30+ vegane Low Budget Rezepte

Ein häufiges Vorurteil gegenüber veganer Ernährung lautet „das ist viel teurer“. Das das nicht stimmt, möchte ich heute mit dieser Rezept-Zusammenstellung zeigen., die alle mit relativ günstigen Zutaten auskommen Dafür braucht ihr außerdem kaum Ersatzprodukte oder andere Fancy Zutaten, die meistens schnell das Budget sprengen. Und da wir hauptsächlich mit saisonalen Zutaten kochen sind die Rezepte nicht nur günstig, sondern auch sehr abwechslungsreich.

vegane Low Budget Rezepte, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Apfel-Birnen-Porridge

Ein leckeres Frühstück, gerade im Herbst und Winter und absolut Low-Budget tauglich. Haferflocken kosten beim Discounter gerade mal ca. 70 Cent pro Packung. Daraus kann man ganze 10 Portionen Porridge machen. Dazu benötigt man nur etwas saisonales Obst, Pflanzendrink und ggf. etwas Zucker und Zimt zum süßen.

Apfel-Birnen Porridge

Zum Rezept für Apfel-Birnen-Porridge

Vegane Pfannkuchen mit Banane

Für diese einfachen veganen Pfannkuchen brauchen wir nur wenige, günstige Zutaten: Mehl, Sojadrink, ein wenig Zucker, Backpulver, Sprudelwasser und Banane als Eiersatz. Das Gericht mache ich auch gerne unterwegs, wenn es wenig Auswahl im Supermarkt gibt. Essen kann man die Pfannkuchen z.B. mit frischem, saisonalen Obst, oder mit Marmelade.

vegane Pfannkuchen mit Bananenscheiben und Schokosoße

Zum Rezept für vegane Pfannkuchen mit Banane

Brokkolicremesuppe

Suppen und Eintöpfe sind prima Low Budget Gerichte und so vielfältig. Meine Brokkolicremesuppe ist außerdem noch ein Low Waste Gericht, da hier der Stiel mit verarbeitet wird. Für eine kleine Portion kann man auch nur den Stiel mit 2-3 Brokkoli Röschen und Kartoffeln in Gemüsebrühe garen. Die Suppe schmeckt mit oder ohne veganer Sahne gut.

Zwei weiße Schälchen mit Brokkolicremesuppe und Mandeltopping, danaben frischer Brokkoli und eine Schale mit Meersalz.

Zum Rezept für vegane Brokkolicremesuppe

Gemüsechili

Für mein einfaches Chili verwende ich hauptsächlich Gemüse aus der Dose, sowie Kartoffeln als Sättigungsbeilage. Damit ist dieses Gericht schnell gemacht, sehr günstig und enthält trotzdem viel Gemüse, sowie reichlich Proteine durch Pilze und Kidneybohnen.

Gemüsechili

Zum Rezept für Gemüsechili

Karottencremesuppe

Diese einfache Cremesuppe passt super in die Low Budget Küche und wird besonders mit einem Pesto als Topping, das ich aus dem Möhrengrün zubereite. Sie besteht hauptsächlich aus Karotten und Kartoffeln, die in Gemüsebrühe gegart werden.

Eine Schale Karottencremesuppe mit Pesto Topping

Zum Rezept für Karottencremesuppe mit Möhrengrünpesto

Linseneintopf

Ebenfalls sehr proteinreich ist dieser Linseneintopf. Hauptzutaten sind Linsen, Kartoffeln und Möhren die in einem Topf gegart und mit Gewürzen abgeschmeckt werden. Das Gericht ist perfekt für kalte Wintertage.

veganer Linseneintopf

Zum Rezept für Linseneintopf

Kartoffelsuppe

In meine vegane Kartoffelsuppe kommt typisches Gemüse wie Karotten, Sellerie und Porree. Das wird alles mit der Küchenmaschine klein geschnitten, im großen Topf zerkochen Kartoffeln und Gemüse dann zu einer herrlich sämigen Suppe. Besonders günstig ist Suppengemüse im Winter zu haben.

Ein weißes Schälchen mit veganer Kartoffelsuppe inmitten frischer Zutaten.

Zum Rezept für vegane Kartoffelsuppe

Veganer Nudelsalat

Auch mein Nudelsalat gehört zu den Low Budget Klassikern. Die vegane Soße nach Mayo-Art mache ich selbst aus Joghurt, Öl und Gewürzen. Dazu kommen Erbsen und Mais aus der Dose, ggf. etwas kleingeschnittene Zwiebel und Champignons aus dem Glas. Zusätzlich brate ich gerne noch Räuchertofu in Würfeln an und mische ihn unter den fertigen Nudelsalat. Pur oder in der geräucherten Variante bekommt man Tofu auch günstig beim Discounter.

eine Bowl veganer Nudelsalat

Zum Rezept für veganen Nudelsalat

Reissalat mexikanischer Art

Auch mein Reissalat hat hauptsächlich günstige Zutaten. Einzig die Avocado kann etwas teurer sein, diese kann aber auch weggelassen werden. Ansonsten gibt es frisches Gemüse wie Paprika und Frühlingszwiebeln und Zutaten aus der Dose wie Mais und Kidneybohnen. Ein herrlich frischer Salat für den Sommer.

Eine Schüssel veganer Reissalat mit buntem Gemüse.

Zum Rezept für veganen Reissalat

Möhrensalat

Möhren sind eine der Gemüsesorten, die fast immer günstig zu haben sind. Sie sind vielseitig einsetzbar, auch in leckeren, frischen Salaten. Ich habe bei mir zwei Varianten online: eine sehr sommerliche in Kombination mit Kohlrabi und Joghurt-Dressing und eine fruchtigere mit Möhren und Äpfeln. Beide schmecken gut als Beilage, z.B. zu belegten Broten. Den Möhren-Apfel Salat gibt es bei mir immer zu Kartoffelauflauf.

Veganer Kohlrabi-Möhren Salat in einem kleinen Schälchen

Cornish Pasties

Das Rezept für Pasties habe ich aus meinem Südengland Urlaub mitgebracht und es passt wunderbar in die Low Budget Küche. In meinem klassischen Rezept gibt es eine Füllung mit Wintergemüse, der Teig besteht nur aus Mehl, Margarine, Salz und Wasser. Auch andere Füllungen sind möglich, z.B. im Herbst als Kürbispasties.

vegane Cornish Pasties

Zum Rezept für vegane Cornish Pasties

Zucchinispaghetti mit Linsenbolognese

Dieses Rezept kannst du besonders im Sommer sehr günstig zubereiten, wenn die Zucchinis in der Erntezeit zu kleinen Preisen verkauft werden. Achte hier darauf, dass du die Zucchinis noch gut im Spiralschneider verarbeiten kannst. Ich mische die Zucchini auch gerne mit normalen Spaghetti. Dazu gibt es eine proteinreiche Linsenbolognese.

Zucchinispaghetti mit Linsenbolognese

Zum Rezept für Zucchinispaghetti mit Linsenbolognese

Kürbisbolognese

Bei dieser Bolognese wird Kürbis in kleine Stücke geraspelt und mitgekocht. Das ganze ist schmackhaft, lecker und zur Kürbissaison auch besonders günstig. Zudem ist die Soße zusammen mit Nudeln sehr sättigend.

