Whale Watching in Nord Island

Es ist ein trüber Mittwochmorgen und die Wolken hängen tief über den Bergen als wir um kurz vor neun im Hafen von Akureyri ankommen. Akureyri ist die zweitgrößte Stadt von Island, auch bekannt unter dem Namen „Hauptstadt des Nordens“ und von hier startet gleich unsere Whale Watching Tour mit Elding. Schon lange hatte ich geplant Whale Watching in Nord Island zu machen, da wir nur hier genügend Zeit während unserer Rundreise zur Verfügung hatten.

whale-watching-in-nord-island-1Pünktlich um neun Uhr geht es los. Mit uns an Bord sind fast ausschließlich deutsche Touristen von einem Kreuzfahrtschiff, dass gerade im Hafen liegt, deswegen wird die Tour von Guide Babsi auf deutsch geleitet. Auf spiegelglattem Wasser fahren wir in den Fjord Eyjafjördur hinaus. Wir haben uns gleich einen Platz im Bug des Schiffes gesichert, von hier aus genießen wir erstmal den Blick übers Wasser.

Währenddessen erzählt uns Guide Babsi etwas über die Wale nach denen wir heute Ausschau halten. Insgesamt vier Arten kommen in dieser Region vor, zwei davon werden wir heute sehen: Schweinswale und Buckelwale. Letztere erkennt man bei ruhigem Wasser wie heute schon aus weiter Entfernung am Blas, der Wasserfontäne die sie beim Atmen auspusten.

whale-watching-in-nord-island-8Wir sind etwa 45 Minuten unterwegs, da tauchen ein paar Rückenflossen aus dem Wasser auf. Ein paar Schweinswale kreuzen unseren Weg. Da sie wohl leider oft als Beifang enden, meiden sie Boote und sind genauso schnell wieder verschwunden wie sie aufgetaucht sind.

Für uns geht es weiter etwa auf die Höhe der Insel Hrísey, die dort mitten im Fjord liegt. Hier sehen wir dann die ersten Buckelwale. Obwohl Buckelwale normalerweise eher Einzelgänger sind, schwimmen  sie hier in Gruppen von 3-4 Walen zusammen. Immer wieder sieht man ihren Rücken aus dem Wasser auftauchen, sie pusten Wasser aus, holen Luft bevor sie wieder für längere Zeit abtauchen und wir kurz die Schwanzflosse zu Gesicht bekommen.

whale-watching-in-nord-island-6Wann immer wir mit dem Boot nah an die Wale heranfahren werden die Motoren ausgeschaltet. Wichtig ist auch, dass man den Walen nicht den Weg versperrt sondern neben ihnen bleibt. In Island gibt es bisher noch keine Richtlinien wie man beim Whale Watching agieren soll. Elding legt sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit und den Schutz der Wale und hat zusammen mit anderen Touranbietern eigene Richtlinien aufgestellt um die Wale so wenig wie möglich zu stören. Gerade heute erfahren wir außerdem, dass sich der Bestand der Buckelwale so weit erholt hat, dass sie nicht mehr auf der Liste der gefährdeten Arten stehen.

whale-watching-in-nord-island-3Irgendwann als ich genug Bilder gemacht habe, stehe ich einfach nur noch gebannt an der Reling und schaue den Walen zu wie sie in so kleiner Entfernung durchs Wasser schwimmen. Noch näher ran kommt man mit einem kleinen Schlauchboot, das hat viel weniger Tiefgang und stört die Wale deshalb nicht so.

whale-watching-in-nord-island-9Etwa 1 ½ Stunden bleiben wir und beobachten die Wale. Gerade als die Rückfahrt angekündigt wird, springt ein Wal ein Stück aus dem Wasser. Ganz kurz ist sein ganzer Kopf zu sehen und als er atmet hört man einen Pfeifton. Etwas, dass selbst Guide Babsi das erste Mal erlebt hat.

