Posted on März 1, 2025
Ein Tag in Armenien: Kloster-Tour im Norden
Neben den vielen Touren zu Highlights in Georgien, kann man von Tiflis aus auch Tagestouren nach Armenien buchen. Für mich war schnell klar, dass ich auch vom Nachbarland etwas kennenlernen möchte und ich entschied mich für eine Tour zu den Klöstern im Norden von Armenien. Was ich an einem Tag in Armenien gesehen und erlebt habe, liest du im Artikel.

Einreise nach Armenien
Um 9 Uhr startete die Tour mit dem Minibus in Tiflis. Nach knapp 1 ½ Stunden Fahrt Richtung Süden hatten wir den Grenzübergang nach Armenien bei Sadakhlo erreicht. Die Einreise verlief recht zügig und einfach. Mit meinem deutschen Reisepass benötigte ich kein Visum. Ich musste lediglich an beiden Kontrollstationen den Pass vorlegen, kurze Fragen zum Grund der Reise beantworten und schon bekam ich meinen Stempel. Für den Fall, das etwas unklar sein sollte, hielt sich unser Guide auch bereit um zu übersetzen. In einem Supermarkt auf armenischer Seite konnte ich etwas Bargeld umtauschen (was ich gar nicht unbedingt gebraucht hätte) und schon war ich bereit für meinen Tag in Armenien.
Kloster Achtala
Unser erster Halt war das Kloster Achtala, ein ehemaliges Kloster der armenisch apostolischen Kirche. Es wurde vermutlich zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert zusammen mit einer kleinen Festung auf einem Felsvorsprung errichtet. Die Lage bietet ein tolles Panorama auf die umliegenden Berge. Besonders gut erhalten ist die Kirche, die einige Wandmalereien aus dem Mittelalter beherbergt. Auf dem Gelände davor befindet sich eine Skulptur aus zwei großen Ringen, durch diese hindurch zu steigen soll Glück bringen.


Industriestadt Alawerdi
Während unserer Fahrt durch die Debed-Schlucht passieren wir die frühere Industriestadt Alawerdi. Die langsam verfallenden Gebäude der alten Kupfer-Fabrik prägen das Bild. Auch am Flussufer sieht man immer wieder kaputte Gebäude, die von einem Hochwasser vor ein paar Wochen zerstört wurden. Über der Schlucht baumelt die leere Gondel einer alten Seilbahn. Diese hat früher die Arbeiter aus dem am Berg gelegenen Stadtteil in die Fabrik gebracht. Der Bergbau brachte zu Zeiten der Sowjetunion Arbeit und Wohlstand in die Stadt, doch damit ist es lange vorbei.

Mikoyan Brother Museum
Den nächsten Stopp legen wir am Mikoyan Brother Museum ein. Als Highlight wird hier eine alte MiG-21 ausgestellt. Einer der beiden Brüder hat das Kampfflugzeug damals mitdesigned.

Armenisch Essen im Guesthouse
Bei unserer gebuchten Tagestour war das Mittagessen in einem armenischen Guesthouse schon inklusive. Wie in der georgischen Küche auch, wurden hier mehrere Gerichte zum teilen in der Mitte des Tisches platziert. Als vegane Optionen gab es etwa Mixed Pickles, einen Couscous Salat mit frischen Kräutern, gebackene Kartoffeln und marinierte Zucchini und Auberginen aus dem Ofen mit Brot. Nur wer alkoholische Getränke probieren wollte, musste diese extra bezahlen.
Klöster Haghpat und Sanahin
Nach der Mittagspause setzten wir unsere Kloster-Tour fort. Die Klöster Haghpat und Sanahin sind eines der Highlights von Armenien und gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie stammen aus dem 10. Jahrhundert und gehören zu den best erhaltenen Klöstern der armenisch apostolischen Kirche. Armenien war eins der ersten Länder, das zum christlichen Glauben übertrat, dementsprechend wichtig waren die Klöster früher. Sie wurden nur wenige Kilometer voneinander entfernt auf gegenüberliegenden Enden eines Tals errichtet. Besonders interessant fand ich die Architektur, mit den typischen Türmen, den Grabplatten im Inneren und den Gavits (typische Vorhallen mit Säulen und Bögen).


Obwohl die Klöster als UNESCO Welterbe sehr bekannt sind, war relativ wenig los. Armenien ist touristisch betrachtet immer noch ein Geheimtipp. Mir hat der Tagesausflug dorthin sehr gut gefallen, auch wenn das natürlich nur einen kleinen Eindruck vom Land vermittelt. Bei unserem letzten Stopp am Kloster Haghpat kaufte ich von meinem getauschten Bargeld noch einen Tischläufer und ein paar schöne Taschen mit typischen Mustern als Souvenir. Dann ging es mit dem Bus wieder zurück zur Grenze und anschließend nach Tiflis.


Gebucht haben wir die Tour nach Armenien bei Garmajoba Georgia Tours über Getyourguide* (Affiliate-Link). Hier waren wir sehr zufrieden, alles hat gut geklappt, wir hatten interessante Stopps, einen guten Guide und eine sichere Fahrt, die auch nicht zu lang war. Ursprünglich hatten wir eine andere Tour nach Armenien mit Stopps am Sewan See und in Jerewan gebucht, uns aufgrund der Länger der Strecke und einiger schlechter Bewertungen dann jedoch für die kürzere Tour entschieden.
Weiterlesen zu Georgien:
Tiflis: 33 Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps
Georgien: praktische Tipps zur Reiseplanung
Vegan in Tiflis
Posted on Februar 26, 2025
Rezept: veganes Kokos-Schoko-Porridge
Lust auf ein schokoladiges Porridge mit nussiger Note? Dann ist mein veganes Schoko-Kokos-Porridge genau das richtige für dich. Ich liebe die Kombination der beiden Zutaten und vereine sie hier in einem leckeren Winterfrühstück.

