Posted on August 16, 2025
Rezept: veganer Schoko-Erdnuss-Bananen Smoothie aka Monkey-Shake
Heute gibt es mal wieder ein Smoothie Rezept. Ein einfacher Mix aus Schokolade, Erdnuss und Banane, auch bekannt als Monkey-Shake. Der ist süß und lecker und wie du den Shake noch proteinreicher machen kannst, erfährst du nach dem Rezept.

Zutaten für ein großes Glas:
1 Banane
1 gehäufter EL (Trink)Kakao
1 gehäufter EL (crunchy) Erdnussbutter
350-400ml Sojadrink
Zubereitung:
1. Die Banane schälen, zusammen mit dem Kakaopulver und der Erdnussbutter in den Mixer geben.
2. Mit Haferdrink auffüllen und zu einem glatten Shake pürieren. Am besten kalt genießen.
In dieser einfachen Variante habe ich Trinkkakao verwendet, wenn du noch mehr Proteine in den Shake integrieren möchtest, kannst du aber auch Schoko-Proteinpulver nehmen. Tatsächlich hat der Smoothie aber schon durch Erdnussbutter, Banane und Sojamilch einen guten Proteingehalt. Zusammen mit einem Avocado-Toast gibt das ein leckeres, sättigendes Frühstück.

Die Inspiration für dieses Rezept habe ich aus einem veganen Restaurant in Kambodscha. Dort gab es eine ähnliche Variante, die mir super gut geschmeckt hat. Allgemein habe ich während meiner Südostasien-Reise viel öfter Smoothies getrunken als Zuhause. Die Früchte dort sind aber auch einfach lecker und man bekommt sie viel frischer als hier. Zugeschlagen habe ich dann etwa auf den (Nacht)Märkten, wo man meist eine riesige Auswahl hatte. Meine Favoriten waren Drachenfrucht und Mango, am liebsten mit etwas Kokosmilch gemixt. Auch toll waren die Smoothies im Colorful Hut auf Koh Phangan. Dort habe ich eine Woche lang in einem Bungalow direkt am Strand gewohnt. Zum Frühstück gab es dann täglich wechselnde Gerichte, aber immer einen frischen Smoothie dazu. Den konnte ich dann gemütlich nach dem Yoga in der Hängematte schlürfen.
Weitere Rezepte für vegane Smoothies:
Apfel-Mango-Spinat Smoothie
Blaubeer-Kokos Smoothie
Einfacher grüner Smoothie
Updated on August 20, 2025
24 Stunden in Coimbra – unterwegs in der historischen Unistadt
Coimbra liegt im Zentrum von Portugal, ungefähr auf halber Strecke zwischen Porto und Lissabon. Die Stadt ist besonders bekannt für ihre alte Universität, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Warum sich der Besuch lohnt und was ich alles in 24 Stunden in Coimbra erlebt habe, liest du hier.

Mein Tag in Coimbra
10:30 Uhr Ankunft mit dem Zug aus Porto und Check-In im Hotel
Bei meiner Portugal-Rundreise bin ich mit Zug und Bus unterwegs. Gestartet bin ich in Porto. Von dort nehme ich am Vormittag bequem den Schnellzug, der auf dem Weg nach Lissabon auch in Coimbra hält. Der Bahnhof Coimbra B ist etwas außerhalb der Stadt. Für 2€ kaufe ich mir ein Ticket und nehme einen Bus in die Stadt. Dort bringe ich nur kurz mein Gepäck ins Hotel, in dem ich für eine Nacht bleibe.
11:15 Uhr Durch die Altstadt von Coimbra
Dann geht es direkt los in die Altstadt von Coimbra. Hier geht es durch viele kleine Gassen, vorbei an mehreren großen Kirchen und hinauf zur Kathedrale. Jetzt am Vormittag sind einige Tourist:innen-Gruppen unterwegs, vor allem auf den großen Plätzen. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Souvenirläden, die zum stöbern einladen. Ich laufe vorbei an schönen alten Häuser, durch Tore der alten Festungsanlage und über Treppen und steile Wege den Hügel hinauf. Ganz oben liegt die Universität, von deren Hof man die Stadt überblickt.

12:30 Uhr Mittagessen bei O Burrito
Gegen Mittag überrascht mich ein Regenschauer. Der Perfekte Zeitpunkt für eine Pause, die ich im veganen Lokal O Burrito einlege. Das liegt in einer kleinen Gasse oberhalb der Kathedrale. Hier gibt es mexikanisches Fingerfood und Bowls. Meine Wahl fällt auf eine Quesadilla mit Dip und Loaded Nachos, die komplett selbstgemacht sind – super lecker!

13:15 Uhr Spaziergang im Botanischen Garten
Als die Sonne wieder rauskommt ist mir nach etwas Bewegung. Langsam spaziere ich zum Botanischen Garten. Der gehört zur Universität, kostet aber keinen Eintritt. Auch jetzt im Frühjahr kann man hier einige Pflanzen bewundern. Im Zentrum gruppieren sich symmetrisch angelegt Hecken um einen alten Springbrunnen, weiter oben gibt es ein gläsernes Gewächshaus und Palmen. Außerdem kann ich hier entspannt abwarten, bis die Museen der Universität nach ihrer Mittagspause wieder öffnen.


