Updated on März 21, 2026
Vegan in Lagos: die schönsten Cafés und Restaurants
Lagos ist für mich die schönste Stadt an der Algarve. Das sehe nicht nur ich so, sondern auch viele weitere Tourist:innen und digitale Nomad:innen. Mit den Besucher:innen haben sich in den letzten Jahren einige schöne Restaurants und Cafés niedergelassen, viele davon mit veganen Optionen. Welche ich getestet habe und meine veganen Tipps für Lagos findest du in diesem Artikel.

illicit Burgers
Als ich nach einer langen Busfahrt aus Lissabon am Nachmittag in Lagos ankam, habe ich nach dem Check-In erstmal etwas zu Essen gesucht. Meine Wahl fiel auf illicit Burgers, einen kleinen Burgerladen am Rande der Altstadt. Hier steht ein veganer Burger auf der Karte. Der wird im smashed Burger Style, mit veganem Käse und karamellisierten Zwiebeln im Bagel serviert. Dazu gab es eine große Portion Pommes und Barbeque Soße. Der Burger war lecker, die Portion groß und relativ günstig. Etwas mehr Auswahl, zumindest bei den Soßen, fände ich jedoch super und viel Platz zum sitzen ist in dem kleinen Laden leider auch nicht.

Adresse: R. Prof. Luis de Azevedo 1
Website
O Ninho Family Bar
Am nächsten Morgen habe ich mich auf die Suche nach einem veganen Frühstück gemacht. Aufgrund der großen Auswahl entschied ich mich für die O Ninho Familiy Bar. Das Café ist besonders Familienfreundlich eingerichtet, mit Plüschtieren und Spielzeug. Hier gibt es die meisten veganen und auch einige glutenfreie Optionen, von Avocado-Toast, über eine vegane Joghurt Bowl bis zu Pancakes. Auch ein großes veganes Brunch-Menü steht auf der Karte. Für mich gab es den Avocado-Toast mit Scrambled Tofu. Passt hier allerdings beim bestellen auf, da die nicht vegane Version den gleichen Namen hat. Außerdem hatte ich einen Cappuccino und für später habe ich ein veganes Pastel de Nata mitgenommen. Meines Wissens gibt es die in vegan in Lagos bisher nur im O Ninho.


Adresse: R. da Estrema 31
Estúdio Vegetarianio
Dieses vegetarische Restaurant solltet ihr unbedingt einmal zum Lunch besuchen (es hat nur um die Mittagszeit geöffnet). Hier gibt es wechselnde, frisch gekochte Gerichte und Lasagne. Als ich da war, war alles auf der Karte vegan. Zu meiner veganen Lasagne habe ich mir außerdem eine hausgemachte Limonade und einen Vinho Verde bestellt. Alles sehr lecker. Beachtet, dass hier nur Barzahlung möglich ist.


Adresse: R. da Oliveira 30
Goldig Café
Abgesehen davon, dass man sich Kaffee mit Kuhmilch bestellen kann, ist dieses Café komplett vegan. Auf der Karte stehen etwa verschiedene Bagels mit veganem Lachs, Avocado oder Hummus, Pancakes und ein paar herzhafte Bowls. Auch glutenfreie Optionen sind verfügbar. Ich war hier für einen ausgiebigen Brunch und probierte die Quiche, die mit schön viel Salat serviert wurde und die Schoko-Fudge Torte, zu der es neben frischen Erdbeeren auch noch eine leicht saure Passionsfrucht-Marmelade gab. Außerdem gab es einen sehr guten Cappuccino. Am schönsten sitzt man bei gutem Wetter draußen, drinnen ist der Platz etwas begrenzt.


Adresse: R. Infante de Sagres 64
Website
La Estrella
Das La Estrella liegt direkt neben dem Esúdio Vegetarianio. In dem Restaurant gibt es belgische Biere und auf der Speisekarte einige vegane Optionen, etwa verschiedene Tapas oder ein veganes Thai-Curry. Für mich gab es nur eine Kleinigkeit: Falafel und Salat, wobei die Falafel leider etwas bitter waren und mich geschmacklich nicht überzeugen konnten. Die Inhaberin war allerdings super nett und auch von dem lokaleigenen Hund wurde ich interessiert begrüßt.

Adresse: R. da Oliveira 32
Abigails Café
Vor meiner Abreise war ich noch in diesem süßen Brunch-Restaurant. Hier sitzt man gemütlich und kann wohl auch mit dem Laptop arbeiten. Bestellt wird über einen QR-Code am Handy oder an der Theke. Die veganen Optionen sind nicht ganz so zahlreich, wie in anderen Cafés, aber es gibt eine ganz gute Auswahl. Für den Kaffee gibt es Haferdrink zu einem Aufpreis von 0,80€. Für mich gab es einen Cappuccino und Avocado-Toast. Der war einfach, aber lecker und insgesamt war es, trotz dem relativ hohen Aufpreis für die Pflanzenmilch, ein sehr günstiges Frühstück.


Adresse: R. Henrique Correia da Silva 8
Website
GeIícia
Bei einer Strand-Destination darf natürlich auch eine Empfehlung für Eiscreme nicht fehlen. Die findet man in Lagos in diversen Läden rund um den Praça Gil Eanes. Besonders viele vegane Optionen mit Kennzeichnung gibt es bei GeIícia in einer Seitenstraße. Ich habe die Sorte dunkle Schokolade probiert, die Kugel war sehr groß, der Preis mit 2,80€ aber auch sehr hoch. Den 1€ Aufpreis für die vegane Waffel habe ich mir dann gespart.