Nudeln mit veganer Kürbis-Bolognese

Zum Rezept für Kürbisbolognese

Risotto

Wenn du Risottoreis mit saisonalem Gemüse kombinierst, bekommst du ein einfaches Low-Budget Gericht. Den Reis kannst du mit etwas Zwiebel andünsten und mit Gemüsebrühe köcheln lassen. Das Gemüse wird meist gleich mit gegart. Eine meiner günstigen Varianten ist Kürbisrisotto. Ebenfalls sehr günstig ist Risotto mit Erbsen und Champignons.

Risotto mit Erbsen und Champignons

Zucchini-Kartoffelpuffer

Noch ein Rezept für die Zucchini-Saison. Diesmal werden sie in Kombination mit Kartoffeln zu knusprigen Puffern verarbeitet. Dafür muss man das Gemüse nur klein raspeln, mit etwas Mehl andicken und dann in kleinen Mengen in Fett knusprig ausbacken. Dazu schmeckt ein leichter Joghurt-Dip.

Vegane Zucchini Kartoffelpuffer mit Kräuterdip

Zum Rezept für Zucchini-Kartoffelpuffer

Süßkartoffelcurry mit Brokkoli

Currys gehören zu meinen liebsten Gerichten aus der veganen Alltags-Küche. Ich koche sie mit viel frischem Gemüse in Kokosmilch und dazu gibt es Reis. Auch wenn einzelne Zutaten hier etwas teurer sein können, ist es bezogen auf den Preis pro Portion zusammen mit Reis immer noch ein relativ günstiges Gericht.

Veganes Süßkartoffelcurry mit Brokkoli und Reis

Zum Rezept für Süßkartoffelcurry mit Brokkoli

Semmelknödel mit Pilzrahm

Für dieses Rezept kann man prima alte Brötchen oder Brot vom Vortag verwenden. Beides gibt es manchmal sogar günstiger in der Bäckerei. Die Brötchen werden in kleine Stücke geschnitten und mit etwas Zwiebel, Kräutern, Gewürzen und Sojadrink zu einer Knödelmasse geformt. Dazu gibt es eine einfache Pilzrahmsoße.

vegane Semmelknödel mit Pilzrahmsoße

Zum Rezept für vegane Semmelknödel

Fried Rice

Dieses Stir-Fry Gericht ist super um übrig gebliebenen Reis und Gemüsereste zu verwerten. In meiner Variante verwende ich Bohnen, Karotten und Spinat. Außerdem passt knusprig gebratener Räuchertofu gut dazu. Für die Soße kannst du alles einfach nur mit Sojasoße ablöschen.

veganer Fried Rice mit Gemüse und Tofu

Zum Rezept für Fried Rice mit Tofu

Erdbeer Bananen Muffins

Auch in der veganen Backstube musst du nicht auf Low-Budget Rezepte verzichten. Dazu zählen etwa meine veganen Erdbeer-Bananen Muffins. Die Banane dient hier als Eiersatz, ansonsten sind nur einfache Zutaten wie Mehl, Zucker und Margarine im Teig. Übrigens eignen sich die Muffins auch super zum naschen für kleine Kinder.

Erdbeer Bananen Muffins

Zum Rezept für Erdbeere Bananen Muffins

Französische Apfeltarte

Die Apfeltarte ist eins der ältesten Rezepte auf Mosaiksteine und mit einer kleinen Abwandlung super Low-Budget tauglich. Im Originalrezept kommen gemahlene Mandeln im Teig, für einen einfachen Mürbeteig kannst du aber auch nur Mehl verwenden, was deutlich günstiger ist. Für die Füllung benötigst du dann etwas Apfelkompott und reichlich Apfelschnitzen.

vegane Apfeltarte

Zum Rezept für französische Apfeltarte

Veganer Marmorkuchen

Auch bei meinem Marmorkuchen verwende ich Bananen als Eiersatz. Hier kann man auch gut sehr reife Bananen verwenden, da diese sowieso zerdrückt werden. Ansonsten ist es ein einfaches Rührkuchen-Rezept, ohne außergewöhnliche oder teure Zutaten. Eben ein echter Kuchen-Klassiker.

drei Stücke veganer Marmorkuchen auf Brettchen

Zum Rezept für veganen Marmorkuchen

Kirschstreusel

Für meinen Kirschstreusel vom Blech verwende ich im Teig eine Mischung aus Mehl und Stärke, wodurch er extra fluffig wird. Belegt wird der Kuchen mit Kirschen aus dem Glas und reichlich Streuseln. Die Zutaten sind alle recht einfach und somit auch günstig. Das Rezept ist ideal, wenn du Kuchen für viele Leute backen möchtest.

Kirschstreusel vegan

Zum Rezept für veganen Kirschstreusel

Veganer Hefezopf

Hefeteig ist ebenfalls ideal für die Low-Budget Küche. Trockenhefe ist dabei sogar noch günstiger als frische Hefe. Hefegebäck ist außerdem sehr sättigend und kann, wie dieser Hefezopf, mit Marmelade als Frühstück, oder zum Nachmittagskaffee serviert werden.

veganer Hefezopf auf Tablett mit einem Schälchen Erdbeermarmelade und Blumendeko

Zum Rezept für den veganen Hefezopf

Spritzgebäck

Die klassischen Rezepte für Weihnachtsplätzchen sind mit Nüssen und Schokolade meist weniger Budgetfreundlich, doch auch hier gibt es günstigere Rezepte. Etwa das klassische Spritzgebäck, das hauptsächlich aus Mehl, Zucker und veganer Butter/Margarine besteht. Das schmeckt übrigens auch ohne Verzierung sehr lecker.

veganes Spritzgebäck

Zum Rezept für veganes Spritzgebäck

Schokobiscotti

Ganz auf Schokolade wollen wir natürlich nicht verzichten. Die ist bei diesem Rezept zwar die teuerste Zutat, aber insgesamt sind die Schokobiscotti trotzdem bezahlbar. Der Clou bei diesem Rezept: die Kekse werden doppelt gebacken. Erst in einer großen Rolle, dann nochmal in kleinen Stücken. Lass dir diese italienische Leckerei auf keinen Fall entgehen.

vegane Schoko-Biscotti

Zum Rezept für vegane Schokobiscotti

Schokoscones

Auch bei meinen Schokoscones kommt Schokolade in kleinen Mengen zum Einsatz. Da ich die Schokolade per Hand in kleine Stücke hacke, benötige ich für den Teig keinen zusätzlichen Zucker. Trotzdem schmecken die Scones herrlich süß. Die trockenen Zutaten kannst du übrigens auch prima in einem großen Glas als Backmischung verschenken. Später muss nur noch etwas Margarine und Sojadrink hinzugefügt werden.

vegane Schoko-Scones

Zum Rezept für vegane Schokoscones

Hefeschnecken mit Puddingfüllung

Auch gefüllt schmeckt Hefeteig lecker und diese Füllung aus Vanillepudding ist zudem super günstig. In meinem Original-Rezept habe ich noch Rosinen verwendet, die kann man aber auch weglassen. Für mich die perfekte Kindheitserinnerung.

vegane Hefeschnecken mit Puddinfüllung

Zum Rezept für vegane Hefeschnecken mit Puddingfüllung

Kürbiswaffeln

Saisonales Gemüse kann man auch prima für süßes Gebäck verwenden, wie bei diesen Kürbiswaffeln. In den einfachen Rührteig kommt klein geraspelter Kürbis. Den schmeckt man am Ende gar nicht mehr raus, hat allerdings lecker, knusprige Waffeln.