14 Uhr Universität von Coimbra
Dann geht es zurück zur berühmten Universität von Coimbra. Auf dem Gelände laufen meistens auch Gruppen von Student:innen herum. Das Gebäude wird heute noch als Universität genutzt. Als erstes besichtige ich den Royal Palace mit einigen prachtvollen Räumen. Auf dem Weg nach draußen kommt man an der St. Michaels Kapelle vorbei. Hier muss man anklopfen um eingelassen zu werden. Drinnen sind wissenschaftliche Mitarbeiter:innen gerade dabei eine der Altarfiguren zu restaurieren, eine interessante Arbeit. Auch sonst ist die Kirche schön geschmückt, mit vielen bemalten Kacheln an den Wänden und einem verschnörkelten Muster an der Decke.

15 Uhr Universitäts-Bibliothek von Coimbra
Mein Ticket für die Räume der Universität habe ich vorab online gekauft. Dabei habe ich schon einen Zeitslot für den Besuch der Bibliothek ausgewählt. Die ist das Highlight hier und es dürfen nur wenige Besucher:innen auf einmal hinein. Kurzfristig sind meistens keine Tickets mehr zu bekommen. Pünktlich um 15 Uhr werden wir in den ersten kleinen Raum gelassen. Man kann sich hier jeweils ein paar Minuten umsehen, bevor es in den nächsten Raum geht. Insgesamt dauert der Rundgang nur 15-20 Minuten. Zu sehen sind das alte Gefängnis, die untere Bibliothek, wo die Bestände nach und nach digitalisiert werden und die große, obere Bibliothek. Die ist besonders prunkvoll eingerichtet, mit vielen meterhohen Regalen und unzähligen alten Büchern. Fotografieren ist nicht erlaubt. Von den Fledermäusen, die die Bibliothek seit über 200 Jahren nachts besuchen und die Bücher auf natürliche Weise vor Schädlingen schützen, ist allerdings tagsüber nichts zu sehen.

15:30 Uhr Museeumsbesichtigung oder weiter durch die Altstadt
Wer möchte kann sich jetzt noch weiter Museen anschauen, die alle zur Universität von Coimbra gehören und im Ticketpreis enthalten sind. Ich entscheide mich für einen gemütlichen Spaziergang hinunter in die Altstadt. Dabei genieße ich nochmal die Aussicht vom großen Innenhof der Universität und laufe dann durch weitere Gassen hinunter zur Promenade am Flussufer. Auf dem kleinen Platz blühen Strelitzien, die mich an meine Reise nach Madeira erinnern. Im Hintergrund sieht man einige alte Häuser im Art-Deco-Stil. In einer Ecke entdecke ich außerdem ein großes Mural, dass an die Bedeutung des Fado in Coimbra erinnert.

18 Uhr Fado Abend im Café Santa Cruz
Auf einen Tipp aus meiner Unterkunft schaue ich Abends kurz in diesem alten Café neben der Kirche vorbei. Die Tische sind voll besetzt. Auf der Bühne sitzen zwei Gitarristen mit der typischen, bauchigen Fado-Gitarre und ein Sänger bringt mit der Musik seine Klagen zum Ausdruck. Perfekt um diesen Musik-Stil genauer kennenzulernen. Man zahlt nur seine Getränke, der Eintritt ist frei.

18:30 Uhr Tapas im Fangas Veg
Da es so voll ist bleibe ich nicht lange und mache mich nochmal auf in die kleinen Gassen der Altstadt. Dort habe ich ein vegetarisches Tapas Restaurant entdeckt. Ich bestelle mir einen frischen Salat mit Äpfeln und Mandeln und Nudeln mit Erdnüssen und Paprikagemüse in Sojasoße. Die Portionen sind riesig und sehr lecker. Danach gehe ich zurück zum Hotel.

9 Uhr Frühstück im Kaju
Am nächsten Morgen mache ich mich schon fertig und packe meine Sachen. Bevor ich weiterfahre bleibt mir aber noch genug Zeit zum frühstücken. Im Zentrum habe ich im Brunch-Restaurant Kaju einige vegane Optionen auf der Karte entdeckt. Für die Acai Bowl ist es jetzt im März zwar noch etwas kalt (die Masse wird gefroren serviert), aber es ist viel frisches Obst und hausgemachtes Granola dabei. Dazu gibt es einen Cappuccino mit Hafermilch.

10:30 Uhr Weiterfahrt nach Lissabon
Nach 24 Stunden sitze ich wieder am Bahnhof in Coimbra und warte auf den Zug. Es ist die gleiche Verbindung, mit der ich am Vortag hier angekommen bin, jetzt fahre ich mit dem Zug weiter in die Hauptstadt Lissabon.