Nach diesem Highlight zum Schluss geht es wieder zurück Richtung Hafen. Insgesamt 3 ½ Stunden waren wir unterwegs, während der Tour waren bis zu 7 Buckelwale in der näheren Umgebung des Boots.

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Die Touren von Elding ab Akureyri werden je nach Saison zu unterschiedlichen Zeiten durchgeführt. Als wir im September dort waren gab es Touren um 9h und um 13h. Der Preis beträgt 10.990 Kronen pro Person, das entspricht etwa 85€ (Stand September 2016). Da es sehr kalt und windig werden kann sollte man sich sehr warm anziehen.

Ich kann euch wirklich empfehlen so eine Tour bei Gelegenheit zu machen. Es ist ein einmaliges Erlebnis. Mit etwas Glück kann man Wale zwar auch vom Land aus sehen, das ist aber kein Vergleich damit, sie aus nächster Nähe beobachten zu können.

Ich wurde von Elding zu dieser Tour eingeladen, vielen Dank dafür. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

In zwei Wochen Rund um Island – ein Roadtrip

Seit gestern bin ich wieder zurück von einem zweiwöchigen Roadtrip Rund um Island. Und um euch schonmal einen ersten Eindruck zu geben, was es hier in den nächsten Wochen und Monaten zu lesen gibt, zeige ich euch heute schonmal unsere Stationen anhand meiner Instagram Fotos.

IMG_20160904_074903Angefangen hat unser Roadtrip in Westisland, wo wir an einem Tag die Halbinsel Snaefellsnes umrundet haben.

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Der Kirkjufell auf der Snaefellsnes Halbinsel.

Weiter ging es Richtung Norden in die Nähe von Akureyri. Dort haben wir eine Whale Watching Tour gemacht.

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Der Wasserfall führt in die Schlucht Koluglúfur.

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Beim Whale Watching in Akureyri.

Die dritte Station war die Region um den Mývatn See, die sehr durch vulkanische Aktivität geprägt ist. Ein Highlight hier: der Dettifoss.

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Sonnenuntergang am Mývatn See.

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Der Dettifoss.

Dann ging es weiter in die Ostfjorde, einen noch sehr untouristischen Teil Islands, wo wir eine schöne Wanderung unternahmen.

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Wandern in den Ostfjorden.

Anschließend stand die Gletscherregion um den Vatnajökull auf dem Programm. Dabei durfte ein Besuch der Gletscherlagune Jökulsárlón natürlich nicht fehlen.

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Eine Robbe schwimmt in der Gletscherlagune Jökulsárlón.

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Schwarze Sandstrände und raue Berge.

Die letzten Tage unseres Trips verbrachten wir im Süden und besuchten einige der tollsten Wasserfälle des Landes.

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Der Svartifoss im Skaftafell Nationalpark ist besonders beeindruckend.

Der Golden Circle und ein Abend in Reykjavík bildeten dann den gelungenen Abschluss dieser Reise.

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Vegane Lasagne im Café Vinyl in Reykjavík.

Es waren zwei unvergessliche Wochen. Island hat so viele tolle Natur-Highlights zu bieten und es gibt noch viel mehr zu erkunden, ich werde sicher wiederkommen.

Wart ihr schonmal in Island?

Liebster Award

Ina von Genussbummler und Natascha von Reise vegan haben mich zum Liebster Award nominiert. Vielen Dank euch beiden. Wer den Liebster Award noch nicht kennt: es geht darum neue noch unbekanntere Blogs kennenzulernen und etwas über die Blogger selbst zu erfahren. Jeder Blogger nominiert mindestens einen neuen Blogger und stellt diesem 11 Fragen. Da ich gleich zwei Mal nominiert wurde sind es bei mir 22.

