Tiflis: 33 Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps

Tiflis oder Tbilisi ist die Hauptstadt Georgiens und sollte bei deiner Georgien Reise unbedingt auf dem Plan stehen. Die Stadt ist ein Mix aus verschiedenen Kulturen, alten Häusern und modernen Installationen und das Zentrum kann entspannt zu Fuß erkundet werden. Ich habe Georgien von Tiflis aus erkundet und dabei natürlich auch viele Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps in der Stadt selbst entdeckt.

Aussicht auf Tiflis von der Burg

Disclaimer: Dieser Artikel beruht auf meinen Erfahrungen meiner Reise im September 2024. Seit der Wahl im Oktober 2024 gibt es in Georgien und vor allem in Tiflis, immer wieder Proteste, die teils gewaltsam von der Polizei aufgelöst werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, diese zu meiden und auch bei der Unterkunft eine Lage weiter entfernt vom Parlament zu wählen. Informiere dich am besten vor deiner Reise über die aktuelle Lage Vorort.

Altstadt

Die meisten Sehenswürdigkeiten von Tiflis befinden sich in der Altstadt. Dazu gehört eigentlich ein viel größeres Gebiet, dass sich vom Süden mit der Festung bis zum Norden mit dem Rustaweli Square und vom Westen mit dem Mtatsminda Berg bis ans östliche Flussufer erstreckt. Am meisten besucht ist aber der Bereich östlich des Liberty Squares bis zum Ufer der Kura. Hier solltest du unbedingt durch die kleinen Straßen und Gässchen spazieren.

Uhrenturm

Im Norden der Altstadt befindet sich eins der neueren Wahrzeichen von Tiflis: der schiefe Uhrenturm. Er gehört zum Gabriadze Theater gleich nebenan, wo man Marionetten-Theater sehen kann. Gespielt werden georgische Stücke, teilweise mit englischen Untertiteln. Wenn du Tickets kaufen möchtest, mach das besser vorab online. Das Theater ist nicht sehr groß und Plätze darum schnell ausgebucht. An dem Uhrenturm öffnet sich zur vollen Stunde eine Klappe und ein Engel läutet die Glocke.

Der schiefe Uhrenturm von Tiflis

Antschischati Kirche

Nur ein paar Meter weiter befindet sich die Antschischati-Basilika, eine der ältesten orthodoxen Kirchen in Georgien. Auch wenn die Kirche von außen eher unscheinbar wirkt, lohnt sich ein Blick hinein auf die alten Fresken. Frauen sollten hier an das Kopftuch denken. Bei meinem Besuch stand ein Korb mit Tüchern zum ausleihen vor dem Eingang.

Antschiatschi Kirche in der Tifliser Altstadt

Friedensbrücke

Mit ihrem modernen Design sticht die Friedensbrücke deutlich zwischen den alten Gebäuden der Tifliser Altstadt hervor. Eröffnet wurde sie 2010 und verbindet seitdem die Altstadt mit dem Rike Park am anderen Ufer der Kura. Inzwischen ist sie zum einer beliebten Sehenswürdigkeit von Tiflis geworden.

Die Friedensbrücke in Tiflis.

Rike Park

Gegenüber der Altstadt läd der Rike Park zu einer kleinen Pause im Grünen ein. Zahlreiche Bänke bieten eine Sitzgelegenheit, es gibt Trinkbrunnen und Spielplätze für Kinder. Wer hoch hinaus will, hat die Wahl zwischen einer Fahrt im Air Balloon (mit 55 GEL nicht ganz günstig), oder nimmt die Seilbahn (ca. 2 GEL pro Person) hoch zur Festung und zur Mother of Georgia.

Metechi-Kirche

Unweit des Rike Parks befindet sich eine weitere Kirche, die du wahrscheinlich schon von der Friedensbrücke aus erspäht hast. Die Metechi-Kirche beeindruckt vor allem mit ihrer Lage auf einem Felsen über dem Fluss. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, diente zwischenzeitlich aber auch als Gefängnis und in der Sowjetzeit als Jugendtheater. Die Reiterstatue davor wurde 1967 errichtet und zeigt den Gründer von Tiflis, König Wachtang I. Gorgassali. Von dem Plateau hast du außerdem einen tollen Ausblick auf die Altstadt.

Metechi Kirche mit Reiterdenkmal und Seilbahn

Sioni Kathedrale

Wenn du nur Zeit hast eine Kirche in Tiflis zu besichtigen, empfehle ich die Sioni Kathedrale. Die liegt zentral in der Altstadt und ist eine der wichtigsten Orte in der georgisch Orthodoxen Kirche. Schon seit dem 6. bzw. 7. Jahrhundert stand hier eine Kirche, diese wurde allerdings mehrfach zerstört, wiederaufgebaut und ergänzt. Im Inneren finden sich einige alte Fresken und Reliquien. Hier wird das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino aufbewahrt, dieses Symbol wird dir in ganz Georgien immer wieder begegnen. Außerdem finden hier häufiger Taufen und Hochzeiten statt (ich war selbst zu einer Hochzeit in Georgien). Wundere dich also nicht, wenn du an einem Wochenende hier mehrere Brautpaare siehst.

Die Sioni Kathedrale in Tiflis

Meidan Square

Einer der zentralen Plätze in Tiflis ist der Meidan Square, zwischen Kura, Altstadt und unterhalb der Festung gelegen. Wenn du in Tiflis unterwegs bist, wirst du immer wieder hier vorbeikommen. Neben dem „I love Tbilisi“-Schriftzug, findest du rund um dem Platz viele Souvenirläden und Restaurants. Abends ist hier oft richtig Stimmung, Leute feiern und Straßenmusiker treten auf.

Alte Häuser am Meidan Square

Meidan Bazar

Unterhalb des Platzes findest du etwas versteckt den Meidan Bazar. Der Eingang erinnert an eine U-Bahn, gehst du die Treppen hinunter, landest du in einem Tunnel, der unter dem Platz hindurchführt. Hier werden einige Souvenirs angeboten, von typischen Gewürzen und Wein, bis zu Bildern oder Wollsachen.

Der Eingang zum Meidan Bazar unter dem Meidan Square.

Schwefelbäder

Ein Stück weiter findest du rund um die Abano Street die Schwefelbäder von Tiflis. Sie haben eine lange Tradition: schon im 13. Jahrhundert gab es hier zahlreiche Bäder, die die heilende Wirkung der heißen Quellen genutzt haben. Auch heute kann man sich ein wohltuendes Bad inklusive Massage gönnen. In den Bädern werden dazu verschieden große Privaträume stundenweise vermietet. Die kleinsten Räume bekommt man ab 100 GEL pro Stunde. Aber auch wenn du die Bäder nicht besuchst, lohnt sich ein Blick von außen. Hier sticht besonders das Orbeliani Bad mit seiner blau gekachelten Fassade hervor. Außerdem lohnt es sich an dem kleinen Fluss entlang in die Schlucht zu spazieren. Der Weg bis zum Wasserfall ganz hinten war bei meinem Besuch leider gesperrt.