Praktische Tipps zu Coimbra:
– Die Stadt kannst du gut, wie ich, als Zwischenstopp auf dem Weg zwischen Porto und Lissabon besuchen, oder du unternimmst einen Tagesausflug von Porto hierhin. Zugtickets kannst du z.B. über omio.com* (Affiliate-Link) kaufen.
– Absolutes Highlight ist die Universität, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Dein Ticket kannst du schon vorab online kaufen. Für 16,50€ pro Person (Stand 2025) kannst du dann den Palast, die Kapelle, die Bibliothek und einige Museen besuchen. Für die Bibliothek musst du vorab einen Zeitslot auswählen, für den Besuch der anderen Orte hast du aber sogar mehrere Tage Zeit.
– Obwohl die Stadt Coimbra nicht so groß ist, gibt es einige Unterkünfte. Ich empfehle eine zentrale Lage zu wählen, dann kannst du zwischen den Besichtigungen auch mal kurz Pause auf dem Hotelzimmer machen. Meine Unterkunft, das Coimbra City Charm* (Affiliate-Link), war einfach, aber sauber, günstig und zentral gelegen.
– In der Altstadt kannst du eigentlich alles zu Fuß erkunden. Falls dir der Weg hinauf zur Universität zu anstrengend ist, fährt hier aber auch ein Bus. Ich habe nur vom und zum Bahnhof Coimbra-B den Bus genommen und für ein Ticket jeweils 2€ beim Fahrer bezahlt.
– Ich habe die Stadt diesmal auf eigene Faust erkundet. Mehr erfährst du sicher bei einer Tour, die kannst du z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link) buchen.
– Mehr Infos zu den im Artikel erwähnten Restaurants findest du in meinem „Vegan in Coimbra Guide“.
Weiterlesen zu Portugal:
Sehenswürdigkeiten in Porto
Lissabon: über Treppen, Tram fahren und den Tejo
Algarve Urlaub: Tipps und Ausflugsziele
Updated on August 24, 2025
Porto Sehenswürdigkeiten: diese Orte darfst du nicht verpassen
Im Norden von Portugal zwischen den Ufern des Douro und der Atlantikküste liegt Porto. Die zweitgrößte Stadt des Landes hat sich in den letzten Jahren zu einem richtigen Städtetrip-Juwel entwickelt und ist unbedingt einen Besuch wert. Ich habe Porto während meiner Rundreise durch Portugal im März besucht und die Stadt vier Tage lang erkundet. Meine Tipps für die schönsten Highlights und Sehenswürdigkeiten von Porto habe ich hier für dich zusammengefasst.

Die Altstadt von Porto
Das historische Zentrum von Porto blickt auf eine über 2.000-jährige Geschichte zurück und gehört seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe. Als Hafenstadt gab es hier Einflüsse aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen. Die Stadtmauer, die das historische Zentrum umgibt stammt aus dem 14. Jahrhundert. Auch heute noch kannst du durch die vielen kleinen Gassen und über schmale Treppen streifen, die sich an den Hängen des Douro entlang ziehen. Dabei gibt es immer wieder versteckte Highlights und tolle Aussichtspunkte zu entdecken.

São Bento Bahnhofshalle
Ein Bahnhof landet bei mir nicht oft auf der Liste der schönsten Sehenswürdigkeiten. Bei der São Bento Station ist das aber absolut gerechtfertigt, schließlich ist die Bahnhofshalle geschmückt mit wunderschönen Azulejos, den typischen, meist blau-weiß bemalten Kacheln aus Portugal. Die Bilder darauf zeigen Szenen aus dem früheren Portugal, sowie wichtige historische Ereignisse. Wenn du die Halle möglichst leer erleben möchtest, komme früh am Morgen, dann kommen dir höchstens Pendler:innen auf dem Weg zur Arbeit entgegen.


Mein Tipp: falls du Ausflüge ins Douro-Tal oder nach Braga machen möchtest, oder von Porto aus weiter mit dem Zug nach Lissabon fahren willst, kannst du die Tickets einfach hier am Schalter kaufen.
Igreja Paroquial de Santo Ildefonso
Vom Bahnhof São Bento läufst du über steile Straßen hinauf zur Igreja Paroquial de Santo Ildefonso. Diese Kirche sticht durch die markante Fassade mit vielen blau-weißen Azulejos hervor. Auch ein Blick in die Innenräume für 1€ pro Person lohnt sich.

Auf dem Platz vor der Kirche findet öfter ein Markt statt. Dort werden ungewöhnliche Souvenirs, Schmuck oder portugiesische Leckereien verkauft.
Sé do Porto – Die Kathedrale von Porto
Mitten in der Altstadt von Porto thront die Sé (die Kathedrale). Schließlich war die Stadt Hauptsitz des Bistums und die Kathedrale somit eins der wichtigsten Gebäude. Schon vom Platz vor der Kathedrale hast du einen herrlichen Ausblick über Porto und den Douro. Eine Besichtigung lohnt sich aber auch sehr und der Eintritt ist mit 3€ pro Person ziemlich günstig. Dafür kannst du dir nicht nur den prunkvollen Altar in der Kathedrale ansehen, auch der Kreuzgang ist sehr hübsch und mit vielen blau-weißen Azulejos geschmückt. Außerdem kannst du über eine schmale Treppe auf einen der Türme, von dem du einen 360-Grad-Blick über Porto genießt. Mehr schöne Ausblicke findest du in meinem Artikel zu den schönsten Aussichtspunkten in Porto.


