Laos: praktische Tipps zur Reiseplanung

Als Geheimtipp in Südostasien gilt Laos zwar inzwischen nicht mehr, du kannst hier jedoch noch eine ursprünglichere Version der Region erleben. Städte ohne Wolkenkratzer, einfache Straßen und ein entspannter Vibe. Ich habe Laos im Dezember 2024 mit einer Reisegruppe bereist. Meine praktischen Tipps zur Reiseplanung für Laos, habe ich hier zusammengefasst.

Typische Stadt im Norden von Laos

Lage

Laos liegt in Südostasien und hat als einziges Land dort, keinen direkten Zugang zum Meer. Es grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar.

Klima und Reisezeit

In Laos herrscht teils tropisches, teils kühles Bergklima. Besonders in den Höhenlagen kann es Nachts ziemlich kalt werden, auch wenn es nicht friert. Die beste Reisezeit ist in den deutschen Wintermonaten von November bis Februar. Dann ist auch Trockenzeit und es wird tagsüber 20-30°C warm. Für Abends/Nachts und Bootsfahrten (wegen dem Fahrtwind) solltest du aber trotzdem warme Kleidung dabeihaben. In den Unterkünften gibt es auch keine Heizung, höchstens mal Heizdecken oder eine Klimaanlage mit Heizfunktion. Ich war im Dezember in Laos und überrascht, wie kalt es teilweise noch war. Wenn du im Frühjahr nach Laos reist, z.B. zum Neujahrsfest im April, kann dein Aufenthalt in die Burning Season fallen. Dann werden Felder und/oder Berghänge brandgerodet und die Luftqualität ist entsprechend schlecht. Diese Zeit solltest du eher meiden. Ebenso die Regenzeit, je nachdem wo du hinfährst. Die Straßen sind, besonders im Norden von Laos, nicht immer befestigt und können durch den Regen unbefahrbar, oder im schlimmsten Fall weggespült werden.

Bootsfahrt in Laos

An- und Einreise

Direktflüge nach Laos gibt es aus Deutschland bisher nicht. Gute Verbindungen gibt es etwa nach Luang Prabang und Vientiane via Hanoi oder Bangkok. Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum. Das kann aktuell vorab, als E-Visum oder als Visa on Arrival (beides nicht bei allen Grenzübergängen), beantragt werden. Außerdem bekommt man ein Ein- und Ausreiseformular, auf dem Angaben wie Name, Beruf, Einreiseweg und erste Kontaktadresse in Laos abgefragt werden. Den Ausreisebogen muss man bis zur Ausreise aufbewahren und dann abgeben. Seit September 2025 gibt es eine digitale Einreisekarte, die vorab ausgefüllt werden muss. Das Visa on Arrival konnte ich unproblematisch am Flughafen in Luang Prabang bekommen. Hierfür sollte man zwei Passbilder (bei mir wurde nur eins benötigt) und 40 USD in bar mitbringen. Zusätzlich wird 1USD Servicegebühr erhoben, wer kein Passbild dabei hat zahlt nochmal 1USD extra. Angenommen werden nur Dollar-Noten neueren Datums und in gutem Zustand. Wenn man sein Visum im Pass hat, muss man sich nochmal zur Einreisekontrolle anstellen. Dort benötigt man dann das Einreiseformular.

Disclaimer: alle Angaben ohne Gewähr, informiere dich vor deine Reise unbedingt nochmal selbst z.B. beim Auswärtigen Amt

Währung und Bezahlen

Offizielle Währung in Laos ist der laotische Kip. Es gibt Scheine zu 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5.000, 2.000, 1.000 und 500 Kip. 1 Euro entspricht ca. 25.000 Kip (Stand 01/26).

Bezahlen kann man in Laos in Kip, oft aber auch in USD oder mit thailändischen Baht. Das Rückgeld bekommt man aber meistens in Kip. Kartenzahlung ist eher wenig verbreitet. Hier zahlt man meist 3% Gebühr, auch bei höheren Beträgen.

Bei den Bankautomaten kann man Kip abheben, allerdings keine US-Dollar. Der Höchstbetrag liegt bei 2Mio Kip pro Abhebung. Dafür zahlt man zwischen 30-50.000 Kip Gebühr. Wer größere Mengen Bargeld benötigt, nimmt am besten ausreichend USD oder EURO, möglichst in kleineren Scheinen, zum tauschen mit. Das geht z.B. an den Flughäfen, oder in Wechselstuben in den größeren Städten. Die Scheine sollten hier ebenfalls in sehr gutem Zustand sein, sonst werden sie nicht angenommen.

Preise varriieren sehr je nach Lage. Je ländlicher, desto günstiger ist meist das Essen. Hier bekommt man eine Nudelsuppe oder gebratenen Reis schon für 50.000 Kip, in der Stadt zahlt man oft das dreifache.

Ein paar Beispielhafte Preise:
Cola/Softdrink: 15-50.000 Kip
Frische Kokosnuss: 40-80.000 Kip
Beerlao: 20-60.000 Kip
Nudelsuppe: 35-100.000 Kip
Einfaches Gericht mit Gemüse: 60-150.000 Kip
Eintritt in Tempel/Museen: 30-50.000 Kip
1kg Wäsche: 25-50.000 Kip

Laotische Reisnudelsuppe mit frischen Kräutern

Zahlen mit Karte ist übrigens noch nicht so weit verbreitet. Besonders auf dem Land wird Bargeld bevorzugt. Am besten in laotischen Kip, teilweise auch in US-Dollar. Auch unser Hotel in Vientiane, das wir nach der gebuchten Rundreise auf eigene Faust gebucht hatten, wollte Barzahlung in USD. Das war dann aber in den Buchungskonditionen so angegeben. Hier sollte man nur Zuhause vorplanen, da man in Laos nicht mehr gut an USD kommt. Mit der Karte gezahlt habe ich nur ein paar Mal in Supermärkten, oder in moderneren Restaurants. Dabei hatte ich ein, zwei Mal Probleme mit meiner DKB-Visa Debitkarte. Diese wurde, obwohl für Laos freigeschaltet nicht akzeptiert. Mit der Kreditkarte meiner Reisebegleitung funktionierte es dann. Also habt besser immer eine Ersatzkarte dabei.

Zeitzone

Laos liegt in der Zeitzone UTC+7 und damit in der gleichen Zeitzone wie z.B. Thailand, Vietnam und Kambodscha. Es gibt keine Sommerzeit, darum beträgt der Zeitunterschied zu Deutschland im Sommer 5 und im Winter 6 Stunden. Wenn es im Winter in Deutschland 12Uhr Mittags ist, ist es dann in Laos schon 18Uhr Abends.

Sprache und Verständigung

Laos hat eine eigene Sprache, genannt Lao, inklusive eigener Schrift mit über 60 verschiedenen Buchstaben. Diese stammt von der Khmer-Schrift ab und ähnelt stark der thailändischen, die noch mehr Buchstaben hat. Zwar hat die Sprache eine einfache Grammatik, aber ist als Tonsprache mit bis zu sechs verschiedenen Tönen, besonders in der Aussprache schwer zu lernen.

Da ich in Laos mit einer Reisegruppe inklusive deutschsprachigem Guide unterwegs war, habe ich vergleichsweise wenige Erfahrungen, was die Verständigung angeht. Unser Guide hat für uns z.B. in Hotels, bei Sehenswürdigkeiten und auch in Restaurants in denen wir mit der Gruppe waren übersetzt. In den Städten kam man jedoch ganz gut mit einfachem Englisch zurecht. Mit älteren Laot:innen kann man evtl. auch auf Französisch reden.

Ein paar einfache Worte zur Begrüßung und zum Abschied reichen meist schon, um einen freundlichen Eindruck zu hinterlassen:

Sabai Dee – Guten Tag
Kop Chai (Lai Lai) – Danke/Vielen Dank

Straßenverkehr

Verglichen mit anderen südostasiatischen Ländern herrscht in Laos noch ein überschaubarer Straßenverkehr. Schlicht weil sich die Mehrheit der Bevölkerung keine Mopeds, oder Autos leisten kann. Auf dem Land sind viele Einheimische daher zu Fuß unterwegs. Auch Traktoren mit Anhänger habe ich häufiger gesehen. In den Städten ist natürlich mehr los und es gibt Tuktuks, Taxis und z.B. in Vientiane auch öffentliche Busse. Zwischen der Hauptstadt, Vang Vieng, Luang Prabang und der nördlichen Grenze zu China verkehrt auch ein Hochgeschwindigkeitszug. Diese Linie wurde von China gebaut und wird vor allem von Tourist:innen genutzt.

