Updated on Mai 28, 2026
Ausflugsziele in Bonn und Umgebung | 19 Ideen für das ganze Jahr
Bonn ist den meisten als ehemalige Bundeshauptstadt bekannt, die Stadt am Rhein hat aber auch sonst einiges zu bieten. Ich habe hier schon unzählige Ausflüge unternommen: in der Stadt selbst, in der direkten Umgebung und auch kleinere Tagestrips. Die schönsten Ausflugsziele in Bonn und Umgebung habe ich jetzt hier für euch gesammelt. Unterteilt nach den Jahreszeiten gibt es einige Ziele, die genau dann besonders schön sind. Die meisten Ausflugsziele kannst du aber natürlich das ganze Jahr über besuchen.

Ausflugsziele in Bonn im Frühling
Kirschblüte in der Bonner Altstadt
Die Bonner Altstadt zeigt sich im Frühling in ihrem schönsten Kleid. Etwa Anfang/Mitte April fangen die Kirschbäume an zu blühen und verwandeln die Straßen in ein richtiges Blütenmeer. Oft ist deswegen auch ganz schön viel los und an jeder Ecke sind Leute, die Fotos machen.

Neben der Blütenpracht kannst du noch die vielen schönen Altbauten bewundern und in tollen kleinen Läden stöbern. Wenn ich dort bin und durch die Straßen bummle, gönne ich mir meist eine kleine Pause und ein Stück Kuchen im Black Veg, einem veganen Café direkt am Frankenbad. Am liebsten gehe ich zum Altstadtflohmarkt hin, dann verkaufen die Anwohner:innen direkt an der Straße gebrauchte Sachen.
Die Eifel
Die Eifel ist von Bonn aus relativ schnell mit dem Auto zu erreichen und sie bietet viele tolle Ausflugsziele. Sehr schön fand ich z.B. meinen Ausflug an den Rursee, wo wir erst durch Heimbach gelaufen und dann mit dem Schiff über den See gefahren sind.

Besonders beliebt ist die Eifel wegen der vielen Wandermöglichkeiten. Die Wanderungen kannst du wunderbar mit dem Besuch einer der alten Ortschaften verbinden.
Ein sehr bekanntes und beliebtes Ziel ist Monschau. Die Stadt hat nicht nur einen wunderschönen historischen Stadtkern, der zum Bummeln einlädt, ab April beginnen in der Umgebung die Narzissenfelder zu blühen, die du bei einer kleinen Wanderung entdecken kannst. Mehr dazu liest du in meinem Artikel über die Narzissenblüte in der Eifel.

Rheinauenflohmarkt
Ich liebe es ja auf Märkten zu stöbern und ganz besonders gut geht das beim Flohmarkt in der Bonner Rheinaue. Es gibt dort eine gute Mischung zwischen Händlern und Privatverkäufern, sodass du sicher das ein oder andere Schnäppchen findest. Der Flohmarkt findet von März/April bis September/Oktober meist jeden 3. Samstag im Monat statt. Die genauen Termine findest du hier.

Davon abgesehen ist auch der Park, der 1979 zur Bundesgartenschau angelegt wurde, im Frühling wirklich schön. Besonders mag ich den japanischen Garten und den kleinen See, auf dem du mit einem Ruderboot oder einem Tretboot fahren kannst. Am See kannst du außerdem Enten, Schwäne, Gänse und Nutrias beobachten.
Freilichtmuseum Kommern
Du wolltest immer schon mal wissen, wie die Menschen im Rheinland früher gelebt haben? Dann auf ins Freilichtmuseum Kommern. Das liegt eine knappe Stunde Fahrzeit mit dem Auto von Bonn entfernt und ist ein tolles Ausflugsziel. Hier kannst du in über 70 historischen Gebäuden in die Vergangenheit eintauchen, egal ob in ein altes Fachwerkhaus oder ein Fertighaus aus dem Katalog. In vielen der Häuser findest du noch originale Einrichtung aus der Zeit. Toll sind auch die zahlreichen Veranstaltungen, die über das Jahr verteilt hier stattfinden. Ich war das letzte Mal zum Jahrmarkt hier, mit alten Fahrgeschäften wie einer Schmetterlingsbahn oder einem Geisterhaus.


Rhein in Flammen
Rhein in Flammen ist jedes Jahr ein großes Spektakel, das schon seit über 30 Jahren in Bonn stattfindet. Die Ausflugsboote, die einen sonst tagsüber über den Rhein schippern, fahren abends von Linz aus den Rhein stromabwärts bis Bonn. Das Ufer wird von bengalischen Feuern erleuchtet und es gibt Feuerwerk, wenn die Schiffe vorbeifahren. In der Bonner Rheinaue gibt es außerdem ein großes Fest mit Livemusik und natürlich einem großen Abschlussfeuerwerk (inzwischen auch umweltfreundlicher mit Drohnenshow). Das Beste? Der Eintritt ist frei.

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Ausflugsziele in Bonn im Sommer
Botanischer Garten
Der Botanische Garten von Bonn liegt direkt neben dem Poppeldorfer Schloss und er ist das perfekte Ausflugsziel für den Frühling und Sommer. Ich war im Juni dort und konnte zahlreiche tolle Pflanzen bestaunen. Die Vielfalt ist wirklich spannend. Außerdem gibt es ein paar Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen, Seerosen mit riesigen Blättern und Kakteen. Der Eintritt ist unter der Woche frei, am Wochenende zahlst du 4€ pro Person. Du kannst diesen Ausflug auch gut mit einem Besuch des veganen Cafés Esskalation verbinden. Das liegt direkt um die Ecke und serviert am Wochenende leckeres Frühstück oder unter der Woche Lunch, Kaffee und Kuchen.

Die Siegauen
Im Sommer ist ein Ausflug in die Siegauen zwischen Siegburg und Bonn besonders schön. Hier kannst du auf schmalen Wegen am Fluss bis zur Siegmündung laufen, den Fluss mit der Siegfähre überqueren und bei den warmen Temperaturen deine Füße im kalten Wasser abkühlen.