Igreja dos Clérigos und Torre dos Clérigos
Die zweite Kirche, die mit ihrem markanten Turm immer wieder in der Skyline von Porto auftaucht ist die Igreja dos Clérigos. Die Kirche selbst kann kostenlos besichtigt werden, möchtest du auf den 75m hohen Torre dos Clérigos zahlst du 10€ Eintritt pro Person und musst über mehrere hundert Stufen nach oben klettern. Ob sich der Ausblick lohnt kann ich persönlich nicht sagen, da ich viele weitere schöne und günstige Aussichtspunkte in Porto gefunden und das Geld lieber anders investiert habe.

Palácio da Bolsa
Sehr gelohnt hat sich dafür der Besuch des Palácio da Bolsa. Den Tipp hat mir eine Freundin gegeben, die kurz vor mir in Porto war. Der Palast der Handelskammer, der ursprünglich unter anderem als Börse und Gericht genutzt wurde, kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Diese dauert etwa 30 Minuten und kostet 14€ pro Person (Stand 2025). Die Räumlichkeiten des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert sind aber absolut sehenswert. Ein Highlight ist z.B. der Innenhof mit Glaskuppel, der manchmal für Konzerte genutzt wird. Am Ende der Führung kannst du außerdem einen Ballsaal im maurischen Stil bewundern. Ein Muss für Architektur-Fans!


Igreja e Museu de São Francisco do Porto
Direkt hinter dem Palácio da Bolsa befindet sich mit der Igreja e Museu de São Francisco do Porto ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe. Das erklärt auch den etwas hohen Eintrittspreis von 11€ pro Person (Stand 2025). Ich habe die Kirche selbst nur von Außen besichtigt, die Gold-Schnitzereien im Inneren sollen aber sehr sehenswert sein. Außerdem kannst du hier ein Museum besichtigen, dass sich mit der Geschichte des Klosterordens und der Stadt Porto beschäftigt.
Ponte Luís I
Die Ponte Luís I ist das Fotomotiv in Porto und völlig zurecht. Auch ich habe unzählige Fotos mit der markanten, blauen Brücke geschossen, die ein wenig an den Eiffelturm in Paris erinnert. Dieser Vergleich kommt übrigens nicht von ungefähr, denn die Brücke wurde von einem ehemaligen Geschäftspartner Eiffels gebaut. Noch heute verbindet sie Porto mit Nova de Gaia. Mache bei deinem Porto Trip unbedingt mal einen Spaziergang über die Brücke und genieße die Aussicht. Pass aber auf die Straßenbahnen auf, die auf der oberen Ebene unterwegs sind.


Jardim do Morro
Wenn du die Brücke überquert hast landest du linkerhand im Jardim do Morro, dem Treffpunkt in Porto für den Sundowner. Und das obwohl du dich hier eigentlich gar nicht mehr in Porto sondern im Nachbarort Vila Nova de Gaia befindest. Abends füllt sich der Park mit Einheimischen und Tourist:innen. Die meisten bringen sich Bier oder Wein mit und Musiker:innen sorgen für den passenden Sound. Wenn du einen guten Platz haben willst um den Sonnenuntergang zu sehen, komm lieber etwas früher. Ich war nur kurz hier um die Aussicht zu genießen (siehe Titelbild) und bin Abends lieber lecker Essen gegangen.
Cais da Ribeira
Einen wunderschönen Blick auf die Ponte Luís I hast du auch von der Uferpromenade des Douro, dem Cais da Ribeira. Hier reihen sich nicht nur bunte, kleine Häuser aneinander, du findest auch zahlreiche Restaurants für eine Pause. Vegane Optionen habe ich hier allerdings nicht entdeckt und natürlich zahlst du auch für die Lage. Aber für einen Fotostopp lohnt es sich allemal hier herunter zu laufen.

Baixa Viertel
Das Ausgeh-Viertel von Porto. Hier ist vor allem Abends viel los in zahlreichen Clubs und Bars, aber auch tagsüber findet man hier nette Cafés. Besonders bekannt sind die sogenannten Galerien. Diese Straßen sollten damals im Stil der Pariser Galerien ausgebaut werden, das Vorhaben wurde allerdings nie umgesetzt.

Câmara Municipal do Porto und Aliados
Das Rathaus von Porto, mit seinem Uhrenturm ist am oberen Ende der Avenue dos Aliados kaum zu übersehen. Der Platz davor ist häufig Treff- und Startpunkt für Stadttouren. Auf den Plätzen unter den Bäumen sieht man manchmal aber auch Einheimische beim Schach spielen.

