Blogparade: Wie weit darf Fotobearbeitung gehen?

Thomas und Melanie vom Blog Reisen-Fotografie habe mit dem Aufruf zur Blogparade eine sehr interessante Frage aufgeworfen. Auslöser dazu war ein Kommentar zu ihrer Fotobearbeitungs-Challenge bei der sehr unterschiedliche Ergebnisse heraus kamen. Da ich die Frage sehr spannend finde möchte ich hier auch mal meinen Kommentar dazugeben. Hier beziehe ich mich jetzt einfach mal thematisch auf Reisefotografie.

Hierbei bin ich der Ansicht, dass für ein authentisches Bild möglichst wenig bearbeitet werden sollte. So mach ich es meistens auch bei meinen eigenen Bildern. Ich versuche mit dem Bild immer möglichst das festzuhalten, was ich mit meinen Augen sehe. Bei der Bearbeitung ändere ich meistens nur ein bisschen an Helligkeit und Kontrast. Teilweise passe ich auch den Bildausschnitt an oder begradige den Horizont.

Manchmal stempele ich auch etwas weg, zb wenn bei einem Porträt ein Laternenpfahl blöd aus dem Kopf ragt, oder wenn ich eine Stromleitung als störend im Bild empfinde. Obwohl ich Bilder eigentlich nie stark bearbeite gibt es doch ein Beispiel, dass ich nie so aufgenommen habe. In dem Fall hatte ich das Bild der Insel und den Vogel getrennt aufgenommen, den Vogel in Photoshop ausgeschnitten und in dem anderen Bild platziert. Die Bilder entstanden bei einer Bootstour zu den Sept Îles in der Bretagne.

Sept-iles 4

Auch wenn ich die Szene so nie aufgenommen habe, finde ich es hier in Ordnung das Bild durch Bearbeitung interessanter zu machen. Entscheidend dabei ist für mich, dass man diese Szene nämlich durchaus so aufnehmen könnte. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt nur auf der falschen Seite des Bootes befunden. Meine Mutter hat von der anderen Seite des Bootes eine sehr ähnliche Aufnahme gemacht. Hier wird also kein Bild gezeigt, was man nie so sehen könnte.

Im Unterschied dazu mal ein Beispiel für ein Bild, das ich schon eher in der künstlerischen Fotografie sehen würde. Den Fotografen habe ich bei einer Fototour während der Photokina 2014 getroffen. Wir fotografierten damals den Dom und die Hohenzollernbrücke von der Deutzer Seite aus. Bei ihm sah das so aus, dass er seine Kamera auf dem Stativ auf einen Bildausschnitt einstellte und über den Zeitraum von ca. 30 Minuten während des Sonnenuntergangs immer wieder auf den Auslöser drückte. Diese Bilder, so erklärte er, würde er dann in der Bearbeitung zusammenfügen und so entstand ein Bild, das den Himmel vom Sonnenuntergang leuchten ließ, der Dom aber ebenfalls schon von künstlichem Licht angestrahlt wurde. Das Licht am Dom ging aber erst an, als die Sonne schon untergegangen war, folglich wird man dieses Bild niemals in Wirklichkeit so sehen können. Und genau das macht für mich den Unterschied zu einem dokumentarischen Foto. Das beschriebene Bild sieht so auch sehr schön aus, aber es vermittelt einen falschen Eindruck von der Wirklichkeit und geht daher meiner Meinung nach schon in den künstlerischen Bereich.

Dom bei Nacht
So habe ich den Dom damals fotografiert.

Ich sehe mich eher als dokumentarische, denn als künstlerische Fotografin. Wenn ich einfach nur zeigen will wie etwas aussieht bearbeite ich nicht viel. Mit Bildausschnitt und Winkel habe ich ja immer noch genug Gestaltungsmöglichkeiten. Jedes Bild ist ja letztendlich nur ein Ausschnitt und eine Momentaufnahme und jeder (Fotograf) nimmt das Geschehen vor Ort unterschiedlich war.

Wie seht ihr das? Bearbeitet ihr Bilder viel oder wenig und wo seht ihr die Grenze zwischen dokumentarischer und künstlerischer Fotografie? Lasst mir gern eure Meinung im Kommentar da.