Adresse: Largo Marquês de Pombal 20
Weiterlesen zu Portugal:
Lagos: Sehenswürdigkeiten an der Felsalgarve
Algarve Urlaub: Tipps und Ausflugsziele
Vegan in Lissabon
Posted on September 28, 2025
Rezept: veganes Massaman Curry
Ein cremiges Curry mit einfachem Gemüse und besonderer Würzung. Massaman Curry ist einer meiner Favouriten unter den Thai-Currys. Wie man es zubereitet, habe ich während meiner Thailand-Reise in einem Kochkurs in Chiang Mai gelernt. Hier teile ich mein einfaches Rezept für veganes Massaman Curry mit dir.

Zutaten für 2-3 Portionen:
250g Kartoffeln (festkochend, vorgekocht)
1 große Karotte
¼ Gemüsezwiebel
100g Tofu (natur)
400ml Kokosmilch
2EL Pflanzenöl
1EL Massaman Currypaste
2EL Mushroom Sauce
2TL Palmzucker
2 Lorbeerblätter
2 Anis-Sterne
1 Zimtstange
Zubereitung:
1. Die Kartoffeln und den Tofu würfeln, die Karotte schälen und in Scheiben schneiden, die Zwiebel schälen und in grobe Stücke schneiden.
2. Das Pflanzenöl im Wok erhitzen, Karotten und Zwiebel dazugeben und ein paar Minuten andünsten, bis die Zwiebel schön glasig ist. Massaman Currypaste dazugeben und kurz mit anbraten.
3. Mit der Kokosmilch ablöschen, Tofu und Kartoffeln dazugeben, dann die restlichen Gewürze hinzufügen. Für etwa 10min köcheln lassen. Lorbeerblätter, Anis und Zimtstange aus dem Curry fischen, zusammen mit Reis servieren.

Zugegeben, es hat etwas gedauert, bis ich mich bei meiner Südostasien-Reise an die verschiedenen Currys getraut habe. Schließlich war in meinem Hinterkopf immer die Warnung vor der Schärfe präsent. Besonders thailändische Currys werden sehr scharf gegessen. Da ich scharfes Essen kaum gewöhnt bin, habe ich hier immer „not spicy“ bestellt. Manchmal war es dann trotzdem recht scharf für meinen Geschmack.
Außerdem hatte ich sie erst in einem Restaurant probiert, wo für mich ungewohnt Gewürze und Gemüse wie Thai-Aubergine verwendet wurden. Darum war ich ganz froh, als ich Massaman Curry entdeckte. Hier wird einfaches Gemüse wie Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln verwendet. Zusammen mit Reis und Tofu mildert das auch die Schärfe deutlich ab. Probiert habe ich es das erste Mal in einem veganen Restaurant in Chiang Mai. Dort war es immer noch leicht scharf, aber lecker. Also fiel auch beim Kochkurs, wo jeder eine Curry Variante zubereiten konnte, meine Wahl auf Massaman Curry.

Die klassische rote Currypaste wird hier um weitere Gewürze ergänzt. Zusammen mit den Chilis werden Nelken im Mörser zerkleinert. In einem weiteren Rezept habe ich schon erklärt, wir du vegane Currypaste ganz einfach selber machen kannst, auch eine Variante für Massaman Curry ist dabei. Außerdem werden beim Kochen Lorbeerblätter, Anis-Sterne und eine Zimtstange mit in die Soße gegeben. Die geben dem Massaman Curry nochmal eine ganz eigene Note, werden aber nicht mitgegessen. Falls du mal Massaman Curry im Restaurant bestellst, kann es gut sein, dass die großen Gewürze noch in der Soße schwimmen, dann kannst du sie einfach an den Tellerrand legen.
Weitere Rezeptideen:
Rotes Thai-Curry
Veganes Panang Curry
Veganes Pad Thai
Updated on Oktober 1, 2025
Lagos: Sehenswürdigkeiten an der Felsalgarve
Schon bei meiner ersten Reise an die Algarve hat mir Lagos super gefallen. Damals war ich nur für einen Tagesausflug dort. Bei meiner letzten Portugal Rundreise habe ich gleich drei Nächte hier eingeplant, damit ich genug Zeit habe, mir alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe anzuschauen. Welche das sind und was mir in Lagos besonders gefallen hat, liest du hier.

Altstadt von Lagos
Lagos hat eine schöne kleine Altstadt, die sich prima zu Fuß erkunden lässt. Keine der Sehenswürdigkeiten dort ist mehr als fünf Minuten Fußweg voneinander entfernt. Außerdem gibt es eine ganze Reihe Restaurants, Cafés (meine Tipps gibts in meinem vegan in Lagos Guide) und Shops. Neben den typischen Souvenir-Shops findest du hier auch schöne Keramik oder Produkte aus Kork.

