Updated on Mai 28, 2026
Paris: praktische Tipps für deine Städtereise
Paris ist eine meiner liebsten Städte in Europa. Im Laufe der letzten Jahre war ich mehrfach übers (lange) Wochenende oder auch nur mal für einen Tag dort. Dabei habe ich viele praktische Tipps und Erfahrungen gesammelt, die ich in diesem Artikel an dich weitergeben möchte.

Anreise mit dem Zug:
Der erste Punkt bei der Reiseplanung ist bei mir immer die Anreise. Nach Paris reise ich am liebsten mit dem Zug. Ich fahre von Köln aus und von hier geht es mit dem Eurostar (früher Thalys) bequem in 3 ½ Stunden zum Pariser Gare du Nord. Eine weitere schnelle Direktverbindung führt per ICE von Frankfurt zum Gare de l’Est. Tickets von Köln nach Paris gibt es bereits ab 35€ pro Strecke. Auch von Frankfurt und Berlin gibt es Direktverbindungen. Buchen kannst du die Bahnverbindungen z.B. über omio.com* (Affiliate-Link).

Paris hat nicht einen zentralen Hauptbahnhof, sondern mehrere große Kopfbahnhöfe. Von dort geht es sternförmig in alle Himmelsrichtungen und Regionen Frankreichs. Der Nord- und Ostbahnhof befinden sich im 10. Arrondissement und recht nah beieinander.
Und noch ein Tipp für die Rückfahrt oder falls du mit dem Zug innerhalb Frankreichs weiterfährst: sei unbedingt zeitig am Bahnhof. Bei den Kopfbahnhöfen gibt es meist keine festen Abfahrtgleise. Diese werden ca. 20min vor Abfahrt auf den Hinweistafeln bekannt gegeben. Dann sollst du dich schon auf den Weg machen und dein Ticket zum Vorzeigen parat halten. Bevor du auf den Bahnsteig gehst, gibt es meist noch eine kurze Ticketkontrolle, vor der es sich natürlich staut, und je nachdem, in welchem Waggon du sitzt, kann es sein, dass du erstmal die ganze Zuglänge ablaufen musst, bevor du deinen Platz erreichst.
Anreise mit dem Auto:
Wenn du mit dem Auto anreisen möchtest, musst du dich als Erstes um die französische Umweltplakette kümmern. Diese kostet knapp 5€ und kann hier online bestellt werden.
Auf den großen Autobahnen in Frankreich musst du Maut zahlen. Wenn du auf den kostenpflichtigen Abschnitt auffährst, ziehst du eine Karte, wie im Parkhaus. Am Ende des Abschnitts (oder bei der Ausfahrt), zahlst du dann den entsprechenden Betrag je nach Fahrzeugklasse und gefahrener Strecke. Auf der Strecke von Belgien nach Paris ca. 15€ für ein normales Auto (Stand 2026). Zahlen kannst du entweder bar oder mit Kreditkarte. Dafür kommst du auf den Autobahnen meist deutlich entspannter durch als in Deutschland. Zumindest bis kurz vor Paris, wo der kostenpflichtige Abschnitt endet. Direkt um Paris sollst du mit Staus rechnen.
In Paris würde ich eine Unterkunft wählen, bei der du nicht allzu weit in die Stadt hineinfahren musst. Der Verkehr in Paris ist nicht gerade ohne. Außerdem solltest du unbedingt einen Parkplatz reservieren (kann man oft über die Hotels machen). Wir waren 2018 in einem Airbnb im 11. Arrondissement, wo wir einen Garagenplatz hinzubuchen konnten, außerdem war es nicht weit vom Boulevard Périphérique (der Stadtautobahn) entfernt. Damals hat es sich für uns gelohnt, da wir mit vier Personen unterwegs waren. Die Anreise mit dem Zug ist meiner Meinung nach jedoch deutlich entspannter.
Unterkunft:
Für meine Unterkunft für den Paris Trip würde ich als Erstes immer innerhalb der Périphérique. Von weiter außerhalb musst du sonst immer mehr Zeit einplanen, um zu den Sehenswürdigkeiten zu kommen. Eine gute Metroanbindung ist für mich das zweite wichtige Kriterium. Bei meiner letzten Paris Reise habe ich im ibis Paris Gare du Nord (*Affiliate-Link) übernachtet. Das war von der Lage her optimal, da wir nur zwei Tage in der Stadt waren und so nach der An- und vor der Abreise ohne große Umwege unser Gepäck dort abstellen konnten. Das Hotel war zwar einfach, aber viel mehr als ein Bett und eine Dusche brauche ich für eine Nacht auch nicht.

