Vegane Reiseblogger im Interview: Vegan Nomads

Heute gibt es mal wieder ein Interview mit anderen veganen Reisebloggern. Hinter den Vegan Nomads stecken Naomi und Felix und sie teilen auf ihrem Blog Erfahrungen zu Backpackingreisen, Roadtrips und Reisezielen abseits der ausgetretenen Pfade.

Die vegan nomads vor einer sonnigen Berg- und Seenlandschaft

1. Stellt euch doch mal kurz vor: Wer seid ihr? Seit wann lebt ihr vegan und warum? Und wo bloggt ihr darüber?

Wir sind Naomi & Felix aus dem schönen Niederbayern und seit März 2023 schreiben wir über unsere veganen Reisen rund um die Welt auf www.vegannomads.de. Unser Fokus liegt dabei auf Reisezielen abseits der ausgetretenen Touristenwege und so haben wir beispielsweise Artikel über die Färöer Inseln oder eine Motorradtour im Norden von Vietnam. Auf jeden Fall gibt es bei uns immer Tipps für die vegane Ernährung unterwegs, sowie die besten veganen Restaurants vor Ort.

Aber jetzt zu uns:
Naomi ist 26 Jahre alt und studiert im letzten Semester Lebensmitteltechnologie mit Fokus auf der Entwicklung von innovativen Fleischersatzprodukten. Im September 2021 hat sie sich entschieden den Veganismus mal auszuprobieren und dabei ist es dann geblieben. Der eigentliche Grund war, dass kein Tier für ihren Genuss leiden oder sterben soll. Inzwischen liebt sie die vielfältigen Geschmackskombinationen, die man in der pflanzlichen Küche erleben kann. Am liebsten reist sie in das abwechslungsreiche Lateinamerika, das voll ist mit atemberaubender Flora & Fauna.

Felix (24 Jahre) hingegen zieht es eher nach Asien, wo er das tropische Klima, den ein oder anderen Tauchgang und die wahnsinnig leckere vegane Küche genießt. Ansonsten studiert er im 2. Mastersemester Wirtschaftschemie in Regensburg und ist gerne in Island oder in den Dolomiten beim Wandern. Nachdem Felix ein Jahr vegetarisch gestartet ist, hat er sich im Januar 2020 dazu entschieden aufgrund der gesundheitlichen Vorteile vegan zu leben und es bis heute nicht bereut.

2. Was sind eure besten Tipps für vegan Reisende?

Unserer Meinung nach gibt es keinen Ort auf dieser Welt, in dem man sich nicht vegan ernähren kann. Natürlich ist es manchmal schwierig, aber man muss einfach mit den Leuten reden und sich gut vorbereiten. So hilft es beispielsweise Sätze wie „Ich esse kein Fleisch, kein Hühnchen, keinen Fisch, keine Eier und keine Milchprodukte“ zuvor in der Landessprache zu übersetzen und im Restaurant parat zu haben. Für die besten veganen Restaurants oder veganen Optionen ist die App „Happy Cow“ ein Muss oder eine schnelle Suche in Google Maps war auch schon immer Goldwert. Im Notfall gilt: Hummus/Avocado und Brot gibt es fast überall auf der Welt ;)

vegan nomads sitzen in einem Restaurant und essen Pizza

3. Ihr habt ja schon viele Länder bereist: wo habt ihr die Besten Erfahrungen als vegan Reisende gemacht? Wo war es vielleicht eine etwas größere Herausforderung?

Unsere besten Erfahrungen hatten wir in Vietnam und Thailand, sowie in Indien. Dort ist die traditionelle Küche schon vegetarisch/vegan angehaucht und vor allem waren die Speisekarten in normalen Restaurants immer sehr gut gekennzeichnet. Es gibt aber auch ein paar Großstädte (vor allem Berlin, Santiago de Chile und Medellín) die eine wahnsinnig große Vielfalt an rein-veganen Restaurants haben.

Am schwierigsten fanden wir es bis jetzt tatsächlich auf den Färöer Inseln, da dort aufgrund der abgeschiedenen Lage viel Fisch und Produkte vom Schaf gegessen werden. Außer auf ein paar heimische Gemüsearten muss alles importiert werden, weshalb es auch keine große Auswahl im Supermarkt gibt. Außerdem hätten wir uns mehr von den Großstädten Seoul und Tokyo erwartet.

4. Welchen Reisestil bevorzugt ihr?

Da wir noch Studenten sind und wir es auch gerne mögen mit Einheimischen zu reisen, sind wir meistens mit dem Backpack in Bus und Bahn unterwegs. Wenn wir es uns aber aussuchen können, genießen wir schon sehr die Freiheit und Flexibilität eines Roadtrips mit dem Mietwagen. So sieht man einfach mehr vom Land und kann stehen bleiben, wo man gerade will.

5. Spielt die vegane Ernährung eine Rolle bei der Auswahl eures Reiseziels?

Um ehrlich zu sein, ist die vegane Ernährung kein Auswahlkriterium für unser Reiseziel. Aber es ist schon nochmal die Kirsche auf der Sahnetorte, wenn eine Stadt oder ein Land über viele vegane Restaurants verfügt. Das macht das Reisen auch einfach unkomplizierter. Außerdem macht es großen Spaß neue vegane Restaurants zu erkunden!

Die vegan Nomads in einer Straße über der bunte Sonnenschirme hängen.

6. Habt ihr in den letzten Jahren Veränderungen beim Reisen als Veganer wahrgenommen? Und was glaubt ihr, wie es sich in den nächsten Jahren entwickelt?