Praca Infante Dom Henrique
Rund um diesen Platz kurz vor der Hafenausfahrt von Lagos gruppieren sich einige der Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Er ist ein guter Ausgangspunkt um die Stadt zu erkunden. In der Mitte befindet sich eine Statue von Infante Dom Henrique (Heinrich dem Seefahrer), dessen Initiation von Entdeckungsfahrten im 15. Jahrhundert maßgeblich war, für die Entwicklung Portugals zur Seefahrernation und Kolonialmacht.

Igreja de Santa Maria de Lagos
An den Platz angrenzend befindet sich die Kirche Igreja de Santa Maria de Lagos. Diese Katholische Kirche stammte ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert, wurde aber während des großen Erdbebens 1755 zerstört und später wieder aufgebaut. Sie kann kostenfrei besichtigt werden.
Castelo
Gleich hinter der Kirche befinden sich die Überreste des Castelo von Lagos. Diese Burg stammt aus dem Mittelalter und wurde einst zur Verteidigung der Stadt errichtet. Auch einige Reste der Stadtmauern aus dieser Zeit, die damals das gesamte historische Zentrum umgab, sind noch erhalten.

Mercado de Escravos – Museum
Auf der Gegenüberliegenden Seite des Platzes liegt der Meracado de Escravos, erkennbar an den geschwungenen Bögen im Erdgeschoss und einem Gitterzaun vor dem Eingang. Dies war Schauplatz des ersten Sklavenmarkts im Jahr 1444. Heute befindet sich hier ein Museum, das über die Geschichte informiert und die Rolle Portugals im Sklavenhandel beleuchtet. Der Eintritt kostet 3€ pro Person, Beschriftungen sind auf Portugiesisch und Englisch.

Museo do Lagos
Nur einen Katzensprung vom Praca Infante Dom Henrique entfernt, liegt das zweite kleine Museum von Lagos. Wer beide besuchen möchte, kann ein Kombi-Ticket für 5€ wählen, ansonsten kostet der Eintritt auch hier 3€ pro Person. Das Museum zur Geschichte von Lagos ist relativ zusammengewürfelt. In mehreren Räumen gibt es alte, kirchliche Artefakte, Fundstücke und Kuriositäten aus der Umgebung und einige Bilder von Künstler:innen aus der Gegend, auch mit Motiven von Lagos.

Igreja de Santo Antiono
Zum Museum gehört auch die Igreja de Santo Antonio. Wer diese Kirche besichtigen möchte, muss in das Museo do Lagos. Die Kirchenräume liegen dabei am Ende des kleinen Rundgangs. Der Altarraum ist sehr prunkvoll verziert, mit viel Gold und den für Portugal typischen blau-weißen Azulejos.

Praca Luis de Camoes
Der meiner Meinung nach schönste kleine Platz in der Altstadt von Lagos (Foto siehe Titelbild). Hier gibt es mehrere Sitzgelegenheiten unter schattigen Bäumen. An einer Seite steht das markante Haus mit den grünen Fließen und vom Platz gehen in alle Richtungen kleine Straßen ab. Lass dich ruhig mal treiben und erkunde die Gassen. Je weiter du dich vom Zentrum entfernst, desto mehr kleine Cafés und Boutiquen findest du.
Mercado Municipal
Der Mercado Minicipal, die Markthalle von Lagos, befindet sich gegenüber der Promenade, am Eingang zur Altstadt. Auf zwei Etagen findest du hier frische, lokale Lebensmittel. Im Erdgeschoss ist der Fischmarkt (schließlich sind wir hier am Meer), im ersten Stock findest du etwas Obst, Gemüse und lokale Produkte wie Honig und Gewürze, die sich auch als Mitbringsel eignen. Für einen schönen Ausblick auf den Hafen und die Promenade gehe auf die Dachterrasse.

Centro Ciencia Viva de Lagos – Wissenschaftsmuseum
Ein weiteres Museum in Lagos, das du an regnerischen Tagen besuchen kannst, ist das Centro Ciencia Viva de Lagos. Das Wissenschaftsmuseum kostet 6€ Eintritt pro Person. Besonders spannend ist es für Kinder, da man hier viel selbst ausprobieren kann.

Promenade von Lagos
Vor allem bei sonnigem Wetter kannst du schön an der Promenade von Lagos entlang spazieren. Die zieht sich vom Hafen entlang der Altstadt und ist gesäumt mit hohen Palmen. Du findest hier auch zahlreiche Stände, einerseits mit Kleidung und Souvenirs, andererseits von den Anbietern für Bootstouren. Hier kannst du Touren zur Ponta da Piedade, zur Benagil Cave und zur Delfinbeobachtung buchen. Achte besonders bei letzterem darauf, einen Verantwortungsvollen Anbieter zu wählen. Wenn du dir schon vorab einen Platz sichern möchtest, findest du viele Angebote auch bei getyourguide* (Affiliate-Link).

Bootstouren
Bei meinem ersten Besuch in Lagos habe ich eine Tour zur Ponta da Piedade unternommen. Mit einem kleinen Boot ging es an der Küste entlang und immer wieder in die kleinen Höhlen im Fels. Diesmal wollte ich eine Delfintour machen, doch leider spielte das Wetter nicht mit. Wenn du eine Tour gebucht hast und diese z.B. Wetterbedingt nicht stattfindet, bekommst du dein Geld zurück. Die Beste Zeit ist wohl Vormittags, da dann der Wellengang meist noch nicht so stark ist. Das ist auch für die Grotten-Touren relevant, da die Einfahrt dann nicht möglich ist.
Marina
In der Marina von Lagos liegen zahlreiche kleine und große (Segel)Boote. Hin kommst du über eine Fußgängerbrücke. Diese kann für Boote mit höherem Mast geöffnet werden. Vom Hafen aus starten auch die bereits erwähnten Bootstouren und es gibt ein paar Cafés, in denen du gemütlich sitzen kannst. Direkt daneben befindet sich übrigens der Bahnhof von Lagos, von dem du mit dem Zug entlang der Algarve z.B. nach Portimao oder bis nach Faro fahren kannst.