Wer gern mit dem Rad unterwegs ist, kann hier auch eine schöne Tour unternehmen. Ein Abstecher nach Siegburg ist vor allem im Juni lohnenswert. Dort blühen dann auf den Feldern zahlreiche Mohnblumen und bieten mit dem Michelsberg im Hintergrund eine schöne Kulisse.

Schlösser und Gärten in Brühl
Etwa auf halber Strecke zwischen Bonn und Köln findest du zwei Schlösser aus der Zeit des Rokoko, die sogar zum UNESCO-Welterbe gehören. Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust sind umgeben von großen Schlossgärten, die du kostenlos besuchen kannst. Die Schlösser selbst kannst du gegen Eintritt besichtigen. Ein noch prunkvolleres Ausflugsziel wirst du hier in der Gegend nicht finden.

Heideblüte in der Wahner Heide
Die Wahner Heide bei Troisdorf, bzw. beim Köln/Bonner Flughafen ist ein schönes Ausflugsziel für den Spätsommer. Zwischen August und September blüht hier die Heide in sanften Lilatönen.

Am besten erkundest du dieses Naturschauspiel auf einer Wanderung. Empfehlen kann ich hier die Fliegenberg Tour, die über knapp 10 km einmal quer durch die Heide führt. Dabei hast du eine schöne Kombination aus Kiefern- und Birkenwald und (blühender) Heide und kannst obendrein die Flugzeuge beim Starten oder Landen beobachten. Mehr Tourenvorschläge gibt’s in meinem Artikel Wandern in der Wahner Heide.

Kaltwassergeysir in Andernach
Am Rhein hinauf Richtung Koblenz findet sich ein weiteres spannendes Ausflugsziel, das von den vulkanischen Aktivitäten in der Region zeugt: der Kaltwassergeysir bei Andernach.
Der Geysir spuckt etwa alle zwei Stunden eine Fontäne von bis zu 50-60 m in die Luft. Damit ist er der höchste Kaltwassergeysir der Erde.

Bei einem Besuch geht es erst in das Geysir-Informationszentrum, in dem besonders Kinder sehr schön in die Welt des Vulkanismus eintauchen können. Anschließend geht es mit einem Schiff über den Rhein bis zur Halbinsel Namedyer Werth, wo sich der Geysir befindet. Die Fahrten sind so getaktet, dass man während des Aufenthaltes einen Ausbruch des Geysirs bestaunen kann.
Mehr Infos gibt’s auf der Seite des Geysirzentrums.
Ausflugsziele in Bonn im Herbst
Wanderung über die Rabenlay in Bonn-Oberkassel
Die Rabenlay ist ein Berg in Bonn-Oberkassel, der durch den rotbraunen Steinbruch besonders markant ist. Oberhalb des Steinbruchs führt ein Teil des Rheinsteigs durch den Wald und von kleinen Lichtungen bieten sich immer wieder weite Ausblicke über das Rheintal. Seit dem Sommer 2017 gibt es außerdem eine kleine Aussichtsplattform mit Blick auf das Siebengebirge, das im Herbst besonders schön aussieht.

Für unsere kleine Rundwanderung sind wir in Ramersdorf gestartet. An der U-Bahn-Haltestelle gibt es auch einen großen Parkplatz, wenn man mit dem Auto kommt. Über die Oberkasseler Straße geht es dann weiter und rechts neben der Autobahn-Unterführung führt ein Weg in den Wald. Es geht ein Stück neben der B42 entlang, bis zu einer Brücke darüber. Auf der anderen Seite der Brücke geht es rechts weiter, bis links ein Zuweg zum Rheinsteig folgt (gelbes Rheinsteig-Symbol). Jetzt geht es langsam den Berg hoch, bis man den Rheinsteig kreuzt (blaues Symbol), hier geht es rechts weiter. Der Rheinsteig führt hier oberhalb vom Steinbruch entlang und es gibt ein paar Aussichtspunkte, von denen man übers Rheintal, bis nach Köln und in die Eifel schauen kann. Von der kleinen Aussichtsplattform, die man nach einer Weile erreicht, hat man einen schönen Blick auf das Siebengebirge.


Nach der Aussichtsplattform folgen wir weiter dem Rheinsteig bis zum nächsten Weg, der rechts wieder ins Tal führt. Der Felsenweg ist steiler und schmaler, als die Wege bisher, von hier hat man aber bessere Sicht auf den Steinbruch und kann die Aussichtsplattform von unten betrachten.
Der Weg endet wieder bei der B42 in Oberkassel Mitte und von hier kann man weiter gehen Richtung Rhein, oder direkt mit der Bahn zurückfahren. Die Strecke durch den Wald ist etwa 3 km lang, mit größtenteils gut ausgebauten Wanderwegen. Wir waren mit langen Fotostopps etwa zwei Stunden unterwegs.
Wer hier gern eine längere Tour wandern möchte, der findet Infos zum Naturerlebnispfad Ennert, der auch an der Rabenlay und am Steinbruch vorbeiführt, in meinem Artikel zum Wandern in Bonn und Umgebung.
Das Siebengebirge und Schloss Drachenburg
Das Siebengebirge ist, wie schon erwähnt, im Herbst besonders schön und eignet sich hervorragend für kleine Wanderausflüge von Bonn aus. Das bekannteste Ziel ist der Drachenfels, auf den du von Königswinter aus auch bequem mit einer Zahnradbahn fahren kannst. Außerdem gibt es natürlich viele schöne Wanderrouten auf den Drachenfels. Hier findest du auch das malerische Schloss Drachenburg, das sich an die Seite des Bergs schmiegt. Die Besichtigung solltest du dir bei deinem Ausflug nicht entgehen lassen.

Neben der Wanderung auf den Drachenfels gibt es noch viele weitere Wanderrouten, die durch das Siebengebirge führen. Einige Tourenvorschläge findest du in meinem Artikel übers Wandern im Siebengebirge, weitere Routen mit Wanderkarten gibt’s beim Tourismus Siebengebirge.