Wenn du mit dem Zug anreist, ist ein Hotel in Bahnhofsnähe auf jeden Fall eine gute Wahl. Dort gibt es auch eine große Auswahl. Ich buche meist über booking.com (*Affiliate-Link). Wer ein veganes Hotel sucht, wird mit dem HOY Paris (*Affiliate-Link) fündig. Auch mit veganem Angebot, aber für die meisten vermutlich weit außerhalb des Budgets: das fünf-Sterne-Hotel Shangri-La (*Affiliate-Link).
Eine weitere gute Anlaufstelle für die Unterkunftssuche ist Airbnb. Hier gibt es sehr viele Angebote über die ganze Stadt verteilt. Achte hier auf die Lizenznummer im Inserat. In Paris müssen Vermieter seit ein paar Jahren eine Registrierungsnummer beantragen und dürfen ihre Wohnung nicht mehr unbegrenzt an Touristen vermieten.
Reisezeit und Dauer
Wer wie ich schön öfter in Paris war, dem reichen auch 1-2 Tage um neue Ecken zu erkunden. Für den ersten Trip sind meiner Meinung nach 3-5 Tage ideal. Wenn du auch nach Disneyland und/oder nach Versailles möchtest, würde ich dafür noch einen Tag mehr einplanen.
Am liebsten mochte ich Paris im Frühling, aber auch die anderen Jahreszeiten eignen sich für einen Besuch. Im Juli und August gibt es z.B. die Paris Plages zum Entspannen am Wasser, im Dezember die weihnachtlich geschmückten Kaufhäuser. Etwas weniger voll ist Paris in den Wintermonaten November, Januar und Februar und im Sommer im August, wenn viele Einheimische der Hitze entfliehen.

Sprache
Wer nach Paris reist, sollte sich wenigstens ein paar Brocken Französisch merken. Aufgrund der vielen Touristen ist zwar meist auch Englisch kein Problem, es macht aber schon einen Unterschied, ob man eine Unterhaltung wenigstens mit einem „Bonjour“ beginnt.
In den Restaurants wurde uns meist auch eine englische Speisekarte angeboten. Deutsch spricht hingegen kaum jemand.
Unterwegs in der Stadt
mit der Metro:
Die Metro ist die einfachste und günstigste Option um in Paris größere Strecken zurückzulegen. Das Liniennetz zieht sich durch die ganze Stadt und meist musst du nicht länger als 5 Minuten auf die nächste Bahn warten. Ein paar der Linien sind inzwischen sogar komplett automatisch unterwegs. Eine einfache Fahrt kostet aktuell (Stand 2026) 2,55€. Alternativ kannst du dir auch Tages- oder Wochenfahrkarten kaufen. Diese lädst du entweder auf eine Navigo Easy Karte oder mit der App Bonjour RATP auf dein Smartphone.

Den Metroplan lade ich mir vor der Reise als Bilddatei aufs Handy. So kann ich einfach die schnellste Verbindung heraussuchen.
Wenn du mit der Metro unterwegs bist, empfehle ich unbedingt bequeme Schuhe. Die Laufwege innerhalb der Metrostationen und je nachdem, wo du umsteigen musst, sind nicht zu unterschätzen. Manchmal liegen die Bahnsteige auch mehrere Stockwerke tief unter der Straße und Barrierefreiheit ist in der Metro leider meist überhaupt nicht gegeben. Es gibt viele Treppen und eher selten Rolltreppen oder Aufzüge. Das sollst du auch auf dem Schirm haben, wenn du mit einem schweren Koffer unterwegs bist, etwa zum Hotel, oder wenn du den Bahnhof wechseln musst.

Mit dem Batobus:
Der Batobus ist praktisch ein Hop-On Hop-Off-Boot. Er hält an insgesamt 9 Stationen entlang der Seine, etwa am Eiffelturm, am Louvre und bei der Île de la Cité. Er lohnt sich vor allem als Verkehrsmittel, wenn du die Highlights entlang der Seine besuchst. Außerdem musst du an den Anlegestellen nicht so viele Treppen laufen wie oft in der Metro. Dafür ist die Metro aber deutlich günstiger. Ein Tagesticket für den Batobus kostet 23€ für Erwachsene (Stand 2026), ein Ticket für zwei Tage allerdings nur 4€ mehr.
Tipp: Wer sein Ticket online bucht, kann ein paar Euro sparen. Tickets gibt’s z.b. über getyourguide (*Affiliate-Link).

