kurzen Wanderurlaub auf. Mit meiner Familie verbrachte ich ein langes Wochenende im bergischen Land in der Nähe von Wipperfürth, wo wir unter anderem die Wipperfürther Heimatrunde und den Rundweg um die Neyetalsperre wanderten. Mehr dazu lest ihr in meinem Beitrag Wandern in Wipperfürth. Ende des Monats folgte hier dann mein ausführlicher Artikel zu Sehenswürdigkeiten in Funchal.

Juli

veganes Eis bei La Sorbettiera

Anfang Juli erwanderte ich mit dem Lohrberg den letzten der sieben Gipfel des Siebengebirges. Mit über 20km und über 30.000 Schritten war es mit Abstand meine längste Tour in diesem Jahr. Ende des Monats konnte ich dann noch einige vegane Locations bei der ersten kulinarischen Schnitzeljagd in Bonn entdecken.

August

Aussicht auf den Rhein, auf dem Weg zum Dranchefels.

Mein Wanderziel hatte ich im Juli zum Glück bereits erreicht, denn im August war leider erstmal Schluss mit dem Wandersommer. Beim spazieren gehen mit dem Hund war ich blöd umgeknickt und hatte mir dabei einen Bänderriss zugezogen. Deswegen hieß es erstmal ein paar Wochen den Fuß hochlegen. Das gab mir aber Zeit meine bisherigen Touren zu verbloggen und so erschien dann mein Artikel übers Wandern im Siebegebirge. Ende des Monats war ich aber zum Glück schon wieder recht mobil und konnte in der Küche ein Rezept für Bolo de Caco (ein Süßkartoffelbrot) aus Madeira ausprobieren.

September

Hefeschnecken mit Schoko-Mandel-Füllung

Den September verbrachte ich dann wieder viel draußen, wo ich meinen Fuß bei kurzen und langen Spaziergängen langsam wieder trainierte. Hier gab es außerdem mein Rezept für Hefeschnecken mit Schoko-Mandel Füllung und einen langen Artikel über Madeiras Sehenswürdigkeiten.

Oktober

Mosel Urlaub Titelbild mit Weinranke und Schiff auf dem Fluss

Im Oktober stand dann endlich nochmal ein kurzer Urlaub an. Anfang des Monats ging es für ein paar Tage an die Mosel ins Vegan Hotel Nicolay. Ich genoss diese Auszeit mit kleinen Ausflügen, Wanderungen und dem leckeren Essen sehr. Wohlwissend, dass es vermutlich die letzte Reise in diesem Jahr werden würde.

November

Blick auf Schloss Drachenburg, Bonn und den Rhein im Herbst

Der November bescherte uns im Rheinland nochmal mit vielen Sonnenstunden, die ich, wann immer möglich, draußen verbrachte. So unternahm ich an einem sonnigen Wochentag nochmals eine schöne Tour auf den Drachenfels, von wo ich das Siebengebirge in den letzten schönen Herbstfarben sehen konnte. Auf dem Blog erschien dann noch mein Bericht über den Mosel Urlaub.

Dezember

Weihnachtsbeleuchtung am Ziepchesplatz in Rhöndorf

Den Dezember verbrachte ich anfangs mit sehr viel Plätzchen backen in der Küche und gegen Ende mit vielen Weihnachtsfilmen und Serien gemütlich auf dem Sofa. Außerdem kümmerte ich mich, wie immer Ende des Jahres, um meine Fotoalben und zeigte euch auch hier meine Lieblingsfotos aus 2020.