Die Fragen von Natascha:

  1. Welche Motivation steht hinter deinem Blog bzw. was möchtest du mit deinem Blog erreichen? Bei den Rezepten möchte ich zeigen wie kreativ und lecker die vegane Küche sein kann und beim Reisen natürlich, dass das auch als Veganer möglich ist. Außerdem möchte ich zeigen, was für tolle Orte es überall auf der Welt gibt und für mich selbst die Berichte festhalten, denn sonst würde ich vieles bestimmt vergessen.
  2. Welche Reiseziele würdest du gerne als nächstes bereisen? Während dieser Beitrag online geht bin ich gerade in Island unterwegs. Ansonsten möchte ich unbedingt bald nach Italien zb. Nach Rom oder Venedig. Aber es gibt noch so viele andere Orte die ich gern mal mit eigenen Augen sehen möchte, die Liste wäre sehr lang.
  3. Über welche Themen würdest du innerhalb des nächsten Jahres gerne schreiben? So viel im Vorraus plane ich gar nicht für den Blog, im Grunde will ich es so halten wie bisher, wo sich Reiseberichte und Rezepte abwechseln, ein bestimmtes Thema (außer vegan und reisen) habe ich dabei nicht im Blick.
  4. Wo ist dein liebster Ort zum Bloggen? Auf dem Sofa, wenn mein Hund sich neben mir einkuschelt.
  5. Welches ist dein liebstes veganes Gericht? Schwierige Frage 😀 Ich liebe ja zum Beispiel Pasta und mein Nudelsalat gehört auf jeden Fall zu den Gerichten, die ich am häufigsten Koche. Außerdem esse ich gern alle möglichen Sorten Kuchen und Gebäck.
  6. Kochst und backst du gerne selbst oder lässt du dich bekochen? Als Foodblogger koche und backe ich natürlich gern, wenn ich unterwegs bin lasse ich mich aber auch gern bekochen. Wenn man den ganzen Tag auf den Beinen war ist es einfach entspannter sich in ein Restaurant zu setzten und nur noch die Bestellung aufzugeben.
  7. Welche Tipps hast du für den Umstieg in ein veganes Leben? Man sollte vielleicht langsam anfangen und erstmal ein paar einfache vegane Gerichte ausprobieren. Für die ersten Einkäufe sollte man sich etwas mehr Zeit nehmen, die richtigen Produkte muss man nämlich erstmal finden. Irgendwann hat man da aber genau so eine Routine wie vorher.
  8. An welchem Ort hast du bisher das beste vegane Essen bekommen? Auch eine schwierige Frage, wo ich mich gar nicht so festlegen kann. Auf jeden Fall liebe ich das große vegane Angebot in Berlin und habe da noch lange nicht alle Restaurants besucht die ich mal testen will. In London im 222 veggievegan war das Essen auch so lecker, dass wir gleich ein zweites mal hingegangen sind. Die besten Burger gibt’s aber meiner Meinung nach im Trash Chic in Köln und das beste Eis bei Veganista in Wien.
  9. Wo hast du die bisher schlechteste Erfahrung in Bezug auf veganes Essen gemacht? Das war bei einem Besuch in Maastricht. Auf Tripadvisor hatte ich ein Restaurant ausgemacht wo es die besten Pommes der Stadt geben sollte. Diese wurden dort aber in tierischem Fett frittiert. Stattdessen bekam ich zwar einen Salat, der bestand aber zur Hälfte aus Zwiebeln. Nicht so toll.
  10. Hast immer einen veganen Notproviant in deinem Reisegepäck? Nicht immer, aber ich nehme mir oft etwas für unterwegs mit. Meistens ein kleines Päckchen Oreo Kekse.
  11. Kommt es für dich in Frage, auf Reisen auch mal nicht-vegan zu Essen? Ja, aber wirklich nur in Ausnahmefällen und vegetarisch muss es dann schon sein. Wenn ich etwas probieren will, was ich noch nicht kenne oder wenn ich mit Omnis unterwegs bin und ich im Restaurant nicht schon wieder nur Salat essen will. Mir ist aber wichtig, dass ich selbst entscheide wann ich das mache und nicht aus dem einfachen Grund, dass es praktischer wäre.

