Kapstadt: in 3 Tagen die Highlights der Mother-City entdecken

Kapstadt war die letzte Station unserer dreiwöchigen Südafrika-Rundreise. Drei Nächte verbrachten wir hier in einem Hotel in Seapoint und hatten mit einem Tag, der für einen Tagesausflug Rund um die Kap-Halbinsel reserviert war, knapp 3 Tage Zeit um die Highlights der Mother-City (wie Kapstadt von vielen genannt wird) zu entdecken.

Kapstadt Highlights

Aussicht vom Tafelberg auf den Lionshead. Davor fährt eine Seilbahngondel den Berg hinauf.

Bo-Kaap Viertel

Das Bo-Kaap Viertel, zwischen City Center und Signal Hill ist vor allem durch seine bunten Häuser bekannt. Dabei hat das Viertel auch eine spannende Historie. Entstanden ab Mitte des 18. Jahrhunderts, gehört es zu den ältesten Teilen der Stadt. Wir hatten mit der Gruppe nur Zeit für einen kurzen Spaziergang durch die bunten Straßen, für Geschichtsinteressierte gibt es aber auch ein spannendes Museum, das Iziko Bo-Kaap Museum.

Bunte Häuser in einer Straße im Bo Kaap Viertel.

Tafelberg mit der Seilbahn

Als nächstes stand der Besuch des Tafelsbergs auf unserem Reiseplan. Wir hatten Glück, dass es an diesem Tag sonnig und nicht zu windig war und sich der Tafelberg nicht unter einer Wolke versteckte. Wenn du so einen Tag bei deinem Kapstadt Besuch erwischst, solltest du die Chance unbedingt direkt nutzen. Dann an vielen anderen Tagen fährt die Seilbahn nicht, weil das Wetter zu schlecht ist, oder der Wind zu stark.

Mit dem Bus ging es bis zur Talstation der Seilbahn, wo wir uns in die Schlange einreihten um hinauf zu fahren. Wer seine Tickets vorab online kauft, spart sich zumindest das Anstehen vor der Kasse. Die Tickets bekommte man online auf der Website der Seilbahn, ein Return Ticket für einen Erwachsenen kostet aktuell zwischen 340 ZAR (ab 13 Uhr) und 395 ZAR (Vormittags), umgerechnet ca. 17,50€-20,50€ (Stand 2023). Mit Ticket haben wir bei unserem Besuch um die Mittagszeit ca. 45min gewartet, bevor wir in die Gondel steigen konnten.

Eine Seilbahngondel fährt zum Tafelberg hinauf.

Die Fahrt nach oben dauerte dann nur wenige Minuten, in denen man über 700 Höhenmeter überwindet. Der Boden in der Gondel dreht sich dabei um 360 Grad, sodass man Ausblick in alle Richtungen hat. Die Wand der Gondel dreht sich allerdings nicht mit, sodass man sich nicht anlehnen sollte und für Menschen mit Höhenangst empfiehlt es sich, einen Platz in der Mitte zu suchen.

Oben angekommen zerstreuten sich die Besucher schnell über das Tafelbergplateau. Die Wege in der Nähe der Seilbahnstation sind asphaltiert, weiter weg starten dann weniger befestigte Wanderwege. Wir sind oben einfach ein bisschen herumgelaufen, haben die Aussicht genossen und Fotos gemacht.

Aussicht vom Tafelberg auf die Twelve Apostels.

Wer Glück hat, kann auf dem Tafelberg niedliche Dassis (Klippschliefer) und zahlreiche Eidechsen, die die Sonne genießen entdecken. Einmalig ist natürlich auch die sagenhaft schöne Aussicht auf die Stadt mit dem markanten Lionshead, den Devilspeak und auf die Twelve Apostels auf der Rückseite des Berges. Ich konnte mich an der Aussicht jedenfalls nicht sattsehen und bei meinem nächsten Kapstadt Besuch, möchte ich unbedingt nochmal auf den Tafelberg. Dann vielleicht im Rahmen einer Wanderung, da gibt es mehrere schöne Routen.

Aussicht vom Tafelberg auf den Devils Peak.

