Updated on August 15, 2025
Ein Wochenende in Heidelberg: 2 Tage in der Neckarstadt
Das Heidelberg eine schöne Altstadt hat, wusste ich bereits von einem kurzen Stopover, den ich hier auf dem Rückweg vom Bodensee gemacht habe. Nun habe ich die Stadt mit etwas mehr Zeit im Gepäck erkundet. Was ich in zwei Tagen in Heidelberg alles entdeckt habe und meine Tipps für dein Wochenende in der Studentenstadt am Neckar, liest du hier.

Anreise mit dem Zug
Genau wie für mein Wochenende in Frankfurt bin ich auch nach Heidelberg mit Regionalzügen gereist. Diesmal war ich knapp fünf Stunden unterwegs. Allerdings nur für die Hinfahrt, da ich von Heidelberg aus noch weiter Richtung Süden gefahren bin. Die Stadt ist aber grundsätzlich gut mit dem Zug erreichbar. Meistens fährt man mit dem ICE bis ins benachbarte Mannheim und dann mit der S-Bahn weiter. Vom Hauptbahnhof geht es dann mit dem Bus in die Altstadt.
Tag 1: Altstadt, (fair) Shopping und Philosophenweg
Nachdem ich in meinem Hotel am Rand der Altstadt eingecheckt habe, mache ich mich auf um Heidelberg zu erkunden. Hier gibt es eine der längsten Einkaufsstraßen Deutschlands, dort tummeln sich zahlreiche Leute beim Shopping und Tourist:innen wie ich, beim Stadtbesuch. Schaut aber unbedingt auch in die Seitenstraßen und kleinen Gassen. Hier gibt es so viele schöne alte Häuser und fotogene Straßenzüge. Heidelberg wurde als eine der wenigen Städte in Deutschland nicht während des zweiten Weltkriegs zerstört. Demzufolge sind hier viele Häuser erhalten, die bis zu 300 Jahre alt sind. Schon abseits der Hauptsehenswürdigkeiten wird es deutlich ruhiger, hier findet man schöne, kleine Cafés, individuelle Läden mit (fairer) Kleidung, schöner Papeterie, Schmuck oder Produkten von Künstler:innen aus Heidelberg. In einem der Cafés mache ich einen Cappuccino und eine Pause. Die tut gut nach der langen Anreise.


Über die alte Brücke geht es dann auf die andere Seite des Neckars. Direkt dahinter schlängelt sich ein kleiner, steiler Pfad bis zum Philosophenweg hoch. Der heißt auch passend Schlangenweg. Über unebene Pflastersteine und steile Treppen geht es den Berg hinauf, teils zwischen hohen Mauern hindurch. Oben gibt es nicht nur zahlreiche schönen Gärten zu sehen, man wird für den anstrengenden Aufstieg auch belohnt mit dem schönsten Panoramablick auf Heidelberg. Nirgendwo sonst hat man so einen schönen Blick auf das Schloss, die alte Brücke und die Heidelberger Altstadt. Im Hintergrund ragt der Gipfel des Königstuhl in den Himmel. Ich laufe noch ein bisschen den Philosophenweg entlang. Neben dem Weg wachsen in kleinen Gärten die unterschiedlichsten Pflanzen. Sogar ein paar Palmen gedeihen im milden Hangklima im Philosophengärtchen. Zwischen ein paar Häuserzeilen geht es wieder hinunter zum Neckar und über den Bismarkplatz auf der anderen Seite wieder zurück in die Altstadt.



Hier bummel ich noch ein bisschen durch die Seitenstraßen und esse in einem kleinen Lokal zu Abend.
Tag 2: Heidelberger Schloss und Königstuhl
Am zweiten Tag steht der Besuch des Heidelberger Schlosses auf meinem Programm. Das muss man hier unbedingt einplanen. Am besten am Vormittag, dann ist hier und bei der Bergbahn deutlich weniger Andrang, als am Nachmittag. Vorher gehe ich gemütlich frühstücken in der Weststadt. Angekommen an der Bahnstation kaufe mir direkt ein Panoramaticket, mit dem ich später noch bis hoch auf den Königstuhl fahren kann. Zuerst steige ich jedoch an der Station am Heidelberger Schloss aus. An der Info hohle ich mir ein zusätzliches Ticket für eine Schlossführung. Die erste findet um 11Uhr statt. Bis dahin habe ich noch Zeit und besichtige zuerst den frei zugänglichen Teil der Schlossanlage: den Wall neben dem Dicken Turm, den Schlossgarten mit dem Neptunbrunnen und die Scheffelterrasse. Hier ist noch kaum was los, ich schlendere gemütlich über die Wege und genieße die Ausblicke auf das Schloss und die Heidelberger Altstadt.


Schließlich betrete ich den Schlosshof. Hier kommt man nur mit Eintrittskarte hinein. Die ist bei der Fahrt mit der Bergbahn schon inkludiert, allerdings auf einen Einlass beschränkt. Neben den Gebäuden und Fassaden im Schlosshof kann man sich eine weitere Aussicht vom großen Balkon, das Deutsche Apothekermuseum und das Große Fass ansehen. Letzteres ist über sieben Meter hoch und füllt einen ganzen Raum aus. Am spannendsten fand ich jedoch die Schlossführung. Dabei kommt man dann auch in einige Räume im Inneren, die noch erhalten sind und es gibt Infos zur Geschichte.

Die Fahrt hinauf zum Königstuhl nimmt dann nochmal einige Zeit in Anspruch. Zuerst muss ich an der Schlossstation etwas warten, da gerade viel los ist. An der Station Molkenkur muss man nochmal umsteigen, von hier geht es mit der historischen Bergbahn auf 550m. Die alte Bahn ruckelt viel mehr, bis hinauf auf den Königstuhl benötigt man ca. 10 Minuten. Von dort bietet sich dann ein toller Ausblick auf das Neckartal und quer über das Rheintal. An dem Aussichtspunkt tummeln sich auch die meisten Tourist:innen. Ich laufe nur wenige Meter weiter in den Wald und schon bin ich alleine. Diesmal habe ich mich für eine kurze Tour, den Walderlebnispfad entschieden. Der führt in knapp 2,5km einmal um den Gipfel herum. Entlang des Wegs gibt es verschiedene Stationen, die den Wald als Lebensraum erklären. Besonders gefallen mir die vielen hölzernen Tierfiguren, die man überall entdecken kann. Nach der kurzen Runde und einem kleinen Picknick geht es mit den Bergbahnen wieder in die Altstadt.



