Vegan in Laos: Restaurants und typische Gerichte

Etwas mehr als drei Wochen bin ich im Dezember 2024 durch Laos gereist. Dabei habe ich mich einmal quer durch die laotische Küche probiert. Welche Gerichte für Veganer:innen geeignet sind, worauf man beim Bestellen achten muss und welche Restaurants ich empfehlen kann lest ihr in diesem Beitrag.

vegan in Laos, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Allgemeine Infos zur laotischen Küche

Grundsätzlich ähnelt die laotische Küche der thailändischen. In Thailand war aber meiner Meinung nach die Würzung und das Gemüse noch etwas abwechslungsreicher und viele der Gerichte schärfer. Vegane Restaurants gibt es nur in den Großstädten Luang Prabang und Vientiane, aber auch in den zahlreichen kleinen laotischen Restaurants kann man die Gerichte meist unkompliziert anpassen. Wenn das Essen frisch gekocht wird schmeckt es sowieso am Besten.

Gegessen haben wir teilweise in den Hotels (Frühstück), in kleinen laotischen Restaurants und in größeren Städten auch mal in Lokalen mit westlicherer Küche. Für unterwegs haben wir uns öfter mit frischem Obst oder Bananenchips eingedeckt. Pflanzenmilch habe ich manchmal im Supermarkt entdeckt. Da die meisten Produkte aus Thailand oder Vietnam importiert werden, ist das Angebot in Laos wesentlich kleiner. Am wenigsten Abwechslungsreich war tatsächlich meistens das Hotelfrühstück. Hier wird westlichen Gästen meist Ei serviert. Ansonsten gibt es Obst, Brot und Marmelade. Die laotischen Gerichte die es beim Frühstücksbuffet gab, waren auch meist mit Ei oder Fleisch. Ich habe mich dann an Obst und Brot gehalten und manchmal selbst eine Avocado mitgebracht. In Restaurants habe ich meist zwischen 2-3 typischen Gerichten gewechselt. Zur Abwechslung war ich wenn möglich, aber auch ein paar Mal indisch oder westlich Essen.

Veganfreundliche laotische Gerichte

Wie auch in der thailändischen Küche, gibt es in Laos einige Gerichte, die sich einfach vegan abwandeln lassen, wenn man sie nur mit Gemüse, ohne Ei und Fischsoße bestellt. Tofu als Beilage gab es dagegen nicht so häufig.

Pad Lao/Thai

Pad Lao ist im Prinzip wie Pad Thai, ein Gericht mit gebratenen Reisnudeln, Gemüse und Ei. Als Topping werden Erdnüsse, Chillipulver und Limettensaft serviert. Ich habe hier immer die Vegetable Version ohne Ei und ohne Fischsoße bestellt.

Pad Lao mit buntem Gemüse

Laab/Larb

Laab oder Larb (es existieren beide Schreibweisen), ist ein typisch laotischer Fleischsalat, der lauwarm mit vielen Kräutern serviert wird. Manchmal steht eine Version mit Tofu auf der Karte. Die Kräuter variieren je nach Restaurant und Tag, je nachdem, was gerade da ist.

Vegane Version des laotischen Laap mit Tofu und frischen Kräutern

Red/Green/Yellow Curry

Auch in Laos gibt es Currys in allen möglichen Farben. Diese sind meist weniger scharf als in Thailand, aber trotzdem sehr lecker. Da es sie fast überall gibt, war es eins meiner Go-To-Gerichte in Laos. Besonders gut haben mir die Kürbis-Currys geschmeckt.

Gelbes Curry mit Gemüse und Reis

Fried Rice

Gebratener Reis wird in Laos meist mit Ei zusammen serviert. Wenn das Ganze frisch zubereitet wird, kann man das und evlt. Fischsoße aber abbestellen. Bei mir gab es das Gericht ein paar Mal in einfachen Restaurants, viel Gemüse war meist allerdings nicht dabei.

Nudelsuppe

Ähnlich wie in Vietnam wird in Laos oft eine warme Nudelsuppe gegessen. Hierzu werden Reisnudeln in heißer Brühe serviert und man kann sich nach belieben frische Kräuter dazutun. Achtung: die Brühe ist normalerweise nicht vegan, kann auf Nachfrage aber vegan zubereitet werden. Übrigens ist die Nudelsuppe eins der wenigen Gerichte in Laos, das meist mit Stäbchen gegessen wird. Die restliche Brühe wird am Ende aufgeschlürft.

Laotische Reisnudelsuppe mit frischen Kräutern

Spring Rolls

Auch Frühlingsrollen konnte ich mir häufig vegan abwandeln lassen. Klassisch wird die Füllung allerdings mit Ei zubereitet, auch wenn „vegetable spring rolls“ auf der Karte steht. Das muss man dann abbestellen. Gerollt wird die Füllung, wie in Vietnam, meist in einfachem Reispapier. In Thailand wird ein etwas anderer Teig verwendet.

vegane Frühlingsrollen

Snacks

Es gibt einige, zufällig vegane Snacks, die man in Laos, auch in ländlichen Gebieten immer wieder findet. Dazu gehören z.B. Bananenchips (ohne Honig gesüßt), kleine Reiswaffeln oder Kaipen, ein Snack aus Algen. Letzteren findet man vor allem im Norden. Hier werden die Algen aus den Flüssen gefischt, zusammen mit Gewürzen, Sesam und hauchdünnen Scheiben Tomaten und Knoblauch auf Bambusplatten getrocknet. Später werden die getrockneten Algen dann in kleinere Stücke geteilt und frittiert.