Seapoint

Für uns ging es dann weiter nach Seapoint, um dort in unserem Hotel einzuchecken. Da es noch früher Nachmittag war, entschieden wir uns für einen kleinen Spaziergang an der Promenade in südlicher Richtung bis Queens Beach. In der Nähe kehrten wir für ein frühes Abendessen in ein veganes Restaurant ein und liefen mit einem kurzen Stopp im Supermarkt wieder zurück. Später war auf der Promenade viel mehr los. Viele Spaziergänger, Jogger und Leute mit Hunden nutzen ihren Feierabend für eine kleine Runde.

Wellen treffen auf die Promenade in Seapoint.

Green Market Square

An unserem zweiten vollen Tag in Kapstadt waren wir auf eigene Faust unterwegs und nahmen den Hop-On Hop-Off Bus um weitere Highlights zu erkunden. In der Innenstadt stiegen wir kurz am Green Market Square aus. Auf dem kleinen Marktplatz bieten zahlreiche Stände die typischen Südafrika Souvenirs an, etwa Schmuck, Holzschalen und Tierfiguren. Wir waren relativ früh dran, darum war noch wenig Betrieb. Wenn es voll ist, sollte man aber sehr auf seine Sachen aufpassen.

Souvenir-Stände vor einer Kirche am Green Market Square.

Kirstenbosch Gardens

Unser Hauptziel am zweiten Tag war Kirstenbosch Gardens, der botanische Garten von Kapstadt, der auf der Rückseite des Tafelbergs liegt. Hier kann man mehrere Wanderungen unternehmen und natürlich die Pflanzenvielfalt der Kapregion bewundern.

Wir zahlten pro Person 210 ZAR (ca. 11€) Eintritt und 10 ZAR für einen kleinen Lageplan des Parks (Stand 2023). Während unserer Besuchs war Frühling in Südafrika und Blütezeit von vielen Proteas, einer aus dem südlichen Afrika stammenden Pflanzenart.

Eine noch geschlossene Protea Blüte.

Neben den blühenden Proteas schauten wir uns weitere Bereiche des botanischen Gartens an, in denen es zum Beispiel um bedrohte Pflanzenarten ging. Der Park ist relativ weitläufig und erstreckt sich über einen leichten Berghang auf der Rückseite des Tafelbergs. Bei unserem Besuch hingen tiefe Wolken an den Bergflanken und sorgten für eine besondere Stimmung.

Wege und bepflanzte Beete im botanischen Garten.

Ein Highlight in Kirstenbosch Gardens ist der Baumwipfelpfad, auch Baumschlange genannt. Der Weg ist aus braunem Holz gebaut und schlängelt sich einmal zwischen den Bäumen entlang. Von oben hat man außerdem eine tolle Aussicht über den botanischen Garten.

Der Baumwipfelpfad in Kirstenbosch Gardens.

Wir verbrachten ca. zwei Stunden in Kirstenbosch Gardens, das hat für uns gereicht um die für uns interessanten Bereich anzusehen. Wer eine der Wanderungen machen möchte sollte mindestens einen halben Tag einplanen. Man kann in den Park auch sein eigenes Picknick mitnehmen.

Camps Bay

Für uns ging es dann weiter mit dem Hop-On Hop-Off Bus nach Camps Bay. Dieser Stadtteil ist sehr wohlhabend und für den schönen Sandstrand bekannt. Die Promenade mit den vielen Palmen und dem Lionshead im Hintergrund bietet ein schönes Fotomotiv. Leider war es bei unserem Besuch sehr windig. Als wir an den Strand laufen wollten wehte uns immer wieder aufgewirbelter Sand ins Gesicht. Darum sind wir lieber in eins der vielen Restaurants eingekehrt und haben von dort die Aussicht bei einem Kaffee und leckerem Essen genossen.

Palmengesäumte Straße in Camps Bay mit Aussicht auf den Lionshead.

Victoria & Alfred Waterfront

An der Waterfront haben wir den Vormittag unseres Abreisetags verbracht, bevor es nach einem Mittagessen zum Flughafen ging. Für uns war das Ideal um noch ein paar Souvenirs zu shoppen. An der Vicotria & Alfred Waterfront gibt es aber noch mehr als nur eine große Shopping-Mall. Über das Gelände verteilen sich mehrere große Hallen mit Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Museen. Dazwischen liegen zahlreiche Boote in den Hafenbecken.