Dort hole ich noch mein Gepäck im Hotel ab, gönne mir ein spätes Mittagessen und ein Eis als Nachtisch, dann fahre ich weiter zu meinem nächsten Stopp – Neckargemünd. Hier treffe ich meine Familie auf dem Campingplatz und wir fahren am nächsten Tag gemeinsam weiter Richtung Süden.
Praktische Tipps für Heidelberg
– Die Altstadt kannst du prima zu Fuß erkunden. Wenn du über Nacht bleibst, suche dir am besten dort ein Hotel, auch wenn es ein bisschen teurer ist. Ich habe im Acor Boutique Hotel* (Affiliate-Link) übernachtet. Dort gab es auch ein etwas günstigeres Einzelzimmer, sowie auf Anfrage veganes Frühstück. Weitere Unterkünfte findest du z.B. über booking.com* (Affiliate-Link).
– Der Schlossbesuch lohnt sich vor allem, wenn du auch eine Führung machen möchtest. Ansonsten fand ich die frei zugänglichen Bereiche genauso schön, wie den Schlosshof. Wenn du Low Budget unterwegs bist, kannst du also auch einfach zu Schloss hoch laufen und es dir von außen ansehen.
– Wenn du noch Zeit für eine kleine Wanderung hast, lohnt sich das Panoramaticket für die Fahrt auf den Königstuhl. Oben gibt es zwei ausgeschilderte Naturnahe Rundtouren, den kurzen Wald-Erlebnis-Pfad, auch für kleine Kinder und die etwas längere „via naturae“. Die Route für den Wald-Erlebnis-Pfad findest du auf meinem Komoot Profil.
– Auch an nur einem Tag kannst du schon viel in Heidelberg entdecken. Dann würde ich mich auf das Schloss, die Altstadt und vielleicht den Philosophenweg beschränken.
– In der Heidelberger Altstadt gibt es auch ein paar Museen, die habe ich diesmal nicht besucht. Interessant ist der Studentenkarzer, der alte Gefängnisraum der Universität.
– Meine Tipps für Restaurants findest du in meinem Vegan in Heidelberg-Guide.
– Abwechslungsreiche Aktivitäten gesucht? Bei konfetti* (Affiliate-Link) findest du spannden Touren und kreative Workshops.
Weiterlesen:
Bodensee – Ausflugsziele und Tipps
Ein Wochenende in Leipzig
Posted on Juli 23, 2025
Vegan in Heidelberg – Restaurant und Hotel-Tipps
Als Universitätsstadt müsste Heidelberg doch ein Paradies für Veganer:innen sein, dachte ich. Rein vegane Restaurants vermisste ich allerdings bei meiner Suche. Dafür habe ich bei meinem kurzen Trip in die Stadt sehr viele Lokale und Cafés mit vegane Optionen gefunden. Meine veganen Tipps für Heidelberg habe ich hier für euch zusammengefasst.

Veganfreundliche Restaurants in Heidelberg
Rada Arepa – Kaffee und südamerikanische Arepas
Nach meiner langen Anreise mit Regionalzügen brauchte ich erstmal einen Kaffee. Den bekam ich im Rada Café, das in einer Seitenstraße unweit des Heidelberger Marktplatzes liegt. Dort gibt es nicht nur leckeren Kaffee aus Südamerika, sondern auch einige kulinarische Spezialitäten. Probiert habe ich ein Arepa, einen gefüllten Fladen aus Maismehl. Meine vegane Version war mit Falafel, Avocado und veganem Käse gefüllt. Auf der Karte stehen auch weitere vegane Versionen, außerdem Empanadas und Bowls. Vieles ist zudem glutenfrei.


Adresse: Untere Str. 21
Bäckerei Riegler – vegane Teilchen und belegte Brote
Die Bäckerei Riegler hat gleich mehrere Filialen in Heidelberg. An der ersten bin ich direkt bei meiner Ankunft am Heidelberger Hauptbahnhof vorbeigekommen. Dort habe ich erst nur geschaut. Aber schon bei der zweiten Filiale, die ich am Bismarkplatz gefunden habe, konnte ich nicht widerstehen. Das vegane Angebot ist hier super auf Schildern gekennzeichnet. Dazu gehören nicht nur Brötchen und Brote, sondern auch belegte Brote, süße Teilchen und Kuchen. In meine Gebäcktüte wanderten dann ein veganer Amerikaner und ein Mandel-Croissant. Das fand ich so lecker, dass ich mir am nächsten Tag noch eins geholt habe.


Heidelberger Kebab Fakultät – veganer Döner
Diesen Laden habe ich zufällig bei der Erkundung der Altstadt entdeckt. Abends bin ich dann nochmal zum Essen wiedergekommen. Hier gibt es vegane Optionen wie Döner, Falafel oder Tofu-Döner, egal ob im Fladenbrot, als Dürüm oder als Bowl. Ich entschied mich für eine vegane Döner-Bowl. Die wurde mit Pommes, etwas Salat und einer leicht scharfen Soße serviert. Das Döner“Vleisch“ war recht stark und etwas säuerlich gewürzt. Nicht der beste vegane Döner den ich kenne, aber ganz lecker und ziemlich günstig.

Adresse: Neugasse 7
Café Nomad – Frühstückscafé mit veganen und glutenfreien Optionen
Zum Frühstück war ich im Café Nomad in der Weststadt. Eine zweite Location gibt es auf der anderen Seite des Neckar in Handschuhsheim. Das Café ist modern und gemütlich eingerichtet, bei gutem Wetter kann man auch draußen sitzen. Es ist ideal für ein leckeres Frühstück, zum Brunch oder Nachmittags für Kaffee und Kuchen. Auf der Frühstückskarte stehen ein paar herzhafte und süße Optionen, das meiste kann vegan bestellt werden. Ich entschied mich für das Bircher Müsli mit Mandelmuß als zusätzlichem Topping. Das wurde mit viel frischem Obst serviert und war sehr lecker. Dazu gab es einen großen Cappuccino, der wirklich mal in einem großen Becher serviert wurde. Wer zum Kuchen essen herkommt findet hier auch eine gute vegane Auswahl. Auch einige Raw-Cakes waren in der Auslage.