Letztendlich hatte 2020 für mich dann auch viel Gutes zu bieten (auch wenn ich hier größtenteils nur die schönen Momente teile). Besonders die viele Zeit mit meinem Hund und in der Natur habe ich sehr genossen. Natürlich fehlt mir das Reisen sehr, und ich hoffe, dass das im nächsten Jahr wieder etwas mehr möglich sein wird, auch wenn wir in den ersten Monaten sicher noch mit einigen Einschränkungen zurechtkommen müssen (aus gutem Grund!). Geplant habe ich jedenfalls noch nichts konkret, auch wenn ich so einige Reiseträume und -wünsche fürs nächste Jahr habe. Ein neues Wanderprojekt möchte ich aber auf jeden Fall angehen und dann entweder den Ahrsteig, oder den Natursteig Sieg (beides Fernwanderwege bei mir in der Nähe) komplett laufen. Außerdem möchte ich im nächsten Jahr wieder öfter Essen gehen. Es stehen noch so einige Restaurants in Köln und Bonn auf meiner Liste, die ich gerne testen möchte. Passend dazu habe ich auch zu Weihnachten das Gutscheinheft für Köln und Bonn von Vegan durch Deutschland bekommen (das gibts übrigens auch für viele andere Städte und Regionen). Und dann steht nächstes Jahr auch noch mein 10. Veganiversary an. Also doch einiges, auf das ich mich freuen kann.

Euch wünsche ich natürlich auch alles Gute für 2021! Vor allem das ihr gesund bleibt! Und ich freue mich, wenn ihr dann wieder hier vorbeischaut.

Rückblicke der letzten Jahre:
Jahresrückblick 2015
Jahresrückblick 2016
Jahresrückblick 2017
Jahresrückblick 2018
Jahresrückblick 2019

Fotoparade: Lieblingsbilder 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist mal wieder Zeit für die Fotoparade von Erkunde die Welt. Auch wenn ich in diesem Jahr nicht so viel Reisen konnte, wie ich wollte (so ging es wahrscheinlich den meisten), habe ich ein paar schöne Trips unternommen. Zusätzlich habe ich auch meine Umgebung auf zahlreichen Wanderungen erkundet, mein liebstes neues Hobby aus 2020. Meine Lieblingsbilder habe ich für die Fotoparade in sechs Kategorien eingeteilt: meine drei Reisen nach Madeira, Wipperfürth und an die Mosel und in Fotos von zu Hause – dem Siebengebirge, Bilder mit meinem Hund und Schnappschüsse.

Kategorie 1: Madeira

Meine schönste Reise in diesem Jahr, die ich noch kurz vor dem ersten Corona Lockdown genießen durfte. Letztendlich könnte ich auch einen eigenen Beitrag nur mit meinen Lieblingsfotos von dieser Reise erstellen, damit ich hier nicht dem Ramen sprenge beschränke ich mich auf diese drei. Das erste ist am Cabo Girão, das zweite bei einem Aussichtspunkt an der Nordküste und das dritte im Botanischen Garten von Funchal entstanden. Wer mehr sehen will sollte bei meinen Beitragen zu Sehenswürdigekeiten auf Madeira, Sehenswürdigkeiten in Funchal, Wandern auf Madeira und bei meinem Madeira vegan Guide vorbeischauen.

Blick Steil hinunter vom Cabo Girao.Aussicht auf die Nordküste von Madeira.Zwischen den Kakteen im botanischen Garten in Funchal.

Kategorie 2: Wipperfürth

Anfang Juni verschlug es mich für ein verlängertes Wochenende ins Bergische Land zum Wandern in Wipperfürth und Umgebung. Gelaufen sind wir etwa die Wipperfürther Heimatrunde und den Rundwanderweg um die Neyetalsperre. Dieser Kurzurlaub hat sehr gut getan und es wird auch noch ein ausführlicher Beitrag dazu folgen. Aber jetzt erstmal mein Lieblingsfoto von dort: auf dieser Bank mit Aussicht auf die Neyetalsperre hätte ich ewig Pause machen können. Für uns lag sie allerdings relativ am Anfang unserer knapp 15km langen Rundwanderung, darum blieb hier nur Zeit für einen kurzen Stop.

Bank mit Blick auf die Neyetalsperre

Kategorie 3: Mosel

An der Mosel habe ich Anfang Oktober eine knappe Woche im Vegan Hotel Nicolay verbracht und von dort aus die Gegend erkundet. Meine Tipps könnt ihr in meinem Beitrag zum Mosel Urlaub lesen. Mein Lieblingsfoto von dort ist der Ausblick auf Bernkastel-Kues. Auf dem Weg an die Mosel haben wir dem Eifelstädtchen Monreal noch einen kurzen Besuch abgestatt, dort ist das zweite Foto entstanden.

