Mosaiksteine Jahresrückblick 2024

So langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu und es wird Zeit für den Jahresrückblick auf Mosaiksteine. Den schreibe ich übrigens diesmal das erste Mal auf Reisen. Aktuell bin ich noch in Laos unterwegs und schon gespannt, wie hier in der Hauptstadt Vientiane Silvester gefeiert wird.

Dieses Jahr war für mich wieder voller schöner Reisen, Wanderungen und Ausflüge. Insgesamt habe ich fünf neue Länder besucht (Namibia, Georgien, Armenien, Thailand und Laos), bin den Rheinsteig zuende gewandert, habe ein paar Musicals gesehen und war in Städten wie Bremen, Bochum und natürlich Köln unterwegs. Für den Blog war ich ebenfalls fleißig. Hier gab es tatsächlich fast jede Woche einen neuen Artikel und auch jeden Monat mindestens ein neues Rezept. Mit dem neuen Content kommen auch immer mehr Besucher:innen, was mich besonders freut.

Januar

Ein weißes Schälchen mit veganer Kartoffelsuppe inmitten frischer Zutaten.

In diesem Jahr startete meine Wandersaison tatsächlich schon im Januar, bei sonnigem Wetter, aber kalten Temperaturen auf dem Kölnpfad. Den hatte ich gewählt, weil ich hier auch gut kürzere Abschnitte wandern konnte und danach zum aufwärmen in ein Café. An den wenigen Tagen mit Schnee im Rheinland erfüllte ich mir außerdem den Traum, bei Schnee auf den Drachenfels zu wandern. So habe ich den Berg inzwischen zu allen verschiedenen Jahreszeiten besucht. Ein paar Tage später war ich, immer noch bei frostigen Temperaturen, beim Phantasialand Wintertraum und bin mit einigen Achterbahnen gefahren. Auf dem Blog gab es die passenden wärmenden Rezepte für vegane Suppen und Eintöpfe, wie z.B. meine vegane Kartoffelsuppe. Außerdem meine Vietnam Reise Tipps und einen Guide für vietnamesich vegane Restaurants in Köln, der im laufe des Jahres noch ein paar mal ergänzt wurde.

Februar

Sonnige Weinhänge an der Mosel.

Im Februar testete ich weitere veganfreundliche Restaurants wie das Vedang in Köln oder die Karawane in Bonn. Auch auf dem Kölnpfad wanderte ich weiter. Ende des Monats hatte ich eigentlich ein Yoga Wochenende geplant, welches ich aber krankheitsbedingt leider absagen musste. Dafür habe ich hier dann meine Reise Tipps für Sachsen mit der Bahn oder einen Mosel Urlaub geteilt. Außerdem gab es mit den veganen Pfannkuchen ein neues veganes Frühstücksrezept.

März

Aussicht auf Valle Gran Rey mit Palme im Vordergrund

Anfang März besuchte ich das Musical Moulin Rouge in Köln. Ich arbeitete an veganen Osterrezepten und veröffentliche meine Version von veganem Karottenkuchen. Außerdem gab es Tipps für den Urlaub in den Niederlanden und in Deutschland. Zu letzterem passte auch mein erstes Reiseziel für dieses Jahr: für ein Wochenende ging es nach Bremen. Hier verbrachte ich zwei Nächte und erkundete die Stadt und aufgrund des wechselhaften Wetters auch viele Cafés.

April

vegane Kaffee Cupcakes mit Sahnetopping

Der April startete mit sonnigem Wetter und einer frühen Kirschblüte in Bonn, die ich dieses Jahr mehrfach besuchte. Hier gab es meine Veganen Tipps für La Gomera und meine Wanderrouten für Anfänger auf La Gomera. Außerdem bereitete ich einen Sammelpost für vegane Kuchenrezepte und ein Rezept für vegane Kaffee Cupcakes vor, bevor es Mitte des Monats auf die nächste längere Reise ging. Für zweieinhalb Wochen reiste ich mit einer Gruppe durch Namibia und erlebte dort viele schöne Momente. Meinen schönsten Geburtstag seit langem verbrachte ich in der Kalahari Wüste, ich wanderte am zweitgrößten Canyon der Welt, kletterte auf eine Sanddüne in der Namib und durfte während der Safari im Etosha Nationalpark viele schöne Tiere beobachten.

Mai

Windmühle in den Bremer Wallanlagen

Nach dem Urlaub musste ich erstmal wieder zu Hause ankommen, hatte im Mai aber durch die Feiertage zum Glück noch relativ viel frei. Die langen Wochenende nutze ich für weitere Wanderungen, z.B. in der Wahner Heide und wieder auf dem Rheinsteig. Ich machte eine erste kleine E-Bike Tour und verbrachte viel Zeit mit meinem Hund am Rhein. Mitte des Monats konnten wir einen 100. Geburtstag in der Familie feiern. Hier auf dem Blog gab es meinen Bremen vegan Guide und meine Tipps für ein Wochenende in Bremen. Passend zur Saison gab es außerdem eine neue Sammlung für vegane Spargelrezepte und ich probierte ein neues für panierten Spargel aus.

Juni

Am Hühnerbruch in der Wahner Heide

Im Juni standen mal wieder einige kulinarische Highlights an: ich testete die neue gemischte Abendplatte in der Esskalation in Bonn und das All-you-can-pancake im impact Café in Köln. Für eine KI Messe war ich beruflich in Düsseldorf und Ende des Monats für einen Tagesausflug in Bochum. Dort besuchte ich das Bergbaumuseum und das Musical Starlight Express. Hier auf dem Blog gab es sommerliche Salatrezept wie meinen veganen Reissalat mexikanischer Art, Tipps für einen Frankreich Urlaub und den ersten Namibia Artikel über die Safari im Intu Africa Kalahari. Ansonsten war der Monat leider weniger sommerlich als gedacht und auch arbeitsmäßig fiel es mir schwer wieder rein zu finden. Stattdessen nahmen meine Pläne für die nächste große Reise immer mehr Gestalt an.

Juli

Tote Bäume zwischen roten Sanddünen im Deadvlei in Namibia

Bald darauf fällte ich die große Entscheidung: ich reichte die Kündigung ein und buchte einen Flug nach Thailand. Der Plan: erstmal ein paar Ziele in Südostasien und dann Open-End weiter, wie ich Lust habe. Bis November musste ich aber noch arbeiten, so konnte ich noch etwas Geld sparen. Den milden Sommer nutze ich für weitere Wanderungen auf dem Rheinsteig. Im Juli erreichten wir mit Rüdesheim den letzten Etappenort des Mittelrhein-Abschnitts und unternahmen von dort aus nochmal eine Bootstour. Hier auf dem Blog ging es weiter mit meinen Tipps zur Reiseplanung für Namibia, meinem Namibia Vegan Guide und es gab gleich zwei Rezepte: eine Himbeer Smoothie Bowl und gefüllte Zucchini mit veganem Hack und Feta.

