Updated on Dezember 1, 2025
Vientiane: Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt von Laos
Im Vergleich zu den Hauptstädten der Nachbarländer Thailand und Vietnam wirkt Vientiane fast dörflich. Im Zentrum, wo fast alles fußläufig erreichbar ist, reihen sich Tempel an immer mehr Restaurants, Hotels und Häuser im französischen Kolonialstil. Warum die laotische Hauptstadt trotzdem einen Besuch wert ist und welche Sehenswürdigkeiten du dir dort nicht entgehen lassen solltest, liest du hier.
Vientiane – Hauptstadt im Wandel
Vientiane, die laotische Hauptstadt liegt am Ufer des Mekong, direkt an der Grenze zu Thailand. Das Zentrum ist relativ überschaubar, viel kannst du zu Fuß erkunden. Bisher gibt es keine Wolkenkratzer-Schluchten wie in Bangkok oder Ho-Chi-Minh-City. Trotzdem sieht man die Entwicklung, seit der touristischen Öffnung von Laos. Zwischen den alten Tempeln und französischen Kolonialhäusern finden sich immer mehr Restaurants, Hotels und kleine Souvenirläden. In der Stadt herrscht aber eine vergleichsweise entspannte Atmosphäre. Nicht so ursprünglich wie in Luang Prabang, nicht so pulsierend wie in Bangkok, aber trotzdem spannend.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Vientiane
Wat Si Saket
Der Wat Si Saket ist einer der wenigen Tempel, der alle Angriffe auf und Umbrüche in Laos unbeschadet überstanden hat. Damit ist er ein wichtiges Denkmal für die laotische Bauweise. Im Zentrum befindet sich der Haupttempel, inmitten von einem überdachten Gang. Darin tausende von großen und kleinen Buddha-Figuren. In den Innenwänden sind in einem gleichmäßigen Muster kleine, torförmige Nischen eingefügt. In jeder davon befinden sich zwei kleine Buddha Figuren. Vielen der Figuren sieht man die Plünderungen vergangener Jahrhunderte aber noch an. Damals wurde ein Hohlraum unter dem Kopfteil als Versteck für Wertgegenstände genutzt. Deshalb wurde dieser Teil bei vielen Figuren abgebrochen. Außerdem sind die Fresken im Inneren des Tempels sehr sehenswert. Hier ist das Fotografieren aber verboten.


Der Eintritt in den Tempel kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ (Stand 2025).
Ho Phrakeo Museum
Gegenüber vom Wat Si Saket befindet sich das Ho Phrakeo Museum, die Halle die 1940 für den Smaragdbuddha gebaut wurde. Die Figur wurde von einem laotischen König im 16. Jahrhundert aus Chiang Mai mitgebracht, bei Eroberungszügen im Jahr 1779 aber wieder von Siamesen erbeutet. Heute steht der Smaragdbuddha im Königspalast in Bangkok.

In der Halle in Vientiane kann man dafür heute wichtige laotische Kunstschätze wie Buddhafiguren, Reliefs und Teracotta-Asparas ansehen. Der Eintritt kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ pro Person (Stand 2025).
Vat Simuang
Dieser Tempel aus dem 16. Jahrhundert beherbergt die Stadtsäule von Vientiane, in der die Schutzgeister der Stadt wohnen sollen. Der Legende nach wurde die Säule als Mittelpunkt der Stadt vom buddhistischen Lehrer des Reichsgründers Fa Ngum errichtet. Als sie ins Fundament gestellt werden sollte, stürzte sich eine schwangere junge Frau als Glück bringendes Opfer in die Grube und wurde erschlagen. Aufgrund dessen ist der Tempel auch heute noch ein Pilgerziel für Frauen, die schwanger werden wollen.

Mir haben in dem Tempel besonders die vielen Figuren aus der buddhistisch-hinduistischen Mythologie gefallen, die überall verteilt im Hof standen.

Pha That Luang Stupa
Eine der heiligsten Stätten in Laos ist die That Luang Stupa. Der Überlieferung nach, wurde hier schon im 3. Jahrhundert vor Christus ein Schrein für einen Knochensplitter eines Brustbeins von Buddha errichtet. Die heutige Stupa wurde dann Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut. Sie ist komplett in Gold gehalten. Rund um die Stupa führen Gänge in drei Ebenen, die den Pfad der Erleuchtung repräsentieren. Die erste Ebene ist die weltliche, hier ziehen Pilger zu Festen ihre Runden. Die zweite steht für die spirituelle Entwicklung und ist nur buddhistischen Mönchen an manchen Feiertagen zugänglich. Die dritte steht für die Erleuchtung. Rund um die Stupa gibt es weitere Tempel die man besichtigen kann. Der Eintritt kostet 30.000 Kip/ca. 1,20€ (Stand 2025).