Blick vom Skywalk auf Bernkastel-KuesDas Fachwerkstädtchen Monreal mit Fluss und Burgruine.

Kategorie 4: Siebengebirge

Obwohl ich schon mein ganzes Leben hier wohne, war ich noch nie so viel im Siebengebirge unterwegs wie in diesem Jahr. Tatsächlich habe ich in diesem Jahr das erste mal überhaupt alle 7 namensgebenden Berge erwandert. Meine Routen und Tipps lest ihr in meinem Beitrag Wandern im Siebengebirge – In 5 Touren über alle 7 Berge. Die Fotos, die ich während den Wanderungen gemacht habe, sind tatsächlich alle „nur“ mit dem Smartphone entstanden. Trotzdem sind einige Lieblinge dabei. Besonders mag ich dieses, von unserer Wanderung zum Drachenfels. Kurz bevor man das Plateau erreicht kommt man zu diesem kleinen Aussichtspunkt. Das zweite Foto ist erst vor kurzem, bei einer Wanderung im Herbst entstanden. Das gleiche Motiv (es handelt sich übrigens um Schloss Drachenburg) habe ich auch im Sommer fotografiert, im Herbst gefällt es mir aber viel besser.

Aussicht auf den Rhein, auf dem Weg zum Dranchefels.Blick auf Schloss Drachenburg, Bonn und den Rhein im Herbst

Kategorie 5: Hundefotos

Mein Hund muss natürlich sehr oft für meine Fotos herhalten, auch wenn er davon selbst nicht immer so begeistert ist. Wenn man ihn mit Leckerlis besticht klappts aber meistens. Jedenfalls bin ich sehr froh über die viele Zeit, die ich in diesem Jahr mit ihm verbringen konnte (er ist schon 17) und halte diese Erinnerungen auch gern mit ein paar Fotos fest.

Ich mit meinem Hund.Mein Hund beim abkühlen im Wasser.

Kategorie 6: Schnappschüsse

Die letzte Kategorie ist für zufällig entstandene Fotos, bzw. im Alltag entstandene Fotos. Das erste Bild: den Sonnenaufgang über der Sieg habe ich aus dem Zug, beim Weg auf die Arbeit, fotografiert. Das zweite Bild ist beim Spaziergang am Rhein entstanden.

Sonnenaufgang über der SiegDer Rhein und das Rheinufer.

Meine Lieblingsbilder aus den vergangenen Jahren könnt ihr euch hier anschauen:
– Fotoparade 2016 Teil 1/Teil 2
– Fotoparade 2017 Teil 1/Teil 2
Fotoparade 2019

Und schaut natürlich gern auch bei den anderen Teilnehmern der Fotoparade vorbei. Alle Beiträge aus diesem Jahr findet ihr hier.

Veganer Mosel Urlaub: Tipps für Ausflüge und Hotel

Anfang Oktober habe ich knapp eine Woche an der Mosel verbracht und dort kleine Wanderungen und Ausflüge unternommen. Meine Tipps für ein komplett veganes Hotel an der Mosel und für Ausflugsziele die ihr bei eurem Mosel Urlaub besuchen könnt, findet ihr in diesem Artikel.

Mosel Urlaub Titelbild mit Weinranke und Schiff auf dem Fluss

Zu Gast im Vegan Hotel Nicolay

Während unserem Mosel Urlaub haben wir im Vegan Hotel Nicolay in Zeltingen-Rachtig übernachtet. Für mich war es der erste Aufenthalt in einem komplett veganen Hotel. Dementsprechend habe ich vor allem das vegane Angebot beim täglichen Frühstücksbuffet und das vegane Drei-Gänge-Menü, das wir bei der Halbpension am Abend bekamen, genossen.

Das Frühstück wurde bei unserem Besuch immer in zwei Etappen serviert, damit wegen Corona nicht zu viele Leute gleichzeitig am Buffet standen. Die Maskenpflicht wurde hier zum Glück (wie überall im Hotel) auch sehr ernst genommen und bevor man sich am Buffet bediente, musste sich jeder die Hände desinfizieren. Die Auswahl beim Frühstücksbuffet reichte von verschiedenen Müslis, Nüssen, Joghurt und (eingemachtem) Obst, bis zu Brötchen, verschiedenen Aufschnitten, Gemüse und Salaten. Dazu gab es Kaffee, Tee und Saft.