Tuktuks, Mopeds und Kleinbusse fahren über die Sisavanvong Road

Wir waren mit einer Reisegruppe im eigenen Reisebus unterwegs. Das ist natürlich eine der bequemsten Varianten, auch wenn die Straßen in Laos, vor allem im Norden in sehr schlechtem Zustand sind und die Fahrten sehr lange dauern. Im Süden entlang der Thailändischen Grenze waren die Straßen dann besser ausgebaut. Wer individuell durch Laos reist, kann mit (Mini)Bussen zwischen den größeren Städten reisen. Im Norden und im Süden (bei den 4.000 Inseln) sind Boot das bevorzugte Transportmittel. Beliebt bei Backpackern sind auch Motorrad-Loops, wie der Thakhek Loop oder ein Loop durch das Bolaven Plateau.

Gesundheit und Hygiene

Für die Einreise nach Laos sind derzeit keine besonderen Impfungen vorgeschrieben. Ich bespreche mich vor meinen Reisen jedoch immer zur Sicherheit mit meiner Hausärztin, ob etwas aufgefrischt oder ergänzt werden muss. Für meine Südostasienreise habe ich mich gegen Japanische Enzephalitis, Tollwut und Thypus impfen lassen. Eine Impfung gegen Hepatitis A/B war schon vorhanden. In Laos solltest du dich außerdem immer vor Mückenstichen schützen, diese können Krankheiten wie das Zika Virus, Dengue-Fieber und Malaria übertragen. Gegen letzteres hatte ich zumindest ein Notfallmedikament dabei. Besprich im Zweifel mit deine:r Ärzt:in welche Medikamente/Impfungen du benötigst. Ein gutes Mückenspray mit Deet habe ich mir Vorort besorgt. In meiner Standard Reiseapotheke sind neben meinen persönlichen Medikamenten außerdem immer Kohletabletten, Schmerztabletten und Tabletten gegen Reiseübelkeit.

Leitungswasser ist in Laos kein Trinkwasser. Ich habe hier zur Sicherheit auch zum Zähneputzen immer Wasser aus der Flasche verwendet. Wenn du unterwegs bist, findest du, besonders auf dem Land häufig nur Hocktoiletten. Die sind nicht immer so sauber. Vorsichtig bin ich auch bei Streetfood, wenn es nicht frisch zubereitet wird. In den teils einfachen Restaurants wo ich war, hatte ich aber nie Probleme. Kurz vor meiner Reise gab es einen tödlichen Vorfall mit einer Methanolvergiftung bei Tourist:innen. Sicherheitshalber habe ich deshalb auf Alkohol in Form von Cocktails oder Reisschnapps verzichtet. Allerdings trinke ich sowieso nicht viel Alkohol, höchstens mal ein Bier am Abend.

Tempel und Religion

In Laos kann man viele schöne Tempel besichtigen. Hier sollte man immer angemessene Kleidung tragen (Hosen die übers Knie gehen, T-Shirts, die die Schultern bedecken, besser weite statt enge Kleidung). In manchen Anlagen müssen Frauen Wickelröcke ausleihen. Vor den Tempeln zieht man seine Schuhe aus.
In manchen Tempeln sind bestimmte Bereiche auch nur für Männer zugänglich, das ist aber eher die Ausnahme. Nicht überall ist fotografieren erlaubt, das wird teilweise auch streng kontrolliert.

Ein buddhistischer Tempel mit Figuren und Opfergaben in Laos

In Laos ist die Mehrheit der Bevölkerung Buddhistisch, der Buddhismus wird hier aber viel mit dem alten Geisterglauben vermischt.

In den Tempeln leben meist einige Mönche und Novizen. Oft sind auch sehr junge Laoten dabei, die dort auch eine Ausbildung bekommen. Viele Laoten gehen außerdem einmal im Leben für ein paar Monate ins Kloster. Es ist hier allerdings keine lebenslange Verpflichtung. Wenn sie wieder austreten, gründen sie später eine Familie. Mönche dürfen keine Frauen berühren.

Buddha Figuren

Buddha Figuren sind im Buddhismus heilig, du solltest sie also Respektvoll behandeln. Zeige niemals mit deinen Fußsohlen in Richtung einer Figur. Darum beten viele Laot:innen im Fersensitz. Da in der Vergangenheit viele alte Figuren aus Laos gestohlen wurden, ist die Ausfuhr heute verboten. Das gilt vor allem für antike Buddha Figuren, aber auch beim Souvenirkauf solltest du darauf achten.

Lauter kleine Buddha Figuren sind hier platziert

Essen

Die laotische Küche ähnelt der thailändischen, ist aber meist weniger scharf. Klassische Gerichte sind Curry, Fried Rice, Frühlingsrollen, Papaya-Salat, Nudelsuppe und Pad Lao, ähnlich wie Pad Thai. Ein weiterer Klassiker ist Laab/Larb, ein Salat aus gebratenem Hackfleisch (vegan mit Tofu) und frischen Kräutern. Allgemein wird viel mit frischen Zutaten gekocht, eben das, was der Gemüsegarten gerade hergibt. Hauptbeilage dazu ist Reis, für die Locals meist Klebereis. Dazu gibt es dann ein Beerlao. Das lokale Bier ist eines der wenigen Produkte, das in großen Mengen in Laos produziert wird. Mehr zur laotischen Küche und den veganen Alternativen liest du in meinem „Vegan in Laos Guide“.

Vegane Version des laotischen Laap mit Tofu und frischen Kräutern

Wilde Tiere

In Laos leben zwar noch ein paar wilde Elefanten, Tiger und Bären, in freier Wildbahn bekommt man sie aber eher selten zu Gesicht. Im Gebüsch sollte man aber auf Schlangen, Spinnen und andere Insekten aufpassen. Diese sind manchmal giftig. Ich habe bei einer Wanderung über eine Kaffeeplantage z.B. einige größere, aber harmlose Spinnen gesehen.

Häufiger sind Vögel, Eichhörnchen und in einem Karstgebirge haben wir laotische Languren (Affen) gesehen. Wenn man in den Dörfern unterwegs ist, sieht man überall Hühner, Kühe, Wasserbüffel, Schweine, Katzen und Hunde, die als Nutztiere gehalten werden. Hier gibt es auch sehr viele Welpen, da keine Mittel und Möglichkeiten vorhanden sind um die Tiere zu kastrieren.

Ein laotischer Langur sitzt mit einem Baby auf einem Ast.

Auf den Märkten (vor allem die nicht touristischen Märkte), muss man sich auch auf Wildtierverkauf gefasst machen. Ich habe etwa tote Schlangen, Eichhörnchen, Wildkatzen, Stachelschweine und einmal einen toten Waran gesehen. Wildtierhandel ist in Laos eigentlich verboten, manche der Tiere gelten aber als Delikatesse, werden auf dem Land immer noch gegessen und können deshalb zu hohen Preisen verkauft werden.

Laos im Vietnamkrieg

Laos ist eins der meistbombardierten Länder der Welt. Obwohl Laos im Vietnamkrieg offiziell neutral war, wurden weite Gebiete von den USA bombardiert. Etwa bei der Ebene der Tonkrüge, wo sich die Pathet Lao versteckten, oder entlang der Grenze zu Vietnam im Süden um den Nachschub auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad zu unterbrechen. Auch zahlreiche Ladungen, die nicht auf ihr ursprüngliches Ziel geworfen werden konnten, wurden über laotischem Gebiet abgeworfen.

Unschädlich gemachte Sprengköpfe und Minen im MAG Phonsavan

Selbst Jahrzehnte später sind die Böden oft noch voller nicht explodierter Sprengladungen. Immer wieder werden Einwohner z.B. bei der Feldarbeit davon verletzt oder getötet. Die MAG ist eine Organisation, die gezielt Gebiete nach alten Bomben und Granaten absucht und diese entschärft, damit die lokale Bevölkerung dort wieder gefahrlos leben und arbeiten kann. Auch historische Stätten, wie die Ebene der Tonkrüge wurden auf diese Weise entmint.

