Posted on März 15, 2026
Ein Wochenende in Bonn: 2-3 Tage in der Beethovenstadt
Wer wollte nicht schonmal Tourist spielen in der eigenen Stadt?! Genau das habe ich gemacht und Bonn wie eine Touristin erkundet. Dabei habe ich für dich den perfekten Plan für ein Wochenende in der Beethovenstadt zusammengestellt. Mit den schönsten Sehenswürdigkeiten, spannenden Museen und gemütlichen Cafés, inklusive Tipps einer Einheimischen.

Freitag: Innenstadtrundgang und Beethoven-Haus
Für den ersten Tag habe ich einen kleinen Rundgang zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt geplant. Den kannst du gut noch am Nachmittag nach deiner Anreise unternehmen. Ich starte im Zentrum auf dem Marktplatz, direkt vor dem alten Rathaus. Das Gebäude im Rokoko-Stil ist ein Wahrzeichen von Bonn und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Gegenüber findest du den Bonner Wochenmarkt, auf dem neben den Ständen für Lebensmittel und Blumen auch immer einige Food-Trucks stehen. Perfekt für einen kleinen Snack nach der Anreise.

Weiter geht es zum Münsterplatz. Hier befindet sich ein Denkmal für Bonns wohl berühmtesten Einwohner: Ludwig van Beethoven. Die Statue mit dem alten Postamt im Hintergrund ist ein beliebtes Fotomotiv. Es lohnt sich außerdem ein Besuch des Bonner Münsters. Diese etwa 1.000 Jahre alte Kirche kannst du kostenlos besichtigen. Besonders der schön angelegte Kreuzgang hat mir gefallen. Hier findest du auch etwas Ruhe abseits der Innenstadt.

Auf dem Weg zur Universität kannst du einen Stopp im Haribo-Shop einlegen. Die Süßigkeiten sind ein beliebtes Souvenir, vor allem für internationale Tourist:innen, schließlich wurden die berühmten Gummibären in Bonn erfunden. Wusstest du, dass der Name Haribo für „Hans Riegel Bonn“ steht? Hans Riegel ist der Gründer des Unternehmens. Im Shop sind vegane und vegetarische Produkte übrigens gut gekennzeichnet. Meine Runde führt mich nun quer über den Hofgarten (das ist der Treffpunkt für Bonner Schüler:innen und Studierende im Sommer) und vorbei am Hauptgebäude der Bonner Universität. Die ist hier im ehemaligen Kurfürstlichen Schloss untergebracht. Wenn du Glück hast, siehst du die Fassade auch mal ohne Gerüst davor. Besonders schön ist das Koblenzer Tor, das inzwischen eine der Hauptverkehrsstraßen überspannt.

Von dort ist es jetzt nicht mehr weit bis zum Rheinufer. Gehe hier unbedingt bis zum Aussichtspunkt am Alten Zoll. Von hier aus hast du einen tollen Ausblick auf den Rhein bis zum Siebengebirge. Daneben strecken sich die wenigen Hochhäuser von Bonn in den Himmel: der Posttower, der lange Eugen und das World Conference Center. Über eine Treppe geht es dann neben dem Aussichtspunkt hinunter zur Promenade. Die ist schön geschmückt mit Blumenbeeten und eignet sich perfekt für einen kleinen Spaziergang. Wenn du möchtest, kannst du das kurze Stück Rheinabwärts bis zur Beethovenhalle laufen. Ich biege schon an der Bonner Oper wieder ab Richtung Innenstadt.

Zum Schluss meiner kleinen Runde bummle ich noch ein bisschen durch die Friedrichstraße. Hier findest du ein paar nette Cafés wie das Eislabor oder kleine Läden wie vom Bonner Streetwear Label Rednib oder den Fair-Fashion-Store „kiss the inuit“. Um die Ecke in der Bonngasse liegt auch das Beethoven-Haus, wo der berühmte Komponist und Musiker geboren wurde. Heute befindet sich dort eine Ausstellung mit seinen Manuskripten und einigen seiner Musikinstrumente. Mein Tipp: ab 17Uhr zahlst du nur den ermäßigten Eintritt von 10€ (Stand 2026), Student:innen der Uni Bonn haben sogar komplett freien Eintritt.
Jetzt fehlt nur noch eine Location für ein schönes Abendessen. Alle meine Restaurant-Tipps findest du in meinem „Vegan in Bonn“-Guide. Im Zentrum gibt es da z.B. das vegetarische Buffet-Restaurant Cassius Garten, das Gasthaus Elefant mit traditionelleren Gerichten, oder das Mandala vegan mit asiatischen Tapas oder Sushi.
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Samstag: Museumsmeile, Rheinaue und Bonner Altstadt
Den zweiten Tag starten wir mit einem gemütlichen Frühstück, z.B. im Café Sahneweiß. Dann geht es zur Bonner Museumsmeile. Hier hast du die Wahl zwischen einigen der bekanntesten Bonner Museen, wie der Bundeskunsthalle, dem Kunstmuseum Bonn oder dem Haus der Geschichte. Letzteres wurde erst vor kurzem neu gestaltet und bietet sogar kostenlosen Eintritt. Das Museum beschäftigt sich mit der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg.