vegane Kürbiswaffeln

Zum Rezept für vegane Kürbiswaffeln

(Kokos)milchreis mit Kirschsoße

Bei meinem letzten Rezept in dieser Liste verwende ich wieder möglichst alles von meinen Zutaten. In dem Fall sowohl Kirschen als auch Saft aus dem Glas für die Kirschsoße. Die schmeckt herrlich zu (noch warmen) Milchreis, den ich mit etwas Kokosmilch aufpeppe. In der Low Budget Variante kommt man nur mit Pflanzendrink natürlich nochmal ein Stück günstiger Weg.

veganer Kokosmilchreis mit Kirschoße und Schokoraspel in einer Bowl

Zum Rezept für Kokosmilchreis mit Kirschsoße

Vegan in Portugal: Tipps und typische Gerichte

Im März war ich auf meiner inzwischen vierten Portugal Reise und dabei habe ich die vegane Küche dort nochmal ganz genau unter die Lupe genommen. In welchen Städten ich besonders viele vegane Restaurants gefunden habe, wo du typisch portugiesische Gerichte in vegan probieren kannst und wie veganfreundlich die portugiesische Küche generell ist, liest du hier.

Vegan in Portugal, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Wie veganfreundlich ist die portugiesische Küche?

Leider ist die klassisch portugiesische Küche nicht besonders veganfreundlich. In fast allen Gerichten werden Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte verarbeitet. Hauptgerichte sind oft deftig, mit würziger Soße, dann gibt es süßes Gebäck mit reichlich Butter und Zucker und als Getränk entweder einen Café oder einen Wein. Dabei gibt es immer mehr vegane und veganfreundliche Restaurants in Portugal und ein Gesetz verpflichtet Kantinen in öffentlichen Einrichtungen seit 2017 dazu, mindestens eine vegane Option anzubieten.

Vegan einkaufen in Portugal

Wenn du dich während deiner Reise selbst verpflegst, ist die vegane Ernährung in Portugal kein Problem. Vegane Produkte gibt es in fast jedem Supermarkt. In jedem Fall Basics wie Pflanzendrink, Tofu und natürlich Obst und Gemüse. Einmal war ich in einem Lidl einkaufen, dort gab es dann auch veganen Käse, Fleischersatz, Pflanzenjoghurt und andere Produkte der Eigenmarke. Sehr gern mochte ich den frisch gepressten Orangensaft, den man sich direkt im Supermarkt zum günstigen Preis mitnehmen konnte. Orangen werden oft regional in Portugal z.B. an der Algarve angebaut.

Typisch portugiesische Gerichte und wo du sie vegan probieren kannst

Hier mal ein paar typisch portugiesische Gerichte in der veganen Version. Fast alle habe ich während meiner Reise in einem der veganen Restaurants probieren können.

Caldo Verde

Caldo Verde ist eine Grünkohlsuppe, die normalerweise mit Chorizo als Einlage serviert wird. In meiner veganen Version habe ich Räuchertofu verwendet. Gemüsesuppen wie diese werden im Restaurant gern als, meist sehr günstige, Vorspeise gereicht.

Eine Schale Caldo Verde auf einem Korkbrett

Mein Rezept für Caldo Verde

Francesinha

Dieses Sandwich ist die portugiesische Version von Croque Monsieur und wurde von einem Einwohner Portos erfunden. Normalerweise ist dieses Gericht alles andere als vegan. Das Sandwich wird belegt mit mehreren Sorten Fleisch und Wurst, dick mit Käse überbacken und in einer würzigen Soße getränkt. In einigen Restaurants in Porto, Lissabon und sogar an der Algarve steht aber auch eine vegane Version davon auf der Karte. Ich habe das Francesinha im Kind Kitchen in Porto probiert.

Anschnittfoto vom veganen Franceshina mit mehreren Schichten veganem Fleisch.

Tripas

Hinter dem Namen Tripas verbirgt sich ein Eintopf mit weißen Bohnen, der vor allem im Norden von Portugal gegessen wird. Auch hier wird meist Wurst als Einlage verwendet. Eine vegane Version habe ich im Restaurant Jardiniero in Porto gegessen.

Tripas Eintopf serviert mit Reis im Jardineiro vegan Kitchen

Bitoque

Ein weiteres Gericht, das normalerweise nicht vegan ist, ist Bitoque. Bei diesem deftigen Gericht wird Steak in würziger Soße mit einem Spiegelei getoppt und mit Pommes und Reis serviert. Ich habe eine vegane Version davon im Kong Restaurant in Lissabon probiert. Auch in anderen veganen Lokalen stand das Gericht auf der Karte.

Veganes Bitoque bei Kong Food

À brás style

Eigentlich beschreibt „À brás style“ die Zubereitungsart, die in Portugal typisch ist für ein Gericht mit Codfish. Der wird mit fein geriebenen Kartoffeln und Zwiebeln in einem Teig angebraten. Da man hier den Fisch wenig herausschmeckt, ist dieses Gericht wohl beliebt bei Kindern. In meiner veganen Version wurde Lauch statt Fisch verwendet. Gegessen habe ich diese in einem Fisch-Restaurant in Sintra.

Veganes Gericht: Lauch a Bras Style

Pasteis de Nata

Diese kleinen Törtchen gehören zu jeder Portugal Reise dazu. Inzwischen sind Pasteis de Nata überall auf der Welt bekannt, das Ursprungsrezept stammt wohl aus dem Kloster in Belém bei Lissabon. Normalerweise wird die Füllung mit Ei gemacht, bei meiner letzten Reise habe ich aber in fast jedem größeren Ort eine vegane Version gefunden. Besonders viele vegane Bäckereien gab es in Porto.

Vegane Pastel de Nata bei vegan Nata Lissabon

Pao de Deus

Übersetzt bedeutet Pao de Deus das „Brot Gottes“. Hinter dem Namen verbergen sich Hefebrötchen mit einer süßen Kokoskruste. Die habe ich schon bei meiner ersten Lissabon Reise kennengelernt und dann Zuhause vegan nachgebacken.

vegane Pao de Deus auf einer typisch portugischen Kachel mit blauem Muster

Mein Rezept für vegane Pao de Deus

Brioche Croissant

Ebenfalls ein klassisches Gebäck in Portugal sind die fluffigen Brioche Croissants. Die werden, wie der Name schon sagt, nicht aus Blätterteig, sondern aus Briocheteig geformt. Auch diese Gebäck habe ich ein paarmal in veganen Bäckereien entdeckt.

Cappucciono und Brioche Croissant in der Vrasserie

Veganfreundliche Orte in Portugal

Während meiner Reise war ich hauptsächlich in (größeren) Städten unterwegs. Dort habe ich immer eine gute Auswahl an veganen und veganfreundlichen Restaurants gehabt. In ländlichen Gebieten ist das vegane Angebot meiner Erfahrung nach wesentlich kleiner bzw. kaum vorhanden.

Vegan in Lissabon

Als beliebtes Städtetreise-Ziel hat die Hauptstadt Lissabon so einige vegane Highlights. Es gibt mehrere komplett vegane Restaurants, die auch typisch portugiesische Küche servieren, wie das Kong oder das AO26 und mit Vegan Nata sogar einen Laden, der sich nur auf die leckeren kleinen Törtchen spezialisiert hat. Alle meine Tipps gibt es in meinem „Vegan in Lissabon“-Guide.

