Updated on April 1, 2024
Vegan in Vietnam
Im April 2023 bin ich zwei Wochen durch Vietnam gereist und habe mich dabei quer durch die vietnamesische Küche probiert. Für mich waren sehr viele neue Gerichte dabei, besonders toll fand ich auch die Auswahl an dem vielen frischen Obst. Da ich wie schon in Südafrika mit einer kleinen Reisegruppe unterwegs war, war ich meistens in Restaurants mit gemischter Küche, aber auch hier war es überhaupt kein Problem veganes Essen zu bestellen. Meine Restaurant-Tipps und welche Gerichte ihr in der vietnamesischen Küche unbedingt probieren müsst, findet ihr in diesem Artikel.

Vegan in Vietnam – Chay Food
Wie gesagt war es in keinem Restaurant in dem ich war ein Problem veganes Essen zu bekommen. Für mich wurde einfach immer „chay“ bestellt, was so viel heißt wie vegetarisch/pflanzlich. Der Begriff vegan ist in Vietnam noch nicht so weit verbreitet, wenn ich „chay“ Essen bestellt habe, war aber auch nie etwas mit Ei oder Sahne dabei. Auf meinem Teller landeten dann oft gebratener Reis mit verschiedenem Gemüse, Currys mit Kokosmilch, frittierter Tofu, Frühlings- und Sommerrollen und zum Nachtisch frisches Obst. Teilweise gab es auch Leckereien wie Papayasalat, frittierte Kürbisblüten oder Bohnenbällchen.
Bei Frühstücksbuffet in den Hotels habe ich mich, aufgrund fehlender Kennzeichnung der Gerichte, lieber an Toast mit Marmelade und Obst gehalten. Es gab aber auch zahlreiche herzhafte, vietnamesische Speisen.

Vegane Restaurants in Vietnam
In den größeren Städten gibt es sehr viele vegetarische und vegane Restaurants. Besonders in der Hauptstadt Hanoi habe ich in der Altstadt immer wieder Restaurants mit veganer Küche gesehen.
Vegan in Hanoi
Koto
Im Koto waren wir Mittags vor dem Besuch des Literaturtempels, der direkt gegenüber liegt. Das Restaurant lernt Jugendliche an, die ohne diese Ausbildung eine schlechte Perspektive hätten und genießt weit über die Stadt hinaus einen guten Ruf. Für unsere Gruppe gab es ein zusammengestelltes Menü, für mich mit veganen Sommerrollen, Papayasalat, Auberginen mit Tofu, einem Kürbiscurry und Reis. Besonders das Curry (das auch auf der normalen Karte steht) war super lecker. Zum Nachtisch gab es frisches Obst. Übrigens war es das einzige Restaurant während der Reise, in dem zu Beginn des Essens nur Stäbchen auf dem Tisch lagen. Auf Nachfrage hätte man bestimmt auch Messer und Gabel bekommen, wir haben uns aber lieber am mit Stäbchen Essen versucht, auch wenn das zu Beginn sicher nicht sehr schick aussah und länger dauerte.


Adresse: 35 P. Văn Miếu, Văn Miếu, Đống Đa, Hà Nội 10000, Vietnam
Website
Mothers Kitchen
Das Mothers Kitchen lag um die Ecke von unserem Hotel und wir waren mit der Gruppe an beiden Abenden in Hanoi hier essen. Am ersten Abend gab es für uns ein zusammengestelltes Menü, für mich vegan, mit Suppe, Frühlingsrollen, Papayasalat, gedämpftem Gemüse, Aubergine mit Tofu und Reis und zum Nachtisch Obst. Am zweiten Abend bestellte ich mir gebratene Nudeln mit Gemüse von der normalen Karte. Das Essen war lecker, besonders die Frühlingsrollen und der Papayasalat aus dem Menü, die Gerichte waren auf der Karte allerdings nicht gekennzeichnet und die vegane Auswahl, war nicht so groß.


Adresse: 12A Hàng Than, Nguyễn Trung Trực, Ba Đình, Hà Nội, Vietnam
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Vegan in Huế
Hoàng Phú Restaurant Huế
Das Hoàng Phú lag direkt gegenüber von unserem Hotel. Während unserem kurzen Aufenthalt in Huế waren wir gleich zwei Mal dort. Einmal Mittags nach unserem Besuch der Zitadelle, da gab es für alle eine Phở. Die Nudelsuppe ist ein klassisches vietnamesisches Gericht und wird dort auch gerne zum Frühstück gegessen. Für mich gab es eine vegane Version mit Gemüse, Tofu und Ananas.

Abends gab es wieder ein Menü, für mich in der Chay Variante mit gebratenem Reis, Frühlingsrollen und Tofu in süß-saurer Soße. Eine Karte haben ich für dieses Restaurant nicht gefunden, das vegane Menü bestellt man am besten direkt dort. Das Restaurant war sehr schön geschmückt mit vielen Lampions und auch das Essen wurde mit aus Gemüse geschnitzten Vögeln serviert.

Adresse: 05 Nguyễn Thái Học, Phú Hội, Thành phố Huế, Thừa Thiên Huế, Vietnam
Website
Vegan in Hội An
Bánh Mì Phượng
In diesem Imbiss am Rand der Altstadt von Hội An haben wir das erste Mal Bánh Mì probiert. Dabei handelt es sich um belegte Baguettes, die ein beliebter Snack sind. Für mich gab es hier eine Version mit Avocado und Tofu. Sehr lecker und mit nur 35.000 Dong (unter 1,50€) sehr günstig.

Adresse: 2b Phan Chu Trinh, Cẩm Châu, Hội An, Quảng Nam 560000, Vietnam
An Hy Vegetarian Restaurant
Das An Hy liegt ebenfalls in der Altstadt von Hội An, direkt neben dem Markt. Entdeckt habe ich es auf Happy Cow und war Abends mit ein paar Anderen aus der Reisegruppe dort Essen. Wie bei vielen Restaurants in Vietnam, die im Namen „vegetarian“ haben, ist es komplett vegan. Probiert haben wir etwa die Sommerrollen, den Oyster Mushroom Salad und für mich gab es eine Platte mit Reisnudeln, frittiertem Tofu und mariniertem veganen Hühnchen. Es war sehr lecker und würzig und mit eins der günstigsten Essen die wir während der Reise hatten. Inklusive Getränk und Trinkgeld habe ich 100.000 Dong gezahlt (ca. 4€). Nach dem Essen im Restaurant waren wir übrigens noch auf dem Nachtmarkt unterwegs, ideal um noch ein paar Souvenirs zu shoppen und sich die mit Lampions beleuchteten Gassen anzusehen.

Adresse: 29 Đ. Tiểu La, Old Town, Hội An, Quảng Nam, Vietnam
The Fisherman Vegan Restaurant & Cafe
Im The Fisherman war ich Mittags während wir einen Strandtag in An Bàng eingelegt haben. Das ist der Strand an der Küste vor Hội An. Dort reiht sich ein Restaurant an das andere. Wenn man Getränke und/oder Essen bestellt kann man kostenlos eine der Strandliegen nutzen, so auch im The Fisherman. Auf der Karte steht eine Mischung aus vietnamesischen und westlichen Gerichten, letztere sind allerdings etwas teurer für vietnamesische Verhältnisse. Da ich nach einer Woche vietnamesischer Küche Lust auf etwas Abwechslung hatte gab es für mich einen Burger und dazu einen Iced Coconut Coffee. Sehr lecker und vor Allem die Location direkt am Strand hat mir super gefallen.

Adresse: Cẩm An, Biển An Bàng, Quảng Nam, Vietnam
Vegan in Can Tho (im Mekong Delta)
Sao Hôm
In diesem Restaurant hatten wir für Abends ein Menü reserviert. Sitzen konnten wir gemütlich auf einem Steg am Fluss. In meiner veganen Variante gab es eine Gemüsesuppe, frittierte Kürbisblüten, eingelegten Tofu und ein Gemüsecurry mit Reis. Zum Nachtisch wie so oft frisches Obst.


Adresse: Đường Hai Bà Trưng, Tân An, Ninh Kiều, Cần Thơ, Vietnam
Vegan in Hồ Chí Minh City
The Joi Factory Cafe
Das The Joi Factory ist ein vegetarisches Café im zentralen Bezirk von Hồ Chí Minh City. Ich bin hier an unserem ersten Abend in der Stadt eingekehrt, das Café war fußläufig von unserem Hotel erreichbar. Die Auswahl auf der Karte war sehr groß, vegane Gerichte waren allerdings nicht immer klar gekennzeichnet. Für mich gab es nochmal ein Bánh Mì, diesmal mit veganem Käse und veganem Bacon und Gyoza. Beides war gut, das Bánh Mì hatte allerdings eine recht scharfe Soße.


