Posted on Januar 11, 2026
Laos: Highlights aus drei Wochen Rundreise
In Laos erwartet dich eine spannende Mischung aus Natur und Kultur. Während meiner dreiwöchigen Rundreise habe ich viele authentische Eindrücke sammeln können. Was meine Highlights waren und welche Sehenswürdigkeiten du in Laos nicht verpassen solltest, liest du hier.
Luang Prabang
Die ehemalige Hauptstadt im Norden von Laos ist seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe und unbedingt einen Besuch wert. In der Stadt der Pagoden findest du unzählige kleine Tempel, einer schöner als der andere. Besonders erwähnenswert sind der Wat Xieng Thong, als ältester noch erhaltener Tempel der Stadt, das Nationalmuseum mit Pagode, in der der heilige Pha Bang aufbewahrt wird und der kleine Tempel auf dem Phou Si Hill, von dem du einen tollen Ausblick auf die Stadt hast.

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Pak Ou Höhlen
Etwa 30km nördlich findest du am Flussufer des Mekong einen ganz besonderen Tempel. Die Pak Ou Höhlen sind voller großer und kleiner Buddha-Figuren. Jeder noch so kleine Vorsprung ist damit belegt. Eine ganz besondere Lage in einer tollen Landschaft.

Muang Ngoy im Norden
Wenn du Zeit hast, plane unbedingt einen Abstecher in die Berge im Norden von Laos ein. Hier findest du besonders unberührte Flusslandschaften und kleine Dörfer. Auf meiner Rundreise bin ich mit dem Bus bis Nong Khiaw gefahren und von dort für einen Tagesausflug mit dem Boot weiter nach Muang Ngoy. Der Ort ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wander- und Trekking-Touren im Dschungel. Wir haben zwar nur eine kleine Wanderung unternommen, die Natur, vor allem am Fluss war trotzdem sehr schön.

Kuang Si Wasserfall
Einer, wenn nicht DER schönste, Wasserfall in Laos ist der Kuang Si Wasserfall bei Luang Prabang. Das Wasser fließt hier in mehreren Stufen durch kleine und große Karstbecken und schimmert dabei oft türkisblau. In manchen der Becken darf man sogar schwimmen. Obwohl der Wasserfall von vielen Tourist:innen besucht wird, fand ich das es sich recht gut auf dem Gelände verteilt. Außerdem gibt es dort eine Auffangstation für Asiatische Schwarzbären, die aus dem Wildtierhandel gerettet wurden.

Ebene der Tonkrüge in Phonsavan
Wenn du dieses unbekanntere Welterbe in Laos besuchen willst, musst du eine lange Anfahrt über schlechte Straßen auf dich nehmen. Wir haben, mit kleinen Pausen, etwa 8-9 Stunden für die kurvige Strecke von Luang Prabang aus gebraucht. Die lange Anreise ist es trotzdem Wert. Auf der Ebene der Tonkrüge verteilen sich über 2.000 riesige Steinkrüge auf mehreren Stätten. Über die genaue Herkunft und Funktion ist man sich bis heute uneinig, man schätzt sie allerdings auf ein Alter von über 2.000 Jahren. Drei der größten Fundstätten kannst du besuchen und hast sie, aufgrund der eher abgelegenen Lage, meist für dich allein. Außerdem kannst du in der Provinzhauptstadt Phonsavan einiges über die jüngere Vergangenheit der Region lernen. Die wurde während des Vietnamkriegs stark bombardiert, die Folgen sind noch heute zu spüren.

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Vang Vieng
Die Stadt Vang Vieng ist dir vielleicht als ehemaliger Backpacker-Hotspot bekannt. Auch heute noch ist hier ein wahres Paradies für Outdoor-Aktivitäten. Tubing oder Kajaking auf dem Fluss, klettern auf Aussichtspunkte und durch Höhlen, oder eine Fahrt mit dem Heißluftballon. All das ist hier möglich. Mir bleiben besonders zwei Sachen in Erinnerung: die Tham Nam Water Cave, die wir, nur mit einer Stirnlampe als Beleuchtung und schwimmend auf einem Reifen erkundet haben, und meine erste Ballonfahrt. Die Landschaft mit den typischen Karstfelsen, dazwischen Reisfelder und Flüsse, ist dafür perfekt.

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Hauptstadt Vientiane
Im Vergleich zu anderen asiatischen Hauptstädten ist Vientiane überschaubar, ja geradezu ruhig. Trotzdem solltest du auf deiner Laos Reise wenigstens ein bis zwei Tage einplanen um die Highlights zu erkunden. Da wären das Nationalmuseum mit der Halle für den heiligen Smaragdbuddha, die golden Stupa Pha That Luang und der Patuxai, eine laotische Version des Triumphbogens. Etwas außerhalb der Stadt gibt es außerdem einen Park mit tollen Buddha-Figuren, der woanders längst ein Instagram-Hotspot wäre.