Die Fragen von Ina:

    1. Wohin ging deine erste Reise? Meine erste als Baby ging ins Allgäu, daran kann ich mich aber gar nicht mehr erinnern. Meine erste Reise allein, ohne Familie und Schule, ging 2013 an die Algarve. Hier verbrachte ich eine Woche an der wunderschönen Küste und beim Entdecken kleiner Städte wie Lagos und Carvoeiro.
    2. Beeinflußt die derzeitige Krise (Stichwort Terrorismus) dein Reiseverhalten? Kaum, würde ich sagen. In eine Großstadt wie Paris oder München würde ich auf jeden Fall noch Reisen, man achtet dann vielleicht ein bisschen mehr als sonst auf seine Umgebung, aber bei mir ist das auch so wenn ich zu Hause unterwegs bin.
    3. Schließt du Länder aufgrund ihrer Politik (Menschenrechte, Pressefreiheit, etc.) als Reiseziel aus? Nicht grundsätzlich. In die Türkei würde ich aber zum Beispiel im Moment eher nicht Reisen. Vielleicht liegt das daran, dass ich auch journalistisch tätig bin, da kann man sich halt momentan nicht sicher sein ob man ohne Probleme ein und ausreisen kann.
    4. Momentan liest man viel über Slow Travel, Reisen nur mit Handgepäck usw. Wie würdest du deine Reiseart bezeichnen? Auf eine Reiseart kann ich mich gar nicht festlegen. In den letzten paar Jahren bin ich sowohl pauschal verreist, war campen, hab in Boutique Hotels und Hostels übernachtet und war mit dem Flieger, der Bahn und dem Fernbus unterwegs. Ich probiere da gerne viel aus und passe die Art zu Reisen an mein Reiseziel an.
    5. Mit welchen Hilfsmitteln planst du deine Reisen? Ich lese sehr viele Blogs und Reiseberichte, meistens auch Reiseführer. In der App Happy Cow schaue ich vorab nach veganen Restaurants. Ausführlicher habe dazu in meinen Vegan Reisen Tipps & Tricks geschrieben.
    6. Bist du auf deinen Reisen online, oder versuchst du auch mal Urlaub von der medialen Welt zu machen? Mittlerweile versuche ich schon eine Unterkunft mit W-Lan zu finden oder abends im Restaurant mal die Mails zu checken. Außerdem will ich ja auch aktuelle Bilder auf Instagram teilen. Beim Camping komme ich aber auch ein paar Tage ohne Internet aus, auf Campingplätzen ist das noch nicht so verbreitet, oder kostet extra.
    7. Kannst du mir ein Buch (oder einen Film) empfehlen, das mich zu einem neuen Reiseziel inspiriert? Erst kürzlich habe ich Meerblick statt Frühschicht von Carina Hermann gelesen, danach wollte ich unbedingt nach Australien. Sehr gern lese ich auch die Bücher von Lucinda Riley. Die spielen überall auf der Welt und haben meist auch einen interessanten geschichtlichen Hintergrund.
    8. Über was kannst du dich aufregen? Sehr viel – eine Auswahl: Tierquäler, Nazis, Vorurteile, penetrante Menschen…
    9. Was machst du, wenn du nicht gerade reist, bloggst oder deine Reisen planst? Kochen und backen, aber das gehört bei mir ja eigentlich auch zum bloggen. Sonst bin ich sehr gern mit meinem Hund unterwegs.
    10. Kannst du dir vorstellen, deine Reisen mit einem gemeinnützigen Projekt zu verbinden? Auf jeden Fall, entweder um spenden zu sammeln oder als Volunteer, dann aber nur für einen längeren Zeitraum.