Adresse: Hẻm 212B, 212/2B Đ. Nguyễn Trãi, Phường Nguyễn Cư Trinh, Quận 1, Thành phố Hồ Chí Minh 700000, Vietnam
Home Saigon Restaurant & Bar
In diesem Restaurant in einer kleinen Seitenstraße waren wir am letzten Abend mit unserer Gruppe Essen. Hier gab es wieder ein Menü, für mich in der Chay Version mit Kürbissuppe, Papayasalat, Aubergine und ein Gemüsecurry mit Reis. Hier fand ich wieder besonders das Curry sehr lecker, das steht auch auf der normalen Karte unter den vegetarischen Gerichten.


Adresse: 185/28 Đ. Phạm Ngũ Lão, Phường Phạm Ngũ Lão, Quận 1, Thành phố Hồ Chí Minh 700000, Vietnam
Like Coffee – Bánh Mì
An unserem Abreisetag war ich Mittags noch bei diesem kleinen Imbiss um die Ecke vom Hotel. Dort gab es für mich ein Special Vegetarian Bánh Mì, welches vegan ist und einen Coconut Coffee mit Sojamilch. Mit nur 100.000 Dong für beides war es wieder recht günstig.

Adresse: 175 Đ. Phạm Ngũ Lão, Phường Phạm Ngũ Lão, Quận 1, Thành phố Hồ Chí Minh 700000, Vietnam
Typische Gerichte in Vietnam
Phở
Eine klassische vietnamesische Nudelsuppe, die mit Reisnudeln, Gemüse und Fleisch oder Tofu serviert wird. In Vietnam wird sie auch gerne zum Frühstück gegessen. Als Veganer muss man nicht nur auf die Suppeneinlagen, sondern auch auf die Brühe achten. Traditionell wird Rinderbrühe verwendet und/oder mit Fischsauce gewürzt.
Papayasalat
Papayasalat war einer meiner Favoriten aus der südostasiatischen Küche. Er wird aus unreifen Papayas zubereitet, die in feine Streifen gehobelt werden. Weitere Zutaten sind Karotten, manchmal Gurken und das Dressing wird mit Limetten und Chilli gewürzt. Obendrauf kommen meist noch gehackte Erdnüsse. Als Veganer muss man hier auch wieder wegen der Fischsauce aufpassen, die häufig zur Würzung verwendet wird.
Bánh Mì
Eigentlich ist Bánh Mì nur der vietnamesische Begriff für Brot. Wenn man an einem Food Stand darüber stolpert sind aber immer belegte Baguettes gemeint. Die gibt es mit vielen verschiedenen Füllungen und oft auch vegetarisch oder „chay“ was meist gleichzeitig vegan bedeutet.
Vietnamesischer Kaffee
Vietnam ist der zweitgrößte Kaffeeproduzent der Welt. Dementsprechend gibt es im Land natürlich auch eine ausgeprägte Kaffeekultur. Der klassische Kaffee wird mit einem Kaffefilter aus Metall über der Tasse serviert, der Kaffee muss dann erst noch durchlaufen. Besonders lecker fand ich die Robusta Röstungen. Diese Kaffeesorte ist stärker im Vergleich zur Arabica und hat eine leichte Kakao-Note. Wer keinen schwarzen Kaffee trinkt wird als Veganer leider eher selten ein passendes Café finden. Auch der bekannte Coconut Coffee wird, anders als der Name vermuten lässt, nicht immer mit Kokosmilch sondern teils mit Kokossirup und süßer Kondensmilch zubereitet. Letztere wird in Vietnam sehr häufig im Kaffee getrunken.
Die Obstvielfalt
Die Obstvielfalt war ein weiteres kulinarisches Highlight für mich in Vietnam. Aufgrund des Klimas werden viele tropische Pflanzen direkt dort angebaut und es gibt natürlich auch viele Obstsorten, die in Europa gar nicht erhältlich sind. Besonders lecker fand ich die Mangos, Ananas, Bananen und Drachenfrucht, die dort um ein vielfaches aromatischer schmecken, weil man sie frisch von der Ernte und perfekt durchgereift bekommt. Außerdem probierte ich Früchte wie Rambutan, Mangosteen, Jackfruit und Rosenäpfel. Für eine leckere Erfrischung gab es außerdem ein paarmal eine gekühlte Kokosnuss. Hier kann man erst das süße Kokoswasser trinken und anschließend das Kokosfleisch aus der Schale kratzen.


Mögt ihr die Vietnamesische Küche?
Weiterlesen zum Thema vegan Reisen:
Vegan Reisen Tipps & Tricks
Vegan in Südafrika
10 Top Ziele für einen veganen Städtetrip in Europa
Vietnamesisch vegan Essen in Köln
Updated on August 13, 2025
Die schönsten Aussichtspunkte in Paris: hier hast du den besten Blick von Oben
Eine meiner liebsten Aktivitäten bei Städtetrips sind Aussichtspunkte, bei denen man die Orte von Oben betrachten kann. So auch in Paris, wo ich bei meinen zahlreichen Besuchen schon einige Aussichtspunkte erkundet habe. Meine Tipps vom Klassiker Eiffelturm über kostenlose Aussichtspunkte und Geheimtipps in Paris findest du in diesem Artikel.

Eiffelturm – der Klassiker unter den Aussichtspunkten
Ein Besuch beim Eiffelturm darf bei keiner Paris Reise fehlen. Ganze 7 Millionen Besucher zählt der Turm pro Jahr. Wer die Aussicht von DEM Wahrzeichen der Stadt genießen will, hat die Wahl bis zur 2. Etage mit dem Aufzug zu fahren, oder die Treppe zu nehmen. Zur Spitze gehts dann weiter mit dem Aufzug, falls man diese Ticketvariante gebucht hat. Die Aussicht von der 276 Meter hohen Spitze des insgesamt 324 Meter hohen Turms ist fantastisch. Für die Besichtigung sollte man genug Zeit mitbringen und Tickets online reservieren. So kann man zum gebuchten Timeslot einen seperaten Eingang nutzen. An der zweiten Schlange, wo man spontan Tickets kaufen kann muss man in der Regel mit längeren Wartezeiten rechnen.


Infos zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen findest du auf der Offiziellen Website des Tour Eiffel. Dort kannst du ab 60 Tagen vor deinem Besuch auch die Tickets bestellen.
Dachterrasse der Galeries Lafayette
Die Galeries Lafayette ist eins der berühmtesten alten Kaufhäuser von Paris. Ein Besuch lohnt sich alleine um die tolle Jugendstilarchitektur des Gebäudes anzusehen. Im Zentrum des Kaufhauses befindet sich eine große bunte Glaskuppel. Außerdem lohnt es sich bis zum obersten Stockwerk hinaufzufahren, wo man von der frei zugänglichen Dachterrasse einen tollen Ausblick auf die Stadt hat. Besonders schön ist die Aussicht auf die nahe gelegene Pariser Oper, aber auch den Eiffelturm und weitere Sehenswürdigkeiten kann man von der Dachterrasse entdecken.

Die Kuppel von Sacre Coeur in Montmartre
Im Viertel Montmartre hat man bereits auf dem Platz vor Sacre Coeur eine fantastische Aussicht auf die Stadt. Getoppt wird diese allerdings nochmal vom 360 Grad Panorama, wenn man auf die Kuppel der Kirche hinaufsteigt. Der Aufgang befindet sich links neben der Kirche, wo man für 8€ pro Person (Erwachsene, Stand 2023) ein Ticket kaufen kann. Dann geht es über eine Wendeltreppe und teils über das Dach rund 300 Stufen hinauf bis zur Kuppel. Neben der tollen Aussicht auf Paris erlebt man so die Architektur von Sacre Coeur nochmal aus einer anderen Perspektive. Die detailreich verzierten Türme und Tierfiguren bieten ein tolles Motiv vor dem Panorama der Großstadt.


Terrasse des Institute du Monde Arabe
Die Panoramaterrasse des Institute du Monde Arabe ist einer der weniger bekannten Aussichtspunkte in Paris und noch ein kleiner Geheimtipp. Das zugehörige Museum wurde zur Kulturvermittlung zwischen der französischen und arabischen Welt gegründet und kann für einen Eintrittspreis von 8€ für Erwachsene (Stand 2023) besichtigt werden. Die Dachterrasse ist dagegen frei zugänglich, man muss lediglich durch die Sicherheitskontrolle und kann dann mit dem Aufzug nach oben fahren. Von der Terrasse hat man dann einen schönen Blick auf die Seine und Notre-Dame (bei meinem Besuch 2018 noch unversehrt).