Dann geht es weiter in die Bonner Rheinaue. Auf dem Gelände, dass zur Bundesgartenschau 1979 entstand, ist heute noch ein schöner Park und damit ein wichtiges Naherholungsgebiet der Stadt. Du kannst hier einfach nur spazieren gehen, oder mit einem Tretboot über den kleinen See fahren. Besonders schön sind die Blumenanlagen und der kleine Japanische Garten. Oft finden im Park auch Veranstaltungen statt, wie das Ballonfestival, Rhein in Flammen oder der Rheinauenflohmarkt. Auf letzterem stöbere ich gern nach tollen Second-Hand Schnäppchen.
Am Nachmittag geht es dann in mein liebstes Viertel in Bonn: die Altstadt. Erst ist Zeit für eine kleine Pause bei Kaffee und Kuchen im Black Veg, dann bummle ich ein bisschen durch die Straßen. Wer die Augen offen hält, kann nicht nur die schönen Fassaden von alten Häusern, sondern auch die ein oder andere Streetart entdecken. Außerdem findest du hier auch noch ein paar schöne, kleine Läden wie den Buchladen „Le Sabot“ oder den Concept Store „Love your Local“. Falls du im Frühling in Bonn bist, darfst du hier die berühmte Kirschblüte nicht verpassen. Dann werden die Breite Straße und die Heerstraße mit einem Dach aus Rosa Blüten überspannt.

Fürs Abendessen kann ich entweder das Mr.&Mrs. Hummus, direkt am Rande der Altstadt empfehlen (besser reservieren). Dort gibt es leckeren Hummus und andere vegane Mezze. Oder du fährst in die Südstadt ins Café Von&zu, dort stehen (vegane) Pizzen und internationale Gerichte auf der Karte.
Sonntag: gemütlicher Brunch und Botanischer Garten
Zum Abschluss deines Bonn Wochenendes kannst du nochmal ausgiebig brunchen gehen. Am besten geht das im veganen Restaurant Esskalation. Reserviere dir hier unbedingt einen Tisch, dann kannst du auf der Karte zwischen leckeren süßen und herzhaften Frühstücksgerichten wählen.
Unser letzter Programmpunkt für danach liegt praktischerweise direkt um die Ecke: der Botanische Garten. Der ist rund um das Poppelsdorfer Schloss angelegt und besonders im Frühsommer sehenswert, wenn viele der Pflanzen im Außengelände blühen. Auch gibt es hier ein paar Gewächshäuser mit tropischen Pflanzen, Seerosen mit riesigen Blättern und zahlreichen Kakteen. Die sind das ganze Jahr über und auch bei schlechtem Wetter ein tolles Ziel. Hinweis: in der Wintersaison ist der Garten nur unter der Woche geöffnet. Der Eintritt in den Botanischen Garten ist außerdem kostenfrei.

Falls du jetzt noch Zeit und Lust hast, wie wäre es mit einem Ausflug nach Königswinter und einer Wanderung auf den Drachenfels? Oder du besuchst ein weiteres Museum? Noch mehr Tipps zu Bonn und zur Region findest du in meinem Artikel zu Ausflugszielen in Bonn und Umgebung, oder den schönsten Wanderungen in Bonn und Umgebung.
Häufige Fragen zu Bonn:
Wie komme ich am Besten nach Bonn?
Bonn erreichst du deutschlandweit bequem mit der Bahn. Wenn möglich suche eine ICE Verbindung bis nach Bonn Hbf, dann bist du direkt im Zentrum. Andere Schnellzüge bringen dich bis zum Haltepunkt Siegburg/Bonn auf der anderen Rheinseite. Von dort fährst du noch ca. 30 Minuten mit der Linie 66 bis in die Innenstadt. Alternativ kannst du auch eine Verbindung nach Köln buchen und von dort mit dem RE weiterfahren. Mit Köln/Bonn gibt es auch einen nahen Flughafen, der zum Zentrum hin mit einem Flughafenbus angebunden ist.
Wo übernachte ich am Besten in Bonn?
Wenn du die Stadt erkunden möchtest, empfiehlt sich ein Hotel im Zentrum. Dort gibt es auch Häuser größerer Ketten wie InterCity* oder Motel One*. Suchst du nach einer ausgefallenen Unterkunft schau dir mal das BaseCamp Hostel* an. Hier übernachtest du in individuell gestalteten Wohnwagen, oder in alten Bahnwaggons in einer großen Halle. Wenn du gerne naturnah übernachtest ist das V-Hotel* passender für dich. Es liegt auf dem Venusberg, direkt am Rande des Bonner Kottenforst. Dort kannst du sogar ein Baumhaus mieten. Luxeriöser wird es dagegen im Kameha Grand*. Das liegt am Rheinufer in Bonn-Oberkassel und ein Highlight ist der Swimmingpool auf dem Dach mit Ausblick. Hinweis: alle Links mit Sternchen* sind Affiliate-Links.
Wie viele Tage sollte ich für meinen Besuch in Bonn einplanen?
Ein Wochenende ist ideal um Bonn zu erkunden. Falls du weniger Zeit hast, kannst du aber auch ein einem Tag schon viel sehen. Außerdem lässt sich ein Trip nach Bonn gut mit einem Besuch in Köln verbinden. Die beiden Städte liegen nur eine etwa 30-minütge Bahnfahrt außeinander. Alle meine Tipps für die Region findest du in meiner veganen Reisekarte für Köln, Bonn und Umgebung.
Weiterlesen zu Bonn und zur Region:
Vegan in Bonn: Restaurant-Tipps
Wandern im Siebengebirge
Beethoven Wanderweg