Eine Bootsfahrt auf der Seine lässt sich damit nicht unbedingt ersetzen. Zumindest zum fotografieren vom Boot aus ist es nicht so ideal, da die Schiffe ein abgerundetes Fensterdach haben.
Mit Hop-On Hop-Off Bus:
Natürlich gibt es auch in Paris ganz normale Hop-On Hop-Off-Busse. Zwei große Anbieter sind der Toot Bus und der Big Bus Paris (*Affiliate-Links). Beide fahren die Top-Sehenswürdigkeiten ab, ich persönlich habe mich aber bisher immer für die Metro entschieden, mit der man deutlich flexibler ist und auch an entlegene Ecken der Stadt kommt. Vielleicht ist es für dich aber genau die richtige Option, darum liste ich sie hier mit auf.
Kosten
Eine Paris-Reise muss nicht teuer sein, aber wie so oft ist nach oben alles offen. Grundsätzlich würde ich mit einem Budget von 100-150€ am Tag rechnen, wenn du in einem einfachen Hotel übernachtest, mit der Metro unterwegs bist, dir nicht zig teure Sehenswürdigkeiten am Tag anschaust und zum Essen auch mal ein Baguette auf die Hand nimmst. Wie du bei deinem Paris-Trip sparen kannst, liest du in meinem Artikel Paris Low Budget.
Beispielhaft Kosten bei meiner Paris-Reise (Sommer 2022):
An-/Abreise per Zug: 62€ (war ein sehr günstiges Angebot)
Hotel: 130€ für eine Nacht (für zwei Personen)
Metro: 16,90€ (ein Carnet für zwei Personen und zwei Tage)
Sehenswürdigkeiten: 19€ Batobus Bootsfahrt auf der Seine, 7€ Dome von Sacré-Coeur
Essen: 30-50€ pro Person für ein Mittag-/Abendessen im Restaurant, 7-10€ für ein belegtes Baguette in der Boulangerie
Essen und Trinken:
Preise zwischen 10-12€ für Vor- und Nachspeise und 15-20€ für ein Hauptgericht im Restaurant sind in Paris normal. Für ein Frühstück in einem Café kann man auch 15-20€ rechnen. Günstiger ist es z.B. in den Studentenvierteln im Quartier Latin, oder du hältst nach Menüangeboten Ausschau. Meine Tipps für vegane Restaurants findet ihr in meinem Vegan in Paris Guide.
Tipp: In den meisten Restaurants kannst du dir kostenlos eine Carafe d’eau, eine Karaffe Leitungswasser, dazubestellen.

Wer in Paris beim Essen gehen sparen will, für den sind die zahlreichen Boulangerien eine gute Option. Dort gibt es reichlich belegte Baguettes, inzwischen oft auch Quiche oder Bowls und Salate zum Mitnehmen. Zusammen mit einem Getränk kannst du es dir dann z.B. in einem Park oder am Seineufer bequem machen.
Über die Stadt verteilt findest du immer wieder Wasserspender, an denen du deine Trinkflasche auffüllen kannst. Die alten Wasserspender gibt es schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. An den neueren Versionen kannst du inzwischen sogar zwischen Stillem und Sprudelwasser wählen.

Trinkgeld
Beim Essen gehen ist es auch in Paris üblich, 5-10% Trinkgeld zu geben. Anders als in Deutschland gewohnt rundet man hier aber nicht den Betrag auf, sondern lässt etwas von dem Rückgeld nach dem Bezahlen auf dem Tisch, bzw. bei der Rechnung liegen. Insofern ist es ratsam etwas Kleingeld parat zu haben.
Sehenswürdigkeiten
In Paris ist es so wie in den meisten anderen Städten auch: am wenigsten los ist meistens früh morgens, wenn die Stadt noch schläft. Wer also eine Sehenswürdigkeit in Ruhe anschauen möchte, der sollte früh vor Ort sein.
Für die meisten großen Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm oder den Louvre kannst du dir im Vorfeld Eintrittskarten mit einem festen Zeitslot kaufen. Das geht z.B. sehr einfach über getyourguide (*Affiliate-Link). So sparst du dir das lange Anstehen am Tag selbst. Viele spannende Orte wie Parks oder einzelne Stadtviertel kannst du aber auch ohne festen Zeitplan besuchen. Bei meiner Planung setze ich meist auf eine Mischung und lege den Besuch von großen Sehenswürdigkeiten nach Möglichkeit an den Anfang des Tages.
Wer das erste Mal in Paris ist und sich viele Sehenswürdigkeiten in kurzer Zeit ansehen möchte, für den lohnt sich eventuell ein City Pass. Für Paris gibt es da etwa den Paris Pass (für Museen, Touren und die großen Sehenswürdigkeiten) oder auch nur einen Museumspass (*Affiliate-Links). Persönliche Erfahrungen damit habe ich aber nicht.
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Die Karte enthält:
- 100+ Markierungen mit Infos und persönlichen Tipps
- Top-Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps
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On Top wird die Karte von mir regelmäßig mit neuen Tipps erweitert. Alle Updates sind für dich kostenlos enthalten.
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Weitere Tipps für deine Paris-Reiseplanung
Bei meinen letzten Reisen hatte ich den Paris Reiseführer von Dumont Direkt (*Affiliate-Link) dabei. Der ist klein genug, damit man ihn auch tagsüber im Rucksack dabeihaben kann, und liefert alle wichtigen Tipps für die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Warst du schon mal in Paris? Oder planst du gerade eine Reise dorthin?
Falls du weitere Fragen hast, stelle sie gerne in den Kommentaren.
Weiterlesen zu Frankreich:
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Normandie: Bayeux und die Landungsstrände von Arromanches
Wandern an der Côte de Granit Rose
10 Dinge in der Bretagne, die du nicht verpassen solltest






Hallo Melanie,
wirklich ein toller Artikel.
Wir waren auch schon mehrfach in Paris und sind immer wieder begeistert von dieser tollen Stadt.
Zuletzt waren wir mit unserem selbst ausgebauten Van dort. Sogar das hat mit einem Campingplatz etwas außerhalb und der Metro super funktioniert :-)
Viele Grüße,
Tanja und Martin
Danke :)
Das war sicher auch cool mit dem Van.