Öffnungszeiten der Dachterrasse: Di – So 10 – 18 Uhr
Tour Montparnasse – 360° Blick über Paris
Dieser Pariser Aussichtspunkt kommt häufig nicht so gut weg, schließlich ist er anders als die anderen Aussichtspunkte selbst kein architektonisches Highlight. Im Gegenteil wirkt das schwarze Hochhaus oft deplatziert zwischen den typischen alten Pariser Häusern. Umso schöner ist dafür die Aussicht aus dem 56. Stockwerk und von der Open-Air Panoramaterrasse. Der Turm liegt im Süden der Stadt und bietet so Ausblicke auf alle wichtigen Sehenswürdigkeiten von Paris: vom Jardin du Luxemburg, bis Montmartre, über den Louvre zum Arc de Triomphe und natürlich zum Eiffelturm. Ein weiterer Pluspunkt: hier hat man auch spontan noch die Chance auf einen Ausblick ohne stundenlange Wartezeiten. Bei meinem Besuch im April 2023 mussten wir nur kurz an der Sicherheitskontrolle anstehen, konnten dann bequem mit dem Aufzug nach oben fahren und oben unser Ticket lösen.


Aktuelle Infos zu Öffnungszeiten und Preisen (beides varriiert je nach Saison) findest du auf der Website.
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Kennst du weitere Aussichtspunkte in Paris? Hast du vielleicht schon einen meiner Tipps besucht?
Weiterlesen zu Paris:
Paris Low Budget
Paris: praktische Tipps für deinen Städtetrip
Vegan in Paris
Updated on März 10, 2026
Vegan in Koblenz
Koblenz hat als Touristen- und Studentenstadt eine große Auswahl an Restaurants, Imbissen und Kneipen. Besonders an den Wochenenden im Sommer sind die Terrassenplätze der Restaurants voll besetzt und vor den Eisdielen bilden sich lange Schlangen. Auch das vegane Angebot zwischen Rhein und Mosel wird immer größer. Ich habe inzwischen bei mehreren (kurzen) Besuchen einige Angebote getestet und sie für euch in meinem vegan in Koblenz Guide gesammelt.

Gemütlicher Brunch und Lunch im Stadtflair
Das Stadtflair ist ein modern eingerichtetes Restaurant in der Altstadt. Wir sind hier bei einem Tagesausflug spontan zum Lunch eingekehrt. Auf der Karte stehen einige vegane Gerichte, auch Pancakes oder Bagels, falls man dort frühstücken möchte. Wir entschieden uns für einen veganen Flammkuchen (klassisch mit veganem Speck) und Reibekuchen mit Grillgemüse, Guacamole und Salat. Dazu gab es selbstgemachte Limonade. Alles sehr lecker und die Hauptgerichte waren mit ca. 12€ auch recht günstig.


Adresse: Gemüsegasse 8
Website
Veganes Eis bei Hirnfrost
Nach dem Lunch im Stadtflair haben wir uns zum Nachtisch noch ein veganes Eis bei Hirnfrost, einer kleinen Eisdiele direkt um die Ecke geholt. Ein kleiner Becher kostet dort 3€ und man kann zwischen einigen veganen Sorten wählen. Neben ein paar Fruchtsorbets gab es außerdem die Sorten Schokolade, Haselnuss und Kokos-Schoko, die sehr lecker und cremig waren. Außerdem finde ich es immer toll, wenn die vegane Auswahl über Sorbets hinausgeht.
Adresse: Mehlgasse 10
Website
Vegane Burger im Circus Maximus
Im Circus Maximus kann man nicht nur leckere Burger Essen, es finden auch regelmäßig Partys und Konzerte dort statt. Auf der Karte sind vegetarische und vegane Optionen gekennzeichnet. Zur Wahl stehen verschiedene Burger, Grillgemüse oder Salat mit Falafel-Topping. Ich hatte bei meinem Besuch einen Burger mit Vollkornbun und Süßkartoffelpommes.

Adresse: Stegemannstraße 30
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Gemütlich im Hof sitzen im Café Bistro Pfefferminzje
Im Pfefferminzje kommen nur Bio Zutaten auf den Tisch. Das Café in der Koblenzer Altstadt ist etwas verwinkelt und bietet deutlich mehr Platz, als man von außen zunächst vermutet. Geht man durch das Café hindurch finden sich noch mehrere Tisch in einem Hinterhof und auf einer kleinen Veranda, wo man auch bei Regen gemütlich unter dem Zelt sitzen kann. Wer möchte bekommt hier den ganzen Tag Frühstück (natürlich auch vegan), auf der Karte stehen aber auch überbackene Brote, Salate und Eintöpfe. Wir entschieden uns bei unserem Besuch nach einer Wanderung auf dem Rheinsteig für die veganen, herzhaften Pfannkuchen: einmal mit Tomate, Zwiebeln und Oliven und einmal mit Spinat, Pilzen und Sonnenblumenkernen und jeweils mit veganem Käse überbacken. Beide Sorten waren wirklich lecker, dazu wurde noch ein kleiner Salat mit einem ebenfalls sehr leckeren Dressing serviert.


Adresse: Mehlgasse 12
Website
Project Vegan – vietnamesische Küche
Als eins der beliebtesten Restaurants für Veganer in Koblenz ist das Project Vegan oft voll. Als ich ohne Reservierung hinwollte, bekam ich leider keinen Tisch mehr. Testen konnte ich die Küche im Restaurant selbst noch nicht, beim letzten Veganen Markt in Koblenz (der findet einmal im Jahr statt), gab es aber einen kleinen Foodtruck vom Lokal und ich konnte ein Gericht mit Tofu in Erdnussoße, Salat und Reis probieren. Das war sehr lecker und nächstes Mal bestelle ich mir vorab einen Tisch im Restaurant.

Adresse: Kastorstraße 3
Website
Weiterlesen zu Koblenz und Umgebung:
Ein Tag in Koblenz – unterwegs zwischen Rhein und Mosel
Auf dem Rheinsteig durch das untere Mittelrheintal: von Linz nach Koblenz
Veganer Mosel Urlaub
Updated on November 30, 2025
Südafrika: Highlights aus drei Wochen Rundreise
Im Herbst 2022 habe ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt und bin nach Südafrika gereist. Knapp drei Wochen ging es mit einer kleinen Gruppe im Reisebus quer durch das Land. Von Johannesburg zum Krüger Nationalpark, durch Swasiland, nach St.Lucia am indischen Ozean, in die Drakensberge, nach Lesotho und entlang der Garden Route bis nach Kapstadt. Alles über die Stopps und Highlights liest du in diesem Artikel.

Tag 1: Ankunft in Johannesburg
Nach einem langen Nachtflug von Frankfurt mit Umstieg in Doha landen wir am Vormittag in Johannesburg. Dort geht es erst durch die Immigration um unser Visa-on-arrival in den Pass gestempelt zu bekommen, dann das Gepäck holen und anschließend treffen wir unseren Guide und unsere Reisegruppe. Mit der beziehen wir unseren kleinen Reisebus, der uns in den nächsten Wochen quer durch Südafrika fahren sollte. Es geht auch gleich los, raus aus der Stadt und Richtung Nordosten. Auf dem Weg aus Johannesburg hinaus fahren wir an einigen Townships vorbei, später dann an Kohle- und Industriegebieten und großen Acker- und Weideflächen für Rinder. Unser erster Stopp war ein Rastplatz an der Autobahn, der Alzu Petroport, mit einem Wasserloch an dem einige Tiere zu sehen waren. Ein aufregender Start in das Südafrika Abenteuer. Wir konnten die ersten Antilopen, Büffel und Nashörner sehen. Auch ein Nashorn-Junges war dabei, das langsam hinter seiner Mutter hertrottete.