Adresse: Bahnhofstraße 45
Hackteufel – Restaurant mit typisch deutscher Küche und veganen Optionen
Selbst bei den eher touristischen Gasthäusern mit typisch deutscher Küche stehen inzwischen ein paar vegane Gerichte auf der Karte. So auch beim Hackteufel, dass sich in der Steingasse, direkt bei der alten Brücke befindet. Hier war ich bei meinem ersten kurzen Besuch in Heidelberg essen. Damals gab es vegane Reibekuchen mit Avocadocreme und Salat. Diesmal habe ich auf der Karte unter anderem ein Gericht mit veganer Frikadelle gesehen.

Adresse: Steingasse 7
ok cool – Eisdiele mit veganen Optionen
Auch diese Eisdiele habe ich zufällig beim schlendern durch die Heidelberger Altstadt entdeckt. Eigentlich wollte ich nur einen kurzen Blick in die Eistheke werfen, als ich dann aber gesehen habe, dass es sowohl veganes Schokosorbet, als auch veganes Vanilleeis gab, musste ich das unbedingt probieren. Auch die übrigen Sorbets sind vegan, außerdem sind vegane Waffeln vorhanden. Man bekommt hier auch Kaffeegetränke mit Pflanzendrink und z.B. auch Affogato (Espresso mit Vanilleeis).

Adresse: Marstallstraße 7
Günays Garten – Obst/Gemüseladen mit Salattheke
Bei meiner Vorabsuche nach veganen Restaurants habe ich Günays Garten entdeckt. Ursprünglich wollte ich hier direkt nach meiner Ankunft hin, entschied mich dann aber anders. Später habe ich nur einen kurzen Blick hineingeworfen und festgestellt, dass es weniger ein Restaurant, sondern vielmehr ein Obst/Gemüseladen mit Salattheke ist. Hier gibt es laut Google Eintrag vegane Optionen, welche und wie viele war aber an der Theke nicht ausgeschrieben. Essen kann man an einem großen Holztisch im Laden.

Adresse: Märzgasse 8
Cocktail Café Regie – Restaurant mit großer Cocktailkarte
Ins Cocktail Café Regie wollte ich eigentlich an meinem ersten Abend gehen. Da ich dann aber ziemlich müde war habe ich den Besuch auf den nächsten Tag verschoben und war dann am Nachmittag dort. Auch dann habe ich noch ein warmes Gericht bekommen. Das Restaurant war unerwartet groß, zusätzliche Plätze gab es außerdem draußen auf der Straße. Ich habe mich drinnen in die Star Wars-Ecke gesetzt, die mit Zeichnungen aus dem Franchise dekoriert war. Genau mein Geschmack. Von der großen Getränkekarte entschied ich mich für den hausgemachten Eistee mit Mango. Zur Auswahl stehen viele weitere alkoholische und nicht-alkoholische Getränke und natürlich Cocktails. Die Speisekarte ist nicht ganz so groß, es gibt aber ein paar vegane Optionen und auch ein veganes Menü. Hier wählte ich das Pad Thai, das mit Erdnusssoße und viel knusprig gebratenem Tofu serviert wurde. Preislich war es hier etwas teurer, die Location ist aber sehr schön, und auch ideal für größere Gruppen.

Adresse: Theaterstraße 2
Veganfreundliche Hotels in Heidelberg
Acor Boutique Hotel
Heidelberg habe ich als Kurztrip und nur für zwei Tage besucht. Für die Übernachtung habe ich ein Hotel in der Altstadt gesucht. Das Acor Boutique Hotel lag dafür recht ideal, sodass ich von dort das meiste fußläufig erkundet habe. Das kleine Hotel befindet sich in einem alten Haus an einer Hauptverkehrsstraße, die hörte man durch die doppelten Fenster aber kaum. Dafür war eine Bushaltestelle direkt in der Nähe. Gebucht hatte ich ein Einzelzimmer, das zwar klein, aber gemütlich war. Wenn man es vorher ankündigt, bekommt man hier auch veganes Frühstück. Ich habe nochmal beim Personal nachgefragt, dann werden wohl ein paar vegane Extras besorgt, die normalerweise nicht im Buffet enthalten sind.
Adresse: Friedrich-Ebert-Anlage 55
Hotel buchen bei booking.com* (Affiliate-Link)
Weiterlesen:
Vegan in Frankfurt am Main
Vegan in München
Vegan in Leipzig
Updated on August 13, 2025
Frankfurt Card: Lohnt sich der Kauf?
Wie in vielen anderen Städten auch gibt es in Frankfurt am Main mit der Frankfurt Card ein Touristenticket, was Ermäßigung bei vielen Eintritten ermöglicht. Ich habe die Frankfurt Card bei meinem letzten Städtetrip getestet und verrate dir hier, welche Sehenswürdigkeiten du damit in Frankfurt entdecken kannst und ob sich der Kauf lohnt.

Was ist die Frankfurt Card?
Die Frankfurt Card ist ein Ticket für Tourist:innen, mit denen man ermäßigten Eintritt bei vielen Museen und Attraktionen in Frankfurt am Main bekommt. Erhältlich ist die Karte in verschiedenen Ausführungen von 1-3 Tagen Gültigkeit, mit oder ohne ÖPNV Ticket, als Einzel- oder Gruppenkarte. Kaufen kannst du die Karte bequem online z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link), oder über die Website von Visit Frankfurt. Auch an verschiedenen Verkaufsstellen Vorort, wie bei der Tourist-Info, ist die Frankfurt Card erhältlich. Die Karten sind Personengebunden und können einfach als PDF auf dem Smartphone an der Kasse vorgezeigt werden. Preise starten ab 6€ mit der Frankfurt Card Basic (ohne ÖPNV) für zwei Tage. Die Frankfurt Card mit ÖPNV kostet 12€ für einen Tag. (Stand 2025)
Wo bekomme ich überall Ermäßigung mit der Frankfurt Card?
Mit der Frankfurt Card bekommst du ermäßigten Eintritt bei vielen bekannten Museen und Attraktionen in Frankfurt am Main. Dabei sparst du bis zu 50% zum regulären Eintrittspreis. Mit dabei sind z.B. das Deutsche Filmmuseum, das Goethe-Haus, das Städel Museum, das Jüdische Museum, der Palmengarten und der Main-Tower. Auch bei den Hop-on/Hop-Off-Bustouren und bei Schifffahrten mit der KD kannst du mit der Karte sparen. Eine vollständige Übersicht der Teilnehmenden Attraktionen findest du bei Visit Frankfurt.

