Südengland Roadtrip – Teil 1: von Dover über Brighton zur Isle of Wight

Wir stehen an Deck der Fähre und lassen uns vom Wind durchpusten, während die weißen Kreidefelsen der englischen Küste immer näher kommen. Heute früh sind wir mit dem Auto in Deutschland gestartet und nun liegen zwei Wochen Roadtrip durch Südengland vor uns. Entlang der Südküste geht es bis nach Cornwall und mit ein paar Stopps im Landesinneren wieder zurück.
Der erste Teil unserer Reise führt uns von Dover über Brighton bis zur Isle of Wight.

White Cliffs of Dover

Die White Cliffs of Dover sind meist das Erste und das Letzte was man von England sieht, wenn man mit der Fähre anreist. Da ich die Küste aber auch aus der Nähe sehen wollte fahren wir nachdem wir die Fähre verlassen haben direkt zum Besucherparkplatz des National Trust und unternehmen einen kleinen Spaziergang. Schon wenn man nur ein kleines Stück oberhalb der Felsen entlangläuft bieten sich immer wieder tolle Ausblicke. Die Kreidefelsen sind teilweise über 100 Meter hoch. Bei unserem Besuch scheint die Sonne, die Felsen strahlen weiß und das Meer schimmert in verschiedenen Blau- und Türkistönen. Da dauert es nicht lange, bis Urlaubsstimmung aufkommt.

Südengland Roadtrip RyeRye

Rye ist das erste von einigen urigen englischen Dörfchen, die wir während unseres Trips besuchen. Der kleine Ort nimmt mich mit seinem Charme sofort für sich ein. So viele schnuckelige kleine Häuschen, altes Straßenpflaster und an der Kirche komme ich mir vor, als wäre ich in einem anderen Jahrhundert gelandet. Besonders schön ist die Mermaid Street. Hier hat jedes Haus seinen eigenen Namen. Wir finden zum Beispiel das Smugglers Cottage direkt neben dem Mermaid Inn, das früher von Schmugglern für ihre Geschäfte genutzt wurde.

Südengland Roadtrip, Rye

Hastings

Am Abend unseres Anreisetags kommen wir in Hastings an und bevor wir zu unserer Unterkunft fahren schauen wir uns noch ein bisschen an der Promenade um. Auf einem Hügel über der Stadt kann man eine Burgruine besichtigen und auf den gegenüberliegenden Berg fährt eine Seilbahn, die aber schon geschlossen hat, als wir ankommen. Am Hafen schauen wir uns stattdessen einige schiefe alte Holzhäuser an, diese gehören zum Stade Viertel und dienen den Fischern schon seit dem 17. Jahundert als Lagerschuppen. Der Rest der Promenade wird dominiert von Attraktionen wie einer Minieisenbahn und einem Minigolfplatz. Richtung Stadt finden sich viele Läden mit Spielautomaten. Hastings war früher ein beliebtes Seebad, nur die alte, für viele Seebäder typische Seebrücke fiel leider 2010 einem Brand zum Opfer.

Südengland Roadtrip, Hastings

Seven Sisters und Beachy Head

Bei bestem Wetter geht es an unserem zweiten Tag weiter die Küste entlang. Es geht zu einem der beliebtesten Ziele bei einer Südengland Reise: den Seven Sisters und Beachy Head. Wie in Dover strahlen hier die weißen Kalksteinklippen in der Sonne. Das Panorama ist hier durch den markanten Küstenverlauf noch schöner. Wir laufen runter zum Strand, von dem man einen herrlichen Blick auf die Seven Sisters hat und dann oberhalb der Klippen in Richtung Beachy Head. Leider haben wir nicht genug Zeit um ganz dorthin zu laufen und so genießen wir nur den Blick von Weitem auf die Klippen und den kleinen rot-weiß gestreiften Leuchtturm.