Meia Praia – Dünenlandschaft und Strand
Lagos liegt zwar eigentlich an der Felsalgarve, an der Küste östlich der Altstadt gibt es aber auch einen schönen langen Sandstrand mit Dünenlandschaft. Hier kannst du Kilometerweit am Wasser entlanglaufen, oder über die Holzbohlenwege durch die Dünen wandern. Der Strand fällt hier relativ flach ins Wasser ab und ist somit im Sommer perfekt zum Baden geeignet. Auch Surfer habe ich gesehen. In regelmäßigen Abständen findest du Strandcafés für ein Getränk oder einen Snack.

Tipp: wenn du nur in eine Richtung laufen willst, fahre mit dem Zug eine Station bis Meia Praia und laufe von dort am Meer entlang zurück nach Lagos.
Ponta da Piedade
Zum Schluss darf natürlich das Highlight unter den Sehenswürdigkeiten in Lagos nicht fehlen. Die Ponta da Piedade ist einer der schönsten Abschnitte der Felsalgarve. Die Felsspitze zieht sich südlich von Lagos ins Meer. Unternimm hier unbedingt eine Wanderung oberhalb der Küste. Für eine Rundtour von Lagos solltest du etwa 3-4 Stunden einplanen. Die Strecke beträgt zwar nur 4-5 Kilometer, du wirst aber immer wieder stehen bleiben und die Aussicht genießen. Mehr Zeit brauchst du außerdem, wenn du in die Buchten und zu den kleinen Stränden hinabsteigst. Diese erreichst du über Holztreppen. Auch oben sind die Wege einfach und führen meist über Holzstege. Welche Aussichten und Stopps du nicht verpassen solltest habe ich dir hier nochmal zusammengefasst.


Praia da Batata
Der kleine Stadtstrand von Lagos direkt neben der Hafeneinfahrt. Hier beginnt erst die Felsküste, dafür bist du von der Altstadt aus in wenigen Minuten am Meer. Oberhalb des Strandes gibt es einen schönen Miradouro.

Praia Dona Ana
Schon etwas weiter läuft man zum Praia Dona Ana. Hier gibt es auch ein paar Hotels, aber zum Glück nicht direkt an der Küste. Einen besonders schönen Blick hast du auf die Küste, wenn du von Norden kommst. Zahlreich kleine Felsnasen ragen hier aus dem Wasser. An dem relativ breiten Strand kannst du auch schön spazieren gehen, hier lohnt es sich herunter zu laufen.

Praia do Camilo
Der Praia do Camilo ist ein relativ kleiner Strand etwa auf halber Strecke zur Ponta da Piedade. Eine lange Holztreppe führt hier über ca. 200 Stufen hinunter. Besonders markant ist ein Felstor, das sich kurz vor der Bucht befindet. Die Aussicht darauf ist meiner Meinung nach von Oben, bzw. von der halben Treppe aus aber besser. Der Strand selbst ist sehr klein, in eine zweite Bucht gelangt man durch einen kleinen Felstunnel. Vorsicht vor dem orangenen Sand, der ist lehmhaltig und bleibt an den Schuhen kleben.

Farol – Leuchtturm
Dass du dem Ziel deiner Wanderung, der Felsspitze Ponta da Piedade immer näher kommst, erkennst du am Leuchtturm. Der markiert praktisch das Ende der Landzunge. Davor gibt es nochmal eine kleine Aussichtsplattform auf einem Holzsteg. Einen noch besseren Blick hast du allerdings, wenn du dem Wanderweg noch weiter Richtung Westen folgst. Hier ist auch der ideale Platz für ein Picknick zum Sonnenuntergang.