Vegan in Lissabon

Vegan in Porto

Was die vegane Auswahl angeht, steht Porto Lissabon in keiner Weise nach. Hier habe ich besonders viele vegane Bäckereien entdeckt. Außerdem ein veganes Bistro, ein veganes Buffet-Restaurant mit All-you-can-eat-Konzept und ein veganes Hotel mit Fine-Dining Restaurant. Meine Tipps findest du gesammelt in meinem „Vegan in Porto“-Guide.

Vegan in Porto, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Vegan in Coimbra

In der Universitätsstadt Coimbra war ich zwar nur kurz, trotzdem habe ich dort ein paar vegane Lokale getestet und die haben mich alle positiv überrascht. Im O Borrito hatte ich die besten veganen loaded Nachos (sogar die Nachos waren hier selbstgemacht) und im Fangas Vega gab es leckere vegane Tapas. Alle Infos gibts in meinem „Vegan in Coimbra“-Guide.

Vegan in Coimbra, Titelbild mit Schriftzug

Vegan in Sintra

Sintra habe ich nur für einen Tagesausflug besucht. Trotzdem habe ich dort ein Restaurant gefunden, in dem ich ein neues, typisch portugiesisches Gericht probieren konnte. Das Bacalhau na Vila ist zwar ein Fisch-Restaurant, eine leckeres veganes Gericht steht dort aber auf der Karte: Lauch à Brás Style.

Vegan in Lagos

In den letzten Jahren hat sich Lagos zur Homebase für Digitale Nomad:innen entwickelt und damit ist auch die Café-Vielfalt deutlich gewachsen. Hier gibt es einige tolle Frühstücks-Cafés mit veganen Optionen und auch in vielen Restaurants steht ein veganes Gericht auf der Karte. Mein Favorit war das Estudio Vegetariano, mit leckerer veganer Lasagne und einem fruchtigen Vinho Verde. Mehr Tipps gibt es in meinem „Vegan in Lagos“-Guide.

Vegan in Lagos, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Vegan in Faro

Als Tor zur Algarve dient Faro oft nur als Zwischenstopp auf dem Weg zum Flughafen. Auch ich war nur für einen Nachmittag in der Stadt. In der kurzen Zeit konnte ich zwei vegane Restaurants testen. Das alternativere Vegan Box, wo ich mittags einen veganen Burger mit Pommes gegessen habe und das schickere Outro Lado, wo ich am Abend vor meiner Abreise nochmal lecker essen war. Dort stehen auch wieder typisch portugiesische Gerichte auf der Karte. Besonders gut fand ich die Croquettas, die ich als Vorspeise hatte, mein Hauptgericht das Seitan „Shank“ war nicht ganz mein Geschmack.

Veganer Burger mit Kartoffelecken im Vegan Box FaroVegane Croquettas im Outro Lado in Faro

Vegan auf Madeira

Obwohl das Archipel Madeira zu Portugal gehört unterscheidet sich die Küche auf den Inseln doch recht stark von der auf dem Festland. Hier wird noch viel selbst angebaut und dank des Klimas wachsen hier viele tropischere Früchte wie Mangos, Bananen und Maracujas. Einer meiner liebsten Snacks dort war das typische Bolo do Caco, ein Fladenbrot aus Süßkartoffeln, mit frischer Avocado. Mehr Tipps findest du in meinem „Vegan in Madeira“-Guide.

Madeira vegan

Weiterlesen zu Portugal:
Portugal: praktische Tipps zur Reiseplanung
Madeira Sehenswürdigkeiten
Ein Wochenende in Porto

Rezept: veganes Kürbis-Curry

Heute gibt es mal wieder ein Rezept für ein cremiges Curry. Das ist super einfach, schnell zubereitet und ein perfektes Alltagsgericht für den Herbst. Und natürlich spielt mein Lieblings-Herbst-Gemüse darin die Hauptrolle: hier kommt mein Rezept für veganes Kürbis-Curry.

veganes Kürbis-Curry in einer Bowl mit Reis

Zutaten für 2 große Portionen:
½ Hokkaido Kürbis (ca. 500g)
1 Dose Kokosmilch (400ml)
1 kleine Zwiebel
2EL Pflanzenöl
½EL rote Currypaste
1TL Currypulver
Kürbiskerne als Topping
1 kleine Tasse Reis

Zubereitung
1. Für den Reis etwas gesalzenes Wasser aufsetzen und den Reis nach Packungsanweisung darin garen.
2. Den Kürbis entkernen und in mundgerechte Stücke teilen, die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden.
3. Das Pflanzenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen, die Zwiebel darin anschwitzen, dann den Kürbis dazugeben und 4-5min bei geschlossenem Deckel garen lassen.
4. Dann die Currypaste und das Pulver hinzugeben, mit der Kokosmilch ablöschen und gut verrühren. Etwa 15min köcheln lassen.
5. Den Reis, wenn er fertig ist, durch ein Sieb abschütten. Zusammen mit dem Kürbis-Curry und ein paar Kürbiskernen als Topping servieren.

veganes Kürbis-Curry in einer Bowl mit Reis

Wenn du meinem Blog schon länger folgst weißt du, dass ich im Herbst immer gern neue vegane Kürbis Rezepte ausprobiere. Egal ob klassisch als Suppe, mariniert aus dem Backofen, in einem cremigen Risotto oder in süßem Gebäck: Kürbis ist super vielseitig. Und dabei habe ich hier noch nicht einmal angefangen mit den verschiedenen Sorten zu kochen. Bei diesem Rezept wurde ich wieder inspiriert von meiner Reise nach Südostasien. Dort habe ich auch, wann immer es auf der Karte stand, Kürbis-Curry gegessen und jedesmal war es köstlich. Zwar wurden dort andere Kürbis-Sorten verwendet, aber mit dem klassischen Hokkaido funktioniert es genauso gut. Und mit schon fertiger Currypaste wird daraus ein einfaches veganes Alltagsgericht.

Wichtig ist, dass der Kürbis vorher schön angeröstet wird, dadurch entwickeln sich nochmal andere Aromen. Außerdem habe ich neben der roten Currypaste noch gelbes Currypulver ergänzt. Das sorgt nochmal für eine intensivere Würzung und eine schön Orange Farbe. Du kannst aber auch nur eins von beidem verwenden, wenn du nicht so gerne scharf isst. Wobei der Schärfegrad auch sehr von der Currypaste abhängt, die du verwendest. Ich persönlich esse lieber weniger scharf, aber dafür mit viel Umami Geschmack.

Wenn du etwas mehr Zeit hast, kannst du die Currypaste auch einfach selber machen. Aber Achtung: die Chilis sind nicht ohne und damit wird das Curry schnell sehr scharf. Im Alltag ist mir das meistens doch zu aufwendig und dann greife ich gerne auf fertige Pasten oder Gewürzmischungen zurück. Hauptsache es schmeckt am Ende gut und das ist bei meinem veganen Kürbis-Curry definitiv der Fall!