Bachlauf vor den Schwefelbädern von Tiflis

Botanischer Garten

Auf der Rückseite der Festung zieht sich der Botanische Garten am Berghang entlang. Auch wenn hier wieder einige Bereiche gesperrt waren, lohnte sich der Besucht für nur 4 GEL Eintritt. Zwischen den Beeten und verschiedenen Pflanzen kann man gemütlich durch den Garten spazieren. Sehenswert sind etwa der kleine japanische Garten, ein Bambuswald und ein Wasserfall. Auch ein Gewächshaus mit verschiedenen tropischen Pflanzen kann besichtigt werden. An heißen Tagen kannst du dir am Fluss oberhalb des Wasserfalls die Füße im Wasser abkühlen.

Im botanischen Garten von Tiflis.

Mother of Georgia

Wenn du aus dem Botanischen Garten kommst, kannst du den Ausgang über Treppen an der Statue Mother of Georgia wählen. Alternativ führen Treppen aus der Altstadt hinauf. Die Statue ist ein Wahrzeichen von Tiflis und von oben hat man einen tollen Blick über die Stadt.

Die Statue Mother of Georgia.

Festung Nariqala

Die Festung Nirqala befindet sich neben der Mother of Georgia, aktuell ist sie aber aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen. Ursprünglich stammt die Festung aus dem 3. Jahrhundert, wurde im Laufe der Zeit aber von zahlreichen Belagerern zerstört und wiederaufgebaut. Heute stehen dort nur noch Ruinen, da die Festung nach einem Blitzeinschlag in die Pulverkammer im Jahr 1827 weitestgehend zerstört wurde. Einen guten Blick auf die Festung hast du vom Botanischen Garten aus.

Aussicht auf die Festung Nariqala vom botanischen Garten.

Seilbahn

Neben der Festung befindet sich die Bergstation der Seilbahn, die hinunter zum Rike Park führt. Eine Seilbahnfahrt ist die bequemste Variante um zur Festung und zur Mother of Georgia zu gelangen. Von dort kannst du dann bergab durch den Botanischen Garten spazieren. Pro Person zahlst du 2 GEL pro Fahrt, außerdem benötigst du eine aufladbare Karte (2 GEL), die du auch für Metro- und Busfahrten nutzen kannst.

Liberty Square

Der Liberty Square ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt in Tiflis, dementsprechend ist hier immer viel los. In der Mitte des Kreisverkehrs befindet sich eine Säule mit einer Statue des Heiligen Georg, dem Nationalheiligen von Georgien. Der kleine Pushkin Park am Rand dient vielen Reisegruppen als Treffpunkt. Auch die Free Tbilisi Walking Tours starten hier. Empfehlen kann ich besonders die Hidden Tbilisi Tour, die ich am Ende meines zweiwöchigen Aufenthalts mitgemacht habe. Obwohl ich schon einiges von Tiflis kannte, hatte der Guide viele neue Infos und Geheimtipps parat.

Autos fahren über den Liberty Square in Tiflis.

Alte Stadtmauer

In den Seitenstraßen des Liberty Squares kannst du die Überreste der alten Stadtmauer von Tiflis erkennen. Von der südlichen Seite des Platzes aus, kann man sehen, wie sich die Stadtmauer am Berg bis zur Festung hinaufzieht. Läuft man die Aleksander Pushkin Street hinunter, kann man neben und unter der Straße alte Teile der Stadtmauer sehen.

Alte Stadtmauer von Tiflis

Straßenhunde

Natürlich sind die Straßenhunde von Tiflis keine klassische Sehenswürdigkeit, trotzdem gehören sie zum Stadtbild dazu. Ein Guide hat es schön zusammengefasst und gesagt, dass die Hunde der Allgemeinheit gehören und die Allgemeinheit sich auch um sie kümmert. Und das sieht man auch, denn keiner der Hunde die ich in Tiflis gesehen habe wirkte krank oder abgemagert. Tatsächlich waren die meisten sehr zutraulich und ließen sich gerne streicheln. Ein paar kamen bei unserer Walking Tour mit auf einen Spaziergang. Öfter habe ich gesehen, dass die Hunde, oder Katzen von Einheimischen oder in Restaurants gefüttert wurden. Einer der Straßenhunde ist übrigens besonders berühmt: Brown Dog Bacho: er hat seinen eigenen Eintrag auf Google Maps.

Underground Bazar

Außer dem Meidan Bazar gibt es noch weitere unterirdische Geschäfte in Tiflis. Diese befinden sich in den Durchgängen der Hauptverkehrsstraßen. Dort gibt es nämlich meist keine Ampeln, sondern Unterführungen. Der Platz wird natürlich auch genutzt und so finden sich dort zahlreiche kleine Geschäfte, von Souvenirs, Schuhen und Klamotten bis zum kleinen Kiosk oder einer Bäckerei.

Rustaveli Boulevard

Eine dieser Hauptverkehrsstraßen ist die Shota Rustaveli Avenue oder auch Rustaveli Boulevard. Der erstreckt sich vom Liberty Square Richtung Norden bis zum Denkmal des georgischen Dichters Shota Rustaveli. Entlang des Boulevards befinden sich viele wichtige Sehenswürdigkeiten von Tiflis, wie das Georgische Nationalmuseum, das Parlament und die Oper.

Tbilisi Weekend Street Market

Am südlichen Ende der Rustaveli Avenue, zwischen der Metro Station und dem Parlament und gegenüber vom Nationalmuseum findet an den Wochenenden ein Markt statt. Kleine Stände mit bunten Stoffdächern reihen sich aneinander und bieten die verschiedensten Souvenirs an. Von Schmuck über individuelle Kleidung zu Seife oder coolen Deko-Gegenständen. Wer ein ausgefallenes Mitbringsel sucht, wird hier fündig.

Bunte Stände auf dem Tbilisi Weekend Street Market.

Parlament

Das georgische Parlament befindet sich ebenfalls am Rustaveli Boulevard. Besichtigt werden kann es nicht, auf dem Platz davor befindet sich aber ein Denkmal, das an die gewaltsame Niederschlagung einer antisowjetischen Demonstration am 9. April 1989 erinnert. 21 Demonstranten wurde dabei getötet. Zwei Jahre später stimmten 90% der Georgier:innen für die Unabhängigkeit, die am 9. April 1991 offiziell erklärt wurde.

Das georgische Parlament

Georgisches Nationalmuseum

Direkt gegenüber liegt das Georgische Nationalmuseum, eins der wichtigsten Museen den Landes. Jede der vier Etagen widmet sich einem anderen Thema. Im Erdgeschoss geht es um die ethnografische Geschichte des Landes, hier sind Nachbildungen der Funde der Hominiden-Schädel ausgestellt, die in Georgien gefunden wurden. Im Untergeschoss sind zahlreiche Archäologische Funde aus verschiedenen georgischen Regionen ausgestellt, vor allem Münzen und Schmuck, der übrigens in den meisten Fällen von Männern getragen wurde. Unbedingt ansehen solltest du dir auch die Ausstellung zur Sovjet Occupation im obersten Stockwerk. Der Eintritt in das Museum kostet 30 GEL für einen Erwachsenen, außerdem kann man auf Nachfrage einen Guide buchen. Ich war mit meiner Familie da und wir hatten eine Führung auf Deutsch. Beschriftungen im Museum sind auf Georgisch und Englisch.

Kaschweti-Kirche

Auch am Rustaveli Boulevard gibt es eine Orthodoxe Kirche zu besichtigen, die Kaschweti-Kirche. Der Besuch lohnt sich ebenfalls wegen der Fresken im Inneren. Außerdem liegt die Kirche oberhalb von einem schönen Park.