Linz am Rhein
Noch ein Stück weiter den Rhein hinauf findest du mit Linz am Rhein eine schöne alte Kleinstadt, die sich perfekt für einen Ausflug von Bonn aus eignet. In der Altstadt findest du noch überreste der alten Burg, sowie zahlreiche alte Fachwerkhäuser. Rund um den Marktplatz kannst du in eins der vielen Cafés einkehren. Wenn du gerne aktiv bist, kannst du auf dem Rheinsteig im Siebengebirge hierher wandern, oder du nimmst dir die Rundtour Linzer Basaltschleife vor.

Ahrtal
Eine weitere schöne Wanderregion südlich von Bonn ist das Ahrtal. Hier wanderst du an den steilen Hängen der Ahr, zwischen Weinreben und Felsen. Beliebte Routen sind z.B. der Ahrsteig oder der Rotweinwanderweg. Der ist übrigens nach der verheerenden Flutkatastrophe im Sommer 2021 wieder komplett begehbar und Besucher:innen sind absolut erwünscht. Regelmäßig finden auch Events rund um den Wanderweg statt, etwa der Weinfrühling oder Weinherbst. Dann kannst du an kleinen Ständen entlang der Route die Weine der Region verkosten.

Lachse-Springen an der Sieg
Im Herbst lohnt es sich für einen weiteren Ausflug an die Sieg zurückzukehren, dann bietet sich hier ein ganz besonderes Schauspiel: die springenden Lachse.

Früher waren Rhein und Sieg lachsreiche Flüsse, aber durch Überfischung und Verschmutzung war der Lachs zeitweise ganz verschwunden. Anfang der 90er, als die Flüsse wieder sauber genug waren, wurden durch ein Umweltprojekt wieder Lachse in der Sieg angesiedelt und bis heute kehren die Lachse im Herbst immer wieder zum Laichen zurück. Bevor sie zu den Laichplätzen kommen, müssen sie aber ein paar Hindernisse überwinden. Zum Beispiel das Wehr zwischen Siegburg und Buisdorf, wo du mit etwas Glück die Lachse springen sehen kannst.

Auf der linken Flussseite gibt es auch eine Fischtreppe, einen leichteren Durchgang, wo die Lachse gezählt werden. Viele springen aber trotzdem. Wenn du das sehen willst, solltest du schon etwas Geduld mitbringen und genau aufpassen. Wir waren etwa eine Stunde dort und ich habe 5-6 Lachse springen sehen. Das passierte allerdings so schnell, dass ich es nicht geschafft habe, ein Foto zu machen.
Martinimarkt in Bad Honnef
Wer auf Wintermärkte und Glühwein steht, der sollte zum Martinimarkt nach Bad Honnef fahren. Hier gibt’s keinen Weihnachtsmarkt, dafür eben den Martinimarkt und das schon im Herbst. In der Bad Honnefer Innenstadt reihen sich dann Verkaufsbuden aneinander. Es gibt zum Beispiel Schmuck, Deko und Lebensmittelspezialitäten zu kaufen. Außerdem gibt es zahlreiche Stände, die Essen verkaufen. Veganes war in den letzten Jahren auch zu finden.
Ausflugsziele in Bonn im Winter
Weihnachtsmärkte in NRW
Im Dezember gibt es viele Weihnachtsmärkte, die sich für einen Ausflug von Bonn aus lohnen. Natürlich hat Bonn auch seinen eigenen Weihnachtsmarkt, der sich über die ganze Innenstadt erstreckt. Besonders schön ist auch der Adventskalender am Rathaus, wo jeden Tag ein neues Türchen erstrahlt, und das große Tierschaufenster bei der Galeria Kaufhof, wo jedes Jahr andere Szenen mit verschiedenen Kuscheltieren dekoriert werden.

Aber auch ein paar weiter entfernte Ausflugsziele von Bonn lohnen sich im Advent besonders: In Siegburg gibt es z.B. einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Hier gibt es anders als sonst keine künstliche Beleuchtung, die Stände verkaufen Geschenke passend zum Thema und ein Programm mit Gauklern sorgt für Unterhaltung.
Wer eine etwas weitere Anreise auf sich nehmen will, dem kann ich auch einen Ausflug nach Aachen im Advent empfehlen. Ein Besuch des Aachener Doms ist in der Adventszeit besonders schön und auf dem Weihnachtsmarkt kann man sich gleichzeitig mit leckeren Printen eindecken.

Bonner Museen
Die Bonner Museen kannst du natürlich das ganze Jahr über besuchen, aber in der kalten und dunklen Jahreszeit sind sie auf jeden Fall immer eine gute Option. Und in Bonn gibt es wirklich viele Museen: von der bekannten Museumsmeile mit dem Haus der Geschichte (dessen Dauerausstellung erst Ende 2025 komplett neu gestaltet wurde), der Bundeskunsthalle und dem Museum König, über das Arithmeum, das Deutsche Museum, das LVR Landesmuseum und das Frauenmuseum bis zum August Macke Haus und zum Beethoven Haus. Die Auswahl ist groß und hier ist mit Sicherheit für jeden was dabei.
Weitere Tipps für Bonn:
– Meinen Guide für das perfekte Wochenende in Bonn findest du in einem eigenen Artikel.
– Die grüne Seite der Stadt entdeckst du am besten auf einer von vielen Wanderungen in Bonn und Umgebung.
– Auf der Suche nach Restauranttipps? Die findest du in meinem Bonn-Vegan-Guide.
– Besondere Aktivitäten gesucht? Bei konfetti* (Affiliate-Link) findest du Angebote für spannende Kurse und Events, z.B. ausgefallene Stadtralleys, kreative Malkurse, Kochkurse oder Wein-Tastings.
– Falls du für deinen Ausflug nach Bonn noch ein Hotel suchst, findest du zahlreiche Angebote z.B. über booking.com* (Affiliate-Link).
Weiterlesen:
Beethoven Wanderweg: Anspruchsvolle Tagestour durch das Siebengebirge
Veganer Mosel Urlaub
Wandern in Wipperfürth und Umgebung
Updated on Oktober 24, 2024
Fliegenberg Tour: in der Wahner Heide zur Heideblüte
Schon lange wollte ich mal während der Heideblüte in die Wahner Heide bei Troisdorf fahren. Nachdem ich den Zeitpunkt in den letzten Jahren immer verpasst habe, hat es jetzt endlich geklappt. Als Wanderung hatte ich mir die knapp 10km lange Fliegenberg Tour ausgesucht, einer von 10 durch das Bündnis Heideterrasse betreuten und gekennzeichneten Rundwanderwegen.