Rund um den Platz gibt es noch zahlreiche Gebäude im Stil des Klassizismus. Viele davon aber Renovierungsbedürftig und leer stehend. Eins der am besten erhaltenen ist tatsächlich Standort einer bekannten Fast-Food-Kette. Einen Blick hinein werfen kannst du auch ohne dort etwas zu kaufen.
Livraria Lello
Eine der schönsten Buchhandlungen der Welt ist die Livraria Lello im Baixa Viertel. Fassade und Einrichtung stammt aus der Zeit des Jugendstils. Innen gibt es eine wunderschöne, geschwungene Wendeltreppe aus Holz, Stuckverzierungen an Wänden und Decke und ein buntes Glasdach. Sie erlangte besondere Bekanntheit, da sie angeblich J.K. Rowling als Inspiration für Harry Potter diente. Inzwischen benötigst du ein Ticket, wenn du dir die Buchhandlung von Innen ansehen möchtest. Die gibt es ab 10€ auf der Website der Livraria. Der Preis wird beim Kauf eines Buchs allerdings angerechnet. Du kannst ihn z.B. für einen der Klassiker einlösen, die die Livreria Lello in eigener Auflage vertreibt. Auch Bücher auf Englisch und ein paar wenige auf Deutsch sind erhältlich. Ich habe mir hier eine englische Ausgabe des Zauberer von Oz gekauft.


Jardins do Palácio de Cristal
Spazierst du von der Livraria Lello Richtung Westen, gelangst du zu einem der schönsten Parkanlagen von Porto. Im Jardins do Palácio de Cristal erwartet dich zwar kein Kristall-Palast, dafür eine schöne Anlage mit Spazierwegen, Brunnen und Blumenbeeten. Bei meinem Besuch im März blühten viele Tulpen.
An mehreren Orten im Park, der sich an einen Hügel an den Hängen des Douro schmiegt, hast du tolle Ausblicke auf das Flusstal. In Richtung Osten auf das Zentrum und Vila Nova da Gaia und in Richtung Westen sogar bis zur Douro Mündung und auf den Atlantik. Außerdem kannst du zahlreiche Wasservögel und Pfauen beobachten. Besonders letztere sind ein beliebtes Fotomotiv, wenn sie ihr imposantes Rad schlagen.


Mercado do Bolhão
Auch wenn der Mercado do Bolhão nicht mehr ganz so authentisch ist wie früher, lohnt sich ein Besuch. In der historischen, zweistöckigen Markthalle reihen sich unten Stände mit allen möglichen Leckereien aneinander. Hier kannst du prima ein paar kulinarische Mitbringsel shoppen. Auch ein Stand mit veganem Essen ist vorhanden, perfekt für einen leichten Lunch. Ich konnte natürlich auch nicht an den frischen Smoothies vorbeigehen, die an den Obst- und Gemüse-Ständen am Eingang verkauft werden.

Praia da Luz
Vom Zentrum von Porto bist du in einer knappen halbe Stunde am Strand in Praia da Luz. Hin kommst du entweder mit der historischen Tram 1 für 6€ pro Fahrt ab der Haltestelle Infante, oder du nimmst die Buslinie 500 ab der Haltestelle São Bento. Der Bus nimmt die gleiche Strecke entlang des Douro und kostet dabei nur ein Bruchteil. Für Hin- und Rückfahrt habe ich 3,40€ gezahlt. Das Ticket habe ich mir am Automaten der Metro-Station gezogen.

In Praia da Luz kannst du z.B. durch einen schönen Park spazieren, vorbei an einem alten Fort und zum Leuchtturm. Am Strand, der übrigens teils von Felsen durchbrochen ist, kannst du natürlich auch entlanglaufen. Besonders beliebt ist dieser Ort zum Sonnenuntergang.
Häufige Fragen zu Porto:
Wie komme ich am besten nach Porto?
Porto hat einen recht kleinen Flughafen, der aber von vielen Städten in Deutschland direkt angeflogen wird. Ich bin per Direktflug von Köln-Bonn aus in etwa 2 ½ Stunden hergeflogen. In die Stadt kommst du dann sehr einfach mit der Metro. Die Linie E benötigt etwa 30 Minuten bis ins Zentrum, eine einzelne Fahrt kostet knapp 3€.
Wenn du schon in Portugal bist, kannst du Porto gut per Zug oder Bus erreichen. Von Lissabon aus gibt es eine Verbindung mit dem Schnellzug, der die Strecke in knapp 3 Stunden zurücklegt. Buchen kannst du Züge und Busse z.B. über omio.com* (Affiliate-Link).
Wo kann ich in Porto übernachten?
Ich empfehle dir, eine zentrale Unterkunft in Porto zu wählen, dann kannst du das meiste zu Fuß erkunden. Viele Ferienwohnungen und kleine Apartments gibt es z.B. im Baixa oder im Bolhão-Viertel. Mein kleines Studio mit Küche und Bad bei Calcatta Housing* hatte eine tolle Lage, eine gute Ausstattung und ein super Preis/Leistungs-Verhältnis. Weiter Unterkünfte findest du z.B. über booking.com* (Affiliate-Link).
Wie viel Zeit sollte ich für einen Städtetrip nach Porto einplanen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Porto kannst du schon in ein bis zwei Tagen entdecken. Ich war insgesamt drei volle Tage in der Stadt und fand das ideal um sie entspannt zu erkunden. Wenn du von Porto aus auch Ausflüge ins Douro-Tal oder nach Braga machen möchtest, plane entsprechend mehr Zeit ein.
Weiterlesen zu Portugal:
Algarve Urlaub: Tipps und Ausflugsziele
Lissabon: über Treppen, Tram fahren und den Tejo
Vegan in Porto: meine Tipps für Restaurants und Cafés
24 Stunden in Coimbra
Posted on August 6, 2025
Rezept: Karottencremesuppe mit Möhrengrün-Pesto
Heute gibt es mal wieder ein Rezept für eine einfache Suppe. Die Karottencremesuppe besteht nur aus Möhren, Kartoffeln, Zwiebel und Gemüsebrühe. Das gewisse Etwas verleiht ihr als Topping das würzige Möhrengrün-Pesto. Damit verarbeiten wir bei diesem Low-Waste-Rezept wirklich alle Teile der Möhre.