Laotischer Algensnack Kaipen trocknet auf Bambustabletts

Vegane Restaurant-Tipps für Laos

Luang Prabang

Als größte Stadt im Norden von Laos gibt es in Luang Prabang eine gute Auswahl an Restaurants mit veganen Optionen, sowohl mit typisch laotischer, als auch mit westlicher Küche. Ich habe während meiner Zeit dort verschiedene ausprobiert. Mein Favorit war das Cat Café, wo ein paar gerettete Katzen und ein Hund leben. Alle meine Tipps findest du in meinem vegan in Luang Prabang Guide, darunter auch ein veganfreundliches Hotel.

Vegan in Luang Prabang, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Muang Ngoy – Rainbow Restaurant and Bar

Das Lokal liegt direkt neben dem Bootsanleger und von der Terrasse hat man einen tollen Ausblick auf den Fluss. Wir waren hier nach einer kleinen Wanderung durch die Reisfelder essen und ich hatte ein wirklich gutes Kürbis-Curry.

Gelbs Curry mit Kürbis und ReisAussicht auf den Fluss in Nong Khiaw

Phonsavan

Bombie’s Restaurant

Das Bombie’s war eins der wenigen Einträge, die ich auf Happy Cow für Phonsavan gefunden habe. Tatsächlich sind wir hier zufällig mit der ganzen Gruppe hin. Für mich gab es Frühlingsrollen mit einem leckeren Dip und dazu ein großes Beerlao, das laotische Bier. Ansonsten gibt es typisch laotische Küche und unter anderem die Currys können vegan zubereitet werden. Der Name des Restaurants spiegelt sich in den Innenräumen wieder: als Mahnmal an den Vietnamkrieg sind alte Bomben, Sprengkörper und andere alte Utensilien ausgestellt. Phonsavan wurde während des Kriegs stark bombardiert, noch immer befinden sich unzählige Sprengkörper im Boden. Die MAG, die in Phonsavan auch ein Museum betreibt, setzt sich dafür ein, diese nach und nach unschädlich zu machen. Dadurch kann man auch die Ebene der Tonkrüge, das UNESCO Welterbe wegen dem wir nach Phonsavan gereist sind, überhaupt erst wieder gefahrlos besichtigen.

Vegane Frühlingsrollen mit Dip

Nisha Restaurant

In Phonsavan waren wir außerdem noch in einem indischen Restaurant. Das lag um die Ecke von unserem Hotel und hatte gute Bewertungen bei Google. Es war zwar nicht viel los, mein Aloo Gobi und das frischgebackene Naan-Brot waren aber sehr lecker. Generell habe ich in Laos und später in Kambodscha, häufiger gut indisch gegessen.

Aloo Gobi mit frisch gebackenem Naan

Vang Vieng

Silver Naga Restaurant

Dieses Restaurant lag direkt neben unserem Hotel, mit schöner Terrasse direkt am Fluss. Ich hatte es auf Google Maps entdeckt, da es eine seperate vegane Karte hat. Leider gab es bei unsere Besuch weder die von uns gewählte Vorspeise, nur eins von drei veganen Hauptgerichten und keins der Desserts. Das Hauptgericht waren hausgemachte Kürbis-Ravioli mit Tomatensoße. Die waren ganz lecker und ich persönlich war auch ganz froh, mal etwas ohne Reis zu essen. Trotzdem schade, dass fast nichts von der veganen Karte vorrätig war. Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur Pech.

Kürbis Ravioli in Tomatensoße

Laung Xai Kham Restaurant

Ein typisch laotisches Restaurant mit recht günstigen Preisen für Vang Vieng. Wir waren hier mit der ganzen Reisegruppe. Für mich gabs mal wieder eins meiner Go-To-Gericht: Curry mit Reis. Diesmal als gelbes Curry mit viel Gemüse und Kartoffeln. Lecker und würzig.

Gelbes Curry mit Reis

Vela Café and Restaurant

In diesem Café sind wir abends mit einem Teil unserer Gruppe gelandet. Es gibt eine vegetarische Karte mit typisch laotischen Gerichten und Ei kann man meist abbestellen. Obwohl das Café recht schick und modern eingerichtet ist, sind die Preise günstig. Ich entschied mich für Pad See Ew, gebratene Reisnudeln mit Gemüse und Tofu. Anders als bei Pad Thai oder Pad Lao werden hier breitere Reisnudeln verwendet. Die saugen sich somit mehr voll mit der Soße, mein Fall war die Konsistenz aber leider nicht. Soße, Gemüse und Tofu waren aber lecker, also hätte ich besser das klassische Pad Lao genommen.

Pad Se Ew mit frischem Gemüse

Vientiane

In der Hauptstadt hatte ich, vor allem am Anfang ein paar Fails bei der Restaurantauswahl. Dafür habe ich später ein veganes Café entdeckt, in dem ich tagsüber mit dem Laptop arbeiten konnte. Ansonsten findest du in meinem ausführlichen Vegan in Vientiane Guide auch wieder eine Option mit indischer und typisch laotischer Küche.

Vegan in Vientiane, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Ban Na Hin – Sainamhai Resort

Das Sainamhai Resort ist ein kleines Hotel in Ban Nahin. Über das Gelände verteilen sich mehrere kleine Holzbungalows auf Stelzen. Im Haupthaus, wo auch das Restaurant ist, sitzt man nett am Fluss. Betrieben wird das Resort von einem älteren laotischen Paar, dass sich auch um die Küche kümmert. So war es kein Problem vegane Gerichte zu bestellen. An einem Tag bekam ich leckere vegane Frühlingsrollen und einen frischen Salat mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Am zweiten ein Gemüsecurry und Fried Cashewnut, beides mit reichlich Gemüse.