Zutaten für eine Portion:
50g feine Haferflocken
200ml Pflanzendrink (ich hatte Hafer, nimm optional Kokosmilch für eine noch stärkere Kokosnote)
2EL Kokosraspel
1EL Kakaopulver
als Topping:
klein gehackte Schokolade, Cashewnüsse und Kokosraspel
Zubereitung:
1. Haferflocken und Kokosraspel abwiegen und in einer Schüssel mischen. Den Pflanzendrink in einem Topf auf dem Herd erwärmen.
2. Die Haferflockenmischung unterrühren und bei niedriger Hitze ein paar Minuten quellen lassen. Dabei immer wieder umrühren und das Kakaopulver unterrühren.
3. Das Porridge in ein Schälchen umfüllen und mit den Toppings servieren.

Die Kombination aus Kokosnuss und Schokolade schmeckt immer wieder lecker, das habe ich schon bei meinen Rezepte für Kokos-Schoko Cupcakes und vegane Kokos Brownies gezeigt. Hier gibt es das ganze jetzt in einer etwas gesünderen Variante als veganes Frühstücksrezept. So ein Porridge ist wirklich einfach gemacht und schmeckt besonders lecker an kalten Wintertagen. Außerdem hält es lange satt, die Haferflocken liefern viele Ballaststoffe und sind nebenbei ein sehr günstiges Lebensmittel. Damit ist Porridge auch ein sehr gutes Low-Budget Gericht.
Ich mische unter die Haferflocken gerne noch andere Zutaten wie hier die Kokosflocken. Außerdem sehr gut passen Chiasamen, gepuffter Amaranth, verschiedene Nüsse und Kerne, oder getrocknete Früchte. Die Mischung wird dann mit etwas Pflanzendrink auf dem Herd aufgekocht und quellen gelassen, bis ein cremiges Porridge entstanden ist. Ich nehme meistens Haferdrink, gerade bei diesem Rezept kann man aber auch Kokosmilch verwenden um eine etwas stärkere Kokosnote zu bekommen. Haferdrink ist aber nicht nur günstiger, sondern für mich auch alltagstauglicher, da ich den immer im Kühlschrank habe. Als Topping habe ich hier gehackte Cashewnüsse, mehr Kokosraspel und gehackte Schokolade verwendet. Letztere schmeckt besonders gut, da sie auf dem noch warmen Porridge schmilzt. Man braucht allerdings gar nicht viel um die schokoladige Note zu bekommen. Ansonsten toppe ich mein Porridge gerne mit allen möglichen frischen Früchte, je nachdem, welche Saison haben und gerade verfügbar sind. Eine Variante, die ich besonders gerne esse ist mit Apfel und Zimt.
Weitere vegane Frühstücksrezepte:
Blaubeer Kokos Smoothie
Selbstgemachtes Nuss Müsli
Vegane Pfannkuchen
Posted on Februar 22, 2025
Georgien : 9 Highlights für deine Reise
Trotz der kleinen Größe ist Georgien super vielfältig: von der entspannten Hauptstadt Tiflis bis zum modernen Batumi am Schwarzen Meer, von der Weinregion Kachetien bis zu den hohen Gipfeln des Großen Kaukasus. Ich habe das Land zwei Wochen lang von Tiflis als Ausgangspunkt bereist und teile hier meine Georgien Highlights mit dir.

Tiflis
Wenn du nach Georgien reist, empfehle ich unbedingt ein paar Tage in der Hauptstadt einzuplanen. Schon in zwei bis drei Tagen kannst du viele Sehenswürdigkeiten von Tiflis erkunden. Unternimm einen Spaziergang durch die Altstadt, besichtige die Sioni-Kathedrale und laufe über die Friedensbrücke. Vom Rike Park kannst du dann mit der Seilbahn zur Festung hochfahren, wo du den tollsten Blick über die Stadt hast. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch im Botanischen Garten, in einem der Schwefelbäder oder im Georgischen Nationalmuseum. Abends kannst du dich dann in einem der vielen Restaurants durch die georgische Küche probieren. Wo du vegane Optionen findest, liest du in meinem Tiflis vegan Guide.

Swetzichoweli Katherdrale in Mzcheta
Nur ein kurzer Stück nördlich von Tiflis liegt Mzcheta, die frühere Hauptstadt des iberischen Reiches. Hier gibt es einige kulturelle Highlights zu sehen, eine Reihe davon gehören als Historische Denkmäler von Mzcheta zum UNESCO Weltkulturerbe. Eins davon ist die Swetzichoweli-Kathedrale. Die steht auf einem großen, von alten Mauern umgebenen Gelände, das sehr mediterran anmutet. Drumherum gibt es für Tourist:innen zahlreiche Souvenirshops, der Ort ist auch ein beliebter Stopp für Touranbieter. Die Kirche selbst spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte der georgisch Orthodoxen Kirche. Der Legende nach brachte ein Georgier das Gewand Jesu nach dessen Kreuzigung hierher, seine Schwester nahm es an sich, starb sofort und wurde damit beerdigt. Ein paar Jahrhunderte später soll die Heilige Nino an dieser Stelle eine Kirche errichtet haben. Die heutige Kathedrale stammt aus dem 11. Jahrhundert.


Festung Ananuri
Die Festung Ananuri liegt malerisch oberhalb des Schinwali-Stausees. Ich habe sie auf einer Tour nach Kazbegi besichtigt. Große Teile der Festung aus dem 13. Jahrhundert sind heute frei zugänglich, darunter die Kirche, der Innenhof und wer keine Höhenangst hat, kann über einen schmalen Weg auf der Mauer auch auf den alten Bergfried klettern.

Gergetier Dreifaltigkeitskirche in Stepanzminda
Ein der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Georgien ist die Gergetier Dreifaltigkeitskirche in Stepanzminda, diese war das Highlight auf meiner Tour nach Kazbegi. Für 20 GEL pro Person konnte man in einem Jeep aus dem Tal hochfahren. Die Kirche selbst stammt aus dem 14. Jahrhundert und kann kostenlos besichtigt werden. Viel beeindruckender fand ich allerdings das Bergpanorama und die Landschaft des Großen Kaukasus. Im Hintergrund der Gergetier Kirche erhebt sich der Berg Kasbek, mit 5.054 Metern einer der höchsten Berge Georgiens.