Häufige Fragen zu Lagos:
Wie viel Zeit sollte ich für Lagos einplanen?
Wenn du wenig Zeit hast, kannst du schon bei einem Tagesausflug viel von Lagos sehen. Dann würde ich ein bisschen die Altstadt erkunden und zur Ponta da Piedade laufen. Entspannter ist ein Aufenthalt von 2-3 Tagen, länger wenn du von hier aus Ausflüge unternehmen willst. Lagos ist nämlich auch ein guter Ausgangspunkt um die westliche Algarve zu entdecken. Der Ort ist außerdem beliebt bei Digitalen Nomad:innen, die hier z.B. den Winter verbringen.
Wie komme ich am Besten nach Lagos?
Für die Anreise von Deutschland aus kannst du am einfachsten nach Faro fliegen. Von dort geht es dann mit dem Zug weiter nach Lagos. Die einfache Fahrt dauert knapp zwei Stunden und kostet 8,10€ (Stand 2025).
Falls du schon in Portugal bist, kannst du mit dem Fernbus nach Lagos reisen. Von Lissabon aus gibt es täglich mehrere Verbindungen. Ich war mit Rede Expresso unterwegs und habe nur knapp 8€ für die dreistündige Fahrt gezahlt.
Wo kann ich in Lagos übernachten?
Um Lagos entspannt zu erkunden empfehle ich eine Unterkunft in oder am Rande der Altstadt. Dann kannst du die Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen und hast zahlreiche Restaurants und Cafés in der Nähe. Ich habe drei Nächte in der Casa Creativa* (Affiliate-Link) übernachtet, eine gemütliche, moderne Unterkunft in zentraler Lage und mit gutem Preis/Leistungs-Verhältnis. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten findest du auf booking.com* (Affiliate-Link).
Was sind die schönsten Aktivitäten in Lagos?
Die Grotten-Tour entlang der Ponta da Piedade war eins der schönsten Erlebnisse auf meiner ersten Algarve Reise. Wenn du zum ersten Mal in Lagos bist, solltest du die nicht verpassen. Buchen kannst du diese und weitere Touren z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link). Alternativ kannst du oberhalb der Küste entlangwandern und die Landschaft ganz in Ruhe genießen.
Weiterlesen zu Portugal:
Algarve Urlaub: Tipps und Ausflugsziele
Lissabon: über Treppen, Tram fahren und den Tejo
Sehenswürdigkeiten in Porto
Posted on September 21, 2025
Aussichtspunkte in Lissabon: die 10 schönsten Miradouros
Lissabon ist auch bekannt als Stadt der 7 Hügel, damit ist die portugiesische Hauptstadt wie gemacht für schöne Aussichtspunkte. Die heißen auf portugiesisch klangvoll „Miradouro“ und sind in Lissabon oft als kleine Parks angelegt. Der perfekte Treffpunkt für eine gemütliches Picknick oder den Sundowner am Abend. Meine Tipps für die schönsten Aussichtspunkte in Lissabon findest du hier.

Castelo de São Jorge
Das Castelo thront oben auf einem der Hügel, oberhalb des Alfama-Viertels. Es ist kein klassischer Miradouro, sondern eine der Hauptsehenswürdigkeiten, aber mit Ausblick. Du kannst von hier weit über die Stadt und den Tejo schauen, mit Panoramaausblick auf die Ponte 25 de Abril und die Christus Statue. Die trutzigen Mauern der Burg bieten außerdem ein schönes Motiv im Vordergrund für die Fotos von der Aussicht. Ich habe das Castelo am Vormittag besucht, besonders viel los ist hier aber am Abend, wenn viele Tourist:innen sich von hier den Sonnenuntergang anschauen. Wenn du das auch möchtest, plane deinen Besuch entsprechend, damit sich der Eintrittspreis lohnt.

Igreja de São Vicente da Fora
Ebenfalls im Alafma-Viertel befindet sich die Igreja de São Vicente da Fora. Wenn du sie besichtigst kannst du neben dem Kloster und einer Ausstellung auch auf die Dachterrasse klettern. Von hier hast du einen tollen Ausblick, vor allem auf das Castelo.

Miradouro da Senhora do Monte
Dieser Miradouro ist einer beliebter Spot für den Sonnenuntergang. Von hier hast du den perfekten Blick Richtung Westen, über die Stadt und den Tejo. In den kleinen Park gelangst du vom Zentrum über einige Treppen. Komme lieber früh, wenn du einen guten Platz möchtest, denn hier ist oftmals einiges los.

Miradouro do Rio Tejo
Dieser Aussichtspunkte liegt ausnahmsweise mal nicht auf einem der vielen Hügel von Lissabon, sondern direkt am Ufer des Tejo. Er liegt ganz zentral am Praça do Comércio und bietet einen tollen Ausblick auf den Fluss. Ich habe hier gern die Möwen beobachtet und mir den Wind, der meist vom Atlantik her kommt, um die Nase wehen lassen.

Arco da Rua Augusta
Der Triumpfbogen am Praça do Comércio ist ebenfalls ein Aussichtspunkt und du kannst für einen kleinen Eintritt auf die Terrasse fahren. Der Ausblick auf den Platz ist sicher toll, in Anbetracht der vielen anderen kostenlosen Aussichtspunkte in Lissabon, habe ich diesen jedoch nicht selbst besucht.

Elevador de Santa Justa
Auch die Fahrt mit dem Elevador de Santa Justa ist mit dem Einzelticket nicht ganz günstig. Mein Tipp: wenn du mit dem bekannten Aufzug fahren möchtest, mache das an einem Tag, an dem du sowieso eine Tageskarte für den ÖPNV kaufst, dann ist die Fahrt mit im Preis enthalten. Um die Aussicht von hier zu genießen brauchst du allerdings keins von beidem. Laufe einfach von der Rückseite im Chiado-Viertel an den Aufzug heran, dort bekommst du den Ausblick gratis.

Miradouro de São Pedro de Alcântara
Ein schöner Aussichtspunkte mit Park ist der Miradouro de São Pedro de Alcântara im Norden des Barrio Alto. Von hier hast du einen tollen Ausblick auf die Innenstadt: vom Rossio Square, über das Castelo bis zum Ufer des Tejo. Der kleine Park ist außerdem ideal für eine Pause oder ein Picknick. Es gibt schöne Blumenbeete und einige Bänke, teilweise in der Sonne, teilweise unter Bäumen. Einzig für den Sonnenuntergang ist der Miradouro nicht ideal, da der Blick Richtung Osten geht.