Müsli und Toppings beim FrühstücksbuffetAufschnitt und Salate beim Frühstücksbuffet

Das Drei-Gänge-Menü wurde dann abends im Restaurant serviert und hier wurden sehr leckere, abwechslungsreiche, saisonale Gerichte geboten. So gab es etwa Lauchkuchen mit Linsensalat und Brokkoli-Suppe als Vorspeise, gefüllten Kürbis, Kidneybohnensteak und Schnitzel mit Rahmwirsing als Hauptgericht und Apfelbeignets mit Moccasoße und Zitronenpolenta mit Mangosorbet als Dessert.

MenütafelLauchkuchen mit LinsensalatGefüllter KürbisKideneybohnenstead mit KartoffelplätzchenApfelbeignets mit MoccasoßeZitronenpolenta mit Mangosorbet

Unser Zimmer war sehr großzügig geschnitten, mit bequemen Betten und einer gemütlichen Sitzecke. Einzig das Bad hätte für meinen Geschmack etwas größer sein können. Dafür hatten wir dann den Wellnessbereich mit Sauna und Schwimmbad direkt auf dem Gang und ich konnte hier am Nachmittag in Ruhe meine Bahnen ziehen.

Insgesamt kann ich einen Aufenthalt im Vegan Hotel Nicolay sehr empfehlen. Vor allem natürlich aufgrund des leckeren veganen Essens, aber auch das Gesamtpaket stimmt für mich. Da wir eins der Arrangements mit Übernachtung und Halbpension gebucht hatten, war auch das Preis/Leistungs-Verhältnis sehr gut.

Weitere Infos zum Hotel und den Arrangements findet ihr auf der Hotelwebsite.
Übernachtungen mit Frühstück könnt ihr auch über booking.com (*Affiliate-Link) buchen.

Mosel Urlaub: Ausflugsziele entlang der Mosel

Selbstverständlich haben wir unseren Mosel Urlaub nicht nur im Hotel verbracht, sondern von dort aus einige kleine Ausflüge unternommen. Dabei haben wir uns hauptsächlich auf die nähere Umgebung von Zeltingen-Rachtig konzentriert und sind nur beim Tagesausflug nach Trier und am Abreisetag längere Strecken gefahren.

Zeltingen-Rachtig

In dem kleinen Doppelort an der Mosel lag unser Hotel und am ersten Nachmittag haben wir dort eine kleine Wanderung unternommen. Im Ort selbst findet man einige Hotels und sehr viele Weingüter und drumherum liegen die Weinberge. Bekannt ist Zeltingen-Rachtig aber auch deshalb, weil hier die Hochmoselbrücke über das Tal führt. Ein Riesen-Bauprojekt, das 2019 fertiggestellt wurde. Von den Weinbergen in Zeltingen-Rachtig hat man einen guten Blick darauf, kann aber, sobald man in die andere Richtung läuft auch einfach nur die Weinberge genießen.

Blick auf Zeltingen-RachtigHochmoselbrücke mit Weinbergen und Traktor im Vordergrung

Vegane Weinprobe im Weingut Heinrichshof

Wenn man schonmal in einer so bekannten Weinregion wie der Mosel Urlaub macht, gehört natürlich auch eine Weinprobe dazu. Als Veganer ist man hier beim Weingut Heinrichshof bestens aufgehoben. Für uns als Gäste im Vegan Hotel Nicolay war die Weinprobe schon inkludiert, aber auch für Besucher von Außerhalb bietet das Weingut Tastings zum kleinen Preis an.

Weinglas mit Weißwein

Während wir uns durch die verschiedenen Sorten probierten, erfuhren wir einiges zu den Anbaumethoden, Weinsorten, den verschiedenen Weinlagen in Zeltingen-Rachtig und zum Herstellungsprozess. Für mich war es die erste Weinprobe und ich fand sowohl die geschmacklichen Unterschiede, als auch die Hintergrundinfos sehr interessant.