Fried Cashewnut mit frischem Gemüse im Sainamhai ResortHolzbungalows im Sainamhai Resort in Laos

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Thakhek – Shong Fang Khong Restaurant

In diesem kleinen Restaurant im Zentrum der Stadt waren wir zum Lunch. Auf der Karte stehen vor allem laotische Gerichte, aber auch ein paar aus der westlichen Küche. Viel ist vegetarisch und wird mit Gemüse zubereitet. Ich entschied mich, für etwas Abwechslung für den Tofu Burger, hier müsst ihr die Mayonaisse abbestellen. Der Burger wurde zusammen mit einer Mini-Portion Pommes und ein bisschen Salat als Deko serviert. Er war wirklich nur ein Brötchen mit etwas Salat und gebratenem Tofu dazwischen. Also nichts besonderes, aber ganz ok und mal mit ein paar Proteinen. Außerdem sahen die anderen vegetarischen Gerichte auch sehr gut aus.

Tofu Burger mit Pommes

Savannakhet – Lin’s Café

Diese Café liegt im Zentrum von Savannakhet, direkt gegenüber der Kirche. Ich hatte es schon vorab auf Google Maps entdeckt und als wir auf dem Nachtmarkt keine veganen Optionen fanden, sind wir hier eingekehrt. Auf der Karte stehen viele westliche und sehr viele vegetarische Gerichte, dafür ist es etwas höherpreisiger. Ich bestellte den großen Gartensalat, der mit Knoblauchbaguette serviert wurde und eine Art japanischer Gemüsekroketten. Die waren leider geschmacklich nichts so besonderes. Insgesamt fand ich das Café dennoch ganz nett und die Auswahl in Savannakhet ist leider nicht so groß für Veganer:innen.

Gemischter Salat in Lins CaféJapanische Gemüsekroketten

Don Khong – Pon’s Riverside

Auf der Insel Don Khon gab es nicht viele Restaurants zur Auswahl, also waren wir mehrmals im gleichen Restaurant essen. Es war einfach, aber gut und man saß über dem Fluss. Auch wenn nicht direkt vegane Gerichte auf der Karte standen, war es kein Problem sie vegan zu bestellen. Ich hatte einmal ein Gemüsecurry, einmal Gemüse in Kokosmilch (beides mit Reis) und einmal Pad Thai (ohne Ei und Fischsoße bestellt). Geschmeckt hat alles sehr gut und entgegen der Ankündigung unserer Guides vorab, waren die Preise auf der Insel auch nicht teurer als anderswo.

Gemüse in Kokosmilch mit ReisPad Lao mit Gemüse und Erdnüssen

Don Kohn – Fleur du Mekong

Zusammen mit der Nachbarinsel Don Det bietet Don Kohn das touristische Zentrum der 4.000 Inseln. Wir waren hier nur für einen Tagesausflug, im Vorbeigehen habe ich aber viele Restaurants mit potentiell veganen Optionen gesehen. Eingekehrt sind wir mit der Gruppe ins Fleur du Mekong, ein Restaurant mit schöner Terrasse direkt am Fluss. Außerdem liefen hier viele süße Katzen herum. Für mich gabs mal wieder ein würziges gelbes Curry. Meine Reisebegleitung hatte frische Sommerrollen. Beides lecker und leicht vegan abwandelbar.

Einfaches gelbes Curry

Weitere vegane Tipps für Südostasien:
Vegan in Vietnam
Vegan in Thailand

Wat Phou: Khmer-Tempel in Laos

Im Süden von Laos befindet sich mit dem Wat Phou eine Tempelanlage aus der Khmer-Zeit, die über 1.000 Jahre und damit älter als das bekannte Angkor Wat ist. Es ist eins der der Highlights in Laos und eine von derzeit vier UNESCO Welterbestätten im Land. Was den Wat Phou so besonders macht und was du bei deinem Besuch beachten solltest, liest du hier.

Ausblick über den Wat Phou Tempel und das Wasserbassin

Geschichte und Bedeutung des Wat Phou

Die Ursprünge des Wat Phou liegen vermutlich bei den Cham, die hier schon im 5./6. Jahrhundert eine Stätte zu Ehren von Shiva errichteten. Ausgebaut wurde der Tempel dann von den Khmer und gehörte vermutlich zur damaligen Hauptstadt des Khmer-Reichs Im ganzen Tempel befinden sich Formen, die an Shivas Linga (Phallus) erinnern. Auch die Lage am heiligen Berg Lingaparvata (wörtlich „Linga Mountain“), deutet auf diese Widmung hin. Archäologische Funde belegen außerdem die Existenz eine Straße zwischen dem Wat Phou und dem später erbauten Angkor Wat. Seit 2001 gehört der Wat Phou zum UNESCO Weltkulturerbe.

Der Wat Phou wurde am Lingaparvata Mountain gebaut

Aufbau der Tempelanlage

Der Tempel erstreckt sich über mehrere Ebenen am Fuße des Lingaparvata Mountain und ist etwa 6km vom Ufer des Mekong entfernt. Vor dem Tempel befindet sich ein großes Wasserbecken, das z.B. für rituelle Waschungen diente. Von dort führt eine Prozessionsstraße, gesäumt von Lingas zu den Ruinen zweier Pavillions. Diese bilden die 1. Ebene des Wat Phou. In den Ruinen sind noch einige gut erhaltene Reliefs zu sehen.