Kurpark in Bordschomi
Der Name Bordschomi oder Borjomi begegnet dir in Georgien vielleicht beim Einkaufen im Supermarkt oder auf der Getränkekarte von Restaurants. In dem Kurort gibt es nämlich eine gleichnamige Quelle mit Mineralwasser. Das wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts auch abgefüllt und mit Kohlensäure versetzt vermarktet, im Kurpark von Bordschomi kann man aber auch die Original-Quelle besuchen. Falls du probieren willst sei gewarnt: das Quellwasser hat einen sehr eigenwilligen Geschmack. Beliebt ist es vor allem in Russland, was den Ort schon währen der Sowjetzeit zu einem beliebten Ziel für russische Tourist:innen machte. Heute kannst du gegen eine kleine Eintrittsgebühr den Kurpark mit der Quelle und Wasserfällen besuchen, oder mit einer Seilbahn aus der Schlucht in der Bordschomi liegt hinausfahren und die Aussicht genießen.


Höhlenstadt Wardsia
Im Süden von Georgien liegt ein weiteres Highlight meiner Reise: die Höhlenstadt Wardsia. Orte wie diese gibt es mehrere in Georgien, etwa die Höhlenstadt in Uplisziche oder das David Garetscha Felsenkloster. Die Entscheidung für eine Tour nach Wardsia, war die Beste, denn unterwegs legten wir noch weitere interessante Stopps ein und die Höhlenstadt liegt auf einer nicht ganz so touristischen Route, darum war es nicht so voll wie bei anderen Touren.

Die Höhlen wurden im 12. Jahrhundert in die 500 Meter hohe Felswand geschlagen. Sie dienten als Kloster und als Zufluchtsort für Königin Tamar und ihr Gefolge während militärischer Konflikte. Sie boten Platz für bis zu 50.000 Menschen, große Teile wurden aber bei einem Erdbeben 1283 zerstört. Heute kann man für einen Eintritt von 15 GEL viele der erhaltenen Höhlen besichtigen, darunter die alte Klosterkirche. Außerdem hast du von Oben einen tollen Ausblick auf das Flusstal. Beim Besuch solltest du festes Schuhwerk tragen, es geht über viele unregelmäßige Treppen, oder durch schmale Gänge und Tunnel, die die Höhlen miteinander verbinden. Der Weg aus der Stadt wieder nach unten führt über eine lange, steile Treppe.


Festung Rabati in Achalziche
Der letzte Stopp der Tour in den Süden war die Festung Rabati in Achalziche. Die Festung hat ihren Ursprung im 12. Jahrhundert, anhand der erhaltenen Gebäude kann man aber sehr gut den Mix aus Kulturen sehen, der durch Herrschaftswechsel in Georgien allgegenwärtig ist. Das Gelände ist relativ groß, die Festung wurde in 2012 aufwendig restauriert. Der untere Teil mit Hof, Festungsmauer und Cafés kann kostenlos besichtigt werden. Für den oberen Teil mit Orthodoxer Kirche, Moschee und Museum zahlst du 18 GEL Eintritt. Ich habe nur den unteren Teil besichtigt, aber schon der ist sehenswert.

Kloster Bodbe
Die Heilige Nino ist eine der wichtigsten Figuren in der georgisch orthodoxen Kirche. Ihre Grabstätte kannst du im Kloster Bodbe im Osten von Georgien besichtigen. Darum ist der Ort eine beliebte Sehenswürdigkeit für Tourist:innen und Pilger:innen. Auch wenn es etwas überlaufen ist, fand ich das Kloster ganz schön, mit einem angelegten Garten, einer Kirche und bei gutem Wetter mit Ausblick in die Berge.

Alstadt in Sighnaghi
Eine der beliebtesten Orte in der Weinregion Kachetien ist die Kleinstadt Sighnaghi. Die liegt malerisch auf einem Hügel über einem breiten Flusstal und im Hintergrund zeichnen sich die Berge des Großen Kaukasus ab. Hier lohnt sich ein Spaziergang durchs Zentrum mit kleinem Park, alten Gebäuden und schönen Ausblicken. Besonders schön sind diese von der alten Stadtmauer, von der Teile noch begehbar sind. Danach kannst du in einen Weinkeller einkehren und einen der typisch georgischen Weine probieren, die hier schon seit 8.000 Jahren kultiviert werden.


Praktische Tipps für Georgien
– Wenn du außerhalb von Tiflis unterwegs sein willst, kannst du dir in Georgien ein Auto mieten. Im Straßenverkehr solltest du dich aber auf ein hohes Tempo und gewagt Überhohlmanöver gefasst machen.
– Wenn du wie ich nicht gerne Auto fährst, kannst du viele Orte auch im Rahmen einer geführten Tour besuchen. Anbieter findest du z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link). Ich habe darüber eine Tour nach Kachetien, eine nach Kazbegi, eine nach Wardsia und eine in den Norden von Armenien gebucht.
– Ich war insgesamt zwei Wochen in Georgien, was relativ entspannt war. Für eine Rundreise würde ich 10-12 Tage empfehlen.
– Noch Fragen? Dann lies meinen Artikel mit praktischen Reisetipps für Georgien.
Updated on Juni 15, 2025
Vegane Rezepte mit Kartoffeln
Egal ob unter dem Namen Erdäpfel, Töften oder Kartoffeln bekannt, das Knollengewächs ist lecker und vielseitig. Das beweisen meine veganen Rezepte mit Kartoffeln. Hier findest du einfache und kreative Ideen für deine vegane Küche.

Vegane Kartoffelsuppe
Ein Klassiker unter den Kartoffelrezepten ist die Suppe. Bei sehr vielen meiner veganen Suppenrezepte kommen Kartoffeln als sämige und sättigende Komponente zum Einsatz. Die Hauptrolle spielt sie in meinem Rezept für vegane Kartoffelsuppe. Das ist keine klassische Cremesuppe, hier verwende ich mehlig kochende Kartoffeln, die beim kochen zerfallen.

Zum Rezept für vegane Kartoffelsuppe
Gemüsechili
In meiner veganen Chili Variante verwende ich viel Gemüse (Tomaten, Mais, Bohnen und Pilze aus der Dose). Außerdem kommen vorgegarte Kartoffelstücke hinein. So hat man eine vollwertige und günstige Mahlzeit.

