Ein Tag in Mainz: (fair) Shopping, vegane Cafés und Sehenswertes

Im Juli habe ich das 9-Euro Ticket für einen Tagesausflug in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt genutzt. Mit dem Zug ging es via Koblenz in knapp zwei Stunden nach Mainz. Was wir dort erkundet haben und meine Tipps für einen Tag in Mainz liest du in diesem Artikel.

Los ging es früh am Samstagmorgen, erst mit dem RE bis nach Koblenz und von dort mit der RB 26 durch das Mittelrheintal bis nach Mainz. Schon die Anreise ist hier ein Highlight, besonders wenn man einen Fensterplatz auf der linken Seite ergattert, dann kann man während der Fahrt die Aussicht auf den Rhein genießen.

Die Kuppel der Christuskirche in Mainz, mit Blumen im Vordergrund

Angekommen in Mainz sind wir als erstes über die Kaiserstraße Richtung Rhein gelaufen. Vorbei an der evangelischen Christuskirche, die mit dem kleinen Park davor ein schönes Fotomotiv bietet (von Innen fand ich sie allerdings nicht sehr sehenswert), bis zum Kaisertor am Mainzer Rheinufer. Hier sind wir ein bisschen entlang spaziert und über einen Flohmarkt, den Mainzer Krempelmarkt, der hier regelmäßig stattfindet, gebummelt. Umgekehrt sind wir kurz nach dem Mainzstrand, eine schöne Strandbar, wo man sicher entspannt was trinken gehen kann.

Palmen und Liegestühle am Mainzstrand

Für uns ging es erstmal wieder Richtung Mainzer Neustadt, wo wir ein bisschen in den kleinen Läden gestöbert haben. Coole Mainz Andenken, Gläser und Tassen gab es z.b. in der Pinken Distel. Ein Mischung aus ungewöhnlichen Geschenken, Craft Beer, Gin, fairer Kleidung und Accessoires haben wir im Liebs.co entdeckt. Für eine frühe Mittagspause sind wir dann ins vegane Café Möhren Millieu. Dort gab es eine leckere Hausgemachte Erdbeerlimonade und ein Waffelsandwich mit Sojagyros, Salat, Hummus und Avocado (beides sehr zu empfehlen). Auf dem Weg Richtung Altstadt ging der kleine Einkaufsbummel dann weiter beim Kollektiv Mainz. Hier gibt es etwa Postkarten, Deko, Schmuck, Keramik und Kleidung von kleinen Lokalen Labels und Start Ups. Ich habe einen süßen kleinen Trockenblumenkranz als Wanddeko mitgenommen.

veganes Spinatwaffelsandwich

Danach ging es weiter durch die verwinkelten Straßen der Altstadt bis zum Markt, wo die Stände gerade mit dem Abbau anfingen. Um dem Gewusel zu entgehen sind wir ins Gutenberg Museum direkt gegenüber gegangen. Das Museum widmet sich dem Thema Buchdruck und seinem aus Mainz stammenden Erfinder Johannes Gutenberg. Dort konnten wir uns eine Live-Vorführung der alten Buchdrucktechnik an den Maschinen ansehen. Anschließend sind wir durch die Ausstellung gelaufen, die die Entwicklung von Schriften und Büchern schildert und viele alte Werke und Maschinen zeigt. Highlight sind zwei der wenigen erhaltenen Original Gutenberg-Bibeln. Teile der Ausstellung beschäftigen sich auch mit Schrift und Druck in Asien und in der islamischen Kultur. Ich fand es ganz interessant zu sehen und mit 5€ Eintritt pro Person, auch recht günstig.

Der Mainzer Dom, Außenansicht

Anschließend ging es noch in den Mainzer Dom, der direkt gegenüber liegt. Mir hat vor allem die Außenansicht mit dem rötlichen Sandstein gefallen. Um die Ecke vom Dom beginnt dann die historische Mainzer Altstadt, wo man noch zahlreiche alte Gebäude und Fachwerkhäuser findet. Ein besonders schönes Motiv bietet etwa der Kirschgarten, der sich auch auf vielen Postkarten wiederfindet. Drumherum gibt’s wieder viele kleine Läden, auch mit fairer Mode und lokalen Produkten wie das Unsereins, oder das Augustine. Für uns ging es dann noch weiter bis zum Hopfengarten, wo wir im Café „Die gute Stube“ einen Eisshake, einen Affogato (Espresso mit Vanilleeis) und ein Stück veganen Kuchen genossen haben. Danach ging es dann auch schon wieder zurück zum Bahnhof und auf den Heimweg.

Fachwerkhäuser im Kirschgarten in der Mainzer Altstadt

Fazit: Lohnt sich ein Tagesausflug nach Mainz?

Ein Ausflug nach Mainz lohnt sich meiner Meinung nach am meisten, wenn man den Besuch mit stöbern in den kleinen Läden und Pausen in den schönen Cafés verbindet. Davon gibt es in Mainz nämlich sehr viele. Ansonsten fand ich die Sehenswürdigkeiten eher überschaubar und man kann problemlos alles an einem Tag ansehen. Die Altstadt ist in Mainz sehr verwinkelt, aber die Fachwerkhäuser gibt es nur in einem kleinen Teil davon. Ein schönes Detail im Straßenbild: die Mainzelmännchen an den Ampeln. Die Anreise mit dem Regionalzug ist auch ohne 9-Euro Ticket recht günstig, z.b. mit dem Rheinland-Pfalz-Ticket (ab 9,80€ pro Person, bei Nutzung mit fünf Personen).

rote Mainzelmännchen Ampel

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