Madeira vegan: Restaurants, Hotels und typisches Essen

Als ich meine Reise nach Madeira geplant habe, habe ich mich neben der Natur besonders auf die kulinarischen Entdeckungen in diesem Urlaub gefreut. Denn auch, wenn die kleine Insel im Atlantik mit knapp 270.000 Einwohnern nicht unbedingt mit vielen veganen Restaurants aufwarten kann, gibt es auch für Veganer einige Köstlichkeiten zum probieren. Welche das sind und warum Madeira ein super Reiseziel für Veganer ist, erfahrt ihr in meinem Madeira vegan Guide.

Madeira vegan

Madeira vegan: Restaurant-Tipps für Funchal

Bei meiner Reise nach Madeira habe ich diesmal gar nicht so viele vegane Restaurants getestet. Meistens habe ich im Hotel gegessen, oder hatte ein kleines Picknick bei einem Ausflug dabei. Ein paar der Restaurants in Funchal habe ich aber doch ausprobiert. Außerhalb von Funchal findet man bisher sowieso nur sehr wenige vegane Angebote.

Mundo Vegan

Das aktuell einzige komplett vegane Restaurant auf Madeira. Es liegt im Hotelviertel westlich vom Zentrum Funchals und hat sowohl schöne Plätze im Restaurant, als auch eine kleine Terrasse draußen. Auf der Karte stehen unterschiedliche Burger, Bowls und noch ein paar andere Gerichte wie Risotto und Pasta. Wir entschieden uns für einen Burger mit hausgemachtem Bohnen-Patty, eine große Gemüse-Bowl und zum Nachtisch gab es noch ein Stück Erdnuss-Schoko-Torte. Alles hat uns sehr gut geschmeckt und wir haben inklusive der Getränke weniger als 30€ gezahlt. Wegen dem leckeren Essen ist es mein Favorit auf Madeira.

Adresse: Rua velha da ajuda n°2 edifício Costa do sol III
Funchal | Facebook-Seite

veganer Burger mit Pommes im Mundo veganGemüsebowl mit Bohnen, Süßkartoffeln und AvocadoTorte im Mundo vegan

Risotteria del Mundo

Ein Besuch in diesem Restaurant lohnt sich schon allein wegen dem tollen Ausblick, den man von der Terrasse hat. Es liegt am Rande der Altstadt von Funchal, hinter dem Forte de Sao Tiago, direkt an der Küste. Von der überdachten, windgeschützten Terrasse hat man einen tollen Blick aufs Meer. Auf der Karte stehen, wie der Name schon verrät, Risottos in vielen Variationen. Als vegan gekennzeichnet ist zwar keins davon, man kann aber etwa das vegetarische Gemüserisotto vegan bestellen, dann wird es ohne Käse und Butter zubereitet. Mit 15-20€ für ein Hauptgericht, ist dieses Restaurant etwas teurer, wir haben hier aber sehr lecker gegessen und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Adresse: Rua de Santa Maria, nº 274, Funchal | Webseite

Essen mit Aussicht aufs Meer in Funchalveganes Gemüse Risotto

Ervilha Doce

In diesem kleinen Café mitten in Funchal gibt es ein täglich wechselndes Lunch Menü, bei dem auch vegane Optionen vorhanden sind. Bei unserem Besuch gab es Karottensuppe und Risotto mit Zucchini, Erbsen und Pilzen. Beides ganz lecker, aber nichts besonderes. Dafür war es hier super günstig und wir haben keine 10€ pro Person gezahlt. Für mich keine absolute Empfehlung, aber da die Auswahl an veganfreundlichen Restaurants in Funchal auch nicht super riesig ist, wollte ich es trotzdem mit aufzählen.

Adresse: R. do Padre Gonçalves da Câmara 10, Funchal | Facebook-Seite

Veganes Risotto im Ervilha Doce Karotten Suppe

Ottavia Gelateria

Diese Eisdiele im Zentrum von Funchal hat mehrere vegane Sorbets zur Auswahl. Sie sind zwar in der Auslage nicht gekennzeichnet, auf Nachfrage habe ich aber die veganen Sorten aufgezählt bekommen. Probiert habe ich das Beeren-Sorbet, was sehr lecker, mit 2€ pro Kugel aber auch nicht ganz günstig war.

Adresse: Rua do Comboio N. 20, Funchal | Facebook-Seite

veganes Eis in Funchal

Vegan Einkaufen auf Madeira

In fast allen Orten, die wir auf Madeira besucht haben, gab es im Ortskern nur kleine Mini Supermärkte und auch in Funchal haben wir in der Innenstadt keinen größeren Laden entdeckt. Da wir ohne Auto unterwegs waren, haben wir immer nur in diesen kleinen Läden eingekauft. Aber auch dort gab es etwa Pflanzendrinks, veganen Pudding und natürlich frisches Obst und Gemüse. Tofu oder ähnliches haben wir allerdings nur im Biomarkt gefunden. Da wir ohnehin meist im Hotel gegessen haben, mussten wir nur etwas für das Picknick unterwegs finden.