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Brighton

Unser nächstes Ziel Brighton ist der Grund, warum wir uns von Beachy Head so schnell wieder verabschieden. Hier haben wir nur eine Nacht gebucht, aber es gibt einiges, dass wir uns in der Küstenstadt anschauen wollen. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden haben, geht es zuerst zum berühmten Brighton Pier. Die Seebrücke ist voll von Spielautomaten, Fast Food Buden und Karussels und ist das Wahrzeichen der Stadt. Im Westen der Promenade stehen noch die Überreste des West Pier im Wasser und an Land ragt neuerdings der Aussichtsturm i360 in die Höhe.
Als nächstes steht der Royal Pavilion auf unserem Programm. Der Palast, den König Georg IV. im 19. Jahrhundert bauen ließ ist ein Meisterwerk im asiatisch-chinesischen Stil. Von der Außenfassade her könnte der Palast gut in Indien stehen, mit den vielen Kuppeltürmen und verzierten Fensterbögen. In der Inneneinrichtung kommt dann der chinesische Stil zum Vorschein. Besonders toll sind die riesigen Kronleuchter, die mit Drachenfiguren verziert sind. Gut eine Stunde verbringen wir in dem Palast und bummeln danach noch ein bisschen durch die Stadt.
Es geht erst in das The Lanes Viertel, wo es auf schmalen Sträßchen viele kleine Läden gibt. Hier finden wir auch das VBites in dem wir vegane Burger und Fish & Chips essen. Danach geht es in das etwas alternativere Viertel North Laines, hier gibt es kleine Boutiquen und Secondhand Stores. Viel interessanter ist aber die Street Art die man hier findet. Am nordwestlichen Ende in der Nähe des Bahnhofs kann man sogar einen berühmten Banksy finden. Das Original von „Two Policemen kissing“ wurde zwar verkauft, eine Kopie steht aber an der gleichen Stelle.

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Portsmouth

Von Portsmouth aus fahren wir am dritten Tag unserer Reise mit der Fähre auf die Isle of Wight. Eine Sache wollen wir uns in Portsmouth aber vorher noch ansehen und das ist der Historic Dockyard. Hier kann man mehrere historisch bedeutende Schiffe besichtigen. Wir entscheiden uns für die HMS Victory, ein riesiges Flaggschiff, das unter Anderem durch die Schlacht von Trafalgar und den Kapitän Lord Nelson berühmt wurde. Ein Rundgang führt über die verschiedenen Decks des Schiffes und auf wirkliche jedem Deck stehen unmengen an Kanonen.
Mit dem Ticket für die HMS Victory kann man vom Historic Dockyard aus außerdem eine kostenlose Hafenrundfahrt machen. Auf dieser sehen wir nicht nur die Kanalfähren, die auch von hier nach Frankreich übersetzten, sondern auch zahlreiche riesige Kriegsschiffe der britische Marine. Portsmouth ist eben auch der größte Stützpunkt der britischen Royal Navy, aber wo ich historische Kriegsschiffe wie die HMS Victory noch ganz interessant finde, so finde ich die modernen Kriegsschiffe doch eher gruselig.

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Osborne House

Auf der Isle of Wight besichtigen wir als erstes Osborne House, den Palast von Queen Victoria. Das Haus, mit großen Gärten und Parkanlagen drumherum liegt wunderschön im Norden der Isle of Wight. Während wir dort sind, wird gerade ein Film gedreht und so sind leider nicht alle Räume zugänglich. Die Räume die wir sehen, sind sehr opulent gestalltet, wenn auch nicht so ausgefallen wie im Royal Pavilion in Brighton. Besonders die verzierten Decken gefallen mir gut.
Die Gärten schauen wir uns natürlich auch noch an und hier kommt der mediterrane Flair, von dem im Zusammenhang mit der Isle of Wight und Osborne House oft die Rede ist, sehr zum Vorschein. Obwohl wir schon Oktober haben, blühen noch Lavendel und einige andere Blumen und die pastellgelbe Fassade des Palastes passt auch eher in südlichere Länder.