Zutaten für ca. 4 Portionen als Vorspeise:
400g Möhren
200g Kartoffeln
1 kleine Zwiebel
500ml Gemüsebrühe
2EL Pflanzenöl
als Topping:
50ml vegane Kochcreme (optional)
4TL Möhrengrün-Pesto
Zubereitung:
1. Die Möhren schälen und grob in Scheiben schneiden, Kartoffeln schälen und grob würfeln, Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Etwas Wasser erhitzen und damit die Gemüsebrühe anrühren.
2. Pflanzenöl in einem Topf erhitzen, darin die Zwiebel andünsten. Das restliche Gemüse hinzufügen und kurz mit anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen.
3. Die Suppe ca. 20min köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist, dann alles zu einer cremigen Suppe pürieren.
4. Auf vier Teller verteilen und mit der veganen Sahne und dem Möhrengrün-Pesto anrichten.
Durch das Pesto-Topping wird auch diese einfache Cremesuppe zu einem Hingucker und eignet sich damit prima als Vorspeise. Ich gebe dabei erst etwas Sojacreme als Deko auf die Suppe, dann kommt ein Teelöffel Pesto hinzu. Beides kann man, wenn man möchte in der Suppe verrühren. Die bekommt dann eine schön würzige Note. Außerdem wird hier dann auch mal das Möhrengrün verarbeitet, das viel zu oft im Biomüll landet, obwohl es lecker schmeckt und viele Vitamine enthält. Damit ist das ein weiteres leckeres Low-Waste Suppen-Rezept, neben meinem Rezept für vegane Brokkolicremesuppe, wo auch der Strunk mit gekocht wird.

Wenn ich die Möhren auf dem Markt kaufe ist das Grün jetzt im Sommer auch noch schön frisch. Wichtig ist hierbei auf Bio-Ware oder ungespritzte Ware zu achten. Willst du diese Karottencremesuppe im Winter zubereiten, musst du das Pesto besser einfrieren, oder du greifst auf ein anderes Pesto als Alternative zurück. Wie das Pesto gemacht wird, liest du in meinem Rezept für veganes Möhrengrün-Pesto.
In diesem Suppen-Rezept kann die Möhre jedenfalls auch mal die Hauptrolle spielen. Das Gemüse kann mehr als nur als Beilage oder im Salat verwendet zu werden. Sogar in süßere Form, z.B. als Karottenkuchen schmecken Möhren super. Dabei sind sie das ganze Jahr über verfügbar, recht günstig und meistens regional erhältlich. Also ein wahrer Allrounder aus der Gemüse-Abteilung. Ich habe jetzt schon ein paar weitere Rezept-Ideen im Kopf, bei denen Möhren im Mittelpunkt stehen sollen. Mal schauen, welche ich davon in nächster Zeit ausprobiere.
Weitere Rezepte mit Möhren:
Möhren-Apfel-Salat
Linseneintopf mit Kartoffeln und Möhren
Süßkartoffelcurry mit Brokkoli, Kichererbsen und Möhren
Updated on August 21, 2025
Vegan in Porto: meine Tipps für Restaurants und Cafés
Als zweitgrößte Stadt in Portugal, braucht sich Porto was die Restaurant-Vielfalt angeht, nicht hinter Lissabon zu verstecken. Tatsächlich habe ich hier mindestens genauso viele vegane und veganfreundliche Restaurants und Cafés gefunden. Alle meine veganen Tipps für Porto findest du in diesem Artikel.

Kind Kitchen
In dieses komplett vegane Restaurant bin ich gleich am ersten Abend in Porto eingekehrt, um ein für die Stadt typisches Gericht zu probieren. Hinter dem Namen Francesinha verbirgt sich ein Sandwich, und das ist normalerweise alles andere als vegan. Im Kind Kitchen kann man aber eine vegane Version davon probieren. Zwischen zwei Toastscheiben verbergen sich verschiedene Fleischalternativen, etwa aus Seitan, vegane Wurststücke und als Alibigemüse etwas Spinat und Pilze. Das ganze ist überbacken mit einer dicken Schicht von veganem Käse und getränkt in einer würzigen Tomatensoße, dazu gibt es Pommes. Wer möchte kann das Francesinha auch getoppt mit einem veganen Spiegelei bestellen. Ansonsten stehen auf der Karte verschiedene Bowls, Burger und anderes Comfort Food zu fairen Preisen.