Uns ist schon deutlich aufgefallen, dass es immer mehr rein-vegane Restaurants gibt und dass auch mehr normale Restaurants darauf achten, vegetarische/vegane Speisen gut zu kennzeichnen. Leider haben wir auch bemerkt, dass viele gute Restaurants nach ein paar Jahren auch wieder schließen müssen. Die vegane Ernährung scheint momentan etwas rückläufig, viele schwenken doch wieder nur auf plant-based um. Trotzdem sind wir der Meinung, dass sich der Trend der veganen Ernährung weiter fortsetzen wird, aber wohl nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren. Trotzdem bleiben vegane Restaurants ein Teil des Lifestyles vieler Leute und es werden weiterhin neue rein-vegane Restaurants öffnen.

Alle Bilder von Vegan Nomads

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Rezept: vegane Haselnussplätzchen mit Nougatfüllung

Heute gibt es mal wieder einen Post aus der Weihnachtsbäckerei, denn ich habe ein neues Plätzchenrezept ausprobiert und wie ihr seht, bin ich dieses Jahr relativ früh dran. Ich liebe es ja, wenn es extra schokoladig wird und genau das ist bei den Haselnussplätzchen mit Nougatfüllung der Fall. Da muss man nur aufpassen, das nicht alle sofort verputzt werden.

vegane Haselnussplätzchen mit Nougatfüllung auf einem Abtropfgitter, im Hintergrund eine Tasse mit Schnörkelschrift "sweater weather"

Zutaten für ca. 30 Stück:
100g fein gemahlene Haselnüsse
150g Mehl
50g Speisestärke
75g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Eiersatz (ich hatte ein Pulver zum anrühren, Sojamehl mit Wasser gemischt geht aber auch)
200g Margarine
125g veganen Nougat
50g vegane Schokolade zum verzieren

Zubereitung:
1. Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel sieben und gut mischen, den Eiersatz anrühren, mit der Margarine dazugeben und alles zu einem Teig verkneten. Vor dem weiterverarbeiten mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen.
2. Aus dem Teig ca. 60 gleichgroße Kugeln formen, mit ausreichend Abstand auf mit Backpapier ausgelegten Backblechen platzieren und mit einem Glas oder einer Tasse leicht flachdrücken, sodass sie nur noch ca. 0,5 – 1cm hoch sind. Die Plätzchen bei 175°C Grad Umluft ca. 12 – 15min backen. Vollständig auskühlen lassen.
3. Das Nougat langsam schmelzen, immer etwas davon auf die Rückseite eines Kekses geben und zwei Kekse damit zusammenkleben. Erneut auskühlen lassen.
4. Zum Schluss die vegane Schokolade schmelzen, in eine kleine Spritztülle füllen und damit im Zickzackmuster kleine Fäden über die Kekse ziehen.

Vegane Haselnussplätzchen mit Nougatfüllung und einer Schokoladenverzierung auf einem silbernen Abtropfgitter von oben fotografiert.

Das Rezept ist grundsätzlich sehr einfach, wird aber durch die Nougatfüllung und die feine Schokoladenverzierung zum Hingucker. Die Plätzchen eigenen sich nicht nur für den Weihnachtsteller, sondern können auch einzeln zum Kaffee oder Tee serviert werden. Sie halten sich in einer Dose etwa 3 – 4 Wochen. Der Teig ist ein einfacher Knetteig. Anders als bei den veganen Nusstalern, wo ich die Haselnüsse selbst hacke, verwende ich hier schon gemahlene Haselnüsse und Puderzucker, wodurch der Teig bei diesen Plätzchen feiner wird. Für die Nougatfüllung habe ich Ruf Nougat verwendet, der ist vegan. Falls ihr jetzt in der Weihnachtszeit geplant habt mit Nougat zu backen, kümmert euch lieber rechtzeitig um den Einkauf. In den letzten Jahren habe ich häufiger erlebt das gerade diese Backzutat ausverkauft war.

Für die Schokoladenverzierung habe ich die geschmolzene Schokolade in eine Spritzflasche aus Silikon gefüllt. Mit der kleinen runden Öffnung ließen sich wunderbar schmale Schokofäden über die Kekse ziehen. Zuerst hatte ich es mit einem kleinen Löffel und einer Gabel versucht, die Verzierungen wurden aber nicht annähernd so fein, wie sie sollten. Deswegen entschied ich mich das neue Backtool zu testen, das schon eine Weile in meinem Schrank auf den ersten Einsatz wartete. Es hat mich nicht enttäuscht und wird bestimmt noch öfter zum Einsatz kommen. Auch Motiv-Verzierungen auf Kuchen oder Keksen kann man damit sicher hervorragend umsetzen. Eine ähnliche Flasche habe ich hier online* gefunden.

Weitere Rezeptideen mit Nougat:
Vegane Nougatknödel
Vegane Mannerschnitten-Torte
Vegane Haselnussmuffins mit Nougatkern

Rezept: Salat mit gebackenem Kürbis

Heute gibt es mal wieder ein Rezept für einen leckeren Salat, das sehr schnell gemacht ist, aber trotzdem super lecker schmeckt. Diesmal habe ich als herbstliche Komponente gebackenen Kürbis hinzugefügt, der zusammen mit den Walnüssen, veganem Feta und dem leicht süßlichen Dressing super harmoniert.

Eine große Bowl Salat mit gebackenem Kürbis, veganem Feta und Walnüssen.