Die schönsten Orte in Laos

Luang Prabang

Die ehemalige Hauptstadt im Norden gehört zum UNESCO Welterbe und ist unbedingt einen Besuch wert. Als Stadt der Pagoden kannst du hier unzählige schöne Tempel erkunden. Außerdem ist die französische Kolonialarchitektur in der Altstadt besonders gut erhalten. In der nähren Umgebung gibt es tolle Ausflüge wie zu den Pak Ou Höhlen oder zum Kuang Si Wasserfall.

Mehr zu Sehenswürdigkeiten in Luang Prabang

Ausblick über Luang Prabang vom Phou Si Hill

Ebene der Steinkrüge

Auf der Hochebene bei Phonsavan befindet sich die Ebene der Steinkrüge, das unbekannteste Welterbe in Laos. Über 3.000 riesige Steinkrüge verteilen sich hier auf mehreren Plätzen. Diese kannst du oft ganz für dich allein erkunden. Auch mit der Geschichte der Region, die im Vietnamkrieg besonders stark bombardiert wurde, solltest du dich beschäftigen.

Mehr über Phonsavan und die Ebene der Steinkrüge

Große Steinkrüge in der Plain of Jars Site 1

Vang Vieng

Vang Vieng ist die Hochburg für Outdoor Aktivitäten in Laos. Egal ob Kayaking, Ziplining oder eine Heißluftballonfahrt, die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Karstlandschaft mit den markanten Felsen ist dafür aber auch einfach die beste Kulisse. Dort kannst du auch einige Höhlen erkunden, Aussichtspunkte erklimmen und in kleinen Lagunen baden.

Mehr über Outdoor-Aktivitäten in Vang Vieng

Zahlreiche Heißlufballons schweben über den Karstfelsen in Vang Vieng

Vientiane

Obwohl Landeshauptstadt, hat Vientiane oft das Nachsehen bei Tourist:innen, weil in anderen asiatischen Städten oft mehr los ist. Trotzdem ist Vientiane einen Besuch Wert. Schließlich möchte man das Nationalheiligtum That Luang, die laotische Version des Triumphbogens und den instagrammable Buddha-Park nicht verpassen.

Mehr über Sehenswürdigkeiten in Vientiane

Steinfiguren im Buddha Park

Kong Lor Cave

Wer Outdoor Erlebenisse liebt, muss diese Höhle besuchen. Die liegt am beliebten Thakek Loop und man erkundet sie mit Guide auf einem kleinen Boot. Darauf gehts auf etwa 7,5km auf einem unterirdischen Fluss durch die Höhle. Zwischendurch kann man aussteigen und sich Tropfsteinformationen ansehen. Die werden dann beleuchtet, ansonsten sind Stirnlampen das einzige Licht.

Mehr über die Kong Lor Höhle

Das Langtailboot fährt in die Höhle

Wat Phou

Der Khmer Tempel Wat Phou im Süden von Laos ist über 1.000 Jahre alt und damit älter als Angkor Wat. Er gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Das Gelände ist längst nicht so groß wie die Anlagen in Kambodscha, aber auch längst nicht so stark besucht. Nimm dir unbedingt Zeit die Ruinen in Ruhe zu erkunden und klettere die vielen unebenen Treppen bis ganz nach Oben.

Mehr über den Wat Phou Tempel

Der Wat Phou wurde am Lingaparvata Mountain gebaut

4.000 Inseln

Ganz im Süden von Laos, an der Grenze zu Kambodscha, wird der Mekong in der Regenzeit bis zu 14km breit. In der Trockenzeit treten dagegen tausende kleine Sandbänke und Inseln zum Vorschein, daher der Name 4.000 Inseln. Auf den größeren der Inseln, z.B. Don Det oder Don Khon kannst du ein paar entspannte Tage verbringen und dann z.B. um die Insel radeln. Unbedingt besuchen solltest du auch die Mekong-Fälle, eins meiner Highlights in Laos.

Mekong Wasserfälle in Laos

Weiterlesen zu Laos und Südostasien:
Laos Highlights aus drei Wochen Rundreise
Bedeutende Tempel in Laos
Thailand: praktische Tipps zur Reiseplanung

Günstig vegan Essen: meine Spartipps für die vegane Küche

Vegane Ernährung muss gar nicht teuer sein. Mit ein paar Tipps und Tricks kannst du auch für wenig Geld leckere und abwechslungsreiche vegane Gerichte kochen. Wie du beim veganen Einkauf sparen kannst und mit welchen Angewohnheiten ich Lebensmittelverschwendung vorbeuge, liest du hier.

Saisonal einkaufen

Starten wie mit einem meiner einfachsten Tipps: saisonal einkaufen. Obst und Gemüse ist meist viel preiswerter zu haben, wenn es Saison hat. Erdbeeren und Spargel im Frühsommer, Zucchini im August oder Kürbis im Herbst sind nur ein paar Beispiele. So bringt man nicht nur Abwechslung in den Speiseplan, wenn man regional einkauft macht man einen weiteren Schritt für die Nachhaltigkeit.

Regionale und saisonale Lebensmittel kaufe ich auf dem Wochenmarkt.

Angebote nutzen

Bevor ich meinen Einkaufszettel schreibe, schaue ich in den Supermarktprospekten nach Angeboten. Sowohl beim Obst und Gemüse, als auch bei anderen Produkten. Viele Sachen sind regelmäßig im Angebot. Das nutze ich dann auch, um mal neue Produkte auszuprobieren, wie ein teures Müsli, oder vegane Süßigkeiten.

Koche mit Basics und ohne viele Ersatzprodukte

Vegane Ersatzprodukte sind zwar nicht immer teurer, als ihr nicht veganes Pendant, kommen diese viel zum Einsatz werden die Gerichte aber meist doch teurer. Deswegen versuche ich mich bei meinen Rezepten viel auf Basics zu konzentrieren. Viel frisches Gemüse, Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln und Reis und Proteine können auch mit Linsen und Bohnen geliefert werden. Allerdings gibt es auch günstige vegane Basics, die ich häufig verwende, wie Haferdrink, Sojasahne oder Naturtofu.

vegane Low Budget Rezepte, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Hier findest du eine Übersicht meiner veganen Low Budget Rezepte.

Auf Vorrat einkaufen

Wie sehr du diesen Spartipp nutzen kannst, hängt von deiner Platzsituation ab. In kleinen Wohnungen ist eine große Vorratshaltung eher schwierig. Wir haben zum Glück einen großen Keller mit einem zusätzlichen Vorratsregal, einem großen Kühlschrank und einem Gefrierschrank. Das ist perfekt um teure Sachen im Angebot und auf Vorrat zu kaufen. Das geht für trockene Sachen wie Nudeln, Schokolade und Sachen in der Dose oder im Glas, aber zum Teil auch für vegane Joghurts oder veganen Käse. Manches lässt sich auch einfrieren. Das mache ich z.B. mit veganem Streukäse.

In meinem veganen Vorratsschrank finden sich viele Produkte, die ich im Angebot gekauft habe.

Zum Laden/Marktschluss einkaufen

Dieser Tipp hier gilt nicht für alle Märkte und Supermärkte, ich habe aber schon häufiger erlebt, dass zum Ladenschluss oder zum Wochenende hin verderbliche Produkte reduziert werden. So wollen Händler:innen am Markt vielleicht zum Ende hin noch ihre Waren loswerden. Auch im Discounter habe ich schon gesehen, dass vieles Obst und Gemüse dort samstags zu günstigeren Preisen verkauft wurde. Teste es einfach mal bei Locations in deiner Nähe aus.

Essensplan und Einkaufszettel erstellen

Erstelle dir einmal pro Woche einen Essensplan und plane deine Gerichte vor. So weißt du einerseits, was auf deinen Einkaufszettel muss, andererseits kannst du so Lebensmittelverschwendung vorbeugen. Gerichte mit Lebensmitteln die schneller verderben, plane ich z.B. immer an den Tagen nach dem Einkauf ein. Mit Einkaufszettel sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für Spontankäufe, die gerne mal ins Geld gehen.

Tipp: wenn du meinen Newsletter abonnierst, bekommst du meine veganen Weekly Meal Planner mit Rezept-Inspiration als Freebe.