Die Kaschweti Kirche

Dry Bridge Market

Spazierst du durch ebendiesen Park und zum Flussufer erwartet dich noch ein weiterer kleiner Flohmarkt, der Dry Bridge Market. Hier findest du vor allem Schmuck, Antiquitäten und Bilder. Es lohnt sich hier nach ungewöhnlichen Souvenirs zu stöbern.

Bilder zum Verkauf auf dem Dry Bridge Market.

MoMA

An der Rustaweli Avenue gibt es neben dem Georgischen Nationalmuseum noch weitere Museen. Eins der interessantesten ist das MoMA, das Museum of Modern Art. In der Hauptausstellung sind Bilder und Werke vom Gründer des Museums Zurab Tsereteli zu sehen. Mir haben besonders die Bilder mit Sonnenblumen und Granatäpfeln als Motiv gefallen. Daneben gibt es eine wechselnde Ausstellung im Erdgeschoss. Der Eintritt kostet 20 GEL pro Person.

Sacharia-Paliaschwilli Oper

Das Tifliser Opernhaus sticht ganz besonders unter den vielen Gebäuden an der Rustaweli hervor. In seinem Toskanischen Stil und den daneben gepflanzten Pinien könnte man es fast in Italien verorten. Der Stil hat aber seinen Grund, denn der Architekt des ursprünglichen Gebäudes um 1850 war Italiener. Wie so viele Gebäude in Tiflis wurde die Oper mehrfach beschädigt und wieder aufgebaut. Zuletzt fanden umfangreiche Sanierungen von 2010 bis 2016 statt. Heute erstrahlt das Theater wieder in vollem Glanz und es finden Oper- und Ballett-Aufführungen, sowie Nationalfeierlichkeiten hier statt.

Die Opter von Tiflis

Staatliche Akademie der Künste

Ein Geheimtipp unter den Museen in Tiflis ist die Staatliche Akademie der Künste. Es liegt in einer Seitenstraße und wird bisher nur von wenigen Tourist:innen besucht. Hier wurden ein paar alte Räume aufwendig von den Studierenden der Universität restauriert, die man heute wieder besichtigen kann. Sehenswert sind vor allem die Stuckarbeiten und Deckenmalereien. Außerdem gibt es ein paar Ausstellungsstücke aus Glaskunst. Der Eintritt kostet 12 GEL pro Person.

Kunstvoll verzierte Räume in der Staatlichen Akademie der Künste

Funicular

Wenn du eine weitere tolle Aussicht auf Tiflis genießen willst, solltest du auf den Mtatsminda, den Hausberg der Stadt. Am einfachsten geht das mit der Funicular, der alten Standseilbahn, die dich in wenigen Minuten von der Talstation am Rande der Altstadt nach oben bringt. Für die Fahrt brauchst du eine wiederaufladbare Karte, die du auch zum bezahlen im Mtatsminda Park verwenden kannst. Die kostet einmalig 2 GEL, die Fahrt mit der Seilbahn 10 GEL pro Person. Oben an der Bergstation gibt es auch ein Restaurant, wo man nett Essen kann.

Talstation der Funicular

Mtatsminda Park

Vom Mtatsminda hast du nicht nur einen tollen Ausblick auf Tiflis, hier oben befindet sich auch ein Vergnügungspark, der Mtatsminda Park. Der Park selbst kostet keinen Eintritt, will man eine der Attraktionen fahren bezahlt man zwischen 5-10 GEL pro Person und Fahrt. Zum bezahlen muss man vorher eine Karte mit dem entsprechenden Betrag aufladen. Es gibt etwa ein Riesenrad, eine Achterbahn oder eine Wasserbahn.

Figuren am Eingang des Mtatsminda Vergnügungspark.Aussicht auf Tiflis vom Mtatsminda.

Sehenswürdigekeiten weiter außerhalb des Zentrums

Ethnographisches Museum

Etwas außerhalb der Altstadt, am Hang des Mtatsminda befindet sich mit dem Ethnographischen Museum ein weiterer Geheimtipp in Tiflis. In dem Freilichtmuseum kann man mehrere alte georgische Häuser aus verschiedenen Regionen besichtigen, die sich über den Hang verteilen. Bei meinem Besuch unter der Woche war kaum was los, allerdings waren auch nicht alle Häuser geöffnet und Infotafeln gab es auch nicht. Dafür waren in einigen Häusern Mitarbeiter:innen, die etwas zur Geschichte und zu den Gegenständen erzählt haben. Außerdem kann man hier bei einem Spaziergang die Aussicht über die Stadt genießen. Am einfachsten erreicht man das Museum mit dem Auto oder dem Taxi, die nächste Bushaltestelle ist etwas weiter entfernt. Der Eintritt kostet 20 GEL pro Person.

Typische alte Häuser am Hang im Ethnographischen Museum.

Sameba Kathedrale

Die Sameba Kathedrale ist die größte Kirche in ganz Georgien und wurde erst 1996 bis 2004 erbaut. Finanziert wurde sie vom georgischen Oligarchen Iwanischwili. Mit der Fertigstellung 2004 zog der Sitz des Patriarchen der georgisch Orthodoxen Kirche von der Sioni Kathedrale hierhin um.

Die Sameba Kathedrale.

Die Chronik von Georgien

Das Denkmal Chronik von Georgien liegt außerhalb der Stadt auf einem Hügel über dem Tbilisi See. Es wurde vom Künstler Zurab Tsereteli geschaffen und besteht aus 16 Steelen. Diese zeigen in den unteren Motiven die Geschichte Jesu, die größeren Figuren sind Königinnen und Könige und Nationalheld:innen Georgiens. Nähere Infos zu den Motiven gibt es am Denkmal leider nicht, es werden aber geführte Touren* (Affiliate-Link) von Tiflis aus angeboten.

Die Chroniken von Georgien.

Tbilisi Sea

Vom Hügel der Chronik von Georgien hat man einen super Ausblick auf den Tbilisi See. Der See wurde in den 1950er Jahren als Wasserspeicher angelegt und ist inzwischen ein beliebter Erholungsort für die heißen Sommertage. Entlang des Sees gibt es ein paar Schwimm- und Strandbäder, auch Wassersport wird betrieben.

Ausblick auf den Tbilisi Sea.