Adresse: R. de Ceuta 80
Website
Vrasserie
Die Vrasserie ist ein gemütliches veganes Restaurant für Frühstück, Lunch und Dinner. Ich war hier zum Frühstück und wäre die Auswahl an veganen Restaurants in Porto nicht so groß, wäre ich hier bestimmt mehrfach eingekehrt, denn es stehen so viele leckere Gerichte auf der Karte. Für mich gab es einen Cappuccino, ein Brioche Croissant und Pancakes mit Bananen und Schokosoße. Das alles war wirklich lecker und super günstig. Die Vrasserie sollten definitiv auf die Liste für deinen Porto-Trip.


Adresse: Av. de Rodrigues de Freitas 266
Website
daTerra
Wer viel Hunger mitbringt, für den ist das daTerra eine gute Wahl. In diesem veganen Restaurant gibt es sowohl mittags, als auch abends ein All-you-can-eat Buffet zum günstigen Preis. Viele der Gerichte sind dabei auch glutenfrei und/oder rohköstlich. Ich war mittags gegen Ende der Lunch-Zeit da und auch um diese Zeit wurde das Buffet immer noch wieder aufgefüllt, nur die warmen Gerichte waren teils schon ziemlich leer. Trotzdem gab es mehr als genug, etwa eine Gemüsesuppe als Vorspeise und danach habe ich mir mehrfach den Teller mit Gemüsehäppchen, Antipasti und verschiedenen Salaten gefüllt. Sehr lecker und ich war froh, über die abwechslungsreiche, gesunde Mahlzeit.
Update: die Location in der Altstadt hat wohl ihr Konzept nach dem Umbau geändert. Statt dem All-you-can-eat Buffet gibt es jetzt Gerichte a la Carte. Hier sind die Preise etwas höher.


Adresse: R. de Mouzinho da Silveira 249
Website
A Padoca do Rosario vegan
Das A Padoca ist eine vegane Bäckerei am Rande des Baixa Viertels. Neben der Gebäckauslage gibt es drinnen und draußen auch ein paar Tische, wo man gemütlich frühstücken kann. Bei meinem Besuch standen auf der Karte einige herzhafte Frühstücksgerichte, alle mit veganem Ei: z.B. Avocadotoast, Eggs Benedict und Shakshuka. Ich entschied mich für letzteres. Es war eine wirklich große Portion, die mit geröstetem Brioche-Brot serviert wurde. Außerdem hatte ich vorab etwas Toast mit Guacamole zum probieren bekommen. Die Guacamole, das Brot und das Shakshuka waren sehr lecker, das vegane Spiegelei war leider nicht mein Geschmack und meiner Meinung nach auch nicht so authentisch. Aber auch so ging ich pappsatt aus dem Café. Für später habe ich mir noch ein paar vegane Pasteis de Nata mitgenommen. Angeblich gibt es dort die besten in ganz Porto, und es waren auch die besten, die ich bei meinem Besuch dort probiert habe.



Adresse: R. do Rosário 13
Nola Kitchen
Das Nola Kitchen war das einzige, nicht komplett vegane Restaurant, das ich während meines Aufenthalts in Porto besucht habe. „Nola“ steht für No Labels und entsprechend gibt es auf der Karte Gerichte für alle möglichen Ernährungsformen. Ich war in der Location im Baixa Viertel. Es gibt dort Frühstück, Lunch und Dinner und einige vegane Optionen, die auf der Karte als Plantbased gekennzeichnet sind. Für mich gab es dort eine ungewöhnliche Kombination: Blumenkohl mit veganer Käsesoße und herzhaftem Granola. Von mir aus hätte es etwas mehr Blumenkohl und weniger Soße sein können, aber die Kombi hat gut geschmeckt.

Adresse: Praça D. Filipa de Lencastre 25
Website
Odete vegan Bakery
Noch eine vegane Bäckerei, hier gibt es aber nur ein paar wenige Sitzgelegenheiten draußen. Also habe ich mir mein Frühstück zum mitnehmen bestellt und es mit an den Strand genommen. Dafür war das Gebäck hier günstiger. Probiert habe ich ein Pastel de Nata, ein Schoko- und ein Brioche-Croissant.

Adresse: Praça do Cel. Pacheco 76
Website
Verde Vida
Wer auf dem bekannten Bolhão-Markt etwas veganes sucht, der wird am veganen Stand von Verde Vida fündig. Hier gibt es Snacks wie Onigiri, Kartoffelbällchen und verschiedene Salate. Ich probierte zwei der Kartoffelbällchen, die Vorort warm gemacht wurden und zwei Salate. Das Essen war lecker und günstig. Um eine Sitzgelegenheit auf dem Markt zu finden, muss man mittags aber schon etwas Glück haben.