Auf der weiteren Fahrt wurde es langsam immer bergiger. Schließlich ging es über den Long-Tom-Pass mit Aussicht über die Hügel und die Wälder, die hier zur Holzgewinnung dienen. Unsere erste Unterkunft, die Misty Mountain Lodge*, befand sich nicht weit entfernt davon. Dort konnten wir am späten Nachmittag erstmal etwas ankommen und beim Abendessen den Rest der Gruppe besser kennenlernen.
Tag 2: Panoramaroute und Blyde River Canyon
Am zweiten Tag hieß es direkt wieder zeitig aufstehen. Vor uns lagen einige Kilometer im Bus und mehrere Stopps auf der bekannten Panoramaroute. Diese führt über ca. 100km über die R532 von Sabie bis zum Blyde River Canyon. Wir erkundeten drei Stopps nördlich von Graskop, es gibt aber noch weitere interessante Orte und ein paar Wasserfälle, die man besuchen kann. An den Sehenswürdigkeiten gab es jeweils einen kleinen Besucherparkplatz mit ein paar Souvenirständen und ein Kassenhaus, wo der Eintritt bezahlt werden musste.
Three Rondavels
Als erstes ging es für uns zum Aussichtspunkt bei den Three Rondavels. Hier hatten wir einen wahnsinnig tollen Blick in den Blyde River Canyon, der nach dem Grand Canyon in den USA und dem Fish River Canyon in Namibia der drittgrößte Canyon der Welt ist.

Bourkes Luck Potholes
Diese Sehenswürdigkeit ist benannt nach dem Goldsucher Tom Bourke, der hier seinen Claim absteckte. Bei der Goldsuche hatte er hier leider kein Glück. Umso schöner ist aber die Landschaft, mit tollen Schluchten, einem Wasserfall und den typischen Potholes, die das Wasser in den Stein geschliffen hat.

God’s Window
Das God’s Window bezeichnet eine besonders malerische Aussicht auf die Umgebung, die von Felsen eingerahmt ist. Hier lohnt es sich aber noch weiter den Berg hinaufzugehen. Oben führt ein Pfad, teils über Holzplanken, durch den Dschungel und bis zu einem Felsvorsprung. Die Aussicht von dort reicht super weit und man kann viele Kilometer der größtenteils durch Waldwirtschaft genutzten Umgebung überblicken.

Am Nachmittag ging es dann weiter in unsere zweite Unterkunft, der Muluwa Lodge*: eine Safarilodge in der wir in großen Zelten auf Holzplattformen untergebracht waren. Außerdem hatten wir dort wieder die Chance, Tiere zu sehen, die sich auf dem Gelände frei bewegen konnten. Abends gab es ein traditionelles Braai, inklusive Lagerfeuer.
Tag 3: Krüger Nationalpark
Auf den Tag im Krüger Nationalpark hatte ich mich vor der Reise mit am meisten gefreut. Auch im Nachhinein war er für mich das Highlight. Wir wurden früh am Morgen von zwei Guides mit Safariwagen abgeholt und los ging es zum Numbi Gate.

Wir alle genossen den Tag sehr und freuten uns über jede neue Tiersichtung. Von den verschiedenen Antilopenarten wie Impala und Kudu, über Giraffen und Zebras zu zahlreichen bunten Vögeln. Ganze vier der „Big five“ konnten wir an einem Tag sehen: Elefanten, Nashörner, Büffel und Löwen. Eins meiner Highlights waren die Baby Hyänen, die wir am frühen Morgen direkt neben dem Weg entdeckten. Ausführlicher habe ich darüber in meinem Artikel „Ein Tag auf Safari im Krüger Nationalpark“ berichtet.
Tag 4: Swasiland
Am Morgen wurden wir in den Zelten von einem glühend roten Sonnenaufgang geweckt. Es schien, als gäbe die Natur nochmal Alles um besonders in Erinnerung zu bleiben. Auch die Tiere überraschten uns noch mit ein paar unverhofften Sichtungen. Im Krüger Nationalpark hatten wir nur eine Giraffe gesehen, hier stand nochmal eine kurz vor dem Ausfahrt aus der Lodge und fraß kleine grüne Blätter von einem Baum. Klar, dass der Reisebus nochmal anhalten musste, damit jeder ein Foto machen konnte.

Für uns stand wieder ein längerer Fahrtag bevor. Diesmal in ein anderes Land: Swasiland bzw. eSwatini, das wir auf dem Weg Richtung Küste durchquerten. Nachdem wir an der Grenze unseren Einreisestempel abgeholt hatten, wurde die Landschaft immer bergiger. Wir durchquerten einige kleine Dörfer, sahen Kuhherden auf grünen Wiesen grasen und legten einen Stopp bei einem Aussichtspunkt über einem Stausee ein. Mittags passierten wir die Hauptstadt Mbabane und machten Pause auf einem kleinen Touristenmarkt, wo wir im Restaurant etwas essen konnten und bei den Souvenirs nach Mitbringseln stöberten. Am Nachmittag ging es weiter ins Matenga Cultural Village, wo wir erst eine Tanzvorführung ansehen konnten und dann eine Führung durch ein traditionelles Dorf der Swasis bekamen. Ein interessanter Einblick in die Kultur.

Für die Übernachtung ging es wieder in eine Lodge, im Mlilwane Wildlife Sanctuary*. Hier übernachteten wir auch in traditionellen Rundhütten und konnten rund um die Unterkünfte wieder Tiere beobachten.
Tag 5: St. Lucia
Schon auf dem Weg zum Frühstück trafen wir ein paar Warzenschweine und Antilopen, die den Boden nach Futter absuchten. In den Bäumen, sprangen kleine Affen (Grünmeerkatzen) von Ast zu Ast und lauerten darauf, Essen von einem unbeaufsichtigten Teller zu stehlen. Ein kleiner gelber Vogel landete lieber direkt in der Müslischüssel und fraß sich dort satt. Ich konnte, wie die meisten aus der Gruppe, jedenfalls nicht genug von diesen Tierbegegnungen bekommen und freute mich, dass wir bei der Ausfahrt aus dem Wildlife Sanctuary sogar noch ein Krokodil entdecken konnten, das gemächlich durch einen kleinen See schwamm.

Unsere Fahrt führte weiter Richtung Süden, wir verließen Swasiland und erreichten am frühen Nachmittag die Küste in St. Lucia. Da wir gut durchgekommen waren, blieb noch Zeit für einen Stopp am Strand. Bei den warmen, schwülen Temperaturen freuten wir uns alle über etwas Wind und ich musste natürlich wenigstens mit den Füßen ins Wasser, schließlich war ich das erste Mal am indischen Ozean.

Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, stand dann zu Beginn der Dämmerung eine Bootsfahrt auf dem Fluss an. Dieser gehört zum iSimangaliso-Wetland-Park und mit etwas Glück kann man Krokodile, Flusspferde und weitere Tiere sehen. Wir entdeckten bei unserer Tour mehrere Gruppen von Nilpferden. Die Ohren und Nüstern ragen meist nur ganz kurz aus dem Wasser, bevor die Tiere wieder abtauchen. Da sie Nachtaktiv sind, konnten wir sie abends praktisch beim Aufwachen beobachten, wie sie langsam aktiver werden, jüngere spielerisch kleine Kämpfe austragen und die ersten Tiere an Land gehen um auf Futtersuche zu gehen. Rund um den Fluss waren auch einige Vogelarten unterwegs, wie Graufischer und Webervögel, die hunderte kleine runde Nester im Schilf an der Wasserkante gebaut hatten.


Tag 6: Fahrt in die Drakensberge
Heute stand mal wieder eine lange Fahrt an und wir starteten bald nach dem Frühstück, nur kurz abgelenkt von den Meerkatzen, die über das Dach und die Balkone des Hotels kletterten. Unser Ziel waren die Drakensberge, dafür ging es erst an der Küste entlang bis nach Durban, um dort in Richtung Landesinnere abzubiegen. Kurz hinter der Stadt gerieten wir allerdings in einen langen Stau, der, wie sich später herausstellte, durch eine Vollsperrung der Autobahn nach einem Unfall zustande kam. Einfache Autos konnten zunächst noch vorbei geleitet werden, LKWs und Busse (auch unser Kleinbus) steckten vorerst fest. Nach einer längeren Diskussion zwischen unserer Busfahrerin und dem Polizeibeamten durften wir auf der Autobahn drehen und über den Randstreifen die wenigen hundert Meter zur vorherigen Abfahrt zurück fahren. Von hier suchten wir uns dann den Weg durch den Ort zu unserem nächsten Ziel. Um wenigstens einen Programmpunkt an diesem Fahrtag zu haben stoppten wir bei den Howick-Falls. Dieser Wasserfall befindet sich direkt neben dem Ort und kann von einer Aussichtsplattform angesehen werden. So konnten wir uns wenigstens kurz die Beine vertreten bevor es weiterging.