Weitere Rezeptideen:
Veganes Süßkartoffelcurry
Veganes Kürbisrisotto
Blumenkohl-Erdnuss Curry

Portugal: praktische Tipps zur Reiseplanung

Portugal ist eins meiner liebsten Reiseländer. Dorthin führte mich meine erste selbst geplante Reise im Jahr 2013 und seitdem bin ich mehrfach zurückgekehrt. Zuletzt habe ich Portugal im März 2025 bereist und hier alle meinen praktischen Tipps zusammengetragen, um dir bei der Planung für deine Portugal Reise zu helfen.

Typische Häuser in der Innenstadt von Porto.

Lage

Portugal liegt ganz im Südwesten von Europa auf der iberischen Halbinsel und grenzt direkt an Spanien. Außerdem gehören das Archipel Madeira und die Inselgruppe Azoren zu Portugal.

An- und Einreise

Wenn du mit dem Flugzeug anreist findest du Direktverbindungen von vielen deutschen Flughäfen nach Porto/Oporto, Lissabon und Faro. Auch Funchal auf Madeira wird oft direkt angeflogen, während du bei den meisten Verbindungen auf die Azoren in Lissabon umsteigen musst. Die Flugzeit beträgt von Deutschland aus ca. 3 Stunden, nach Madeira bist du ca. 5 Stunden unterwegs.

Mit Zug und Bus kannst du über Madrid nach Portugal reisen. Da du dann recht lange unterwegs bist, bietet sich das an, wenn du auch Ziele in Spanien besuchen möchtest.

Portugal ist Mitglied in der EU und im Schengen-Raum, das heißt dass du als deutsche:r Staatsbürger:in nur mit deinem Personalausweis einreisen kannst. Es gibt keine grundsätzlichen Grenzkontrollen.

*Angaben ohne Gewähr: informiere dich am besten vor deiner Reise immer nochmal selbst, z.B. beim Auswärtigen Amt.

Unterwegs Vorort

In Portugal hast du mehrere Optionen mobil zu sein. Wenn du klassisch einen Mietwagen nimmst, bedenke, dass du auf vielen Autobahnen Maut zahlen musst.

Ich war auf meiner Portugal Reise mit Zug und Bus unterwegs. Zwischen Porto und Lissabon verkehren täglich Schnellzüge. Damit bist du für einen relativ günstigen Preis innerhalb von knapp drei Stunden am Ziel. Ausflüge kannst du von diesen beiden Städten auch gut mit dem Regionalzug unternehmen. Von Porto z.B. nach Braga, nach Aveiro oder ins Douro-Tal, von Lissabon nach Cascais oder Sintra. Auch entlang der Algarve verkehrt eine Zuglinie mehrmals täglich zwischen Lagos und Faro und zwischen Faro und der Grenzstadt Vila Real de Santo Antonio. Tickets für die Züge (auch Fernzüge), kannst du meist bequem am Schalter im Bahnhof kaufen. Für Fernzüge besser ein paar Tage vorab.

Der Schnellzug in Portugal zwischen Lissabon und Porto.

Meist noch günstiger als die Züge und mit mehr Verbindungen sind die Fernbusse. Mehrere große Anbieter sind in Portugal am Markt, z.B. Flixbus und Rede Expresso. Mit der blauen Busgesellschaft bin ich von Lissabon nach Lagos gefahren und habe für die Fahrt weniger als 10€ gezahlt. Zug- und Busverbindungen kannst du auch über omio.com* recherchieren und buchen.

In den Städten gibt es regionale Buslinien, in Porto und Lissabon auch Metro-Linien. In beiden Städten kannst du dafür jeweils aufladbare Karten nutzen, die dann vor der Fahrt entwertet/gescannt werden.

Konnte ich in den Städten mal nicht zu Fuß, oder mit Bus oder Metro unterwegs sein, habe ich die App Uber genutzt. Die ist in Portugal weiter verbreitet, als Alternativen wie Bolt.

Zeitzone

Festlandportugal liegt in der Zeitzone GMT 0 und damit eine Stunde hinter Deutschland. Wenn es hier 12Uhr Mittags ist, ist es dort 11Uhr. Genau wie hier wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt. Madeira liegt in der gleichen Zeitzone, die Azoren, die noch weiter westlich liegen sind dem Festland allerdings nochmal eine Stunde hinterher.

Währung und bezahlen

Seit 2002 ist der Euro in Portugal die offizielle Währung. Dementsprechend muss kein Geld umgetauscht werden. Bei meiner letzten Reise nach Portugal 2025 konnte ich auch fast überall mit Karte bezahlen. Lediglich ein paar Restaurants und kleine Museen akzeptierten nur Bargeld. Für den Fall bietet es sich an etwas Geld in kleineren Scheinen und Münzen, z.B. für ein Busticket, dabeizuhaben. Da die Preise in Portugal deutlich günstiger sind, als in Deutschland, könnte es schwierig sein große Scheine zu wechseln.

Veganer Capuccino in Abigalis Café

Ein paar typische Preise:
1 Espresso im Café: 1,50€
1 Pastel de Nata: 1,30-2€
Einfaches Frühstück: 10-15€
Essen im Restaurant: 15-20€
1 Fahrt mit der Metro: 1,60€-3€ (je nach Zahlmethode und Strecke)
Eintritt ins Museum: 2,50€-10€

Unterkünfte

Besonders in den großen Städten Lissabon und Porto werden viele Ferienwohnungen und Apartments mit kleiner Küche vermietet. Diese Unterkünfte haben oft keine klassische Rezeption mehr, der Check-In funktioniert online und du bekommst einen Code für die Tür. Bei einer Unterkunft habe ich die Schlüssel auch aus einem Schlüsselkasten mit Zahlenschloss geholt. Der Code wurde mir vorab zugesendet. Gebucht habe ich wie immer über booking.com*.

Mein Zimmer bei Calcatta Housing Porto.

Wenn du im Winter verreist bedenke, dass viele Häuser in Portugal keine eingebaute Heizung haben, auch nicht in Hotels oder Ferienwohnungen. Meistens gibt es nur einen Elektroheizer, oder eine Klimaanlage mit Heizfunktion.

Meine Empfehlungen für Unterkünfte in Portugal

Porto: Calcatta Housing*, kleines Apartment mit Küche und Bad, zentrale Lage
Coimbra: Coimbra City Charm*, kleines Zimmer in zentraler Lage, ok für 1-2 Nächte
Lissabon: Acensor da Bica*, Zimmer mit Küche und Bad, gute Lage
Pensao Praca da Figuera*, zentral nähe Rossio Square, geteiltes Bad, Frühstücksbuffet
Monte Belvedere*, Boutique Hotel im Barrio Alto mit Dachterrasse
Lagos: Casa Creativa*, kleines Zimmer mit eigenem Bad und Gemeinschaftsküche, zentrale Lage in der Altstadt

Klima und Reisezeit

In Portugal herrschen milde Winter und heiße Sommer vor, das Klima ist allerdings auch durch den Atlantik geprägt und kann besonders an der Küste rau und stürmisch sein. Die beste Reisezeit ist meiner Meinung daher in der Nebensaison, besonders für die Städte Porto und Lissabon. Zum Strandurlaub an die Algarve ist die Hauptsaison im Sommer, aber auch im Herbst hat man hier noch warme Temperaturen. Madeira kann man dagegen das ganze Jahr über bereisen. Auf der Insel herrscht ein mildes Klima und auch im Winter häufig Temperaturen um die 20°C. Hauptsaison ist hier im Frühling, da Madeira als Blumeninsel bekannt ist.