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The Needles

Nach dem Besuch in Osborne House fahren wir am späten Nachmittag noch zu den Needles im Westen der Isle of Wight. Als wir dort ankommen ist der Besucherparkplatz schon leer gefegt und auch die Seilbahn runter zum Strand in Alum Bay fährt nicht mehr. Wir nehmen stattdessen die Treppe, aber natürlich fährt um diese Uhrzeit auch keins der Boote mehr, die einen Blick auf die Needles vom Wasser aus ermöglichen. Also geht es für uns wieder nach Oben und zu Fuss weiter, um von irgendwo noch einen besseren Blick auf die Needles zu erhaschen. Auf der anderen Seite des Hügels finden wir schließlich einen Aussichtspunkt, von dem man die spitzen Felsen deutlich besser sehen kann und so fahren wir danach doch noch mit ein paar schönen Fotos im Gepäck weiter zu unserer Unterkunft.

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Tipps:
Wir sind mit DFDS von Dünkirchen nach Dover gefahren, die Fährüberfahrt dauert hier zwar etwas länger als von Calais, spart aber natürlich Strecke mit dem Auto.
Im Royal Pavilion in Brighton darf man leider nicht fotografieren, der Besuch lohnt sich aber. Tickets kosten ca. 12 Pfund. Mehr Infos gibt’s hier.
Im Historic Dockyard in Portsmouth gibt es verschiedene Ticketkombinationen, je nachdem was man sich alles ansehen möchte. Für die HMS Victory lag der Preis bei 18 Pfund, die Hafenrundfahrt ist da schon dabei. Mehr Infos hier.
Wir sind mit dem Auto auf die Isle of Wight gefahren um flexibler zu sein, günstiger ist aber ein Tagesausflug. Dabei kann man mit dem Hovercraft von Portsmouth aus fahren und nimmt dann auf der Isle of Wight den Bus.
Osborne House gehört zum National Heritage, als Nicht-Mitglied zahlt man 15 Pfund Eintritt. Mehr Infos hier.
Wenn man viele Sehenswürdigkeiten des National Heritage besucht kann sich ein Heritage Pass lohnen. Infos dazu findet ihr hier.

Rezepte aus England: Cornish Pasties

Wenn man durch Südengland reist gehören Cornish Pasties genauso dazu, wie ein leckerer Cream Tea. Ich habe die leckeren Teigtaschen während meiner Reise für mich entdeckt und häufiger als Essen auf die Hand und für unterwegs gekauft. Klar, dass ich früher oder später auch zu Hause ein Rezept für Pasties ausprobieren würde. Meine klassische Variante der Cornish Pasties mit leckerem Wintergemüse gibt es heute.

vegane Cornish PastiesZutaten für 8 Stück:
für den Teig:
450g Mehl
230g Margarine
1 TL Salz
100ml Wasser
für die Füllung:
¼ einer Sellerieknolle
2 Karotten
2 mittelgroße Kartoffeln
150g Champignons
3 EL Mais
etwas Kokosöl
Kräuter, Salz, Pfeffer und Muskat

1. Für den Teig Mehl und Salz in eine Schüssel geben und mit der Margarine und dem Wasser zu einem Teig kneten. Eine Kugel formen, mit Frischhaltefolie umwickeln und ca. 30min in den Kühlschrank stellen.
2. Für die Füllung Sellerie, Karotten und Kartoffeln schälen und würfeln und in einer Pfanne mit etwas Kokosöl ca. 5 min anbraten.
3. Die Champignons kleinschneiden und mit dem Mais in die Pfanne geben. Mit Kräutern, Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Einen Deckel auf die Pfanne setzten und das Gemüse ca. 15-20min garen.
4. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, in acht gleich große Kugeln teilen und diese zu runden, flachen Teigstücken ausrollen. Mit dem Gemüse füllen und die Ränder gut zusammendrücken.
5. Die Pasties ca. 35min bei 200°C im Ofen backen.