In den Drakensbergen war ich direkt begeistert von den tollen Panoramaaussichten, die sich schon aus dem Reisebus heraus boten. Unsere Unterkunft „The Cavern“* lag schön im Grünen, mit mehreren Reetgedeckten Häusern, einen angelegten Garten und Pool. Dort wurden wir vom Personal mit einem leckeren Eistee in Empfang genommen und auch die tierischen Bewohner (in dem Fall eine Katze), begleiteten uns bis aufs Zimmer. Abends bekamen wir ein sehr leckeres Menü serviert, von allen Hotels während der Reise das beste vegane Essen.
Tag 7: Wandern in den Drakensbergen
Heute wollten wir die Aussichten der Drakensberge zu Fuß genießen und es standen zwei kleine Wanderungen im Royal Natal Nationalpark an. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit viel leckerem, frischen Obst ging es früh los.
Die erste Tour führte über einen schmalen Weg neben der Straße hinauf zu den Felsen. Uns war am Eingang gesagt worden, dass der Guide, der für diese Wanderung Pflicht ist, oben auf uns warten würde. Da wir nicht wussten, wie lang die Wanderung dauern würde, legten einige aus der Gruppe ein sehr zügiges Tempo vor und da uns nicht wie versprochen ein Guide erwartete, wären wir fast am Ziel der kurzen Route vorbeigelaufen. Der Weg führte hier direkt an den Felsen vorbei und mit guten Augen konnte man auf einigen von ihnen alte Malereien entdecken. Diese waren aber weit weniger spektakulär als die Aussicht auf die umliegenden Berge, die wir schon bei so geringer Höhe genießen konnten. Und jetzt wo wir nicht mehr das Tempo halten mussten, blieb auch Zeit für Fotos. Auf dem Abstieg kam uns dann tatsächlich ein Guide entgegen mit einer weiteren großen Reisegruppe im Schlepptau. Wir waren aber froh, dass wir den Ausblick und die Malereien nur für uns hatten, denn Platz für so viele Leute war auf dem Wanderweg sicher nicht.


Die zweite Wanderung war etwas länger, hatte dafür aber fast keine Steigung und verlief den Großteil der Strecke sogar auf einem Rollstuhlgerechten Weg neben einem kleinen Fluss entlang. Diesen musste man dann über eine schmale Brücke überqueren, noch ein Stückchen weiter neben dem Fluss hinauflaufen und dann kam man zu einem kleinen Wasserfall. In dem unteren Becken konnte man sogar schwimmen, wir begnügten uns damit die Füße im kalten Wasser zu erfrischen.

Zurück im Hotel waren wir froh über etwas Freizeit, die wir bei über 30°C nur zu gerne am Pool verbrachten.
Tag 8: Fahrt nach Lesotho
Nach einer Woche stand schon das dritte Land dieser Reise auf dem Programm. Von den Drakensbergen ging es weiter ins angrenzende Lesotho. Dafür mussten wir aber erstmal wieder einiges an Strecke zurücklegen, denn einen direkten Weg durch die Berge gibt es nicht. Unterwegs durchquerten wir mit dem Reisebus noch den Golden Gate Nationalpark. Hier wäre ich auch zu gerne länger geblieben. So klebte ich nur mit der Nase an der Fensterscheibe, bestaunte die Landschaft und hielt nach Tieren Ausschau.

Den Grenzübertritt erledigten wir an einem sehr kleinen Grenzposten. Dafür kamen wir hier schnell durch, denn während unseres Aufenthalts waren Wahlen in Lesotho und viele Einwohner, die in Südafrika arbeiteten kehrten zur Stimmabgabe zurück. Bei unserer Fahrt durch Lesotho ging es über die Hochebene, in weiterer Entfernung konnte man die Berge sehen, die die südliche Grenze zu Südafrika bilden. Bis zu unserem Ziel Malealea waren wir ziemlich lang unterwegs. Die letzten Kilometer zu der Lodge führten über eine staubige Ruckelpiste und wir wurden im Reisebus hin und her geschaukelt.

Die Lodge befand sich mitten in einem kleinen Dorf, mit sehr einfachen Häusern. Dagegen wirkten die Rundhütten mit Strohdach in denen wir übernachteten richtig luxeriös. Die Hütten befanden sich auf einem kleinen, eingezäunten Gelände und verteilten sich zwischen einigen Bäumen und Pflanzenbeeten. Dazwischen streiften einige Schafe und ein Esel umher. Vor dem Abendessen trafen wir uns alle an der Feuerstelle für einen musikalischen Abend. Erst trat der örtliche Chor auf, danach eine Band, die auf selbstgebauten Instrumenten aus alten Metallteilen und Angelschnur spielte. Sicher waren die Mitglieder froh über die zusätzlichen Einnahmen durch den Auftritt, man sah aber auch den Spaß an der Musik bei jedem Einzelnen.
Tag 9: Malealea
Heute stand eine Führung durch das Dorf an. Nach dem Frühstück wurden wir von mehreren Guides aus dem Ort abgeholt, die uns während der Tour begleiten sollten. Einige von ihnen erkannten wir vom letzten Abend aus der Band und aus dem Chor wieder. Die Begleitgruppe war tatsächlich eine reine Vorsichtsmaßnahme. Malealea liegt so ländlich und da die Lodge eine wichtige Einnahmequelle für das ganze Dorf ist, haben wir uns hier jederzeit absolut sicher gefühlt. Trotzdem herrschte immer noch ein starker Unterschied zwischen dem was für touristische Verhältnisse eine einfache Unterkunft war und den Häusern der Einwohner. Beim Rundgang durch das Dorf bekamen wir einen sehr authentischen Eindruck, wie das Leben in Lesotho aussieht. Alle unsere Fragen wurden offen beantwortet, wir lernten sogar den Chief von dem Dorf kennen und durften in einem Haus das lokal gebraute Bier probieren.

Tag 10: Fahrt durch die Halbwüste
Mit unserer Abreise aus Malealea hieß es auch Abschied nehmen von Lesotho. Es ging zurück über die Ruckelpiste und im Südwesten des Landes über die Grenze. Erneut stand uns ein langer Fahrtag bevor. Es ging durch die Halbwüste Karoo bis nach Graaf Reinet. Die Landschaft ist hier geprägt von trockenem Grasland, das immer wieder mit kleinen Büschen durchsetzt ist. Dieses zieht sich über sanfte Hügelketten dahin, hin und wieder unterbrochen von einem markanten Bergumriss. In der Hoffnung auf Tiersichtungen schaute ich immer wieder aus dem Fenster. In der kargen Landschaft entdeckte ich immerhin ein paar Strauße, die durch ihr Federkleid aus der Ferne kaum von den Büschen zu unterscheiden sind.

In Graaf Reinet beziehen wir ein altes Hotel im Kolonialstil. Die Unterkünfte verteilten sich in kleinen Häusern über das Gelände und sind wie auf einer Allee angelegt. Zwischen Tierfellteppichen und Schädeln mit Hörnern als Wandschmuck fühle ich mich aber nicht ganz so wohl, was aber auch daran liegt, dass ich mir eine Erkältung eingefangen habe. Daher bin ich froh über einen ruhigen Abend.
Tag 11: Graaf Reinet und Addo Elephant Park
Am Morgen erkunden wir vor der Weiterfahrt noch das Zentrum von Graaf Reinet mit einigen alten Gebäuden aus der Kolonialzeit. Besonders sehenswert ist die Kirche, die für südafrikanische Verhältnisse sehr groß und reichlich verziert ist. Wir sind aber alle gespannt darauf weiterzufahren, denn heute steht der Besuch des Addo Elephant Parks auf dem Programm.

Wir erreichen den Park gegen Mittag und starten gleich unseren Game Drive, diesmal mit dem eigenen Reisebus samt Anhänger. Es dauert auch nicht lange, bis wir die ersten grauen Riesen zwischen den Büschen entdecken. Direkt neben der Straße laufen sie durch den Busch und schieben sich mit dem Rüssel genüsslich die grünen Blätter ins Maul.

Die Landschaft ist hier ganz anders, als im Krüger Nationalpark. Der Busch ist viel dichter und zieht sich in dunklem grün weit über die Hügelketten. Anders als im Krügerpark darf man hier an bestimmten Orten auch auf eigene Gefahr aussteigen. So halten wir auf einem Hügel über einem Wasserloch an dem wir Reiher und Enten erspähen können. Ein Stück daneben grast eine kleine Herde Zebras und weiter den Hügel hinauf können wir in einigen hundert Metern Entfernung eine Elefanten-Kolonne durch den Busch ziehen sehen. Aus dem Reisebus heraus sind Sichtungen schwerer als aus dem Safari-Auto. Trotzdem entdecken wir im Laufe des Game Drives eine Leopardschildkröte, einige Zebras und Kuh-Antilopen mit Jungtieren. Wir begeistern uns außerdem für die Warzenschweine, die beim Rennen ihren Schwanz in die Höhe strecken. Wir nennen sie alle nur noch „Pumbas“. Zum Abschluss gehts noch zu einem kleinen Wasserloch, an dem wir zwei große Elefanten-Bullen beim trinken beobachten können. Als die beiden uns den Rücken kehren und zurück in den Busch trotten, wird es für uns leider auch Zeit den Park wieder zu verlassen.