Mercado dos Lavradores in Funchal

Wenn ihr in Funchal seid, gehört ein Besuch beim bekannten Mercado dos Lavradores unbedingt dazu. In der großen Markthalle werden Blumen, Souvenirs, aber auch jede Menge frisches Obst und Gemüse verkauft. Wenn ihr es einrichten könnt, geht am besten Freitags hin, dann sind auf der unteren Ebene auch viele Stände von Bauern aus der Umgebung. Hier kaufen dann auch die Einheimischen ein und ihr bekommt die meisten Sachen wesentlich günstiger, als bei den touristischen Ständen im Obergeschoss. An diesen Ständen könnt ihr zwar auch unter der Woche einige der Früchte probieren, besonders die Maracujas werden dort aber meist nachgesüßt und die Preise sind dafür sehr hoch. Welche Obstsorten ihr unbedingt probieren solltet und mit welchen Preisen ihr rechnen könnt, lest ihr weiter unten.

Adresse: Mercardo dos Lavradores Loja 2, Funchal

die Markthalle in FunchalFrisches Obst auf dem Markt in Funchel

Bio-Logos

In diesem Bioladen in Funchal bekommt ihr viele vegane Produkte, die ihr im Supermarkt sonst nicht findet. Vor allem Fleischalternativen, aber auch verschiedene vegane Kekse und viele weitere Basic-Produkte, die wir sonst in keinem Supermarkt gesehen haben, haben wir dort entdeckt. Die meisten Sachen sind importiert und es gab auch viele Produkte deutscher Marken.

Adresse: R. Nova de São Pedro 34, Funchal

Madeira vegan: Hotel-Tipp

Ein komplett veganes Hotel auf Madeira ist mir nicht bekannt, ich habe aber während meinem Urlaub in einem veganfreundlichen Hotel übernachtet, bei dem ich am Buffet immer etwas gefunden habe. Alternativ bietet es sich natürlich an, eine Ferienwohnung mit Kochmöglichkeit zu mieten, wenn man vegan essen möchte.

Madeira Panoramico

Unsere Reise nach Madeira haben wir relativ kurzfristig gebucht, und da wir nicht viel Zeit zum suchen hatten, wurde es eine Pauschalreise mit Flug und Hotel. Beim Madeira Panoramico (*Affiliate-Link) stand zwar online nicht explizit etwas von veganen Optionen, laut dem Reiseveranstalter sollte es aber auf jeden Fall vegetarisches und glutenfreies Essen am Buffet geben. Meinen Wunsch nach veganer Verpflegung habe ich im Vorfeld per Mail angekündigt und ich hatte sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen immer genug Auswahl.

Beim Frühstück gab es verschiedene Pflanzendrinks, Müsli und viel frisches Obst. Darunter etwa Orangen, Bananen, Papayas, Ananas, Erdbeeren, Kiwis und Cheremoya. Dazu habe ich mir dann meistens von den warmen Gerichten noch Baked Beans, Pilze und gebackene Kartoffeln geholt und Brötchen mit Marmelade gab es auch noch.

veganes Frühstück im Madeira PanoramicoFrühstück auf der Terrasse + Sonnenaufgang über Funchal
Abends gab es immer wechselnde Gerichte vom Buffet und von dem vegetarischen Essen war vieles auch vegan. Da es nicht gekennzeichnet war, habe ich immer nachgefragt, welche Gerichte ich essen kann. Ein paarmal gab es z.B. Gemüsesuppe als Vorspeise, jeden Abend ein Salatbuffet und bei den warmen Gerichten gab es meist Nudeln oder Reis mit Gemüse oder Pommes. Am italienischen Abend habe ich außerdem extra Nudeln mit Pilzen und Tomatensoße bekommen, an einem anderen Tag zusätzlich marinierten, gebackenen Tofu. Sehr lecker war auch das Essen am regionalen Abend, da gab es Süßkartoffeln, Bolo do Caco (Knoblauchbrot) und Milho Frito (frittierte Maismehlwürfel). Zum Nachtisch gab es auch immer frisches Obst.

typisches veganes Essen im Madeira Panoramico am regionalen Abend gab es Süßkartoffeln, Bolo do Caco und Milhos Fritos vegane Pasta am italienischen AbendObstvariation zum Nachtisch

Auch sonst hat mir das Madeira Panoramico gut gefallen. Wir hatten ein hübsches kleines Zimmer, mit eigenem Balkon, haben unser Frühstück bei gutem Wetter auf der Terrasse genossen und haben neben den Ausflügen auch viel Zeit am Pool, mit Blick auf Funchal verbracht. Der Ausblick war besonders morgens zum Sonnenaufgang wunderschön. Außerdem waren wir ganz froh, dass das Hotel nicht direkt im Touriviertel lag. So hatten wir unsere Ruhe und mit dem kostenlosen Hotelbus konnten wir trotzdem super in die Stadt und wieder zurück fahren.