Ist auf deinen Reisen schonmal was richtig schief gegangen? Zum Glück ist bisher noch nie etwas richtig schlimmes passiert. Ich habe aber schon einige Dinge in Bussen oder Unterkünften vergessen. Als ich letztes Jahr in Girona war, bin auch erstmal beim falschen Hostel aufgeschlagen. Ich war der festen Überzeugung ich hätte das Hostel das im Reiseführer stand gebucht. Dort haben sie mir aber dann den richtigen Weg erklärt.

Meine Nominierung geht an Nathalie von Nat Worldwide.

  1. Verreist du lieber kürzer und dafür öfter oder machst du gern Reisen die einen Monat oder länger dauern?
  2. Kannst du dir auch vorstellen mal einen Weltreise zu machen?
  3. Welches deiner Reiseziele hat dir bisher am Besten gefallen?
  4. Hast du einen Lieblingskontinent zum Reisen?
  5. Wie bist du auf deinen Reisen am liebsten Unterwegs? Mit dem Auto, mit Bussen, per Schiff?
  6. Reist du eher minimalistisch mit Handgepäck oder mit großem Backpack oder Koffer?
  7. Was war deine tollste Reisebegegnung?
  8. Magst du lieber kalte oder warme Reiseziele?
  9. Deine Lieblingszeit zum verreisen?
  10. Womit machst du deine Fotos auf Reisen?
  11. Dein unverzichtbares Reisegadget?

Die Regeln:

  1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat stellt.
  3. Nominiere weitere Blogger für den Liebster Award.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diesen Leitfaden in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel.

Rezept: Kokos-Kirsch Dessert

Dieser Post könnte auch „Wie rette ich einen verunglückten Kuchen?“ heißen, denn genau aus diesem Grund ist dieses Dessert entstanden. Eigentlich wollte ich einen Kokoskuchen backen, mein Rührteig war auch ganz vielversprechend nur mit der Backzeit und Temperatur habe ich mich dann so verschätzt, dass der Kuchen trotz Stäbchenprobe noch nicht ganz fertig gebacken war und beim stürzen kam mir prompt die obere Hälfte entgegen. Da ich aber für den nächsten Tag etwas schönes zum Kaffee brauchte und auch nicht den ganzen Kuchen wegwerfen wollte habe ich mir dieses Kokos-Kirsch Dessert einfallen lassen.

Kokos Kirsch Dessert 1Zutaten:
einem trockenen Rührkuchen (in meinem Fall Kokos)
300ml Kokossahne
350g Kirschen (Abtropfgewicht)
etwas Kuvertüre zum verzieren

1. Den Rührkuchen zerkrümelt ihr soweit es geht, die Sahne mit Sahnesteif aufschlagen, die Kirschen abgießen, den Saft auffangen und anderweitig verwenden.
2. Jetzt könnt ihr mit dem Schichten beginnen. Ich hatte insgesamt sechs kleine Dessertgläser. Zuerst kommt eine Schicht Kuchenkrümel, diese unten im Glas festdrücken.
3. Darauf kommt eine Schicht Kirschen, dann eine Schicht Sahne, nochmal Krümel und nochmal Sahne.
4. Für die Schokolocken braucht ihr etwas Kuvertüre und einen Sparschäler. Ihr schält praktisch kleine Stücke von der Schokolade ab. Alternativ könnt ihr Schokosplitter verwenden.
5. Obendrauf kommt dann nochmal eine Kirsche als Deko. Bis zum servieren sollte das Dessert im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Kokos Kirsch Dessert 2Ein funktionierendes Rezept für Kokoskuchen findet ihr hier. Das Dessert könnt ihr auch praktischerweise mit jeder Art Rührkuchen variieren und mit einer anderen Obstsorte kombinieren. Schoko und Erdbeeren würde zum Beispiel gut passen. Wobei ich natürlich hoffe, das mir weiterhin die meisten Kuchen gelingen.

Kokos Kirsch Dessert 3

Was sind eure Tricks um einen missglückten Kuchen zu retten?