Praktische Tipps für Tiflis

– In der Altstadt kann man viel zu Fuß erkunden, ich empfehle bequemes Schuhwerk, da die Gehwege manchmal sehr uneben sind.
– Für Orte weiter außerhalb kann man sich mit Bolt ein Taxi bestellen. Das geht einfach und ist recht günstig. Alternativ kann man die Metro, oder Buslinien nutzen.
– Restauranttipps findest du in meinem Vegan in Tiflis Guide, darunter auch viele mit typisch georgischer Küche.
– Ich war recht lange in Tiflis und habe die Stadt als Ausgangspunkt für meine zweiwöchige Georgien Reise gewählt. Insgesamt hatte ich etwa sieben volle Tage in der Stadt, bin die Erkundungen aber recht entspannt angegangen. Empfehlen würde ich mindestens 2-3 Tage für einen guten Eindruck von Tiflis.
– Wenn du eine geführte Tour durch Tiflis machen möchtest, findest du bei getyourguide* (Affiliate-Link) viele Angebote. Sowohl für Touren innerhalb der Stadt, als auch für Tagesausflüge in weitere Regionen des Landes.
– Wenn du in Tiflis übernachtest, empfehle ich dir eine Unterkunft in oder nahe bei der Altstadt zu suchen, damit du viel fußläufig erreichen kannst. Ich hatte eine Ferienwohnung in der Nähe des Liberty Square, das war ideal. Gefunden habe ich die bei booking.com*. (Affiliate-Link)
– Bei dieser Reise hatte ich den Lonely Planet Reiseführer für Georgien, Armenien und Aserbaidschan* (Affiliate-Link) dabei. Dort habe ich einige super Tipps gefunden.
– Noch Fragen? Weitere Tipps findest du in meinem Artikel „Georgien: praktische Tipps zur Reiseplanung

Rezept: veganes Kartoffelgratin

Heute gibt es mal wieder die vegane Version eines typischen Kindheits-Essens. Kartoffelauflauf gab es da bei uns fast jede Woche und es gehörte zu meinen Lieblingsgerichten. Auch jetzt esse ich es immer noch super gerne und deshalb habe ich meine Version von veganem Kartoffelgratin jetzt mal als Rezept festgehalten.

veganes Kartoffelgratin in einer Auflaufform

Zutaten für eine große Form (20x30cm):
1,5kg festkochende Kartoffeln
500ml Haferdrink
250-300g veganen Streukäse
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Die Kartoffeln schälen und mit der Küchenmaschine in Scheiben hobeln.
2. Die Form einfetten, jetzt die Kartoffeln hinein schichten. Zwischendurch immer mit Salz und Pfeffer würzen und etwas Streukäse darauf geben. So weiter schichten, bis die Form voll ist.
3. Zum Schluss noch eine dicke Schicht Streukäse auf die Kartoffeln geben. Alles mit dem Haferdrink übergießen.
4. Das Kartoffelgratin ca. 45-60min bei 170°C Umluft im Ofen backen. Wenn man gerade Stücke schneiden möchte, muss der Auflauf gut abkühlen, bevor er serviert wird. Kommt er frisch aus dem Ofen laufen die einzelnen Schichten noch auseinander.

veganes Kartoffelgratin in einer Auflaufform

Das Rezept ist wirklich einfach und schmeckt trotzdem besonders. Auch die Zubereitung geht mithilfe der Küchenmaschine wirklich schnell. Etwas Geduld braucht man dann nur noch für die Backzeit und dann kann man das Kartoffelgratin mit der knusprigen Käsekruste genießen. Bei mir gibt es dazu, wie schon früher, Möhren-Apfel-Salat, der passt mit der fruchtigen Note super dazu. Außerdem sind das so zwei Gerichte die für mich einfach zusammen gehören. Wer kennt das noch?

Beim garen muss man darauf achten, dass der Haferdrink verkocht ist. Dann sollten auch die Kartoffelscheiben durch sein. Die sind nach dem Backen butterweich und schmecken mit der übrigen Soße super. Wenn das Gratin frisch aus dem Ofen kommt muss man beim servieren beachten, dass es dann noch nicht schnittfest ist. Dafür muss man es erst etwas abkühlen lassen. Schmecken tut es aber natürlich schon vorher, dann kann es nur sein, dass die einzelnen Kartoffelschichten etwas außeinanderlaufen. Wenn ich das Gericht für Gäste servieren will, würde ich es erst abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden und einzeln wieder aufwärmen.

ein Stück veganes Kartoffelgratin

Als Komponente in einem Menü reicht die Form für sechs große Stücke Kartoffelgratin. Wenn wir das Rezept als Alltagsgericht kochen, eher für drei bis vier Portionen. Das spricht wohl dafür, dass das Gericht nicht nur bei mir sehr beliebt ist.

Weitere Rezepte aus meiner Kindheit:
Vegane Kartoffelsuppe
Veganer Nudelsalat
Vegane Lasagne
Veganer Kirschstreusel

Vegan in Tiflis: Restaurant-Tipps

Während meiner Reise nach Georgien habe ich für zwei Wochen in einer Ferienwohnung in Tiflis gewohnt. Obwohl ich dort auch selbst kochen konnte, habe ich einige vegane und veganfreundliche Restaurants in Tiflis ausprobiert. Was ich dort gegessen habe und wo ihr vegane und georgische Küche in Tiflis findet, lest ihr in diesem Artikel.

Vegan in Tilfis, Titelbild mit Schriftzug

Café Leila

Das erste Café in dem wir in Tiflis waren und einer meiner Favoriten. Es gibt hier typisch georgische Küche und einige vegane Optionen. Außerdem hat das Café ein wunderschönes Interieur mit Verzierungen an den Wänden und Stuck an der Decke. Es liegt sehr zentral in der Altstadt, direkt nehmen dem Uhrenturm. Probiert haben wir hier die Phkali-Platte (verschiedene Gemüse-Walnuss-Dips) mit Maisbrot und einen Maisbrei mit einer Curryartigen Soße mit Zucchini und Aubergine. Die Hausgemachte Limonade ist auch super.

Verschiedene Sorten Phkali mit Maisbrot und mixed picklesMaisbrei mit CurrysoßeStuckverzierungen im Café Leila

Adresse: 18 Ioane Shavteli St

Puri Guliani

Im Puri Guliani waren wir mit einer größeren Gruppe, es wurde uns von der georgischen Familie meines Cousins empfohlen. Bekannt ist das Restaurant mit typisch georgischer Küche für seine Kachapuri, für mich gab es die vegane Version: Lobiani. Das ist ein mit Bohnen gefülltes Brot und sehr lecker. Außerdem empfehlenswert: die hausgemachte Beerenlimonade. Auf der Website sind einige Gerichte als Fastengerichte gekennzeichnet, ob alle davon vegan sind, weiß ich allerdings nicht.

Lobiani, Brot mit Bohnenfüllung

Adresse: Saarbrucken Square
Website

Badagoni Home

Dieser Weinkeller liegt direkt am Liberty Square und gehört zu einem Hotel. Serviert wird typisch georgische Küche mit ein paar zufällig veganen Optionen. Probiert habe ich hier einen Salat mit Kürbis-Phkali und getrockneten Früchten sowie Kinkhali mit Pilzfüllung. Ich mochte besonders den Salat, die Pilzfüllung war von der Würzung her nicht ganz mein Geschmack.

Grüner Salat mit Kürbis Phkali

Adresse: 4 Freedom Square
Website

Veggie Café

In diesem Café sind wir zufällig gelandet. Eigentlich wollten wir zu Klike`s Kinkhali gegenüber (wo es laut Lonely Planet die besten Kinkhali in Tiflis geben soll), da es dort aber schon voll war, sind wir wieder raus und haben die Speisekarte vom Veggie Café gesehen. Dort gibt es ein paar vegane Optionen, etwa Pasta mit veganer Bolognese oder veganes Shawarma. Ich hatte letzteres mit Pommes, das war sehr lecker und mit einer gut gewürzten Mischung aus Tofu und Pilzen.