Zum Rezept für Gemüsechili
Linseneintopf
Ein weiteres klassisches Onepot Gericht ist der Linseneintopf. Der besteht hauptsächlich aus Kartoffeln, Linsen und Karotten und ist ein wunderbares Wintergericht mit viel Protein.

Zum Rezept für Linseneintopf
Veganer Kartoffelsalat
Für veganen Kartoffelsalat gibt es super viele Rezeptvarianten. Meine ist eher sommerlich mit frischer Gurke und Radieschen. Auch das Dressing habe ich mit veganem Joghurt und nur etwas Mayonaise etwas leichter zubereitet.

Zum Rezept für veganen Kartoffelsalat
Gemüsebowl mit Süßkartoffeln
Ein schnelles und einfaches Gericht ist diese Bowl mit Salat, Ofengemüse und Süßkartoffel. Die mariniere ich mit Öl und Gewürzen und backe sie im Ofen bis sie knusprig sind. Das schmeckt super zusammen mit einem leichten Dip.

Zum Rezept für die Gemüsebowl mit Süßkartoffeln
Vegane Blätterteig Tarte
Für meine vegane Blätterteig Tarte schichte ich Kartoffeln abwechselnd mit Zucchini und Pilzen auf den Blätterteig. Obendrauf kommt noch etwas Streukäse. Das schmeckt super zusammen mit einem frischen Salat.

Zum Rezept für vegane Blätterteig Tarte
Vegane Bärlauch Quiche
Auch bei der Bärlauch Quiche kommt die Kartoffel als sättigende Komponente zum Einsatz. Hier gebe ich einige Kartoffelwürfel in die Form, bevor der Bärlauchcreme darüber kommt. Obendrauf kommt dann noch etwas dekoratives Gemüse und ab in den Ofen.

Zum Rezept für vegane Bärlauch Quiche
Vegane Cornish Pasties
Das Rezept für vegane Cornish Pasties habe ich aus meinem Südengland Urlaub mitgebracht. Bei mir gibt es eine Version gefüllt mit typischem Wintergemüse: Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Pilzen. Der perfekte Snack für unterwegs.

Zum Rezept für vegane Cornish Pasties
Süßkartoffel Brötchen
Auch dieses Rezept habe ich von einer Reise mitgebracht. Auf Madeira ist das Süßkartoffelbrot unter dem Namen Bolo do Caco bekannt. Bei mir gibts etwas kleinere Süßkartoffel Brötchen. In den Teig kommt Süßkartoffelpürree, was die Brötchen herrlich fluffig macht. Am besten schmecken sie leicht angeröstet mit veganer Kräuterbutter.

Zum Rezepte für vegane Süßkartoffel Brötchen
Grüner Spargel mit Kartoffeln und Cashew Hollandaise
Bei diesem Rezept ist die Kartoffel eine klassische Beilage, wie oft in der typische deutschen Küche. Hier serviere ich sie zusammen mit grünem Spargel und einer cremigen Cashew Hollandaise.

Zum Rezept für Grünen Spargel mit Kartoffeln und Cashew Hollandaise
Gebackene Süßkartoffel mit Spargel Dip
Nicht nur für Hauptgerichte, auch für vegane Vorspeisen eigenen sich Kartoffeln sehr gut. Hier habe ich Süßkartoffeln in dicke Scheiben geschnitten, im Ofen gebacken und mit einem Spargel Dip serviert.

Zum Rezept für gebackene Süßkartoffel mit Spargel Dip
Süßkartoffelpommes mit Avocado Dip
Hier wird die Süßkartoffel nochmal gebacken, aber in anderer Form: als Pommes. Einen Dip gibt es auch wieder dazu, diesmal mit Avocado.

Zum Rezept für Süßkartoffelpommes mit Avocado Dip
Vegane Paprika-Hack-Pfanne
Gemüsepfannen mit Beilage sind für mich perfekte Alltagsgerichte. In dieser Variante kommen die Kartoffeln direkt als kleine Würfel mit in die Pfanne mit veganem Hack, Paprika und Pilzen.

Zum Rezept für vegane Paprika-Hack-Pfanne
Zucchini-Kartoffelpuffer
Das Zucchini und Kartoffeln gut harmonieren, habe ich schon in anderen Zucchini Rezepten gezeigt. Hier mache ich daraus leckere Zucchini-Kartoffelpuffer. Dabei werden die Kartoffeln mit der Küchenmaschine in feine Raspel zerkleinert, die Zucchini zu groben Raspeln, alles wird vermischt und mit etwas Mehl als Bindemittel in der Pfanne zu Gemüsepuffern angebraten.

Zum Rezept für Zucchini-Kartoffelpuffer
Süßkartoffelcurry mit Brokkoli
Bei diesem Rezept wird es mal wieder würzig, hier kombinieren ich Süßkartoffeln mit Möhren, Kichererbsen, Brokkoli und Kokosmilch zu einem cremigen Curry. Das Gericht schmeckt sowohl solo, als auch zusätzlich mit Reis als Beilage.

Zum Rezept für Süßkartoffelcurry mit Brokkoli
Veganes Kartoffelgratin
Beim Kartoffelauflauf oder -gratin spielt die Kartoffel mal wieder die alleinige Hauptrolle. Dieses Gericht ist für mich sowohl Kindheitserinnerung als auch Comfort-Food. Die Kartoffeln werden dabei in Scheiben in eine Auflaufform geschichtet, gewürzt und mit Haferdrink übergossen und dann mit einer dicken Schicht veganem Schmelzkäse im Ofen gegart.

Zum Rezept für veganes Kartoffelgratin
Blumenkohl-Rote-Beete-Salat
Dieser Salat ist eine etwas gesündere Variante zum klassischen Kartoffelsalat mit Mayo. Die Kartoffeln dienen hier als Basis zur Sättigung und werden ergänzt mit viel frischem Blumenkohl, fruchtiger Roter Beete und Walnüssen. Zusammen mit dem leicht süßen Dressing schmeckt das super.