August

Aussicht von Burg Landshut auf das Moseltal

Der August war geprägt von Reisevorbereitungen und Reiseplanung: Arbeitslos melden und abmelden, Reisekrankenversicherung abschließen, Route planen, Flüge und Unterkünfte buchen, Reisegepäck optimieren, Reiseimpfungen auffrischen. Gut, dass ich einen guten Plan und eine Checkliste hatte. Tatsächlich konnte ich aber auch noch einen weiteren Meilenstein abhaken: im August sind wir noch alle vier Rheinsteig Etappen im Rheingau gewandert und haben damit den ganzen Wanderweg von Bonn bis Wiesbaden geschafft! Auf dem Blog gab es auch noch Tipps zu einem Wanderziel, Bernkastel-Kues an der Mosel. Außerdem meine Tipps für ein Wochenende in Leipzig, Sehenswürdigkeiten in Lüderitz und Umgebung, einen sommerlichen Möhren-Kohlrabi Salat und eine Sammlung von veganen Rezepten mit Zucchini.

September

Aussicht auf Burg Gutenfels in den Weinbergen

Im September stand noch eine länger geplante Reise an: für zwei Wochen ging es nach Georgien. Hier war ich mit der Familie unterwegs, da ein Cousin in Tiflis geheiratet hat. Das war ein besonders schönes Erlebnis, einerseits die Hochzeitsfeier, andererseits die Stadt mit der Familie erkunden zu können. Von Tiflis aus haben wir auch ein paar Ausflüge innerhalb von Georgien und für einen Tag nach Armenien unternommen. Auf dem Blog hatte ich Beiträge während meiner Abwesenheit vorgeplant: es gab ein Rezept für vegane Marzipantorte, eine Rezeptsammlung für vegane Hauptgerichte, einen Artikel über Sossusvlei in Namibia und meinen Bericht über die Rheinsteig Etappen im Oberen Mittelrheintal.

Oktober

Namib Gecko sitzt auf dem Sand

Der letzte Monat vor der großen Reise war dann nochmal ganz schön vollgepackt. Auf der Arbeit habe ich alle Projekte übergeben und meinen Ausstand mit den Kolleg*innen gefeiert. Auch mit Familie und Freundinnen traf ich mich noch vor der Abreise. Da war ich froh, dass ich neben den letzten Reisevorbereitungen noch etwas die sonnigen Herbsttage genießen konnte. Passend dazu veröffentlichte ich einen Artikel über die schönsten Wanderungen auf den Drachenfels sowie über vegane Rezepte mit Kürbis. Außerdem gab es ein Rezept für würziges Blumenkohl-Erdnuss Curry und einen Artikel über die Wüstentour zu den Little 5.

November

Eine Elefantenherde auf dem Weg zum Wasserloch

Anfang November ging es dann endlich los. Für die ersten zweieinhalb Wochen begleitete mich eine Freundin durch Thailand. Wir erkundeten Städte wie Bangkok und Chiang Mai, besuchten zahlreiche Tempel, sahen im Dschungel Affen, Schlangen und einen wilden Elefanten und feierten das Lichterfest Loy Krathong in Sukkothai. Unsere Reise beendeten wir auf Koh Samui, von wo ich im Anschluss alleine weiter zum Inselhopping im Golf von Thailand weiterreiste. Eine Woche verbrachte ich auf Koh Phangang, mit schwimmen Yoga und in Cafés. Leider kam hier auch der erste Tiefpunkt der Reise, da ich einen Unfall mit dem Rad hatte. Immerhin kam ich mit dem Schrecken und einigen Prellungen noch glimpflich davon. Auf dem Blog hatte ich wieder Beiträge vorgeplant: Artikel zum Etosha Nationalpark und meine Namibia Highlights, vegane Burger Restaurants in Köln, ein Rezept für veganen Bratapfel-Crumble und eine Sammlung meiner veganen Muffin und Cupcake Rezepte.

Dezember

Vegane Vanillekipferl mit Puderzucker überstreut und einem Sieb

Im Dezember reiste ich weiter nach Koh Tao. Ursprünglich wollte ich dort schnorcheln und tauchen, war aber durch meine Verletzung etwas eingeschränkt. Zusätzlich war das Wetter immer noch regnerisch und nach dem einen Schnorchelausflug, den ich gebucht hatte, bekam ich auch noch eine Lebensmittelvergiftung. Bis ich mich davon erholt hatte, dauerte es ein paar Tage, die ich dort und wieder auf Koh Samui entspannt am Pool verbrachte. Dann ging es weiter nach Laos, wo ich wieder mit einer Freundin und mit einer Reisegruppe unterwegs war. In knapp drei Wochen bereisten wir Laos von Luang Prabang im Norden bis zu den 4.000 Inseln im Süden und sammelten jede Menge Eindrücke.
Auf dem Blog gab es ein paar vorbereitete Beiträge: vegane Vanillekipferl, vegane Weihnachtsdesserts und meine veganen Tipps für Georgien.

Aktuell bin ich auch noch in Laos und verbringe Silvester in der Hauptstadt Vientiane. In ein paar Tagen geht es dann weiter nach Kambodscha. Danach werde ich aber erstmal nach Deutschland zurück fliegen. Weitere Reisen kann ich von dort ja immer noch unternehmen. Ideen und Wünsche habe ich wie immer viele.

Wenn ihr mehr über meine Reisen wissen wollt, schaut gerne auf meinem Instagram Kanal vorbei. Dort poste ich regelmäßig Stories. Ansonsten wünsche ich euch einen Guten Rutsch und ein schönes neues Jahr 2025! Und ich freue mich natürlich, wenn ihr dann wieder hier vorbeischaut.

Vegan in Georgien: wie veganfreundlich ist die georgische Küche?

Zwei Wochen habe ich im September in Georgien verbracht und mich dabei einmal quer durch die georgische Küche probiert. Die ist zwar grundsätzlich fleischlastig, da aber alle Komponenten eines Gerichts einzeln bestellt werden, findet man auch als Veganer*in viel Auswahl. Außerdem gibt es einige zufällig vegane Gerichte. Welche das sind und welche Gerichte ihr als Veganer in Georgien unbedingt probieren solltet, erfahrt ihr im Artikel.

Vegan in Georgien, Titelbild mit Collage und Schriftzug

Vegan einkaufen in Georgien

Während unseres Aufenthalts haben wir für zwei Wochen in einer Ferienwohnung in Tiflis* (Affiliate-Link) gewohnt. Dort haben wir unser Frühstück selbst gemacht und hätten theoretisch auch kochen können. Da Essen gehen in Georgien aber relativ günstig ist, haben wir die Küche doch nicht so oft genutzt. Das Angebot in den Supermärkten war außerdem nicht gerade riesig. Vegane Ersatzprodukte habe ich praktisch gar nicht gefunden in den kleinen Minimarts im Stadtzentrum von Tiflis. In einem größeren Supermarkt in einem Einkaufszentrum gab es lediglich eine Auswahl Pflanzendrinks, einmal habe ich veganen Pudding von Alpro entdeckt, außerdem vegan gekennzeichnete Müsliriegel. Wenn wir gekocht hätten, wären wir bei Basics wie Nudeln mit Gemüsesoße geblieben. Zum Frühstück gab es dann entweder Müsli mit Obst und Pflanzendrink oder Avocado-Brot.