Vegane Reiseblogger im Interview The Travellette

Heute dreht es sich im Interview unter Anderem um Barcelona, denn Laura-Lee die Bloggerin hinter The Travellette wohnt dort und verrät ihre liebsten veganen Restaurants in der schönen Mittelmeer-Metropole.

Interview the Travellette 31. Seit wann lebst du vegan und warum?
Ich lebe erst seit Oktober 2015 vegan, also noch gar nicht so lange. Das Warum ist ganz schön schwierig zu beantworten, obwohl ich diese Frage sehr häufig gestellt bekomme. Welcher Veganer bekommt diese Frage nicht 10 Millionen Mal gestellt. 😉 Mittlerweile antworte ich meistens mit der Gegenfrage “Warum nicht?”. Es ist einfach schwierig zu sagen warum ich vegan geworden bin, denn es war ein schleichender Prozess, der mehrere Gründe hatte/hat.
Eine grosse Rolle spielt die Ethik bei meiner Entscheidung vegan zu leben. Angefangen hat es damit, dass ich immer mehr Artikel und Dokus über die Massentierhaltung gelesen bzw. gesehen habe. Besonders in der digitalen Nomadenszene kommt man sehr schnell mit dem Thema in Berührung und auch meine beste Freundin lebt seit 4 Jahren vegan. Wenn man gesehen hat was den Tieren angetan wird, nur damit Menschen günstiges Fleisch in Massen zur Auswahl haben, dann kann man erstmal kein Fleisch mehr essen. Bis man es vergessen/verdrängt hat. So war es bei mir und so ist es auch bei vielen anderen Menschen.
Ich habe mich dann im Herbst letzten Jahres mehr mit dem Thema beschäftigt und konnte einfach nicht mehr wegschauen. So beschloss ich auf Fleisch zu verzichten und kurz darauf (2 Wochen vielleicht) folgte die komplette Umstellung. Vegetarisch leben macht für mich nämlich keinen Sinn, denn die Tiere leiden ähnlich, wenn nicht noch mehr, während der “Milch- oder Eiproduktion”.
Ein weiterer Grund ist meine Gesundheit. 26 Jahre war ich davon überzeugt, dass ich tierische Produkte brauche um ausreichend mit Protein, Kalzium und sämtlichen anderen Nährstoffen versorgt zu sein. Es ist so krass, was für eine Gehirnwäsche man sein Leben lang bekommt. Sei es durch die Werbung für “Lebensmittel” oder durch Personen im unmittelbaren Umfeld, die es einfach nicht besser wissen.
Und dann ist ein ganz wichtiger Grund, den viele Leute komplett unterschätzen, die Umwelt. Ich war geschockt, als ich gelernt habe, dass die Nutztierhaltung eine der Hauptursachen für den Klimawandel ist. Und nicht nur das. Es ist auch der Grund Nummer 1 für die Rodung des Regenwaldes. Und dann gibt es noch viele weitere negative Einflüsse, die der Konsum von Tieren bzw. die Haltung der Tiere auf unsere Erde hat.
Nachdem ich das alles wusste, konnte ich keine tierischen Produkte mehr essen. Denn ich möchte die Ausbeutung der Natur und die Tierquälerei nicht mehr unterstützen.
Sorry, dass meine Antwort so lang geworden ist. Aber wie gesagt, gibt es wahnsinnig viele Gründe. Und bei der Frage kann ich mich entweder sehr sehr kurz fassen oder eben stundenlang drüber reden.
Ich habe sogar eine Fashion Marke gegründet, um die vegane Message in der Welt zu verbreiten. Vegan Statements gibt es seit ein paar Monaten und ich selbst trage die Shirts super gern.