Rezept: vegane Donauwellen vom Blech

Im August backe ich für gewöhlich häufiger Kuchen, denn es stehen einige Geburtstage bei Freunden und Familie an. Den Anfang machte diesmal ein Blech vegane Donauwellen. Die gab es vor ein paar Jahren schonmal zum gleichen Anlass und jetzt habe ich auch das Rezept aufgeschrieben.

vegane Donauwellen 1

Zutaten für ein Blech vegane Donauwellen:
für den Teig
250g Margarine
250g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
500g Mehl
1 Päckchen Backpulver
3 EL Sojamehl
300ml Sojamilch
4 EL Kakao
700g Kirschen aus dem Glas (Abtropfgewicht)
für die Creme:
500ml Sojamilch
2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
250g Margarine
außerdem:
350g vegane Kuvertüre
100g vegane weiße Schokolade (optional)
etwas Kokosöl

1. Die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Dann das Mehl und das Backpulver dazu sieben, das Sojamehl dazugeben und mit der Sojamilch alles zu einem glatten Teig verrühren.
2. Ein Backblech einfetten und die Hälfte das Teigs darauf verstreichen. Zur anderen Hälfte den Kakao sieben, alles verrühren und den dunklen auf dem hellen Teig verteilen.
3. Die Kirschen abtropfen lassen und auf dem Teig verteilen, leicht eindrücken. Nun bei 200°C ca. 25min im Ofen Backen. Vollständig abkühlen lassen
4. Für die Creme den Pudding nach Packungsanleitung kochen und abkühlen lassen. Dann mit der Margarine zu einer Creme verrühren und diese auf dem Kuchen möglichst glatt verstreichen.
5. Die Kuvertüre mit dem Kokosöl im Wasserbad schmelzen und vorsichtig auf der Creme verteilen. Die weiße Schokolade ebenfalls schmelzen und den Kuchen nach belieben damit verzieren.

vegane Donauwellen 4Für meine Verzierung habe ich die weiße Schokolade in einer breiteren Linie auf die dunkle Schokolade aufgetragen und vorsichtig mit einem kleinen Stäbchen nach oben und unten verwischt. Auch die dunkle Schokolade muss dabei noch flüssig sein. Vor dem verzieren sollte man sich überlegen wie man den Kuchen schneiden will, damit man die Verzierung richtig platzieren kann. Das Kokosöl in der Schokoschicht sorgt dafür, dass die Schicht nicht zu fest wird und man sie noch gut mit der Gabel zerteilen kann.

vegane Donauwellen 3

Mit diesem Rezept mache ich auch mal wieder beim Let’s Cook together Projekt von What Ina loves mit. Das Thema diesen Monat war Kirschzeit.

Ihr sucht andere Rezepte mit Kirschen? Wie wärs mit einfachem veganen Kirschstreusel, Kokos-Kirsch Kuchen oder Limburger Vlaai. Wer es etwas aufwändiger mag, kann auch eine vegane Schwarzwälder Kirschtorte backen.

Was ist euer Lieblingsrezept mit Kirschen?

Rezept: vegane Nussecken

Nussecken gehören bei mir zu den Klassikern, ich weiß gar nicht warum ich sie so lange nicht gebacken habe. Jetzt habe ich es endlich mal geschafft und ein Rezept für vegane Nussecken für euch.

vegane Nussecken 2Zutaten für ein Blech:
für den Teig
300g Mehl
1TL Backpulver
120g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
1 EL Sojamehl
130g Margarine
etwas Sojamilch nach Bedarf
für die Nussmischung:
250g Margarine
250g Zucker
500g Haselnüsse
außerdem:
200g Aprikosenmarmelade
200g veganen Kuvertüre

1. Für den Teig erst alle trockenen Zutaten vermischen, dann die Margarine in Flocken dazugeben und zu einem Teig kneten. Sollte der Teig zu trocken sein etwas Sojamilch dazugeben.
2. Ein großes Backblech einfetten und den Teig darauf dünn ausrollen, an den Rändern fest drücken. Die Aprikosenmarmelade gleichmäßig auf dem Teig verteilen.
3. Für die Nussmischung die Margarine in einem Topf schmelzen lassen, den Zucker dazugeben und unter umrühren erhitzen, bis eine flüssige Masse entsteht. Die Nüsse zb im Mixer zerkleinern und ebenfalls in den Topf geben. Alles gut umrühren und die Nussmasse auf dem Blech verteilen.
4. Das ganze muss nun ca. 20min bei 180°C Umluft in den Backofen. Sobald es abgekühlt ist, den fertigen Kuchen in Dreiecke schneiden, die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Nussecken damit wie gewünscht verzieren.

vegane Nussecken 1Das herauslösen aus dem Blech kann vor Allem am Anfang ein bisschen schwierig sein. Bei der Menge ist es aber nicht schlimm wenn eine Nussecke mal kaputtgeht. Wenn ihr die Marmelade verteilt gibt es einen kleinen Trick: wenn ihr die Marmelade leicht erhitzt und mit etwas Wasser vermischt lässt sie sich viel leichter verstreichen. Da es bei uns so lange keine Nussecken mehr gab, waren die natürlich auch in kurzer Zeit aufgefuttert.