Sprache und Verständigung

In Portugal wird Portugiesisch gesprochen, was zwar teilweise dem Spanischen ähnelt, aber nicht mit diesem verwechselt werden sollte. Ein paar einfache Worte wie Bom dia/Guten Tag, Desculpe/Entschuldigung und Obrigado/a/Danke sollte man sich merken. Ansonsten sprechen die meisten Portugies:innen aber sehr gutes Englisch. Führungen und Beschriftungen werden neben Portugiesisch meist auch auf Englisch angeboten, manchmal auch auf Spanisch, Französisch oder Deutsch.

Gesundheit und Reiseapotheke

Für Portugal werden aktuell keine besonderen Impfungen oder Gesundheitsvorkehrungen benötigt. Ich hatte meine Standard-Reiseapotheke dabei, mit Medikamenten gegen Erkältung, Übelkeit oder Magen-Darm Probleme. Wer Wandern geht, sollte dafür entsprechend Blasenpflaster o.Ä. einpacken. Wichtiger ist eher, auch in kälteren Monaten ein guter Sonnenschutz. Ist man an der Küste unterwegs gibt es selten Schattenplätze. Das Leitungswasser hat zwar manchmal einen etwas chlorhaltigen Nachgeschmack, kann aber grundsätzlich ohne Probleme getrunken werden.

Essen und Trinken

Die portugiesische Küche ist sehr Fleisch- und Fischlastig. Dazu gehören z.B. klassische Eintöpfe, würzige Soßen oder das berühmte Francesinha Sandwich. Auch wird gerne ein Spiegelei als Topping dazu serviert. Viele der Gerichte kann man in Lissabon oder Porto aber auch in der veganen Version probieren und gerade die größeren Städte haben einen große Auswahl an vegetarischen und veganen Restaurants. Gegessen wird besonders Abends meist spät. Außerdem gehört süßes Gebäck, wie Pasteis de Nata zur portugiesischen Küche. Diese süßen Törtchen findet man praktisch in jedem Café.

Anschnittfoto vom veganen Franceshina mit mehreren Schichten veganem Fleisch.

Portugal ist ein Weinland und man findet viele Weingegenden und Sorten über den Douro und Portwein hinaus. Es werden besonders viele einheimische Rebsorten angebaut und sowohl Rotwein als auch Weißwein produziert. Ich persönlich mag z.B. den Vinho Verde, einen leichten Weißwein aus einer Region im Norden.

Portugal Reiseroute für 2-3 Wochen

Auf meiner letzten Portugal Reise war ich etwa drei Wochen unterwegs. Eine davon habe ich als freiwillige Helferin in einem Tierheim verbracht, das lasse ich bei meiner Routen-Empfehlung weg. Dafür habe ich ein paar Optionen zum Verlängern an einigen Orten ergänzt. Da Portugal ein langgezogenes Land ist, reist man am Besten nur in eine Richtung, in meinem Fall von Norden nach Süden.

Porto 3-4 Tage (länger wenn man Ausflüge ins Douro-Tal oder nach Braga unternimmt)
Coimbra 1-2 Tage
Lissabon 4-5 Tage (länger wenn man Ausflüge nach Sintra oder Cascais unternimmt)
Lagos 3 Tage
Faro 1 Tag (am Schluss vor dem Heimflug am nächsten Morgen)

Die schönsten Orte in Portugal

Porto

Die Stadt im Norden von Portugal liegt nicht nur schön zwischen Douro-Tal und Atlantik, sie hat trotz der überschaubaren Größe sehr viel zu bieten. Eine urige Altstadt mit vielen alten Häusern, Kirchen und andere Gebäude mit den typischen Azulejos, eine der schönsten Buchhandlungen der Welt und ganz vielen tollen Aussichtspunkten.

Aussicht auf Porto und die Ponte Luis I vom Jardins do Morro.

Weiterlesen zu Porto:
Sehenswürdigkeiten in Porto
Aussichtspunkte in Porto
Vegan in Porto
Tipps für ein Wochenende in Porto

Coimbra

Als Universitätsstadt ist Coimbra noch heute besonders wichtig für Portugal. Allerdings auch im Tourismus, denn Coimbra gehört mit seiner Universität seit 2013 zum UNESCO Weltkulturerbe. Schon an einem Tag kannst du die Altstadt mit den verwinkelten Gassen erkunden, durch den botanischen Garten schlendern und die wichtigsten Gebäude der Universität besichtigen.

Haupteingang der Universität von Coimbra

Weiterlesen zu Coimbra:
24 Stunden in Coimbra
Vegan in Coimbra

Lissabon

Als Hauptstadt darf Lissabon natürlich bei keiner Portugal Rundreise fehlen. Hier gibts viele Sehenswürdigkeiten, wie das Kloster in Belém, das Castelo, das über der Stadt thront oder den markanten Elevador de Santa Justa. Auch eine Fahrt mit den berühmten gelben Trams und ein leckeres Pastel de Nata gehören dazu, bevor du den Sonnenuntergang von einem der vielen Miradouros beobachtest.

gelbe Tram fährt eine steile Straße hinauf

Weiterlesen zu Lissabon:
Lissabon – über Treppen, Tram fahren und den Tejo
Vegan in Lissabon
Aussichtspunkte in Lissabon
Lissabon bei Regen

Sintra

Unweit von Lissabon ist Sintra die Stadt mit den meisten Schlössern und Palästen in Portugal und gehört damit völlig zurecht ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe. Besonders schön sind der Pena Palast, mit seiner gelben und roten Fassade, der hoch auf dem Berg liegt und die Quinta de la Regaleira, mit dem markanten Brunnen, der früher für das Aufnahmeritual in die Verbindung genutzt wurde.

Pena Palace in Sintra

Weiterlesen zu Sintra:
Tagesausflug von Lissabon nach Sintra

Lagos

Lagos ist meiner Meinung nach nicht nur die schönste Stadt an der Algarve, sie ist auch der perfekte Ausgangspunkt um die Küstenregion im Süden Portugals zu erkunden. Aber auch in der Stadt selbst kannst du ein paar schöne Tage verbringen: durch die Altstadt bummeln, nach Souvenirs stöbern und Abends gemütlich Tapas essen gehen. Tagsüber kannst du wählen zwischen einem Spaziergang am langen Sandstrand, einer Wanderung an der Felsküste, oder einer Bootstour.

Der Praca Luis de Camoes in der Altstadt von Lagos

Weiterlesen zu Lagos:
Sehenswürdigkeiten in Lagos
Vegan in Lagos

Ponta da Piedade

Ich liebe die Felsküste an der Algarve und ganz besonders schön ist die an der Ponta da Piedade. Diese zieht sich vor Lagos an der Küste entlang und bildet dabei viele kleine Buchten und Höhlen. Die kannst du entweder auf einem Spaziergang oberhalb der Klippen erkunden (hier führt ein Holzbohlenweg entlang), oder du unternimmst eine Bootstour, bei der du mit etwas Glück sogar in einige der Höhlen hineinfahren kannst.