Das Angebot an Obst und Gemüse war in den Minimarts auch nicht besonders groß. Dafür gab es überall in Seitenstraßen oder Hauseingängen kleine Markt-Stände. Dort konnten wir uns dann mit frischen Zutaten eindecken, die preislich auch super günstig waren.

Marktstand mit Obst und Gemüse in Tiflis

Vegan Essen gehen in Georgien

Die meisten Einwohner*innen von Georgien leben in und um die Hauptstadt Tiflis. Dementsprechend gibt es dort auch das größte Angebot an veganfreundlichen Restaurants. In der Stadt gibt es sogar einige komplett vegane Restaurants und Cafés, etwa im Zentrum, rund um Rustaveli oder im Universitäts-Viertel. Diese Lokale und Cafés bieten meist eher internationale Küche an. Aber auch in den Restaurants mit georgischer Küche habe ich immer ein paar vegane Optionen gefunden. Meine Restaurant-Tipps findet ihr in meinem Vegan in Tiflis Guide.

Teilweise kann man sich an einer Kennzeichnung für Fasten-Gerichte orientieren, die manche Restaurants in der Karte vermerkt haben. In der orthodoxen Kirche in Georgien wird regelmäßig gefastet und dabei größtenteils auf Tierprodukte verzichtet. Außerdem praktisch für Veganer:innen: in georgischen Restaurants hat man selten ein Hauptgericht mit Beilage, Gemüse, etc., sondern stellt sich alles selbst zusammen. So kann man etwa Salat, gegrilltes Gemüse und Pommes oder Brot separat bestellen. Das Essen wird dann, wie es in Georgien üblich ist, in der Mitte des Tischs platziert und geteilt. Jeder bekommt Teller und Besteck separat und die Portionen sind entsprechend groß. Uns haben meist 2-3 Komponenten zu zweit gereicht.

Übrigens ist Essen gehen in Georgien relativ günstig. Meistens haben wir zwischen 25-40 GEL pro Person für Essen und Getränke gezahlt. Das entspricht umgerechnet etwa 8-14 Euro. Bezahlen konnten wir überall mit Karte, auch auf dem Land. Zur Sicherheit würde ich aber immer etwas Bargeld dabei haben. Für Trinkgeld stand in vielen Restaurants ein Glas auf dem Tresen.

Zufällig vegane Gerichte aus der georgischen Küche

Gekennzeichnete vegane Gerichte sind in georgischen Restaurants eher selten, dafür gibt es zum Glück einige traditionelle Gerichte, die zufällig vegan sind.

Phkali

Diese Vorspeise ist eine Art Paste/Dip aus Walnüssen, Gemüse und frischen Kräutern. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen z.B. mit roter Beete, Spinat oder auch Kürbis. Phkali wird mit Brot und mixed pickles (sauer eingelegten Gurken) gegessen. Teilweise gab es Phkali auch als Topping auf Salat. Dieses Gericht war eins meiner Favoriten.

Verschiedene Sorten Phkali mit Maisbrot und mixed pickles

Salate

In jedem georgischen Restaurant stehen verschiedene Salate auf der Karte. Nicht alle, aber viele davon sind vegan. Öfter gesehen habe ich z.B. „Green Salad“, da war dann nicht nur grüner Salat, sondern auch noch Gurke, grüne Paprika und Oliven drin. Ebenfalls sehr lecker ist eine Kombination aus Tomaten und Gurken, die mit einer Walnusssoße serviert werden. Das stand dann meistens als „Tomato and cucumber with walnuts“ auf der Karte.

Tomaten-Gurken-Salat mit Walnussdressing

Auberginenröllchen mit Walnusspaste

Eine weitere typische Vorspeise sind Röllchen aus in Scheiben geschnittener, gegrillter Aubergine, die mit Walnusspaste gefüllt werden. Das ganze wird kalt serviert und teilweise noch in Olivenöl eingelegt.

Auberginenröllchen mit Walnusspaste

Beans in clay pot

Dieser Bohneneintopf ist eine typisch georgische Suppe und manchmal zufällig vegan. Im Prinzip besteht er nur aus Bohnen mit Zwiebeln und Kräutern, manchmal wird aber noch Speck hinzugefügt, deshalb lieber nachfragen. Serviert wird der Bohneneintopf stilecht im Tontopf.

Beans in Clay Pot

Lobiani – Brot mit Bohnenfüllung

Kachapuri ist das berühmte Brot mit Käsefüllung aus Georgien, Lobiani ist die meist zufällig vegane Variante davon. Der Teig ist gleich, nur ist das Brot mit einer Bohnenmasse gefüllt. Aber auch hier lieber nachfragen: manchmal wird wohl Speck zu der Bohnenfüllung gegeben, manchmal wird das Brot mit Butter gebacken. Veganes Kachapuri habe ich leider nicht gefunden.

Lobiani, Brot mit Bohnenfüllung

Kinkhali – Dumplings mit Pilz- oder Kartoffelfüllung

Eins der bekanntesten Gerichte aus Georgien sind Kinkhali. Diese Dumplings werden klassisch mit Fleisch gefüllt, es gibt aber auch zufällig vegane Varianten mit Pilzen oder Kartoffelbrei. Die Teigtaschen werden mit der Hand gegessen. Man nimmt sie am Stempel, beißt ein Loch hinein, schlürft gegebenenfalls die Brühe auf (meine Kinkhali mit Kartoffeln hatten keine Brühe, die mit Pilzen aber schon) und isst dann den Rest. Der Stempel wird nicht unbedingt mitgegessen, so weiß man am Ende, wie viele Kinkhali man verputzt hat.

Typische Kinkhali mit grünem Salat

Typische Brotsorten

Zum Essen kann man sich unterschiedliche Brotsorten dazu bestellen. Auf unserer Tour nach Kachetien haben wir gesehen, wie traditionelles Brot im Steinofen gebacken wird. Das schmeckte besonders gut frisch aus dem Ofen. Außerdem gibt es häufig Fladenbrot und ein traditionelles Maisbrot. Letzteres wird oft mit Phkali als Vorspeise serviert.

Brot wird in einem typisch georgischen Ofen gebacken

Churchkhela

Bei Churchkhela handelt es sich um eine georgische Süßigkeit, die man überall in Tiflis an kleinen Ständen findet. In der klassischen Version werden Walnüsse auf eine Schnur aufgezogen und mehrfach mit einer Kuvertüre aus Traubensaft überzogen. Inzwischen wird mit verschiedenen Obstsorten und Geschmacksrichtungen experimentiert.