Bernkastel-Kues

Nur wenige Kilometer moselaufwärts von Zeltingen-Rachtig liegt Bernkastel-Kues, einer der beliebtesten Ausflugsorte für den Mosel Urlaub. Vor allem die Altstadt zieht mit ihren alten Fachwerkhäusern zahlreiche Touristen an. Viele Besucher machen sich auch auf zur Burgruine Landshut, die auf einem Hügel über der Stadt thront.

Bärenbrunnen in Bernkastel-Kues

Das Bernkastel-Kues so beliebt ist, merkte man auch deutlich am Betrieb. Wir sind bei unserem Besuch daher schnell Richtung Weinberge aufgebrochen, wo wir fast allein unterwegs waren.

Wein-Erlebnis Pfad in Bernkastel-Kues

Direkt hinter dem nördlichen Stadttor, dem Graacher Tor, startet der Bernkasteler Wein-Erlebnis Pfad. Eine ca. 4km lange Rundtour durch die Weinberge, bei der man nicht nur tolle Ausblicke auf Bernkastel-Kues und Umgebung genießen, sondern an mehreren Stationen auch interessantes zum Weinbau lernen kann.

Schilder auf dem Wein-Erlebnis-Pfad

Neben den verschiedenen Methoden des Rebenbindens, ist etwas auch die Bodenbeschaffenheit an der Mosel, oder die Forschung zum Weinbau Thema. Das alles wird auf mehreren Tafeln und mit Beispielpflanzungen erklärt, während der Weg nicht nur über die asphaltieren Weinbergwege, sondern auch mal auf steilen Pfaden mitten durch die Reben führt. So bewegt man sich direkt auf den Spuren der Winzer.

Moseltal mit Weinbergen bei Bernkastel-Kues

Gegen Ende der Wanderung wartet als kleines Highlight ein Skywalk mit tollem Blick auf die Bernkasteler Altstadt und die Burgruine Landshut.

Blick vom Skywalk auf Bernkastel-Kues

Mit dem Schiff nach Traben-Trarbach

Ein weiterer Ausflug führte uns moselabwärts nach Traben-Trarbach. Diesmal legten wir die Strecke aber nicht mit dem Auto, sondern gemütlich per Schiff zurück.

Schiff auf der Mosel vor Weinbergen

Die Ausflugsbote an der Mosel fahren hier während der Saison (meist April bis Oktober) regelmäßig zwischen Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach hin und her. Auch hier herrschte, ähnlich wie in Restaurants, Maskenpflicht, bis man sich an seinem Sitzplatz befand.

Von Deck konnte man die Landschaft der Mosel nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten. Es ging vorbei an zahlreichen steilen Weinlagen, urigen Weindörfern und unter der Hochmoselbrücke hindurch, während man in der Landschaft schon eine leichte Herbstfärbung beobachten konnte. Besonders gefallen hat mir auch die Felslandschaft bei den Erdener Treppchen. Hier gibt es einen kleinen Klettersteig, den ich bei meinem nächsten Besuch unbedingt ausprobieren muss.

Felsige Mosellandschaft

In Traben-Trarbach haben wir uns dann mittags auch noch ein bisschen umgesehen. Dort kommen Architektur-Fans auf ihre Kosten, denn es gibt noch einige gute erhaltene Jugendstil-Bauten zu sehen.

Gasse in Traben-Trarbach mit Burgruine im HintergrundBrückentor in Traben-Trarbach

Trier

Einen Tag unseres Mosel Urlaubs hatten wir schon im Vorfeld für einen Ausflug nach Trier eingeplant. Ich wollte der ältesten Stadt Deutschlands schon länger mal einen Besuch abstatten. So ging es vormittags durch viele Kurven entlang der Mosel.

Blick auf die Moselschleite bei Leiwen

Um uns die Parkplatzsuche zu sparen, hatten wir die Tour bei einem Busreiseanbieter gebucht, was ich aber im Nachhinein und insbesondere zu Corona Zeiten nicht empfehlen kann. Durch die Fahrt entlang der Mosel und die vielen Stopps um Gäste einzusammeln, dauerte die Fahrt sehr lang. In Trier selbst war dann noch eine kleine Stadtrundfahrt inklusive, bevor wir in der Nähe der Porta Nigra abgesetzt wurden. Letztendlich hatten wir dann noch knapp drei Stunden Zeit um Trier auf eigene Faust zu erkunden. Das war meiner Meinung nach einfach zu wenig, vor allem wenn man noch etwas Essen gehen möchte.

