Ein Wochenende in München – Meine Tipps für 3 Tage in der bayrischen Landeshauptstadt

Im Juli 2019 war ich für ein langes Wochenende in München. Ich war dort beruflich für ein Seminar und konnte um ein paar Tage privat verlängern, um mir die Stadt endlich mal genauer anzuschauen. Drei Tage habe ich München erkundet und mir bei größtenteils sommerlichen Temperaturen vor allem die grünen Seiten der Stadt angesehen. Meine Tipps für ein Wochenende in München gibt’s in diesem Artikel.

Anreise und Unterkunft

Für mich begann die Reise nach München samstags morgens in Köln. Mit dem Zug ging es von hier in 4 ½ Stunden bequem bis zum Münchner Hauptbahnhof. Generell erreicht man München sehr gut per Bahn, sowohl von Deutschland aus, als auch aus Österreich.

Vom Hauptbahnhof konnte ich direkt zu Fuß zu meinem Hotel laufen. Übernachtet habe ich im Relexa Hotel München (*Affiliate-Link), das mir eine zentrale Lage, einen guten Wohnkomfort und sogar veganes Frühstück bot. In dem Viertel südlich vom Hauptbahnhof befinden sich sehr viele Hotels. Zum Ausgehen oder draußen sitzen ist das Viertel zwar nicht sehr schön, dafür kann man von hier aus praktisch alle Sehenswürdigkeiten in München sehr schnell erreichen. Weitere Hotels in München findest du z.b. über booking.com (*Affiliate-Link).

Samstag: Sommerfeeling an der Isar

Nachdem ich mein Gepäck ins Hotel gebracht hatte, machte ich mich gleich auf Richtung Isar. Bei schwülen 30°C war mir nach einer Abkühlung. Mit der Tram war ich in kurzer Zeit dort. Auf dem Weg zum Ufer gönnte ich mir noch eine Portion Eis vom verrückten Eismacher und suchte mir ein Plätzchen zwischen den vielen Münchnern, die schon die Sonne genossen. Einige waren auch Schwimmen, oder ließen sich auf Luftmatratzen durch die Fluten treiben. Hätte ich Badesachen eingepackt, wäre ich sicher auch eine Runde ins Wasser gesprungen, so musste ich mich dann mit einem Fußbad begnügen. Am Flussufer hat es mir direkt super gefallen und München hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.

Badestelle an der Isar

Von der Isar ging es dann für mich weiter durch die Isar Vorstadt. Ein gemütliches Viertel in dem ich auch viele kleine Boutiquen entdeckt habe. Statt zu shoppen entschied ich mich für ein frühes Abendessen in einem veganen Café, bevor ich auf dem Rückweg zum Hotel noch eine kurze erste Runde durch die Münchner Altstadt drehte.

Theater in der Isar VorstadtModell der Altstadt von München

Sonntag: Museumsviertel und Nymphenburger Schloss

Den Sonntag erklärte ich morgens nach einem Blick auf den grauen Himmel spontan zum Museumstag. In München hat man dafür bei strömendem Regen eine große Auswahl an verschiedenen Museen, von denen sich die meisten rund um den Königsplatz befinden. Am bekanntesten sind sicher die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne, die alle drei bedeutende Kunst aus verschiedenen Epochen ausstellen. Eigentlich hätte ich mir gerne die Neue Pinakothek angesehen, diese war jedoch zum Zeitpunkt meines Besuchs (und ist es Stand August 2021 immer noch) wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Infos hier. Stattdessen war ich dann in der Alten Pinakothek, wo europäische Gemälde aus dem 14.-19.Jahrhundert zu sehen sind. Da habe ich dann aber mal wieder gemerkt, dass ich mich kaum mit Kunst aus älteren Epochen auskenne und mit den meisten älteren Gemälden ohne Erläuterung wenig anfangen kann. Dementsprechend habe ich mich dann auch nicht sehr lange dort aufgehalten. Da der Eintritt sonntags, wie in vielen Museen in München, nur 1€ kostet, war es den Besuch aber trotzdem Wert. Im Nachhinein hätte ich aber doch eher noch in den Audioguide investieren sollen. (Dieser ist dort übrigens beim regulären Eintritt schon inklusive.)

Nach einem späten, zweiten Frühstück und einem kleinen Spaziergang durch die Maxvorstadt, machte ich mich auf zu meinem zweiten Ziel für diesen Tag: das Nymphenburger Schloss. Architektur liegt mir dann doch mehr als Gemälde und Nymphenburg bietet neben dem Schloss einen wunderschön angelegten Park, an dem man auch an sehr heißen Tagen schön spazieren gehen kann. Der Himmel hatte zwischenzeitlich wieder aufgeklart und so unternahm ich einen kleinen Rundgang. Sobald ich mich von dem Bereich direkt hinter dem Schloss entfernte, wurde es auch sehr ruhig und es waren nur noch wenige Leute unterwegs. Sogar ein Reh lief mir dort über den Weg. Nach dem Schwan auf dem Teich vor dem Schloss schon die zweite Tierbegegnung dieses Tages.