Patuxai – Triumphbogen
An der Lane Xang Avenue, einer der Hauptverkehrsstraßen von Vientiene, steht an einem zentralen Platz der Patuxai. Praktisch eine laotische Version des französischen Triumphbogens. Der Bau begann in den 1960er Jahren, heute ist der Patuxai eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Vientiane. Besonders gefallen haben mir die Verzierungen mit hinduistischen Motiven in der Kuppel. Wer möchte kann außerdem für 20.000 Kip über Treppen auf die Dachterrasse laufen. Der Ausblick über die Stadt bietet zwar nicht unbedingt eine markante Skyline, es lohnt sich aber trotzdem. Drinnen gibt es auch eine kleine Ausstellung über den Bau und über Sehenswürdigkeiten und Traditionen in Laos.


Night Market am Mekong
Natürlich gibt es auch in Vientiane einen Nachtmarkt. Der findet jeden Abend im großen Park am Mekongufer statt. Hauptsächlich gab es hier billige Kleidung und günstige Elektronik. Der Nachtmarkt in Luang Prabang hat mir zum Souvenir-Shopping wesentlich besser gefallen. Am Mekong Ufer gibt es außerdem zahlreiche Restaurants, teils auf Booten. Ein vegetarisch/veganes Angebot war hier meiner Erfahrung nach aber praktisch nicht vorhanden.

Vientiane Night Food Market
Einen weiteren und meiner Meinung nach interessanteren Nachtmarkt nur mit Food-Ständen gibt es im Zentrum von Vientiane in der Hengboun Road. Auf einem kleinen Platz reihen sich hier zahlreiche Stände aneinander, bei denen man das unterschiedlichste Streetfood probieren kann. Gebratene Spieße, Pad Lao, frische Smoothies und süße Snacks. Meine Reisebegleitung war ganz begeistert über einen Stand mit Durian in verschiedenen Variationen (pur, als Eis oder als Smoothie).

Buddha Park
Etwas außerhalb von Vientiane liegt dieser Park mit zahlreichen Buddha-Figuren. Errichtet wurde er in den 1950er Jahren von einem buddhistischen Mönch. Heute ist es mehr Freizeitpark, als religiöse Stätte, auch wenn die Motive aus buddhistischen und hinduistischen Erzählungen stammen. Neben den mystischen Figuren aus grauem Beton sind in dem kleinen Park einige Blumenfelder und Fotospots angelegt. Prädestiniert für einen Instagram-Hotspot, aber noch relativ leer. Von Vientiane aus werden Touren mit dem Tuktuk hierher angeboten. Günstiger ist man mit der Buslinie 14 unterwegs. Die bringt einen für 18.000 Kip pro Person und Fahrt von der Talatsao Busstation zum Park und wieder zurück. Der Eintritt in den Park kostet nochmal 60.000 Kip. Drinnen gibt es auch ein paar Stände mit Snacks und Erfrischungen.


Silvester in Vientiane
Zufällig war ich um den Jahreswechsel in Vientiane und habe dort auch Silvester gefeiert. Übrigens nicht zu verwechseln mit dem laotischen Neujahr, das findet im April statt. Trotzdem gibt es an Silvester inzwischen ein paar Feiern in Vientiane, wenn auch nicht so riesig. Ein zentrales Fest und Feuerwerk findet um Mitternacht am Patuxai statt. Hierfür wird ein großer Bereich der Straße abgesperrt. Daneben gab es Bühnen mit Musik und Tanzvorführungen. Viele Laot:innen sind mit ihren Familien auf die Avenue gekommen, haben sich Sitzgelegenheiten und Getränke zum Picknicken mitgebracht. Kurz vor Mitternacht starteten dann einige Drohnen in die Luft und zählten den Countdown aufs neue Jahr. Zusammen mit einem kleinen, aber schönen Feuerwerk gab es dann eine tolle Lichtshow. Die dauerte nur etwa 15 Minuten. Danach machten sich die meisten Laot:innen direkt auf den Heimweg.