Verlauf und Highlights
Start der Fliegenberg Tour ist an der Burg Wissem. Von dort geht es am Hirschgehege vorbei und in den Wald, der hier, wie für die Heide üblich, aus vielen Kiefern und Birken besteht. Die Markierung der Tour, mit dem gelben Schafbockkopf auf schwarzem Grund, startet erst kurz vor dem Waldfriedhof. Statt hier die Straße zu überqueren wende ich mich aber nach links, wo der Rundweg noch ein Stück in westlicher Richtung verläuft, und erst nach dem Schützenhaus über die Straße und durch ein Tor in das Naturschutzgebiet Wahner Heide führt. Auf schmalen, teils sandigen Pfaden geht es leicht bergauf und bergab, erst zur Eremitage (bzw. den Überresten davon) und dann hinauf zum Telegraphenberg, den mit 134m höchsten Hügel in der Wahner Heide. Von hier hat man eine schöne Aussicht auf die im Spätsommer blühenden Heideflächen. Auch die vom Flughafen Köln/Bonn regelmäßig startenden Flugzeuge kann man hier beobachten.




Dann geht es Bergab und quer durch die Heide. Zumindest soweit es geht, denn da hier früher ein Truppenübungsplatz war, sind die meisten Wege direkt durch die Heide gesperrt und man muss mit dem offiziellen, gekiesten Weg durch die Mitte vorlieb nehmen. Ich lasse mir hier trotzdem ausgiebig Zeit, mache viele Fotos und genieße den Anblick dieses Naturschauspiels. Ein bisschen kann man sogar den Duft der lila blühenden Heide riechen.



Weiter geht es zum Fliegenberg, dem Namensgeber der Tour. Auf dem Weg dorthin komme ich noch an einem alten, toten Baum vorbei hinter dem eine Herde Schafe und ein paar Ziegen weiden. Dann geht es quer über zwei Wanderparkplätze und eine Straße und links über einen sandigen Weg den Fliegenberg hinauf. Von hier kann man bei guter Sicht bis zum Siebengebirge schauen. Auch ich kann die Silhouette des Mittelgebirges in der Ferne erkennen. Davor breiten sich abermals lila Heideteppiche aus. Da ich jetzt ungefähr die Hälfte der Strecke geschafft habe, lege ich eine kleine Pause ein, setzte mich auf einen Baumstamm im Schatten und genieße die Aussicht.


Anschließend laufe ich weiter auf einem schmalen, sandigen Pfad oberhalb der Heide entlang. Nach einem knappen Kilometer führt die Wanderroute wieder Links in den Wald. Sie verläuft hier in einem Schlenker, vorbei an zwei kleinen Weihern, die man aber so zugewachsen sind, dass man von der Wasseroberfläche kaum etwas sieht. Erst der Leyenweiher, kurz vor Ende der Tour bietet nochmal ein kleines Highlight. Hier setzte ich mich auf eine der Bänke am Ufer und beobachte die Enten. Ein leichter Wind lässt die ersten Blätter von der Birke rieseln, die auf einer Insel in der Mitte steht. Mit dem Spätsommer zeigen sich auch die ersten Vorboten des Herbstes. Schließlich mache ich mich auf den Rückweg und folge Route, vorbei am Waldfriedhof wieder zum Ausgangspunkt an der Burg Wissem.


Fazit zur Fliegenberg Tour:
Eine schöne Rundwanderung durch die Wahner Heide, die sich vor allem im Spätsommer zur Heideblüte lohnt. Die Wege haben nur wenige Steigungen und sind sehr einfach zu gehen. Da die Tour mit ihren 10km auch nicht so lang ist, eignet sie sich auch super für Wanderanfänger. Den Schlenker am Ende würde ich beim nächsten Mal jedoch eher abkürzen, da mir hier die Highlights fehlten. Die Markierung ist überwiegend gut, auch wenn man den Schafbockkopf manchmal etwas länger suchen muss. Trotzdem würde ich empfehlen zusätzlich eine Wanderapp, oder eine Karte zu nutzen wenn man die genaue Route gehen möchte.
Daten zur Fliegenberg Tour:
Länge: 10,8km (mein Tracking), 8,4km nach offiziellen Angaben
Höhenmeter: 80m bergauf, 70m bergab
Schwierigkeit: einfach
Dauer: 3 ½ – 4 Stunden + ggf. Pausen
Markierung: gelber Umriss vom Kopf eines Schafbocks auf schwarzem Grund
Wegbeschaffenheit: größtenteils gekieste Wege, teilweise auch Sand, aber ohne große Steigungen.
Route zum Nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Mit dem ÖPNV geht es mit dem R8 oder der RB27 bis nach Troisdorf Bahnhof. Von hier läuft man etwas mehr als einen Kilometer zu Fuß zur Burg Wissem. Parken kann man z.b. auf dem Parkplatz an der Burg Wissem, am Wanderparkplatz Wahner Heide oder am Parkplatz Aggerstadion.
Einkehrmöglichkeiten gibt es direkt an der Route nicht. Etwas ab findet sich das Forsthaus Telegraphenberg und die Waldwirtschaft Heidekönig. Ansonsten gibt es nach der Wanderung in Troisdorf verschiedene Möglichkeiten.
Weitere Infos und Tipps:
– Mehr Rundwanderungen findet ihr in meinem Beitrag zum Wandern in der Wahner Heide.
– Wer die Routen lieber Analog anschauen möchte, findet sie hier (*Affiliate-Link) auch in Buchform.
– Auch einer der Erlebniswege Sieg (der Heideweg) führt durch die Wahner Heide und überschneidet sich teilweise mit der Fliegenberg Tour. Mit über 20km ist er jedoch um einiges länger.
– Wie überall sonst sollte man auch in der Wahner Heide darauf achten auf den offiziellen Wegen zu bleiben. Hier gilt das aber nochmal mehr, da die Heide früher (und teilweise auch noch heute) als Truppenübungsplatz diente. Die Wege sind durch Pflöcke mit roter Spitze markiert.
– Auf dieser Route sollte man einen Sonnenschutz nicht vergessen, da die Wege durch die Heide nur wenig Schatten bieten.
Weitere Wandertipps für die Region:
Wandern im Siebengebirge
Wandern in Bonn und Umgebung
Beethoven Wanderweg
Rheinsteig Etappen Siebengebirge
Wandern in Wipperfürth und Umgebung
Narzissenblüte in der Eifel
Updated on Juni 9, 2025
Beethoven Wanderweg: Anspruchsvolle Tagestour durch das Siebengebirge
Der Beethoven Wanderweg ist ein ca. 15km langer Themenwanderweg im Siebengebirge. Über teils schmale und steile Pfade führt er von Königswinter aus in einer großen Runde durch den Naturpark. Der Wanderweg wurde für das Beethoven Jubiläum 2020 zum 250. Geburtstag des Komponisten angelegt und verbindet seine Stationen in der Region. Ich bin den Beethoven Wanderweg im Juni gelaufen und verrate hier alles über den Verlauf und die Highlights auf der Strecke.