Produkte mit kurzem MHD kaufen

In vielen Supermärkten gibt es mittlerweile eine Ecke mit etwas reduzierten Produkten, deren Mindesthaltbarkeitsdatum kurz vor dem Ablauf steht. Hier kann man einiges sparen, oft sind auch vegane Produkte dabei. Neben Kühlprodukten wie veganen Joghurts, Salaten oder Fleischersatz habe ich auch schon normalerweise sehr teure vegane Osterschokolade ein paar Wochen nach dem Fest zum reduzierten Preis gefunden. Die meisten Produkte die du hier findest sind auch noch über das MHD hinaus genießbar, manches kannst du auch einfrieren. Trotzdem würde ich empfehlen, die Sachen möglichst schnell zu verzehren.

Kühlprodukte mit kurzem MHD, die ich günstiger bekommen habe, friere ich ein.

Reste verwerten oder einfrieren

Jede:r kennt das: zu viele Nudeln oder Reis gekocht, noch etwas Gemüse aus der Dose übrig, oder von dem frischen Salat. Bevor die Reste zu lange im Kühlschrank stehen und verderben, werde kreativ und überlege, wie du sie verwerten kannst. Daraus entstehen oft die spannendsten neuen Gerichte. Habe ich ganze Portionen übrig nehme ich sie gerne am nächsten Tag mittags mit fürs Büro oder friere sie ein. Dann habe ich später, wenn ich einmal wenig Zeit habe, ein schnelles Essen. Auch einzelne Zutaten kannst du einfrieren, etwa wenn du nur einen Teil davon zum Kochen brauchst. Das geht z.B. mit Kräutern, frischem Obst, Gemüse oder auch übrig gebliebenen Brotkanten. Ich friere etwa auch angebrochenen Packungen von veganem Aufschnitt ein, wenn ich es vor einer Reise nicht schaffe, sie aufzuessen.

Vorräte aufbrauchen

Bei meinen vielen Vorratsschränken verliere ich gerne mal den Überblick. Die X. Packung Nudeln oder Reis, die Backzutat, die vor ein paar Monaten so spannend klang, oder die in Vergessenheit geratene Soße. Mit der Zeit sammelt sich meist so einiges an. Darum gehe ich den Inhalt alle paar Monate mal durch und schaue, dass ich möglichst viele meiner Vorräte verbrauche. Daraus entstehen dann auch häufig neue vegane Rezepte. Nebenbei kann ich so beim Einkaufen sparen, wenn ich in der Zeit hauptsächlich frische Zutaten zukaufen muss.

Ein Teil meiner Vorräte vor meiner veganen Aufbrauchchallange.

Funfact: aus einer dieser Aufbrauch-Challanges ist die Idee für mein veganes Kochbuch „Einfach vegane Alltagsküche“ entstanden. In dem E-Book findest du 50 vegane Rezepte, die perfekt für den Alltag sind.

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Kräuter, Beeren und Gemüse selbst anpflanzen

Wenn du einen Garten oder Balkon hast, kannst du einige Lebensmittel auch selbst anpflanzen. Einfach zu handhaben sind z.B. Kräuter, verschiedene Sorten Beeren und Tomaten. Wir haben Sträucher mit Johannisbeeren und Himbeeren im Garten. Während der Erntezeit kann ich hier morgens viele frische Beeren für mein Frühstück pflücken. Der Pflegeaufwand hält sich in Grenzen. Bei einem richtigen Nutzgarten oder Hochbeet sieht das natürlich etwas anders aus, allerdings kann dieses Hobby auch Spaß machen.

Foodsharing nutzen

Eine meiner liebsten Spartipps ist Foodsharing. Die Organisation rettet ehrenamtlich Lebensmittel vor der Mülltonne und gibt sie meist über sogenannte Fairteiler an andere Menschen weiter. Sie kooperieren mit Supermärkten, Bäckereien und weiteren Betrieben und holen dort Lebensmittel ab, die nicht mehr verkauft werden. Übrigens haben die Tafeln immer Vorrang, man nimmt also niemandem etwas weg. Standorte von Foodsharing findest du über die Website der Organisation. Bei mir in der Region gibt es dann z.B. WhatsApp Gruppen, in denen Infos über eine neue Abholung gepostet werden. Ich kann dann an der Fairteilerstelle vorbeigehen und mir die Sachen, die ich brauche mitnehmen. Vollkommen kostenlos. Natürlich nehme ich auch hier nur soviel, wie ich (ver)brauchen kann, damit nichts in der Mülltonne landet.

Gemüse nachziehen

Wusstest du, dass du manches Gemüse immer wieder nachziehen kannst? Das nennt sich Regrowing und funktioniert z.B. mit Frühlingszwiebeln und Salat. Dafür müssen die Wurzeln bzw. der Strunk großzügig abgeschnitten und in frisches Wasser gestellt werden. Hier wächst dann immer wieder Gemüse nach. Auch aus Knollengemüse wie Karotten oder Kartoffeln kannst du neue Pflanzen züchten, diese müssen dann aber im Garten unter der Erde gezogen werden.

Mundraub – Beeren, Kräuter oder Pilze sammeln

Für den persönlichen Bedarf kannst du auf öffentlichen Grundstücken auch Lebensmittel wie Beeren, Kräuter oder Pilze sammeln. Ein hilfreiche Karte mit Fundstellen findest du auf mundraub.org. Halte dich hier bitte an die Regeln und sammle nur dort, wo es erlaubt ist. Sammle keine geschützten Pflanzen und nur die, die du sicher als essbar bestimmen kannst. Verwechslungen können hier mit gefährlichen Vergiftungen enden. Beliebt sind z.B. Bärlauch im Frühling, Brombeeren im Sommer und Pilze im Herbst. Du kannst auch Schulungen absolvieren um Pilze oder Wildkräuter bestimmen zu lernen.

Über Mundraub finde ich im Sommer Brombeeren zum gratis selbstpflücken.

Apps und Online-Shops zum sparen

Neben den normalen Wochenangeboten gibt es noch weitere Apps und Onlineshops, wo du sparen kannst. Relativ bekannt ist mittlerweile die App Togoodtogo. Hier kannst du bei Supermärkten und Restaurants übrig gebliebene Gerichte zum günstigen Preis kaufen. Allerdings weißt du nicht immer vorher was drin ist und das vegane Angebot ist überschaubar. Inzwischen gibt es auch Lieferungen mit gemischten Paketen. Hier sind öfter mal vegane Angebote dabei.
Lohnenswert ist außerdem ein Blick in den Shop Veggie-Specials. Hier gibt es verschiedene vegane Produkte, meistens in größeren Mengen, zu reduzierten Preisen. Das lohnt sich vor allem, wenn man auf Vorrat kauft, oder sich die Bestellung mit Freund:innen teilt.

Weitere Tipps zum veganen Leben:
Vegan Reisen: meine Tipps für deinen veganen Urlaub
Vegane Ernährung – so klappt die Umstellung

Rezept: Süßkartoffel-Spinat-Curry mit Erdnussoße

Heute gibt es mal wieder ein einfaches Curry-Rezept und zwar eine Variante, wie ich sie zuletzt im Camper während meiner Neuseeland-Rundreise gekocht habe. Dafür verwende ich Zutaten, die ich fast überall im Supermarkt bekomme und reichlich frisches Gemüse. Daraus wird ein cremiges Süßkartoffel-Spinat-Curry das mit Erdnussbutter verfeinert wird.

Eine Bowl mit Süßkartoffel-Spinat-Curry und Reis

Zutaten für 3-4 Portionen:
2EL Pflanzenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 mittelgroße Süßkartoffeln
2 Karotten
1 Dose Kichererbsen
1 Dose Kokosmilch
250g frischer Babyspinat
2TL Currypulver
2EL Erdnussbutter
Salz, Pfeffer
dazu Reis

1. Süßkartoffel und Karotten schälen, die Süßkartoffeln in etwa 1cm breite Würfel schneiden, die Karotten in Scheiben. Kichererbsen abgießen und mit Wasser abspülen. Währenddessen den Reis in einem Topf mit Wasser aufsetzen.
2. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden. In einer tiefen Pfanne das Pflanzenöl erhitzen und beides darin ein paar Minuten andünsten.
3. Dann Süßkartoffel und Karotten dazugeben, für etwa 5min bei geschlossenem Deckel mitdünsten. Alles mit Curry, Salz und Pfeffer würzen.
4. Nacheinander Kichererbsen, Erdnussbutter und Kokosmilch dazugeben. Gut umrühren, bis sich die Erdnussbutter komplett aufgelöst hat und nochmals etwa 10min köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Nach Bedarf etwas heißes Wasser hinzufügen.
5. Zum Schluss nach und nach den Spinat zugeben und unterrühren, bis er in sich zusammenfällt. Dann zusammen mit Reis servieren.