Schwan breitet seine Flügel aus vor Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de
Park von Schloss Nymphenburg, Himmel spiegelt in Wasser.
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de
Parkanlage hinter Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

Schließlich besichtigte ich auch noch die Innenräume von Schloss Nymphenburg. Besonders der Steinerne Saal mit seinem großen Deckenfresko ist sehenswert. Der Eintritt liegt nur für das Schloss bei 8€ pro Person (Stand August 2021).

Wasserfontäne im Park vor Schloss Nymphenburg
Foto by Melanie Kuhn, © Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

Montag: Münchner Altstadt und Englischer Garten

An meinem letzten Tag in München stand dann nochmal die Altstadt auf dem Programm, schließlich hatte ich am ersten Tag nur einen kurzen Eindruck bekommen. Auf dem Weg zum Marienplatz stöberte ich auch in dem ein oder anderen Souveniergeschäft nach Mitbringseln. Auch ein kurzer Umweg zur Frauenkirche durfte nicht fehlen. Kurz vor Mittag löste ich dann mein Ticket für den Alten Peter (5€ Stand August 2021) und kletterte die 14 Stockwerke nach oben. Zwar konnte man an diesem Tag die Alpen nicht sehen, für den Blick auf München lohnt sich der Aufstieg aber trotzdem. Vor allem für die Aussicht auf den Marienplatz und die Frauenkirche. Zusätzlich konnte ich um 12 Uhr Mittags noch das berühmte Glockenspiel von dort aus bestaunen. Wer die vielen Treppen nicht laufen möchte, kann alternativ auf den Turm vom Neuen Rathaus (6€ Stand August 2021), dort gibt es einen Aufzug. Vom Alten Peter ging es dann weiter zum Viktualienmarkt, wo ich mich ein bisschen treiben ließ, bevor ich mir in einem veganen Restaurant in der Nähe eine Pause gönnte.

Blick vom alten Peter auf Rathaus und FrauenkircheRitter im Glockenspiel vom Rathaus

Am Nachmittag stand schließlich noch der Englische Garten auf meiner Liste. Die Surfer von der Eisbachwelle wollte ich unbedingt sehen und gerade an so einem sommerlichen Tag war dort relativ viel los. Die Eisbachwelle befindet sich direkt am südlichen Eingang des Parks und so schaute ich erst eine Weile den Surfern zu, bevor ich eine große Runde durch den Rest des Englischen Gartens drehte. Nicht umsonst ist es die größte Grünfläche innerhalb der Stadt (sogar größer als der Central Park in New York) und obwohl man so nah an der Stadt ist, fühlt es sich überhaupt nicht danach an. Für mich der perfekte Ausgleich nach dem Sightseeing Vormittag in der Altstadt.

Surfer auf der EisbachwelleEnglischer Garten in München

Praktische Tipps für ein Wochenende in München

– In München ist man am flexibelsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Mit den U-Bahnen und Trams kommt man schnell zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ich hatte für meinen Trip eine 3 Tageskarte, die aber mittlerweile nicht mehr angeboten wird. Tageskarten für einen Tag gibt es aber noch. Wer sich viele Sehenswürdigkeiten anschauen will, für den lohnt sich eventuell auch die München CityTourCard (*Affiliate-Link) oder der München City Pass. Diese gibt es für Zeiträume zwischen 1 bis 5 Tage und sie beinhalten je nach Variante Ermäßigungen oder freien Eintritt zu verschiedenen Attraktionen und können inklusive Ticket für den ÖPNV erworben werden.
– Restauranttipps für die Stadt findest du in meinem vegan in München Guide.
– Als kleinen Reiseführer hatte ich den DuMont direkt Reiseführer für München (*Affiliate-Link) dabei. Mit dieser Reihe bin ich sehr zufrieden und greife bei meinen Städtetrips immer gern darauf zurück. Auch die Infos zu München fand ich hier wieder sehr gut aufbereitet.

Weitere München Tipps von Einheimischen Reisebloggern

Da ich ja nur ein paar Tage Zeit hatte die Stadt zu erkunden, konnte ich München natürlich nur aus der Sicht eines Touristen kennenlernen. Da München im Sommer aber noch mehr zu bieten hat, habe ich mich mal nach Tipps von Reisebloggern umgeschaut, die in München leben.
– Bei Coconut Sports gibt es 20 Geheimtipps für München.
– Die Traveloptimizer haben auch ganz viele Tipps zusammengetragen.

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