vegane Cornish PastiesDie Pasties sind wirklich einfach zu machen. Auch der Teig eignet sich super zum Füllen und reißt dabei fast nie. Für die Füllung kann man natürlich auch viele andere Gemüsesorten verwenden. Eine Süßkartoffel-Karotten-Linsen Füllung schmeckt bestimmt auch sehr lecker. Ich werde bestimmt noch die ein oder Andere Variante ausprobieren. Zu Hause habe ich da ja alle Möglichkeiten, denn in England waren die meisten Pasties auch mit Fleisch oder Käse gefüllt. Wo ihr vegane Pasties in Südengland bekommt erfahrt ihr aber auch bald in meinem Vegan in Südengland Beitrag.

Vegan in Prag

Denke ich an die kulinarische Seite von Prag fallen mir als Erstes Bier und Knödel ein. Aber was kann die böhmische Küche sonst noch? Und wo kann man vegan in Prag essen? Im Dezember verbrachte ich ein Wochenende in der Stadt und habe natürlich auch wieder ein paar Restaurants getestet.

Vegan’s Prague

Das Vegan’s Prague befindet sich in der Kleinseite direkt unterhalb der Burg. Das Restaurant ist im dritten Stock des Hauses (am Eingang daneben gibt es noch ein Bistro mit kleinere Snacks). Bis 2015 war hier noch das ebenfalls vegane Restaurant Loveg.
Auf der Karte stehen verschiedene internationale, aber auch traditionell tschechische Gerichte. Ich probierte das Old Bohemian vegan Feast. Das bestand aus einer Art Tarte Stücke aus Getreide und Gemüse, zum Beispiel Polenta, Dinkel mit Pilzen und Buchweizen mit Spinat mit ein bisschen Salat und einem Frischkäse-Dip. Ich fand es lecker, allerdings etwas getreidelastig. Die Zucchinilasagne, die meine Mutter bestellte, war ebenfalls sehr lecker. Mehr erwartet hatte ich mir dagegen vom Nachtisch: Knödel mit Blaubeersoße. Da fehlte es an etwas Süßem im Teig.
Preislich liegen Hauptgerichte im Vegan’s Prague bei um die 200 Kronen bzw. etwa 8€.
Adresse: Nerudova 221/36

Maitrea

Das Maitrea ist ein vegetarisches Restaurant mit großem veganen Angebot. Es ist eins der beliebtesten Restaurants in Prag bei Happy Cow und eins der wenigen Restaurants das am Wochenende abends offen hat. Es liegt sehr Zentral in der Nähe des Altstädter Ring.
Wir hatten nicht reserviert und Glück überhaupt noch einen Tisch zu bekommen. Dieser war dann aber recht ungemütlich in einem schmalen Gang untergebracht. Das Menü dort ist groß. Viele Gerichte sind Vegan oder lassen sich abwandeln. Die Gerichte sind sehr gut gekennzeichnet und es gibt ebenfalls glutenfreie und rohvegane Gerichte. Ich bestellte die Nachos mit Guacamole und den Maitreaburger. Die Kombination aus sehr deftig, sehr scharf und süßlich durch die karamellisierten Zwiebeln war aber leider gar nicht mein Fall. Meine Mutter bestellte das Gulasch und war damit zufrieden, wobei es auch sehr scharf war.
Preislich liegt das Maitrea leicht über dem Vegan’s Prague.
Zum Maitrea gehört ein zweites Restaurant das Lehka Hlava-Clear Head. Da mir das Maitrea aber nicht so gefiel entschieden wir uns gegen den Besuch dort.
Adresse: Týnská ulička 1064/6

Country Life

Country Life ist ein veganes Restaurant im Buffet Style. Man nimmt sich was man möchte und zahlt dann nach Gewicht. Es gibt mehrere Standorte in Prag. Wir waren in dem Restaurant südlich vom Altstädter Ring. Das Restaurant liegt ein bisschen versteckt in einer Nebenstraße.
Zur Auswahl stehen verschiedene kalte Gemüsesorten und Salat und ein paar warme Gerichte. Ich stellte mir eine bunte Mischung zusammen und war mit dem Essen ganz zufrieden. Vor Allem der Preis ist hier super, auch wenn man nur eine Kleinigkeit essen will.
Adresse: Melantrichova 15