Zum Rezept für Blumenkohl-Rote-Beete-Salat
Updated on Februar 12, 2025
Rezension: Mexiko vegan
Wie ihr wisst liebe ich es, verschiedene Länder-Küchen auszuprobieren. Mit der mexikanischen Küche hatte ich bisher noch relativ wenige Berührungspunkte, klar das ich sofort ja gesagt habe, als ich die Möglichkeit bekam, das neue vegane Kochbuch „Mexiko vegan“ zu rezensieren. Was euch bei dem Buch erwartet und was mir besonders gefallen hat, lest ihr hier.

Über den Autor
In „Mexiko vegan – mexikanische Küche: authentisch, vegan einfach und lecker!“ nimmt uns Autor Mathyas López mit auf eine kulinarische Reise nach Mexiko, wo er aufwuchs, bis er zum Studium nach Deutschland kam. Dort entdeckte er die vegane Lebensweise und begann, traditionelle mexikanische Gerichte zu veganisieren. Das Ergebnis ist dieses Buch.
So ist das Buch aufgebaut
Im Buch finden sich über 70 Rezepte, sowie ein kleiner Teil zur Entstehung und zur Einordnung der mexikanischen Küche. Sehr hilfreich fand ich das ABC, das ein paar wichtige Begriffe/Gerichte erklärt. Das hätte meiner Meinung nach ruhig noch etwas länger ausfallen können und z.B. die Rezept-Kategorie Antojitos erklären.
Diese Rezepte findet ihr im Buch
Die Rezepte sind unterteilt in Vorspeisen, Hauptspeisen, Beilagen, Tacos, Antojitos, Salsas, Frühstück, Nachtisch und Getränke. Jedes Rezept kommt mit einem Bild, einer ausführlichen Zubereitungs-Anleitung, Angaben zu Portionen, Zubereitungszeit und der Angabe, ob es glutenfrei zubereitet werden kann. Die meisten Rezepte setzen auf simple und frische Zutaten, nur einige der Gewürze bekommt man vielleicht nicht überall. Viel gekocht wird außerdem mit Tomaten, Aubergine, Mais, Bohnen und Jackfrucht. Meine Favoriten sind die einfachen Rezepte wie für Guacamole, Maissuppe, Pico de gallo, Enchiladas mit Süßkartoffeln, Pilz-Spinat-Quesadillas oder Burritos mit Bohnen. Aber auch die etwas aufwendigeren Rezepte wie Kartoffel-Chorizo-Tacos, selbstgebackene Tortillas oder Mole poblano (eine würzige Soße mit dunkler Schokolade), klingen super. Die Zusammenstellung gefällt mir insgesamt sehr gut, denn es sind sowohl klassische als auch raffiniertere Rezepte enthalten.
Hard Facts:
Titel: Mexiko vegan: Mexikanische Küche – authentisch, vegan, einfach und lecker!
Autor: Mathyaz López Redetzki
Preis: 29,99€
ISBN: 978-3-00-079918-1
Buch bestellen über amazon (*Affiliate-Link)
Disclaimer: das Rezensionsexemplar wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung bleibt davon unberührt.
Updated on August 13, 2025
Tiflis: 33 Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps
Tiflis oder Tbilisi ist die Hauptstadt Georgiens und sollte bei deiner Georgien Reise unbedingt auf dem Plan stehen. Die Stadt ist ein Mix aus verschiedenen Kulturen, alten Häusern und modernen Installationen und das Zentrum kann entspannt zu Fuß erkundet werden. Ich habe Georgien von Tiflis aus erkundet und dabei natürlich auch viele Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps in der Stadt selbst entdeckt.

Disclaimer: Dieser Artikel beruht auf meinen Erfahrungen meiner Reise im September 2024. Seit der Wahl im Oktober 2024 gibt es in Georgien und vor allem in Tiflis, immer wieder Proteste, die teils gewaltsam von der Polizei aufgelöst werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt, diese zu meiden und auch bei der Unterkunft eine Lage weiter entfernt vom Parlament zu wählen. Informiere dich am besten vor deiner Reise über die aktuelle Lage Vorort.
Altstadt
Die meisten Sehenswürdigkeiten von Tiflis befinden sich in der Altstadt. Dazu gehört eigentlich ein viel größeres Gebiet, dass sich vom Süden mit der Festung bis zum Norden mit dem Rustaweli Square und vom Westen mit dem Mtatsminda Berg bis ans östliche Flussufer erstreckt. Am meisten besucht ist aber der Bereich östlich des Liberty Squares bis zum Ufer der Kura. Hier solltest du unbedingt durch die kleinen Straßen und Gässchen spazieren.
Uhrenturm
Im Norden der Altstadt befindet sich eins der neueren Wahrzeichen von Tiflis: der schiefe Uhrenturm. Er gehört zum Gabriadze Theater gleich nebenan, wo man Marionetten-Theater sehen kann. Gespielt werden georgische Stücke, teilweise mit englischen Untertiteln. Wenn du Tickets kaufen möchtest, mach das besser vorab online. Das Theater ist nicht sehr groß und Plätze darum schnell ausgebucht. An dem Uhrenturm öffnet sich zur vollen Stunde eine Klappe und ein Engel läutet die Glocke.

Antschischati Kirche
Nur ein paar Meter weiter befindet sich die Antschischati-Basilika, eine der ältesten orthodoxen Kirchen in Georgien. Auch wenn die Kirche von außen eher unscheinbar wirkt, lohnt sich ein Blick hinein auf die alten Fresken. Frauen sollten hier an das Kopftuch denken. Bei meinem Besuch stand ein Korb mit Tüchern zum ausleihen vor dem Eingang.

Friedensbrücke
Mit ihrem modernen Design sticht die Friedensbrücke deutlich zwischen den alten Gebäuden der Tifliser Altstadt hervor. Eröffnet wurde sie 2010 und verbindet seitdem die Altstadt mit dem Rike Park am anderen Ufer der Kura. Inzwischen ist sie zum einer beliebten Sehenswürdigkeit von Tiflis geworden.