Interview the Travellette 42. Du lebst ja im schönen Barcelona, welche veganen Restaurants dort magst du am liebsten?
Da gibt es einige. Hin und wieder entdecke ich auch einen neuen Ort und dann habe ich wieder ein neues Lieblingsrestaurant. Im Moment mag ich die Cat Bar sehr gern. Dort gibt es Burger, veganes Craft Beer und regelmässig ein wechselndes Tagesgericht. Alles schmeckt unglaublich gut und ist auch nicht so teuer.
Dann liebe ich die Pizzas von Dolce Pizza y los Veganos. Es gibt sehr viele vegane Varianten, aber auch einige vegetarische mit Käse. Das Tiramisu dort ist der Knaller. Natürlich ist es auch vegan.
Zum Brunchen gehe ich am liebsten ins Flax & Kale, ein vegetarisches Restaurant mit veganen Optionen. Dort gibt es so viele leckere Smoothies, dass man sich wirklich schwer entscheiden kann.
Wenn man auf dem Sprung ist und nur schnell einen Snack auf die Hand braucht, dann sollte man auf jeden Fall ins Gopal gehen. Dort gibt es super leckere Burger und Deserts. Alles vegan. An heissen Tagen hole ich mir sehr gern ein Eis bei Gelaaati in der Nähe der Metrostation Jaume I. Fast alle Fruchtsorten sind dort vegan. Am liebsten mag ich aber Kokosnuss und dunkle Schokolade. Weitere tolle, vegane Restaurants in Barcelona findest du hier.

Interview the Travellette 13. Hast du weitere Tipps für einen veganen Trip nach Barcelona?
Vegan essen ist in Barcelona wirklich super einfach. Abgesehen von den vielen veganen Restaurants, gibt es auch einige Tapas, die vegan sind. Man fühlt sich also nicht wie ein Aussenseiter, wenn man mit nicht veganen Freunden essen geht. Zu meinen Lieblingstapas gehören Champiñones al Ajo (Champignons mit Knoblauch), Pimientos de Padrón (kleine, grüne Paprika in Ölgebraten mit Meersalz) und Pan con Tomate (Krosses Brot mit Knoblauch und Tomate bestrichen). Super lecker!
Ausserdem gibt es immer die Möglichkeit selbst etwas zu kochen. Deswegen miete ich mir auf meinen Reisen gern ein Airbnb Apartment. Ich gehe dann auf den Märkten spazieren und kaufe mir frische und einheimische Zutaten. Besser kann man die andere Kultur gar nicht kennenlernen, als sich unter die Locals zu mischen.
In Barcelona kann ich den Mercat de Santa Caterina empfehlen. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Markt.

Interview the Travellette 24. In welchen Ländern/an welchen Orten hast du bereits gute Erfahrungen mit der veganen Ernährung gemacht? Gab es auch schlechte Erfahrungen?
Bis jetzt habe ich eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Ich finde es überhaupt nicht schwer mich vegan zu ernähren und konnte auf Reisen noch keinen wirklichen Unterschied zu daheim feststellen. Wie gesagt koche ich selbst, wenn ich absolut nichts in den Restaurants vor Ort finde. Dieses Jahr war ich in Marokko und vor Kurzem erst auf Ibiza. Auf beiden Reisen hatte ich kein Problem vegane Speisen zu finden. In Lissabon und Hamburg war es etwas schwieriger, aber dort habe ich dann einfach über Tripadvisor vegane Restaurants gesucht und ich habe auch wieder einige Male selbst gekocht.

Interview the Travellette 55. Welche Rolle spielt die vegane Ernährung bei der Wahl deines Reiseziels und hat sie deine Art zu Reisen verändert?
Eigentlich spielt die vegane Ernährung keine Rolle. Wie gesagt, verreise ich dorthin wo es mich hinzieht. Ich finde überall etwas Essbares. 😉 Allerdings würde ich gern mal nach Bali, da ich gehört habe, dass es ein Schlaraffenland für Veganer sein soll (neben den Stränden und der Kultur natürlich).

Alle Bilder von The Travellette.

Blogparade: Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?