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Miradouro de Santa Catarina
Diesen Miradouro habe ich bereits bei meiner ersten Lissabon Reise entdeckt, denn mein Hotel lag direkt daneben. Der Aussichtspunkte befindet sich direkt im Chiado-Viertel. Neben der Bergstation des Elevador da Bica zweigt eine Straße ab, dann gelangst du zu dem Miradouro mit kleinem Park. Hier war abends bei gutem Wetter auch immer einiges los. Einheimische wie Tourist:innen mit einen Drink und irgendwer hat Musik auf einer Gitarre gespielt. Den tollen Ausblick über die Häuser und den Tejo gibts obendrauf.

Park Eduardo VII
Die Sichtachse vom Park Eduardo VII reicht die komplette Avendida da Liberdade entlang bis zum Zentrum. Die Prachtstraße zieht sich mit vielen Bäumen wie ein grünes Band den Hügel hinunter. Davor erhebt sich die Statue auf dem Praça Marquês de Pombal und dahinter glitzert das Wasser des Tejo. Auch wenn man hier etwas weiter aus dem Zentrum raus fährt, der Weg lohnt sich. Im Park gibt es außerdem einen kleinen Botanischen Garten.

Torre de Belém
Bei diesem Aussichtspunkt im Lissabonner Vorort Belém hat man mal einen etwas anderen Ausblick. Einerseits Richtung Atlantik, andererseits sieht man die markante Ponte 25 de Abril von der anderen Seite. Der Besuch lohnt sich aber nicht nur für die Aussicht, sondern auch für den Turm, der zusammen mit dem Mosteiro dos Jerónimos zum UNESCO Welterbe gehört. Bis voraussichtlich Anfang 2026 ist der Turm allerdings noch für Restaurierungsarbeiten geschlossen.

Weiterlesen zu Lissabon und Portugal:
Lissabon: über Treppen, Tram fahren und den Tejo
Vegan in Lissabon – Restaurant-Tipps
Lissabon bei Regen – meine Tipps für Schlechtwetter-Tage
Aussichtspunkte in Porto
Posted on September 17, 2025
Rezept: Ofengemüse-Bowl mit Quinoa und Tahani-Joghurt-Dressing
Wenn ich Lust auf viel Gemüse habe, aber nicht schon wieder Salat essen möchte, ist eine Ofengemüse-Bowl für mich das perfekte Gericht für den Alltag. Einfach das Lieblings-Gemüse kurz kleinschneiden, marinieren und ab in den Ofen. Zusammen mit Quinoa als Beilage und einem cremigen Tahini-Joghurt-Dressing wird daraus eine leckere und gesunde Bowl.

Zutaten für ca. 2 Portionen:
1 kleine Zucchini
1 rote Paprika
200g Champignons
½ Blumenkohl (vorgegart)
1 kleine Tasse Quinoa (tricolore)
50ml vegane Satay-Soße (optional als Marinade für den Blumenkohl)
4EL Olivenöl
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
für das Tahini-Joghurt-Dressing:
100g Sojajoghurt natur
2TL Tahin
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
1. Gemüse waschen, die Paprika entkernen, in große Stücke schneiden, Zucchini in Scheiben schneiden, Champignons vierteln, sodass alles mundgerechte Stücke sind. Blumenkohl in Röschen teilen.
2. Das geschnittene Gemüse auf einem Backblech verteilen. Den Blumenkohl mit der Satay-Soße bestreichen. Für das restliche Gemüse eine Marinade aus Olivenöl und Gewürzen anrühren und mit einem Pinsel gleichmäßig verstreichen. Das Gemüse für ca. 20min bei 180°C im Ofen garen lassen.
3. Währenddessen das Quinoa in die 2 1/2-fache Menge kochendes Salzwasser geben und ca. 15min quellen lassen.
4. Für das Tahini-Joghurt Dressing den Sojajoghurt gut mit Tahini und Gewürzen verrühren. Wenn alles fertig ist Quinoa und Gemüse auf zwei Bowls verteilen und mit dem Dressing servieren.

Für diese Rezept habe ich mal wieder einige meiner liebsten Gemüsesorten gewählt, sie jedoch etwas anders kombiniert. Ofengemüse mit Paprika, Zucchini und Champignons mache ich oft, z.B. in meiner Gemüsebowl mit Süßkartoffeln. Diesmal habe ich noch eine weitere Gemüsesorte ergänzt, um mit einer anderen Beilage und einem neuen Dressing etwas Abwechslung in meine vegane Alltagsküche zu bringen. Blumenkohl landet bei mir auch häufig auf dem Tisch, meistens aber mit Kartoffeln, oder in einem Curry (wie bei meinem Blumenkohl-Erdnuss-Curry). Mariniert mit einer würzigen Soße schmeckt er aber auch als Ofengemüse sehr lecker. Ich habe hier eine fertige Satay-Soße verwendet. Man kann aber auch eine schnelle Marinade aus Erdnussbutter, Sojasoße und Gewürzen anrühren.