Rike Park
Gegenüber der Altstadt läd der Rike Park zu einer kleinen Pause im Grünen ein. Zahlreiche Bänke bieten eine Sitzgelegenheit, es gibt Trinkbrunnen und Spielplätze für Kinder. Wer hoch hinaus will, hat die Wahl zwischen einer Fahrt im Air Balloon (mit 55 GEL nicht ganz günstig), oder nimmt die Seilbahn (ca. 2 GEL pro Person) hoch zur Festung und zur Mother of Georgia.
Metechi-Kirche
Unweit des Rike Parks befindet sich eine weitere Kirche, die du wahrscheinlich schon von der Friedensbrücke aus erspäht hast. Die Metechi-Kirche beeindruckt vor allem mit ihrer Lage auf einem Felsen über dem Fluss. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert, diente zwischenzeitlich aber auch als Gefängnis und in der Sowjetzeit als Jugendtheater. Die Reiterstatue davor wurde 1967 errichtet und zeigt den Gründer von Tiflis, König Wachtang I. Gorgassali. Von dem Plateau hast du außerdem einen tollen Ausblick auf die Altstadt.

Sioni Kathedrale
Wenn du nur Zeit hast eine Kirche in Tiflis zu besichtigen, empfehle ich die Sioni Kathedrale. Die liegt zentral in der Altstadt und ist eine der wichtigsten Orte in der georgisch Orthodoxen Kirche. Schon seit dem 6. bzw. 7. Jahrhundert stand hier eine Kirche, diese wurde allerdings mehrfach zerstört, wiederaufgebaut und ergänzt. Im Inneren finden sich einige alte Fresken und Reliquien. Hier wird das Weinrebenkreuz der Heiligen Nino aufbewahrt, dieses Symbol wird dir in ganz Georgien immer wieder begegnen. Außerdem finden hier häufiger Taufen und Hochzeiten statt (ich war selbst zu einer Hochzeit in Georgien). Wundere dich also nicht, wenn du an einem Wochenende hier mehrere Brautpaare siehst.

Meidan Square
Einer der zentralen Plätze in Tiflis ist der Meidan Square, zwischen Kura, Altstadt und unterhalb der Festung gelegen. Wenn du in Tiflis unterwegs bist, wirst du immer wieder hier vorbeikommen. Neben dem „I love Tbilisi“-Schriftzug, findest du rund um dem Platz viele Souvenirläden und Restaurants. Abends ist hier oft richtig Stimmung, Leute feiern und Straßenmusiker treten auf.

Meidan Bazar
Unterhalb des Platzes findest du etwas versteckt den Meidan Bazar. Der Eingang erinnert an eine U-Bahn, gehst du die Treppen hinunter, landest du in einem Tunnel, der unter dem Platz hindurchführt. Hier werden einige Souvenirs angeboten, von typischen Gewürzen und Wein, bis zu Bildern oder Wollsachen.

Schwefelbäder
Ein Stück weiter findest du rund um die Abano Street die Schwefelbäder von Tiflis. Sie haben eine lange Tradition: schon im 13. Jahrhundert gab es hier zahlreiche Bäder, die die heilende Wirkung der heißen Quellen genutzt haben. Auch heute kann man sich ein wohltuendes Bad inklusive Massage gönnen. In den Bädern werden dazu verschieden große Privaträume stundenweise vermietet. Die kleinsten Räume bekommt man ab 100 GEL pro Stunde. Aber auch wenn du die Bäder nicht besuchst, lohnt sich ein Blick von außen. Hier sticht besonders das Orbeliani Bad mit seiner blau gekachelten Fassade hervor. Außerdem lohnt es sich an dem kleinen Fluss entlang in die Schlucht zu spazieren. Der Weg bis zum Wasserfall ganz hinten war bei meinem Besuch leider gesperrt.

Botanischer Garten
Auf der Rückseite der Festung zieht sich der Botanische Garten am Berghang entlang. Auch wenn hier wieder einige Bereiche gesperrt waren, lohnte sich der Besucht für nur 4 GEL Eintritt. Zwischen den Beeten und verschiedenen Pflanzen kann man gemütlich durch den Garten spazieren. Sehenswert sind etwa der kleine japanische Garten, ein Bambuswald und ein Wasserfall. Auch ein Gewächshaus mit verschiedenen tropischen Pflanzen kann besichtigt werden. An heißen Tagen kannst du dir am Fluss oberhalb des Wasserfalls die Füße im Wasser abkühlen.

Mother of Georgia
Wenn du aus dem Botanischen Garten kommst, kannst du den Ausgang über Treppen an der Statue Mother of Georgia wählen. Alternativ führen Treppen aus der Altstadt hinauf. Die Statue ist ein Wahrzeichen von Tiflis und von oben hat man einen tollen Blick über die Stadt.

Festung Nariqala
Die Festung Nirqala befindet sich neben der Mother of Georgia, aktuell ist sie aber aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen. Ursprünglich stammt die Festung aus dem 3. Jahrhundert, wurde im Laufe der Zeit aber von zahlreichen Belagerern zerstört und wiederaufgebaut. Heute stehen dort nur noch Ruinen, da die Festung nach einem Blitzeinschlag in die Pulverkammer im Jahr 1827 weitestgehend zerstört wurde. Einen guten Blick auf die Festung hast du vom Botanischen Garten aus.

Seilbahn
Neben der Festung befindet sich die Bergstation der Seilbahn, die hinunter zum Rike Park führt. Eine Seilbahnfahrt ist die bequemste Variante um zur Festung und zur Mother of Georgia zu gelangen. Von dort kannst du dann bergab durch den Botanischen Garten spazieren. Pro Person zahlst du 2 GEL pro Fahrt, außerdem benötigst du eine aufladbare Karte (2 GEL), die du auch für Metro- und Busfahrten nutzen kannst.
Liberty Square
Der Liberty Square ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt in Tiflis, dementsprechend ist hier immer viel los. In der Mitte des Kreisverkehrs befindet sich eine Säule mit einer Statue des Heiligen Georg, dem Nationalheiligen von Georgien. Der kleine Pushkin Park am Rand dient vielen Reisegruppen als Treffpunkt. Auch die Free Tbilisi Walking Tours starten hier. Empfehlen kann ich besonders die Hidden Tbilisi Tour, die ich am Ende meines zweiwöchigen Aufenthalts mitgemacht habe. Obwohl ich schon einiges von Tiflis kannte, hatte der Guide viele neue Infos und Geheimtipps parat.