Veganes Tofu-Pilz Shawarma

Adresse: 2 Shio Chitadze St

Kinkhali House

Nachdem wir von einem Ausflug zurückgekommen sind, sind wir spontan im Kinkhali Hause gelandet. Von diesem Restaurant gibt es mehrere Filialen in Tiflis. Serviert wird typisch georgische Küche und die Restaurants haben sehr gute Bewertungen bei Google. Bestellt habe ich einen grünen Salat und Kinkhali mit Kartoffelfüllung. Die Salatportion war wieder mal so groß, dass sie für zwei Personen gereicht hat und zusammen mit den Kartoffel Kinkhali war ich hinterher pappsatt. Die Kartoffel-Füllung hat mir besser geschmeckt, als die Pilz-Füllung.

Typische Kinkhali mit grünem Salat

Adresse: 2 Vladimer Meskhishvili St
Website

Kiwi Vegan Café

Dieses komplett vegane Café lag ziemlich in der Nähe unserer Ferienwohnung, also stand es natürlich ganz oben auf meiner Liste. Es ist ebenfalls einer meiner Favoriten in Tiflis. Wir waren hier am frühen Abend und in keinem anderen Lokal hatten wir so schnell unser Essen auf dem Tisch (das dauert in georgischen Restaurants leider oft etwas länger). Für mich gab es eine Pilzsuppe und einen Wrap mit veganem Shawarma, mein Vater hatten den Cheeseburger mit Pommes. Vor allem die letzten beiden Gerichte kann ich empfehlen.

Pilzcremesuppe im Kiwi CaféVeganer Wrap im Kiwi CaféVeganer Burger im Kiwi Café

Adresse: 6 Ivane Machabeli St
Website

Plantastic Kitchen

Noch ein komplett veganes Café, diesmal in der Nähe der Rustaveli Metro Station. Wir waren hier am frühen Mittag, leider etwas zu früh, denn die Küche war noch nicht offen. Trotzdem gab es einen Kaffee und für mich eine Spinat Quiche, die allerdings kalt nicht ganz so gut geschmeckt hat. Gerne hätte ich den veganen Kebab probiert, aber leider habe ich es nicht nochmal hin geschafft.

vegane Quiche im Plantastic Kitchen

Adresse: 17 Giorgi Akhvlediani St

Cashnagiri

An unserem letzten Tag in Tiflis wollte ich unbedingt nochmal georgisch Essen gehen. Dafür wählte ich das Cashnagiri in der Altstadt, dass gute Bewertungen und einige vegane Optionen hat. Es gab Limonade mit roten Beeren, Lobiani und einen Salat mit Tomate, Gurke und Walnussdressing. Geschmeckt hat das alles sehr gut, im Lokal war die Atmosphäre allerdings etwas laut (neben uns war ein großer Tisch mit einer Reisegruppe). Dafür war der Service schnell und das Essen günstig.

Tomaten-Gurken-Salat mit WalnussdressingLobiani, Brot mit Bohnenfüllung

Adresse: 25 Kote Afkhazi St
Website

Lutra Lutra Bar

Über diese Bar stolpert man wohl nicht zufällig, denn sie befindet sich in einer unauffälligen Seitengasse in der Tifliser Altstadt. Die vegane Bar befindet sich in einem Keller und es gibt eine große Auswahl an Drinks (auch ohne Alkohol). Außerdem gibt es wechselnde vegane Gerichte, als wir dort waren indonesisches Gado Gado (was sehr lecker war). Leider war ich erst am letzten Abend dort, sonst wäre ich öfter gekommen. Die Atmosphäre war super, auf eine Wand wurden Schwarz-Weiß-Filme projeziert und es lief gute Musik von Alternative bis Rock. Dazu gab es georgisches Bier und leckeres veganes Essen.

Veganes Gado Gado in einer Bar in Tiflis

Adresse: 15 Aleqsandre Diuma St
Website

Weitere, allgemeine Tipps wie veganfreundlich die georgische Küche ist, lest ihr in meinem Vegan in Georgien Guide.

Weiterlesen zu Georgien:
Tiflis: 33 Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps
Georgien: praktische Tipps zur Reiseplanung

12 Rezepte für vegane Vorspeisen

Wenn ich Gäste zum Essen einlade versuche ich immer etwas besonderes zu servieren. Das beginnt natürlich schon bei der Vorspeise, die einen guten ersten Eindruck machen soll. Über die Jahre habe ich hier schon einige Ideen gesammelt, manche sind saisonal, andere kann man das ganze Jahr über als vegane Vorspeise servieren.

Rezepte für vegane Vorspeisen, Titelbild mit Schriftzug

Brokkolicremesuppe

Eine Cremesuppe geht immer als Vorspeise, hier mit leckerem Brokkoli. Das praktische: die Suppe kann man auch prima nur aus dem Stil und ein paar wenigen Röschen kochen. So verwendet man möglichst viel vom Brokkoli. Getoppt wird die Suppe mit gerösteten Mandelblättchen.

Zwei weiße Schälchen mit Brokkolicremesuppe und Mandeltopping, danaben frischer Brokkoli und eine Schale mit Meersalz.

Zum Rezept für vegane Brokkolicremesuppe

Salat mit Radicchio, Rote Beete und Birne

Auch einen gemischten Salat nehme ich gern als Vorspeise. Diese Version mit Radicchio, Roter Beete und Birne ist eher winterlich und hat eine schöne Mischung aus bitteren und süßen Komponenten.

Salat mit Radicchio, Rote Bete und Birne

Zum Rezept für Salat mit Radicchio, Roter Beete und Birne

Blumenkohlsuppe

Neben Brokkoli- mache ich auch gern Blumenkohlsuppe. Das geht genauso einfach und ist mit einem Topping aus frischen Kräutern und Sonnenblumenkernen die perfekte vegane Vorspeise.

Blumenkohlsuppe mit frischer Petersilie und Sonnenblumenkernen

Zum Rezept für vegane Blumenkohlsuppe

Blätterteig Taschen mit Spinat

Wenn es keine leichte Vorspeise sein muss, mache ich gern Blätterteig-Taschen. Die kann man super vorbereiten und in kleinen Häppchen teilen. Hier sind sie mit Spinat und veganem Feta gefüllt. Ein Klassiker, der super schmeckt.

Vegane Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Feta.

Zum Rezept für vegane Blätterteig-Taschen mit Spinat

Kürbis-Kokos-Suppe

Im Herbst und Winter nehme ich auch gern Kürbissuppe als klassische vegane Vorspeise. In dieser Variante kommt Kokosmilch mit in die Suppe, was sie extra cremig macht.

Kürbis-Kokos Suppe

Zum Rezept für vegane Kürbis-Kokos-Suppe

Blätterteig-Spargel-Taschen

Tatsächlich habe ich verhältnismäßig viele Vorspeisen-Rezepte mit Spargel. Das ist ja auch ein besonderes Gemüse, das man gern serviert, wenn man Besuch bekommt. Die Spargelstangen machen sich auch hervorragend in einem Blätterteig-Mantel mit Bärlauchcreme.

vegane Blätterteig-Spargel-Taschen mit Bärlauchcreme

Zum Rezept für vegane Blätterteig-Spargel-Taschen

Spargelcremesuppe

Ein weiterer Klassiker mit Spargel ist die Spargelcremesuppe. Das einzige Gericht, dass ich mit weißem Spargel koche, ansonsten bevorzuge ich grünen Spargel. Als Cremesuppe schmeckt er mir aber gut und ist auch eine schöne Vorspeise.

vegane Spargelcremesuppe mit Spargelspitzen und Baguette

Zum Rezept für vegane Spargelcremesuppe

Vegane Bruschetta

Diese vegane Vorspeise habe ich aus Italien mitgebracht: die Rede ist von Bruschetta. Bei mir gibts zwar keine klassische Version mit Tomaten (die übrigens meist zufällig vegan ist), sondern der Variationen. Mit Tomaten und veganem Käse überbacken, mit gebratenen Pilzen und mit Avocado.

vegane Bruschetta

Zum Rezept für vegane Bruschetta

Panierter Ofenspargel mit Bärlauchmayo

Bei diesem Rezept ist wieder der grüne Spargel der Star. Diesmal wird er paniert und im Ofen gebacken, bis er knusprig wird. Serviert wird er am besten warm und dann direkt in die vegane Bärlauchmayo gedippt. Köstlich und eine Vorspeise, die was hermacht.