Gut zu Wissen: Neujahr ist ein gesetzlicher Feiertag in Laos. Deshalb haben an diesem Tag und an Silvester einige Restaurants und Läden in der Hauptstadt geschlossen. Viele Laot:innen verbringen den Tag mit der Familie.
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Posted on November 29, 2025
Rezept: vegane Schoko-Erdnuss Cookies
Wo sind die Cookie-Monster unter euch?! Hier habe ich ein neues Rezept für vegane Schoko-Erdnuss Cookies. Die sind einfach gemacht, bleiben auch nach dem Backen schön soft und halten sich in einer Dose mehrere Tage – falls sie nicht schon vorher aufgefuttert sind.

Zutaten für ca. 24 Stück:
225g Mehl
100g brauner Zucker
1TL Backpulver
2EL Kakaopulver
1EL Sojamehl
50ml Wasser
120g Margarine
1 Schuss Sojamilch
50g Erdnüsse
50g Zartbitter Schoko-Chunks
Zubereitung:
1. In einer Schüssel Mehl, Zucker, Back– und Kakaopulver mischen. Aus Sojamehl und Wasser einen Eiersatz anrühren, die Erdnüsse grob hacken.
2. Jetzt Margarine und Eiersatz unter die Mehlmischung rühren, nach Bedarf ein klein wenig Sojamilch dazugeben, damit der Teig besser zusammenklebt. Zum Schluss die gehackten Erdnüsse und die Schoko-Chunks unterheben.
3. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen, den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Aus dem Teig etwa Walnussgroße Kugeln formen und diese mit genügend Abstand auf dem Backblech platzieren.
4. Die Cookies müssen für ca. 15min gebacken werden. Wenn sie aus dem Ofen kommen, kannst du sie mit einem Pfannenwender noch etwas platt drücken, bevor du sie ganz auskühlen lässt.

In dieser Cookie Variante habe ich Erdnüsse und Schokolade kombiniert. Mit dem Grundteig sind aber natürlich noch viele weitere Varianten möglich. Eine davon, die klassischen Chocolate-Chip-Cookies, bekommst du in meinem Kochbuch „Einfach vegane Alltagsküche“. Dort durfte ein klassisches Keks-Rezept unter den Back-Rezepten nicht fehlen. Du kannst aber auch andere Nüsse, oder weiße Schokolade verwenden. Mir schweben da noch so ein paar Ideen im Kopf herum, die ich nach und nach ausprobieren werde.
Diese Cookies passen anders als Plätzchen übrigens in jede Jahreszeit. Falls du dazu noch Inspiration suchst, findest du schon ganz viele Ideen in meiner Übersicht für vegane Plätzchen Rezepte. Ich backe die Cookies auch gerne mit extra viel Schokolade, dann nehme ich die doppelte Menge Schoko-Chunks. Besonders gut schmecken sie frisch aus dem Ofen, wenn der Rand noch leicht knusprig ist. Später wird der auch etwas weicher, die perfekten Soft-Cookies.
Das Rezept ist nicht nur einfach, sondern auch schnell gebacken. Die Cookies benötigen gerade einmal 15 Minuten im Ofen. So kann ich das Rezept auch mal unter der Woche zubereiten. Einmal gebacken habe ich dann den Rest der Woche was zum naschen. Also auch ideal als Meal-Prep für die eigenen Süßigkeiten. Solche Kleinigkeiten kann ich mir persönlich auch besser einteilen. Ich weiß, welcher Aufwand hinein geflossen ist und kann die einzelnen Cookies viel mehr genießen.
Weitere Rezeptideen:
Schoko-Pistazien Biscotti
Blätterteig-Nuss Schnecken
Schoko-Kokos Cupcakes
Posted on November 26, 2025
Vang Vieng: Outdoor-Aktivitäten in der ehemaligen Backpacker-Hochburg
Früher war Vang Vieng bekannt als Backpacker-Hochburg: mit Tubing auf dem Fluss, reichlich Beerlao (dem lokalen Bier) und Partys. Auch heute noch zieht die Stadt nördlich von Vientiane actionliebende Tourist:innen an. Allerdings in etwas gemäßigterer Form. Was du alles in Vang Vieng erleben kannst und bei welchen Aktivitäten ich mich erstmal überwinden musste, liest du hier.

Nam Song River: Tubing, Kayaken oder Longtailboot fahren
Der Nam Song River zieht sich einmal von Norden nach Süden durch Vang Vieng. Viele der Outdoor-Aktivitäten spielen sich nach wie vor auf dem Fluss ab. Dazu gehört das schon früher beliebte Tubing. Dabei setzt man sich in einen aufgeblasenen Autoreifen und lässt sich im Wasser flussabwärts treiben. Alternativ kann man sich ein Kayak mieten. Mit dem Tuktuk wird man dann ein ganzes Stück flussaufwärts gebracht und kann dann mit der Strömung gemütlich flussabwärts paddeln. Eine tolle Möglichkeit um die Landschaft zu genießen.