Zutaten für ca. 4 Portionen:
1 großer Blattsalat (z.b. Eisbergsalat)
¼ Kopf Radicchio (optional)
1 Kürbis ( ca. 1kg, ich hatte Butternut, Hokkaido geht aber auch)
150g veganen Feta
1-2 handvoll Walnüsse
für das Dressing:
4EL Olivenöl
2EL weißer Essig
2EL Agavendicksaft
Salz und Pfeffer

1. Zuerst bereiten wir den Kürbis vor, entkernen ihn, schneiden ihn in Spalten, verteilen diese auf einem Backblech und bepinseln den Kürbis mit einer Marinade aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver. Der Kürbis wird dann ca. 30min bei 180°C Umluft im Ofen gegart.
2. Für den Salat mischen wir das Dressing, dazu werden Olivenöl, Essig und Agavendicksaft gut miteinander verrührt und mit Salz und Pfeffer gewürzt.
3. Dann waschen wir den Salat, schneiden ihn in mundgerechte Stücke, mischen alles gut mit dem Dressing und verteilen ihn auf vier große Bowls.
4. Über die Bowls geben wir jetzt den veganen Feta in Bröseln und verteilen ein paar zerbrochene Walnüsse über dem Salat.
5. Wenn der Kürbis aus dem Ofen kommt, schneiden wir diesen noch in mundgerechte Stücke (bei Butternut nicht vergessen die Schale zu entfernen) und geben sie noch warm auf den Salat.

Solche Salatbowls esse ich echt super gerne, obwohl ich sie viel zu selten mache, weil ich nicht so viele Komponenten vorrätig habe, wie es bei den Bowls im Restaurant meist der Fall ist. Zum Glück habe ich aber kürzlich festgestellt, dass ich solche einfachen Bowls auch prima mit fertigen Salatmischungen zubereiten kann. Klar kaufe ich, besonders im Sommer, lieber ganz frischen Salat auf dem Markt. Mit einer fertigen Mischung kann ich dafür aber drei bis vier unterschiedliche Salate plus weiteres Gemüse essen und das in kleineren Portionen.

Eine Bowl mit gebackenem Kürbis wird es bei mir jedenfalls noch häufiger geben. Eine meiner liebsten Zubereitungsarten für Kürbis neben Kürbis-Kokos Suppe und Pumpkin Pasties. Mit einer großen Portion Salat ist das auch mal eine leckere Abwechslung zur Kombination mit Ofengemüse, die es bei mir sonst oft gibt. Bei der Kürbissorte kann man auch varriieren. Ich habe diesmal Butternut Kürbis verwendet, diese Sorte erfreut sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit in Deutschland, hat ein leicht süßes, buttriges Fruchtfleisch und eignet sich für viele unterschiedliche Gerichte. Alternativ schmeckt auch Hokkaido Kürbis super in diesem Salat. Der Hokkaido ist mit 1-2kg pro Stück relativ klein und die verbreitetste Sorte in deutschen Supermärkten. Demzufolge ist er auch häufig günstig im Angebot zu haben. Wer für den Salat mal einen etwas unbekannteren Kürbis probieren möchte, dem empfehle ich Muskatkürbis. Der eignet sich ebenfalls gut als Ofenkürbis (auch wenn die Schale wie beim Butternut nicht mitgegessen wird) und hat ein leicht würziges, nussiges Fruchtfleisch.

Weitere Rezeptideen:
Salat mit Radicchio, Rote Bete und Birne
Veganes Kürbisrisotto
Gemüsebowl mit Süßkartoffeln

Ho-Chi-Minh-City: Sehenswürdigkeiten in zwei Tagen entdecken

Die letzte Station meiner Vietnam Reise im April 2023 war Ho-Chi-Minh-City, das ehemalige Saigon. Zwei Tage verbrachte ich hier und erkundete zusammen mit meiner Reisegruppe die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Welche das sind, wo ihr den besten Ausblick auf Ho-Chi-Minh-City habt und wo ihr zum Abschluss eurer Reise noch Mitbringsel shoppen könnt, lest ihr in diesem Artikel.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ho-Chi-Minh-City

Aussicht auf die Skyline und den Fluss von Ho-Chi-Minh-City vom Saigon Skydeck.

Chinatown

Am Morgen waren wir noch im Mekong Delta unterwegs und am Nachmittag ging es nach einer langen Fahrt nach Ho-Chi-Minh-City direkt in das hiesige Chinatown. Es ist das größte chinesische Viertel in ganz Vietnam. In Chinatown herrscht ein ganz besonderer Flair und es lohnt sich auch sicher länger dort unterwegs zu sein. Wir sind hauptsächlich wegen zwei Sachen hier: dem Binh-Tay Market, einer riesigen Markthalle in der man von Lebensmitteln über Haushalswaren und Klamotten wirklich alles findet (allerdings sehr Plastiklastig und zu nicht handelbaren Preisen).

Eingang vom Binh-Tay Markt im Chinatown von Ho-Chi-Minh-City.

Thien Hau Tempel

Der zweite Grund für unseren Chinatown Besuch ist der Thien Hau Tempel. Dieser buddhistische Tempel ist zwar eher klein, unterscheidet sich in der Architektur und Gestaltung aber von den Tempeln, die wir bisher auf der Vietnam Reise besucht haben. Mir gefallen besonders die geschnitzten Holzfiguren am Dach und die hängenden Räucherstäbchen, die für eine ganz besondere Athmosphäre sorgen. In der Mitte dieser Kegel kann ein Wunsch auf einer Karte befestigt werden.