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Ban Nahin
Nach der Hauptstadt wirds nochmal Zeit für etwas mehr Natur. Die finden wir in der Region rund um Ban Nahin. Auf unserer Rundreise verbringen wir hier zwei Nächte. Mit mehr Zeit kannst du z.B. den beliebten Thakek-Loop fahren.
The Rock Viewpoint
Eine ganze besondere Landschaft finden wir am The Rock Viewpoint. Von einem Café mit Aussichtsplattform an der Straße Nr. 8 blickst du hier auf ein kleines Gebirge, mit spitzen, grauen Felsen. Adrenalin-Junkies können hier auf einen Zipline-Parcour starten. Ich habe mich für die ruhigere Variante: einen Boardwalk entschieden. Hier kann man die Landschaft auf einem Weg aus Holzplanken und Treppen erkunden. Mit etwas Glück kann man auch Wildlife beobachten. Hier lebt der seltene Laotische Langur. Wir hatten das Glück eine Mutter mit Baby zu sehen.


Kong Lor Cave
Ich habe auf meinen Reisen schon einige besondere Höhlen gesehen, aber die Kong Lor Cave ist definitiv eine der coolsten. Das liegt nicht unbedingt an den Tropfsteinformationen (die gibt es auch), sondern erneut daran, auf welchem Weg man die Höhle erkundet. Auf einem kleinen Longtailboot geht es mit Guide über den unterirdischen Fluss über 7 Kilometer durch die Höhle. Auch hier gibt es nur die eigene Stirnlampe als Beleuchtung. Ein sehr besonderes Erlebnis.

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That Sikhottabong
Eine der wichtigsten Tempel in Laos ist die That Sikhottabong Stupa. Sie liegt ein Stück südlich von Thakhek am Ufer des Mekong. Sowohl der Name, als auch der zeitliche Ursprung des Tempels im 6. Jahrhundert, deuten auf einen Ursprung im buddhistischen Reich Sikhottabong hin, das sich damals über weite Teile Südostasiens erstreckte. Den Besuch der Stupa kann man gut mit einem kurzen Stopp in Thakhek verbinden. Hier gibt es ein schönes kleines Zentrum mit Häusern im französischen Kolonialstil und ein paar Cafés. Besonders gefallen haben mir auch die Naga-Schlangen, die am Mekong-Ufer in Richtung Thailand blicken.


Bolaven Plateau
Das Bolaven Plateau ist erneut ein Reiseziel für Naturliebhaber:innen. Die Hochebene im Süden von Laos ist besonders fruchtbar und so werden hier Kaffee, Tee, verschiedene Gewürze und natürlich Früchte angebaut. Wir haben zwei Nächte auf dem Bolaven Plateau übernachtet und dort eine kleine Wanderung durch die Kaffeeplantagen unternommen. Außerdem haben wir zwei tolle Wasserfälle besucht: den Tad Yeuang, der sanft über eine grün bemooste Felswand fließt und den Tad Champee, in dessen großen Pool man sogar schwimmen konnte.

Wat Phou – alte Tempelanlage der Khmer
Eins der Top-Highlights in Laos haben wir uns für das Ende unserer Rundreise aufgehoben. Der Wat Phou ist ein Khmer Tempel, älter als Angkor War und gehört seit 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Ruinen ziehen sich über steile, unregelmäßige Treppen am Hang des Lingaparvata Mountain hinauf. Wenn du hinfährst denke unbedingt an Sonnenschutz, lange, leichte Kleidung und festes Schuhwerk. Es lohnt sich unbedingt bis nach oben, auf die dritte Ebene des Tempels zu klettern. Hier finden sich einige gut erhaltene Reliefs. Außerdem hat man einen tollen Blick über die gesamte Anlage und den großen See davor.

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4.000 Inseln
Beim Stichwort „Inselurlaub“ denkst du wahrscheinlich nicht direkt an Laos, schließlich hat das Land als einziges in Südostasien keinen direkten Zugang zum Meer. Inseln gibt es hier jedoch so einige, und zwar im Mekong an der Grenze zu Kambodscha. In der Trockenzeit kommen hier so viele kleine Sandbänke zum Vorschein, dass die Region die 4.000 Inseln genannt wird und die sind perfekt für ein bisschen Entspannung zum Ende deiner Laos Reise. Zwar dauert es ein bisschen, bis man mit dem Boot angekommen ist, dafür ist es herrlich entspannt. Auf den kleinen Inseln Don Det und Don Khon kannst du viel zu Fuß machen, oder du mietest dir ein Fahrrad.

Mekongfälle
Auf Don Khon solltest du unbedingt die Mekongfälle besuchen. Die Wasserfälle gehören zu den breitesten der Welt und waren als Hindernis für Boote auf dem Mekong schon immer unüberwindbar. Am Besten besuchst du sie außerhalb der Regenzeit, da sonst zu viel Wasser den Fluss hinunter fließt und die Fälle quasi verschluckt. Ich habe bei meinem Besuch auch einen Walk über mehrere Hängebrücken über die Fälle gemacht (Kosten nochmal 200.000 Kip zusätzlich zu den 30.000 Kip Eintritt) und war sehr begeistert.

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