Beispiel 1: So viel habe ich mit der Frankfurt Card Basic in 2 Tagen gespart
Ich war diesmal für zwei Tage in Frankfurt am Main. Da ich sowieso ein Deutschlandticket-Abo habe, reichte für mich die Frankfurt Card Basic. Diese hat keinen ÖPNV inklusive und kostet für zwei Tage 6€ pro Person.
Als erstes habe ich das Jüdische Museum besucht. Dort habe ich ein Kombiticket für das Jüdische Museum und das Museum Judengasse gekauft. Normalpreis ist hier 14€, mit der Frankfurt Card habe ich nur 7€ bezahlt. Das zweite Museum habe ich dann am zweiten Tag besucht.
Dann ging es auf die Aussichtsplattform am Main-Tower, für einen tollen Ausblick auf Frankfurt und Umgebung. Der reguläre Preis liegt hier bei 9€ pro Person. Mit der Frankfurt Card konnte ich 20% sparen und habe nur 7,20€ gezahlt.

Nachmittags habe ich spontan noch das Goethe-Haus besucht. Hier habe ich mit der Frankfurt Card nur 6 statt 12€ Eintritt gezahlt.
Am zweiten Tag war ich dann im Palmengarten. Auch hier spart man mit der Karte 50% auf den Eintrittspreis von aktuell 9€ pro Person. Somit habe ich hier nur 4,50€ gezahlt.

Eigentlich wollte ich am zweiten Tag noch das Städl Museum besichtigen. Da ich aber vorher noch im Museum Judengasse war, blieb dafür zu wenig Zeit übrig. Trotzdem konnte ich in kurzer Zeit mit der Frankfurt Card viel sehen und einiges sparen. Insgesamt habe ich in zwei Tagen 24,70€ für Eintritte ausgegeben, statt 44€ Normalpreis. Somit habe ich mit der Frankfurt Card 19,30€ gespart, bzw. 13,30€, wenn man den Kaufpreis mit einrechnet. Da ich die meisten Attraktionen sowieso besucht hätte, hat es sich für mich gelohnt. Tatsächlich hatte ich den Kaufpreis für die Frankfurt Card schon nach dem ersten Museumsbesuch wieder raus.
Beispiel 2: So viel kannst du mit der Frankfurt Card inkl. ÖPNV Ticket sparen
Im Vergleich jetzt einmal die Frankfurt Card mit ÖPNV, die für zwei Tage 19€ pro Person kostet. In meinem Beispiel gehe ich davon aus, das man 2-3 Museen besucht, auf den Main-Tower fährt und eine Bootsfahrt unternimmt.
Eine Tageskarte für den ÖPNV in Frankfurt kostet (ohne Fahrten zum Flughafen) schon 7,40€ pro Person. Das wären 14,80€ für zwei Tage. Bei der Frankfurt Card ist die Fahrt zum Flughafen zudem schon inkludiert.
Starten wir hier mit dem Goethe-Haus. Hier spart man 50% auf den Eintrittspreis und zahlt nur 6 statt 12€. Dann geht es weiter ins Historische Museum Frankfurt. Hier kostet der Eintritt normalerweise 8€ pro Person, ermäßigt nur noch 4€. In der Nähe ist außerdem das Struwwelpeter Museum, das besonders für Kinder interessant ist. Auch hier liegt der Reguläre Eintrittspreis bei 8€, ermäßigt mit der Frankfurt Card zahlt man nur noch 4€.

Bei der Main-Tower Aussichtsplattform sparen wir wie im vorherigen Beispiel 1,80€ auf den Eintrittspreis. Eine einstündige Panorama-Schifffahrt mit der KD kostet normalerweise 16€ für Erwachsene. Mit der Frankfurt Card kann man hier 20% also 3,20€ sparen.
In diesem Beispiel kommen wir alleine bei den Eintritten auf eine Ersparnis von 19€, was genau dem Kaufpreis für die Frankfurt Card für zwei Tage entspricht. Dafür ist hier dann schon das ÖPNV Ticket enthalten, das ansonsten mindestens 14,80€ kosten würde.
Fazit: lohnt sich die Frankfurt Card?
Für mich hat sich die Frankfurt Card bei meinem Besuch definitiv gelohnt. Vorteilhaft war hier natürlich, dass ich eine Variante ohne ÖPNV-Ticket wählen konnte, sonst wäre ich bei plusminus null rausgekommen. Außerdem kommt es darauf an, welche der Museen und Attraktionen man besuchen möchte. Bei mir war die Ersparnis mit oft 50% sehr hoch, bei manchen Teilnehmenden spart man auch nur 2-3€ auf den regulären Eintrittspreis. Grundsätzlich finde ich es aber sehr gut, dass nicht nur Museen mitmachen, sondern dass man auch bei anderen Aktivitäten sparen kann.
Weiterlesen:
Ein Wochenende in Frankfurt am Main: 2 Tage in Mainhatten
Vegan in Frankfurt am Main: Restaurant- und Hotel-Tipps
Updated on Juli 5, 2025
Rezept: veganer Konfettikuchen
Auf der Suche nach einem einfachen Kuchen für einen (Kinder)Geburtstag? Wie wärs mit diesem veganen Konfettikuchen?! Ein einfacher Rührteig, gebacken in einer Kastenform und verziert mit reichlich bunten Streuseln. Der eignet sich dafür doch perfekt!

Zutaten für eine Kastenform:
125g Margarine
125g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
abgeriebene Schale einer Bio-Orange
2 Eiersatz (ich hatte den von Biovegan)
250g Mehl
½ Päckchen Backpulver
125ml Haferdrink
50g vegane, backfeste Zuckerstreusel*
für das Frosting:
50g Puderzucker
2EL Orangensaft
30g vegane bunte Streusel
Zubereitung:
1. Margarine, Zucker, Vanillezucker und Oragenschale in einer Schüssel schaumig schlagen. Den Eiersatz mit etwas Sprudelwasser anmischen und unterrühren.
2. Mehl und Backpulver dazu sieben und alles mit dem Haferdrink möglichst kurz zu einem glatten Teig verrühren. Zum Schluss kurz die backfesten Zuckerstreusel unterheben.
3. Eine Kastenform einfetten, den Teig darin verstreichen und bei 160°C Umluft für ca. 60min im Backofen backen. Vollständig auskühlen lassen und erst dann aus der Form stürzen.
4. Für das Frosting den Puderzucker sieben, nach und nach mit dem Orangensaft glatt rühren und den Zuckerguss gleichmäßig über dem Kuchen verteilen. Direkt mit den restlichen Zuckerstreuseln verzieren.