Sehr beliebt sind auch die Fahrten mit den kleinen motorisierten Longtailbooten. Besonders zum Sonnenuntergang fahren die in einer nicht enden wollenden Schlange über den Fluss. Das stetige Brummen der Motoren im Ohr geht es dann einmal den Fluss hinunter und wieder hinauf.

Tief unter der Erde: Karsthöhlen erkunden
Typisch für die Karstlandschaft um Vang Vieng sind die Höhlen. Teilweise klein und unscheinbar, teilweise riesig und mit verzweigten Wegen. Viele davon kannst du rund um die Stadt erkunden. Ich war in der Loup Cave. Hier zahlt man 15.000 Kip Eintritt und kann sich eine Stirnlampe ausleihen. Zur Höhle klettert man ein bisschen den Berg hoch und dann über eine Holzleiter hinunter. Drinnen ist die Stirnlampe das einzige Licht. Damit kannst du die Tropfsteinformationen anleuchten und dir den Weg tiefer hinein suchen. Aber Vorsicht: es ist nichts ausgeschildert, also merke dir gut, wo du wieder hinausklettern musst.

Blue Lagoon: Baden und Ziplining
Neben den Höhlen gibt es rund um Vang Vieng einige Lagunen, in denen du dich bei heißem Wetter abkühlen kannst. Diese findest du bei Google Maps unter dem Stichwort Blue Lagoon, die verschiedenen Standorte sind dann nummeriert. Hinfahren kannst du z.B. mit dem Tuktuk oder mit dem Roller. Teilweise gibt es Vorort auch kleine Cafés wo du etwas essen und trinken kannst. Neben einer der Lagunen habe ich auch einen Zipline-Parcours entdeckt, dafür hatte ich bei meinem Besuch aber leider keine Zeit mehr.
Tham Nam Water Cave: Tubing durch eine Höhle
Bei dieser Höhle kombiniert man zwei der Outdoor-Aktivitäten in Vang Vieng: Tubing und Höhlen. Man zahlt 30.000 Kip Eintritt und bekommt dafür den Tubing Reifen und eine Stirnlampe. Dann gehts in Wasser und auf den Reifen. An einem Seil hangelt man sich in und durch die Höhle. Nur am Eingang ist die Höhle eher niedrig, später ist etwas mehr Platz. Trotzdem hat es mich etwas Überwindung gekostet mitzumachen. Mit unserer kleinen Gruppe war auch ein Guide unterwegs, der hat uns den Weg gezeigt und uns beim ein- und aussteigen aus dem Reifen geholfen. Etwa in der Mitte der Höhle ist eine kleine Sandbank, über die man den Reifen kurz tragen muss. Die Höhle selbst ist zwar nicht so spektakulär, aber das Erlebnis wie man sie, schwimmend auf einem Reifen erkundet einmalig.

Hoch hinaus: mit dem Heißluftballon über Vang Vieng
Vielleicht gibt es noch typischere Orte für eine Heißluftballonfahrt als Laos. Wenn du das wie ich das erste Mal machst, ist Vang Vieng aber eine gute Möglichkeit um auszuprobieren, ob so eine Fahrt was für dich ist. Die Landschaft ist definitiv sehr schön und die Preise vergleichsweise günstig. Für meine Fahrt, bei der ich etwa eine halbe Stunde in der Luft war, habe ich 110USD gezahlt. Woanders ist man schnell beim doppelten oder dreifachen Betrag.

In Vang Vieng sind, bei passenden Witterungsbedingungen, jeden Morgen und Abend zahlreiche Heißluftballons und Gleitflugzeuge unterwegs. Unsere Gruppe wurde am Nachmittag am Hotel abgeholt, dann konnten wir zusehen, wie die Ballons mit Luft gefüllt wurden. Als es dann ernst wurde und wir in den Korb geklettert sind, habe ich wieder kurz gezögert. Einmal in der Luft war ich aber froh, keinen Rückzieher gemacht zu haben. Mit dem Ballon gleitet man ganz ruhig über die Landschaft. Die Karstfelsen und die Stadt sehen von oben so schön aus, die anderen Ballons bieten ein tolles Fotomotiv. Gelandet sind wir dann auf der anderen Seite des Nam Song River in einem Reisfeld. Es waren direkt Helfer Vorort, die den Korb festgehalten und stabilisiert haben. Eine Ballontaufe, wie man sie aus Deutschland kennt, gibt es hier übrigens nicht.


