Der Mont-Saint-Michel bei Springflut – Wenn der Berg wieder zur Insel wird

Der Mont-Saint-Michel, im Westen der Normandie an der Grenze zur Bretagne gelegen, gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in ganz Frankreich. Ich habe den Berg mit der Abtei bei meiner letzten Frankreich Reise besucht und erzähle in diesem Artikel, was dich bei Springflut am Mont-Saint-Michel erwartet.

Blick auf den Mont-Saint-Michel und die Bucht

Der Mont-Saint-Michel

Der Mont-Saint-Michel ist ein Berg in einer Bucht im Westen der Normandie. Der Berg, die Abtei und die Bucht gehören seit 1979 zum UNESCO Weltkulturerbe. Er ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Frankreich und wird jedes Jahr von mehr als 3 Mio. Menschen besucht. Entsprechend voll ist es meistens in den schmalen Gassen, die sich um den Berg, bis zum Eingang der Abtei schlängeln. Hier findest du schöne alte Häuser, aber auch viele Souvenirläden. Von der Stadtmauer kannst du über die Bucht blicken.

Touristen in den Gassen am Mont-Saint-Michel

Mont-Saint-Michel Abtei

Wenn du zum Mont-Saint-Michel fährst, solltest du dir unbedingt auch die Abtei ansehen. Diese wurde an der Spitze des Bergs, bzw. um den Berg herum gebaut. Die ältesten Teile der Abtei stammen aus dem 8. Jahrhundert. Bei der Besichtigung kannst du dir nicht nur die Abtei ansehen, sondern hast von der Terrasse auch einen tollen Blick über die ganze Bucht. Der tolle Blick entlohnt auf jeden Fall für die vielen Stufen, die man bis zur Terrasse laufen muss. Die Tickets kosten 10€ für einen Erwachsenen (Stand 2019).

Tipp: Die Tickets für die Abtei kannst du auch schon unten an der Tourist Info kaufen und dann gleich zur Ticketkontrolle durchgehen. An der Abtei stehst du in der Regel länger an. Alternativ kannst du dein Ticket auch schon online kaufen, zb. bei Getyourguide (*Affiliate-Link).

Blick von der Terrasse auf die BuchtAbteikirch am Mont-Saint-Michel

Ich habe bei meinem Besuch außerdem an einer der kostenlosen Führungen teilgenommen. Diese finden mehrmals am Tag auf französisch und auf englisch statt (in der Hochsaison auch auf deutsch). Die Uhrzeiten bekommst du bei der Tourist Info. Bei dem Rundgang durch die Abtei erfährst du viel Wissenswertes zur Geschichte des Mont-Saint-Michel, sowie zur Architektur der Gebäude. Ansonsten empfiehlt sich ein Audioguide, denn viele Tafeln mit Erklärungen gibt es bei dem Rundgang nicht.

Kreuzgang in der Abtei

Anreise

Am flexibelsten reist man mit dem Auto zum Mont-Saint-Michel. Der Weg ist von den Orten in der Umgebung gut ausgeschildert und es gibt einen großen Besucherparkplatz. Parktickets kosten je nach Größe des Autos und Saison ab 9€ pro Tag.

Ebenfalls ist es möglich mit dem Zug über Pontorson anzureisen. Von dort geht es dann mit dem Bus weiter. Falls du mit dem Fahrrad unterwegs bist, gibt es dafür auch Stellplätze am Besucherparkplatz.

Vom Parkplatz läuft man entweder die knapp drei Kilometer über den Damm, oder man nimmt den kostenlosen Shuttlebus. Wenn du keine Probleme mit dem Laufen hast, empfehle ich auf jeden Fall die erste Variante. Vom Damm aus hat man nämlich schon die ganze Zeit einen schönen Blick auf den Mont-Saint-Michel und man kann besonders gut sehen, wie hoch das Wasser bei der Springflut steigt.

Der Mont St Michel spiegelt sich im Wasser.

Gezeiten am Mont-Saint-Michel

Am Mont-Saint-Michel herrscht einer der größten Gezeitenunterschiede in ganz Europa. Bis zu 14 Meter kann der Unterschied zwischen Ebbe und Flut hier betragen. Bei Springflut, oder der Grande Marée, wie sie in Frankreich heißt, wird der Mont-Saint-Michel dann wieder komplett vom Wasser umspült. Das passiert nur an ein paar Tagen pro Monat, wenn der Koeffizient über 110 liegt. Die genauen Daten findest du hier.

Wenn du den Mont-Saint-Michel bei Springflut sehen möchtest, solltest du mindestens eine Stunde vor dem Höchststand der Flut dort sein. Das letzte Stück zwischen der Brücke und dem Mont-Saint-Michel wird bei der Springflut auch überflutet. Dann ist es eine Zeit lang nicht möglich den Berg zu betreten, oder zu verlassen. Außer man läuft barfuß durchs Wasser, wie es bei meinem Besuch viele Touristen (wir dann auch) gemacht haben.

Touristen laufen durchts Wasser

Camping am Mont-Saint-Michel

Bei dieser Reise waren wir mit dem Wohnwagen unterwegs und haben in der Nähe des Mont-Saint-Michel auf dem Camping Balcon de la Baie (*Affiliate-Link) in Saint Marcan übernachtet. Es ist ein sehr kleiner Platz, mit nur wenigen Stellplätzen und einigen Mobilheimen. Dafür war es ruhig und wir hatten einen Pool direkt neben dem Wohnwagen und einen tollen Blick über die Bucht. Den Platz kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

Es gibt auch Campingplätze, die näher am Mont-Saint-Michel liegen, wir wollten aber lieber einen ruhigeren Platz.

Fazit

Wenn du eine Reise in die Normandie oder in die Bretagne planst, kann ich einen Stop beim Mont-Saint-Michel nur empfehlen. Bei meinem Besuch passte es zeitlich auch so, dass am Wochende der Anreise Springflut war. Wer die Möglichkeit hat seinen Besuch zu diesem Ereignis zu planen, sollte das unbedingt machen.

Weiterlesen zu Frankreich:
Paris Low Budget
10 Dinge in der Bretagne, die du nicht verpassen solltest
Normandie: Bayeux und die Landungsstrände in Arromanches

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Webseite einverstanden. Mehr Informationen dazu findest du in der Datenschutzerklärung.