Posted on Juli 19, 2026
Neuseeland Roadtrip: Meine Route für 3 ½ – 4 Wochen
Du suchst nach der perfekten Route für einen Roadtrip in Neuseeland? Hier ist mein Vorschlag für eine Route von 3 ½ bis 4 Wochen, der die größten Highlights von Nord- und Südinsel kombiniert. Ich bin diese Route so bei meinem Roadtrip im Dezember 2025 gereist und gebe dir hier Tipps, wo du sie leicht anpassen und optimieren kannst.

Wie plane ich meine Reiseroute für Neuseeland?
Bevor du mit der Detailplanung deiner Route startest, musst du ein paar Fragen klären: wie viel Zeit hast du zur Verfügung? Willst du nur eine oder beide Hauptinseln bereisen? Startest und endest du am gleichen Punkt oder gibst du dein Auto/deinen Camper an einem anderen Ort wieder ab? Welche Highlights willst du auf keinen Fall verpassen?
Ich bin so vorgegangen, dass ich mir interessante Punkte auf einer Karte markiert habe. Gestartet bin ich in Auckland auf der Nordinsel, zurück ging es von Christchurch auf der Südinsel und nach der Flugbuchung war der Zeitraum (knapp 4 Wochen) auch schnell klar. Zusammen mit dem Flug haben wir auch direkt unseren Camper* (Affiliate-Link) gebucht. Dann habe ich angefangen genauer zu planen und anhand von Fahrzeiten und Unternehmungen die Route zu erstellen.
Meine Reiseroute für knapp 4 Wochen Neuseeland (Nord- und Südinsel)
Auckland – 3 Nächte
Unser Flug landetet am Freitagmittag in Auckland und vom Flughafen ging es mit dem Bus in unser Hotel im Zentrum, im CBD-Bezirk. Nach dem langen Flug gingen wir nur ein bisschen spazieren und etwas essen, bevor wir die Stadt dann am Samstag richtig erkundeten. Da wir unseren gewünschten Campervan erst wieder am Montag abholen konnten, blieben wir noch eine Nacht länger, nutzten den Sonntag aber schon für einen längeren Ausflug nach Hobbiton und zur Waitomo Cave. Montags übernahmen wir dann den gemieteten Campervan.

Unterkunft: Ramada Suites bei Wynham, Victoria Street West* (Affiliate-Link)
Mehr über die Stadt liest du in meinem Artikel „Ein perfekter Tag in Auckland“.
Coromandel Halbinsel – 1 Nacht
Als erstes Ziel steuerten wir einen kleinen Campingplatz auf der Coromandel Halbinsel an, etwa 2 ½ Fahrstunden von Auckland entfernt. Hier hätte es auch noch viel mehr zum erkunden gegeben, aber wir mussten erstmal Vorräte einkaufen und uns im Van einrichten, also beschränkten wir uns auf einen kleinen Spaziergang zum Strand. Am nächsten Tag ging es dann früh zur Cathedral Cove, die wir am Morgen noch ohne den großen Andrang durch Reisegruppen erleben konnten.

Camping: Tairua Campground
Rotorua – 3 Nächte
Die Route nach Rotorua führte erst über kurvige Straßen, dann sehr lange durch Farmland. Ein Zwischenstopp legten wir nur in Matamata ein. Wären wir nicht schon vorher dort gewesen, hätten wir hier das Hobbiton Movie Set besuchen können (unbedingt vorab buchen, z.B. über getyourguide* (Affiliate-Link)). Bei Rotorua bezogen wir dann einen gemütlichen Platz an einem Badesee, perfekt für eine Abkühlung nach dem heißen Tag.

Rotorua ist geprägt von vulkanischer Aktivität und so führte uns unser erster Ausflug am nächsten Morgen auch in eine der zahlreichen Geothermal Areas. Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist bekannt für seinen großen Geysir, der einmal am Morgen zum Ausbruch gebracht wird. Auf dem Rückweg besuchten wir das Whakarewarewa Maori Dorf. In diesem und in ein paar anderen Dörfern in der Region kannst du mehr über die Kultur der Maori lernen.