Churchkhela Verkaufsstand mit jeder Menge hängender Schnüre

Weiterlesen zum Thema vegan Reisen:
Vegan in Tiflis
Vegan Reisen  – Tipps und Tricks
Vegan in Vietnam

9 Rezepte für vegane Weihnachtsdesserts

Du bist noch auf der Suche nach einem leckeren Weihnachtsdessert? Bei mir gibt es an Weihnachten oft ein besonderes Essen. Ich koche meistens, damit es ein veganes Dinner wird und für das Dessert überlege ich mir natürlich auch etwas besonderes. Hier habe ich einige Ideen und Rezepte für dich gesammelt, die sich alle wunderbar als Dessert zu Weihnachten, oder als Leckerei in der Advendtszeit eignen.

Vegane Weihnachtsdesserts Titelbild mit Schriftzug

Kürbis-Spekulatius-Cupcakes

Cupcakes sind zwar kein klassisches Dessert, ich finde die Törtchen eigenen sich aber trotzdem hervorragend für den Abschluss eines Dinners. In diesem Rezept kombiniere ich einen saftigen Kürbismuffin mit einer süßen Spekulatius-Sahne-Creme. Perfekt für die kalte Jahreszeit.

Kürbis-Spekulatius Cupcakes mit Sahnetopping und Keksdeko

Zum Rezept für Kürbis-Spekulatius-Cupcakes

Schoko-Birnen-Tarte

Wie wäre es mit einer französischen Tarte als Dessert? Statt der klassischen Apfeltarte habe ich in diesem Rezept Birnen verwendet und um eine leckere Schoko-Füllung ergänzt. Mit einer Deko aus mehr Schokolade und gehackten Nüssen macht das auch optisch einiges her.

Schoko-Birnen Tarte

Zum Rezept für vegane Schoko-Birnen-Tarte

Bratapfel Crumble

Ebenfalls sehr einfach, aber schmackhaft ist dieser Bratapfel Crumble. Hier wird der Apfel winterlich gewürzt mit Zimt, ein paar Rosinen und Mandeln. Obendrauf kommt eine knusprige Crumble-Schicht und serviert wird der Crumble zusammen mit veganer Sahne oder Vanillesoße. Das lässt sich übrigens auch perfekt als Dessert vorbereiten. Der Crumble kann dann einfach während dem Dinner gebacken und noch warm serviert werden. So schmeckt er mir am besten.

Veganer Bratapfel Crumble in einer Auflaufform

Zum Rezept für veganen Bratapfel Crumble

Spekulatius-Käsekuchen

Dieser Kuchen passt perfekt zum Weinachtskaffee oder auch als Nachtisch. Für den Spekulatius-Käsekuchen habe ich Boden und Streusel aus fertigen Spekulatius-Keksen gemacht. Das passt sehr gut zu der cremigen Füllung. Aber Vorsicht: dieser Kuchen ist sehr mächtig. Also genügen kleine Stücke, wenn ihr ihn als Nachtisch serviert. Aber was wäre ein Weihnachtsessen, bei dem man nicht mit vollem Bauch nach Hause geht?!

Veganer Spekulatiuskäsekuchen mit Streuseln

Zum Rezept für veganen Spekulatius-Käsekuchen

Schoko-Nuss-Torte

Wenn es etwas feineres sein soll, serviere ich immer gerne eine Torte. Eine meiner veganen Torten, die auch perfekt zu Weihnachten passen, ist meine Schoko-Nuss-Torte. Die kommt mit einem fluffigen Nuss-Biskuit, cremiger Schokosahne und wer möchte, kann den Boden noch mit veganem Bailys oder einem anderen Likör tränken.

vegane Schoko Nuss Torte

Zum Rezept für vegane Schoko-Nuss-Torte

Rotwein-Schoko Mini Gugl

Hast du schon einmal Mini Gugl gebacken? Diese Miniatur-Versionen von einem Guglhupf sind ein echt süßes Gebäck und ideal, wenn man nur einen kleinen Nachtisch servieren will. Zu Weihnachten finde ich meine Rotwein-Schoko Version davon ganz passend. Um sie als Dessert zu servieren würde ich sie noch schön auf einem kleinen Teller anrichten, z.B. mit ein paar frischen Beeren, Puderzucker und Schokosoße. Damit kann man die einfachen Küchlein ganz leicht mit etwas Deko aufwerten.

Rotwein Schoko Mini Gugl

Zum Rezept für Rotwein-Schoko Mini Gugl

Nougatknödel

Wenn du vegane Nougatknödel zu Weihnachten machen willst, rate ich dir frühzeitig veganen Nougat zu kaufen. Der ist meiner Erfahrung nach in der Weihnachtszeit nämlich recht schnell ausverkauft, da er auch für verschiedene vegane Plätzchenrezepte zum Einsatz kommt. Besonders gut macht er sich aber auch als Kern von Knödeln, ummantelt von Quarkteig und einer leckeren Nuss-Kruste.

vegane Nougatknödel

Zum Rezept für vegane Nougatknödel

Mousse au Chocolat

Noch ein typisch französisches Dessert und einer meiner Lieblinge: Mousse au Chocolat. Meine vegane Version davon ist ganz einfach und basiert auf Sahne. Umso wichtiger ist dabei, eine gute Schokolade zu verwenden. In Frankreich gibt es dafür extra Dessert Schokolade.

veganes Mousse au Chocolat

Zum Rezept für vegane Mousse au Chocolat

Spekulatius Tiramisu

Auch dieses Rezept kann man super vorbereiten. Das ist sogar besser, denn wenn die Schichten im Glas gut durchgezogen sind, schmeckt es viel besser. Die Rede ist von Tiramisu hier in einer winterlichen Version mit Spekulatius. Das macht optisch einiges her, ist aber kinderleicht zuzubereiten. Also ideal für ein Weihnachtsessen, bei dem man kurz vorher sowieso schon genug um die Ohren hat.

veganes Spekulatius Tiramisu in Glasschälchen

Zum Rezept für veganes Spekulatius Tiramisu

Du suchst weitere Leckereien für die Adventszeit? Auf Mosaiksteine findest du auch viele vegane Plätzchen Rezepte.

Rezept: vegane Vanillekipferl

Dieses Jahr gibt es für mich aufgrund meiner Südostasien Reise zwar keine typische Vorweihnachtszeit, für euch habe ich natürlich aber trotzdem ein neues Rezept. Diesmal gibt es klassische vegane Vanillekipferl. Der Teig besteht aus gerade mal fünf Zutaten und die Kipferl sind super schnell gebacken.

