Posted on August 15, 2026
Wandern im Dahner Felsenland: 3 Touren für Anfänger:innen
Das Dahner Felsenland ist eine Ferien- und Wanderregion im Südwesten von Rheinland-Pfalz. Die abwechslungsreiche Landschaft mit Wäldern, Felsen aus Buntsandstein und alten Burg(ruinen) erkundet man am besten beim Wandern. Hier gibt es zahlreiche spannende und gut markierte Routen, die Wege können dabei durchaus anspruchsvoll sein. Aber auch für Wanderanfänger:innen gibt es interessante Touren. Hier stelle ich dir drei davon vor, die ich bei meinem Urlaub dort gewandert bin.

Drachenfels Tour
Die Ruine auf dem Drachenfels ist das Ziel dieser kurzen Rundwanderung von Busenberg. Wir starten am Ortsrand auf einem Parkplatz oberhalb des Sportplatzes. Dann geht es über einfache Rad- und Feldwege ohne große Steigung zu dem markanten Felsen. Zwischendurch gibt es schon ein paar schöne Ausblicke auf den Drachenfels und den Ort. Nach der Drachenfels-Hütte folgt ein kurzer steiler Aufstieg zur Ruine. Über einige ausgetretene Steinstufen und steile Eisentreppen gelangt man bis ganz nach oben und hat von hier einen tollen Rundumblick auf die Landschaft. Auch die Ruine ist mit ihrer typischen Bauweise der Felsenburgen sehenswert.


Dann geht es um die Ruine herum und auf einem schmalen Waldpfad bergab. Der Rundweg folgt dem Geiersteinbach und führt zurück in den Ort, der auf den letzten Kilometern durchquert wird.
Daten zur Drachenfels Tour:
Länge: 5,6km
Höhenmeter: 140hm bergauf, 140hm bergab
Dauer: 1 ½ – 2 ½ Stunden
Schwierigkeit: leicht
Alternativen: Diese Rundwanderung ist wirklich einfach, einzig der Pfad beim Abstieg vom Drachenfels erfordert etwas Trittsicherheit. Wer da unsicher ist, kann die Tour in umgekehrter Richtung laufen. Wer nur zur Ruine möchte, kann auch auf Wanderparkplätzen näher daran halten.
Route zum Nachwandern auf Komoot
Kleine Runde am Teufelstisch
Die Felsformation Teufelstisch ist eins der Wahrzeichen der Pfalz und darf bei einer Tour ins Dahner Felsenland natürlich nicht fehlen. Auch hier gibt es mehrere ausgeschilderte Wanderwege, wie z.B. die etwa 10km lange Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour. Bei meinem Besuch war es ziemlich regnerisch, daher habe ich nur einige Pfade in direkter Umgebung zu einer kleinen Runde kombiniert.

Los geht es am Wanderparkplatz beim Erlebnispark Teufelstisch. Hier werden 3€ Parkgebühr für einen Tag fällig. Der Weg führt uns dann leicht bergauf. Wir drehen noch eine kurze Runde über den Aussichtspunkt Handschuhkopf, dann geht es über Treppen hinauf zum Teufelstisch. Viel Platz ist neben dem markanten Felsen nicht. Bei Regen haben wir die Sehenswürdigkeit aber fast für uns alleine. Hinter dem Teufelstisch führt ein Pfad weiter durch den Wald, vorbei an der Teufelsküche und der Teufelsschmiede: weitere Felsformationen. Dann geht es wieder auf einen breiten Waldweg. Ursprünglich war noch ein Abstecher auf den Etschberg geplant, bei anhaltendem Regen lassen wir den aber lieber weg und laufen in einem Bogen zurück zum Parkplatz.
Daten zur Kleinen Runde am Teufelstisch:
Länge: 3,2km
Höhenmeter: 140hm bergauf, 110hm bergab
Dauer: 1 – 1 ½ Stunden
Schwierigkeit: leicht
Einkehrmöglichkeiten: Am Parkplatz gibt es einen Landgasthof mit der Möglichkeit einzukehren. Auf der Karte steht auch ein veganes Gericht (Schupfnudeln) und manchmal gibt es veganen Kuchen.
Route zum Nachwandern auf Komoot
Luchs-Pfad – Stiller Wald Tour
Der Luchs-Pfad ist einer von derzeit vier Premium-Spazierwanderwegen im Dahner Felsenland. Diese Touren führen in wenigen Kilometern und meist auf einfachen, aber naturnahen Pfaden durch die Region. Der Luchs-Pfad startet dabei direkt an der PWV-Hütte und zeigt auf mehreren Tafeln entlang der Route Wissenswertes über den Eurasischen Luchs, für den dort seit einigen Jahren ein Wiederansiedlungs-Projekt läuft. Eine schöne Route, die nebenbei über ein spannendes Artenschutz-Projekt informiert.

Start ist an der PWV-Hütte, wo man auch parken kann. Dann geht es direkt in den Wald und bald auf einem Pfad zwischen hohen Gräsern und Sträuchern am Seibertsbach entlang. Hier summt und surrt es in der Luft, ein wahres Paradies für Insekten. Dann biegen wir ab auf einen schmalen Waldweg, der uns leicht aber stetig den einzigen Anstieg für heute hinauf führt. Teils abgestorbene Nadelbäume wechseln sich mit Laubmischwald ab, am Boden sehen wir Farne und Moose in verschiedenen Grüntönen. Oben auf der Hügelkuppe ist eine Bank für eine kleine Pause und das 3. von insgesamt 8 Infoschildern.

Ab jetzt geht es nur noch leicht bergab und bleibt weiterhin pfadig. Man muss auf die ein oder andere Wurzel aufpassen, aber grundsätzlich ist der Weg recht einfach zu gehen. Später geht es auf einfachen Waldwegen weiter, vorbei am Froschfelsen und ins Moosbachtal. Nachdem wir die Weiher dort passiert haben, biegt der Luchs-Pfad rechts ab und schlängelt sich auf einem Pfad kurz neben der Straße wieder zurück bis zur PWV-Hütte.
Daten zum Luchs-Pfad:
Länge: 5,8km
Höhenmeter: 100hm bergauf, 100hm bergab
Dauer: 2 Stunden
Schwierigkeit: leicht
Einkehrmöglichkeiten: In der PWV-Hütte gibt es kalte Getränke, Kaffee, Kuchen und auch ein paar warme Gerichte. Außer den Getränken war allerdings nichts Veganes dabei.
Alternativen: Wer eine etwas anspruchsvollere Tour mit Artenschutzbezug sucht, für den ist vielleicht die Wolfs-Tour geeignet. Diese startet ebenfalls an der PWV-Hütte und führt über ca. 8km am Moosbachtal entlang. Hier ist allerdings auch Trittsicherheit gefordert.
Route zum Nachwandern auf Komoot
Neben diesen einfachen Touren bin ich während meines Wanderurlaubs auch den Dahner Felsenpfad gelaufen. Dieser Premium-Wanderweg ist mit 12,5km nicht nur länger, sondern auch deutlich anspruchsvoller als die hier beschriebenen Routen. Wenn du aber trittsicher bist und eine abenteuerliche Route suchst, ist sie vielleicht das Richtige für dich. Mehr über den Dahner Felsenpfad liest du in einem weiteren Artikel. Dort gebe ich auch Tipps, wie du die Tour variieren kannst.
Weiterlesen:
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