Am zweiten Tag in Rotorua besuchten wir die National Kiwi Hatchery. Dort werden Kiwis ausgebrütet, in sicherer Umgebung aufgezogen und, sobald sie groß genug sind,wieder ausgewildert. Somit hatten wir dann auch die Möglichkeit den Nationalvogel von Neuseeland zu sehen.
Camping: Blue Lake TOP 10 Holiday Park
Mehr über die Region liest du in meinem Artikel „Rotorua – 3 Tage zwischen Geysiren, Maoir-Traditionen und Kiwis“.
Tongariro – 2 Nächte
Vorbei am Lake Taupo ging es weiter zum Tongariro Nationalpark Mit nur kurzen Stopps bei den Huka Falls und am Seeufer hatten wir am Anreisetag noch genügen Zeit die Desert Road an der Ostseite entlangzufahren und für einen Abstecher zu den Gollums Pools bei Ohakune.

Der volle Tag vor Ort war eigentlich für das Tongariro Alpine Crossing gedacht. Kurzfristig entschieden wir uns jedoch dagegen und unternahmen ein paar einfache, kurze Wanderungen entlang der 48, z.B. zu den Taranaki Falls (ebenfalls sehr lohnenswert, aber weniger anstrengend).

Camping: Discovery Lodge Tongariro
Mehr liest du in meinem Artikel „Tongariro Nationalpark – einfache Wanderungen“.
Napier – 1 Nacht
Eigentlich hatte ich Napier nur als Zwischenstopp, für die lange Fahrt nach Wellington im Süden ausgewählt, die Stadt erwies sich aber als unerwartet hübsch. Im Zentrum befinden sich viele schöne Art-Deco Gebäude, es gibt einen langen, schwarzen Sandstrand und wir hatten einen schönen Stellplatz auf dem örtlichen Campingplatz mit Blick auf das Meer. Du kannst von Tongariro aber auch direkt nach Wellington durch fahren. Die Fahrzeit beträgt mit knapp vier Stunden nur ein wenig länger, als bis nach Napier.

Camping: Napier Beach TOP 10 Holiday Park
Wellington – 1 Nacht
Nach einer längeren Fahrt in den Süden hatten wir am Nachmittag noch Zeit um die Hauptstadt Wellington zu erkunden. Ein paar Stunden haben uns vollkommen gereicht und wir sind nur kurz durchs Zentrum und am Hafen vorbei gelaufen, mit der Cable Car gefahren und etwas durch den Botanischen Garten spaziert. Am nächsten Morgen ging es dann früh auf die Fähre zur Südinsel. Hier hatten wir vorab einen Platz bei Interislander gebucht.

Camping: Wellington TOP 10 Holiday Park
Abel Tasman Nationalpark – 2 Nächte
Der erste Stopp auf der Südinsel war der Abel Tasman Nationalpark im Norden. Dort blieben wir zwei Nächte auf einem Campingplatz in Marahau. Der kleine Ort grenzt direkt an den Nationalpark. Die noch etwas bessere Lage für unsere Tour am nächsten Tag wäre Kaiteriteri gewesen. Von hier starten die meisten Wassertaxis, die einen an Stränden entlang der Küste absetzen und wieder abholen. Wir sind nach einer längeren Fahrt entlang der Küste am Medlands Beach ausgestiegen und über den Coast Path bis zur Anchorage Bay gewandert.

Camping: Marahau Beach Camp
Mehr liest du in meinem Artikel „Abel Tasman Nationalpark – ein Tag unterwegs auf dem Coast Track“.
Greymouth – 1 Nacht
Weiter ging es an die Westküste, mit einem Zwischenstopp an der Swing Bridge in Murchison Falls. Mein Highlight war die kleine Robbenkolonie am Cape Foulwind, wo wir im Dezember auch einige Jungtiere beobachten konnten. Unsere Route führte jetzt Südwärts entlang der Küste bis kurz vor Greymoth und natürlich durfte ein kurzer Stopp bei den Pancake Rocks nicht fehlen.

Camping: Rapahoe Beach Holiday Park
Franz-Josef – 1 Nacht
Am nächsten Tag ging es, bei ständigem Regen, weiter an der Küste entlang bis nach Franz-Josef, wo am gleichnamigen Gletscher ein kleiner, touristischer Ort entstanden ist. Den Regen konnten wir schon auf dem kleinen Campingplatz aussitzen, um dann am Abend, als es aufgeklart hatte, zum Gletscher-Aussichtspunkt zu fahren. Wenn du hier eine längere Wanderung, oder einen Hubschrauberrundflug machen möchtest, solltest du etwas mehr Zeit einplanen.

Camping: Orange Sheep Campervan Park
Wanaka – 2 Nächte
Über den Haast Pass mit einigen tollen Flüssen und Wasserfällen führte unsere Route weiter nach Wanaka. Schon entlang der Straße gab es tolle Aussichtspunkte auf die großen Seen. Am nächsten Tag unternahmen wir eine kleine Wanderung am See, bei der wir einige Fantails beobachten konnten. Außerdem waren wir kurz im Zentrum und beim berühmten Wanaka Tree. Falls du hier länger bleiben möchtest, kannst du z.B. noch auf den Roys Peak wandern oder weiter in die Berge Richtung Mount Aspiring fahren.