Eine Bowl mit Süßkartoffel-Spinat-Curry und Reis

Wie schon gesagt habe ich das Curry in verschiedenen Varianten während meiner Campervan-Reise durch Neuseeland gekocht. Das Gericht ist dafür ideal, da man nur einen kleinen Topf für den Reis und eine große Pfanne für das Curry benötigt. Außerdem gibt es alle Basic-Zutaten in fast jedem Supermarkt, ohne dass man nach veganen Ersatzprodukten suchen muss. Zutaten wie Kokosmilch und Erdnussbutter habe ich bisher auf allen meinen Reisen im Supermarkt entdeckt, also perfekt um daraus eine leckere Soße zu kochen.

Das Gemüse haben wir dabei, je nach Angebot varriiert und unser Curry mal mit Blumenkohl und mal mit Kürbis gekocht. Falls du das machst musst du ggf. etwas mehr Flüssigkeit hinzufügen und die Kochzeit etwas verlängern, je nachdem wie knackig du dein Gemüse haben möchtest. Die Kombination aus Süßkartoffeln und Spinat mag ich persönlich sehr gerne. Die Süßkartoffeln geben beim kochen etwas Stärke an die Soße ab, die damit etwas eindickt.

Eine Pfanne mit Süßkartoffel-Spinat-CurryEine Bowl mit Süßkartoffel-Spinat-Curry und Reis

Apropos Kochzeit: die mussten wir beim kochen auf den Campingplätzen sowieso meist schätzen. Denn die Kochgelegenheiten waren oft schon etwas älter, die Temperaturregler nicht richtig beschriftet und die Kochplatten brauchten meist eine ganze Weile um wirklich heiß zu werden. Dafür hatten wir dort mehr Platz als in unserem Camper, wo wir theoretisch auch auf zwei kleinen Gasflammen hätten kochen können. Da wir die Fläche darüber aber meist als Ablage benutzt haben, sind wir lieber in die größeren Küchen gegangen. Dort war meistens auch nicht allzuviel Betrieb.

Weitere Rezeptideen für die vegane Camping-Küche:
Vegane Pfannkuchen mit Banane
Gemüsechili mit Kartoffeln
Zucchini-Reis-Pfanne mit Basilikumtofu

Laos: Highlights aus drei Wochen Rundreise

In Laos erwartet dich eine spannende Mischung aus Natur und Kultur. Während meiner dreiwöchigen Rundreise habe ich viele authentische Eindrücke sammeln können. Was meine Highlights waren und welche Sehenswürdigkeiten du in Laos nicht verpassen solltest, liest du hier.

Luang Prabang

Die ehemalige Hauptstadt im Norden von Laos ist seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe und unbedingt einen Besuch wert. In der Stadt der Pagoden findest du unzählige kleine Tempel, einer schöner als der andere. Besonders erwähnenswert sind der Wat Xieng Thong, als ältester noch erhaltener Tempel der Stadt, das Nationalmuseum mit Pagode, in der der heilige Pha Bang aufbewahrt wird und der kleine Tempel auf dem Phou Si Hill, von dem du einen tollen Ausblick auf die Stadt hast.

Ausblick über Luang Prabang vom Phou Si Hill

Mehr zu den Sehenswürdigkeiten in Luang Prabang

Pak Ou Höhlen

Etwa 30km nördlich findest du am Flussufer des Mekong einen ganz besonderen Tempel. Die Pak Ou Höhlen sind voller großer und kleiner Buddha-Figuren. Jeder noch so kleine Vorsprung ist damit belegt. Eine ganz besondere Lage in einer tollen Landschaft.

Lauter kleine Buddha Figuren sind hier platziert

Muang Ngoy im Norden

Wenn du Zeit hast, plane unbedingt einen Abstecher in die Berge im Norden von Laos ein. Hier findest du besonders unberührte Flusslandschaften und kleine Dörfer. Auf meiner Rundreise bin ich mit dem Bus bis Nong Khiaw gefahren und von dort für einen Tagesausflug mit dem Boot weiter nach Muang Ngoy. Der Ort ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wander- und Trekking-Touren im Dschungel. Wir haben zwar nur eine kleine Wanderung unternommen, die Natur, vor allem am Fluss war trotzdem sehr schön.

Aussicht auf den Fluss in Nong Khiaw

Kuang Si Wasserfall

Einer, wenn nicht DER schönste, Wasserfall in Laos ist der Kuang Si Wasserfall bei Luang Prabang. Das Wasser fließt hier in mehreren Stufen durch kleine und große Karstbecken und schimmert dabei oft türkisblau. In manchen der Becken darf man sogar schwimmen. Obwohl der Wasserfall von vielen Tourist:innen besucht wird, fand ich das es sich recht gut auf dem Gelände verteilt. Außerdem gibt es dort eine Auffangstation für Asiatische Schwarzbären, die aus dem Wildtierhandel gerettet wurden.

In einigen Becken der Wasserfälle kannst du baden.

Ebene der Tonkrüge in Phonsavan

Wenn du dieses unbekanntere Welterbe in Laos besuchen willst, musst du eine lange Anfahrt über schlechte Straßen auf dich nehmen. Wir haben, mit kleinen Pausen, etwa 8-9 Stunden für die kurvige Strecke von Luang Prabang aus gebraucht. Die lange Anreise ist es trotzdem Wert. Auf der Ebene der Tonkrüge verteilen sich über 2.000 riesige Steinkrüge auf mehreren Stätten. Über die genaue Herkunft und Funktion ist man sich bis heute uneinig, man schätzt sie allerdings auf ein Alter von über 2.000 Jahren. Drei der größten Fundstätten kannst du besuchen und hast sie, aufgrund der eher abgelegenen Lage, meist für dich allein. Außerdem kannst du in der Provinzhauptstadt Phonsavan einiges über die jüngere Vergangenheit der Region lernen. Die wurde während des Vietnamkriegs stark bombardiert, die Folgen sind noch heute zu spüren.

Die größte Ansammlung der Steinkrüge in Laos

Mehr über Phonsavan und die Ebene der Tonkrüge

Vang Vieng

Die Stadt Vang Vieng ist dir vielleicht als ehemaliger Backpacker-Hotspot bekannt. Auch heute noch ist hier ein wahres Paradies für Outdoor-Aktivitäten. Tubing oder Kajaking auf dem Fluss, klettern auf Aussichtspunkte und durch Höhlen, oder eine Fahrt mit dem Heißluftballon. All das ist hier möglich. Mir bleiben besonders zwei Sachen in Erinnerung: die Tham Nam Water Cave, die wir, nur mit einer Stirnlampe als Beleuchtung und schwimmend auf einem Reifen erkundet haben, und meine erste Ballonfahrt. Die Landschaft mit den typischen Karstfelsen, dazwischen Reisfelder und Flüsse, ist dafür perfekt.

Zahlreiche Heißlufballons schweben über den Karstfelsen in Vang Vieng

Mehr zu Outdoor-Aktivitäten in Vang Vieng

Hauptstadt Vientiane

Im Vergleich zu anderen asiatischen Hauptstädten ist Vientiane überschaubar, ja geradezu ruhig. Trotzdem solltest du auf deiner Laos Reise wenigstens ein bis zwei Tage einplanen um die Highlights zu erkunden. Da wären das Nationalmuseum mit der Halle für den heiligen Smaragdbuddha, die golden Stupa Pha That Luang und der Patuxai, eine laotische Version des Triumphbogens. Etwas außerhalb der Stadt gibt es außerdem einen Park mit tollen Buddha-Figuren, der woanders längst ein Instagram-Hotspot wäre.

Die Goldene Stupa von Laos

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Ban Nahin

Nach der Hauptstadt wirds nochmal Zeit für etwas mehr Natur. Die finden wir in der Region rund um Ban Nahin. Auf unserer Rundreise verbringen wir hier zwei Nächte. Mit mehr Zeit kannst du z.B. den beliebten Thakek-Loop fahren.