Panierte Spargelstangen auf einem Teller neben einem Dip Schälchen

Zum Rezept für panierten Ofenspargel

Ofenkürbis auf veganer Fetacreme

Hier nochmal eine herbstliche Idee für eine leckere Vorspeise. Dafür backe ich marinierte Kürbis-Spalten im Ofen und serviere sie auf einer leckeren veganen Fetacreme.

Ofenkürbis in Spalten auf veganer Fetacreme

Zum Rezept für Ofenkürbis auf veganer Fetacreme

Gebackene Süßkartoffel mit Spargel-Dip

Ich bin ja ein großer Fan von Süßkartoffel aus dem Ofen. In kleinen Scheiben kann man die auch super als Vorspeise servieren, hier mit einem Dip aus veganer Creme Fraiche und Spargel.

gebackene Süßkartoffel mit Spargel Dip

Zum Rezept für gebackene Süßkartoffel mit Spargel-Dip.

Wildkräutersalat mit Erdbeeren

Der perfekte sommerliche Salat mit Wildkräutern und Erdbeeren wird als Vorspeise zum Highlight bei jedem Dinner. Würziger Salat trifft auf aromatische Erdbeeren und ein fruchtiges Orangen-Dressing.

Wildkräutersalat mit Erdbeeren

Zum Rezept für Wildkräutersalat mit Erdbeeren

Rezept: veganes Süßkartoffelcurry mit Brokkoli

Heute gibt es mal wieder ein leckeres Alltagsrezept: ein veganes Süßkartoffelcurry mit Brokkoli das bei mir regelmäßig auf den Tisch kommt. Drin ist jede Menge Gemüse, cremige Kokosmilch und Kichererbsen für die Proteine. Ideal für Meal Prep oder zum kochen unter der Woche.

Veganes Süßkartoffelcurry mit Brokkoli und Reis

Zutaten:
1 Kopf Brokkoli
2-3 Karotten
2 mittelgroße Süßkartoffeln
1 Dose Kichererbsen
1 Dose Kokosmilch
1EL gelbe oder rote Currypaste
200g Basmatireis

Zubereitung:
1. Karotten schälen und Scheiben schneiden, Süßkartoffeln schälen und in Würfel schneiden, den Brokkoli in kleine Röschen zerteilen, die Kichererbsen abgießen und mit kalten Wasser abspülen.
2. In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen, Möhren und Süßkartoffeln darin anschwitzen und bei geschlossenem Deckel ca. 5min garen lassen.
3. Kichererbsen dazugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen und dann die Currypaste dazugeben, gut verteilen und kurz mitrösten. Mit der Kokosmilch ablöschen.
4. Die Brokkoliröschen in der Pfanne verteilen und das Curry bei geschlossenem Deckel ca. 20-25min garen lassen, bis der Brokkoli weich ist. Währenddessen den Reis in einem kleinen Topf kochen.

Veganes Süßkartoffelcurry mit Brokkoli und Reis

Das war tatsächlich das erste Curry Gericht, das ich selbst bei mir Zuhause gekocht habe. Ich nehme dafür fertige Currypaste zum würzen, wodurch es super einfach ist. Die setzte ich außerdem nur wohldosiert ein, damit es nicht zu scharf wird. Das schmeckt mir nämlich sonst nicht mehr so gut, aber mit einer leichteren Würzung finde ich es sehr lecker. In dem Curry ist außerdem jede Menge Gemüse: Karotten, Süßkartoffeln, Brokkoli und Kichererbsen, damit das Gericht auch Proteinreich ist. Durch die Süßkartoffeln kann man das Curry auch ohne Reis als Low-Carb Gericht essen.

Veganes Süßkartoffelcurry mit Brokkoli und Reis

Wichtig ist mir immer frisches Gemüse zu verwenden. Die Soße wird durch die Kokosmilch schön cremig, durch die Stärke, die beim verkochen der Süßkartoffeln entsteht aber auch etwas sämig. Geschmacklich ist es auch super wichtig, den Brokkoli im Curry zu garen, damit er die Würzung besser annimmt. Wenn man den Brokkoli vorgart und dann erst hinzugibt, schmeckt das Gericht ganz anders.

Das Rezept reicht für etwa vier große Portionen und sättigt sehr gut. Reste nehme ich mir gerne später ins Büro mit. Das Curry lässt sich gut wieder aufwärmen, also auch ein ideales Meal-Prep Gericht. Die Zubereitung geht, mit ca. 40min inklusive Gemüse schneiden, auch sehr fix. Deswegen hat es sich bei mir zum klassischen Alltagsgericht entwickelt.

Weitere Rezeptideen:
Veganes Blumenkohl-Erdnuss-Curry
Vegane Brokkolicremesuppe
Süßkartoffelpommes mit Avocado Dip

Georgien: praktische Tipps zur Reiseplanung

Du suchst ein aufstrebendes Reiseziel mit entspanntem Flair, atemberaubenden Berglandschaften und kulturellen Highlights? Dann ist Georgien eine Reise Wert. Das Land liegt an der Grenze zwischen Europa und Asien und ist in letzter Zeit bei immer beliebter bei Tourist*innen aus Deutschland. Trotzdem sind viele Ecken noch relativ ruhig, die Infrastruktur aber schon recht gut ausgebaut. Ich habe Georgien im September 2024 für zwei Wochen bereist und teile hier meine praktischen Tipps zur Reiseplanung mit dir.

Wilde Flusslandschaft im Norden von Georgien

Disclaimer: Dieser Artikel beruht auf meinen Erfahrungen meiner Reise im September 2024. Seit der Wahl im Oktober 2024 gibt es in Georgien und vor allem in Tiflis, immer wieder Proteste, die teils gewaltsam von der Polizei aufgelöst werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, diese zu meiden und auch bei der Unterkunft eine Lage weiter entfernt vom Parlament zu wählen. Informiere dich am besten vor deiner Reise über die aktuelle Lage Vorort.

Lage

Georgien liegt im Kaukasus an der Grenze zwischen Europa und Asien und ist flächenmäßig etwa so groß wie Bayern. Im Norden wird es durch den Großen Kaukasus und Russland begrenzt, im Osten durch Aserbaidschan, im Süden durch Armenien und die Türkei und im Westen durch das Schwarze Meer. Fast die Hälfte der ca. 3,7 Millionen Einwohner*innen wohnt in und um die Hauptstadt Tiflis.