Adresse: R. dos Estados Unidos da América 34, Funchal

Mein Lieblingsort im Hotel: der Pool mit Ausblick

Landestypisches Essen auf Madeira

Madeira ist ja nicht nur als Blumeninsel bekannt, es wachsen dort auch einige tropische Früchte, die man in Deutschland gar nicht, oder nur selten bekommt. Die bekanntesten möchte ich euch hier kurz auflisten:

1. Die verschiedenen Maracuja-Sorten

Drachenfrucht, Bananen und Maracujas auf dem Markt in Funchal
Auf Madeira wachsen gleich mehrere Sorten Maracujas. Zusätzlich zu der klassischen Passionsfrucht haben wir bei unserem Besuch Tomaten Maracuja und Bananen Maracuja probiert, die auf der Insel angebaut wurden. Auf dem Markt in Funchal gab es auch noch weitere Sorten, die aber zumindest zu der Jahreszeit nicht auf der Insel wuchsen und importiert waren. Für die Importieren Sorten haben wir auch 19,50€ pro Kilo gezahlt, die anderen haben wir aber an den nicht touristischen Ständen auf dem Bauernmarkt freitags wesentlich günstiger bekommen.

2. Ananasbanane (Monstera Deliciosa)

Monstera Deliciosa an der Pflanze
Bei der Ananasbanane handelt es sich um die kolbenförmige Frucht der Monstera Pflanze. Die dicken, grünen Schalenplättchen lösen sich, wenn die Frucht reift, von alleine und dann kann man das Fruchtfleisch darunter essen. Geschmacklich erinnert sie an eine Mischung aus Ananas und Banane, woher der auf Madeira gebräuchliche Name stammt. Schon reifere Früchte werden in Plastikfolie eingewickelt verkauft, damit die Schale nicht abgeht. Wir haben ganze Früchte schon zu einem Preis von 3€ pro Stück bekommen.

Eine Reife Ananas Banane

3. Cherimoya

Cherimoya beim Frühstück im Hotel
Die Cherimoya, auch Zuckerapfel genannt, gehört zu den Annonengewächsen und stammt ursprünglich aus Südamerika, sie werden aber auch auf Madeira angebaut. Essbar ist das helle Fruchtfleisch, wenn die Frucht weich ist, Schale und Kerne sollte man nicht mitessen. Bei uns gab es sie auch häufig im Hotel zum Frühstück, wir haben aber auch selbst welche gekauft und dafür ab 1,50€ pro Kilo gezahlt.

Diese drei Obstsorten solltet ihr bei eurem Madeira Besuch auf jeden Fall probieren. Man findet dort aber natürlich auch noch vieles anderes exotisches Obst, dass man auch ganz ohne schlechtes Gewissen essen kann, weil es auf der Insel angebaut wird. Dazu gehören zum Beispiel Avocados, Bananen, Ananas, Papaya, Kiwis und Orangen. Bei unserem Besuch gab es außerdem oft Mispeln, die gerade Saison hatten und je nach Jahreszeit wachsen auch Mangos auf der Insel. Bei unseren Touren über die Insel, sind wir auch oft an Gärten vorbeigekommen, wo das ein oder andere Obst angebaut wurde. Besonders die Bananenplantagen gibt es im Süden von Madeira überall.

Abgesehen von dem Obst gibt es auch ein paar typische Beilagen, die man auf Madeira vegan probieren kann. Ganz vorn dabei ist da das leckere Bolo de Caco. Das ist ein Fladenbrot aus einem Teig, der traditionell mit Süßkartoffeln gemacht wird. Zum Essen wird das Fladenbrot geröstet und mit Knoblauchbutter oder -öl bestrichen. Die nicht vegane Version wird auch mit Käse und Chorizo gefüllt verkauft. Ich habe mir öfter so ein Brot gekauft (ohne Knoblauchbutter) und es dann belegt mit Avocado und etwas Tofu für unterwegs mitgenommen. Der perfekte Snack und wesentlich leckerer als die labbrigen Brötchen, die man sonst auf Madeira bekommt.
Zu den Beilagen zählen außerdem noch die Süßkartoffeln, die viel auf der Insel angebaut werden und Milhos Fritos, die frittierten Maismehlwürfel, die ich allerdings nur im Hotel probiert habe.

Wenn ihr weitere portugiesische Spezialitäten probieren wollt, schaut auch doch mal meine Rezepte für Caldo Verde, Pao de Deus und Pasteis de Nata an.

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