Das ist mal wieder ein wirklich einfaches Kuchenrezept. Als Basis habe ich den Rührteig von meinem veganen Marmorkuchen verwendet und ein bisschen abgewandelt. Statt Banane gibt es einen anderen Eiersatz, statt Kakaopulver eine fruchtige Orangen-Note. Die passt sowieso viel besser zu den bunten Streuseln.
Apropos Streusel – hier musst du beim Einkaufen auf zwei Dinge achten: die Zutatenliste und dass du backfeste Streusel für den Teig verwendest. Ich hatte bei meinem ersten Backversuch vegan gekennzeichnete Streusel aus dem Bioladen. Wenn es keine Kennzeichnung gibt, sei vorsichtig. Gerade in den Farbstoffen können sich nämlich tierische Zutaten verbergen. Für eine rote Farbe wird z.B. häufig noch echtes Karmin (Abkürzung E120) verwendet. Dieser Farbstoff wird aus Läusen gewonnen. Zum Glück gibt es mittlerweile genügend vegane Alternativen, die dann z.B. mit Rote-Beete gefärbt werden. In jedem Fall wollte ich mein Rezept mit einem Hinweis darauf versehen, da das Thema Farbstoffe nicht jedem bei veganer Ernährung geläufig ist.


Beim ersten Versuch habe ich jedenfalls den Teig mit den einfachen Zuckerstreuseln angerührt. Geschmeckt hat der Kuchen auch super, allerdings haben sich die Streusel im Teig aufgelöst und waren überhaupt nicht mehr zu sehen. Also wollte ich einen zweiten Versuch starten und habe mir dafür backfeste vegane Streusel* (Affiliate-Link) bestellt. Damit hat es dann geklappt und es waren lauter bunte, verlaufene Punkte im Teig zu sehen, eben wie bunte Konfetti. Da die backfesten Streusel nicht ganz günstig sind, habe ich versucht die Menge in meinem Rezept möglichst gering zu halten, damit man mit einer Dose hinkommt. Zum Verzieren kannst du aber grundsätzlich auch wieder normale vegane Zuckerstreusel verwenden.
Bisher gibt es bei meinen Kuchenrezepten jedenfalls noch kein so buntes. Viel öfter sind es fruchtige vegane Obstkuchen, oder vegane Kuchen mit Schokolade, die auf auf meinem Blog landen. Nur bei meinen veganen Mini Donuts habe ich schonmal bunte Streusel verwendet. Auf die Idee für den Konfettikuchen kam ich beim Einkaufen, als ich die bunten Streusel entdeckt habe. Der Kuchen ist zwar auch perfekt für einen Kindergeburtstag, dass ich das letzte Mal auf so einer Veranstaltung war ist aber auch schon sehr lange her. Dabei hat sich meine Mutter als ich klein war auch immer tolle Kuchen einfallen lassen. Davon müsste ich auch mal ein paar Ideen hervorkramen und vegan nachbacken.

Weitere einfache vegane Kuchenrezepte:
Veganer Kirschstreusel
Veganer Schoko-Gewürzkuchen
Versunkener Erdbeer-Joghurt-Kuchen
Updated on Juli 5, 2025
Vegane internationale Küche in Köln: Restaurant-Tipps
Wie ihr wisst, liebe ich es zu Reisen und mich dabei durch die unterschiedlichen Länderküchen zu probieren. Natürlich kann ich nicht dauernd unterwegs sein, aber zum Glück gibt es zahlreiche Restaurants mit veganer, internationaler Küche in Köln, die ich dann besuchen kann. Meine Favoriten habe ich für euch in diesem Beitrag zusammengefasst.
Shaka Zulu – südafrikanische Küche
Südafrikanisches Streetfood im Tapas Style gibt es im Shaka Zulu am Friesenplatz. Auf dem saisonal wechselnden Menü gibt es immer auch ein paar vegane Optionen. Das Essen wird in Schalen, in der Mitte des Tisches serviert, sodass sich alle davon nehmen können und man gemeinsam isst. Bei meinem Besuch gab es Samosas, einen Gemüseeintopf und einen Bohneneintopf mit Kochbanane. Dazu Pap, den typischen Maisbrei. Zum Trinken kann man sich Cocktails (auch vegan und/oder alkoholfrei), Softdrinks oder südafrikanische Weine bestellen. Auch ein paar Specials wie Amarula stehen auf der Getränkekarte.

Adresse: Limburger Str. 29
Website
Hanoi vegan – vietnamesische Küche
Restaurants mit vietnamesisch veganer Küche gibt es in Köln viele. Eins meiner Favoriten ist das Hanoi vegan in Ehrenfeld. Das Restaurant ist komplett vegan und hat eine umfangreiche Karte mit vielen kleinen Vorspeisen/Tapas, Suppen und Bowls. Dazu gibt es einige Hausgemachte Getränke und den typisch vietnamesischen Kaffee, der mit einem Blechfilter über dem Glas zubereitet wird. Drinnen sitzt man gemütlich an einem der Holztische, die Wände sind mit Hol verkleidet, sodass sie wie kleine Häuser aussehen und die Decken sind mit Lampions geschmückt.


Adresse: Venloer Str. 453-439
Website
Mehr Tipps gibt es in meinem Artikel zu vietnamesisch veganen Restaurants in Köln.
Engelbät – Crêpes aus der französischen Küche
Eine klassische Crêperie wie icb sie aus der Bretagne kenne ist es zwar nicht, im Engelbät gibts aber trotzdem super leckere Crêpes, auch mit veganen Optionen. In dem Restaurant am Südbahnhof finden auch größere Gruppen Platz. Es gibt eine große Auswahl an veganen, herzhaft gefüllten Crêpes, z.B. mit Ratatouille, Curry oder veganer Bolognese. Die schmecken zwar nicht wie die für die Bretagne typischen Galettes, sind aber trotzdem sehr lecker. Bei den süßen Crêpes kann man einige auch vegan bestellen, die sind dann schon eher wie in Frankreich.