Blick auf die Felsküste an der Ponta da Piedade

Weiterlesen zur Algarve:
Algarve Urlaub – Tipps und Ausflugsziele

Madeira

Die Blumeninsel Madeira gehört zu Portugal und ist das ganze Jahr über ein ideales Urlaubsziel. Meist herrschen milde Temperaturen die perfekt zum wandern sind, was du auf Madeira besonders gut entlang der zahlreichen Levadas tun kannst. Außerdem bietet die Insel tolle Berg- und Küstenpanoramen, zahlreiche Pflanzenarten die du z.B. im botanischen Garten bestaunen kannst und köstliches, teils tropisches Obst, das dort angebaut wird.

Aussicht auf die Nordküste von Madeira.

Weiterlesen zu Madeira:
Madeira Sehenswürdigkeiten
Wandern auf Madeira – Touren für Anfänger:innen
Vegan auf Madeira
Sehenswürdigkeiten in Funchal

*Disclaimer: Links mit * (Sternchen) sind sogenannte Affiliate-Links. Buchst du etwas über diesen Link bekomme ich eine kleine Provision.

Rezept: veganer Nougatkuchen

Du suchst ein Rezept für einen einfachen schokoladigen Kuchen, bei dem sich eine besondere Zutat im Teig versteckt? Wie wäre es mit meinem veganen Nougatkuchen?! Der besteht aus einem einfachen Rührteig, der durch den Nougat eine besondere Note bekommt und wird schick verziert mit einer Schokoglasur und gehackten Haselnüssen.

veganer Nougatkuchen mit Schokoglasur und gehackten Nüssen

Zutaten für eine Springform mit 26cm Durchmesser:
für den Teig:
125g Margarine
75g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
15g veganes Eiersatzpulver (von Biovegan, entspricht 3 Eiersatz)
50ml Sprudelwasser
100g gemahlene Mandeln
100g Mehl
½ Päckchen Backpulver
200g veganer Nougat

für die Glasur:
150g vegane Kuvertüre
20g vegane Butter
75g Haselnüsse

Zubereitung:
1. In einer Schüssel Margarine, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Den Eiersatz mit Sprudelwasser anmischen und unterrühren.
2. Gemahlene Mandeln dazugeben, Mehl und Backpulver sieben, kurz mit dem restlichen Teig verrühren. Den Nougat vorsichtig in einem Topf schmelzen lassen, dann ebenfalls unter den Teig heben.
3. Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen. Eine runde Springform mit Backpapier auslegen, den Teig gleichmäßig darauf verstreichen, bis er eine möglich glatte Oberfläche hat. Den Nougatkuchen ca. 30min im Ofen backen. Vollständig in der Form auskühlen lassen.
4. Für die Glasur die Kuvertüre vorsichtig schmelzen und mit der veganen Butter zu einer gleichmäßigen Ganache verrühren. Über dem Kuchen verteilen.
5. Die Haselnüsse grob hacken und damit den Rand des Kuchens verzieren.

ein Stück veganer Nougatkuchen wird mit dem Tortenheber aus dem ganzen Kuchen genommen

Der Rührteig ist wirklich simpel. Achte hier nur darauf, dass du einen guten veganen Eiersatz verwendest, ansonsten hat der Kuchen später zu wenig Bindung und wird krümelig. Außerdem sollte etwas Flüssigkeit enthalten sein, damit man den Teig auch gut verrühren kann. Ich habe ein Eiersatzpulver verwendet und mit Sprudelwasser angerührt, davon kann man ggf. später noch etwas hinzufügen um den Teig flüssiger zu machen. Der Teig sollte vor dem Backen schwer reißend vom Löffel fallen. Darum ist es auch nötig, die Oberfläche möglichst glatt zu streichen, bevor der Kuchen gebacken wird.

veganer Nougatkuchen mit Schokoglasur und gehackten Nüssen

Durch das Backpapier lässt sich der Nougatkuchen prima aus der Form lösen. Ich habe ihn vor dem Verzieren auf einer Kuchenplatte platziert. Der Kuchen bleibt auch nach dem Backen relativ flach, Nüsse und Nougat machen den Teig relativ schwer, wodurch er wenig aufgeht. Dafür bleibt auch die Oberfläche gerade. Für die Verzierung habe ich eine einfache, vegane Schokoglasur gewählt. Dazu habe ich noch grob gehackte Haselnüsse über den Rand gestreut, so kann man den Kuchen durchaus auch bei schickeren Anlässen servieren. Bei mir kam er jedenfalls sehr gut an und war schnell aufgegessen.

ein Stück veganer Nougatkuchen wird mit dem Tortenheber aus dem ganzen Kuchen genommen

Übrigens mag ich diese Variante von schokoladigem Kuchen super gerne, bei dem die Schokolade, bzw. in diesem Fall der Nougat geschmolzen im Teig ergänzt wird. Das ist schon bei meinem veganen Schoko-Gewürzkuchen und bei meinen veganen Kokos-Brownies der Fall. Nougat kannst du ansonsten auch gut als Füllung verwenden, z.B. für vegane Haselnussmuffins mit Nougatkern, zwischen Creme und Böden in veganer Mannerschnittentorte oder zum zusammensetzen von veganen Haselnussplätzchen.

Weitere Rezeptideen:
Vegane Nougatknödel
Schoko-Birnen Tarte
Rotwein-Schoko Mini Gugl

Von Lissabon nach Sintra: Tagesausflug zu den schönsten Schlössern

Während meiner Portugal Reise war ich für ein paar Tage in Lissabon. Da ich die Stadt schon von einem früheren Trip kannte, plante ich diesmal einen Ausflug ins nahegelegene Sintra. Das ist vor allem für seine schönen Schlösser, die zum UNESCO Welterbe gehören, bekannt. Zwar ist mein Tagesausflug von Sintra nach Lissabon erstmal aufgrund eines Unwetters ins Wasser gefallen, mit etwas Glück konnte ich den Trip aber eine Woche später bei bestem Wetter nachholen. Ob sich der Ausflug mit geführter Tour lohnt, liest du hier.

Pena Palace in Sintra

Von Lissabon nach Sintra: Abfahrt am Rossio Square

Es ist kurz nach Acht, als ich von meinem Hotel hinüber zum Rossio Square laufe, wo ich meinen Guide für die Tour nach Sintra treffen soll. Ich bin noch ziemlich müde von der letzten Woche. Da habe ich in einem Tierheim in der Nähe von Lissabon mitgeholfen die Hunde zu versorgen. Trotzdem bin ich froh, dass ich jetzt meine Tour nach Sintra nachholen kann. Vor etwa einer Woche stand ich nämlich schonmal hier, in strömendem Regen und mit nassen Schuhen. In der Nacht davor hatte ein Unwetter über Lissabon gewütet, in Sintra sind dabei zahlreiche Bäume umgestürzt und die Paläste, die ich besuchen wollte, hatten deshalb geschlossen. Die Tour konnte ich an dem Tag kurzfristig stornieren, aber weil ich so gerne nach Sintra wollte, habe ich ein bisschen umgeplant und neu gebucht. Jetzt ist viel besseres Wetter und einem schönen Tagesausflug steht nichts im Wege. Mit dem Rest der Gruppe steige ich in einem Bus und los gehts ins etwa eine Stunde entfernte Sintra.