Weitere Rezeptideen:
Mini Mandel Gugl
Vegane Donauwellen
Kirschstreusel

Vegane Reiseblogger im Interview: Totally Veg

Claudia von Totally Veg war so nett, mir für meine Interviewserie ein paar Fragen zum Thema vegan Reisen zu beantworten. Da sie den Blog schon 2009 gestartet hat findet man dort viele interessante Reiseberichte, von denen ich mich gern inspirieren lasse. Aktuell berichtet sie von einem Roadtrip durch Californien und Nevada.

Interview Totally Veg

1. Seit wann lebst du vegan und warum?
Ich lebe seit Beginn 2009 vegan. Grund war für mich, dass ich es furchtbar finde, wie Tiere für unser Essen leiden müssen und ich das nicht mehr unterstützen wollte.

2. Wie schaffst du es auf Reisen dich vegan zu ernähren? Was sind deine Tipps?
Ich schaue vorab online, welche Restaurants es in meinem Urlaubsziel gibt. Wenn wir unseren Tag planen, schauen wir (mein Mann und ich), welche Essensmöglichkeiten es in der Nähe gibt. Früher sind wir wegen eines Restaurants durch die halbe Stadt gefahren, das machen wir mittlerweile nicht mehr, es ist uns viel zu anstrengend geworden und ich will ja nicht nur eine Tour durch Restaurants machen – wir stimmen unser Essen auf die Reise ab, nicht umgekehrt ;-) Generell versuche ich meistens irgendwelche Snacks dabei zu haben, wie Bananen oder Müsliriegel, die ich auch gerne zum Frühstück esse. Wenn es uns in einem Restaurant geschmeckt hat und es günstig gelegen ist, gehen wir auch gerne mehrmals dort essen, da habe ich kein Problem damit! Und: Höflich und freundlich danach fragen, was man haben möchte, das ist immer die beste Strategie – und ein Lächeln schadet auch nie!

3. In welchem Land hast du bisher die Beste Erfahrung gemacht im Bezug auf vegane Ernährung?
In den USA gibt es sehr viel Auswahl, gerade in den großen Städten sind auch vegane Restaurants zentral gelegen und auch bei Franchise-Restaurants findet man online meist Info über vegane Optionen. Sehr entgegnkommend war man auch in Schottland, England und Wales – Großbritannien ist ja quasi die Wiege des Veganismus, darum gibt es dort schon etwas mehr Bewusstsein über das Thema. Gut gefallen hat es mir auch in Italien, da hier sehr viel einfaches Essen serviert wird, das als Basis Gemüse hat.

4. Gab es auch schlechte Erfahrungen? Wenn ja welche?
Natürlich gibt es gelegentlich schlechte Erfahrungen, wenn man nicht das bekommt, was man sich vorstellt, aber die halten sich üblicherweise in Grenzen. Enttäuscht war ich über Paris (ich war 2013 dort), da es für die Größe der Stadt damals sehr wenig vegane Auswahl gab und das auch nur in rein veganen Restaurants.

5. Welche Rolle spielt die vegane Ernährung bei der Wahl deines Reiseziels?
Ich würde sagen, eine nicht allzu große mittlerweile. Wir suchen uns Reiseziele danach aus, was uns interessiert und möchten nicht unbedingt auf eine reine „Fresstour“ gehen. Für die Zukunft haben wir Ziele geplant, die sicher etwas herausfordernder sind als Veganerin, aber auch da werden wir einen Weg finden.

6. Was sind deine Lieblingsziele für vegan Reisende?
London ist meine allerliebste Stadt, die ich nur empfehlen kann. Chicago ist auch ein tolles Ziel, das mir persönlich immer wieder gut gefällt. Und Wien ist ein wahres veganes Schlaraffenland!