My Raw Café

In Prag gibt es sehr viele rohvegane Cafés und eins davon wollte ich auch testen. Die Wahl fiel auf das My Raw Café wo es außer Kuchen auch noch ein paar herzhafte Speisen gibt. Das wir die dann doch nicht probiert haben lag einzig daran, dass die Kuchen dort einfach zu lecker aussahen. Es standen so viele Sorten zur Auswahl, dass ich mich kaum entscheiden konnte. Ich probierte dann einen Kuchen mit Himbeeren und Schokolade und einen Käsekuchen mit Blaubeeren. Dazu gab es einen Schokoladen-Milchshake mit Espresso. Meine Mutter, die zum ersten Mal rohveganen Kuchen aß nahm ein Stück mit Bananencreme und Nüssen. Alle Sorten waren sehr lecker und mächtig (ein Stück hätte wohl gereicht). Pro Stück zahlten wir 100 Kronen.
Adresse: Dlouhá 39

Da ich nur zwei Tage in Prag war habe ich nicht noch mehr Restaurants testen können. Gerne besucht hätte ich noch das Plevel und das Etnosvet Bistro. So habe ich dann wenigstens noch ein paar Anlaufstellen beim nächsten Besuch.

Rezept: Schoko-Kokos Cupcakes

Letztes Wochenende hatte ich Lust mal wieder was zu backen. Ich entschied mich für Cupcakes und schaute gleichzeitig, welche Zutaten ich noch im Vorratsschrank hatte. Heraus kamen diese Schoko-Kokos Cupcakes und das Rezept gibt es heute für euch.

vegane Schoko-Kokos CupcakesZutaten für 12 Stück:
für den Teig:
170g Mehl
100g Margarine
120g Zucker
1/2 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
40g Kakao
150-200ml Sojamilch
für die Creme:
125g Puderzucker
75g weiße Schokolade
35g Margarine
3 EL Kokosmilch
25g Kokosraspel
Schokoherzen zum Verzieren

1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen, Margarine und Sojamilch dazugeben und alle zu einem glatten Teig verrühren.
2. Den Teig gleichmäßig auf 12 Muffin Förmchen verteilen ,bei 180°C Umluft ca. 25min backen und abkühlen lassen.
3. Für die Creme die Margarine und die Schokolade vorsichtig in einem Topf schmelzen, die Kokosmilch dazu geben und alles gut verrühren. Den Puderzucker in eine Schüssel sieben und die Masse unterrühren, zuletzt die Kokosraspel unterrühren.
4. Die Creme in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit verzieren.

vegane Schoko-Kokos CupcakesFür den Teig habe ich das gleiche Rezept verwendet wie für meine Oreo Cupcakes, nur die Schokosplitter habe ich weggelassen. Den Umgang mit dem Spritzbeutel muss ich noch ein bisschen üben, denn optisch könnten die Cupcakes noch besser aussehen. Ein paar You-Tube Videos habe ich mir dazu schon angesehen. Auch würde ich für die Creme nächstes Mal eher Alsan als normale Margarine verwenden, dann wird sie vielleicht etwas weniger gelbstichig. Die Schokoherzen, die ich verwendet habe, sind von Biovegan.
Lecker waren die Cupcakes auf jeden Fall und da ich von der Creme zuerst die doppelte Menge gemacht hatte und den Rest eingefroren habe, mache ich die Cupcakes vielleicht heute gleich nochmal.

Habt ihr vielleicht Tipps für gute Tutorials zum Umgang mit dem Spritzbeutel?

Highlights einer Island Reise – Südisland und der Golden Circle

Im vierten und letzten Teil meiner Island Highlights geht es durch den Süden des Landes, mit vielen spektakulären Wasserfällen, dem Golden Circle und einem kurzen Besuch in Reykjavik.