Vegane Vanillekipferl mit Puderzucker überstreut und einem Sieb

Zutaten für ca. 40-50 Stück:
250g Mehl
100g gemahlene Mandeln
75g Zucker
1 Päckchen Bourbon Vanillezucker
200g vegane Butter oder Margarine
Puderzucker zum bestreuen

1. Das Mehl sieben und mit gemahlenen Mandeln, Zucker und Vanillezucker mischen. Die Margarine in Flocken dazugeben und alles zu einem gleichmäßigen Teig kneten. Diesen für ca. 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.
2. Den Teig zu einer langen Rolle Formen (ca. 4cm Durchmesser) und davon Stücke von ca. 1cm Breite abschneiden. Daraus per Hand die typischen, halbmondförmigen Kipferl formen und mit genügend Abstand auf einem Backblech platzieren.
3. Die Kipferl für ca. 12-15 Minuten bei 180°C Umluft im Ofen backen. Noch warm mit Puderzucker bestreuen.

Vegane Vanillekipferl mit Puderzucker überstreut und einem Sieb

Ein Kipferl Rezept fehlte tatsächlich noch bei meinen veganen Weihnachtsplätzchen. Die klassische Vanillevariante ist einfach und wird dank Bourbon Vanillezucker extra aromatisch. Verwendet hier unbedingt hochwertigen Bourbon Vanillezucker, keinen Vanillinzucker. Bourbon Vanillezucker wird mit echter Vanille gemacht und hat ein viel stärkeres Aroma. Da das der Kern des Geschmacks dieser Plätzchen ist, sollte man da nicht an den Zutaten sparen. Der Teig ist schnell gemacht, zur besseren Verarbeitung lasse ich ihn etwas im Kühlschrank kalt stehen. Dann teile ich den Teig in möglichst gleichmäßige kleine Stücke. Der Teig geht noch auf, bzw. läuft beim backen auseinander, darum die Kipferl ruhig etwas kleiner formen. Wenn die Form nicht perfekt ist, macht das gar nichts. Die Kipferl werden dann nur recht kurz gebacken und noch warm mit Puderzucker bestreut. Nur dann hält der Puderzucker optimal. Ich mache das gerne direkt auf dem Blech, lasse die Kipferl dann aber komplett abkühlen, bevor ich sie in eine Dose umfülle. Solange sie noch warm sind, können sie leicht brechen.

Vegane Vanillekipferl mit Puderzucker überstreut und einem Sieb

Weitere weihnachtliche Rezepte:
Veganer Bratapfel Crumble
Vegane Schokoplätzchen zum Ausstechen
Vegane Nusstaler

Namibia: Highlights aus zwei Wochen Rundreise

Namibia, das Land der Wüste und Weite. Zwei Wochen durfte ich Namibia auf einer Rundreise erkunden. Welche Highlights bei diesem Roadtrip auf dich warten, warum du unbedingt einen Schlenker in den Süden einbauen solltest und wo du die beste Chance auf Tiersichtungen hast, liest du hier.

Eine Oryx Antilope läuft durch karge Graslandschaften in der Namib Wüste.

Windhuk

Unsere Rundreise startet in Windhuk, der Hauptstadt von Namibia. Am Mittag landen wir nach einem Nachtflug am internationalen Flughafen und treffen auf unseren Guide. Mit dem Reisebus geht es dann rein in die Stadt und erstmal ins Hotel. Koffer abladen, ein bisschen frisch machen und wieder in den Bus für eine kleine Stadtrundfahrt. Wir legen jeweils einen kurzen Stopp am alten Bahnhof und an der Christuskirche ein. Ein paar nette Eindrücke, aber wegen der Städte sind wir nicht nach Namibia gekommen.

Kirche in Windhuk

Kalahari

Den ersten perfekten Safari-Nachmittag gibt es direkt am nächsten Tag. Doch erst liegt, wie so oft in den nächsten zwei Wochen, eine lange Busfahrt vor uns. Schnurgerade zieht sich die B1 Richtung Süden. Hügeliges Buschland zieht am Fenster vorbei, dazwischen leuchten immer wieder die gelben Blüten des Morgensterns. Bald biegen wir von der Hauptstraße auf eine Schotterpiste ab. Am Straßenrand entdecken wir ein riesiges Webervogelnest im Baum und halten an, um es näher zu begutachten. Auch andere Wildtiere wie Strauß und Springbock können wir schon im Busch entdecken, bevor wir in unserer Unterkunft im Intu Kalahari Africa Game Reserve ankommen.

Landschaft und Straße südlich von WindhukHütte in der Camelthorn Lodge

Dort beziehen wir kleine Hütten mit Strohdach inmitten der roten Sanddünen. Am kleinen Pool können wir uns mittags noch schön abkühlen, bevor es abends auf den Game Drive geht. Herrlich die Tierbeobachtung im Jeep, mit dem wir durch den Sand brausen. Etliche Tiersichtungen und einen Sonnenuntergang später, sitzen wir bei Braai in der Unterkunft. Vor uns das prasselnde Feuer, über uns der Sternenhimmel.

Orys Antilopen laufen durch die Kalahari

Köcherbaumwald und Giants Playground

Heute geht es weiter in den Süden. Auf dem Weg ist ein Stopp bei zwei Highlights bei Keetmanshoop geplant. Zuerst geht es in den Köcherbaumwald. Wobei von einem dichten Wald eigentlich keine Rede sein kann. Dennoch trotzt hier eine hohe Anzahl der Köcherbäume, die eigentlich eine Aloen-Art sind, der kargen Felslandschaft, was ein suerreales Landschaftsbild bietet. Wir nutzen die Unterbrechung des langen Fahrtags für Fotos, einen kleinen Spaziergang und ein Picknick zwischen den Felsen.

Köcherbaumwald in Namibia

Beim zweiten Stopp, dem Giants Playground finde wir ähnliche, aber wesentlich größere Felsformationen vor. Die sehen aus, als wären sie von Riesen, wie Bauklötze übereinander gestapelt worden. Mittendurch führt ein kurzer Rundweg. Hier blüht auch wieder der gelbe Morgenstern, wir entdecken eine Felsagame und sogar ein süßer Dassie (Klippschliefer) versteckt sich zwischen den Felsen.

Felsformationen im Giants Playground

Ab Keetmanshoop sind wir dann auf Schotterpisten unterwegs. Die Fahrt zieht sich, auch wenn der Blick aus dem Fenster schöne weite Landschaften zeigt. Kurz bevor wir unsere Unterkunft erreichen, sehen wir sogar noch ein paar Giraffen am Straßenrand. Im Canyon Roadhouse, wo wir übernachten, haben wir dann auch noch ein bisschen Zeit die Unterkunft zu erkunden, bevor es dunkel wird. Über das Gelände verteilt stehen zahlreiche verrostete Autowracks von Oldtimern.