Kegelförmige Räucherstäbchen hängen von der Decke im Thien Hau Tempel.

Wiedervereinigungspalast

Der Wiedervereinigungspalast liegt wie alle weiteren Sehenswürdigkeiten, die wir besucht haben im Zentrum, bzw. im 1. Bezirk von Ho-Chi-Minh-City. Das Gebäude war früher Wohn- und Arbeitsort des südvietnamesischen Präsidenten und spielte eine wichtige Rolle während des Vietnamkriegs. Heute befindet sich dort ein Museum, dass sich der Geschichte Vietnams widmet.

Der Wiedervereinigungspalast in Ho-Chi-Minh-City.

Notre Dame von Saigon

Nur einen kleinen Spaziergang vom Wiedervereiningungspalast entfernt befindet sich die Kirche Notre Dame de Saigon. Bei unserem Besuch war sie leider eingerüstet, die hervorstechende rosa Fassade macht sie aber ganz besonders sehenswert.

Altes Postamt

Gegenüber der Notre Dame de Saigon befindet sich das alte Postamt, dass durch seine alte französische Architektur besticht. Auch heute operiert dort noch eine Poststelle. Wer möchte kann dort auch Postkarten kaufen und direkt abschicken. Für eine Postkarte nach Europa habe ich inklusive Porto ca. 75.000 VND gezahlt. Obwohl ich die fertig adressierte und frankierte Karte dort einfach in einen Korb auf den Tresen legen sollte, kamen die Karten nach kurzer Zeit an.

Altes Postamt von Saigon im französischen Kolonialstil.

Ho-Chi-Minh Book Street

Noch einen Katzensprung weiter kommen Bücherliebhaber:innen auf ihre Kosten. In der Ho-Chi-Minh Book Street reihen sich kleine Buchläden (einige mit Café) aneinander. Ich hätte hier ewig stöbern können, alleine um die schönen Buchcover von bekannten Büchern in der Vietnamesischen Ausgabe zu betrachten. Zwischendurch gab es aber auch immer wieder englische Bücher.

Kleine Straße voller Buchläden in Ho-Chi-Minh-City.

Oper

Auch die Oper ist ein Überbleibsel der französischen Kolonialarchitektur und deshalb lohnt sich ein kurzer Fotostopp. Wer mehr Zeit hat, kann abends auch eine der Vorstellungen im Saigon Opera House besuchen. Tickets kann man z.b. über getyourguide* kaufen.

Mopeds fahren auf der Straße vor der Oper von Saigon.

Ho-Chi-Minh Statue und altes Rathaus

Von der Oper kann man durch zwei kleine Parkanlagen ein kurzes Stück bis zum alten Rathaus (ebenfalls in französischer Kolonialarchitektur) spazieren. Davor befindet sich auf einem schön angelegten und bepflanzten Platz eine Statue von Ho-Chi-Minh. Besonders schön fand ich die blühenden Lotuspflanzen. So konnte ich die Nationalblume Vietnams endlich mal aus der Nähe fotografieren.

Eine Staue von Ho-Chi-Minh steht in einem Park vor dem alten Rathaus.

Saigon Skydeck

Wenn ihr eine tolle Aussicht auf Ho-Chi-Minh-City haben wollt, empfehle ich euch einen Besuch des Saigon Sky Decks. Für 240.000 VND pro Person (ca. 9,50€ Stand 2023) fahrt ihr bequem mit dem Aufzug in das 49. Stockwerk des Bitexco Financial Towers. Die Aussichtsplattform befindet sich kurz unter der Helikopterlandeplattform, durch die das Hochhaus in der Skyline hervorsticht. Der Ausblick kann sich wirklich sehen lassen, auch wenn man überall durch Fensterscheiben blickt, hat man einen 360° Grad Blick auf die Stadt. Bei meinem Besuch am späten Vormittag war außerdem sehr wenig Betrieb. Tickets könnt ihr entweder Vorort am Eingang, oder vorab über getyourguide* kaufen.

Aussichtsplattform mit Glasfront auf dem Saigon Skydeck.

Ben-Thanh-Markt

Im Ben-Thanh-Markt konnten wir zum Abschluss unserer Reise nochmal nach Souvenirs stöbern. Die große Markthalle eignet sich wirklich perfekt dafür. Von Klamotten, Taschen, Schuhen und Accessoires über Keramik, Magnete und Deko bis zu Kaffee und Tee bekommt man wirklich alles. Außerdem gibt es zahlreiche Stände mit vietnamesischem Streetfood.

Kriegsreste-Museum

Am Vormittag vor unserer Abreise aus Vietnam, haben wir mit einem Teil der Gruppe noch auf eigene Faust das Kriegsreste-Museum besucht. Das Museum beschäftigt sich mit dem Vietnamkrieg. Wer hierher kommt, sollte sich auf teils heftige Bilder gefasst machen. Ich persönlich fand es aber wichtig, mich auch mit dem Teil der Geschichte des Landes zu befassen. Man sollte sich für den Besuch ein paar Stunden Zeit nehmen. Neben vielen Bildern sind die Ereignisse und Infos auch auf Englisch beschrieben. Im Museum selbst gibt es verschiedene Abschnitte, die sich z.b. mit der Antikriegsbewegung, mit Kriegsverbrechen und den Auswirkungen des Einsatzes von Agent Orange beschäftigen. Im Außengelände sind alte Kriegsgeräte ausgestellt. Der Eintritt in das Museum kostet aktuell 40.000 VND (ca. 1,50€ Stand 2023).