Als wir unsere Rundreise von Hoffel aus fortsetzen haben wir wieder eine lange Strecke vor uns. Zuerst geht es an den Ausläufern das Vatnajökull Gletschers vorbei und wir kommen nochmal an der Gletscherlagune vorbei, die heute, bei anderen Lichtverhältnissen, schon wieder anders aussieht. Das erste Etappenziel für diesen Tag ist der Skaftafell Nationalpark.

Wanderung zum Svartifoss

Im Skaftafell Nationalpark wollen wir eine kleine Wanderung zum Svartifoss unternehmen. Bis zum Svartifoss sind es vom Visitor Center aus knapp 2 Kilometer. Zuerst geht es ein Stück über den Campingplatz und dann steil den Berg hoch. Schon nach wenigen Minuten passieren wir den ersten Wasserfall. Oberhalb des steinigen Flussbetts geht es dann weiter Bergauf und schon bald kann man den Svartifoss von Weitem sehen. Von einer Hügelkuppe haben wir dann nochmal einen tollen Blick von oben, bevor wir einem Weg hinunter ins Flussbett folgen, der uns direkt vor den Wasserfall führt. Was schon von Weitem beeindruckend aussieht, ist aus der Nähe noch viel imposanter. Das Wasser fällt rauschend über die Felskante und bildet einen rauen Kontrast zu den glatten Basaltfelsen, die sich orgelförmig aneinander reihen. Ohne Zweifel einer der schönsten Wasserfälle, die ich auf dieser Reise bereits gesehen habe.
Zurück gehen wir auf der anderen Seite des Flusses. So sehen wir noch ein bisschen mehr vom Nationalpark. Auch hier kann man noch die ein der andere Gletscherzunge erspähen. Für eine Wanderung bis dorthin haben wir aber leider nicht genug Zeit, und so gehen wir immer weiter bergab und zurück zum Visitor Center.

Der Fjadrárgljúfur Canyon

Nach einer kurzen Pause brechen wir vom Skaftafell Nationalpark gleich wieder auf Richtung Westen, denn es ist schon früher Nachmittag und wir haben noch eine gute Strecke vor uns. Die Ringstraße führt hier jetzt eine ganze Weile durch karge Lavafelder, links und rechts der Straße ist hier nichts als schwarze Ödnis. Nur die Berge kann man im Landesinneren noch sehen. Je weiter wir Richtung Westen kommen, desto grüner wird es. Wir passieren mit Kirkjubaejarklaustur einen etwas größeren Ort und finden uns plötzlich in einer hügeligen Landschaft, in der die Felsen von grünem Moos überzogen sind. Kurz darauf folgt die Abzweigung zum Fjadrárgljúfur Canyon, den ich unbedingt sehen will, seit ich das erste Mal ein Foto davon auf Instagram entdeckt habe.
Die zerklüfteten Felsen des Canyons fallen bis zu 100 Meter tief ab und sind dick überzogen von tiefgrünem Moos. In der Mitte des Canyons schimmert ein Fluss. Wir laufen oberhalb des Canyons entlang und ich staune mal wieder über die eindrucksvolle Natur Islands. Am anderen Ende des Canyons entdecken wir einen Wasserfall, der aber weit weniger spektakulär ist, als der Canyon selbst.

Schwarze Sandstrände in Vik

Für einen letzten Stopp halten wir an diesem Tag in Vík í Mýrdal und machen einen kleinen Spaziergang am Strand. Der Himmel ist mittlerweile mit grauen Wolken verhangen und mit dem schwarzen Sandstrand sieht es aus, als währen wir in einem schwarz-weiß Film gelandet. Vor den Steilklippen ragen die spitzen Felsen aus dem Meer, versteinerte Trolle der Sage nach.
Da wir nicht zu spät in unserer Unterkunft ankommen wollen, machen wir uns aber bald auf den Weg und ich bin froh, dass wir noch mehr Zeit haben den Süden Islands zu erkunden. Skógafoss, Seljalandsfoss und der Vulkan Eyjafjallajökull