Zu unser Unterkunft, einem gemütlichen B&B in einem alten Landhaus* fahren wir durch die riesigen Orangenplantagen der Gegend. Im B&B werden wir von den Gastgebern und ihren Hunden freundlich begrüßt. Da ich von meiner Erkältung ziemlich angeschlagen bin, bin ich froh, dass ich mir schon Abendessen aus dem Restaurant im Addo Elephant Park mitgenommen habe und nach der Stärkung direkt ins Bett fallen kann.
Tag 12: Tsitsikamma Nationalpark
Heute geht es endlich auf die Garden Route, die wohl bekannteste Roadtrip Strecke in Südafrika. Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir Richtung Küste, vorbei an Port Elizabeth und zu unserem heutigen Ziel: dem Tsitsikamma Nationalpark.
Zuerst gehts zum Big Tree Visitor Center, von wo aus wir eine kurze Runde auf dem Ratel Forest Trail wandern. Der kurze Trail führt über einfache Wege und Holzstege durch den Wald. Das Highlight sind zwei riesige über 800 Jahre alte Yellowwood-Bäume.

Als nächstes geht es an die Küste. Dort wollen wir die Wanderung bis zur Hängebrücke am Storms River Mouth machen. Ich liebe es vom ersten Moment an: wie die Wellen rauschen, an den Felsen brechen und der Blick auf die bewaldete Küste im Hintergrund. Der Weg führt über viele Stufen und Holzstege durch den Wald. Zwischendurch bieten sich immer wieder Ausblicke aufs Meer. An der Flussmündung geht es wieder steil hinunter. In der Schlucht paddeln einige Leute auf dem Kayak über den Fluss. Wir genießen nur die Aussicht, laufen über die Hängebrücke hin und her und dann langsam wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Am Nachmittag geht es weiter nach Knysna zu unserer nächsten Unterkunft*. Abends gehen wir zur nahegelegenen Waterfront und genießen unser Abendessen, während über der Lagune langsam die Sonne untergeht.
Tag 13: Whale Watching
Von Knysna aus fahren wir am Morgen Richtung Plettenberg Bay. Heute steht wieder eine Safari auf dem Programm: diesmal aber auf dem Meer. Am Strand warten wir auf den Start unserer Tour. Wir bekommen Rettungswesten und eine kurze Einweisung, dann geht es auf das kleine Boot, das über die Wellen auf den indischen Ozean hinaushüpft. Ich strecke meinen Kopf in den Wind und genieße die leichte Gischt, die von den Wellen hochspritzt. Meine Kamera packe ich da aber lieber weg.

Unsere Mission ist eigentlich die Suche nach Walen, die hier an der Küste vorbeischwimmen. Da werden wir allerdings kein Glück haben. Dafür begegnen wir einer großen Delfinschule. Sie schwimmen immer wieder um unser Boot herum, hüpfen kurz aus dem Wasser und sind dann blitzschnell wieder untergetaucht. Als der Skipper Gas gibt, surfen sie eine Weile in unserer Bugwelle. Leider werden einige aus unserer Gruppe Seekrank und wir haben schon viel Zeit mit der leider erfolglosen Suche nach Walen verbracht. Auf dem Weg zurück zum Strand fahren wir nah an der Halbinsel des Robberg Nature Reserves vorbei. Hier tummeln sich hunderte Robben auf den Felsen und im Wasser. Es ist die zweitgrößte Kolonie im südlichen Afrika. Kurz bevor wir weiterfahren entdeckt unser Guide einen Schatten im Wasser: ein weißer Hai, offenbar auf der Jagd. Ich bin in dem Moment gar nicht sicher, ob ich überhaupt weiter hinsehen möchte, von dem Hai sieht man aber sowieso nicht viel. Nur einmal sehe ich kurz einen Schatten, als er nah an unserem Boot vorbeischwimmt. Die Robben sind, anders als erwartet, überhaupt nicht panisch. Da sie viel wendiger sind als ihr Fressfeind, können sie in Sekundenbruchteilen ausweichen. Einmal hören wir ein lautes Schnappen, aber die Robbe auf die es der Hai abgesehen hatte ist rechtzeitig abgetaucht. Tatsächlich erfahren wir vom Guide, dass die Robben sich ganz gut gegen Haiangriffe wehren können. Sie schwimmen hinter ihm her und beißen ihn in die Schwanzflosse, um ihn zu vertreiben. Ob das letztendlich geklappt hat, erfahren wir nicht mehr, denn wir drehen wieder um, zurück zum Strand. Hier gibt das Boot noch einmal Gas und wir hüpfen mit einem Ruck an den Strand.
Tag 14: Oudtshoorn
Nach zwei Nächten in Knysna führt unsere Fahrt vorerst weiter an der Garden Route entlang. Bei Wilderness halten wir an einem tollen Aussichtspunkt mit Blick auf die Küste und den langen Sandstrand. Dann biegen wir ab ins Landesinnere nach Oudtshoorn.. Die Stadt ist bekannt als Straußenhauptstadt von Südafrika und auch für uns steht der Besuch einer Straußenfarm auf dem Programm. Zuerst müssen wir alle unsere Schuhsohlen desinfizieren, dann geht es in eine kleine Ausstellung wo wir ein paar Hintergrundinformationen bekommen und anschließend dürfen wir zu den Straußengehegen nach draußen. Ich finde es interessant diese großen Vögel mal aus der Nähe zu sehen. Sie sind sehr aufmerksam und scharf auf das Futter, dass man in kleinen Eimern für sie kaufen kann. Man muss allerdings aufpassen, dass man nicht ihrem Schnabel in die Quere kommt. Damit picken sie energisch, nicht nur nach Futter, sondern auch nach anderen spannenden Kleinigkeiten. Auf der Farm gibt es verschiedene Straußenarten zu sehen, etwa Straußen mit weißem Gefieder, oder Australische Emus. Auch ein paar junge Strauße laufen durch ihr eigenes Gehege. Für mich befremdlich ist allerdings der Gedanke, dass der Betrieb nicht nur touristischen Zwecken dient, sondern auch Zucht betreibt um später Eier, Fleisch, Federn und Leder der Strauße zu verkaufen. Einen erneuten Besuch bei so einer Farm wird es von mir nicht geben.

Am Nachmittag geht es für uns weiter zu den Cango Caves, die zu den größten Höhlensystemen der Welt gehören. Wir machen eine Tour durch den vordersten Teil der Höhle und bekommen riesige Tropfsteinformationen zu sehen. Ich kann mir kaum vorstellen, wie alt diese Tropfsteine sind, die Entstehungszeit muss um ein vielfaches länger gewesen sein, da es in den Swartenbergen kaum regnet.

Am späten Nachmittag beziehen wir unsere Unterkunft auf einem kleinen Farmstay* nördlich von Oudtshoorn. Vor dem Abendessen gibt unsere Fahrerin noch ein exklusives Konzert mit Gitarre und Mundharmonika.
Tag 15: Fahrt in die Winelands
Unsere Fahrt geht von Oudtshoorn weiter über Route 62 in die Winelands. Die Route ist ebenfalls beliebt, führt sie doch durch einige spektakuläre Berglandschaften. Wir machen zwischendurch einen Abstecher in eine Schlucht. Dort erspähen wir aus dem Auto sogar eine (giftige) Puffotter.

Nachdem wir die orangeroten Felslandschaften hinter uns gelassen haben wir es langsam grüner und große Felder mit Weinreben ziehen sich über die Hügel. Ganz anders als bei uns, wird Wein hier nicht in Steillage angebaut und die Berge bleiben karg. Nach einer kurzen Rundfahrt durch Stellenbosch erreichen wir nach einem langen Fahrtag unsere Unterkunft in einem alten Weingut*. Hier gibts dann vor dem Abendessen noch eine kleine Weinprobe und wir können gleich Wein als Mitbringsel für zu Hause bestellen.