The Rock Viewpoint

Eine ganze besondere Landschaft finden wir am The Rock Viewpoint. Von einem Café mit Aussichtsplattform an der Straße Nr. 8 blickst du hier auf ein kleines Gebirge, mit spitzen, grauen Felsen. Adrenalin-Junkies können hier auf einen Zipline-Parcour starten. Ich habe mich für die ruhigere Variante: einen Boardwalk entschieden. Hier kann man die Landschaft auf einem Weg aus Holzplanken und Treppen erkunden. Mit etwas Glück kann man auch Wildlife beobachten. Hier lebt der seltene Laotische Langur. Wir hatten das Glück eine Mutter mit Baby zu sehen.

Schroffe Felsen am The Rock ViewpointEin laotischer Langur sitzt mit einem Baby auf einem Ast.

Kong Lor Cave

Ich habe auf meinen Reisen schon einige besondere Höhlen gesehen, aber die Kong Lor Cave ist definitiv eine der coolsten. Das liegt nicht unbedingt an den Tropfsteinformationen (die gibt es auch), sondern erneut daran, auf welchem Weg man die Höhle erkundet. Auf einem kleinen Longtailboot geht es mit Guide über den unterirdischen Fluss über 7 Kilometer durch die Höhle. Auch hier gibt es nur die eigene Stirnlampe als Beleuchtung. Ein sehr besonderes Erlebnis.

Der Ausgang der Kong Lor Cave

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That Sikhottabong

Eine der wichtigsten Tempel in Laos ist die That Sikhottabong Stupa. Sie liegt ein Stück südlich von Thakhek am Ufer des Mekong. Sowohl der Name, als auch der zeitliche Ursprung des Tempels im 6. Jahrhundert, deuten auf einen Ursprung im buddhistischen Reich Sikhottabong hin, das sich damals über weite Teile Südostasiens erstreckte. Den Besuch der Stupa kann man gut mit einem kurzen Stopp in Thakhek verbinden. Hier gibt es ein schönes kleines Zentrum mit Häusern im französischen Kolonialstil und ein paar Cafés. Besonders gefallen haben mir auch die Naga-Schlangen, die am Mekong-Ufer in Richtung Thailand blicken.

Der That Sikhottabong hat die Form einer Lotusblüte.französische Kolonialarchitektur in Thakhek

Bolaven Plateau

Das Bolaven Plateau ist erneut ein Reiseziel für Naturliebhaber:innen. Die Hochebene im Süden von Laos ist besonders fruchtbar und so werden hier Kaffee, Tee, verschiedene Gewürze und natürlich Früchte angebaut. Wir haben zwei Nächte auf dem Bolaven Plateau übernachtet und dort eine kleine Wanderung durch die Kaffeeplantagen unternommen. Außerdem haben wir zwei tolle Wasserfälle besucht: den Tad Yeuang, der sanft über eine grün bemooste Felswand fließt und den Tad Champee, in dessen großen Pool man sogar schwimmen konnte.

Der Tag Yeuang Wasserfall auf dem Bolaven Plateau fließt sanft über moosbewachsene Felsen

Wat Phou – alte Tempelanlage der Khmer

Eins der Top-Highlights in Laos haben wir uns für das Ende unserer Rundreise aufgehoben. Der Wat Phou ist ein Khmer Tempel, älter als Angkor War und gehört seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Ruinen ziehen sich über steile, unregelmäßige Treppen am Hang des Lingaparvata Mountain hinauf. Wenn du hinfährst denke unbedingt an Sonnenschutz, lange, leichte Kleidung und festes Schuhwerk. Es lohnt sich unbedingt bis nach oben, auf die dritte Ebene des Tempels zu klettern. Hier finden sich einige gut erhaltene Reliefs. Außerdem hat man einen tollen Blick über die gesamte Anlage und den großen See davor.

Ausblick über den Wat Phou Tempel und das Wasserbassin

Mehr zum Wat Phou

4.000 Inseln

Beim Stichwort „Inselurlaub“ denkst du wahrscheinlich nicht direkt an Laos, schließlich hat das Land als einziges in Südostasien keinen direkten Zugang zum Meer. Inseln gibt es hier jedoch so einige, und zwar im Mekong an der Grenze zu Kambodscha. In der Trockenzeit kommen hier so viele kleine Sandbänke zum Vorschein, dass die Region die 4.000 Inseln genannt wird und die sind perfekt für ein bisschen Entspannung zum Ende deiner Laos Reise. Zwar dauert es ein bisschen, bis man mit dem Boot angekommen ist, dafür ist es herrlich entspannt. Auf den kleinen Inseln Don Det und Don Khon kannst du viel zu Fuß machen, oder du mietest dir ein Fahrrad.

Flusslandschaft bei den 4.000 Inseln

Mekongfälle

Auf Don Khon solltest du unbedingt die Mekongfälle besuchen. Die Wasserfälle gehören zu den breitesten der Welt und waren als Hindernis für Boote auf dem Mekong schon immer unüberwindbar. Am Besten besuchst du sie außerhalb der Regenzeit, da sonst zu viel Wasser den Fluss hinunter fließt und die Fälle quasi verschluckt. Ich habe bei meinem Besuch auch einen Walk über mehrere Hängebrücken über die Fälle gemacht (Kosten nochmal 200.000 Kip zusätzlich zu den 30.000 Kip Eintritt) und war sehr begeistert.

Mekong Wasserfälle in Laos

Weiterlesen zu Reisen in Südostasien:
Vietnam: Highlights aus zwei Wochen Rundreise
Thailand Rundreise: Route für 2 ½ Wochen

Vegane Ernährung – so klappt die Umstellung

Du möchtest auf vegane Ernährung umstellen, aber weißt noch nicht wie? Oder du versuchst es schon länger und langfristig klappt es nicht? Mit meinen Tipps und Rezepte möchte ich dir auf deinem veganen Weg helfen. Ich bin selbst schon seit über 10 Jahren vegan und kenne die Herausforderungen. Lies hier alle meine Tipps für deinen veganen Start.

Titelbild mit Salatteller im Hintergrund und Schriftzug "vegane Ernährung - so klappt die Umstellung"

Verschaffe dir einen Überblick: wie sieht dein Speiseplan aktuell aus?

Schau dir an was aktuell auf deiner Einkaufsliste steht und was deine Lieblingsgerichte sind. Ist manches davon vielleicht sogar schon vegan? Bei welchen Produkten fällt dir der „Verzicht“ leichter? Manchmal wird dir auffallen, dass du einzelne Produkte ganz einfach vegan ersetzen kannst: nimm den veganen Aufschnitt, statt der Fleischwurst, die vegane Creme Fraiche oder das vegane Hack. Für so viele Sachen gibt es schon vegane Alternativen. Und die machen sowieso nur einen kleinen Teil einer abwechslungsreichen Ernährung aus. Der Großteil sollte aus Obst, Gemüse und ein paar Sattmachern wie Getreide, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln bestehen.

Stelle in deinem Tempo um

Wenn du möchtest kannst du natürlich von einem auf den anderen Tag zu 100% vegan werden. Es ist aber auch kein Problem, wenn du langsam und in deinem Tempo umsteigst. Ernährung ist ein stückweit auch eine Frage der Gewohnheit und bis die sich änder dauert es eben ein bisschen. Vielleicht hast du auch noch nicht vegane Vorräte, die du nach und nach aufbrauchst. Falls du das nicht möchtest, schmeiße sie bitte nicht weg, sondern gebe sie weiter, z.B. über Foodsharing.

Mein Tipp: koche nach und nach deine Lieblingsgerichte in der veganen Version. Das erfordert vielleicht am Anfang etwas mehr Zeit, geht dann aber schnell in den Alltag über. Wenn du wenig Zeit hast kannst du auch nur ein Gericht pro Woche umstellen. So kommst du trotzdem Stück für Stück voran. Und bitte mache dir keine Vorwürfe, falls du mal Fehler machst. Die passieren jedem mal, auch mir in über 10 veganen Jahren. Es geht hier nicht um Alles oder Nichts! Wenn du unterwegs mal ein Milcheis isst: so what? Dann kochst du Zuhause ganz normal vegan weiter. You do you! Und die ganzen Hater fühlen sich nur deshalb von uns Veganer:innen angegriffen, weil sie wissen, dass wir im Grunde Recht haben.