Prozessionsstraße mit Lingas am Wat PhouRuine am Wat Phou mit gut erhaltenen Reliefs

Eine weitere mit Lingas gesäumte Straße aus Steinplatten und eine Treppe führen zur 2. Ebene. Hier sind kaum mehr als ein paar verstreute Steine des Tempels erhalten. Auf die 3. Ebene, die auf einer Steinterrasse angelegt ist, gelangt man dann über eine unregelmäßige, später auch sehr steile Steintreppe. Oben befindet sich der noch in Teilen erhaltene Haupttempel, der heute statt einem Linga, einige Buddha-Figuren beherbergt. An den Wänden befinden sich allerdings noch einige gut erhaltene Reliefs aus der Khmer Zeit, etwa das einer Apsara Tänzerin.

unregelmäßige Steintreppen im Wat PhouRelief einer Apsara Tänzerin im Wat Phou Tempel

Ebenfalls auf der obersten Ebene des Wat Phou befinden sich links des Haupttempels eine heilige Quelle, deren Wasser heute noch Glück bringen soll und rechts eine ehemalige Stätte für animistische Rituale. Das belegen das in einen Stein gehauene Relief eines Elefanten und ein ausgehöhlter Opferstein in der Form eines Krokodils.

Heilige Quelle beim Wat Phou TempelKrokodilform in einem Stein des Wat Phou Tempels

Infos und Tipps für deinen Besuch beim Wat Phou

– Die Besichtigung des Wat Phou ist täglich zwischen 8 und 17 Uhr möglich.
– Tickets kosten 50.000 laotische Kip/ca. 2,10€ (Stand 2025).
– Am Haupteingang gibt es ein kleines Museum, in dem du Infos zum Wat Phou und zu den Ausgrabungen dort erhältst. Außerdem werden hier einige erhaltene Figuren aus dem Tempel ausgestellt.
– Vom Museum kannst du mit einem Elektroauto per Shuttle zur Hauptanlage fahren. Ab dem großen Wasserbassin geht es dann zu Fuß über die Prozessionsstraße weiter.
– Auf der Tempelanlage gibt es wenig Schatten, denke also an Sonnenschutz und genügend Trinkwasser. Für die unebenen, hohen Treppen empfiehlt sich außerdem festes Schuhwerk.
– Den besten Ausblick über den Wat Phou hast du von der obersten Ebene (siehe Titelbild).
– Plane für deinen Besuch mindestens 2 Stunden zum erkunden des Tempels ein, besser einen halben Tag. Je früher du da bist, desto weniger ist los und du bist nicht in den heißen Mittagsstunden unterwegs.
– Wenn du nicht wie ich mit einer geführten Tour unterwegs bist, kannst du den Wat Phou am besten als Tagesausflug ab Pakse besuchen.

Weiterlesen zu UNESCO Welterbestätten in Laos:
Phonsavan und die Ebene der Steinkrüge
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Kong Lor Cave: Höhlenabenteuer in Laos

Laos ist nicht nur ein Land für Tempel sondern auch für eindrucksvolle Naturerlebnisse. Ganz besonders hat mir die Kong Lor Cave gefallen, eine Höhle in der Khammouanna Provinz in Zentral Laos. Was die Höhle so besonders macht und worauf du bei deinem Besuch achten solltest, verrate ich dir hier.

Longtailboote liegen am Eingang der Kong Lor Cave

Kong Lor Cave

Die Kong Lor Cave ist eine besondere Höhle in Zentral Laos. Sie ist über 7km lang und kann während der Trockenzeit, auf dem Fluss der hindurchfließt, durchfahren werden. Dabei durchquerst du riesige Hallen von bis zu 90 Metern Breite und bis zu 100 Metern Höhe. Auch einige Tropfsteinformationen kannst du bewundern.

Auf beiden Seiten der Höhle haben sich kleine Dörfer angesiedelt, die die Höhle schon früher zum Transport von Waren genutzt haben. Heute hat sich dort eine kleine, aber feine touristische Infrastruktur entwickelt, mit ein paar Restaurants und Unterkünften.

Ich habe die Kong Lor Cave im Rahmen einer Rundreise mit meiner Reisegruppe besucht.

Bootsfahrt durch die Kong Lor Höhle

Am Vormittag werden wir mit dem Bus zum Startpunkt gebracht. Hier teilen wir uns in Dreier-Gruppen auf, jeder bekommt eine Schwimmweste und eine Stirnlampe. Mit jeweils einem Guide gehts dann hinunter zum Nam Hinboun River. Von hier sehen wir schon den Eingang der Höhle, der sich unter einem hohen Karstberg verbirgt. Davor wir, ganz klein auf dem Sandstrand, am leicht türkis schimmernden Fluss: eine Traumlandschaft.

Sandstrand vor den Karstfelsen am Eingang zur Höhle.

Wir laufen weiter zum Eingang der Höhle. Dort liegen, noch von wenigen Lampen beleuchtet, eine ganze Reihe kleiner Longtailboote aus Holz. Vorsichtig klettere ich hinein. Der Guide stößt das Boot vom Strand ab, startet den Motor und los geht es, hinein in die Dunkelheit der Höhle. Nur unsere Kopflampen werfen einen kleinen Lichtkegel, der Guide hat zwar eine größere Lampe zur Navigation, nutzt sie aber kaum, so gut kennt er die Strecke. Wir gleiten in fast völliger Stille auf dem Wasser dahin, nur unterbrochen durch das ständige Tuckern des Motors. Ich lasse meinen Blick nach links und rechts schweifen, versuche mit der Kopflampe die Dimensionen der Höhle auszuleuchten. Unmöglich, so groß ist sie an manchen Stellen. An anderen habe ich dann wieder den Eindruck, ich müsste nur die Hände nach oben ausstrecken, um die niedrige Decke zu streifen.