Tag 16: Kapstadt und Tafelberg
Heute geht es schon zur letzten Station unserer Reise: nach Kapstadt. Schon von weitem sehen wir die markante Silhouette von Tafelberg und Lionshead. Die Metropole ist nochmal ein Highlight zum Abschluss unserer Reise. Wir haben Glück mit dem Wetter und können nach einem kurzen Spaziergang durch das Bo-Kaap Viertel bei strahlend blauem Himmel auf den Tafelberg hinauffahren. Die Kabine der Gondel dreht sich während der Fahrt nach Oben um 360 Grad, sodass wir in alle Richtungen den Ausblick genießen können. Oben haben wir dafür dann nochmal reichlich Zeit und das Panorama hält, was so viele Fotos versprechen. Ich kann mich gar nicht sattsehen und realisiere kaum, dass ich endlich hier bin. Der Ort, der mich zum ersten Mal von Südafrika träumen ließ. Nach 1 ½ Stunden und zahlreichen Fotos gehts leider wieder runter und weiter in unser Hotel in Seapoint. Hier nutzen wir die Zeit noch für einen Spaziergang an der Promenade und testen ein veganes Restaurant.

Tag 17: Kap-Halbinsel
Ein Tag in Kapstadt ist für einen Tagesausflug rund um die Kap-Halbinsel reserviert. Hier stehen wieder so einige Highlights auf dem Programm. Erst geht es über den berühmten Chapmans Peak Drive. Leider spielt das Wetter heute nicht so ganz mit, am Vormittag hängen noch tiefe Wolken über den Bergflanken.
Weiter gehts in den Cape Point Nationalpark. Mit der Seilbahn fahren wir zum Cape Point Lighthouse hinauf. Hier ist es zum Glück nicht mehr so diesig und das Wasser hat einen traumhaften Türkiston. Ein traditionelles Foto am Holzschild beim Kap der guten Hoffnung darf natürlich auch nicht fehlen, auch wenn wir dafür Schlange stehen müssen.

Als letztes besuchen wir die Pinguine in Boulders Beach. Von einem Holzsteg aus beobachten wir die putzigen Vögel. An Land wirken sie so tollpatschig, aber kaum im Wasser, gleiten sie durch die Wellen.

Mehr über den Ausflug lest ihr in meinem Artikel „Kap-Halbinsel Südafrika: Highlights an einem Tag“
Tag 18: Kirstenbosch Gardens
Unseren letzten vollen Tag in Kapstadt haben wir zur freien Verfügung. Wir nutzen ihn für eine Rundfahrt mit dem Hop-On Hop-Off Bus. Morgens starten wir an der Waterfront, mit einem kurzen Fotostopp. Als nächstes wollen wir zum Green Market Square und schauen uns dort ein bisschen nach Souvenirs um. Mit dem Bus fahren wir weiter auf die Rückseite des Tafelbergs, hier liegt Kirstenbosch Gardens.
Für den Besuch des botanischen Gartens nehmen wir uns heute am meisten Zeit. Wir laufen über das großzügige Gelände und bestaunen die verschiedenen Pflanzenarten. Am besten gefallen mir die blühenden Proteas, aber auch die vielen anderen Pflanzen, die zum Teil gefährdet sind, sind super spannend.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Camps Bay. Hier ist es leider super windig, sodass wir uns gleich zu einem frühen Abendessen in ein Restaurant verziehen. Wir wagen uns danach nur kurz für ein paar Fotos an den Strand, sind aber froh, dass wir dem fliegenden Sand schnell entfliehen können.
Tag 19: Waterfront und Abreise
Der Abreisetag kommt schneller als allen lieb ist. Nach dem Frühstück versammeln wir uns nochmal als Gruppe um uns bei Guide und Fahrerin zu bedanken. Bevor es zum Flughafen geht haben wir noch Zeit für einen Stopp an der Waterfront. Zusammen machen wir noch ein Gruppenfoto an dem Aussichtspunkt vor dem Tafelberg, dann hat jeder noch etwas Freizeit. Wir nutzen die für einen ausgiebigen Shoppingbummel. Schließlich haben wir bisher kaum etwas außer Postkarten gekauft und Platz für Souvenirs im Koffer ist auch noch. An der Waterfront gibt es dafür auch reichlich Gelegenheit und sowohl ein Kaufhaus mit den klassischen Souvenirs, eins mit kleinen, lokalen Labels und eine klassische Mall mit internationalen Marken. Von unserem letzten Bargeld gehen wir im V&A Foodmarket noch etwas Essen, dann geht es zurück zum Bus und zum Flughafen.

Diese Reise kannst du, in etwas abgeänderter Form, direkt bei SKR* (Affiliate-Link) buchen.
Weiterlesen zum südlichen Afrika:
Vegan in Südafrika
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Ein Tag auf Jeep-Safari im Krüger Nationalpark
Namibia: Highlights aus zwei Wochen Rundreise
Updated on April 20, 2026
Mallorca ohne Auto: so erkundest du die Insel von Palma aus
Wer wie ich nicht gerne Auto fährt, keinen Führerschein hat, oder sich (alleine) kein Mietauto nehmen will hat es an manchen Urlaubsdestinationen schwer. Nicht so auf Mallorca. Ich habe im März eine Woche hier verbracht und die Insel dabei mit öffentlichen Bussen, dem Zug und geführten Touren erkundet. Meine Tipps für eine Reise nach Mallorca ohne Auto findest du in diesem Artikel.

Anreise vom Flughafen
Die meisten Touristen reisen mit dem Flugzeug nach Mallorca. Der Flughafen liegt östlich von Palma und ist gut an den ÖPNV angebunden. Zwei Buslinien Pendeln regelmäßig zwischen dem Flughafen und dem Zentrum von Palma (Linie A1), oder El Arenal (Linie A2). Die Einfache Fahrt kostet 5€ pro Person (Stand 2023). Lediglich für großes Gepäck ist nicht allzuviel Platz. Ansonsten ist man mit dem Bus schon in 20-30min in der Stadt.
Basis in Palma und Stadterkundung zu Fuß
Als Basis für meinen Mallorca Urlaub hatte ich mir ein Hotel in Palma unweit der Kathedrale ausgesucht: das Hostal Apuntadores 8 *(Affiliate-Link). Der Ideale Ausgangsort um die Stadt zu Fuß zu erkunden und zusätzlich hatte ich von der Dachterrasse einen tollen Blick auf die Kathedrale und das Meer.

Von hier aus konnte ich in wenigen Minuten ins Viertel Santa Catalina zum Frühstück spazieren, die Kathedrale und den Palast besichtigen, durch die Altstadt schlendern im Rahmen einer Free Walking Tour und am Abend in einer Tapas Bar schlemmen. Am Ende des Tages hatte ich dann immer eine Menge Schritte gesammelt, aber so sieht man am meisten von einer Stadt. Auch den Stadtstrand erreichte ich bequem nach einem kurzen Spaziergang entlang der Promenade, wo ich an meinem letzten Tag nochmal einen entspannten Nachmittag einlegte.
Mallorca mit dem Bus erkunden
Die Buslinien auf Mallorca sind zwischen zwei Gesellschaften aufgeteilt. Es gibt die Stadtbusse von EMT, die innerhalb von Palma verkehren (Kosten 2€ pro Fahrt) und die Überlandbusse von TIB, die größtenteils von Palma aus in alle Richtungen auf der Insel fahren (Kosten je nach Strecke).

Der Busbahnhof von Palma für Fahrten die aus der Stadt hinaus führen, liegt unterirdisch an der Placa d’Espanya. Von hier startete ich meine Ausflüge ins Umland. Jede Buslinie hat ihren eigenen Bussteig. Die Abfahrten werden auf einer Tafel am Eingang angezeigt. Bei beliebten Zielen wie Valldemossa oder Port de Sóller bilden sich davor teils schon bevor der Bus da ist lange Schlangen. Für die vielen Fahrgäste wurden dann aber zusätzliche Busse eingesetzt.
Bezahlen kann man am einfachsten mit der (Kredit)Karte. Diese muss man beim Ein- und Aussteigen vor einen Scanner halten und der zu zahlende Betrag je nach gefahrener Strecke wird automatisch abgebucht. Dieser Tarif ist auch günstiger, als sein Ticket beim Busfahrer zu kaufen. Das muss zudem Bar und möglichst passend bezahlt werden. Nach Valldemossa habe ich mit Kreditkarte z.B. nur 5,40€ für Hin- und Rückfahrt gezahlt, nach Pollença 9€.
Ausflugsziele auf Mallorca ohne Auto
Valldemossa
Das Bergdorf Valldemossa stand bei mir ganz oben auf der Liste der Ausflugsziele. Mit der Buslinie 203 war ich in gerade mal 30 Minuten dort. Der Ort ist auch ein toller Ausgangspunkt für Wanderungen, ich erkundete diesmal nur die alten Gassen, die hier besonders schön sind. An den Fassaden der alten Steinhäuser sind Blumentöpfe befestigt, die grünen Pflanzen sorgen neben den grünen Fensterläden für einen weiteren Farbtupfer zwischen dem sandfarbenen Stein. Zusätzlich gibt es an fast jedem Haus eine farbige Kachel, die Szenen aus dem Leben der Heiligen Santa Catalina zeigt, die in Valldemossa geboren wurde.