Wer mehr Zeit hat, kann an den Ständen am Hafen auch eine Bootstouren buchen, oder einen Helikopterflug (das würde ich beim nächsten Mal gerne machen). Auch die Touren nach Robben Island starten von hier. Mit etwas Glück kann man im Wasser oder auf den Stegen Pelzrobben beim spielen oder ausruhen beobachten. Sehr zentral gibt es einen schönen Fotospot mit Aussicht auf den Tafelberg. Den musste ich natürlich auch für ein Erinnerungsbild nutzen.

Ich in einem gelben Bilderrahmen-Fotospot an der Waterfront mit dem Tafelberg im Hintergrund.Eine südafrikanische Pelzrobbe.

Für die typischen Souvenirs empfehle ich einen Besuch im African Trading Port. Der lohnt sich alleine schon um die detailreichen Tierskulpturen aus Metall davor anzusehen. Im ersten Stock gibt es noch mehr Kunstobjekte, die man sich anschauen kann (aber auch Tierfelle oder Produkte aus Knochen). Modernere Produkte und Kleidung von kleineren Labels gibt’s im „The Watershed“, einer großen Halle in Richtung des Aquariums, in der viele kleine Stores Platz finden.

African Trading Port an der Waterfront

Eine Mittagspause haben wir im V&A Foodmarket eingelegt. Hier gibt es eine große Vielfalt an Food Ständen aus denen man wählen kann (inklusive einiger veganer Optionen). Im oberen Stockwerk findet man Sitzgelegenheiten.

Übernachten in Kapstadt

Übernachtet haben wir bei unserem Aufenthalt in Kapstadt im Premier Hotel Cape Town (*Affiliate-Link) im Stadtteil Seapoint. Das Hotel war für einen kurzen Aufenthalt ganz nett, aber auch nichts besonderes. Die Lage in dem Stadtteil fand ich aber sehr gut und ich habe mich dort immer Sicher gefühlt. Das Viertel kann ich also auf jeden Fall als Basis für eure Kapstadt Erkundungen empfehlen.

Unterwegs in Kapstadt

Fürs Sightseeing sind wir an dem einen Tag an dem wir nicht mit dem Mini-Reisebus und der Reisegruppe unterwegs waren auf den Hop-On Hop-Off Bus umgestiegen. Damit kommt man bequem an die meisten touristisch interessanten Orte. Es gibt drei verschiedene Linien die Tagsüber alle 20 Minuten fahren. Eine führt durch die Innenstadt und zum Tafelberg, eine fährt die Runde um den Tafelberg bis zu Kirstenbosch Gardens und nach Hout Bay (mit der waren wir unterwegs) und die dritte führt bis in die Winelands zu einigen Weingütern. Tickets kosten ca. 15€ für einen Tag und ca. 20€ für ein Zwei-Tages-Ticket. Kaufen kann man diese entweder an einem der Tour Offices (an der Waterfront oder in der Long Street) oder schon vorab online z.b. über getyourguide (*Affiliate-Link). Dazu bekommt man dann auch ein paar Kopfhöhrer, über die man während der Fahrt einen Audioguide mit Infos zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke anhören kann.

Für kurze Strecken zu Restaurants in Seapoint waren wir auch zu Fuß unterwegs. Allerdings immer tagsüber und Wertsachen haben wir, soweit möglich im Hotel gelassen oder im Rucksack verstaut.

Wart ihr schonmal in Kapstadt? Was waren eure Highlights?

Weiterlesen zu Südafrika:
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Kap-Halbinsel: Highlights an einem Tag
Ein Tag auf Jeep-Safari im Krüger Nationalpark

2 Comments on “Kapstadt: in 3 Tagen die Highlights der Mother-City entdecken

  1. Keine Pinguine in Boulder?

    Kein Besuch am Cap der Guten Hoffnung?

    Es gibt noch viel mehr dort zu sehen!

  2. In Boulders Beach und am Kap der Guten Hoffnung waren wir auch. Darüber schreibe ich in meinem Artikel über die Kap-Halbinsel. Und natürlich gibt es noch einiges mehr zu sehen. In drei Tagen schafft man es sicher nicht alles zu erkunden.

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