Tropfsteinformationen in der Kong Lor Cave

Nach etwa zehn Minuten steuern wir einen kleinen Sandstrand an. Hier steigen wir aus und laufen über einen kleinen beleuchteten Pfad durch einige Tropfsteinformationen. Am anderen Ende geht es eine Treppe hinunter und die Guides warten wieder mit den Booten auf uns. Jetzt fahren wir nochmal einige Minuten durch die nun wieder dunkle Höhle. Kurz vor dem Ausgang müssen wir nochmal aussteigen und zu Fuß neben einer kleinen Stromschnelle entlang. Die Boote werden hier, ohne Passagiere drin, von den Guides hinaufgezogen.

Licht fällt in den Ausgang der Höhle

Währenddessen stehe ich mit den Füßen im niedrigen Wasser und staune über dieses Naturwunder. In einer Richtung kann man schon den Höhlenausgang sehen, hier fällt etwas Licht hinein und ich kann die Struktur der Decke besser erkennen. Als wir die Höhle, wieder auf dem Boot, verlassen, landen wir in einem idyllischen Flusstal umgeben von Bäumen und hohen Karstfelsen.

Mit dem Longtailboot auf dem Fluss zwischen Karstbergen

Wir folgen dem Flusslauf noch ein Stück, dann machen wir Halt an einem Camp. Dort gibt es ein paar Stände mit Getränken und Snacks, sowie ein paar Souvenirs. Mit einer frischen Kokosnuss setzte ich mich auf eine Bank. Zwei neugierige Kinder kommen angelaufen und wollen mit uns Spielen. Außerdem laufen kleine Enten, Katzen und Hunde herum.

Nach einer kleinen Pause geht es wieder auf die Boote. Wir fahren nochmal zurück durch die Höhle. Diesmal ohne Zwischenstopp bei den Tropfsteinen. Als wir an der Stromschnelle kurz aussteigen müssen, verliere ich fast meinen Flipflop. Ein Mitreisender fischt ihn zum Glück hinter mir aus dem Wasser, bevor er in die Dunkelheit davontreibt. Dann geht es zurück durch die über 7 Kilometerlange Höhle. Einmal fahren wir sogar durch eine kleine Stromschnelle. Dabei schwappt etwas Wasser ins Boot. Dann erreichen wir wieder den kleinen Landeplatz am Eingang der Höhle und laufen langsam zurück durch den Sand bis zum Bus.

Das Langtailboot fährt in die HöhleDer Ausgang der Kong Lor Cave

Tipps für den Besuch der Kong Lor Cave:

– Die Tour kostet ca. 200.000 Kip/ca. 8,15€ pro Person, bei max. 3 Personen in einem Boot.
– Wenn du hast bringe eine eigene Kopflampe mit, diese und Schwimmwesten werden aber auch gestellt.
– Ziehe am besten kurze Hosen und Schuhe die nass werden dürfen an. Man läuft an manchen Stellen durchs Wasser. Ich hatte Flipflops an, festere Schuhe wären manchmal aber besser gewesen.
– Weiter in der Höhle und im Fahrtwind kann es frisch werden. Nimm also eine leichte Jacke mit.
– Da es nass werden kann, lass alle unnötigen Dinge im Hotel. Ich hatte nur meine Gürteltasche dabei, die ich mir um die Schulter gebunden habe.
– Zum fotografieren und filmen ist es meistens zu dunkel. Ich habe versucht, während der Fahrt mit meiner GoPro zu filmen, darauf sieht man meistens nur den Bug des Bootes und wo der Lichtkegel gerade hinfällt. Die Fotos in diesem Beitrag habe ich dann mit meinem Smartphone gemacht. Meine große Kamera habe ich lieber im Hotel gelassen.

Fische schimmen im Fluss vor dem Eingang zur Kong Lor Cave

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Rezept: veganer Mohnstriezel

Wo sind die Mohn-Fans unter euch?! Ich liebe saftigen Mohnkuchen und besonders zur Weihnachtszeit gehört für mich Mohnstollen dazu. Diesmal habe ich jedoch für eine Kombination aus beidem entschieden: veganen Mohnstriezel. Der kombiniert Hefeteig mit leckerer Mohnfüllung und knusprigen Streuseln und ist dabei ausgefallener als Mohnkuchen, aber einfacher zu backen als Stollen.

drei Stücke veganer Mohnstriezel auf einem Teller, daneben ein Nudelholz und ein weiterer ganzer Mohnstriezel auf einem Kuchenrost

Zutaten für 2 Mohnstriezel:
für den Hefeteig:
500g Mehl
100g Zucker
100g Margarine
200ml Sojadrink
½ Würfel frische Hefe
für die Mohn-Füllung:
60g Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
200g gemahlener Mohn
450ml Sojadrink
für die Streusel:
60g Margarine
70g Zucker
100g Mehl
für den Zuckerguss:
150g Puderzucker
2-3EL Warmes Wasser

Zubereitung:
1. Für den Hefeteig Mehl und Zucker in eine Schüssel geben. Die Margarine langsam in einem Topf schmelzen, Sojadrink dazugeben leicht erhitzen und die Hefe darin auflösen.
2. Die Mischung aus dem Topf in die Schüssel geben und alles etwa 5-10min zu einem geschmeidigen Teig kneten. Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und für ca. 1-2 Stunden an einem warmen Orte gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
3. Für die Mohn-Füllung Zucker, Puddingpulver und gemahlenen Mohn in einem Topf mit dem Sojadrink glattrühren. Unter rühren so lange langsam aufkochen, bis eine puddingartige Masse entsteht. Abkühlen lassen, bis der Hefeteig fertig gegangen ist.
4. Jetzt den Hefeteig auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Rechteck ausrollen. Der Teig sollte dabei etwa ½-1cm dick sein. Die Mohnmasse gleichmäßig darauf verstreichen, an den langen Enden etwas Platz lassen.
5. Den Teig von der langen Seite her gleichmäßig aufrollen, einmal quer halbieren, damit die Stücke aufs Backblech passen und nebeneinander auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech platzieren.
6. Die Rollen leicht plattdrücken. Aus Margarine, Zucker und Mehl einen Teig für die Streusel kneten. Zuerst etwas Sojamilch über die Teigrollen streichen, dann die Streusel darauf verteilen und leicht andrücken.
7. Die Striezel werden jetzt für ca. 35-40min bei 180°C Ober/Unterhintze auf mittlerer Schiene im Ofen gebacken. Während sie abkühlen kann der Zuckerguss angerührt werden. Dafür den Puderzucker sieben und nach und nach mit heißem Wasser verrühren. Gleichmäßig über den Mohnstriezel verteilen und trocknen lassen.