Man könnte meinen, wir hätten während unserer Island Reise schon genug Wasserfälle gesehen, zwei besonders tolle warten aber heute noch im Süden auf uns. Da wäre der Seljalandsfoss, ein Wasserfall hinter dem man herlaufen kann, natürlich nicht ohne nass zu werden. Über den glitschigen Weg klettern wir vorsichtig einmal herum. Hinter dem Wasserfall fühlt man sich wie in einer Höhle und spätestens jetzt begreife ich, warum die Isländer an Feen und Trolle glauben.
Die Landschaft um den Seljalandsfoss ist grün, aber durchzogen von schwarzer Asche. Diese dürften zumindest zum Teil vom letzten Ausbruch des Eyjafjallajökull stammen. Jener berühmte Vulkan, der 2010 den Flugverkehr in ganz Europa lahmlegte. Im Infozentrum sehen wir einen kurzen Film, der die Naturgewalten des Ausbruchs und die Folgen für die Anwohner zeigt. In Natura bekommen wir ihn heute allerdings nicht zu sehen, denn die Spitze des Eyjafjallajökull versteckt sich hinter den Wolken.
Unsere Fahrt geht weiter zum Skógafoss, der zweite große Wasserfall für diesen Tag. 62 Meter rauscht das Wasser hier in einem Breiten Fall in die Tiefe. Ich komme mir ganz schön klein vor, als ich davor stehe. Neben dem Wasserfall führen mehrere Treppen den Hang hinauf und natürlich klettern wir hoch, um uns den Skógafoss auch von Oben anzusehen. Schöner ist der Blick von einem kleinen Podest auf halber Höhe, das allerdings nicht gesichert ist.

Der Golden Circle und Reykjavík im Schnelldurchlauf

Viel zu schnell ist der letzte Tag unserer Reise gekommen. Aber auch am letzten Tag erwarten uns nochmal einige Highlights. Den Golden Circle, den die meisten Island Reisenden am Anfang besuchen, haben wir uns für den letzten Tag aufgehoben.
Zum Golden Circle gehören Gulfoss, die Geysire und der Pingvellir Nationalpark. Für uns geht es zuerst zum Gulfoss. Wie erwartet ist hier touristisch mehr los. Der Schönheit des Wasserfalls tut das zum Glück aber keinen Abbruch und auf den Wegen am Wasserfall verteilen sich die vielen Menschen ganz gut. Wir schauen uns den Gulfoss erst von Oben an und gehen dann zur Plattform an den Kaskaden. Der Gulfoss hat auch wieder etwas ganz Eigenes und Besonderes, aber ich bekomme sowieso nie genug von schönen Wasserfällen.
Nach dem Gulfoss fahren wir weiter zum großen Geysir, der zwar nicht mehr aktiv ist, der Geysir Strokkur daneben aber schon. Schon von Weitem sehen wir aus dem Auto eine Wasserfontäne in die Luft schießen, wenig später stehen wir selbst davor und nähern uns vorsichtig der Absperrung. Rundherum warten die Leute gespannt auf den nächsten Ausbruch. Dieser kommt ganz plötzlich und einige Leute werden unfreiwillig geduscht. Der Ausbruch ist aber von Nahem viel beeindruckender, wenn man sieht, wie sich die Wasseroberfläche anspannt, sich eine Blase bildet und das Wasser dann explosionsartig nach Oben ausbricht. Zum Glück bricht der Strokkur in relativ kurzen Abständen aus, denn so schnell wie das Ganze vorbei ist, reicht es mir nicht es nur einmal anzusehen.
Die letzte Station des Golden Circle ist dann der Pingvellir Nationalpark, wo die beiden Kontinentalplatten zusammentreffen. Und auch wenn es anders aussieht verläuft die Grenze nicht zwischen den Felsen, zwischen denen man dort entlangläuft, sonder ein Stück weiter im See, wo man in der Silfraspalte sogar schnorcheln kann. Wir laufen aber nur ein bisschen herum und schauen uns den Nationalpark an, bevor es nach Reykjavík geht.
Auf dem Weg dorthin merken wir schnell, dass es wieder städtischer wird. Nach den zwei Wochen Ruhe und Natur habe ich fast vergessen, dass es sowas wie Stau gibt. Es ist schon früher Abend, als wir endlich unsere Sachen im Hotel abladen und uns auf den Weg in die Stadt machen. Die Hallgrimskirkja ist dabei die erst Anlaufstelle. Die Architektur der Kirche ist wirklich markant und anders als alles, was ich sonst aus Europa kenne. Dann bummeln wir ein bisschen über die Laugavegur Richtung Hafen, wo es einige Street Art Werke zu sehen gibt. Den Abend lassen wir gemütlich bei einem Bier im Kaffee Vinyl ausklingen, bevor es früh am nächsten Morgen wieder mit dem Flieger nach Deutschland geht.

