Updated on Mai 31, 2026
Neuseeland- Highlights auf der Nordinsel
Bei einer Neuseeland-Reise stellt sich oft die Frage: Nord- oder Südinsel? Ich habe bei meinem Roadtrip beide bereist und teile hier meine Highlights von der Nordinsel mit dir. Dort kannst du spannende Städte erleben, zahlreiche Naturhighlights erkunden und mehr über die Maori-Kultur lernen.

Auckland – Metropole am Meer
Auckland ist perfekt, um langsam in Neuseeland anzukommen. Aufgrund des langen Flugs und des 12-stündigen Zeitunterschieds plante ich hier einige Nächte zum Start meiner Reise ein. Einen Tag habe ich dann zum Erkunden der Stadt genutzt. Im Zentrum findest du die meisten Highlights zwischen Skytower und Hafen. Bummle durch die Queenstreet, entdecke Maori-Kunst in der Auckland Art Gallery und gehe zum Sundowner an den Hafen. Nach einem weiteren Tag, der für einen Ausflug genutzt wurde, haben wir in Auckland unseren Campervan abgeholt und sind in den Roadtrip gestartet.

Mehr über die Stadt liest du in meinem Artikel: Ein perfekter Tag in Auckland
Hobbiton Movie Set – zu Besuch bei den Hobbits
Als großer „Herr der Ringe“-Fan war ich gespannt einige der Drehorte der Filme mit eigenen Augen zu sehen. Ganz besonders natürlich Hobbiton. Das Filmset liegt auf einer Schaffarm in der Nähe von Matamata und kann im Rahmen von geführten Touren besichtigt werden. Fun Fact: Ein Großteil der Besucher:innen hat die Filme nie gesehen. Dass sie dann trotzdem den, nicht ganz günstigen Eintrittspreis zahlen, spricht für das Filmset. Dabei läufst du in der Gruppe zwischen den typischen Hobbithöhlen hindurch, erfährst Hintergründe zu den Dreharbeiten und kehrst am Ende auf ein Getränk in den Grünen Drachen ein.

Mehr über meinen Besuch in Hobbiton liest du bald in meinem Artikel: Neuseeland-Highlights für „Herr der Ringe“-Fans
Waitomo Cave – Glühwürmchenhöhle
Die Waitomo Cave konnten wir in unsere Reiseroute durch Neuseeland nicht mehr einplanen, deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass wir sie im Rahmen eines geführten Ausflugs von Auckland aus doch noch besuchen konnten. Während meiner Reisen habe ich schon viele spannende Höhlen besichtigt, die Waitomo Cave hat mich aber besonders beeindruckt. Sie ist bekannt für die Glühwürmchen, die im Dunkeln an der Decke leuchten. Du kannst hier verschieden lange Touren buchen, teilweise auch mit Klettern und Rafting. Wir haben nur eine kurze Tour gemacht, bei der man durch einen Teil der Höhle läuft (über angelegte Wege und Treppen) und zum Schluss im Dunkeln im Boot über den Fluss fährt und dabei die Glühwürmchen an der Decke leuchten sieht.

Cathedral Cove – Die schönste Bucht auf der Coromandel-Halbinsel
Der erste Campingstopp auf unserer Route war die Coromandel-Halbinsel, auch hier stand ein bekannter Drehort auf dem Programm: Cathedral Cove. Hier wurde eine Szene für „Die Chroniken von Narnia“ gedreht. Die Landschaft ist aber auch abseits davon sehr beeindruckend. In der Hochsaison geht es vom großen Besucherparkplatz mit dem Shuttlebus (8 NZD p.P., zahlbar per Karte am Automaten) zum Ausgangspunkt an der Küste und dann noch etwa 30min. zu Fuß weiter bis zum Strand. Auf der linken Seite befindet sich dann schon die große Höhle und ein Durchgang zur nächsten Bucht. Am frühen Vormittag war auch noch nicht so viel los und wir konnten problemlos Fotos machen, auf dem Rückweg kamen uns dagegen mehrere größere Gruppen entgegen. Je nach Wasserstand musst du zum anderen Strand durchs Wasser laufen, denke daran bei deiner Kleider-/Schuhwahl.


Ursprünglich hatte ich mir noch mehr interessante Stopps auf der Coromandel-Halbinsel herausgesucht. Am ersten Tag im Camper entschieden wir uns aber gegen viele Kilometer und nutzten die Zeit lieber dafür, uns erstmal gut für die nächsten Wochen einzurichten. Auch den Hot Water Beach, der sich in der Nähe der Cathedral Cove befindet, ließen wir aufgrund von sehr warmen Temperaturen aus.
Rotorua – Unterwegs in der vulkanischen Zone
Rotorua liegt mitten in der Taupo Volcanic Zone und ist geprägt von vulkanischer Aktivität. Überall in der Umgebung gibt es Geothermal Areas mit heißen Quellen, sprudelnden Geysiren und blubbernden Schlammtöpfen. Viele davon kannst du besichtigen. Zu den bekanntesten gehört wohl das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland mit dem Champagne Pool und dem Lady Knox Geysir. Mir hat hier besonders der lange, abwechslungsreiche Rundweg gefallen.

Wenn du mehr über die Maori-Kultur lernen möchtest, kannst du das gut in Rotorua machen. Hier gibt es mehrere Maori-Dörfer, die Führungen und Präsentationen (auch mit dem berühmten Haka) anbieten. Wir haben eine Führung im Whakarewarewa mitgemacht, ein Dorf, das tatsächlich noch bewohnt wird. Hier gab es interessante Einblicke in den Alltag der Maori im Zusammenspiel mit den heißen Quellen, die es auch um das Dorf herum gibt.