Adresse: Engelbertstraße 7
Website
Fasika – äthiopische Küche
Wusstet ihr, dass in Äthiopien fast 2/3 des Jahres gefastet wird und zwar vegan? Damit gibt es in der äthiopischen Küche viele vegane Optionen. Probiert habe ich die das erste Mal im Fasika in der Nähe des Südbahnhofs. Wir waren dort mit einer größeren Gruppe und haben einen gemischten veganen Teller bestellt. Dabei wurden verschiedene Currys, Eintöpfe und Salate auf einem großen Teller mit Injera Fladen serviert. Dieses Fladenbrot erinnert optisch eher an einen großen Pfannkuchen und wird aus Teffmehl zubereitet. Zum Essen reißt man sich ein kleines Stück von diesem Brot ab und nimmt damit etwas von dem Gemüse auf.

Adresse: Luxemburger Str. 17
Website
Zarathustra – persische Küche
Ebenfalls in der Nähe des Südbahnhofs liegt das Zarathustra, ein persisches Restaurant. Veganer:innen sollten hier am besten Mittwochsabends hingehen, dann gibt es ein veganes All-you-can-eat Buffet und man kann sich durch die verschiedenen Gerichte probieren. Aber auch sonst stehen viele vegane Speisen auf der Karte: verschiedene Salate, gefüllte Weinblätter, Gemüsepuffer oder Reisgerichte mit würzigen Soßen oder veganem Hack. Alles was ich probiert habe, war super lecker. Im Sommer kann man zudem schön auf der Terrasse sitzen.

Adresse: Dasselstraße 4
Website
Maspinzelo – georgische Küche
Das Maspinzelo habe ich zufällig entdeckt, als ich gegenüber im Moselstübchen essen war. Hier gibt es typisch georgische Küche und die musste ich nach meiner Georgien Reise natürlich unbedingt nochmal probieren. Das Restaurant ist gemütlich und die Wände mit bunten Bildern geschmückt. Viele der Gerichte auf der Karte sind vegan, darunter alle Salate und Beilagen, außerdem gibt es die typisch georgischen Teigtaschen Khinkali mit zwei verschiedenen veganen Füllungen. Die haben wir natürlich probiert, genauso wie den Pkhali Mix mit fünf verschiedenen Salaten und Vorspeisen. Dabei gab es Spinatbällchen und gegrillte Aubergine mit Walnusspaste, zwei verschiedene Bohnensalate und Rote Beete Salat. Dazu gab es Mchadi, das typisch georgische Maisbrot. Alles war super lecker und so authentisch wie in Georgien.

Adresse: Landmannstraße 4
Saravanaa Bhavan – indische Küche
Dieses indische Restaurant gehört zu einer Kette, ist komplett vegetarisch und liegt zentral am Heumarkt. Viele Gerichte auf der umfangreichen Speisekarte sind vegan, auch wenn das leider auf der Karte im Restaurant nicht gekennzeichnet ist (dafür wenn man online zum mitnehmen bestellen möchte). Ich hatte dort ein klassisches Masala Dosa und ein nordindisches Thali. Besonders das Dosa fand ich sehr gut, das war wie die anderen Gerichte auch, gut gewürzt, wobei nicht alles meinen Geschmack traf.


Adresse: Heumarkt 65
Website
Impact Café – spanische Tapas
Das Impact Café ist bekannt für sein All-you-can-eat Pancake Frühstück, aber auch Abends bekommst du hier viele vegane Leckereien in Form von Tapas. Egal ob klassische Patatas Bravas, Aioli und Piementos de Padrón, oder Loaded Nachos, Chili sin Carne oder Quesadillas. Die Tapas sind abwechslungsreich und lecker. Bestellen kannst du sie entweder einzeln, oder als All-you-can-eat-Variante.


Adresse: Luxemburger Str. 190
Website
Elea Candia – griechische Küche
Dieser Imbiss im belgischen Viertel bietet griechische Küche mit großer veganer Auswahl. Auf der Karte stehen etwa vegane Wraps z.b. mit Lahmacun, Auberginen Gulasch und veganes Souvlaki. Ich hatte bei meinem Besuch vegane Cevapcici, von der Tageskarte. Wirklich lecker und besonders die Wraps sind sehr günstig.

Adresse: Brüsseler Str. 66
Nish Nush – israelische Küche
Typisch israelische Küche mit vielen veganen Optionen gibts im Nish Nush an der Aachener Straße. Auf der Karte stehen nicht nur Klassiker wie Falafel und Hummus in verschiedenen Variationen, sondern auch veganer Kebab und hausgemachtes veganes Shawarma. Die veganen Optionen sind grundsätzlich gut auf der Karte gekennzeichnet, fragt bei den Soßen aber zur Sicherheit nochmal nach. Ich hatte „The Original Dish“ mit einem Mix aus Hummus, Salat, mixed Pickles, Fritten und veganem Shawarma, das wird wohl normalerweise mit nicht veganer Mayo serviert. Zu der sowieso schon großen Portion gab es noch ein Pitabrot. Es war sehr lecker und besonders das Shawarma gut gewürzt.

Adresse: Aachener Str. 14
Website
Maria Eetcafé – belgische Tapas
Belgische Fritten sind ein Gericht, wo man auch als Veganer:in immer aufpassen muss, traditionell werden sie in tierischem Fett frittiert. Nicht so bei Maria Eetcafé am Kölner Westbahnhof. Dazu gibt es einige leckere vegane Soßen und vegane Bitterballen als Tapas. Außerdem natürlich eine große Auswahl belgischer Biere. Ideal für einen gemütlichen Sommerabend.

Adresse: Hans-Böckler-Platz 1-3
Café Especial – mexikanische Küche
Im Café Especial am Deutzer Bahnhof gibt es mexikanische Küche mit einigen veganen Optionen. Auf der Karte stehen z.B. Tapas, Quesadillas und Salat, was vegan bestellt werden kann ist auf den Karten im Restaurant (nicht auf der Website) gekennzeichnet. Ich hatte mit Avocado gefüllte Enchiladas in Tomatensoße und überbacken mit veganem Käse. Dazu gab es Reis und ein Mus aus Pintobohnen.

Adresse: Neuhöfferstraße 32
Weiterlesen:
Vegan in Köln: Restaurant und Hotel-Tipps
Vegane Burger Restaurants in Köln
Vegan in Bonn
Updated on August 15, 2025
Ein Wochenende in Frankfurt am Main: 2 Tage in Mainhatten
Neulich fiel wir mal wieder auf, dass ich von Frankfurt am Main fast nur den Flughafen kenne. Zeit das zu ändern! Also habe ich mich in den Zug gesetzt und mir zwei Tage Zeit genommen, die Stadt am Main zu erkunden. Was ich alles erlebt habe und ob sich ein Trip nach Frankfurt lohnt, liest du hier.