Tipps:
Die Wanderung zum Svartifoss dauert ca. 1,5 – 2 Stunden und ist recht stark frequentiert. Geht ihr auf dem Rückweg auf der anderen Flussseite ist aber weniger los.
Allgemein ist im Süden und besonders auf dem Golden Circle etwas mehr los als im Rest des Landes.
Der Eintritt zum Eyjafjallajökull Visitor Center kostet 850 Kronen pro Person.
Übernachtet haben wir in Südisland in Stóra-Mörk III, ein Stück hinter dem Seljalandsfoss und in Reykjavík im Guesthouse Sunna, direkt neben der Hallgrimskirkja. Beide kann ich euch weiterempfehlen.
Gebucht haben wir die ganze Reise mit Flügen, Mietwagen und Unterkünften bei Contrast Travel.
Als Reiseführer kann ich euch das Outdoor Handbuch „Rund um Island auf der Ringstraße (OutdoorHandbuch)“*(Affiliate Link) empfehlen, besonders wenn ihr im Uhrzeigersinn fahrt, wie wir.

Rezept: Brokkoli-Creme-Suppe

Passend zum kalten Wetter momentan gibt es heute ein Rezept für eine leckere Brokkoli-Creme-Suppe, mit der man sich super wieder aufwärmen kann. Die Suppe macht sich mit etwas Brot super als leichtes Essen, oder kann in kleineren Portionen als Vorspeise serviert werden.

Zutaten:
1 großer Brokkoli
5 mittelgroße Kartoffeln
2 EL Gemüsebrühe
1 gestrichener TL Meersalz
100ml Sojasahne (optional)

1. Die Röschen vom Brokkoli abschneiden, den Stunk großzügig schälen und in Stücke schneiden. Die Kartoffeln ebenfalls schälen und in Stücke schneiden.
2. Alles in einem Topf geben, soviel Wasser dazugeben, dass das Gemüse ganz bedeckt ist und zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht ca. 10min mit geschlossenem Deckel garen lassen, bis das Gemüse weich ist.
3. Alles zu einer cremigen Suppe pürieren. Mit der Gemüsebrühe und dem Meersalz würzen und nach belieben mit etwas Sahne verfeinern.

Bei diesem Rezept verwende ich außer den Brokkoliröschen auch noch den Stiel, der schmeckt nämlich auch, wird aber viel zu oft weggeworfen. Theoretisch kann man diese Suppe auch nur mit damit kochen (dann mindestens 2 Stiele und weniger Kartoffeln verwenden), besser schmeckts aber, wenn man den ganzen Brokkoli verwendet.

Suppen und Eintöpfe gehören für mich im Winter immer dazu. Letztes Jahr habe ich euch ja schon ein Rezept für Blumenkohlsuppe gezeigt, aber auch Kartoffelsuppe oder Kürbissuppe landen bei mir im Winter häufiger auf dem Speiseplan. Esst ihr im Winter gern Suppen? Welche Rezepte könnt ihr empfehlen?