Thomas und Melanie vom Blog Reisen-Fotografie habe mit dem Aufruf zur Blogparade eine sehr interessante Frage aufgeworfen. Auslöser dazu war ein Kommentar zu ihrer Fotobearbeitungs-Challenge bei der sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus kamen. Da ich die Frage sehr spannend finde möchte ich hier auch mal meinen Kommentar dazugeben. Hier beziehe ich mich jetzt einfach mal thematisch auf Reisefotografie.

Hierbei bin ich der Ansicht, dass für ein authentisches Bild möglichst wenig bearbeitet werden sollte. So mach ich es meistens auch bei meinen eigenen Bildern. Ich versuche mit dem Bild immer möglichst das festzuhalten, was ich mit meinen Augen sehe. Bei der Bearbeitung ändere ich meistens nur ein bisschen an Helligkeit und Kontrast. Teilweise passe ich auch den Bildausschnitt an oder begradige den Horizont.

Manchmal stempele ich auch etwas weg, zb wenn bei einem Porträt ein Laternenpfahl blöd aus dem Kopf ragt, oder wenn ich eine Stromleitung als störend im Bild empfinde. Obwohl ich Bilder eigentlich nie stark bearbeite gibt es doch ein Beispiel, dass ich nie so aufgenommen habe. In dem Fall hatte ich das Bild der Insel und den Vogel getrennt aufgenommen, den Vogel in Photoshop ausgeschnitten und in dem anderen Bild platziert. Die Bilder entstanden bei einer Bootstour zu den Sept Îles in der Bretagne.

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Auch wenn ich die Szene so nie aufgenommen habe, finde ich es hier in Ordnung das Bild durch Bearbeitung interessanter zu machen. Entscheidend dabei ist für mich, dass man diese Szene nämlich durchaus so aufnehmen könnte. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt nur auf der falschen Seite des Bootes befunden. Meine Mutter hat von der anderen Seite des Bootes eine sehr ähnliche Aufnahme gemacht. Hier wird also kein Bild gezeigt, was man nie so sehen könnte.

Im Unterschied dazu mal ein Beispiel für ein Bild, das ich schon eher in der künstlerischen Fotografie sehen würde. Den Fotografen habe ich bei einer Fototour während der Photokina 2014 getroffen. Wir fotografierten damals den Dom und die Hohenzollernbrücke von der Deutzer Seite aus. Bei ihm sah das so aus, dass er seine Kamera auf dem Stativ auf einen Bildausschnitt einstellte und über den Zeitraum von ca. 30 Minuten während des Sonnenuntergangs immer wieder auf den Auslöser drückte. Diese Bilder, so erklärte er, würde er dann in der Bearbeitung zusammenfügen und so entstand ein Bild, das den Himmel vom Sonnenuntergang leuchten ließ, der Dom aber ebenfalls schon von künstlichem Licht angestrahlt wurde. Das Licht am Dom ging aber erst an, als die Sonne schon untergegangen war, folglich wird man dieses Bild niemals in Wirklichkeit so sehen können. Und genau das macht für mich den Unterschied zu einem dokumentarischen Foto. Das beschriebene Bild sieht so auch sehr schön aus, aber es vermittelt einen falschen Eindruck von der Wirklichkeit und geht daher meiner Meinung nach schon in den künstlerischen Bereich.

Dom bei Nacht

So habe ich den Dom damals fotografiert.

Ich sehe mich eher als dokumentarische, denn als künstlerische Fotografin. Wenn ich einfach nur zeigen will wie etwas aussieht bearbeite ich nicht viel. Mit Bildausschnitt und Winkel habe ich ja immer noch genug Gestaltungsmöglichkeiten. Jedes Bild ist ja letztendlich nur ein Ausschnitt und eine Momentaufnahme und jeder (Fotograf) nimmt das Geschehen vor Ort unterschiedlich war.

Wie seht ihr das? Bearbeitet ihr Bilder viel oder wenig und wo seht ihr die Grenze zwischen dokumentarischer und künstlerischer Fotografie? Lasst mir gern eure Meinung im Kommentar da.