Außenansicht des Kriegsrestemuseums in Ho-Chi-Minh-City

Praktische Tipps für deine Reise nach Ho-Chi-Minh-City

Wie viel Zeit brauche ich in Ho-Chi-Minh-City?

Ich war knapp zwei Tage in Ho-Chi-Minh-City, dabei hatte ich bequem Zeit die Hauptsehenswürdigkeiten anzusehen. Die Sehenswürdigkeiten im Zentrum schafft man theoretisch auch an nur einem Tag. Wer mehr Museen besichtigen will, oder noch einen Ausflug z.b. zu den Cù Chi Tunneln, oder ins Mekong Delta unternehmen möchte, der sollte mehr Zeit einplanen.

Wo übernachte ich am besten in Ho-Chi-Minh-City?

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich im 1. Distrikt von Ho-Chi-Minh-City. Dementsprechend empfiehlt es sich, auch dort eine Unterkunft zu suchen. Dort findest du auch eine große Auswahl* vom einfachen Hostel bis zum Luxushotel mit Infinitypool. Ich habe im Elios Hotel* südlich vom Saigon Central Park übernachtet. Ein komfortables Hotel in guter Lage und mit vielen Restaurants in der Nähe. Auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt könnte man von hier aus zu Fuß erkunden.

Wie bin ich am besten in Ho-Chi-Minh-City unterwegs?

Da viele der Sehenswürdigkeiten von Ho-Chi-Minh-City nah beieinander liegen, kann man sie auch zu Fuß erkunden. Dabei muss man aber bedenken, dass der Vietnamesische Verkehr sehr chaotisch sein kann, was die Überquerung einer Straße oder Kreuzung zum kleinen Abenteuer werden lässt. Auch gibt es nicht überall Gehwege, oder diese sind mit geparkten Mopeds zugestellt. Mit der Reisegruppe hatten wir die meiste Zeit einen Fahrer, der uns im Minibus durch die Stadt gebracht hat. Als wir am letzten Tag auf eigene Faust unterwegs waren, haben wir für kleines Geld einen Transfer über Grab bestellt. Außerdem gibt es in der Stadt einen Hop-On Hop-Off Bus*.

Mopeds fahren um einen Kreisel in Ho-Chi-Minh-City.

Welche Ausflüge lohnen sich ab Ho-Chi-Minh-City?

Es gibt zwei sehr beliebte Ziele für Tagesausflüge ab Ho-Chi-Minh-City. Das erste sind die Cù Chi Tunnel, in diesen Tunnelsystemen haben sich die vietnamesischen Partisanen während des Vietnamkriegs versteckt. Das zweite ist das Mekongdelta, hier lohnt sich allerdings auch ein längerer Aufenthalt. Angebote für Tagestouren ab Ho-Chi-Minh-City findest du z.b. bei getyourguide*.

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Weiterlesen zu Vietnam und Südostasien:
Vietnam: Highlights aus zwei Wochen Rundreise
Vietnam Reise: Tipps und Infos zur Reiseplanung
Hanoi Sehenswürdigkeiten
Vegan in Vietnam
Bangkok für Anfänger:innen
Chiang Mai: Meine Tipps für 4 Tage im Norden von Thailand

Vegan in Leipzig – Restaurant- und Hotel-Tipps

Anfang Oktober war ich für ein paar Tage in Leipzig. Neben einigen Sehenswürdigkeiten standen auch ein paar vegane Restaurants auf meiner Liste. Welche ich entdeckt habe und was für vegane Leckereien auf meinem Teller gelandet sind findet ihr hier in meinem vegan in Leipzig Guide. Außerdem habe ich ein paar Tipps für veganfreundliche Hotels für euch gesammelt.

Vegan in Leipzig, Titelbild mit Essenbildern und Sehenswürdigkeiten

Vegane Restaurants und Cafés in Leipzig

Soul Kitchen – gemütlich vegan Frühstücken in Plagwitz

In diesem gemütlichen, modernen Café war ich an meinem ersten Tag zum Frühstück. Vom Zentrum aus war ich mit der Bahn in kurzer Zeit dort. Obwohl es morgens schon etwas frisch war, konnte ich noch draußen sitzen. Ich bestellte einen Milchkaffee mit Hafermilch (alternativ ist z.b. Erbsenmilch wählbar) und die veganen Pancakes. Auf der Karte stehen noch weitere süße und herzhafte Optionen (alle vegan), die sehr lecker klangen. Meine Pancakes waren super fluffig und lecker. Sie wurden mit verschiedenem Obst, Nussmuß und Sirup serviert und die Portion war groß und günstig. Mein Frühstückshighlight in Leipzig.

Update: leider hat das Soul Kitchen inzwischen geschlossen.

Veganer Pancake-Turm mit viel Obst.

Endless – instagrammable Breakfast im Zentrum

Das zweite Frühstückscafé, dass ich besuchte war das Endless im Zentrum. Hier gibt es eine gemischte Karte und den ganzen Tag Frühstück und Brunch-Gerichte. Das Café ist relativ groß und geht über zwei Stockwerke, auch bei meinem Besuch unter der Woche wurde es sehr schnell voll. Wer mit mehreren Leuten unterwegs ist sollte besser reservieren. Für mich gab es einen Café Latte mit Haferdrink und das vegane englische Frühstück. Beides fand ich lecker, wobei ich beim Essen schon besseres veganes Frühstück hatte. Hier gefiel mir die Zusammenstellung (Baked Beans, Pilze, Kartoffeln, Falafel, veganes Rührei, vegane Sucuc, Salat und Brot), Falafel, Rührei und Wurst waren aber geschmacklich eher Fertigprodukte und etwas salzig. Auch preislich war das Endless etwas teurer, es ist aber ideal, wenn man mit einer gemischten Gruppe unterwegs ist.