Anreise mit dem Zug
Diesmal bin ich gemütlich mit dem Regionalzug bis nach Frankfurt gereist. Von mir aus dauert die Fahrt nicht so viel länger, als mit dem ICE und die Strecke führt am schönen Mittelrhein entlang. Da ich das Deutschlandticket abonniert habe, konnte ich mir so auch zusätzliche Kosten für ein Zugticket sparen. Frankfurt am Main ist aber grundsätzlich gut über den Fernverkehr angebunden und von ganz Deutschland aus mit dem Zug erreichbar. Da ich diesmal nur für eine Nacht weg war, habe ich mein weniges Gepäck in meinen Tages-Rucksack gepackt.
Tag 1: Jüdisches Museum, Main Tower und Zentrum
Als ich am späten Vormittag ankomme, erwartet mich die Freundin, die mich diesmal begleitet schon am Gleis. Zusammen laufen wir vom Hauptbahnhof runter zum Mainufer. Das Wetter ist schön sommerlich, die Bäume an der Nizza-Anlage spenden angenehmen Schatten. Am Gegenüberliegenden Museums-Ufer sehen wir zahlreiche alte Häuser, darunter das bekannte Städl Museum. Auch wir wollen als erstes ein Museum besichtigen. Das Jüdische Museum von Frankfurt befindet sich unweit des Main-Ufers im alten Rotschild-Palais. In der Dauerausstellung kann man mehr über das jüdische Leben in Frankfurt, jüdische Traditionen und drei wichtige jüdische Frankfurter Familien lernen. Das Wissen ist anschaulich aufbereitet mit einer Kombination aus Texten, Bildern, Ausstellungstücken, Modellen, Videos und Audio-Aufnahmen. Besonders toll finde ich die Funktion „Museum To-Go“. Hier kann man sich an verschiedenen Stellen zusätzliche Informationen auf einer bereitgestellten Karte speichern und diese dann im Nachhinein online abrufen.


Nachdem wir uns die Ausstellung in Ruhe angesehen haben, machen wir eine Mittagspause im zugehörigen Restaurant. Das Life Deli ist komplett vegan und bietet frische Salate und israelische Gerichte.
Nach der Pause geht die Stadterkundung weiter. Heute haben wir noch einiges vor. Zuerst spazieren wir zum Main-Tower. Der Weg dorthin führt durch einen Park der von Hochhäusern umgeben ist. So muss es sich in New York anfühlen. Von der Aussichtsplattform im 56. Stock des Main-Towers hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. Sogar den großen Frankfurter Flughafen kann man von hier aus sehen. Außerdem ist man auf Augenhöhe mit anderen Wolkenkratzern der Stadt. Der höchste ist aktuell 258 Meter hoch. Gut, dass wir hier keine Treppen laufen müssen, sondern bequem mit dem Aufzug hochfahren können.


Vom Main-Tower laufen wir nur wenige Minuten zur Alten Oper. Das Gebäude stammt aus dem späten 19. Jahrhundert, wurde allerdings im zweiten Weltkrieg zerstört und später wieder aufgebaut. Wir bleiben nur für einen kurzen Fotostopp, genauso wie beim nächsten Ziel dem Börsenplatz. Hier wollte ich mir einmal die Skulptur Bulle und Bär ansehen. Die beiden Tiere sollen mit ihrer Haltung das Auf und Ab der Börse repräsentieren. Weiter geht es vorbei an der Hauptwache und an der Zeil. Auf der Einkaufsstraße ist ganz schön Betrieb. Wir wollen weiter in die Kleinmarkthalle. Hier kann man an einigen Marktständen wunderbar nach ausgefallenen Gewürzen und Delikatessen stöbern. Auch viele andere Lebensmittelstände und Bäckereien gibt es.



Nicht weit von der Kleinmarkthalle befindet sich die Paulskirche. Hier tagten 1848 und 1849 Delegierte der ersten Nationalversammlung. Heute befindet sich in dem ehemaligen Kirchengebäude eine Ausstellung zur Geschichte der Demokratie. Die hätte ich mir gerne angesehen, aber leider hatte die Paulskirche am Tag unseres Besuchs außerplanmäßig geschlossen.
Stattdessen sind wir dann weiter gegangen und haben uns das Goethe-Haus angesehen. In dem Haus am Großen Hirschgraben wurde der berühmte Dichter 1749 geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Schon hier entstanden einige seiner berühmten Werke. Einen kleinen Überblick darüber verschafft eine Zeittafel im Museum. Ansonsten ist das Museum vor allem architektonisch interessant, man bekommt Infos zur Nutzung der verschiedenen Räume und zu besonderen Einrichtungsgegenständen. Im Ticket für das Goethe-Haus ist auch der Eintritt zum Romantik-Museum enthalten. Da es schon relativ spät war, konnten wir uns das leider nicht mehr ansehen.

Am Abend sind wir wieder zurück zum Römerberg spaziert. Der alte Marktplatz ist gesäumt von Fachwerkhäusern. Auch diese wurden im zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört und später wieder aufgebaut. Schließlich überqueren wir den Main auf dem Eisernen Steg. Die markante Brücke ist über und über behangen mit Liebesschlössern. Außerdem ist sie ein beliebter Fotospot. Von hier hat man einen guten Ausblick auf die Frankfurter Skyline.


Wir wollen nur rüber ins Viertel Alt-Sachsenhausen. Zwischen den teils alten Häusern finden sich einige interessante kleine Läden zum stöbern. Wir sind allerdings nur zum Abendessen hier. Ich habe eine, für den Stadtteil typische Weinwirtschaft entdeckt, in der auch pflanzliche Gerichte auf der Karte stehen. So kann ich die berühmte Frankfurter Grüne Soße probieren und dazu gibts natürlich klassisch einen Ebbelwoi (Apfelwein).
Danach geht es mit vielen gesammelten Eindrücken müde ins Hotel. Das lyf East liegt etwas außerhalb des Zentrums beim Osthafen. Mit der Tram sind wir aber recht schnell da und beziehen unser kleines, modernes Zimmer.
Tag 2: Palmengarten und Museum
Am zweiten Tag lassen wir es gemütlicher angehen. Zuerst frühstücken wir im Café im Hotel. Das habe ich deshalb ausgewählt, weil es komplett vegan ist. So gibt es hier nicht nur einen guten Cappuccino, sondern auch vegane Schokocroissants. Dann packen wir unsere Sachen wieder in den Rucksack und machen uns auf in die Stadt.
Unser Hauptprogrammpunkt für diesen Tag ist der Palmengarten. Der ist einer von insgesamt drei botanischen Gärten in Frankfurt, aber mit rund 19 Hektar sehr groß, mit mehreren Gewächshäusern und jetzt im Juni vielen blühenden Pflanzen. So viel Grün nach all dem Stadttrubel gestern tut gut!
Als erstes gehen wir ins Palmenhaus. Die warme, feuchte Luft schlägt uns entgegen. Drinnen fühle ich mich fast wie im Dschungel in Thailand. So vielen Palmen und Stauden mit riesigen Blättern. Sogar einen kleinen Teich mit Wasserfall gibt es. Draußen laufen uns dann die ersten Wasservögel über den Weg, darunter eine Streifengans, die ich mithilfe einer App identifiziere.