Autowraks im Roadhouse Hotel

Fish River Canyon

Am nächsten Tag geht es wieder früh los, denn wir haben wieder eine weite Strecke vor uns und wollen bei unserem Programm der Hitze entgehen. Der Grund für unseren Schlenker in den Süden: der Fish River Canyon, der zweitgrößte Canyon der Welt. Durch eine surreale Steinwüsten-Landschaft fahren wir zu einem Aussichtspunkt. Vor unseren Füßen geht es steil bergab in den Canyon, an dessen Grund man als kleines Rinnsal den Fish River erkennen kann. Die Dimensionen sind gigantisch und kaum vorstellbar: der Canyon ist insgesamt 160km lang, bis zu 27km breit und bis zu 550m tief. Während einer kurzen Wanderung am Rand des Canyons entlang bekommen wir zumindest einen kleinen Eindruck von der Größe und genießen die Aussicht. Aber auch schon am Vormittag zeigt die Sonne ihre Kraft. Auf der Route gibt es keinen Schatten. Verständlich, dass man dann im Canyon nur mit Genehmigung wandern darf.

Fish River Canyon in Namibia

Nach der kleinen Wanderung geht es wieder zurück. Weil es keine direkte Verbindung gibt, müssen wir fast die ganze Straße wieder zurück Richtung Keetmanshoop fahren. Zwischendurch sehen wir ein paar Zebras und machen Picknick bei einer Eisenbahnbrücke. Zum Glück wird auf dem Weg nach Aus die Straße irgendwann wieder besser. Dort beziehen wir unser Hotel im alten Bahnhof für die nächsten zwei Nächte, bevor es kurz vor Sonnenuntergang nochmal losgeht.

Garub

Nur ein kurzes Stück von Aus weiter Richtung Küste, kann man bei Garub mit etwas Glück Wildpferde beobachten. Diese haben sich dort, nachdem sie Anfang 1900 während einer Schlacht versprengt wurden, angesiedelt und an das Wüstenklima angepasst. Wir machen uns auf den Weg zu einer Wasserstelle, etwas abseits der Straße, wo man die Tiere von einem Unterstand aus beobachten kann. Dort ist an diesem Abend nichts los, aber wir sehen schon auf dem Weg dorthin einige Pferde, Oryx Antilopen und Strauße. Besonders die Antilopen passen so perfekt in diese Landschaft mit goldgelben Gräsern und den hohen Bergen im Hintergrund. Im Abendlicht gab es dann nochmal eine besonders schöne Lichtstimmung, die uns auf der Rückfahrt ins Hotel begleitete. Dort wartete dann schon ein leckeres Abendessen auf uns.

Wilpferde laufen durch eine trocken Graslandschaft bei Garub

Kolmanskop

Von Aus unternehmen wir am nächsten Tag einen Ausflug Richtung Küste und erkunden Lüderitz und Umgebung. Als erstes fahren wir in die Geisterstadt Kolmanskop. Am frühen Morgen liegt hier noch dicker Nebel über der Wüstenlandschaft, was zusammen mit den verfallenen Häusern für eine ganz besondere Stimmung sorgt. Wir nehmen an einer Führung über das Gelände teil, die hier sogar auf deutsch angeboten wird. Dabei erkunden wir einige der erhaltenen Gebäude und erfahren mehr über die Geschichte des Ortes. Ursprünglich entstand dieser als Siedlung zum Diamantabbau und war dementsprechend wohlhabend. Als die Edelsteinvorkommen erschöpft waren, verließen die Einwohner den Ort nach und nach und die Wüste begann sich die Gebäude zurückzuholen. Inzwischen sind manche Häuser schon fast bis zum Dach wieder mit Sand gefüllt. Einige, wie die alte Klinik, kann man auf eigene Gefahr noch betreten. Ein spannender Lost Place und eine Spielwiese für Fotograf:innen.

Morgennebel liegt über den alten Häusern in Kolmanskop

Lüderitz

Bevor wir der Kleinstadt Lüderitz einen Besuch abstatten, geht es erst nochmal in die Natur. Unser Guide macht mit uns einen Abstecher über die Lüderitz Halbinsel und der lohnt sich. Schon in einer der ersten kleinen Buchten entdecken wir eine Kolonie Flamingos im seichten Wasser. Mit dem Teleobjektiv kann ich sie ganz gut beobachten, wie sie dort stehen, teilweise durch das Wasser staksen und mit den knallpinken Flügeln schlagen. Dann geht es noch weiter durch die surreale Mondlandschaft bis zum Diaz Point. An dem Ort an dem damals ein portugiesischer Seefahrer als erster Europäer Namibia betrat erinnert ein Kreuz an das Ereignis. Spannender finde ich aber die Landschaft und die Tiere, die man hier beobachten kann: mehr Flamingos, einen schwarzen Austernfischer und ein paar Robben entdecke ich hier.

Flamingos in der Lüderitzbucht

Lüderitz selbst ist dann recht überschaubar. Von der Felsenkirche laufen wir den Hügel hinab und an einigen alten Häusern im Jugendstil vorbei. Diese sind das Highlight des Ortes. Im Zentrum machen wir es uns in einem kleinen Café bequem, nutzen den großen Supermarkt für einen Einkauf und unternehmen noch einen kurzen Spaziergang an den Hafen. Dann geht es wieder zurück ins Hotel nach Aus.

Naukluft Berge

Nach zwei Nächten in Aus geht es weiter und wieder durch die weiten Landschaften Namibias. Auf dem Weg nach Norden legen wir zahlreiche Kilometer auf Schotterstraßen zurück. Andere Fahrzeuge begegnen uns nur wenige und wenn, sind diese schon weit im Voraus an der Staubwolke erkennbar, die sie hinter sich herziehen. Unser Ziel heute sind die Naukluft Berge, wo wir am Rand des Nationalparks auf einer Guestfarm übernachten. Dort unternehmen wir eine kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt, um uns von dort den Sonnenuntergang anzusehen. Später zeigt sich dann ein spektakulärer Sternenhimmel. Sogar die Milchstraße kann man hier erkennen.

Ein Auto fährt über eine Schotterstraße in Nambia

Namib Wüste

Als wir früh am nächsten Tag starten, ist es noch dunkel. Es geht in die Namib Wüste, die älteste Wüste der Welt. Obwohl wir, aufgrund eines platten Reifens, erst später loskommen, erleben wir im Nationalpark noch die tolle morgendliche Lichtstimmung. Die noch tiefstehende Sonne taucht die rötlichen Sanddünen in ein sanftes Licht und die Dünen werfen dunkle Schatten neben dem Kamm. Hoch darüber hinweg fahren am Morgen zwei Heißluftballons, denen wir beim Landen zusehen können. Für uns geht es weiter ins Sossusvlei. Die letzten Kilometer der Strecke sind nur noch Sandpiste und wir steigen dafür in einen Jeep um. Dann machen wir uns an den Aufstieg auf die Düne Big Daddy. Der Aufstieg über den Dünenkamm ist steil und anstrengend. Immer wieder rutsche ich im Sand wieder nach unten. Dazu kommt mit der Sonne die Hitze, aber mit jedem Schritt wird die Aussicht spektakulärer. Diese Landschaft ist unwirklich und einmalig. Da es schon auf Mittag zugeht erklimmen wir nicht die ganze Düne, sondern laufen bald steil an der Seite hinab ins Deadvlei. Die abgestorbenen, versteinerten Bäume sorgen für noch ein surrealeres Bild. Nach kurzer Verschnaufpause und ein paar Fotos geht es über einen einfacheren Weg wieder zurück zum Parkplatz. Zurück beim Bus bin ich froh über die extra Flasche Wasser, die ich hier deponiert habe.