Entfernt man sich nur ein bisschen aus dem Zentrum ist schon viel weniger los und man kann in Ruhe Fotografieren. Empfehlenswert ist ein Besuch im alten Kloster, der Kartause von Valldemossa. Dort kann man verschiedene Räumlichkeiten und Ausstellungen besichtigen, unter anderem die Räume in denen George Sand und Frédéric Chopin eine Weile gewohnt haben. (nicht wundern, dass nicht alles in einem Gebäude zusammenhängt). Mittags gab es sogar noch ein Livekonzert von einem Pianisten, der Stücke von Chopin gespielt hat. Der Eintritt kostet 12,50€ pro Person (Stand 2025).

Pollença
Nach Pollença im Nordwesten von Mallorca war ich mit der Buslinie 301 von Palma aus knapp eine Stunde unterwegs. Die historische Altstadt liegt nicht direkt an der Küste und ist vor allem für den Kalvarienberg bekannt. Oben liegt eine Kapelle, die man über eine Treppe mit 365 Stufen erreicht. Nach der Tradition steht jede der Stufen für einen Tag im Jahr. Beim Aufstieg soll man dabei das alte Jahr revue passieren lassen, beim Abstieg Wünsche und Pläne für das neue Jahr formulieren. In jedem Fall lohnt sich der Aufstieg für eine tolle Aussicht bis zum Meer und Richtung Cap de Formentor (was ich diesmal leider nicht besucht habe). Wer mehr Zeit hat kann mit dem Bus auch noch weiterfahren nach Port de Pollença.

Sóller und Port de Sóller mit dem roten Blitz
Für meinen Ausflug nach Sóller entschied ich mich für eine Fahrt mit dem roten Blitz, dem alten Holzzug der mehrfach täglich von Palma aus dorthin fährt. Das ist zwar eine sehr touristische, aber auch schöne Angelegenheit. Die Strecke führt mitten durch das Serra Tramuntana Gebirge und bietet zwischendurch schöne Aussichten auf Sóller und die umliegenden Berge. Für jede Strecke ist der Zug dabei etwa eine Stunde unterwegs und auf der Hinfahrt gibt es einen kurzen Stopp an einer Aussichtsplattform oberhalb von Sóller.

Meine Tickets für den Zug von Palma und für die alte Straßenbahn die weiterfährt nach Port de Sóller habe ich schon vorab online reserviert und morgens am Schalter abgeholt. Mit 40€ für ein Kombiticket für Zug und Straßenbahn war der Ausflug teurer als mit dem Bus (es fahren auch Buslinien von Palma nach Sóller), dafür ist die Zug- und Straßenbahnfahrt auch das Highlight in dem kleinen Ort. Mein Lieblingsbild von diesem Tag ist die Straßenbahn vor der Kirche von Sóller, ein klassisches Motiv.

Ansonsten habe ich mir in Sóller Mittags einen Orangensaft und später ein Orangensorbet gegönnt (Sóller ist bekannt für seine Zitrusfrüchte, die im März noch überall an den Bäumen reiften) und war in Port de Sóller am Strand spazieren (hier gibt es auch einige Läden für einen Einkaufsbummel). In der Hauptsaison werden auch Bootstouren entlang der Küste vom Hafen aus angeboten.

Cuevas del Drach – Drachenhöhlen bei Porto Cristo
Für meinen Ausflug zu den Cuaves del Drach, den Drachenhöhlen im Osten von Mallorca, entschied ich mich eine geführte Tour zu buchen. Das war für mich die bequemste Variante, da man mit dem Bus länger unterwegs ist und es keine Direktverbindung von Palma aus nach Porto Cristo gibt. Außerdem hatte ich noch einen Gutschein, den ich bei getyourguide *(Afilliate-Link) einlösen konnte.

In der Nebensaison wurden nur Halbtagestouren angeboten. Hier gab es erst kurz einen Stopp in der Perlenfabrik (Porto Cristo ist bekannt für seine Zuchtperlen), dann ging es in die Drachenhöhlen. Dort ging es auf einem betonierten und mit Geländern abgetrennten Weg und über Treppen hinab und mehrere hundert Meter durch die Höhlen. Die Tropfsteinformationen fand ich toll, besonders faszinierten mich aber die unterirdischen Gewässer, die blau schimmerten und gleichzeitig so klar waren, dass man jeden Stein am Boden erkennen konnte. Am Ende des Wegs, den man gleichzeitig mit vielen anderen Besuchern läuft, wartete der große unterirdische See und ein Amphitheater mit Bänken, auf denen sich jeder einen Platz suchte. Dann wurde die Höhle verdunkelt und auf dem See ruderten drei beleuchtete Boote auf uns zu. Auf einem davon spielten Musiker live ein klassisches Stück. Nach dem Ende der Vorstellung konnte man sich selbst im Boot ein kurzes Stück über den See rudern lassen, oder auf einem Pfad nebenher laufen. Dahinter ging es über Treppen hinaus aus der Höhle.
Vom Touranbieter wurden alle Gäste in Palma an einem vorher vereinbarten Treffpunkt mit dem Bus abgeholt und später wieder abgesetzt. So war ich schon Mittags wieder in Palma und konnte noch ein leckeres Mittagessen genießen.
Weiterlesen zu Mallorca und Spanien:
Mallorca vegan: von Tapas und anderen Spezialitäten in Palma
Vegan in Barcelona
Meine Lieblingsplätze in Barcelona
Posted on Juni 8, 2023
Rezept: vegane Blaubeermuffins
Heute gibts mal wieder ein Rezept für ein fruchtiges Sommergebäck: vegane Blaubeermuffins. Die sind ja auch so ein Klassiker, den ich viel öfter backen sollte. Schließlich ist der Teig super schnell zusammengerührt und die Muffins daher überhaupt nicht aufwendig. In meiner Variante habe ich noch eine leichte Zitronennote hinzugefügt und der Sojajoghurt macht den Teig schön fluffig.

Zutaten für 12 Blaubeermuffins:
250g Mehl
120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
1EL geriebene Zitronenschale einer Bio Zitrone (optional)
1EL Sojamehl + Wasser
80g Margarine
250g Sojajoghurt
250g Blaubeeren
1. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Das Sojamehl mit etwas Wasser anmischen und zusammen mit der Margarine und dem Sojajoghurt dazugeben. Alles zu einem glatten Teig verrühren.
2. Dann vorsichtig die Blaubeeren unterheben. Den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft ca. 25min backen.
Dieses Rezept habe ich in einer etwas anderen Version übrigens schonmal gepostet. Es gehörte zu meinen allerersten Rezepten, die ich 2015 auf den Blog stellte. Schon länger war es an der Zeit das mal zu überarbeiten und vor allem neue Bilder zu machen. Bei meinem ersten Versuch hatte ich die Blaubeermuffins nämlich mit Tiefkühlfrüchten gebacken, die den Teig komplett blau-lila verfärbt haben. Wieso es das Rezept trotzdem noch auf den Blog geschafft hat?! Weil es lecker war.

Heute haben sich meine Ansprüche dann allerdings doch etwas verschärft. Weswegen ich nicht nur dieses, sondern auch weitere Rezepte nach und nach überarbeite. Bei über 100 Rezeptpostings in all den Jahren gibt es da so einige denen eine neue Version guttun würde. Anfang des Jahres habe ich schon überarbeitet Versionen meiner veganen Brokkolicremesuppe und von meinem veganen Kokosmilchreis gepostet. Es sind aber noch so einige Überarbeitungen offen und vielleicht schaffe ich es zwischendurch auch mal die ein oder andere meiner neuen Ideen umzusetzen. Da ich allerdings dieses Jahr besonders viel unterwegs bin, verlangen die Reiseartikel aktuell mehr Zeit und Aufmerksamkeit.
Bis zum nächsten neuen Rezept habe ich auch noch ein paar weitere sommerliche Kuchenideen für euch: wie wäre es mit Erdbeer Bananen Muffins? Einem fluffigen Himbeerkuchen vom Blech? Oder fruchtigen Johannisbeer-Tartelettes mit Mandelkruste für einen französisch angehauchten Kaffeetisch?