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Luang Prabang: Sehenswürdigkeiten in der Stadt der Pagoden
Phonsavan und die Ebene der Steinkrüge – UNESCO Welterbe in Laos
Posted on November 22, 2025
Phonsavan und die Ebene der Steinkrüge – UNESCO Welterbe in Laos
Die Ebene der Steinkrüge ist eine von aktuell vier UNESCO Welterbestätten in Laos. Sie liegt bei Phonsavan in der Provinz Xieng Khouang und wird aufgrund der abgelegenen Lage nur von wenigen Tourist:innen besucht. Warum es sich lohnt, die lange Anfahrt nach Phonsavan auf sich zu nehmen und welche Sehenswürdigkeiten außer der Plain of Jars du dort noch entdecken kannst, liest du hier.

Phonsavan
Die Provinzhauptstadt Phonsavan blickt auf eine noch recht junge Stadtgeschichte zurück, denn sie wurde erst nach dem Ende des Vietnamkriegs in dieser Form aufgebaut. Die Hochebene rund um Phonsavan ist eine der am meisten bombardierten Orte der Welt. Während des Vietnamkriegs war hier eine Hochburg der Pathet-Lao, an der Grenze zu Vietnam verlief der Ho-Chi-Minh-Pfad. Beides machte die Region zu einem wichtigen Ziel für die US-Armee, obwohl Laos offiziell gar nicht am Krieg beteiligt war. Noch heute sind die Folgen in der Region sichtbar. Überall sind Bombenkrater zu sehen, inzwischen mit Gras und Bäumen bewachsen. Außerdem können sich im Boden immer noch Sprengkörper befinden. Nur die wenigsten Gebiete sind vollständig entmint. Das ist vor allem schwierig für die Landbevölkerung, denn sie ernähren sich durch Reisanbau und sind den Folgen des Krieges ausgeliefert. Auch als Tourist:in sollte man hier immer auf den Wegen bleiben.

Der Stadt selbst geht es heute relativ gut, im Vergleich zum restlichen Laos. Durch die Nähe zu Vietnam ist hier ein regere Austausch und Handel entstanden. Viele vietnamesische Geschäftsreisende sind unterwegs. Das merkt man auch an den vielen vietnamesischen Restaurants an der Hauptstraße.
UNSECO Weltkulturerbe: Ebene der Steinkrüge/Tonkrüge
Die Hauptsehenswürdigkeit von Phonsavan ist unumstritten die Ebene der Steinkrüge. Seit 2019 gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe. Ein Status der normalerweise für rege Besucher:innenströme sorgt. Diese Stätten hat man jedoch, vermutlich aufgrund der abgeschiedenen Lage, meistens für sich alleine. Über 2.000 Steinkrüge verteilen sich auf mehrere Plätze. Bisher sind drei davon entmint und somit zugänglich für Tourist:innen.
Plain of Jars Site 1
An der größten Stätte südöstlich von Phonsavan befinden sich über 300 der Steinkrüge. Sie stehen in Gruppen auf einem Hügel und auf einer großen Wiese. Dazwischen immer wieder Bombenkrater, die von der jüngeren Vergangenheit der Region erzählen. Zahlreiche der schätzungsweise 2.000 Jahre alten Steinkrüge wurden bei den Bombardements beschädigt. Vermutet wird, dass es sich um Grabstätten handelt, da teilweise menschliche Überreste gefunden wurden. Sicher ist sich die Wissenschaft aber nicht und genauso wenig ist bekannt, zu welcher Kultur die Krüge gehören, noch wie sie hierher gebracht wurden. Die Krüge bestehen nämlich aus Sandstein und dieser findet sich nicht in der Region. Eine Theorie: die Krüge wurden in einer Höhle neben der Stätte gebrannt, daher auch die Bezeichnung Ebene der Tonkrüge.


Plain of Jars Site 2
Site 2 befindet sich südlichen von Phonsavan. Hier stehen etwa 90 Krüge in einem Waldstück und verteilt auf zwei Hügeln. Um dorthin zu gelangen, klettern wir auf einer Leiter über einen Stacheldrahtzaun, der den entminten Bereich kennzeichnet. Wir haben diese Stätte zuerst besucht, somit hatten wir die Besonderheiten bei der größeren Stätte Nummer 1 noch vor uns.