Ausblick vom Dünenkamm der Big Daddy DüneTote Bäume zwischen roten Sanddünen im Deadvlei in Namibia

Unser Tag in der Wüste ist aber noch nicht vorbei. Nach einem Picknick im Schatten unterhalb der Dune 45 fahren wir langsam aus dem Park heraus. Jetzt geht es zum Sesriem Canyon. Wir wandern in den Canyon hinab und hier ist es im Schatten angenehm. Da wir zum Ende der Regenzeit unterwegs sind, steht am einen Ende des Canyons sogar noch etwas Wasser und je näher wir dieser Quelle kommen, desto kühler wird es. Hierbleiben können wir aber leider nicht, denn der kaputte Reifen muss noch geflickt werden. Bei der Tankstelle neben der Werkstatt gibt es wenigstens kalte Getränke zu kaufen und ich schreibe die ersten Postkarten. Zurück auf der Guestfarm wartet dann der kalte Pool und abends nochmal ein köstliches Dinner.

Solitaire

Heute steht nochmal ein Fahrtag durch die Wüste an. Es geht vorbei an kargen Steppen und durch felsige Flusstäler. Eine kurze Pause machen wir nur im einzigen größeren Ort auf dieser Etappe in Solitaire. Hier gibt es eine Tankstelle und eine Bäckerei in der wir Verpflegung kaufen können. Mein Highlight dort ist aber wieder mal tierischer Natur. Schon auf einem Schild auf der Einfahrt wird auf die kleinen Tiere hingewiesen und wir haben Glück, dass eine der Fuchsmangusten uns nicht nur über den Weg läuft, sondern auch noch perfekt für ein Foto posiert.

Straßenschilder in SolitaireEine Fuchsmanguste schaut neugierig in die Kamera

Swakopmund

Am späten Nachmittag erreichen wir die Atlantikküste und damit unsere nächste Station Swakopmund. Unser Hotel liegt recht zentral und wir unternehmen einen kleinen Stadtrundgang. Mir fallen sofort die vielen Perlhühner auf, die an der Promenade entlang rennen. In der Stadt selbst finden wir noch einige architektonische Highlights, Überbleibsel aus der Kolonialzeit. Auch unsere Location für das Abendessen gehört dazu: ein deutsches Brauhaus mitten in Namibia.

Holzpier an der Küste in Swakopmund

Am nächsten Tag geht es für uns schon wieder in die Wüste. Wir haben eine Tour zu den Little Five gebucht. Die kleinen Tiere in der Wüste können wir in den Dünen vor Swakopmund entdecken. Wir haben Glück und finden dank unserer Guides vier der fünf Little Five. Auch die Fahrt durch die Dünenlandschaft im Jeep ist schön. Den Nachmittag verbringen wir wieder in der Stadt, shoppen ein paar Souvenirs und schlendern am Strand und am Pier entlang.

Aussicht auf das Dünenmeer bei Swakopmund

Spitzkoppe

Tatsächlich hat mir dieser kurze Stadtaufenthalt schon gereicht und ich bin froh, dass es wieder raus in die Natur geht. Das heißt zwar wieder lange Fahrten, schlechte Straßen und heiße Temperaturen, aber für die Landschaften ist es mir das wert. Eins dieser Highlights ist die Spitzkoppe, der wohl meistfotografierte Berg in Namibia. Wir haben leider nur Zeit für einen kurzen Stopp in dem Gebiet, laufen ein bisschen zwischen den großen Felsen umher und besuchen den bekannten Steinbogen. Dann geht es weiter zu unserem nächsten Ziel.

Felslandschaft an der Spitzkoppe in Namibia

Erongoberge

Das liegt noch ein ganzes Stück weiter in den Erongobergen. Hier übernachten wir wieder auf einer kleinen Guestfarm. Bevor wir den Sundowner und ein leckeres Abendessen genießen machen wir aber noch einen kleinen Ausflug. Ganz in der Nähe befindet sich das San Living Museum. Mit zwei der Buschleute und einiger neugieriger Kinder machen wir einen Rundgang durch den Busch. Sie zeigen uns dabei alte Felsmalereien, wie sie eine Falle bauen und Feuer machen. Es sind interessante Einblicke, die frühere nomadische Lebensweise ist allerdings längst Geschichte und die Jagd ohne besondere Erlaubnis in den meisten Gebieten Namibias auch verboten. Diese Museen bieten den Einheimischen aber eine Einkommensquelle in meist abgelegenen Regionen.

Ein San-Buschmann zeigt und die Felszeichnungen in den Erongobergen.

Twyfelfontain

Weiter geht es am nächsten Tag zu einem der kulturellen Highlights Namibias. Die Felszeichnungen von Twyfeltontain gehören seit 2007 zum UNESCO Weltkulturerbe. Kein Wunder, schließlich sind sie so zahlreich uns so gut erhalten, obwohl sie schon viele tausend Jahre alt sind. Mit einem Guide gehen wir auf einem kurzen Rundweg durch die Felsen. Die Landschaft gefällt mir auch mal wieder super gut. Zwischen den roten Felsen öffnet sich der Blick ins Tal. Bei den heißen Temperaturen ist eine längere Wanderung in der Mittagszeit allerdings keine gute Idee. Wir müssen sowieso weiter Kilometer machen. Es geht wieder ins Landesinnere, wo wir am nächsten Tag unser nächstes Highlight ansteuern.

Felszeichnungen in Twyfelfontein, Namibia

Etosha Nationalpark

Während unserer Rundreise haben wir zwar schon jede Menge Tiere gesehen, eine richtige Safari fehlte aber noch. Natürlich war auch ein Aufenthalt im Etosha Nationalpark eingeplant. Zwei wunderschöne Tage verbringen wir hier. Am ersten geht es mit dem eigenen Reisebus quer durch den Park. Wir fahren von Südwesten bis zum Osteingang und lernen wie vielfältig der Park ist. Am zweiten Tag steigen wir um auf einen großen Jeep. Mit einem Ranger als Guide sehen wir noch viel mehr Tiere als am Vortag: Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen und Löwen. Die meisten Tiere sichten wir rund um die Wasserlöcher. Ich kann davon gar nicht genug bekommen und buche in unserer Lodge noch einen Night Drive für den Abend. Der findet dann zwar nur noch auf dem eigenen Gelände statt, ist aber trotzdem ein Erlebnis für sich. Im Etosha hätte ich jedenfalls locker noch eine Woche dranhängen können.