Geschichte

Das Land verfügt über eine sehr lange Geschichte. In georgischen Regionen wurden die ältesten Hominiden Überreste aus der Altsteinzeit gefunden. Schon vor 8.000 Jahren wurde hier Wein kultiviert. Außerdem ist Georgien einer der ältesten christianisierten Staaten. Bereits im 4. Jahrhundert n.Ch. brachte die Heilige Nino das Christentum in die Region. Sie wird bis heute von der Orthodoxen Kirche verehrt.

Das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Georgien oft von Eroberern besetzt: z.B. von den Römern, den Persern und den Arabern. Eine Blütezeit erlebte das damalige Königreich im Mittelalter unter König Dawit und seiner Ur-Enkelin Königin Tamara. Nach der Oktoberrevolution erklärte sich Georgien im Jahr 1918 erstmals unabhängig und zur Republik. Drei Jahre später wurde das Land aber wieder von der Roten Armee besetzt und in die Sowjetunion eingegliedert. Erst seit 1991 ist das Land wieder unabhängig, die zwei Regionen Abchasien und Südossetien stehen aber weiterhin unter Russischer Kontrolle. Für diese Regionen gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Klima und Reisezeit

In Georgien findet man mehrere Klimazonen von mediterranem Meeresklima, über trockenes Kontinentalklima bis zu alpinem Klima in den Bergen. Die beste Reisezeit für eine Rundreise sind daher die Randmonate Mai und Juni, sowie September und Oktober. In den Sommermonaten kann es gerade in der Ebene sehr heiß werden, im Frühling und Herbst herrschen dagegen meist angenehmere Temperaturen. Wir waren im September in Georgien und hatten zu Beginn noch an die 30°C, später dann angenehmen 20°C.

An- und Einreise

Für die Einreise nach Georgien benötigt man als deutsche:r Staatsangehörige:r einen Reisepass. Für touristische Aufenthalte bis zu 180 Tagen wird allerdings kein Visum benötigt. Wir haben jeweils einen Ein- und Ausreisestempel in den Pass bekommen. Ggf. werden ein paar Fragen zum Aufenthalt gestellt.

Disclaimer: informiere dich vor deiner Reise unbedingt noch einmal selbst, z.B. beim Auswärtigen Amt.

Wir sind mit einem Direktflug mit Eurowings von Düsseldorf aus in ca. 4,5 Stunden nach Tiflis geflogen. Lufthansa fliegt direkt von München nach Tiflis. Weitere Verbindungen sind mit Umstieg in der Türkei möglich. Viele davon haben aber eher schlechte Flugzeiten und man kommt mitten in der Nacht in Tiflis an.

Währung und Bezahlen

Landeswährung ist der Georgische Lari (GEL). Aktuell entspricht 1€ rund 3 GEL (Stand 01/25). Es gibt Scheine zu 5, 10, 20, 50 und 100 GEL und Münzen zu 1 und 2 GEL und 5, 10, 20 und 50 Tetri. 100 Tetri entsprechen 1 Lari.

Wenn du Bargeld zum tauschen mitbringst, kannst du das an vielen Stellen in Tiflis tun. Hier bekommt man meist einen besseren Kurs als am Flughafen. Wenn du Bargeld am Automaten abhebst bekommst du meist 100 Lari Scheine. Etwas kleinere Scheine zu haben ist aber gerade auf dem Land von Vorteil.

Grundsätzlich haben wir bei unserer Reise relativ wenig Bargeld benötigt. Die meisten Restaurants und Geschäfte ermöglichen inzwischen Kartenzahlung. Ich hatte meine DKB Visa Debitkarte* dabei und damit keine Probleme. Prüfe im Zweifel vorab, ob deine Karte für das Bezahlen im außereuropäischen Ausland freigeschaltet ist. Bei Hotels und Guesthouses ist Kartenzahlung nicht immer möglich und es wird teilweise nur Bargeld akzeptiert. Prüfe das also besser in den Buchungsbedingungen. Wir konnten unsere Ferienwohnung, die wir über booking.com* gebucht hatten z.B. nur bar bezahlen, dafür aber auch in Euro. Etwas Bargeld benötigt man außerdem eher auf dem Land, z.B. für Souvenirs, Bäckereien oder an Obst- und Gemüseständen.

Ein paar typische Preise in Georgien:
Cola/Softdrink am Kiosk – 4 GEL
Glas Wein im Restaurant – 5-10 GEL
Essen im Restaurant – 25-40 GEL pro Person
Taxifahrt – ca. 5 GEL für eine kurze Fahrt im Zentrum mit Bolt
30-40 GEL für eine Fahrt vom Flughafen ins Zentrum
Botanischer Garten Tiflis – 4 GEL pro Person
Nationalmuseum Tiflis – 30 GEL pro Person

Zeitzone

Georgien liegt in der Zeitzone GMT/UTC + 4. Es gibt dort keine Sommerzeit. Während der Sommerzeit in Deutschland haben wir dementsprechend eine Zeitumstellung um + 2 Stunden, während der Winterzeit um + 3 Stunden. Wenn es im September in Georgien 12Uhr Mittag ist, ist es in Deutschland dann z.B. 10Uhr Vormittags.

Mobile Daten und Wifi

Bei meiner Reise nach Georgien habe ich zum ersten Mal eine E-Sim auf mein Handy geladen. Dort hatte ich dann ein kleines Datenpaket über saily* (Affiliate-Link) gebucht, um auch unterwegs auf Apps wie Google Maps oder Grab zugreifen zu können. Das hat grundsätzlich auch gut geklappt, nur außerhalb von Tiflis war der Empfang meistens leider nicht so gut. Ansonsten hatte ich natürlich auch W-Lan in unserer Unterkunft und in den meisten Restaurants gab es auch kostenlos Wifi.

Sprache und Verständigung

Offizielle Landessprache ist Georgisch, die auch ein eigenes Alphabet mit 33 Buchstaben hat. Diese unterscheiden sich sehr stark vom lateinischen Alphabet, weswegen die meisten Tourist:innen vermutlich wenig mit georgischer Beschriftung anfangen können. Die meisten Läden haben aber inzwischen auch eine zweite Beschriftung auf Englisch, auch an Sehenswürdigkeiten sind oft Englische Beschriftungen angebracht. Restaurants haben Speisekarten auf Englisch, oder verwenden gleich Bilder mit den Speisen. Ich habe mir zusätzlich Google Lens aufs Handy geladen und den automatischen Übersetzer verwendet. Der ist zwar nicht zu 100% zuverlässig, war für einige Speisekarten oder Zutatenlisten bei Produkten im Supermarkt aber doch ganz hilfreich.

Aufgrund der Geschichte des Landes sprechen viele Einwohner:innen noch Russisch. Gerade bei den jüngeren Generationen wird Englisch immer wichtiger und man kommt damit gut zurecht. Touren werden auf Russisch und Englisch, manche Führungen sogar auch auf Deutsch angeboten.

Unterkünfte

Wir haben die gesamten zwei Wochen unseres Aufenthalts in einer Ferienwohnung in Tiflis verbracht. Die lag sehr zentral in der Altstadt in der Nähe des Liberty Square. Von dort konnten wir die meisten Sehenswürdigkeiten in Tiflis zu Fuß erkunden. Gefunden habe ich die Ferienwohnung auf booking.com*, wo ich meistens meine Unterkünfte buche. Dort gibt es auch viele gute Hotels in Tiflis.