Sintra – Kulturlandschaft und UNESCO Welterbe

Sintra ist eine Kleinstadt nordwestlich von Lissabon und vor allem bekannt für seine zahlreichen, schönen Paläste. Die Stadt erstreckt sich über mehrere Hügel und es herrscht im Sommer ein milderes Klima als in Lissabon. Darum entwickelte sich Sintra schon früh zur Sommerresidenz für Adlige und Reiche, die natürlich entsprechend wohnen wollten. Die Paläste von Sintra gehören seit 1995 als Kulturlandschaft Sintra zum UNESCO Weltkulturerbe und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher:innen an. Auf meinem Tagesausflug heute werde ich zwei davon besichtigen: die Quinta de la Regaleira und den Palácio Nacional da Pena. Ebenfalls sehr beliebt sind der Palácio Nacional da Sintra, der ehemalige Königspalast im Zentrum der Altstadt und das Castelo dos Mouros, das mit seinen breiten Steinmauern und Türmen schon aus dem Tal sichtbar ist.

Aussicht auf den National Palace von Sintra.Die Mauern und Türme des Castelo dos Mouros thronen auf den Felsen über der Stadt.

Quinta da Regaleira – Gartenanlage mit Wasserspielen

Angekommen in Sintra laufen wir zuerst den kurzen Weg zur Quinta da Regaleira. Hier gibt es zwar auch einen kleinen Palast, viel sehenswerter ist aber die große Gartenanlage, die sich mit zahlreichen, künstlich angelegten Wasserläufen und Brunnen am Hang erstreckt. Dank Ticket mit Zeitslot können wir mit unserer Gruppe direkt hinein und laufen durch den Garten bergauf, vorbei an einer Grotte und einem kleinen Wasserfall. Unser Guide erzählt uns etwas zu den Hintergründen des Palastes: hier war früher wohl das Zentrum einer exklusiven Vereinigung. Als Initiationsritus mussten die Anwärter den Weg durch ein Labyrinth in einer Grotte und nach oben durch einen Brunnen finden und das alles in völliger Dunkelheit. Ebendieser Brunnen hat inzwischen als Instagram-Fotomotiv eine große Bekanntheit erlangt. Auch wir laufen jetzt durch den Brunnen. Über eine schmale Wendeltreppe geht es hinab. Dann landen wir in den Grotten hinter dem Wasserfall. Als alle aus der Gruppe den richtigen Weg gefunden haben geht es weiter. Unser Guide zeigt uns noch ein paar weitere Highlights im Park, dann bekommen wir etwas Freizeit und können den Rest auf eigene Faust erkunden. Ich nutze das für eine Runde zu noch mehr Grotten und einer kurzen Besichtigung der geöffneten Schlossräume. Dann mache ich mich wieder auf den Weg in die Altstadt.

Schloss im Park Quinta de la RegaleiraDer berühmte Brunnen in der Quinta de la Regaleira

Sintra Altstadt – kleine Gassen und eine vegane Spezialität

Das Zentrum von Sintra ist relativ überschaubar, die Häuser ziehen sich hier am Hügel hinauf und man kann durch ein paar kleine Gassen laufen. Neben dem Palast von Sintra finden sich einige Souvenirläden und Restaurants. Auch ich suche mir einen Platz für eine Mittagspause. Fündig werde ich ausgerechnet in einem Fischrestaurant, aber tatsächlich steht hier eine portugiesische Spezialität in vegan auf der Karte: Lauch, der a Bràs Style zubereitet wird. Also zusammen mit fein geriebenen Kartoffeln und Zwiebeln knusprig angebraten wird. Ursprünglich ist das ein Fischgericht für Kinder, schmeckt mir in der veganen Version aber auch super.

Aussicht auf die Altstadt von SintraVeganes Gericht: Lauch a Bras Style

Pena Palace – das Märchenschloss hoch über der Stadt

Nach der Mittagspause werden wir vom Bus wieder eingesammelt und fahren über eine schmale, kurvige Straße hinauf zum Pena Palace. Das Schloss, das aussieht wie aus einem Märchen, thront hoch über der Stadt. Erbaut wurde es ab 1840 im Auftrag vom König Ferdinand II. auf den Ruinen eines alten Klosters. Welche Teile zum damaligen Kloster gehörten ist heute noch gut an der tiefroten Fassade zu erkennen. Neue Teile des Schlosses wurden in gelb gehalten.

Gelbe Türme und blaue Kacheln an der Fassade des Pena Palace

Im weitläufigen Garten sind die Spuren des Unwetters noch spürbar. Normalerweise kann man den auf vielen Pfaden und Wanderwegen erkunden, heute ist das leider nicht möglich. Nur der breite, steile Weg direkt zum Schloss hinauf ist begehbar. Oben stellen wir uns gleich in die Schlange für die Schlossbesichtigung, auch hier haben wir ein Ticket mit Zeitslot. Zusammen mit zahlreichen anderen Tourist:innen schieben wir uns durch die Räume. Es ist wirklich viel los, aber die Architektur und das Interieur aus dem späten 19. Jahrhundert sind sehenswert. Ein spannendes Detail: die Decken und Wände sind oft mit 3D-Technik bemalt, sodass sie wie Stuck wirken.

Der Ausblick vom Schlosshof reicht bis zur Küste.

Noch schöner ist nur die Aussicht vom Schlosshof. Der Blick reicht hier bis zum Atlantik. Außerdem kann ich hier, trotz Gegenlicht ein paar schöne Bilder vom Schloss machen. Alleine dafür hat sich der Trip gelohnt.

Cascais – Küstenstadt mit Flair

Auf dem Rückweg nach Lissabon legen wir noch einen Stopp in Cascais ein. Die Küstenstadt ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel ab Lissabon. Hier bekommen wir nochmal etwas Zeit zum alleine erkunden. Da ich inzwischen wieder ziemlich müde bin, laufe ich nur an der palmengesäumten Straße bis zur Promenade, kaufe mir eine kalte Limo und setze mich damit an den Strand. Schon jetzt Ende März ist es so warm, dass einige Leute baden. Ich tauche wenigstens kurz meine Füße ins kalte Wasser, herrlich! Der perfekte Abschluss von einem wundervollen Ausflugstag.

Palmengesäumte Straße in Cascais

Fazit: lohnt sich eine geführte Tour von Lissabon nach Sintra?

Die kurze Antwort: ja, auch wenn so eine geführte Tour einen recht stolzen Preis hat. Inklusive der Eintritte habe ich für diesen Ausflug 99€ gezahlt, gebucht habe ich über getyourguide* (Affiliate-Link). Allerdings wäre ich preislich schon mit den Tickets für die Schlösser, für die Zugfahrt nach Sintra und zurück und für den Touristenbus zum Schloss auf über 50€ gekommen. Jetzt musste ich mich dafür um nichts kümmern, vor allem die Planung mit den richtigen Zeitslots ist dabei stressig. Da ich ja beim zweiten Anlauf recht kurzfristig gebucht habe, wären unter Umstände auch gar nicht die passenden Tickets verfügbar gewesen. Zusätzlich gab es Infos vom Guide zu den Palästen. Nach Cascais wäre ich so alleine an einem Tag auch nicht mehr gekommen. Eigentlich stand auch noch das Cabo da Roca auf dem Programm, das ich gerne gesehen hätte, warum dieser Stopp ausgelassen wurde, weiß ich leider nicht. Ich war jedenfalls sehr froh, dass ich meinen Ausflug nach Sintra nachholen konnte und kann die Tour empfehlen.

Weiterlesen:
Vegan in Lissabon
Lissabon bei Regen
Aussichtspunkte in Lissabon