Highlights und Verlauf:
Los geht es mit der Wanderung am Bahnhof in Königswinter. Der eigentliche Rundweg und die Markierung starten allerdings erst am Eingang zum Nachtigallental (nicht an der Talstation der Dachenfelsbahn). Von hier geht es mit leichter Steigung durch das Tal. Wir laufen auf einfachen Waldwegen an einem kleinen Bach entlang und die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich sich durch das grüne Blätterdach. Kurz unterhalb der Drachenburg verlassen wir das Nachtigallental und laufen neben der Haltestelle der Zahnradbahn entlang an der Drachenburg vorbei und steil den Eselsweg hinauf bis zum Drachenfelsplateau. Dort war morgens noch sehr wenig los und wir konnten in Ruhe die gute Aussicht bis in die Eifel und nach Köln genießen. Wer möchte kann auf dem Drachenfels auch noch einen Abstecher zur Burgruine machen.






Die Route des Beethoven Wanderwegs führt vom Plateau weiter ein paar Treppen hinunter und zu einem Ausguck auf einem Felsen, der nochmal herrliche Ausblicke auf das Rheintal ermöglicht. Von hier geht es über schmale, steinige Pfade kurz weiter hinab Richtung Rhöndorf und dann links Richtung Milchhäuschen. Hier wird der Weg wieder breiter und verläuft einmal rund um die Wolkenburg.
Am Milchhäuschen geht es links vorbei und der Weg folgt ein Stück dem Rheinsteig, der dann rechts über schmalere Pfade über Schallenberg und Geisberg führt. Hier wird es auch nochmal ganz schön steil, aber der Ausblick vom Geisberg lohnt sich. Wir hatten hier auch Glück und haben am Geisberg noch ein Reh beim späten Frühstück gesehen. Wer die anspruchsvolleren, steilen Pfade umgehen will kann aber auch einfach auf dem breiten Weg bleiben. Dieser führt auch bis zur Lietschen Hütte, an der der Beethoven Wanderweg wieder herauskommt.




Nachdem wir die schmalen Pfade verlassen haben, folgen wir einem breiteren Weg in nördlicher Richtung der ins Tal führt und die Schnellstraße auf einer Brücke überquert. Auf der anderen Seite des Tals geht es wieder leicht bergan, dann erst rechts an der nächsten kleinen Hütte und dann links Richtung Rosenau. Hier windet sich der Weg in leichten Serpentinen einen kleineren Berg hoch, bis zur Burgruine Rosenau. Diese Ruine ist neben den bekannten Bergen Drachenfels und Löwenburg, auch im Siebengebirge eher unbekannt, aber dafür deutlich weniger besucht und eine schöne Aussicht Richtung Rhein und zum Ölberg gibt es trotzdem.

Von der Rosenau aus geht es erst wieder bergab zum Einkehrhäuschen und dann über den Stenzelberg, bzw. durch den Steinbruch. Der Stenzelbergrundweg wird inzwischen durch ein Holzgeländer begrenzt, die Landschaft bietet hier trotzdem einen starken Kontrast zum Rest der Wanderung. Führt der Beethoven Wanderweg auf dem größten Teil der Strecke durch den Wald, gibt es hier einen kurzen Abschnitt mit rauen Felsen und einer Graslandschaft. Die lässt man aber direkt hinter sich, sobald man den Steinbruch wieder verlässt. Der Wanderweg verläuft dann weiter Richtung Weilberg und bis zum Kloster Heisterbach, wo man sich auf jeden Fall die alte Chorruine ansehen sollte. Außerdem hätte man hier die Gelegenheit die Tour abzukürzen und mit dem Bus zurück zum Bahnhof zu fahren, falls man möchte. Wir haben jedenfalls nochmal eine längere Pause eingelegt, bevor wie die letzten Kilometer in Angriff genommen haben.