drei Stücke veganer Mohnstriezel auf einem Teller

Tatsächlich ist das Rezept gar nicht so schwer, wie es vielleicht klingt. Mit ein paar Tricks gelingt auch der Hefeteig ohne Probleme. Wichtig ist vor allem, Margarine und Milch nicht zu stark zu erhitzen, sonst stirbt die Hefe ab. Eine lauwarme Temperatur ist vollkommen ausreichend. Deinen Teig knetest du am besten mit der Küchenmaschine, damit er schön geschmeidig wird.

veganer Mohnstriezel auf einem Kuchenrost

Auch die Füllung ist recht einfach, besonders wenn du schon fertig gemahlenen Mohn verwendest. Achte hier nur darauf, dass fertige Mohn-Backmischungen nicht immer vegan sind. Diese enthalten oft Milcherzeugnisse. Der gemahlene Mohn wird im Prinzip wie Pudding gekocht, dadurch dickt er ein und der Mohn quillt dann auch noch ein bisschen, was für eine schön cremige Füllung sorgt. Die kannst du übrigens auch prima als Füllung für Streuselkuchen verwenden. Das werde ich demnächst auch mal ausprobieren.

Für die Streusel ist wie immer wichtig, den Teig gut zu kneten. Es sollte erst eine feste Teigkugel sein, bevor du ihn wieder zu Streuseln zerbröselst. Die halten etwas besser am Hefeteig, wenn du ihn vorher mit etwas Sojamilch einstreichst, wenn ein paar Streusel daneben landen ist das aber gar nicht schlimm. Obendrauf kommt dann optional noch Zuckerguss. Den verteile ich gerne in geschwungenen Linien mit einem Löffel.

drei Stücke veganer Mohnstriezel auf einem Teller, daneben ein Nudelholz

Den Mohnstriezel kannst du natürlich zu jeder Jahreszeit backen, besonders gut passt er aber wie ich finde in den Winter. Und da es bei mir in der Familie früher zur Weihnachtszeit immer Mohnstollen gab, ist das ein guter, einfacherer Ersatz dafür.

Weitere Rezeptideen:
Vegane Zitrone-Mohn Muffins
Vegane Hefeschnecken mit Puddingfüllung

Vegan in Vientiane

Was hat die Hauptstadt von Laos für Veganer:innen zu bieten? Während meiner Laos Rundreise war ich für einen Abend dort, später nochmal für ein paar Tage, bevor ich nach Kambodscha weitergereist bin. Ein paar gute Restaurants und Cafés habe ich entdeckt, diesmal waren allerdings auch ein paar Fails dabei, die ich nicht in diesen Guide aufnehme. Anyway: hier sind meine kleinen, aber feinen veganen Tipps für Vientiane.

Vegan in Vientiane, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Coco & Co.

Dieses vegane Café liegt direkt im Zentrum von Vientiane. Ich war hier gleich mehrfach, weil es sehr gut war und weil ich mich hier Vormittags mit meinem Laptop zum arbeiten hinsetzen konnte. Dabei konnte ich dann einen leckeren Cappuccino genießen und habe das Scrambled Tofu mit Tomaten und Wasserspinat und später noch ein Stück Kuchen gegessen.

Scrambled Tofu mit WasserspinatVeganer Raw Cake und Capuccino im Coco & Co

Bei meinem anderen Besuch abends gab es einen leckeren Smoothie mit Blaubeeren und den veganen Burger. Der war zwar im Vergleich zu anderen Restaurants eher klein, aber lecker. Die Preise sind für laotische Verhältnisse etwas höher, aber immer noch günstig. Im Café ist grundsätzlich auch Kartenzahlung möglich, allerdings hat meine DKB Visa Debitkarte hier nicht funktioniert (das Problem hatte ich 1-2 Mal in Laos), die Kreditkarte meiner Reisebegleitung aber schon.

Veganer Burger mit Kartoffeln

Taj Mahal

Bei meiner Südostasien Reise war ich auch öfter indisch Essen, denn es gibt hier viele gute Restaurants, so auch in Vientiane. Im Taj Mahal gibt es mehrere Seiten mit vegetarischen Gerichten auf der Karte, von denen einige vegan sind. Ich hatte ein würziges Chana Masala mit frisch gebackenem Naan Brot und Samosas mit Gemüsefüllung. Dazu wurde noch ein Dip mit Kräutern (vmtl. Koriander) serviert, der war aber nicht mein Fall. Der Rest war aber sehr lecker und sehr günstig.

Indisches Essen mit veganen Optionen

Phakhao Lao

Natürlich konnten wir Laos nicht verlassen ohne nochmal unsere liebsten laotischen Gerichte zu Essen. Dafür war das Phakhao Lao perfekt, ein laotisches Restaurant im Zentrum von Vientiane mit einer großen vegetarischen Karte. Im Hinterhof saßen wir sehr nett und ruhig unter grünen Bäumen. Zum Essen bestellten wir ein Massaman Curry mit Tofu und Fried Cashewnut, dazu Reis. Empfehlen kann ich besonders das Curry, bei Fried Cashewnut hatte ich schon Versionen, die mir besser geschmeckt haben.