Alte Stadtmauer
In den Seitenstraßen des Liberty Squares kannst du die Überreste der alten Stadtmauer von Tiflis erkennen. Von der südlichen Seite des Platzes aus, kann man sehen, wie sich die Stadtmauer am Berg bis zur Festung hinaufzieht. Läuft man die Aleksander Pushkin Street hinunter, kann man neben und unter der Straße alte Teile der Stadtmauer sehen.

Straßenhunde
Natürlich sind die Straßenhunde von Tiflis keine klassische Sehenswürdigkeit, trotzdem gehören sie zum Stadtbild dazu. Ein Guide hat es schön zusammengefasst und gesagt, dass die Hunde der Allgemeinheit gehören und die Allgemeinheit sich auch um sie kümmert. Und das sieht man auch, denn keiner der Hunde die ich in Tiflis gesehen habe wirkte krank oder abgemagert. Tatsächlich waren die meisten sehr zutraulich und ließen sich gerne streicheln. Ein paar kamen bei unserer Walking Tour mit auf einen Spaziergang. Öfter habe ich gesehen, dass die Hunde, oder Katzen von Einheimischen oder in Restaurants gefüttert wurden. Einer der Straßenhunde ist übrigens besonders berühmt: Brown Dog Bacho: er hat seinen eigenen Eintrag auf Google Maps.
Underground Bazar
Außer dem Meidan Bazar gibt es noch weitere unterirdische Geschäfte in Tiflis. Diese befinden sich in den Durchgängen der Hauptverkehrsstraßen. Dort gibt es nämlich meist keine Ampeln, sondern Unterführungen. Der Platz wird natürlich auch genutzt und so finden sich dort zahlreiche kleine Geschäfte, von Souvenirs, Schuhen und Klamotten bis zum kleinen Kiosk oder einer Bäckerei.
Rustaveli Boulevard
Eine dieser Hauptverkehrsstraßen ist die Shota Rustaveli Avenue oder auch Rustaveli Boulevard. Der erstreckt sich vom Liberty Square Richtung Norden bis zum Denkmal des georgischen Dichters Shota Rustaveli. Entlang des Boulevards befinden sich viele wichtige Sehenswürdigkeiten von Tiflis, wie das Georgische Nationalmuseum, das Parlament und die Oper.
Tbilisi Weekend Street Market
Am südlichen Ende der Rustaveli Avenue, zwischen der Metro Station und dem Parlament und gegenüber vom Nationalmuseum findet an den Wochenenden ein Markt statt. Kleine Stände mit bunten Stoffdächern reihen sich aneinander und bieten die verschiedensten Souvenirs an. Von Schmuck über individuelle Kleidung zu Seife oder coolen Deko-Gegenständen. Wer ein ausgefallenes Mitbringsel sucht, wird hier fündig.

Parlament
Das georgische Parlament befindet sich ebenfalls am Rustaveli Boulevard. Besichtigt werden kann es nicht, auf dem Platz davor befindet sich aber ein Denkmal, das an die gewaltsame Niederschlagung einer antisowjetischen Demonstration am 9. April 1989 erinnert. 21 Demonstranten wurde dabei getötet. Zwei Jahre später stimmten 90% der Georgier:innen für die Unabhängigkeit, die am 9. April 1991 offiziell erklärt wurde.

Georgisches Nationalmuseum
Direkt gegenüber liegt das Georgische Nationalmuseum, eins der wichtigsten Museen den Landes. Jede der vier Etagen widmet sich einem anderen Thema. Im Erdgeschoss geht es um die ethnografische Geschichte des Landes, hier sind Nachbildungen der Funde der Hominiden-Schädel ausgestellt, die in Georgien gefunden wurden. Im Untergeschoss sind zahlreiche Archäologische Funde aus verschiedenen georgischen Regionen ausgestellt, vor allem Münzen und Schmuck, der übrigens in den meisten Fällen von Männern getragen wurde. Unbedingt ansehen solltest du dir auch die Ausstellung zur Sovjet Occupation im obersten Stockwerk. Der Eintritt in das Museum kostet 30 GEL für einen Erwachsenen, außerdem kann man auf Nachfrage einen Guide buchen. Ich war mit meiner Familie da und wir hatten eine Führung auf Deutsch. Beschriftungen im Museum sind auf Georgisch und Englisch.
Kaschweti-Kirche
Auch am Rustaveli Boulevard gibt es eine Orthodoxe Kirche zu besichtigen, die Kaschweti-Kirche. Der Besuch lohnt sich ebenfalls wegen der Fresken im Inneren. Außerdem liegt die Kirche oberhalb von einem schönen Park.

Dry Bridge Market
Spazierst du durch ebendiesen Park und zum Flussufer erwartet dich noch ein weiterer kleiner Flohmarkt, der Dry Bridge Market. Hier findest du vor allem Schmuck, Antiquitäten und Bilder. Es lohnt sich hier nach ungewöhnlichen Souvenirs zu stöbern.

MoMA
An der Rustaweli Avenue gibt es neben dem Georgischen Nationalmuseum noch weitere Museen. Eins der interessantesten ist das MoMA, das Museum of Modern Art. In der Hauptausstellung sind Bilder und Werke vom Gründer des Museums Zurab Tsereteli zu sehen. Mir haben besonders die Bilder mit Sonnenblumen und Granatäpfeln als Motiv gefallen. Daneben gibt es eine wechselnde Ausstellung im Erdgeschoss. Der Eintritt kostet 20 GEL pro Person.
Sacharia-Paliaschwilli Oper
Das Tifliser Opernhaus sticht ganz besonders unter den vielen Gebäuden an der Rustaweli hervor. In seinem Toskanischen Stil und den daneben gepflanzten Pinien könnte man es fast in Italien verorten. Der Stil hat aber seinen Grund, denn der Architekt des ursprünglichen Gebäudes um 1850 war Italiener. Wie so viele Gebäude in Tiflis wurde die Oper mehrfach beschädigt und wieder aufgebaut. Zuletzt fanden umfangreiche Sanierungen von 2010 bis 2016 statt. Heute erstrahlt das Theater wieder in vollem Glanz und es finden Oper- und Ballett-Aufführungen, sowie Nationalfeierlichkeiten hier statt.