Im hauseigenen Rosengarten blüht gerade besonders viel. Es gibt Rosensträucher in zig verschiedenen Farben. Auch die Fuchsien im Fuchsiengarten zeigen ihre Vielfalt und leuchten in kräftigen Tönen. Der befindet sich zwischen zwei weiteren großen Gewächshäusern mit tropischen Pflanzen und Kakteen. Einige, wie die die Welwitschia aus Namibia, erkenne ich von meinen Reisen wieder.


Vor dem Gewächshaus werden wir durch lautes Quaken aufgeschreckt. In dem Seerosenteich verstecken sich zahlreiche Frösche. Es ist wie ein großes Wimmelbild. Je länger man hinschaut, desto mehr Frösche entdeckt man. Einige haben es sich auf den Seerosenblättern bequem gemacht, andere verstecken sich gut getarnt dazwischen.

Wir spazieren noch ein bisschen durch den Garten und machen es uns schließlich auf einer Bank am großen See gemütlich. Gegenüber vom großen Wasserfall sonnen sich einige Schildkröten auf einem alten Baumstamm. Auch wir genießen noch ein wenig die Ruhe und die angenehmen Temperaturen im Schatten.

Zum Mittagessen habe ich nochmal ein israelisches Restaurant gewählt. Das 269 ist komplett vegan und nur einen kurzen Fußweg vom Palmengarten entfernt. Hier gibt es leckere Spinat-Börek als Vorspeise und veganen Kebab mit Ofengemüse als Hauptgericht. Dazu gibts einen erfrischenden Eiskaffee.
Den Nachmittag haben wir wieder für Museen eingeplant. Da wir gestern im Jüdischen Museum ein Kombiticket für beide Häuser gekauft haben, fahren wir erst ins Museum Judengasse. Das beschäftigt sich mit jüdischem Alltagsleben ab dem 15. Jahrhundert. In der Frankfurter Judengasse, die als erstes jüdisches Ghetto Europas gilt, lebten damals schon bis zu 3.000 Jüd:innen. Im Museum kann man auch die Fundamente von alten Häusern sehen, die bei Bauarbeiten in den 1980er Jahren entdeckt wurden.

Nach der Besichtigung stellen wir fest, das uns für ein weiteres Museum nur noch wenig Zeit bleibt. Zu wenig um den vielen Kunstwerken im Städl Museum gerecht zu werden. Also verschieben wir das auf einen weiteren Frankfurt Besuch. Stattdessen gönnen wir uns bei heißem Sommerwetter ein Eis und laufen langsam am Flussufer entlang zurück zum Bahnhof.
Praktische Tipps für Frankfurt am Main:
– Der Bahnhof in Frankfurt ist ein Kopfbahnhof und riesig. Von hier aus kannst du praktisch in alle Himmelrichtungen in Deutschland fahren und fast jede größere Stadt erreichen. Oft sogar ohne Umstieg. Tickets und Verbindungen findest du z.B. über omio.com*.
– In Frankfurt gibt es ziemlich viele interessant Museen, z.B. entlang des Museumsufers. Wenn du einige davon besichtigen möchtest, lohnt sich vielleicht die Frankfurt Card. Damit bekommst du bis zu 50% Rabatt auf den regulären Eintrittspreis. Buchen kannst du sie z.B. über getyourguide*. Ich habe die Karte während meinem Besuch getestet. Ob sich der Kauf lohnt, liest in meinem Beitrag zur Frankfurt Card.
– Das Zentrum in Frankfurt ist relativ klein. Viel kannst du auch schon an einem Tag sehen und das meiste zu Fuß erkunden. Für mich waren zwei Tage ein ganz guter Zeitraum. An einem dritten Tag hätte ich noch weitere Museen besichtigt, vielleicht einen Ausflug ins Umland gemacht oder eine geführte Tour über den Flughafen unternommen.
– Übernachtet habe ich diesmal etwas weiter außerhalb des Zentrums im lyf East*. Das war einfach, aber modern und hatte ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Weitere Unterkünfte findest du z.B. über booking.com. Beachte, dass die Preise zu Messezeiten oft höher sein können.
– Da ich nur eine Nacht weg war, bin ich diesmal mit kleinem Gepäck gereist, das ich komplett in meinem Tagesrucksack verstauen konnte. Das ging auch deshalb, weil ich im Sommer unterwegs war und keine warmen Klamotten, oder eine dicke Jacke gebraucht habe. Falls du mehr Gepäck hast und es nicht in der Unterkunft unterstellen kannst/möchtest, findest du am Frankfurter Bahnhof auch Schließfächer.
– Rein vegane Restaurants und Cafés habe ich im Zentrum nur wenige gefunden. Mehr Auswahl gab es da z.B. in Bockenheim, oder im Nordend. Ein paar Tipps, vor allem mit israelischer Küche, habe ich trotzdem gesammelt. Die findest du wie immer in meinem Frankfurt vegan Guide.
– Spannende Aktivitäten gesucht? Bei konfetti* findest du kreative Kurse und Workshops.
Disclaimer: mit * Sternchen gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Buchst du etwas über diesen Link erhalte ich eine kleine Provision.
Weiterlesen zu Städtetrips in Deutschland:
Ein Wochenende in Hamburg: 3-4 Tage in der Elbmetropole
Ein Wochenende in Bremen: in 2-3 Tage durch die Hansestadt
Ein Wochenende in München: meine Tipps für 3 Tage in der bayrischen Landeshauptstadt
Ein Wochenende in Leipzig: 2-3 Tage in der sächsischen Metropole