Massaman Curry mit TofuFried Cashewnut mit frischem Gemüse

Joma Bakery

Die Kette Joma Bakery kannte ich schon aus Luang Prabang. Hier haben wir wieder mit der Gruppe Halt gemacht. Diesmal habe ich einen Salat mit gebackenem Kürbis und Ofengemüse bestellt. Der konnte auf Nachfrage ohne Käse zubereitet werden. Das war schön viel Gemüse mit einfachem Essig-Öl Dressing und Kürbiskernen. Meine erste Wahl wäre das Lokal nicht, aber ich finde es immer gut zu wissen, dass es etwas veganes gibt, auch wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist.

Salat mit gebackenem Gemüse in der Joma Bakery

Abschließend noch zu den erwähnten Fails: die betreffen einerseits die nicht vorhandene vegane Auswahl bei den Lokalen direkt am Mekong. Hier waren wir mit unserer Reisegruppe, ich habe mich bei vielen Restaurants umgeschaut und leider außer Pommes nichts entdeckt. Außerdem waren hier die Preise vergleichsweise hoch. Stattdessen waren wir dann bei einem sehr beliebten Laotischen Restaurant im Zentrum, direkt neben dem Springbrunnen. Hier gab es eine seperate vegetarische Karte. Ich bestellte ein Curry mit Tofu, das aber leider nicht sehr gut war. Besonders der Tofu schmeckte so muffig, als wäre er schon weit über dem Haltbarkeitsdatum. Darum gibt es hier dann leider keine Empfehlung.

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Vientiane: Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Laos

Im Vergleich zu den Hauptstädten der Nachbarländer Thailand und Vietnam wirkt Vientiane fast dörflich. Im Zentrum, wo fast alles fußläufig erreichbar ist, reihen sich Tempel an immer mehr Restaurants, Hotels und Häuser im französischen Kolonialstil. Warum die laotische Hauptstadt trotzdem einen Besuch wert ist und welche Sehenswürdigkeiten du dir dort nicht entgehen lassen solltest, liest du hier.

Vientiane – Hauptstadt im Wandel

Vientiane, die laotische Hauptstadt liegt am Ufer des Mekong, direkt an der Grenze zu Thailand. Das Zentrum ist relativ überschaubar, viel kannst du zu Fuß erkunden. Bisher gibt es keine Wolkenkratzer-Schluchten wie in Bangkok oder Ho-Chi-Minh-City. Trotzdem sieht man die Entwicklung, seit der touristischen Öffnung von Laos. Zwischen den alten Tempeln und französischen Kolonialhäusern finden sich immer mehr Restaurants, Hotels und kleine Souvenirläden. In der Stadt herrscht aber eine vergleichsweise entspannte Atmosphäre. Nicht so ursprünglich wie in Luang Prabang, nicht so pulsierend wie in Bangkok, aber trotzdem spannend.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vientiane

Wat Si Saket

Der Wat Si Saket ist einer der wenigen Tempel, der alle Angriffe auf und Umbrüche in Laos unbeschadet überstanden hat. Damit ist er ein wichtiges Denkmal für die laotische Bauweise. Im Zentrum befindet sich der Haupttempel, inmitten von einem überdachten Gang. Darin tausende von großen und kleinen Buddha-Figuren. In den Innenwänden sind in einem gleichmäßigen Muster kleine, torförmige Nischen eingefügt. In jeder davon befinden sich zwei kleine Buddha Figuren. Vielen der Figuren sieht man die Plünderungen vergangener Jahrhunderte aber noch an. Damals wurde ein Hohlraum unter dem Kopfteil als Versteck für Wertgegenstände genutzt. Deshalb wurde dieser Teil bei vielen Figuren abgebrochen. Außerdem sind die Fresken im Inneren des Tempels sehr sehenswert. Hier ist das Fotografieren aber verboten.

Der Tempel Wat Si Saket in Vientiane.Buddha Figuren im Tempel

Der Eintritt in den Tempel kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ (Stand 2025).

Ho Phrakeo Museum

Gegenüber vom Wat Si Saket befindet sich das Ho Phrakeo Museum, die Halle die 1940 für den Smaragdbuddha gebaut wurde. Die Figur wurde von einem laotischen König im 16. Jahrhundert aus Chiang Mai mitgebracht, bei Eroberungszügen im Jahr 1779 aber wieder von Siamesen erbeutet. Heute steht der Smaragdbuddha im Königspalast in Bangkok.

Das Ho Phrakeo Museum ist die Halle für den heiligen Smaragdbuddha.

In der Halle in Vientiane kann man dafür heute wichtige laotische Kunstschätze wie Buddhafiguren, Reliefs und Teracotta-Asparas ansehen. Der Eintritt kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ pro Person (Stand 2025).

Vat Simuang

Dieser Tempel aus dem 16. Jahrhundert beherbergt die Stadtsäule von Vientiane, in der die Schutzgeister der Stadt wohnen sollen. Der Legende nach wurde die Säule als Mittelpunkt der Stadt vom buddhistischen Lehrer des Reichsgründers Fa Ngum errichtet. Als sie ins Fundament gestellt werden sollte, stürzte sich eine schwangere junge Frau als Glück bringendes Opfer in die Grube und wurde erschlagen. Aufgrund dessen ist der Tempel auch heute noch ein Pilgerziel für Frauen, die schwanger werden wollen.

Die Säule der Stadt im Vat Simuang Tempel

Mir haben in dem Tempel besonders die vielen Figuren aus der buddhistisch-hinduistischen Mythologie gefallen, die überall verteilt im Hof standen.