Veganes English Breakfast im Endless, mit Baked Beans, Pilzen, Kartoffeln, Falafel, Rührei, Sucuc, Salat und Brot.

Adresse: Brühl 24
Website

Vleischerei – vegane Fastfood Highlights

Die Vleischerei ist für mich eine der Top veganen Adressen in Leipzig. Ich fuhr direkt nach meiner Ankunft am Nachmittag hin (das Restaurant liegt etwas außerhalb des Zentrums). Ich entschied mich für den Vönerteller mit selbstgemachtem Vönervleisch, viel Salat, Pommes und zwei Soßen (man kann hier aus zehn verschiedenen Soßen wählen). Es war wirklich lecker und die Portion riesig. Auf der Karte stehen außerdem noch Burger, Gyros oder Curryvurst und alles zu sehr günstigen Preisen. Für meinen Vönerteller und ein Getränk habe ich nichtmal 15€ gezahlt.

Großer veganer Dönerteller in der Vleischerei, mit Pommes, Salat und Soßen.

Adresse: Eisenbahnstraße 128
Website

Café Katzentempel – vegan Essen im Katzenwohnzimmer

Das Café Katzentempel ist wie der Name schon sagt ein Katzen-Café und mittlerweile ein Franchise mit zwei Standorten in Leipzig. Ich habe das Café in Mitte besucht und hatte Glück noch einen Tisch zu bekommen (Reservierung empfohlen). In dem Café wohnen mehrere gerettete Katzen, die zwischen den Tischen oder über ihre Klettergerüste an der Wand oder unter der Decke herumlaufen. Man kann hier sowohl zum Frühstück, als auch zum Lunch oder Abendessen herkommen. Ich war für ein frühes Abendessen dort und entschied mich für ein Sandwich mit Planted Chicken von der Saisonkarte mit Pommes und Salat. Das war eine Riesenportion und ich war am Ende pappsatt.

Großes veganes Sandwicht mit Pommes im Café Katzentempel.

Adresse: Katharinenstr. 17
Website

Kaspar Schmauser – gesunde vegane Bowls

Bei Kaspar Schmauer handelt es sich ebenfalls um ein Franchise. Die Leipziger Filiale befindet sich südlich vom Zentrum. Der Laden ist komplett vegan (auch wenn die Kommunikation dazu auf der Website teilweise verwirrend ist weil von vegetarisch/vegan die Rede ist) und auf der Karte stehen verschiedene Bowl Kreationen. Wer möchte kann sich aus den Zutaten auch seine eigene Bowl zusammenstellen. Bestellt wird digital am Display, ich entschied mich für die Superfood Avocado Bowl mit veganem Joghurtdressing. Drin waren unter anderem Salat und Quinoa als Basis, Karotten, Gurken, Rote Beete, Süßkartoffel, eine Avocado Creme und verschiedene Nüsse und Kerne als Topping. Geschmeckt hat es mir sehr gut und so eine gesunde Salat Bowl war genau das, was ich nach dem Fastfood vorher brauchte.

Gesunde Superfood Bowl bei Kaspar Schmauser.

Adresse: Karl-Liebknecht-Straße 8
Website

TONIS – ungewöhnliche vegane Eissorten

In dieser kleinen Eisdiele gegenüber der Thomaskirche gibt es zwar nicht viele Sorten zur Auswahl, dafür sind die Geschmacksrichtungen etwas ungewöhnlicher und es sind auch immer vegane Optionen dabei. Ich bin hier mal mittags für einen Kaffee und ein Eis eingekehrt (im ersten Stock der über eine schmale Wendeltreppe erreichbar ist, gibt es ein paar Plätze, wo man gemütlich sitzen kann). Beim Eis entschied ich mich für die Sorten Kürbis und Donauwelle. Beides lecker, obwohl letzteres mein Favorit war.

Sortenauswahl mit veganen Optionen bei Tonis Icecream.

Adresse: Thomaskirchhof 17
Website

Veganfreundliche Hotels in Leipzig

Motel One

Übernachtet habe ich in Leipzig im Motel One Nikolaikirche*. In der Stadt gibt es noch zwei weitere Häuser der Kette, eins an der Post* und eins am Augustusplatz*, beide auch im Zentrum. Mein Zimmer war klein, aber gemütlich und vom Fenster konnte ich auf die Kirche blicken. Auch das Bad war groß genug und mit flauschigen Handtüchern und einem Fön ausgestattet.

Doppelbett im Hotelzimmer im Motel One in Leipzig.

Beim Checkin konnte ich unproblematisch das Frühstücksangebot für einen Tag dazubuchen. Das hatte für 15,90€ auch einen fairen Preis und die veganen Optionen können sich sehen lassen. An Getränken sind Kaffee, Tee und Orangensaft vorhanden. Für den Kaffee oder für Müsli gibt es verschiedene Pflanzendrinks. Außerdem gab es Obstsalat, ein veganes Müsli, verschiedene Nüsse und Toppings und veganen Kokosjoghurt. Für die frischen Brötchen gab es verschiedene herzhafte vegane Aufstriche, veganen Käse (sogar Fetawürfel) und Wurstaufschnitt und Marmelade oder Schokocreme. Ein weiterer positiver Punkt für mich war die gute Kennzeichnung der Speisen. So musste ich nicht nachfragen was vegan ist.