(Kleine Notiz dazu: ich habe schon oft solche Tagesausflüge unternommen, sei es auf eigene Faust mit der Bahn, mit Bustouren oder auch mit geführten Touren. Deswegen ist mir auch klar, dass man sich meist nur einen ersten Eindruck des Ausflugsziels verschaffen und nie alles sehen kann, was man möchte. Aber ich finde auch, dass das Verhältnis von Fahrtzeit und Aufenthaltszeit halbwegs stimmen muss.)

Zum Mittagessen empfehlen kann ich das Café Liebling Trier unweit der Porta Nigra. Das Café ist komplett vegetarisch und bietet Frühstück, verschiedene Bowls und Tagesgerichte. Ich hatten eine Gyros Bowl mit Reis: sehr lecker und die große Portion war wirklich riesig. Wünschen würde ich mir aber eine besser Kennzeichnung der veganen Gerichte.

Gyros Bowl

Nach dem Mittagessen hatten wir dann noch Zeit für einen kleinen Bummel durch die Innenstadt. Dort haben wir uns die Porta Nigra, die Karl-Marx-Statue und den Trierer Dom angesehen. Für weitere Erkundungen, oder Museumsbesuche blieb dann aber wie gesagt leider keine Zeit mehr.

Porta Nigra Marktplatz in TrierTrierer Dom

Cochem

An unserem Abreisetag wollten wir auf dem Rückweg noch einige Moseldörfer besuchen und sind mit dem Auto flussabwärts dem Moseltal gefolgt. Die vermeintlich kurzen Entfernungen auf der Karte sollte man dabei nicht unterschätzen. Da die Straße immer wieder durch die Orte führt und allen Moselschleifen und -biegungen folgt sollte man etwas mehr Zeit einplanen.

Halt gemacht haben wir letztendlich nur kurz in Cochem, wo wir in einer kurzen Regenpause durch die Altstadt geschlendert sind. Den Besuch der Reichsburg haben wir auch auf ein andermal verschoben.

Blick auf Cochem im Regen

In den Gassen der Altstadt habe ich dafür einen kleinen Fair-Fashion Laden entdeckt: „Onkel Jo sein Laden“ in der Herrenstraße 19. Sehr empfehlen kann ich auch die Cochemer Kaffeerösterei am Markt, wo wir noch eine kurze Pause eingelegt haben. Dort gibt es zwar (noch?) keinen veganen Kuchen, aber einen sehr leckeren Kaffee, der auch mit Haferdrink bestellt werden kann.

Weitere Tipps für deinen Mosel Urlaub:

– Für weitere kurze (und längere) Ausflüge kann ich euch, statt eines klassischen Reiseführers, das Buch 52 Eskapaden Mosel, Saar und Hunsrück (*Affiliate-Link) empfehlen. Hier gibt es echt viele tolle Tipps, von denen ich einige (wie zum Beispiel den Klettersteig Erdener Treppchen) unbedingt noch ausprobieren möchte.
– Wenn ein komplett veganes Hotel nichts für euch ist, findet ihr auf Booking.com (*Affiliate-Link) viele weitere Unterkünfte für euren Mosel Urlaub.
– Kathi und Romeo von Sommertage waren etwa eine Woche vor mir an der Mosel. Ihren tollen Beitrag mit wunderschönen, stimmungsvollen Fotos gibt’s hier.
– Julia von Globusliebe war schon oft an der Mosel und gibt in ihrem Beitrag ganz viele Tipps für schöne Ausflüge und Wanderungen.
– Sabrina von Couchflucht war im Sommer in Traben-Trarbach und hat viele Tipps, für einen längeren Aufenthalt dort in diesem Artikel gesammelt.
– Wer in Trier etwas mehr Zeit hat, der findet bei Sonja von Delightful Spots weitere Tipps.

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