Und das zurecht, denn der letzte große Anstieg des Beethoven Wanderwegs, auf den Petersberg, hat es ganz schön in sich. Über den Bittweg, einen mit Kreuzen gesäumten, früheren Pilgerweg, geht es auf knapp 2 Kilometern nochmal 170 Höhenmeter hinauf. Auch wenn die Steigung durchaus machbar ist, merken wir die vielen Kilometer an dieser Stelle schon deutlich in den Beinen. Vom Petersberg hat man dann nochmal eine schöne Aussicht auf den Rhein und auf die Drachenburg. Wer möchte kann natürlich im Biergarten einkehren. Zum Schluss steht dann noch der, teils recht steile, Abstieg nach Königswinter an. Die knapp 2 Kilometer über den steinigen Waldpfad ziehen sich am Ende der Tour ganz schön und sollten nicht unterschätzt werden. Wir sind am Ende jedenfalls froh, als wir wieder am Bahnhof ankommen und belohnen uns direkt mit einem leckeren Törtchen in Sarah`s Konditorei & Café (dort gibt es auch vegane und glutenfreie Törtchen).


Fazit:
Insgesamt ist der Beethoven Wanderweg ein, auch aufgrund der Länge, schöner aber auch anspruchsvoller Wanderweg, der sich gut für einen Tagestour eignet. Gerade am Ende merkte ich die Kilometer in den Beinen und das letzte Stück über den Petersberg war für mich als Wanderanfänger dann noch sehr anstrengend. Ich kann die Tour aber auf jeden Fall empfehlen, besonders wenn man viel im Siebengebirge sehen möchte, aber nur einen Tag Zeit hat. Etwas Kondition, Wandererfahrung und Trittsicherheit sollte man dafür aber schon mitbringen. Alternativ kann man aber auch wie oben Beschrieben die schwierigen Stellen am Geisberg umgehen und die Tour am Kloster Heisterbach abkürzen.
Wünschen würde ich mir teils eine etwas bessere Markierung der Strecke. Die ist zwar überwiegend gut, aber an ein paar Stellen, wie z.b. am Schallenberg, könnten zusätzliche Markierungen nicht Schaden. Da wir selbst auch (obwohl wir uns auskennen) 1-2 mal Falsch gelaufen sind, würde ich empfehlen eine Wanderapp zu nutzen, in der man sich den Track speichern kann.
Update: Im Herbst bin ich Teile des Beethoven Wanderwegs nochmal gelaufen und die Markierungen wurden erneuert und erweitert.
Daten zum Beethoven Wanderweg:
Länge: 15,3km
Höhenmeter: 570m bergauf, 570m bergab
Schwierigkeit: mittelschwer – schwer (je nach Erfahrung und Kondition)
Dauer: 4 ½ – 5 Stunden + Pausen
Markierung: weißes B auf grünem Grund, der Weg ist aber nur in eine Richtung (gegen den Uhrzeigersinn) markiert.
Wegbeschaffenheit: größtenteils geschotterte Waldwege, aber auch teils sehr steinige Wanderwege und steile Pfade. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind empfohlen.
Route zum Nachwandern auf Komoot
Anreise und Parken: Mit dem ÖPNV geht es mit dem R8 oder der RB27 bis nach Königswinter Bahnhof. Parken kann man z.b. auf dem Parkplatz unter der Drachenfelsbrücke (für ca. 4€ pro Tag), dann hat man bis zum Startpunkt der Wanderung noch einen kleinen Zuweg.
Einkehrmöglichkeiten gibt es auf dem Drachenfels, im Milchhäuschen, im Einkehrhaus, beim Kloster Heisterbach, auf dem Petersberg und in Königswinter selbst.
Weitere Tipps zum Wandern in NRW:
Wandern im Siebengebirge
Rheinsteig Etappen Siebengebirge
Wandern in Bonn und Umgebung
Wandern in Wipperfürth
Narzissenblüte in der Eifel
Posted on August 28, 2021
Rezept: vegane Blaubeer Pancakes
Heute gibt es seit langem mal wieder ein Frühstücksrezept. Diese Kategorie ist in meiner Rezeptübersicht bisher vergleichsweise klein, obwohl es da auch so viele leckeres gibt. Auf jeden Fall gab es bei uns auf dem Markt kürzlich Blaubeeren und da kam ich auf die Idee mal wieder Pancakes zu machen und darum gibt es jetzt hier mein Rezept für vegane Blaubeer Pancakes.

Zutaten für ca. 10-12 Stück
250g Mehl
1EL Sojamehl
1EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
150g Sojajoghurt Natur
250ml Pflanzendrink (ich hatte Haferdrink)
300g frische Blaubeeren
Optional für die Deko:
Blaubeeren und Sojajoghurt
1. Für den Teig Mehl, Sojamehl, Zucker, Vanillezucker und Backpulver in einer Schüssel mischen. Sojajoghurt und Pflanzendrink dazugeben und alles zu einem glatten Teig rühren.
2. Zum ausbacken jeweils etwas Margarine in einer Pfanne erhitzen und zwei EL Teig hineingeben. Evtl. muss man den Teig etwas verstreichen, damit die Pancakes später schon rund gleichmäßig dick werden. Auf den noch flüssigen Teig werden jetzt 1-2 handvoll Blaubeeren gestreut. Die Pancakes werden bei niedriger bis mittlerer Hitze ein paar Minuten ausgebacken. Wenn der Teig fast ganz durch ist werden sie einmal gewendet und auch kurz von der anderen Seite gebacken.
3. Zum servieren kann man noch etwas Sojajoghurt und weitere frische Blaubeeren über die fertigen Pancakes geben.


Sehr lecker dazu schmeckt bestimmt auch Vanillesoße oder Vanilleeis, dann kann man es auch als süßes Hauptgericht essen. Bei mir gab es die Pancakes zum Frühstück, wobei ich meistens auch keine Lust habe für das Frühstück so lange in der Küche zu stehen. Der Teig ist bei diesem Rezept schnell angerührt, aber das Ausbacken dauert schon eine Weile. Wenn man kann, lohnt es sich auf jeden Fall eine zweite Pfanne zu benutzen. Das werde ich beim nächsten Mal auch machen, wenn es mal wieder ein besonderes Frühstück geben soll.
Weitere Rezeptideen:
Blaubeer Kokos Smoothie
Selbstgemachtes Nuss Müsli
Veganer Blaubeer Käsekuchen
Posted on August 15, 2021
Rezept: vegane Schoko-Kirsch Cupcakes
Heute gibt es mal wieder ein leckeres Cupcake Rezept. Diesmal mit reichlich Schokolade, Kakao, fruchtigen Kirschen und einem cremigen Sahnetopping. Wenn das für dich gut klingt dann lies hier mein Rezept für vegane Schoko-Kirsch Cupcakes.