Eine Elefantenherde auf dem Weg zum WasserlochGiraffen und Zebras trinken nebeneinander am Wasserloch.

Midgard

Zum Abschluss unserer Reise haben wir noch einmal eine etwas schickere Unterkunft in der Nähe von Windhuk. Auf dem Weg dorthin besuchen wir noch ein kleines Museum in Tsumeb und einen Markt in Okahandja. Hier haben wir nochmal die Möglichkeit ein paar Souvenirs zu kaufen. An der Midgard Lodge angekommen verabschieden wir uns von unserem Guide, der uns sicher durch Namibia gebracht hat. Dann können wir noch einen vollen Tag die Annehmlichkeiten der Lodge genießen. Wir wandern am Morgen auf einen der Berge neben der Lodge, ich beobachte Tiere wie ein Warzenschwein, Paviane, Zebramangusten und Dassis die dort herumlaufen, relaxen am Pool und am Abend buchen wir nochmal einen Night Drive, weil der uns so gut gefallen hat.

Aussicht vom Cross Mountain auf Midgard und Umgebung

Dann heißt es leider Abschied nehmen von Namibia. Wir werden von einem Fahrer im Truck abgeholt und die letzten Kilometer bis zum Flughafen in Windhok gebracht. Mit Zwischenstopp in Äthiopien geht es wieder zurück nach Frankfurt.

Diese Rundreise kannst du, in etwas abgeänderter Form, direkt bei SKR* (Affiliate-Link. buchen.

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Vegane Burger Restaurants in Köln

Wer mich kennt weiß, dass ich super gerne Burger esse. Dementsprechend kenne ich so einige tolle vegane Burger Restaurants in Köln. Welche meine liebsten sind, wo ihr ausgefallene vegane Burger bekommt oder wo ihr die günstigsten veganen Burger in Köln bekommt, lest ihr in diesem Artikel.

Bunte Burger – ausgefallene Burger-Kreationen

Bei Bunte Burger gibt es definitiv die ungewöhnlichsten Burger-Kreationen. In dem komplett veganen Restaurant gibt es regelmäßig Specials, die nur begrenzte Zeit auf der Karte stehen und oft mit saisonalen Zutaten kreiert werden. So habe ich hier z.B. schon einen Spargel Burger gegessen. Klassischere Burger-Varianten auf der Karte sind der Joppie oder der Crispy Chicken. Serviert werden die Burger in einem Bio Burgerbrötchen, oder wahlweise im Glutenfreien Bun oder ohne Brötchen. Dazu kann man sich verschiedene Sorten Pommes (auch Süßkartoffelpommes), Dips oder Beilagensalate bestellen. Die Bunte Burger Patties kann man für Zuhause auch in einigen Bio Supermärkten kaufen. Seit neuestem stehen auch einige Comfort-Food Gerichte aus dem Catering auf der Karte, wie vegane Lasagne und Käse-Spätzle.

Update: Nach Fertigstellung des Artikels, hat Bunte Burger leider mitgeteilt, dass sie zum Ende des Jahres schließen werden.

Veganer Burger mit Süßkartoffelpommes

Adresse: Hospeltstr. 19
Website

Trash Chic – Burger Essen in der Kneipe

Lust auf einen Kneipenabend mit Cola, Bier oder Schnaps und einem veganen Burger? Das gibts beim Trash Chic in Köln-Kalk. Die komplett vegane Kneipe gibt es schon viele Jahre und die Burger waren geschmacklich immer eine meiner Liebsten. Sieben verschiedene Varianten stehen auf der Karte, deren Geschmacksrichtungen dabei eher klassisch bleiben. Dazu kann man Pommes und verschiedene Soßen bestellen und wer keine Lust auf Burger hat, findet auf der Karte auch Gerichte wie veganes Schnitzel oder Döner.

Veganer Burger im Trash Chich

Adresse: Wiersbergstr. 31
Website

Vegan Junk Food Bar – The most instagramable Burger

Die wohl instagramtauglichsten veganen Burger gibt es in der Vegan Junk Food Bar, einem veganen Franchise dass seinen Ursprung in Amsterdam hat. Hier werden die Burger Buns passend zu den Restaurantfarben pink oder schwarz eingefärbt. Von den Sorten gibt es sowohl klassische wie den Mc Cruelty Free, oder den Daddy mit Fly Wings, oder neuerdings Burger mit veganem Backfisch oder veganen Rippchen. Dazu gibt es normale Pommes, oder Smiley Fries mit teils bunten Soßen. Außerdem gibt es verschiedene Sorten Loaded Fries und typisch niederländische Snacks wie Bitterballen.

Update: leider hat die Vegan Junk Food Bar inzwischen geschlossen.

Burger und Smiley Fries in der Vegan Junk Food Bar Köln

Adresse: Hohenzollernring 21-23

Ruff’s Burger – Fastfood Restaurant mit veganen Optionen

Ein klassischer Fastfood-Laden mit gemischter Karte ist Ruff’s Burger. Der Laden befindet sich an der Aachener Straße und hat ein paar Plätze drinnen und draußen. Es gibt mehrere vegetarische und vegane Burger, dafür werden Pattys von Greenforce verwendet. Meinen veganen Greenforce Cheeseburger habe ich zusammen mit Pommes und einem Dip gegessen. Sehr lecker und günstig. Die Location ist ideal, wenn man mit einer gemischten Gruppe unterwegs ist.

Veganer Cheesburger und Pommes bei Ruffs Burger in Köln

Adresse: Aachener Str. 12

Peter Pane – große Auswahl an veganen und vegetarischen Burgern

Bei der Kette Peter Pane gibt es wohl die größte Auswahl an veganen und vegetarischen Burgern. Über 10 vegane Burger stehen auf der Karte (manchmal noch ergänzt um saisonale Kreationen). Das Restaurant ist also ideal um mit nicht veganen Freunden Essen zu gehen, denn jede:r findet etwas. Man kann zwischen drei Brötchensorten wählen (zwei davon sind vegan), bei den Pattys gibt es Burger mit klassischem veganem Fleischpatty, aber auch mit veganem Chicken Patty, Falafel Patty oder Süßkartoffelpatty. Dazu gibt es dann Salat, verschiedenes Gemüse, teilweise veganen Käse oder Bacon. Als Beilagen gibt es Pommes, Süßkartoffelpommes oder vegane Nuggets und verschieden Dips, von denen viele vegan sind. Ich hatte den eher klassichen Burger „fliegender Holländer“ im Menü mit Pommes und einem hausgemachten Eistee. Das war sehr lecker und ich muss unbedingt nochmal wiederkommen um die anderen Burgerkreationen zu probieren.

Veganer Burger Fliegender Holländer mit Pommes bei Peter Pane

Adresse: Friesenplatz 2-8

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