Vegane Aufstriche und Aufschnitt am Frühstücksbuffet im Motel One, bestens gekennzeichnet.Meine vegane Frühstücksauswahl im Motel One Leipzig: Brötchen mit veganem Käse und Wurstaufschnitt, Kokosjoghurt, Müsli, Kaffee und Orangensaft.

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Hotel Lindenau Inn

Dieses Hotel liegt im Stadtteil Plagwitz und bietet laut der Website auf Anfrage vegane Brotaufstriche und glutenfreie Speisen beim Frühstück an.

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Big Mama Leipzig

Nördlich des Zentrums, beim Hauptbahnhofe gelegen bietet dieses Hotel einfache moderne Zimmer und laut Hotelwebsite eine vegane Auswahl beim Frühstücksbuffet.

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Habt ihr noch weitere vegane Tipps für Leipzig?

Weiterlesen zu veganen Städtetrips in Deutschland:
Vegan in Berlin
Vegan in Hamburg
Vegan in München
Vegan in Köln
Vegan in Bonn

Hanoi: 9 Top-Sehenswürdigkeiten und praktische Tipps für deinen Besuch

Hanoi war der erste Stopp auf meinem Vietnam Trip. In der Hauptstadt lernte ich das wuselige Leben Vietnams kennen, lief durch die Altstadt, suchte mir meinen Weg durch den chaotischen Verkehr und entdeckte die kulturellen Highlights der Stadt. Welche Sehenswürdigkeiten in Hanoi du nicht verpassen solltest, liest du in diesem Artikel.

Hanoi Sehenswürdigkeiten

Old Quater

Direkt nach der Ankunft frühmorgens am Flughafen in Hanoi ging es in die Altstadt. Dort warteten kleine Märkte, Cafés und Läden aus unsere kleine Reisegruppe und wir konnten direkt in das Leben der Stadt eintauchen. In den engen Straßen reiht sich dabei Geschäft an das andere. Davor bieten weitere Verkäufer:innen frisches Obst und Gemüse oder andere Lebensmittel an. Von den Streetfood Ständen ziehen die verschiedensten Düfte in meine Nase, drumherum hocken Vietnames:innen auf kleinen Plastikhockern oder auf den Sitzen der Mopeds und schlürfen ihre morgendliche Pho. Viel spielt sich draußen ab. Wir beziehen erstmal die Terrasse im 1. Stock eines Cafés und beobachten bei einer frischen Kokosnuss das Treiben.

Marktstand mit frischem Obst in der Altstadt von Hanoi

Später wechseln wir das Fortbewegungsmittel und setzen uns jeder in eine der Fahrradrikschas, die Tourist:innen durch die Altstadt fahren. So sind wir mittendrin im Treiben auf der Straße. Knapp eine Stunde sind wir unterwegs und lernen so noch mehr von der Altstadt kennen. Es geht vorbei an zahlreichen Geschäften, Streetfood-Ständen und Märkten, an versteckten Tempeln und durch baumgesäumte Straßen. Mit den Fahrradrikschas sind wir gemütlich unterwegs, aber anhand der vielen Mopeds um uns herum erleben wir den wuseligen Verkehr aus nächster Nähe.

Motorroller und Rikschas fahren über eine Baumgesäumte Straße in der Altstadt von HanoiTypische Straße in der Altstadt von Hanoi

Ngoc Son Tempel

Der Ngoc Son Tempel befindet sich auf einer kleinen Insel mitten im Hoan-Kiem-See am Rande der Altstadt. Er eignet sich perfekt für einen kleinen Spaziergang. Über eine rote Brücke geht es auf die Insel, wo man den Tempel gegen eine kleine Gebühr besichtigen kann. Mir gefällt besonders die Architektur des Tempels, mit den typischen Dächern, von Außen zieren außerdem einige Tierbilder die Wände. Auch Innen ist der Tempel reichlich geschmückt , mit vielen goldenen Ornamenten. In einem Raum werden zwei große, präparierte Yangze-Riesenweichschildkröten ausgestellt (beide wurden erst nach ihrem natürlichen Tod präpariert). Diese fast ausgestorbene Art lebte früher auch im Hoan-Kiem-See. Viele Vietnamesische Tourist:innen lassen sich davor fotografieren, schließlich steht die Schildkröte für Langlebigkeit und Stärke. Dieses ganz besondere Exemplar gilt für viele auch als heilig.

Eine rote Holzbrücke führt zum Ngoc Son Tempel im Hoan-Kiem-See.

Ethnologisches Museum von Vietnam

Am zweiten Tag besuchen wir das ethnologische Museum von Vietnam. Hier lernen wir mehr über die Geschichte des Landes und die kulturellen Besonderheiten der verschiedenen Volksgruppen. Der Eintritt ist mit 40.000 VND pro Person (ca 1,50€) sehr günstig. Das Museum zeigt zahlreiche Ausstellungsstücke aus dem alltäglichen Gebrauch, Werkzeuge oder Trachten und erklärt Zeremonien (wie z.b. eine Bestattung). Im Außengelände befinden sich mehrere Nachbauten von traditionellen Häusern, die man besichtigen kann.