Zutaten für 12 Stück:
für den Teig:
200g Mehl
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
1 EL Kakaopulver
100g Margarine
200ml Pflanzendrink (ich hatte Hafer)
200g Kirschen (entsteint)
50g Zartbitter Chocochips (alternativ gehackte Schokolade)
für das Topping:
200ml vegane Sahne (ich hatte Soyatoo)
1 Päckchen Vanillezucker
1 Päckchen Sahnesteif
50g vegane Blockschokolade
Kirschen zum verzieren
1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, Margarine und Pflanzendrink dazugeben und alles zu einem glatten Teig rühren. Anschließend die Kirschen waschen, halbieren und entkernen und zusammen mit den Chocochips unter den Teig heben.
2. Ein Muffinblech mit zwölf Förmchen auslegen und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Die Cupcakes werden ca. 25min bei 180°C Umluft im Ofen gebacken. Vollständig auskühlen lassen.
3. Für das Topping die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif aufschlagen. Mit einer Spritztülle kleine Sahnehügel in die Mitte der Muffins setzten. Die Blockschokolade mit einem Sparschäler zu kleinen Schokoraspeln verarbeiten, die dann über dem Sahnetopping verstreut werden. Zum Schluss kommt noch eine (halbe) Kirsche als Deko obendrauf.


Dieses Jahr gab es bei mir schon besonders häufig Muffins und Cupcakes. Eigentlich kein Wunder, denn die kleinen Küchlein sind super schnell im Ofen und ein Cupcaketopping ist einfacher hinzubekommen als eine Torte, schmeckt aber genauso gut. Dabei ist das Grundrezept so einfach und Wandelbar, dass ich für den Teig meistens nur ein paar Sachen verändere. So wie jetzt das Kakaopulver hinzukam und die Kirschen als fruchtige Komponente.
Wer lieber eine klassische Torte möchte der kann sich mein Rezept für vegane Schwarzwälder Kirschtorte ansehen. Auch super lecker, aber eben auch etwas aufwändiger als die Cupcakes.

Weitere Rezeptideen:
Kirschstreusel
Kokos-Kirsch Kuchen
Vegane Donauwellen
Updated on August 15, 2025
Ein Wochenende in München – Meine Tipps für 3 Tage in der bayrischen Landeshauptstadt
Im Juli 2019 war ich für ein langes Wochenende in München. Ich war dort beruflich für ein Seminar und konnte um ein paar Tage privat verlängern, um mir die Stadt endlich mal genauer anzuschauen. Drei Tage habe ich München erkundet und mir bei größtenteils sommerlichen Temperaturen vor allem die grünen Seiten der Stadt angesehen. Meine Tipps für ein Wochenende in München gibt’s in diesem Artikel.
Anreise und Unterkunft
Für mich begann die Reise nach München samstags morgens in Köln. Mit dem Zug ging es von hier in 4 ½ Stunden bequem bis zum Münchner Hauptbahnhof. Generell erreicht man München sehr gut per Bahn, sowohl von Deutschland aus, als auch aus Österreich. Tickets könnt ihr z.B. über omio.com* buchen.
Vom Hauptbahnhof konnte ich direkt zu Fuß zu meinem Hotel laufen. Übernachtet habe ich im Relexa Hotel München (*Affiliate-Link), das mir eine zentrale Lage, einen guten Wohnkomfort und sogar veganes Frühstück bot. In dem Viertel südlich vom Hauptbahnhof befinden sich sehr viele Hotels. Zum Ausgehen oder draußen sitzen ist das Viertel zwar nicht sehr schön, dafür kann man von hier aus praktisch alle Sehenswürdigkeiten in München sehr schnell erreichen. Weitere Hotels in München findest du z.b. über booking.com (*Affiliate-Link).
Samstag: Sommerfeeling an der Isar
Nachdem ich mein Gepäck ins Hotel gebracht hatte, machte ich mich gleich auf Richtung Isar. Bei schwülen 30°C war mir nach einer Abkühlung. Mit der Tram war ich in kurzer Zeit dort. Auf dem Weg zum Ufer gönnte ich mir noch eine Portion Eis vom verrückten Eismacher und suchte mir ein Plätzchen zwischen den vielen Münchner:innen, die schon die Sonne genossen. Einige waren auch Schwimmen, oder ließen sich auf Luftmatratzen durch die Fluten treiben. Hätte ich Badesachen eingepackt, wäre ich sicher auch eine Runde ins Wasser gesprungen, so musste ich mich dann mit einem Fußbad begnügen. Am Flussufer hat es mir direkt super gefallen und München hat bei mir einen guten Eindruck hinterlassen.

Von der Isar ging es dann für mich weiter durch die Isar Vorstadt. Ein gemütliches Viertel in dem ich auch viele kleine Boutiquen entdeckt habe. Statt zu shoppen entschied ich mich für ein frühes Abendessen in einem veganen Café, bevor ich auf dem Rückweg zum Hotel noch eine kurze erste Runde durch die Münchner Altstadt drehte.