Auch darüber hinaus ist Rotorua ein beliebtes Ziel für Reisen und es werden zahlreiche weitere touristische Aktivitäten angeboten. Von Wanderungen auf einem Baumwipfelpfad über heiße Schlammbäder bis zu Vorführungen auf einer Schaffarm. Wir haben die Gelegenheit genutzt und eine Kiwiaufzuchtstation besucht. Mehr darüber liest du in meinem Artikel über Rotorua.
Tongariro-Nationalpark – Wandern im ältesten Nationalpark Neuseelands
Der Tongariro-Nationalpark lockt mit schroffen Vulkanlandschaften, tollen Wanderrouten und spannenden „Herr der Ringe“-Drehorten. Bei mir stand er ganz oben auf der Liste der Orte, die ich auf Neuseelands Nordinsel besuchen wollte. Mit ein Grund dafür war auch das Tongariro Alpine Crossing, eine etwa 20 km lange Tageswanderung mitten durch den Nationalpark. Vor Ort entschied ich mich doch kurzfristig gegen die anspruchsvolle Route und unternahm stattdessen ein paar einfachere Wanderungen. Die waren aber nicht weniger schön und boten neben tollen Panoramen, Wasserfällen und Vulkanlandschaften auch noch super grüne Regenwälder.

Mehr zu meinen Routen liest du im Artikel zu einfacheren Wanderungen im Tongariro-Nationalpark.
Napier – Art-Déco-Stadt mit flair
Manche Highlights entdeckt man auf Reisen ganz zufällig, so war es auch mit der Stadt Napier. Die liegt an der Ostküste der Nordinsel und war ursprünglich nur als Zwischenstopp auf dem Weg vom Tongariro nach Wellington eingeplant. Das süße Stadtzentrum hat uns dann aber besonders positiv überrascht. Hier findest du viele Gebäude im Art-Déco-Stil, die der Stadt ihren Beinamen verschafft haben. Außerdem gibt es eine schöne Promenade und einen langen, schwarzen Sandstrand.


Übernachtet haben wir in der Nähe auf einem schönen Campingplatz mit Blick auf den Strand. Von dort aus konnten wir am Nachmittag sogar noch ein Weingut besuchen, um dort ein kleines Weintasting zu machen.

Wellington – windige Hauptstadt
Bevor wir die Nordinsel mit der Fähre Richtung Südinsel verließen, wartete in Wellington nochmal etwas Großstadtfeeling auf uns, auch wenn wir das aus Zeitgründen auf ein paar wenige Stunden begrenzen mussten. Nachdem wir mit dem Campervan nach einigem Suchen einen Parkplatz im Zentrum gefunden hatten, ging es mit der roten Cable Car hinauf zum Botanischen Garten. Von hier hast du einen tollen Ausblick über die Stadt. Auch der Garten selbst lohnt sich mit schönen Spazierwegen und kleinen, thematisch angelegten Beeten. Zurück ging es wieder entlang der Waterfront, wo es wie oft in Wellington ganz schön windig war, und am nächsten Morgen früh auf die Fähre.


Häufig Fragen:
Wie viel Zeit sollte ich für Neuseelands Nordinsel einplanen?
Wenn du beide Inseln bereisen möchtest, würde ich mindestens eine Woche auf der Nordinsel empfehlen. Bei meinem Roadtrip hatte ich etwa 10 Tage dort zur Verfügung. So waren die Fahrstrecken überschaubar und das Programm nicht zu dicht getaktet. Du kannst aber auch locker zwei bis drei Wochen und deinen kompletten Neuseeland-Urlaub auf der Nordinsel verbringen.
Welche Highlights gibt es noch auf Neuseelands Nordinsel?
Zeitbedingt mussten wir einige spannende Stopps auf der Nordinsel auslassen. Ich wäre z.B. gerne bis ganz in den Norden zum Cape Reigna gefahren, das hätte aber viel Strecke in kurzer Zeit bedeutet. Hier solltest du 3-5 weitere Tage einplanen. Außerdem hätte ich gerne noch den Mount Taranaki im Westen besucht. Auch in den einzelnen Regionen, etwa in Rotorua, Tongariro oder auf der Coromandel-Halbinsel, gibt es noch mehr zu sehen und zu unternehmen. In Wellington wäre auch die Weta Cave, eine Ausstellung mit Requisiten aus verschiedenen Filmen (u.a. Herr der Ringe) spannend gewesen. Aber natürlich muss man mit begrenzter Zeit immer irgendwelche Abstriche machen. Für die anderen Orte muss ich dann irgendwann nochmal wiederkommen.
Wie bin ich am besten unterwegs?
Wir waren mit einem Campervan unterwegs, den wir über Camperdays* (Affiliate-Link) gemietet haben. Den konnten wir in Auckland abholen und in Christchurch wieder abgeben. Übernachtet haben wir auf verschiedenen Campingplätzen, immer mit Stromanschluss. Da wir zur Hochsaison unterwegs waren, haben wir lieber vorab gebucht und haben auf einfache Freedom Campingplätze verzichtet.
Mit Camper oder Mietwagen bist du generell am flexibelsten, denn außerhalb der Städte gibt es nur wenige andere Transportmöglichkeiten. Allerdings gibt es in Neuseeland auch Fernbusse und der Northern Explorer verbindet Auckland und Wellington auf Schienen und mit Routen durch traumhafte Landschaften. Außerdem kannst du geführte Ausflüge z.B. aber Auckland oder Rotorua buchen.