Ein Fahrrad beladen mit traditionellen Fischerkörben im ethnologischen Museum Vietnam.

Ho-Chi-Minh-Mausoleum

Mittags geht es weiter zum Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Dies ist nur einer der vielen Orte in Vietnam, wo der ehemalige Präsident und Revolutionär verehrt wird. Im Mausolum können Besucher:innen unter strengen Bedingungen an seinem einbalsamierten Leichnam vorbeilaufen und ihm die Ehre erweisen. Wir waren nur dort um uns das Gebäude und den Wachwechsel (der immer zur vollen Stunde stattfindet) anzusehen. Wer möchte kann auch das nahe gelegene Ho-Chi-Minh-Museum besuchen.

Ho-Chi-Minh-Museoleum in Hanoi

Einpfahlpagode

Die Einpfehlpagode, auch Einsäulenpagode genannt ist ein buddistischer Tempel und befindet sich zwischen dem Ho-Chi-Minh-Mausoleum und dem Museum. Sie ist eine der ältesten Pagoden der Stadt. Der Schrein ist über eine kleine Treppe erreichbar und steht auf einer Säule in einem kleinen Teich.

Die Einpfahlpagode in Hanoi

Literaturtempel

Am Nachmittag besuchen wir den Literaturtempel. Hierbei handelt es sich nicht um eine religiöse Stätte, sondern um die erste Akademie bzw. Universität Vietnams. Seit 1076 wurden hier die Söhne der Mandarine (Zivilbeamte im Kaiserreich China) unterrichtet. Für mich war vor allem die Architektur interessant. Ein historisches Highlight sind die erhaltenen Stein-Stelen auf denen die Absolventen der kaiserlichen Prüfung mit Namen, Geburtsort und Ergebnis der Doktorprüfung verewigt sind. Diese gehören seit 2010 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Ein Hof mit Tor im Literaturtempel in Hanoi

Train Street

Die Train Street ist eine der beliebtesten, aber auch umstrittensten Sehenswürdigkeiten von Hanoi. Bekannt geworden ist die Straße als Instagram Fotospot. Mehrfach am Tag fährt hier ein Zug mitten durch die schmale Straße und scheint dabei nur wenige Zentimeter von den Häusern entfernt zu sein. Durch den Hype haben sich an der Straße viele Cafés angesiedelt und immer mehr Besucher:innen kamen. Da das Ganze aber nicht ungefährlich ist und es vor allem durch großen Andrang Unfälle gab, ist die Straße zeitweise immer wieder gesperrt. Auch bei unserem Besuch im April 2023 war der bekannteste Teil der Train Street gesperrt. Unser Guide ist stattdessen mit uns zu einem anderen Teil gefahren. Auch hier gab es mehrere Cafés, wo man direkt neben den Bahnschienen sitzen konnte. Tagsüber, als wir dort waren, war nicht viel los. Um die Zeit fuhr allerdings auch kein Zug durch.

Ein Abschnitt der berühmten Train Street in Hanoi.

St. Joseph Cathedral

Bei der Kathedrale haben wir nur einen kurzen Fotostop eingelegt, was meiner Meinung nach auch vollkommen gereicht hat. Als älteste Kirche von Hanoi ist sie aber durchaus sehenswert.

Die zwei Türme der St Joseph Kathedrale in Hanoi

Wasserpuppentheater

Das Wasserpuppentheater ist eine sehr alte Kunstform in Vietnam. Begleitet von Musik werden die Figuren von den Puppenspielern an langen Stäben durch das Wasser bewegt. Oft werden dabei alltägliche Szenen aus dem Landleben nachgespielt. Bei der Vorführung die wir gesehen haben gab es unter anderem Wasserspeiende Drachen und Ringkämpfe. Das Wasserpuppentheater in Hanoi befindet sich direkt am Hoan-Kiem-See. Wir haben zwar nicht dieses Theater besucht, sondern eine Vorführung in einem kleinen Ort auf dem Weg zur Halong Bucht gesehen, es war aber auf jeden Fall ein tolles Erlebnis. Tickets für das Wasserpuppentheater in Hanoi könnt ihr z.b. direkt bei getyourguide* buchen.

Wasserspeiende Drachen beim Wasserpuppentheater in Vietnam.

Praktische Tipps für Hanoi:
– Da ich eine Gruppenreise gebucht hatte, waren wir in Hanoi immer mit Fahrer unterwegs. Vieles kann man aber auch zu Fuß erkunden. Ansonsten ist Grab eine gute Alternative um Fahrten zu buchen.
– Zeitlich fand ich zwei Tage ideal im die Hauptsehenswürdigkeiten von Hanoi zu erkunden. Wer von hier Ausflüge, etwa in die Berge, unternehmen will, sollte entsprechend mehr Zeit einplanen.
– Übernachtet haben wir im Chalcedony Hotel* nördlich der Altstadt. Hier habe ich mich sehr wohl gefühlt und die Lage war sehr zentral. Grundsätzlich kann ich eine Unterkunft in der Altstadt* empfehlen, da sich dort auch viele Restaurants befinden.
– Wer möchte kann in Hanoi auch zahlreiche geführte Touren buchen, z.b. über getyourguide*. Auch Touren in die Halong Bucht oder in die Berge (beides teils mehrere Tage lang) kann man hier buchen.
– Wenn du auf eigene Faust unterwegs bist, kannst du Bustickets für deine Weiterfahrt unkompliziert über 12go.asia* kaufen.

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