Der Eintritt zu beiden Stätten kostet jeweils 15.000 Kip/ca. 0,60€ (Stand 2025).
Weitere Sehenswürdigkeiten in Phonsavan
Morning Market – authentisches Treiben
Unser Programm in Phonsavan starteten wir auf dem Morning Market. Hier kann man authentisches Treiben beobachten. Hauptsächlich werden Lebensmittel, also Obst, Gemüse, Gewürze, Fisch und Fleisch verkauft. An einem Stand türmen sich ganze Berge von frischen Reisnudeln in ein paar Körben. Von dort werden sie zum Verkauf in Plastikbeutel umgefüllt. Ich entdecke auch viele, mir unbekannte Obst und Gemüsesorten. Für später decke ich mit mit frischem Obst: Mango, Drachenfrucht, Avocado und Orangen ein. Einiges wird auch aus Vietnam importiert, da gerade nicht alles in Laos Saison hat. Ein Hinweis: auch wenn es in Laos offiziell verboten ist, findet nach wie vor Wildtierhandel statt. Auf dem Markt habe ich ein paar Stände gesehen, an denen tote Stachelschweine oder Wildkatzen zum Kauf angeboten wurden. Die wurden vor uns Tourist:innen schnell unter Zeitungspapier oder Kisten versteckt. Leider ist die Jagd und der Verkauf von Wildtieren für die meist arme Landbevölkerung in Laos immer noch eine genutzte Einkommensquelle. Als Touristin kann ich das Ganze nur insofern beeinflussen, das ich es nicht unterstütze und an entsprechenden Ständen nicht einkaufe.


MAG Museum – Kriegsgeschichte und Aufarbeitung
Das MAG ist eine Charity Organisation, die weltweit daran arbeitet, Landminen und unexplodierte Sprengkörper unschädlich zu machen. Auch in Laos sind sie aktiv und entminen dort Stück für Stück Abschnitte, die dann wieder gefahrlos für die Landwirtschaft genutzt werden können. In Phonsavan betreiben sie außerdem ein kleines Museum, dass über die Folgen des Krieges aufklärt und über die Arbeit des MAG berichtet.

Muang Khun – ehemalige Hauptstadt
Südöstlich von Phonsavan liegt Muang Khun, die ehemalige Hauptstadt der Provinz Xieng Khouang. Während des Vietnamkrieges wurde die Stadt fast vollständig zerbombt, nur noch wenige alte Tempel sind erhalten.
Wat Phia Wat Tempel
Dieser Tempel stammt aus dem 16. Jahrhundert. Im Zentrum befand sich eine Halle mit Säulen und einer großen Buddhastatue. Diese ist heute noch in Teilen erhalten, die Zerstörungen sind aber trotzdem gut sichtbar. Der Eintritt zum Tempel kostet 10.000 Kip/ca. 0,40€ (Stand 2025).

That Dam Stupa
Die Stupa That Dam oder That Foun ist eine der wenigen erhaltenen Ruinen in Muang Khun. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und die Ziegelsteine sind heute an vielen Stellen mit Moos, Gras und kleinen Farnen bewachsen. Auch wenn hier wenig los ist, ist der Ort trotzdem auf Tourist:innen eingestellt. Hinter der Stupa befindet sich ein kleiner Laden, in dem man traditionelle laotische Kleidung für Fotos ausleihen kann. Der Eintritt kostet 10.000Kip/ca. 0,40€ pro Person (Stand 2025).

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Posted on November 19, 2025
Rezept: Ofenkürbis auf veganer Fetacreme
Heute gibt es mal wieder ein Rezept für eine herbstliche Vorspeise. Ich liebe Ofenkürbis und esse ihn im Herbst sehr häufig. In dieser Variante ist er das Highlight auf einer würzigen Creme mit veganem Feta. Das schmeckt nicht nur super, sondern ist auch super einfach zubereitet und trotzdem ein schickes Essen.

Zutaten für zwei kleine Portionen als Vorspeise:
½ kleiner Hokkaido Kürbis
2EL Olivenöl
½TL Paprikapulver
50g veganer Feta
50g veganer Naturjoghurt
Kürbiskerne
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
1. Den Kürbis waschen, halbieren, entkernen und in schmale Spalten schneiden. Diese auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen.
2. Aus Olivenöl, Paprikapulver, Salz und Pfeffer eine Marinade anrühren und die Kürbisspalten damit bestreichen. Für ca. 20min bei 180°C Umluft im Ofen garen.
3. Währenddessen die Creme anrühren. Dafür den veganen Feta mit dem Joghurt, Salz und Pfeffer glatt pürieren.
4. Zum Anrichten die Creme auf zwei Tellern verstreichen, die Kürbisspalten darauf legen und zum Schluss noch ein paar Kürbiskerne darüber verstreuen.