Dazu gibt es als Beilage mal nicht klassisch Kartoffeln, Reis oder Nudeln, sondern Quinoa. Das Pseudogetreide ist nicht nur reich an Proteinen und wichtigen Mineralstoffen wie Eisen und Magnesium, es schmeckt auch sehr gut und leicht nussig. Ich esse es gern mit viel Gemüse, oder gebe auch mal ein paar Löffel davon in einen gemischten Salat.
Als Dip habe ich mich hier für ein einfaches Tahini-Joghurt-Dressing entschieden. Das ist leicht, besteht nur aus wenigen Zutaten und ist daher schnell fertig. Optional kann man z.B. noch Zitronensaft oder frische, gehackte Kräuter ergänzen. Mit wenig Zeit tut es natürlich auch ein fertiges Dressing aus dem Supermarkt. Auch wenn ich versuche, auch im Alltag möglichst frisch zu kochen und viele unverarbeitete Zutaten zu verwenden, greife ich bei Bedarf auf Fertigprodukte zurück.
Weitere Rezeptideen aus der veganen Alltagsküche:
Vegane Paprika-Hack-Pfanne
Süßkartoffel-Curry mit Brokkoli
Vegane Blätterteig-Tarte
Posted on September 14, 2025
Lissabon bei Regen – meine Tipps für Schlechtwetter-Tage
Eigentlich denkt man bei Lissabon eher an warme Temperaturen und den Sundowner mit Aussicht. Grundsätzlich sind die Temperaturen hier auch im Winter eher mild. Da die Stadt aber am nah Atlantik liegt, kann es hier durchaus auch mal nass werden. Was du bei Regen schönes in Lissabon unternehmen kannst und meine Tipps, wie du möglichst wenig nass wirst, liest du hier.
Sehenswürdigkeiten in Lissabon bei Regen
Im März war ich zum zweiten Mal in Lissabon und bei diesem Besuch hatte ich leider weniger Glück mit dem Wetter. Einerseits war es noch relativ frisch und andererseits gab es oft heftige Schauer und sogar ein Unwetter. Trotzdem habe ich versucht das Beste aus meinem Aufenthalt zu machen und habe trotz Regen einiges erkundet.
LX Factory
Ich bin mittags mit dem Zug in Lissabon angekommen. Nachdem ich mein Gepäck in meiner Unterkunft abgeladen hatte, bin ich bei leicht regnerischem Wetter zur LX Factory gefahren. Trams und Busse halten hier ganz in der Nähe an der Station Calvário. In dem Kunstzentrum gibt es Streetart, viele Cafés und individuelle Läden. Zwar ist nicht das gesamte Gelände überdacht, aber ich konnte immer wieder in den Shops Unterschlupf suchen und dort nach spannende Dingen stöbern. Es gibt etwa Keramik, (Secondhand) Mode, Schmuck und viele ausgefallene Produkte von lokalen Marken. Auch das ein oder andere Atelier von Streetart-Künstlern befindet sich auf dem Gelände. Die Streetart draußen habe ich mir dann in den wenigen trockenen Momenten angesehen und dort einige tolle Werke entdeckt. Besonders gefallen hat mir z.B. die Installation vom Künstler Bordalo II, der für seine Tierfiguren aus Abfall bekannt ist. In der LX Factory ist eine Biene zu sehen. Außerdem sehr präsent ist ogringo, dessen Kunst die typischen Azulejos modern interpretiert. Von beiden Künstlern habe ich später noch weitere Werke in der Stadt entdeckt.


Museo National do Azulejo
Schon seit meiner ersten Reise nach Portugal, an die Algarve, liebe ich die Muster auf den Azulejos. Darum fiel meine Wahl bei der Frage, welches der Museen ich mir in Lissabon bei schlechtem Wetter ansehen wollte auf das Museo National do Azulejo. Dort sind jede Menge der bunten Kacheln aus den letzten Jahrhunderten ausgestellt. Dabei werden verschiedene Aspekte beleuchtet: von der Bedeutung, über die künstlerische Entwicklung der Motive bis zu den Materialien mit denen die Kacheln eingefärbt werden. Besonders typisch ist zwar die Kombination blau-weiß, aber auch andere Farben finden Verwendung. Ein Highlight im Museum ist die mit Azulejos geschmückte Kapelle aus dem alten Kloster, in dem das Museum untergebracht ist, aber auch moderne Azulejo-Kunst ist hier zu sehen. Vom Zentrum aus kannst du mit dem Bus direkt zum Museum fahren.


An meinem dritten Tag hatte ich ursprünglich ein Ausflug nach Sintra geplant. Der ist dann aber wortwörtlich ins Wasser gefallen. Nicht nur hatte es morgens schon so stark geregnet, dass ich schon auf dem Weg zum Treffpunkt klatschnass geworden bin. Durch das Unwetter in der vorherigen Nacht waren auch die Gärten und Paläste in Sintra gesperrt, sodass eine Besichtigung am selben Tag gar nicht möglich war. Den Ausflug konnte ich dann zum Glück kurzfristig stornieren, war erstmal gemütlich frühstücken und habe mir dann ein Alternativprogramm für einen weiteren regnerischen Tag in Lissabon überlegt.
Igreja de São Vicente da Fora
Auf den Tipp von einem Tourguide am Vortag bin ich dann zur Igreja de São Vicente da Fora gelaufen. Die liegt hinter dem Castelo im Alfama Viertel. Für einen kleinen Eintrittspreis kann man hier die Kirche, das Kloster und eine kleine Ausstellung besichtigen. Hier ist zwar nicht alles auch auf Englisch beschildert, aber die wichtigen Informationen sind vorhanden. Im oberen Stockwerk sind viele Azulejos mit Märchen ausgestellt. Wenn es nicht gerade schüttet, kann man auch auf die Dachterrasse für einen schönen Ausblick auf Lissabon.