Staatliche Akademie der Künste
Ein Geheimtipp unter den Museen in Tiflis ist die Staatliche Akademie der Künste. Es liegt in einer Seitenstraße und wird bisher nur von wenigen Tourist:innen besucht. Hier wurden ein paar alte Räume aufwendig von den Studierenden der Universität restauriert, die man heute wieder besichtigen kann. Sehenswert sind vor allem die Stuckarbeiten und Deckenmalereien. Außerdem gibt es ein paar Ausstellungsstücke aus Glaskunst. Der Eintritt kostet 12 GEL pro Person.

Funicular
Wenn du eine weitere tolle Aussicht auf Tiflis genießen willst, solltest du auf den Mtatsminda, den Hausberg der Stadt. Am einfachsten geht das mit der Funicular, der alten Standseilbahn, die dich in wenigen Minuten von der Talstation am Rande der Altstadt nach oben bringt. Für die Fahrt brauchst du eine wiederaufladbare Karte, die du auch zum bezahlen im Mtatsminda Park verwenden kannst. Die kostet einmalig 2 GEL, die Fahrt mit der Seilbahn 10 GEL pro Person. Oben an der Bergstation gibt es auch ein Restaurant, wo man nett Essen kann.

Mtatsminda Park
Vom Mtatsminda hast du nicht nur einen tollen Ausblick auf Tiflis, hier oben befindet sich auch ein Vergnügungspark, der Mtatsminda Park. Der Park selbst kostet keinen Eintritt, will man eine der Attraktionen fahren bezahlt man zwischen 5-10 GEL pro Person und Fahrt. Zum bezahlen muss man vorher eine Karte mit dem entsprechenden Betrag aufladen. Es gibt etwa ein Riesenrad, eine Achterbahn oder eine Wasserbahn.


Sehenswürdigekeiten weiter außerhalb des Zentrums
Ethnographisches Museum
Etwas außerhalb der Altstadt, am Hang des Mtatsminda befindet sich mit dem Ethnographischen Museum ein weiterer Geheimtipp in Tiflis. In dem Freilichtmuseum kann man mehrere alte georgische Häuser aus verschiedenen Regionen besichtigen, die sich über den Hang verteilen. Bei meinem Besuch unter der Woche war kaum was los, allerdings waren auch nicht alle Häuser geöffnet und Infotafeln gab es auch nicht. Dafür waren in einigen Häusern Mitarbeiter:innen, die etwas zur Geschichte und zu den Gegenständen erzählt haben. Außerdem kann man hier bei einem Spaziergang die Aussicht über die Stadt genießen. Am einfachsten erreicht man das Museum mit dem Auto oder dem Taxi, die nächste Bushaltestelle ist etwas weiter entfernt. Der Eintritt kostet 20 GEL pro Person.

Sameba Kathedrale
Die Sameba Kathedrale ist die größte Kirche in ganz Georgien und wurde erst 1996 bis 2004 erbaut. Finanziert wurde sie vom georgischen Oligarchen Iwanischwili. Mit der Fertigstellung 2004 zog der Sitz des Patriarchen der georgisch Orthodoxen Kirche von der Sioni Kathedrale hierhin um.

Die Chronik von Georgien
Das Denkmal Chronik von Georgien liegt außerhalb der Stadt auf einem Hügel über dem Tbilisi See. Es wurde vom Künstler Zurab Tsereteli geschaffen und besteht aus 16 Steelen. Diese zeigen in den unteren Motiven die Geschichte Jesu, die größeren Figuren sind Königinnen und Könige und Nationalheld:innen Georgiens. Nähere Infos zu den Motiven gibt es am Denkmal leider nicht, es werden aber geführte Touren* (Affiliate-Link) von Tiflis aus angeboten.

Tbilisi Sea
Vom Hügel der Chronik von Georgien hat man einen super Ausblick auf den Tbilisi See. Der See wurde in den 1950er Jahren als Wasserspeicher angelegt und ist inzwischen ein beliebter Erholungsort für die heißen Sommertage. Entlang des Sees gibt es ein paar Schwimm- und Strandbäder, auch Wassersport wird betrieben.

Praktische Tipps für Tiflis
– In der Altstadt kann man viel zu Fuß erkunden, ich empfehle bequemes Schuhwerk, da die Gehwege manchmal sehr uneben sind.
– Für Orte weiter außerhalb kann man sich mit Bolt ein Taxi bestellen. Das geht einfach und ist recht günstig. Alternativ kann man die Metro, oder Buslinien nutzen.
– Restauranttipps findest du in meinem Vegan in Tiflis Guide, darunter auch viele mit typisch georgischer Küche.
– Ich war recht lange in Tiflis und habe die Stadt als Ausgangspunkt für meine zweiwöchige Georgien Reise gewählt. Insgesamt hatte ich etwa sieben volle Tage in der Stadt, bin die Erkundungen aber recht entspannt angegangen. Empfehlen würde ich mindestens 2-3 Tage für einen guten Eindruck von Tiflis.
– Wenn du eine geführte Tour durch Tiflis machen möchtest, findest du bei getyourguide* (Affiliate-Link) viele Angebote. Sowohl für Touren innerhalb der Stadt, als auch für Tagesausflüge in weitere Regionen des Landes.
– Wenn du in Tiflis übernachtest, empfehle ich dir eine Unterkunft in oder nahe bei der Altstadt zu suchen, damit du viel fußläufig erreichen kannst. Ich hatte eine Ferienwohnung in der Nähe des Liberty Square, das war ideal. Gefunden habe ich die bei booking.com*. (Affiliate-Link)
– Bei dieser Reise hatte ich den Lonely Planet Reiseführer für Georgien, Armenien und Aserbaidschan* (Affiliate-Link) dabei. Dort habe ich einige super Tipps gefunden.
– Noch Fragen? Weitere Tipps findest du in meinem Artikel „Georgien: praktische Tipps zur Reiseplanung“