Die vegane Fetacreme habe ich zum ersten Mal als Dip zu Rohkost bei einem Fernsehabend zubereitet und fand sie gleich super lecker. Auch war mir schnell klar, dass sie bestimmt super zu Ofengemüse passt. Darum habe ich sie gleich nochmal gemacht, diesmal mit würzigen Kürbisspalten aus dem Ofen. Die esse ich im Herbst sehr gerne und sie sind dann ein häufiger Bestandteil von leckerem Ofengemüse.
In dieser Variante wird es etwas schicker. So schön angerichtet eignet sich das Gericht super als Vorspeise und ist im Herbst eine super Alternative zur sonst gerne gereichten Kürbissuppe. Somit habe ich dann auch mal wieder ein herbstliches Gericht für meine veganen Vorspeisen. Die sind bisher abgesehen von einigen Suppen häufiger mit saisonalen Zutaten aus dem Frühjahr zubereitet. Und auch meine Serie veganer Kürbisrezepte bekommt einen neuen Beitrag. Klassischer Ofenkürbis war darin bisher nicht zu finden.
Außerdem lässt sich dieses Gericht super vorbereiten, wenn du Besuch hast. Die vegane Fetacreme ist schnell angerührt und auch den Kürbis kannst du schon vorher kleinschneiden und marinieren. Später musst du dann nur noch das Backblech in den Ofen schieben, während du mit deinen Gästen entspannt einen Apéro trinken kannst.
Weitere vegane Rezeptideen:
Ofengemüse Bowl mit Quinoa
Kürbis Kokos Suppe
Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Feta
Posted on November 16, 2025
Vegan in Luang Prabang – Restaurants und Hotels
Wenn du nach Laos reist, darf ein Stopp in Luang Prabang nicht fehlen. Die Stadt im Norden liegt zwischen dem Nam Khan River und dem Mekong und sprüht mit ihrer Altstadt voller Tempel nur so vor Geschichte. Wo du vegane Restaurants in Luang Prabang findest, liest du hier. Auch ein veganfreundliches Hotel habe ich diesmal wieder gefunden.

Grasshopper Café
Ins Grasshopper Café kannst du zum Frühstück, Lunch und Dinner gehen. Es liegt zentral in der Altstadt von Luang Prabang, nahe des Phousi Hill und des Nationalmuseums. Das Café ist gemütlich eingerichtet, hat eine Terrasse und einen Balkon. Es gibt einige vegane und vegetarische Gerichte, die auf der Karte gekennzeichnet sind, vieles davon ist eher westliche Küche. Ich war Abends hier und habe den veganen Burger und ein gelbes Gemüsecurry mit Tofu probiert.


Adresse: Ounheun Rd
Luang Prabang Cat Café
Ins Cat Café wollte ich unbedingt und war dort an meinem ersten vollen Reisetag zum Frühstück. Das Café ist vegetarisch mit vielen veganen Optionen. Außerdem leben dort ein paar gerettete Katzen und ein Hund, der sich gerne von mir kraulen ließ. Auf der Frühstückskarte stehen viele Smoothies, Bowls und Crêpes, die auch vegan bestellt werden können. Ich entschied mich für letztere mit Bananen und Schokosoße, außerdem gab es einen leckeren Cappuccino. Meine Reisebegleitung hatte einen Smoothie und eine Bowl mit viel frischem Obst. Alles war sehr lecker, denkt nur an Bargeld, da ihr hier, wie in vielen Restaurants in Laos, nicht mit Karte bezahlen könnt. Zahlung in US-Dollar war allerdings möglich. Das Rückgeld bekamen wir von der sehr netten Besitzerin in laotischen Kip zum tagesaktuellen Kurs. Wer möchte kann hier übrigens auch coolen Merch mit Katzenmotiven kaufen.



Adresse: Kingkitsarath Road, Unit 05 House 93
Website
The Belle River Terrace
Wer ein Restaurant am Mekong Ufer sucht, der findet im The Belle River Terrace vegetarische und vegane Optionen. Ich war hier zweimal, einmal Mittags für ein Getränk bzw. einen erfrischenden Mango-Smoothie und einmal zum Abendessen. Wenn man Glück mit dem Wetter hat, kann man hier schön den Sonnenuntergang beobachten, allerdings schallt auch die Musik von den Booten hoch, die zum Sonnenuntergang auf dem Mekong unterwegs sind. Gerichte, die vegetarisch oder vegan bestellt werden können, sind auf der Karte mit einem Symbol gekennzeichnet. Ich habe einmal den Papayasalat probiert, der allerdings relativ untypisch und mit sehr breiten Papayastreifen und etwas bitterer Thai-Aubergine serviert wurde. Außerdem gab es Pad Lao: gebratene Nudeln mit viel frischem Gemüse und Mango Sticky Rice. Das Restaurant gehört zu einem Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Hier mussten wir auch hinüber um auf die Toilette zu gehen und als wir mit Karte bezahlen wollten.