Lisboa Story Center
Später habe ich noch das Lisboa Story Center unten am Praca do Comercio besucht. Hier kannst du mehr über die Geschichte Lissabons und das große Erdbeben 1755 lernen. Du bekommst einen Audio-Guide, der dich durch die Ausstellung führt. Die Audios werden automatisch abgespielt. Dazu gibt es ein paar Requisiten und kleine Filme. Die sind jedoch leider, genau wie der große Film zum Erdbeben, der in einem extra Raum aufgeführt wird, sehr pixelig und wirken in die Jahre gekommen.

Museu Arqueológico do Carmo
Auch das Archäologische Museum ist in einem alten Kloster untergebracht: dem Convento do Carmo. Das wurde beim großen Erdbeben zum Teil zerstört und die Ruinen der Kirche sind heute als markantes Gebäude von vielen Orten in Lissabon sichtbar. Dieses Museum war das letzte bei diesem Lissabon Besuch und es ist auch nur teilweise für Regentage geeignet. Ein Teil der ausgestellten Artefakte befindet sich nämlich im Hof, bzw. zwischen den Säulen der alten Kirche. Das macht das Museum aber nochmal zu einem interessanten Fotospot. Innen werden dann weitere historische Funde ausgestellt und es gibt einen kurzen Film zur Geschichte des Klosters.

Livraria Betrand – Chiado
Ein muss für Leseratten ist ein Besuch in der Livraria Betrand in Chiado, dem ältesten durchgängig betriebenen Buchladen der Welt. Schon seit 1732 werden hier Bücher verkauft. Auch das schwere Erdbeben hat die Buchhandlung überlebt. Optisch kann die Inneneinrichtung zwar nicht mit der von der Livraria Lello in Porto mithalten, aber du kannst hier trotzdem hervorragend nach Büchern stöbern. Auch Werke auf Englisch und Deutsch sind erhältlich. Hinten im Buchladen gibt es ein kleines Café, wo du es dir bei Regen mit deinem neuen Lesestoff gemütlich machen kannst.

Café- und Restaurant-Hopping
Lissabon ist eine Stadt, bei der man Regen am besten aussitzt. Da vom Atlantik her meist starker Wind weht, sind Regenwolken oft genauso schnell wieder verschwunden, wie sie aufgezogen sind. Wenn es anfängt zu regnen, suchst du dir am besten möglichst schnell einen Unterstand oder einen Platz im Café. Hier kannst du gemütlich abwarten, bis es wieder trockener ist. Meine Empfehlungen für vegane Restaurants und Cafés findest du in meinem Vegan in Lissabon Guide.

Natürlich hat es nicht die ganze Zeit durchgeregnet, als ich in Lissabon war. Zwischendurch hatte ich auch mal ein paar Stunden Sonne und konnte am ersten Vormittag spontan eine Free Walking Tour mitmachen. Zeitfenster wie dieses solltest du unbedingt nutzen, denn am schönsten ist Lissabon immer noch bei Sonnenschein. Meinen Ausflug nach Sintra habe ich übrigens eine Woche später bei strahlendem Sonnenschein nachgeholt, nachdem ich zwischendurch für eine Woche in einem Tierheim als freiwillige Helferin gearbeitet hatte.
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Die Karte enthält:
- 60+ Markierungen mit Infos und persönlichen Tipps
- Top-Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps
- die schönsten Fotospots und Aussichtspunkte von Lissabon
- vegane Restaurant-Tipps (alle selbst getestet)
- Tipps für spannende Aktivitäten, auch abseits ausgetretener Pfade
On Top wird die Karte regelmäßig mit neuen Tipps erweitert. Alle Updates sind für dich kostenlos enthalten.
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Praktische Tipps für Lissabon bei Regen:
– Fahre mit Metro, Bus oder Tram von A nach B. So kommst du möglichst trocken zum nächsten Museum.
– Warte starken Regen in einem Unterstand oder Café ab. Die steilen Straßen in Lissabon werden schnell zu Sturzbächen und das Wasser sammelt sich in Pfützen. Nasse Füße sind da schnell vorprogrammiert, auch wenn du mit Schirm weiterläufst. Ich spreche da aus Erfahrung.
– Trage feste Schuhe. Bei Regen und Nässe wird das Pflaster in Lissabon schnell rutschig. Besonders die weißen Steine aus Kalk, laufe also wenn möglich lieber über die schwarzen Pflastersteine aus Basalt.
– Sei flexibel. So kannst du trockene Zeitfenster bestmöglich ausnutzen und den Regen in einem Café aussitzen oder währenddessen ein Museum besichtigen.
– Nutze deine Wetter-App mit Radarfunktion, aber verlass dich nicht darauf. Ich habe versucht den Schauern damit voraus zu sein, zwischendurch hat es aber trotzdem manchmal kurz geregnet, ohne dass es mir angezeigt wurde.
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