Mehr von Totally Veg gibt’s hier:
Blog: www.totallyveg.at
Instagram: @totallyveg

Weiterlesen:
Vegan reisen – meine Tipps für den veganen Urlaub
10 Top Ziele für vegane Städtetrips in Europa
Reiseziele für Veganer – Tipps von Reisebloggern

Rezept: vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen

Wenn ich eins mag, dann sind es Gerichte die ich vorbereiten und dann einfach in den Backofen schieben kann. Nicht nur, aber vor allem, wenn man Besuch hat ist das super praktisch. Diese vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen habe ich schon öfter gebacken, wenn ich Besuch hatte und sie hat jedesmal einen sehr guten Eindruck gemacht.

vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen 1Zutaten für eine Form mit 28cm Durchmesser:
für den Teig:
300g Mehl
1 TL Salz
½ Päckchen Backpulver
180g Margarine
etwas Wasser
für die Füllung:
400g Seidentofu
60ml Sojasahne
6 TL Stärke
1 Brokkoli
4-5 mittelgroße Champignons
Pizzaschmelz zum bestreuen (optional)

1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann die Margarine hinzufügen und mit etwas Wasser zu einem Teig kneten. Eine Kugel formen und ca. eine Stunde kaltstellen.
2. In der Zwischenzeit den Brokkoli in Röschen schneiden und 10min in kochendem Wasser garen. Abkühlen lassen. Die Pilze waschen und kleinschneiden.
3. Eine Tarteform mit Margarine einfetten, den Teig darin ausrollen und am Rand hochdrücken. Brokkoli und Pilze gleichmäßig darauf verteilen.
4. Für die Füllung nun den Seidentofu mit der Sojasahne vermengen, die Stärke hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Gleichmäßig über dem Gemüse verteilen.
5. Zum Schluss den Pizzaschmelz über die Tarte streuen und bei 220°C ca. 35min auf mittlerer Schiene im Ofen backen. Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen.

vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen 4vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen 2Ich finde die Seidentofufüllung als Ersatz für den Eiguss sehr lecker und zu dem Gemüse passt sie auch sehr gut. Natürlich kann man auch anderes Gemüse für die Quiche verwenden. Ich mag sie so auf jeden Fall am liebsten und auch, wenn die Zubereitung insgesamt etwas länger dauert landet Quiche bei mir häufiger auf dem Teller. Wenn ich sie für mich allein backe friere ich immer ein paar Stücke ein. Das klappt wunderbar und man kann die Quiche Stücke dann einfach im Backofen wieder etwas aufbacken.

vegane Quiche mit Brokkoli und Pilzen 3

Welche Gemüskombinationen könnt ihr für vegane Quiche empfehlen?

Weitere Rezepte:
Vegane Gemüsetarte mit Polentaboden
Vegane Bärlauch Quiche
Vegane Cornish Pasties
Brokkoli Creme Suppe
Vegane Blätterteig-Tarte mit Zucchini, Kartoffeln und Pilzen

Rezept: Gemüsebowl mit Backofengemüse und Süßkartoffeln

Heute gibts mal ein einfacheres Rezept das schnell fertig ist und superlecker und zwar eine Gemüsebowl mit Süßkartoffeln und Backofengemüse. Mariniertes Ofengemüse esse ich sowieso total gerne, auch wenn es nicht immer in einer Bowl anrichte.

Gemüsebowl mit Süßkartoffeln 1Zutaten:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
1 rote Paprika
5-6 Champignons
1 Stück Gurke
etwas frischen Salat
Dressing nach Wahl

1. Die Süßkartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Paprika entkernen und klein scheiden, die Champignons waschen und vierteln.
2. Alles auf einem Backblech verteilen und mit Marinade aus Öl, Salz, Pfeffer und Paprikagewürz bestreichen. Beim Gemüse nach belieben Kräuter hinzufügen. Bei 180°C Umluft ca. 20min backen.
3. Den Salat in mundgerechte Teile zupfen, die Gurke in Stücke schneiden und beides zusammen mit dem Backofengemüse in einer großen Schüssel anrichten. Zum Schluss noch etwas Dressing darübergeben.

Gemüsebowl mit Süßkartoffeln 2So eine Gemüsebowl kann man auch super varrieren je nachdem welches Gemüse gerade vorrätig ist oder aufgebraucht werden muss. Ich mach zum Beispiel auch sehr gern Zucchinischeiben mit einer Marinade aus Öl und Kräutern. Wenn man mit der Marinade sparsam umgeht hat man auch ein super gesundes Essen und keine Probleme auf die täglichen Gemüseportionen zu kommen.

Welches Gemüse esst ihr am liebsten in so einer Bowl?

Weitere Rezeptideen:
Taco Bowl mit Avocado Dip
Gebackene Süßkartoffel mit Spargel Dip
Süßkartoffelpommes mit Guacamole