Adresse: 99 Baan Phonehueang
Website
Tamarind
Auf der anderen Seite der Altstadt-Halbinsel am Nam Khan River liegt das Tamarind, ein laotisches Restaurant mit veganen Optionen. Wir waren hier Mittags auf einen kleinen Lunch. Wer mehr Zeit hat, kann hier aber auch einen Kochkurs machen. Nicht alle Gerichte auf der Karte sind gekennzeichnet, wenn du vegan isst, gib das bei der Bestellung unbedingt nochmal an, damit keine Fishsauce oder ähnliches verwendet wird. Vor unserem bestellten Essen bekamen wir noch einen kleinen Teller mit frittiertem Bambus, der war außerdem gewürzt und schmeckte ein bisschen wie Chips, an ein paar Stellen dann aber doch etwas holzig. Als Hauptgericht gab es für mich Tofu Laap, die vegane Version von dem typisch laotischen Hackfleischsalat mit vielen frischen Kräutern. Besonders wer letzteres mag, sollte diesen Salat unbedingt mal probieren.


Adresse: V4VR+VMF, Kingkitsarath Rd
Website
Joma Bakery Café
Diese Café Kette hat auch einen Standort im Zentrum von Luang Prabang. Wir waren hier Mittags für eine kurze Pause mit unserer Reisegruppe. Ein paar vegane Optionen stehen auf der Karte. Diesmal habe ich allerdings nur einen Smoothie mit Drachenfrucht getrunken und etwas von einer Rohkostplatte mit Hummus probiert.
Adresse: Sakkaline Rd
Website
MITI Restaurant
An der Hauptstraße in der Altstadt von Luang Prabang reihen sich viele Restaurants aneinander. Eins davon ist das MITI, das ich zufällig beim vorbeilaufen entdeckt habe. Hier standen viele Gerichte mit Kürbis auf der Karte. Bei meinem Kürbis in süß-saurer Soße habe ich dann sicherheitshalber alle tierischen Zutaten abbestellt, denn es gab keine Kennzeichnung auf der Karte. Das Gericht war aber sehr lecker mit viel frischem Gemüse und so habe ich das später nirgendwo anders mehr gesehen. Für das Kokoseis zum Nachtisch war dann leider kein Platz mehr.

Adresse: V4VQ+494
Luang Prabang Night Market
Der Nachtmarkt findet in Luang Prabang jeden Abend ab 17Uhr auf der Hauptstraße vor dem Nationalmuseum statt. Am südwestlichen Ende der Stände, vor der Kingkitsalad Road, befindet sich auch ein großer Platz mit Streetfood Ständen. Einer davon bietet auch explizit vegetarisch und vegane Gerichte an (ich habe hier allerdings nicht gegessen). In einer kleinen Seitenstraße gegenüber gibt es noch mehr Streetfood Stände. Hier gab es meist fertig gekochte Gerichte, aus denen man sich einen Teller zusammenstellen konnte. Auch hier waren ein paar vegane Optionen dabei. Probiert habe ich dann nur ein paar der Coconut Pancakes, die zufällig vegan sind.

Saynamkhan River View
Übernachtet habe ich während meiner Zeit in Luang Prabang im Saynamkhan River View, einem schicken, kleinen Hotel in französischem Kolonial-Stil direkt am Flussufer. Zu Fuß war man von hier aber auch innerhalb von wenigen Minuten im Zentrum, oder auf dem Nachtmarkt. Wir hatten ein Zweibettzimmer im ersten Stock mit kleinem Bad, einfach aber gemütlich.
Das Frühstück wurde morgens unten in der Lobby serviert und auf Anfrage bekam ich vegane Optionen. Einen Teller mit frischem Obst (Mango, Banane, Wassermelone und Drachenfrucht) bekam sowieso jeder. Außerdem Brötchen, Marmelade, Kaffee, Tee und Orangensaft. Für mich gab es vegane Pfannkuchen statt eines süßen Teilchens und am letzten Tag auch noch Scrambled Tofu statt eines Eiergerichts. Wirklich lecker und die großen Portionen haben lange satt gehalten.


Adresse: Kingkitsarath Rd
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