Schreibe einen Speiseplan und eine Einkaufsliste

Für deinen ersten veganen Einkauf empfiehlt sich etwas Vorbereitung. Die hilft dir nicht nur bei der Umstellung, sondern auch um Geld zu sparen. Auch ich schreibe jede Woche einen Speiseplan und eine Einkaufsliste. So weiß ich genau was ich kochen möchte und wie viele Zutaten ich benötige. Außerdem landet so weniger ungeplant in meinem Einkaufskorb. Diese Einkäufe summieren sich nämlich auch im Preis. Inspiration bekommst du in meinen Weekly Meal Plannern im Newsletter und in meinem E-Book „Einfach vegane Alltagsküche“.

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Mit der Zeit wirst du so wissen, für welche veganen Basics du einen Vorrat anlegen kannst und welche Produkte du erst frisch dazu kaufst. Sachen wie Nudeln, Reis, Haferflocken und Nüsse habe ich immer da. Auch einige Konserven aus der Dose, oder dem Glas, genauso wie ein paar weniger lang haltbare Produkte wie veganen Naturjoghurt oder Tofu.

Nimm dir Zeit beim Einkaufen neue Produkte zu entdecken

Auch für die ersten Einkäufe solltest du dir etwas mehr Zeit nehmen. Ich persönlich stöbere im Supermarkt auch gerne nach veganen Produktneuheiten. Um da auf dem Laufenden zu bleiben, kannst du veganen Accounts bei Instagram folgen, wie z.B. vegansparen oder veganeneuheiten. Auf sehr vielen Produkten findest du inzwischen auch das gelbe „vegan Symbol“. Aber Achtung: es gibt ein ähnliches Symbol für vegetarische Produkte, das wurde zwar vor kurzem zur Farbe grün geändert, es sind aber auch immer noch Produkte mit gelbem Symbol im Umlauf.

vegane Basic Produkte mit gelbem vegan Logo

Bei nicht gekennzeichneten Produkten hilft nur der Blick auf die Zutatenliste. Hier entwickelst du auch im Laufe der Zeit das Wissen, was sich hinter welchen Abkürzungen versteckt und welche versteckten nicht veganen Zutaten wo enthalten sein können. Sei es Buttereinfett in Schokolade, Milchpulver in der Würzung, Gelatine in Gummibärchen oder echtes Karmin in bunten Streuseln. Wenn ein Produkt laut Verpackung Spuren von Milch o.Ä. enthalten kann ist es übrigens trotzdem vegan. Dieser Hinweis ist für Allergiker:innen relevant und bedeutet, dass Produkte mit diesen Inhaltsstoffen in der gleichen Stätte hergestellt werden.

Probiere neue vegane Rezepte aus

Eins der schönsten Sachen an veganer Ernährung ist für mich, dass ich immer wieder neue Zutaten und Rezepte ausprobiere. Schokomousse aus Aquafaba? Wäre ich vorher nie drauf gekommen! Die verschiedensten Arten Tofu zuzubereiten? So kreativ! Und neue Zutaten wie Dattelsirup, Quinoa oder Tempeh wären sonst vermutlich auch nicht so schnell auf meinem Teller gelandet. Vegane Ernährung ist nämlich so viel mehr, als nur Zutaten eins zu eins zu ersetzen. Und all die Rezept und Möglichkeiten kann man sowieso nur Stück für Stück ausprobieren.

vegane Ofengemüse-Bowl mit Quinoa

Mein Tipp: probiere ein neues Rezept pro Woche aus. Damit bringst du Abwechslung in deine Küche und entdeckst immer wieder neue Gerichte, die du in deinen Speiseplan für den Alltag integrieren kannst.

Such dir Gleichgesinnte

Wenn du schon einen veganen Freundeskreis hast umso besser. Falls nicht such dir Gleichgesinnte um dich auszutauschen, gerne auch online. Sei es über leckere Rezepte, Produktneuheiten oder andere Fragen. Wenn du die einzige vegane Person in deinem Umfeld bist, kann das auf Dauer schon sehr anstrengend sein. Da helfen Mitstreiter:innen ungemein, wenn du nicht die einzige Person bist, die nach einer veganen „Extrawurst“ fragt, oder die Kommentare aus dem veganen Bullshit-Bingo a la „ich esse auch nur ganz wenig Fleisch und wenn, dann nur Bio“ ertragen muss.

Mache dir deine Gründe für vegane Ernährung bewusst

Welche Motivation steckt hinter deiner Umstellung auf vegane Ernährung? Bei mir waren es vor allem ethische Gründe, aber auch Gesundheit und Klimaschutz spielen inzwischen eine Rolle. Führe dir deine Gründe immer wieder bewusst vor Augen. Das hilft dir, langfristig dran zu bleiben und nach einem „Ausrutscher“ nicht wieder alles hinzuschmeißen. Ein einzelner, perfekt vegan lebender Mensch bedeutet noch nicht das Ende der Tierausbeutung, aber viele unperfekt vegan lebende Menschen können schon einiges mehr bewirken. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2023 ernähren sich 9% der Menschen in Deutschland vegetarisch und 3% vegan. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch ist seit Jahren Rückläufig, während der Umsatz mit Fleischersatzprodukten steigt. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und du kannst deinen Teil dazu beitragen.

Mosaiksteine Jahresrückblick 2025

Das neue Jahr begann für mich wie das alte endete: auf Reisen. Von Laos ging es ein paar Tage nach Silvester weiter nach Kambodscha, das erste von insgesamt 4 neuen Ländern die ich dieses Jahr bereist habe. Zurück in Deutschland habe ich weiterhin kleine und größere Trips unternommen, habe meine Wanderung auf dem Kölnpfad beendet und jede Menge neuer Rezepte ausprobiert.

Außerdem habe ich besonders fleißig am Blog gearbeitet. Es gab bisher glaube ich noch ein keinem Jahr so viele neue Artikel wie in 2025. Die meiste Zeit über sogar zwei Beiträge pro Woche. Schließlich hatte ich von vielen Reisen zu erzählen, habe von dort neue Rezeptideen mitgebracht und auch sonst hat die viele arbeitsfreie Zeit meiner Kreativität einen Schub verliehen.

Januar

Mein Jahr begann in Laos und dort erhielt ich direkt am 1. Januar die traurige, aber auch erlösende Nachricht vom Tod meiner Großtante (sie wurde stolze 100 Jahre alt). Die ist genauso gerne gereist wie ich und darum blieb ich auch erstmal und machte mich wie geplant auf zu meiner Rundreise durch Kambodscha. Dort erkundete ich viele spannende Orte wie Phnom Penh, Battambang und Kampot. Besonders die Tempel in Angkor Wat haben mich beeindruckt, hier möchte ich unbedingt nochmal mit mehr Zeit hin. Zum Ende der Reise erwischte mich leider eine Erkältung, was den ohnehin langen Rückflug noch anstrengender machte. Aber so war ich Ende des Monats rechtzeitig zur Trauerfeier für meine Großtante wieder zurück.

Blick über Angkor Wat

Februar

Die Rückkehr nach Deutschland war für mich zwiespältig. Einerseits freute ich mich, meinen Hund Fine wieder zu haben und über mein eigenes Bett, andererseits war ich dauernd erschöpft und angeschlagen. Immerhin fing ich an die ersten Berichte zu schreiben und probierte auch ein paar Rezepte aus. Allerdings zogen einige organisatorische Sachen, die ich z.B. mit der Versicherung klären musst, ziemlich viel von meiner Energie. Auf dem Blog gab es noch ein paar vorgeplante Artikel zu Georgien, sowie einige neue Rezepte.

Die Festung Ananuri liegt über dem Stausee.

März

So war ich froh, dass ich schon im nächsten Monat wieder mehr unterwegs sein konnte. Zuerst für ein paar Tage in Berlin auf der Tourismus-Messe ITB. Den Besuch nutzte ich gleichzeitig um ein paar neue vegane Läden zu testen. Dann flog ich Mitte des Monats für eine Rundreise nach Portugal. Dort hat es mir, wie bei jedem meiner Besuche, super gefallen. Auch das Alleine Reisen klappte immer besser und ich erkundete viele neue (Porto, Coimbra und Sintra) und einige bekannte Orte (Lissabon, Lagos und Faro). Eine anstrengende, aber insgesamt spannende Erfahrung war die Woche, die ich als Freiwillige Helferin im Tierheim verbrachte, über das wir Fine adoptiert hatten. Auf dem Blog gingen die ersten Beiträge über Thailand online: Bangkok für Anfänger:innen, mein Bangkok vegan Guide und ein Rezepte für selbstgemachte Currypaste.