Unterwegs in Georgien

Wir haben Georgien von Tiflis aus mit ein paar Tagestouren erkundet. Zum einen da wir in der Stadt auf einer Hochzeit eingeladen waren, die genau in der Mitte unseres Reisezeitraums lag und zum anderen, weil wir nicht selbst Auto fahren wollten. Man kann sich zwar unkompliziert einen Mietwagen leihen, der Verkehr in Georgien ist aber sehr anstrengend. In und um Tiflis gibt es aufgrund der vielen Autos oft Stau. Die Fahrweise der Georgier:innen ist außerdem meist sehr forsch. Hohe Geschwindigkeit und waghalsige Überholmanöver liegen an der Tagesordnung.

In der Stadt waren wir meistens zu Fuß unterwegs, was in der Altstadt kein Problem war. Man sollte nur bequemes Schuhwerk tragen, da die Wege teils uneben sind. Für weitere Strecken oder vom/zum Flughafen haben wir über die App Bolt ein Taxi genommen. Das ging wirklich einfach und war sehr günstig. Je nach Tageszeit zahlt man für die Fahrt vom Flughafen zum Liberty Square so nur 30-40 GEL.

Bei den Tagesausflügen, die wir über getyourguide* gebucht haben, waren wir in Kleinbussen unterwegs. Solche Busse fahren auch als öffentliche Verkehrsmittel, sogenannte Maschrutkas zwischen den größeren Städten. Zwischen Tiflis und Batumi oder zwischen Tiflis und der armenischen Hauptstadt Jerewan gibt es auch eine Zugverbindung.

Etikette bei Kirchenbesichtigung

Viele der Sehenswürdigkeiten in Georgien gehören zur georgischen orthodoxen Kirche. In den Kirchen und Klöstern gibt es eine etwas strengere Etikette, als wir es von Kirchenbesuchen in Europa gewohnt sind. Die wird zwar nicht überall streng kontrolliert, ich finde es aber trotzdem angemessener, sich wenn möglich daran zu halten. Männer sollten keine Shorts tragen und Kopfbedeckungen abnehmen. Frauen Knie und Schultern bedeckt haben und ein Kopftuch tragen, auch lange Hosen sind nicht überall erlaubt. An den meisten Kirchen lagen Körbe mit Tüchern die man sich für den Besuch nehmen konnte. Sowohl als Kopftuch, als auch als Rock umgebunden. Ich hatte meistens ein eigenes Tuch dabei. Ansonsten ist fotografieren in den meisten Kirchen nicht erlaubt. Viele Tourist:innen haben sich daran aber nicht gehalten.

Die Sioni Kathedrale in Tiflis

Essen und Trinken in Georgien

Die georgische Küche ist berühmt für Gerichte wie Kachapuri (Brot mit Käsefüllung) und Kinkhali (Dumplings mit verschiedenen Füllungen). Wenn man Essen geht ist es üblich, mehrere Gerichte zu bestellen, die dann in der Mitte auf dem Tisch platziert und geteilt werden. Speisekarten in georgischen Restaurants sind auch dementsprechend aufgebaut. Wenn man ein Hauptgericht bestellt hat man nicht wie hier Fleisch, Beilage und Gemüse in einem, man stellt sich die einzelnen Komponenten selbst zusammen. Die Portionen waren meiner Erfahrung nach auch immer so groß, dass es für mehrere Personen zum Teilen gereicht hat, wenn wir z.B. 2-3 Gerichte für zwei Personen bestellt haben. Welche Gerichte für Veganer:innen geeignet sind, liest du in meinem Vegan in Georgien Beitrag.

Typische Kinkhali mit grünem Salat

Zum Trinken gibt es dazu dann meist Wein. Georgien hat eine sehr alte Weinkultur, hier wurde schon vor 8.000 Jahren Wein kultiviert. Die meisten Restaurants hatten auch selbstgemachte Limonaden die sehr lecker waren.

Nicht wundern sollte man sich, wenn es etwas länger dauert. Die Speisen werden frisch zubereitet, dann kommt es häufiger vor, dass man etwas länger wartet, oder eine Person das Essen vor der anderen bekommt. Viele Restaurants haben deshalb auch nicht so gute Bewertungen.

Die schönste Orte in Georgien

Während meiner Reise habe ich ein paar Ausflüge von Tiflis aus unternommen. Welche Orte in Georgien du meiner Meinung nach nicht verpassen darfst, habe ich hier aufgelistet. Wir hatten außerdem den Lonely Planet Reiseführer für Georgien, Armenien und Aserbaidschan* (Affiliate-Link) dabei. Der war vor allem für Highlights in Tiflis sehr praktisch.

Tiflis/Tbilisi

Die Hauptstadt Georgiens Tiflis ist unbedingt einen Besuch wert. Ich fand den Vibe der Stadt super entspannt. Laufe unbedingt einmal durch das Zentrum und über die Friedensbrücke. Vom Rike Park auf der anderen Flussseite kannst du die Seilbahn hoch zur Festung nehmen, von wo du einen tollen Blick über die Stadt hast.

Mehr Tipps findest du in meinem Beitrag zu Sehenswürdigkeiten in Tiflis und in meinem Vegan in Tiflis Guide.

Aussicht auf Tiflis von der Burg

Sighnaghi

Eine der beliebtesten Städte in der Weinregion Kachetien ist die Stadt Sighnaghi ganz im Osten von Georgien. Sie liegt auf einem Hügel und hat einen schönen kleinen Stadtkern, den man bei einem Spaziergang entdecken kann. Außerdem solltest du unbedingt ein Stück über die alten Stadtmauer laufen, von der du bei gutem Wetter einen tollen Ausblick in die Landschaft hast. In der Nähe von Sighnaghi befindet sich außerdem das Kloster Bodbe mit der Grabstätte der Heiligen Nino.

Panorama der Stadt Sighnaghi in der Weinregion von Georgien

Mzcheta

Die alte Hauptstadt Mzcheta liegt nur ein kurzes Stück nördlich von Tiflis. Hier kannst du mehrere UNESCO Weltkulturerbe-Stätten besuchen, darunter die Swetizchoweli-Kathedrale.

Marktstände vor alter Kathedrale in Mzcheta

Kazbegi

Georgien ist bekannt für seine Gebirgslandschaften im Kleinen und Großen Kaukasus. Ein besonders beliebtes Ausflugsziel ist Kazbegi bzw. Stepanzminda im Norden des Landes. Besonders viele Besucher:innen zieht die Gergetier Dreifaltigkeitskirche an, die malerisch vor dem Bergpanorama auf einer Bergkuppe vor der Stadt thront. Wir hatten bei unserem Besuch Glück und konnten den Berg Kasbek, einen der höchsten Berge Georgiens, ohne Wolken vor dem Gipfel sehen.

Gergetier Dreifaltigkeitskirche in Kazbegi Georgien

Wardsia

In Georgien kann man mehrere alte Höhlenstädte besichtigen. Eine der imposantesten davon ist Wardsia im Südwesten des Landes. Die Höhlen wurden im 12. Jahrhundert in eine Steilwand gehauen und sind über Treppen und Gänge zu einer Stadt verbunden. Damals diente die Höhlenfestung als Rückzugsort für bis zu 20.000 Menschen. Ein Großteil der Höhlen stürzte bei einem Erdbeben 1283 ein, die noch erhaltenen Höhlen kann man heute besichtigen. Einige werden auch heute noch von Mönchen bewohnt.

Höhlenstadt Warsia in der steilen Felswand

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