Posted on März 29, 2026
Rheinsteig Rundtour: Linzer Basalt-Schleife
Du suchst eine abwechslungsreiche, gemütliche Rundwanderung im Rheintal? Wie wäre es mit der Linzer Basalt-Schleife. Der Premium Rundwanderweg lockt mit einfachen Wegen, Abwechslungsreicher Routenführung durch Wälder und Dörfer und einigen tollen Ausblicken. Lies hier mehr über die Route und meine Wanderung.

Die Linzer Basalt-Schleife
Die Linzer Basalt-Schleife ist ein Premium Rundwanderweg in Linz und eine der Rheinsteig Rundtouren. Die Route führt über 11,5km mit etwa 300 Höhenmetern ab Linz einmal bergauf in Richtung Westerwald, in einer Schleife durch Dattenberg und dann wieder ins Tal. Dabei überschneiden sich einige Abschnitte mit der 4. Rheinsteig Etappe von Linz nach Bad Hönningen. Aber auch wer den Rheinsteig schon gewandert ist, findet auf der Rundtour neue interessante Wege und Aussichten. Welche Highlights dich auf der Route erwarten liest du hier.
Verlauf und Highlights der Wanderroute
Offiziell startet die Linzer Basalt-Schleife am Kaiserberg. Wer mit dem Auto anreist findet dort auch Parkplätze. Da ich mit dem Zug nach Linz gefahren bin, habe ich meine Wanderung zentral auf dem Marktplatz gestartet. Die Route führt dort vorbei und so konnte ich mir den doppelten Aufstieg auf den Kaiserberg sparen. Außerdem konnte ich die Linzer Altstadt so am Vormittag noch leer erleben und in Ruhe Bilder von den schönen Fachwerkhäusern machen.

Los ging es erstmal parallel zur Rheinsteig-Route zur St. Martin-Kirche. Vom danebengelegenen Tilmann Joel-Park hat man einen schönen Ausblick bis zur Erpeler Ley. Dann folgt der erste steile Aufstieg auf einem Waldweg. In Serpentinen geht es etwa 90hm bergauf auf den Kaiserberg. Belohnt wird man mit einer tollen Aussicht auf das Rheintal und bis weit ins Ahrtal hinein. Weiter geht es auf einem schmalen Pfad an der Seite des Bergs entlang und ein Stück bergab. Dann teilen sich Rheinsteig und Rheinsteig-Rundtour. Diesmal folge ich dem roten Symbol und biege nach links ab. Hier streife ich noch einmal kurz den Ortsrand, biege aber bald wieder in einen Feldweg ein, der nach wenigen hundert Metern im Wald weitergeht. Langsam mache ich mich auf die Suche nach einer Bank für eine Trinkpause und werde von einer Waldschaukel überrascht. Hier kann ich sogar ein bisschen die Füße hochlegen.


Nach der Pause mache ich mich mit frischer Energie an den längsten Aufstieg des Tages. Über einen breiten Forstweg geht es stetig bergauf bis an den Ortsrand von Roniger Hof. Der Wanderweg führt mich hier neben einem Feld entlang und am Wegesrand wachsen zahlreiche Brombeersträucher, die jetzt im Sommer voller leckerer Früchte sind. Einer der Gründe, warum ich heute nur so langsam vorankomme, weil ich zahlreiche süße Beeren nasche. Ein kurzes Stück weiter werfe ich einen Blick in den Hofladen vom Bauernhof, dann überquere ich die Landstraße und folge der Rheinsteig Rundtour wieder in den Wald. Jetzt geht es erstmal wieder ein gutes Stück bergab.

Bis ich nochmal eine längere Pause mache lege ich aber noch ein paar Kilometer zurück. In meiner Wanderapp habe ich einen coolen Spot entdeckt: eine Riesenbank mit Aussicht. Um dorthin zu kommen muss ich auch nochmal ein paar Höhenmeter bewältigen. Dann kann ich in Ruhe meine Brotzeit genießen. Die schmeckt beim Wandern immer besonders gut. Den kurzen Abstecher hinauf zum Koppe-Kreuz spare ich mir allerdings. Heute reichen mir die Höhenmeter bereits.
Über einen schmalen Pfad erreiche ich schließlich Dattenberg und laufe am Ortsrand entlang und an ein paar schönen Fachwerkhäusern vorbei. Schließlich treffe ich wieder auf das blaue Rheinsteig Symbol. Von meiner Wanderung damals erinnere ich mich noch an einen schönen Rastplatz bei Dattenberg, den peile ich jetzt an. Anstelle der einfachen Bank steht inzwischen ein Fensterrahmen, der den Ausblick markiert dort, außerdem gibt es einen Picknicktisch und eine Liegebank. Die nutze ich gerne nochmal für eine Pause. Dann geht es an den letzten Abstieg, vorbei am Sportplatz und einer Grillhütte. Der Wer führt mich oberhalb eines Bachs entlang. Der einzige Abschnitt, der heute etwas mehr zugewuchert ist. Im Tal trennt sich die Linzer Basalt-Schleife dann wieder vom Rheinsteig. Es geht links über einen breiten Waldweg, nebendran plätschert ein Bach. Schließlich erreiche ich wieder den Stadtrand von Linz und nach wenigen hundert Metern den Marktplatz.

Fazit zur Linzer Basalt-Schleife
Die Linzer Basalt-Schleife ist eine schöne, abwechslungsreiche Rundtour, die sich auch lohnt, wenn man den Rheinsteig schon kennt. Einige Abschnitte überschneiden sich zwar, aber die Route bietet darüber hinaus einige weitere Highlights und schöne Aussichten. Auf einigen Schildern kann man mehr über den Basaltabbau lernen, der schon früh Bedeutung für die Stadt hatte. Für mich hatte die Rundwanderung außerdem eine angenehme Länge, die Wege sind meist einfach, mit nur ein paar Pfaden, die etwas Trittsicherheit erfordern. Die Wanderung lässt sich auch zeitlich gut mit einem Besuch der Linzer Altstadt verbinden.
Daten zur Linzer Basalt-Schleife
Länge: 11,4km
Höhenmeter: 330hm bergauf, 320hm bergab
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 4-5 Stunden (mit Pausen)
Alternativen: Bei dieser Rundwanderung gibt es nur wenige Möglichkeiten die Route zu kürzen. Wenn man am Kaiserberg startet, kann man den Schlenker über die Linzer Altstadt auslassen und am Ende der Wanderung über den Rheinsteig wieder aufsteigen. Ansonsten gibt es auf der Route ÖPNV Anschluss am Ortsrand von Roniger Hof und in Dattenberg.
An-/Abreise: Linz am Rhein erreicht man von Köln oder Koblenz super mit dem Zug und der RE8/RB27. Mit dem Auto geht es über die B42. Parken kann man bei der Altstadt oder am Kaiserberg.
Route zum nachwandern auf Komoot
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