Ein Figur der Mitter Erde in einem Tempel.

Pha That Luang Stupa

Eine der heiligsten Stätten in Laos ist die That Luang Stupa. Der Überlieferung nach, wurde hier schon im 3. Jahrhundert vor Christus ein Schrein für einen Knochensplitter eines Brustbeins von Buddha errichtet. Die heutige Stupa wurde dann Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut. Sie ist komplett in Gold gehalten. Rund um die Stupa führen Gänge in drei Ebenen, die den Pfad der Erleuchtung repräsentieren. Die erste Ebene ist die weltliche, hier ziehen Pilger zu Festen ihre Runden. Die zweite steht für die spirituelle Entwicklung und ist nur buddhistischen Mönchen an manchen Feiertagen zugänglich. Die dritte steht für die Erleuchtung. Rund um die Stupa gibt es weitere Tempel die man besichtigen kann. Der Eintritt kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ (Stand 2025).

Die Goldene Stupa von LaosDie goldene Pha That Luang Stupa in Vientiane

Patuxai – Triumphbogen

An der Lane Xang Avenue, einer der Hauptverkehrsstraßen von Vientiene, steht an einem zentralen Platz der Patuxai. Praktisch eine laotische Version des französischen Triumphbogens. Der Bau begann in den 1960er Jahren, heute ist der Patuxai eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Vientiane. Besonders gefallen haben mir die Verzierungen mit hinduistischen Motiven in der Kuppel. Wer möchte kann außerdem für 20.000 Kip über Treppen auf die Dachterrasse laufen. Der Ausblick über die Stadt bietet zwar nicht unbedingt eine markante Skyline, es lohnt sich aber trotzdem. Drinnen gibt es auch eine kleine Ausstellung über den Bau und über Sehenswürdigkeiten und Traditionen in Laos.

Der Triumphbogen von VientianeVerzierungen in der Kuppel des Triumphbogens

Night Market am Mekong

Natürlich gibt es auch in Vientiane einen Nachtmarkt. Der findet jeden Abend im großen Park am Mekongufer statt. Hauptsächlich gab es hier billige Kleidung und günstige Elektronik. Der Nachtmarkt in Luang Prabang hat mir zum Souvenir-Shopping wesentlich besser gefallen. Am Mekong Ufer gibt es außerdem zahlreiche Restaurants, teils auf Booten. Ein vegetarisch/veganes Angebot war hier meiner Erfahrung nach aber praktisch nicht vorhanden.

Stände auf dem Nachtmarkt von Vientiane

Vientiane Night Food Market

Einen weiteren und meiner Meinung nach interessanteren Nachtmarkt nur mit Food-Ständen gibt es im Zentrum von Vientiane in der Hengboun Road. Auf einem kleinen Platz reihen sich hier zahlreiche Stände aneinander, bei denen man das unterschiedlichste Streetfood probieren kann. Gebratene Spieße, Pad Lao, frische Smoothies und süße Snacks. Meine Reisebegleitung war ganz begeistert über einen Stand mit Durian in verschiedenen Variationen (pur, als Eis oder als Smoothie).

Frisches Obst auf dem Vientiane Night Food Market.

Buddha Park

Etwas außerhalb von Vientiane liegt dieser Park mit zahlreichen Buddha-Figuren. Errichtet wurde er in den 1950er Jahren von einem buddhistischen Mönch. Heute ist es mehr Freizeitpark, als religiöse Stätte, auch wenn die Motive aus buddhistischen und hinduistischen Erzählungen stammen. Neben den mystischen Figuren aus grauem Beton sind in dem kleinen Park einige Blumenfelder und Fotospots angelegt. Prädestiniert für einen Instagram-Hotspot, aber noch relativ leer. Von Vientiane aus werden Touren mit dem Tuktuk hierher angeboten. Günstiger ist man mit der Buslinie 14 unterwegs. Die bringt einen für 18.000 Kip pro Person und Fahrt von der Talatsao Busstation zum Park und wieder zurück. Der Eintritt in den Park kostet nochmal 60.000 Kip. Drinnen gibt es auch ein paar Stände mit Snacks und Erfrischungen.

Steinfiguren im Buddha ParkBuddha Figuren im Park nahe Vientiane

Silvester in Vientiane

Zufällig war ich um den Jahreswechsel in Vientiane und habe dort auch Silvester gefeiert. Übrigens nicht zu verwechseln mit dem laotischen Neujahr, das findet im April statt. Trotzdem gibt es an Silvester inzwischen ein paar Feiern in Vientiane, wenn auch nicht so riesig. Ein zentrales Fest und Feuerwerk findet um Mitternacht am Patuxai statt. Hierfür wird ein großer Bereich der Straße abgesperrt. Daneben gab es Bühnen mit Musik und Tanzvorführungen. Viele Laot:innen sind mit ihren Familien auf die Avenue gekommen, haben sich Sitzgelegenheiten und Getränke zum Picknicken mitgebracht. Kurz vor Mitternacht starteten dann einige Drohnen in die Luft und zählten den Countdown aufs neue Jahr. Zusammen mit einem kleinen, aber schönen Feuerwerk gab es dann eine tolle Lichtshow. Die dauerte nur etwa 15 Minuten. Danach machten sich die meisten Laot:innen direkt auf den Heimweg.

Die beleuchtete Straße am Patuxai an SilvesterDrohnen steigen für eine Lichtshow an Silvester vor dem Patuxai in die Luft.

Gut zu Wissen: Neujahr ist ein gesetzlicher Feiertag in Laos. Deshalb haben an diesem Tag und an Silvester einige Restaurants und Läden in der Hauptstadt geschlossen. Viele Laot:innen verbringen den Tag mit der Familie.

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