Adresse: R. Formosa 322 Banca 53
Jardinieiro vegan Kitchen
An meinem letzten Abend in Porto wollte ich mir nochmal ein besonderes Essen gönnen. Meine Wahl fiel auf das Jardinieiro, ein etwas schickeres, veganes Restaurant in einem veganen Hotel. Hier konnte ich noch ein weiteres typisch portugiesisches Gericht probieren. Tripas ist ein Bohneneintopf, der mit Wurst gegessen wird. Im Jardinieiro gibt es davon eine vegane Version, die mit Reis serviert wird. Auf der Karte stehen außerdem einige ausgefallene Vorspeisen wie Rote Beete Carpaccio, Ceviche aus grüner Mango und Tortilla, Hauptgerichte wie Tofu Wellington und Toffish, aber auch klassischere Gerichte wie Risotto, Linguine mit Spinatpesto oder Curry. Zum Nachtisch habe ich noch das Pistazien Tiramisu probiert, was eigentlich ein kleines Schokotörtchen mit Pistaziencreme war, aber natürlich trotzdem sehr lecker. Das Jardinieuro ist preislich zwar etwas teurer, aber ideal wenn ihr ein etwas schickeres Restaurant sucht. Mittags gibt es außerdem etwas günstiges Menükombinationen.


Adresse: Rua do Almada 609
Website
Hotel buchen auf booking.com* (Affiliate-Link)
Weiterlesen zu Portugal:
Vegan in Lissabon
Algarve Urlaub Tipps und Ausflugsziele
Madeira Sehenswürdigkeiten
Posted on Juli 30, 2025
Rezept: veganes Möhrengrün-Pesto
Heute tauchen wir mal wieder ein in die Low-Waste-Küche, denn bei diesem Rezept habe ich einen Teil vom Gemüse verwendet, der bei mir leider oft im Biomüll landet. Die Rede ist von Möhrengrün, das sich, wenn es schön frisch ist, ganz einfach zu einem würzigen Pesto verarbeiten lässt. Mein Rezept für veganes Mührengrün-Pesto findest du hier.

Zutaten für 1 Glas:
frisches Grün von einem Bund Bio-Möhren (ca. 50-60g)
50g Cashewkerne
2EL Hefeflocken (optional)
½ TL Salz
100ml Olivenöl
Zubereitung:
1. Das Möhrengrün vom Bund abschneiden, waschen und trocknen. Eventuell schlechte Stellen entfernen und die feinen Blätter von den groben Stielen trennen. Die Blätter in einen Mixer geben.
2. Cashews, Hefeflocken und Salz dazugeben, Olivenöl darüber gießen und alles im Mixer zu einem feinen Pesto verarbeiten.
3. In ein kleines Glas umfüllen und das Pesto oben nochmal mit etwas Olivenöl bedecken. So ist es länger haltbar.

Das ist auch für mich das erste Mal, dass ich das Möhrengrün verarbeite. Bei mir landet es sonst im Biomüll, obwohl das Grün von den Möhren, die ich auf dem Markt kaufe, in der Regel noch frisch und essbar ist. Bei Möhren aus dem Supermarkt kann es natürlich auch schon etwas welk sein, dann solltest du es besonders zügig verarbeiten. Wusstest du, dass du das Grün sowieso besser entfernst vor der Lagerung? Somit bleiben die Möhren länger frisch. Wenn du es nicht selbst nutzt, hast du vielleicht Hasen oder Kaninchen in der Nachbarschaft, die sich über etwas Grünzeug freuen.
Bei meinem Pesto verwende ich möglichst nur die feinen Blätter vom Möhrengrün und zupfe sie von den gröberen Stielen ab. Ergänzend kommen außerdem ein paar Nüsse, in diesem Fall Cashews in das Pesto und optional Hefeflocken, die für einen käsigen Geschmack sorgen. Das Ganze wird dann im Mixer schön cremig püriert, bis ein feines Pesto entsteht. Das hält sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Glas und mit etwas Öl bedeckt etwa 3-4 Wochen. Für eine längere Haltbarkeit kannst du es auch in Portionen einfrieren und dann bei Bedarf wieder auftauen.
Verwenden kannst du das Möhrengrün-Pesto klassisch als Soße zu Pasta, als Dip zu (Ofen)Gemüse oder als Brotaufstrich. Ich habe es außerdem als würzige Einlage für meine cremige Karottensuppe genutzt. Damit sind die Karotten und das Grün dann wieder in einem Gericht vereint. Eine weitere Suppe aus der Low-Waste-Küche ist übrigens meine Brokkolicremesuppe. Hier verwende ich neben den Röschen auch den Stiel um so möglichst viel von dem leckeren Gemüse zu verarbeiten.
Weitere vegane Rezeptideen:
Bärlauch-Petersilien-Pesto
Zucchinispaghetti mit Spinat-Walnuss-Pesto
Vegane Semmelknödel mit Pilzrahm