Camping: Tasman Holiday Parks – Wanaka
Queenstown – 2 Nächte
Für uns ging es stattdessen nach kurzer Zeit weiter nach Queenstown. Nimm hier unbedingt die Route über Cardrona. Hier blühten im Dezember viele Lupinen entlang der Straße und am Pass gab es ein paar tolle Aussichtspunkte. Queenstown gilt als Adrenalin-Hauptstadt von Neuseeland. Wir schauten beim Bungee Jumping an der Kawarau Gorge aber lieber nur zu. Stattdessen spazierten wir durch die Queenstown Gardens am See und fuhren nach Arrowtown, eine alte Goldgräberstadt um ein paar „Herr der Ringe“-Drehorte zu besuchen.

Am zweiten Tag nahmen wir die Scenic Route nach Glenorchy. Die Straße führt immer am Lake Wakatipu entlang und nach einiger Zeit eröffnet sich nach Norden ein wunderschönes Bergpanorama. Wir hielten zwischendurch immer wieder für Fotostopps an und folgten der Straße bis zum Dart River, einem weiteren „Herr der Ringe“-Drehort.

Camping: Queenstown TOP 10 Holiday Park
Mehr liest du in meinem Artikel „Herr der Ringe“-Drehorte in Neuseeland.
Milford Sound – 2 Nächte
Milford Sound liegt zwar etwa auf gleicher Höhe mit Queenstown, die Route dorthin ist jedoch ein ziemlicher Umweg und führt über Mossburn und Te Anau in fast 300km dorthin. Wir blieben für zwei Nächte auf einem der wenigen Campingplätze im Tal, im Eglinton Valley Camp. Am nächsten Morgen ging es dann früh nach Milford Sound für eine klassische, aber sehr schöne Bootstour. Wir hatten, wie so oft in dieser Region, einige regenreiche Tage erwischt und so zwar super viele Wasserfälle im Fjord und in den Bergen, für lange Stopps oder Wanderungen war es uns aber definitiv zu nass und zu kalt (nur knapp 10°C im Dezember). Wer die lange Fahrt nicht selbst auf sich nehmen will, kann ab Queenstown Tagesausflüge mit Bootsfahrt buchen* (Affiliate-Link).

Camping: Eglinton Valley Camp
Queenstown – 1 Nacht
Auf der Rückfahrt von Milford Sound legten wir für eine weitere Nacht einen Stopp in Queenstown ein, um die Fahrstrecke nicht zu lang werden zu lassen.
Camping: Queenstown TOP 10 Holiday Park
Glentanner – 2 Nächte
Zum Abschluss der Reise ging es nochmal in die Berge rund um Aoraki/Mount Cook. Unser Campingplatz lag in Glentanner, direkt am See und schon am ersten Abend zeigte sich der markante Berg in bestem Licht. An Tag 2 hatten wir einige kurze Wanderungen geplant. Der beliebte Hooker Valley Track war wegen Bauarbeiten an der 2. Hängebrücke leider nur zur Hälfte geöffnet. Noch besser gefiel mir der kurze, aber steile Aufstieg zum Tasman Glacier View.

Camping: Glentanner Park Centre
Oamaru – 1 Nacht
Unsere letzte Nacht im Camper verbrachten wir in Oamaru, an der Ostküste. Wir wählten die etwas längere Route über Lake Tekapo dorthin, Ende Dezember waren die meisten Lupinen am See jedoch schon verblüht. In Oamaru wartete dafür am Abend ein Highlight: wir konnten beobachten wie die Blue Penguins aus der Kolonie dort an Land kamen. So süß!

Camping: Oamaru Harbour Tourist Park
Christchurch – 1 Nacht
Mit der Fahrt nach Christchurch war nun wirklich das Ende unseres Roadtrips gekommen. Wir brachten den Camper zurück und hatten vor unserem Rückflug dann noch einen Nachmittag und ein paar Stunden am Vormittag Zeit um die Stadt zu erkunden. Die verbrachten wir mit etwas letztem Souvenir-Shopping, mit Essen auf dem Riverside Foodmarket und mit einem langen Spaziergang im Botanischen Garten, bevor es zum Flughafen ging.

Unterkunft: Wyndham Garden Christchurch City* (Affiliate-Link)
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