Aussicht auf Porto und die Ponte Luis I vom Jardins do Morro.

April

Anfang April verbrachte ich noch ein paar Tage an der Algarve, bevor ich zurück nach Deutschland flog. Hier kümmerte ich mich jetzt vor allem um den Start meiner Selbstständigkeit als Freiberufliche SEO-Beraterin. Hier bin ich immer noch im Aufbau und habe mich auf Green SEO, also nachhaltiges SEO spezialisiert. Außerdem versuchte ich so viel vom guten Wetter wie möglich mitzunehmen und setzte meine Wanderung auf dem Kölnpfad fort.

Kleiner See in der Grube Cox.

Mai

Im Mai ging es weiter mit der Content Erstellung für den Blog: Fotos wollten bearbeitet, Reiseberichte geschrieben und Rezepte gekocht werden. Zum ersten Mal hatte ich so viel Content, dass ich mit dem Posten nicht hinterherkam. Also erhöhte ich die Posting-Frequenz auf inzwischen zwei Beiträge pro Woche. In diesem Monat gab es z.B. Tipps für Chiang Mai, eine Sammlung veganer Obstkuchen Rezepte und ein neues Rezepte für veganes Panang Curry. Ansonsten lag mein Fokus auf dem Wandertraining, denn ich hatte das nächste große Reiseziel für Ende des Jahres gebucht und dafür wollte ich fit sein. Ich lief meine bisher längste Strecke an einem Tag (19km auf Kölnpfad Etappe 10) und schaffte es den kompletten Wanderweg noch in diesem Monat zu beenden.

Panoramaaussicht auf Köln von der Rodenkirchener Brücke

Juni

Zu lange Abschnitte ohne Reisen lassen mich schnell unruhig werden, also nutzte ich das Deutschland-Ticket im Juni für einen Kurztrip nach Frankfurt. Die Stadt wollte ich mir schon lange mal abseits vom Flughafen anschauen. Ich besichtigte einige Museen, die wichtigsten Schauplätze im Zentrum und fuhr auf den Main-Tower für einen traumhaften Ausblick. Am zweiten Tag erkundete ich die Grüne Seite der Stadt. Sowohl dort im Palmengarten, als auch bei einem Ausflug in den Botanischen Garten von Bonn war ich begeistert von der Vielfalt der Pflanzen. Auf dem Blog konnte ich meine Reihe mit Reiseberichten zu Thailand abschließen.

Blick auf die Frankfurter Skyline vom Palmengarten

Juli

Diesen Sommer stand mal wieder ein kleiner Camping Trip an. Meine Cousine hatte uns zu ihrer Abschlusspräsentation an der Modeschule in Sigmaringen eingeladen und wir fuhren mit dem Wohnwagen hin. Ich legte vorher noch einen Zwischenstopp in Heidelberg ein, das ich schon vor ein paar Jahren kurz besucht hatte. Sowohl dort als auch in Sigmaringen besichtigte ich das Schloss und erkundete die Altstadt. Auf dem Rückweg blieben wir noch für eine Woche im Dahner Felsenland, was sich als traumhafte Wandergegend erwies. Dort lief ich mit dem Dahner Felsenpfad eine meiner schönsten Touren in diesem Jahr. Neben den Wanderungen blieb mir auch genug Zeit den neuen Content fertigzustellen und so gingen nicht nur die Artikel zu Frankfurt, sondern auch zu Heidelberg zeitnah online.

Panoramablick auf Heidelberg vom Philosophenweg

August

Den Rest des Sommers verbrachte ich Zuhause zwischen Laptop, Küche und Garten. Durch die freie Zeit, die sich leider auch aus einer schlechten Auftragslage ergab, sprudelte ich vor Ideen. In der Zeit entstand auch mein erster veganer Reiseführer für Paris, eine Karte mit über 100 Markierungen für Sehenswürdigkeiten, Fotospots und natürlich veganen Restaurants mit meinen (Geheim)Tipps. Wenig später folgte der zweite vegane Reiseführer für Lissabon, denn inzwischen hatte ich meine Artikelreihe zu Portugal begonnen. Durch die Arbeit an den Karten eröffneten sich neue Möglichkeiten für die Erfüllung eines weiteren Traums von mir: ein eigenes Kochbuch. Das wollte ich komplett selbst erstellen und als E-Book veröffentlichen.

Fried Cashewnut mit Tofu und viel Gemüse

September

Am 1. September war ich noch auf einer schönen Wanderung bei Köln unterwegs, danach erwischte mich erneut ein Infekt. Damit war ich zwar erstmal für ein paar Tage außer Gefecht gesetzt, trotzdem entstanden im September so viele neue Rezepte wie in noch keinem anderen Monat. Das Kochbuch nahm nach und nach Gestalt an, auch grafisch. Ende des Monats hatte ich schon über 30 Rezepte zusammen. Zwischendurch erkundete ich noch ein paar neue Orte in Köln und Bonn.

Münsterplatz in Bonn mit Beethovendenkmal

Oktober

Im Oktober stand endlich wieder eine kleine Reise an: Mitte des Monats ging es für ein paar Tage nach Budapest. Die Stadt stand schon lange auf meiner Reisewunschliste und ich konnte einen guten Eindruck gewinnen. Zuhause fing ich wieder an mehr zu lesen und entdeckte mit dem Malen ein neues Hobby für mich. Ende des Monats ging es nochmal recht spontan für ein paar Tage an den Bodensee, für etwas Höhenmetertraining. Außerdem unternahm ich von hier aus einen Ausflug nach Liechtenstein, mein Land Nummer 29. Auch wenn die Hauptstadt Vaduz sehr klein ist, gefiel mir das Bergpanorama mit schon schneebedeckten Gipfeln sehr gut.

Ich auf einem Panorama Skywalk in Liechtenstein vor schneebedeckten Berggipfeln

November

Der November startete noch in Süddeutschland mit einer schönen Wandertour (19km, 550hm und ein tolles Alpenpanorama) und einem entspannten Besuch in der Bodensee-Therme. Dann ging es mit der Bahn und den in letzter Zeit häufigen Verspätungen wieder zurück. Nach den letzten Woche in intensiver Arbeit konnte ich mein erstes veganes Kochbuch veröffentlichen. In dem E-Book gibt es 50 vegane und alltagstaugliche Rezepte. Daneben standen vor allem Vorbereitungen für die nächste große Reise an: Einreisegenehmigung beantragen, Route planen, Packliste erstellen, usw…

Einfach vegane Alltagsküche Buchcover

Dezember

Im letzten Monat des Jahres ging es nochmal länger auf Reisen, für mein bisher am weitesten entferntes Reiseziel und auf einen neuen Kontinent: nach Neuseeland. Insgesamt war ich 30 Tage unterwegs und bereiste Nord- und Südinsel zusammen mit einer Freundin im Campervan. Dabei standen vor allem Highlights in der Natur, Herr der Ringe Drehorte und viele kleine Wanderungen auf dem Programm, aber auch die Tierwelt mit Kiwis, Neuseeländische Seebären und Pinguinen kam nicht zu kurz. Auf dem Blog gab es vorgeplante Reiseberichte zu Laos und besonders meine verschiedenen Weihnachtsrezepte waren in diesem Monat sehr beliebt.

ich stehe neben einem Kiwi Straßenschild im Tongariro Nationalpark in Neuseeland

Für 2026 habe ich bisher ausnahmsweise noch keine konkreten Reisepläne. Mal sehen, was sich ergibt. Aber da ich erst an Neujahr aus Neuseeland zurück gekommen bin, hatte ich auch noch nicht viel Zeit mir darüber Gedanken zu machen. Denn erstmal will diese Reise verarbeitet und natürlich auch verbloggt werden. Und auch weitere spannende Themen rund ums Reisen, Wandern und vegane Rezepte erwarten dich im neuen Jahr auf Mosaiksteine.