Sonntag: Museumsviertel und Nymphenburger Schloss
Den Sonntag erklärte ich morgens nach einem Blick auf den grauen Himmel spontan zum Museumstag. In München hat man dafür bei strömendem Regen eine große Auswahl an verschiedenen Museen, von denen sich die meisten rund um den Königsplatz befinden. Am bekanntesten sind sicher die Alte Pinakothek, die Neue Pinakothek und die Pinakothek der Moderne, die alle drei bedeutende Kunst aus verschiedenen Epochen ausstellen. Eigentlich hätte ich mir gerne die Neue Pinakothek angesehen, diese war jedoch zum Zeitpunkt meines Besuchs (vermutlich bis 2030) wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Infos hier. Stattdessen war ich dann in der Alten Pinakothek, wo europäische Gemälde aus dem 14.-19.Jahrhundert zu sehen sind. Da habe ich dann aber mal wieder gemerkt, dass ich mich kaum mit Kunst aus älteren Epochen auskenne und mit den meisten älteren Gemälden ohne Erläuterung wenig anfangen kann. Dementsprechend habe ich mich dann auch nicht sehr lange dort aufgehalten. Da der Eintritt sonntags, wie in vielen Museen in München, nur 1€ kostet, war es den Besuch aber trotzdem Wert. Im Nachhinein hätte ich aber doch eher noch in den Audioguide investieren sollen. (Dieser ist dort übrigens beim regulären Eintritt schon inklusive.)
Nach einem späten, zweiten Frühstück und einem kleinen Spaziergang durch die Maxvorstadt, machte ich mich auf zu meinem zweiten Ziel für diesen Tag: das Nymphenburger Schloss. Architektur liegt mir dann doch mehr als Gemälde und Nymphenburg bietet neben dem Schloss einen wunderschön angelegten Park, an dem man auch an sehr heißen Tagen schön spazieren gehen kann. Der Himmel hatte zwischenzeitlich wieder aufgeklart und so unternahm ich einen kleinen Rundgang. Sobald ich mich von dem Bereich direkt hinter dem Schloss entfernte, wurde es auch sehr ruhig und es waren nur noch wenige Leute unterwegs. Sogar ein Reh lief mir dort über den Weg. Nach dem Schwan auf dem Teich vor dem Schloss schon die zweite Tierbegegnung dieses Tages.



Schließlich besichtigte ich auch noch die Innenräume von Schloss Nymphenburg. Besonders der Steinerne Saal mit seinem großen Deckenfresko ist sehenswert. Der Eintritt liegt nur für das Schloss bei 10€ pro Person (Stand Mai 2025).

Montag: Münchner Altstadt und Englischer Garten
An meinem letzten Tag in München stand dann nochmal die Altstadt auf dem Programm, schließlich hatte ich am ersten Tag nur einen kurzen Eindruck bekommen. Auf dem Weg zum Marienplatz stöberte ich auch in dem ein oder anderen Souveniergeschäft nach Mitbringseln. Auch ein kurzer Umweg zur Frauenkirche durfte nicht fehlen. Kurz vor Mittag löste ich dann mein Ticket für den Alten Peter (5€ Stand Mai 2025) und kletterte die 14 Stockwerke nach oben. Zwar konnte man an diesem Tag die Alpen nicht sehen, für den Blick auf München lohnt sich der Aufstieg aber trotzdem. Vor allem für die Aussicht auf den Marienplatz und die Frauenkirche. Zusätzlich konnte ich um 12 Uhr Mittags noch das berühmte Glockenspiel von dort aus bestaunen. Wer die vielen Treppen nicht laufen möchte, kann alternativ auf den Turm vom Neuen Rathaus (7€ Stand Mai 2025), dort gibt es einen Aufzug. Vom Alten Peter ging es dann weiter zum Viktualienmarkt, wo ich mich ein bisschen treiben ließ, bevor ich mir in einem veganen Restaurant in der Nähe eine Pause gönnte.


Am Nachmittag stand schließlich noch der Englische Garten auf meiner Liste. Die Surfer von der Eisbachwelle wollte ich unbedingt sehen und gerade an so einem sommerlichen Tag war dort relativ viel los. Die Eisbachwelle befindet sich direkt am südlichen Eingang des Parks und so schaute ich erst eine Weile den Surfern zu, bevor ich eine große Runde durch den Rest des Englischen Gartens drehte. Nicht umsonst ist es die größte Grünfläche innerhalb der Stadt (sogar größer als der Central Park in New York) und obwohl man so nah an der Stadt ist, fühlt es sich überhaupt nicht danach an. Für mich der perfekte Ausgleich nach dem Sightseeing Vormittag in der Altstadt.


Praktische Tipps für ein Wochenende in München
– In München ist man am flexibelsten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Mit den U-Bahnen und Trams kommt man schnell zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Ich hatte für meinen Trip eine 3 Tageskarte, die aber mittlerweile nicht mehr angeboten wird. Tageskarten für einen Tag gibt es aber noch. Wer sich viele Sehenswürdigkeiten anschauen will, für den lohnt sich eventuell auch die München CityTourCard* oder der München City Pass*. Diese gibt es für Zeiträume zwischen 1 bis 5 Tage und sie beinhalten je nach Variante Ermäßigungen oder freien Eintritt zu verschiedenen Attraktionen und können inklusive Ticket für den ÖPNV erworben werden.
– Restauranttipps für die Stadt findest du in meinem vegan in München Guide.
– Als kleinen Reiseführer hatte ich den DuMont direkt Reiseführer für München (*Affiliate-Link) dabei. Mit dieser Reihe bin ich sehr zufrieden und greife bei meinen Städtetrips immer gern darauf zurück. Auch die Infos zu München fand ich hier wieder sehr gut aufbereitet.
– Ausgefallene Aktivitäten gesucht? Bei konfetti* (Affiliate-Link) findest du abwechslungsreiche Touren und spannende Kurse.
Weitere München Tipps von Einheimischen Reisebloggern
Da ich ja nur ein paar Tage Zeit hatte die Stadt zu erkunden, konnte ich München natürlich nur aus der Sicht eines Touristen kennenlernen. Da München im Sommer aber noch mehr zu bieten hat, habe ich mich mal nach Tipps von Reisebloggern umgeschaut, die in München leben.
– Bei Coconut Sports gibt es 20 Geheimtipps für München.
– Die Traveloptimizer haben auch ganz viele Tipps zusammengetragen.
Weitere schöne Ziele für Wochenendtrips:
Ein Wochenende in Venedig
Mailand Tipps und Sehenswürdigkeiten
Ein Wochenende in Hamburg
Paris Low Budget
Kurztrip Wien


