Dahner Felsenpfad: abenteuerliche Rundwanderung im Dahner Felsenland

Der Dahner Felsenpfad ist ein 12,5km langer Premiumwanderweg im Dahner Felsenland. Dabei führt er in einer großen Runde durch zahlreiche spannende Felsformationen im Pfälzerwald. Immer wieder geht es über schmale Pfade, steile Anstiege und zwischen den Felsen hindurch. Ich bin den Dahner Felsenpfad im Juli gewandert und erzähle euch hier alles über den Verlauf und die Highlights der Tour.

Markante Felsen und schattige Mischwälder, das ist der Dahner Felsenpfad

Highlights und Verlauf des Dahner Felsenpfads

Wir parken unser Auto zentral am Badeparadies und starten am Restaurant vor dem Campingplatz in die Rundwanderung. Hier laufen wir unterhalb des Pfaffenfelsen entlang, machen uns aber bald an den Aufstieg. Schon hier macht der Dahner Felsenpfad seinem Namen alle Ehre. Es geht über viele Wurzeln, schmale Pfade und vorbei an den ersten Felsen. Es ist auf jeden Fall Trittsicherheit gefragt. Ein paar Stellen mit vielen Wurzeln beim Abstieg sind zusätzlich mit Seilen gesichert. Ansonsten läuft man sehr angenehm auf weichem Boden und mit viel Schatten durch den Mischwald.

Ein paar schwierige Passagen sind wie hier mit Seilen gesichert.

Es geht an einem Sportplatz vorbei und wir erhaschen den ersten Ausblick auf den Schillerfelsen. Der sieht besonders schön aus mit einem kleinen Felstor an der Spitze. Auch hier geht es steil hinauf, auf dem laut Karte anspruchsvollsten Weg der Route. Das Ende des schwierigen Abschnitts wird durch eine Felsspalte markiert, durch die man hindurchklettert. Belohnt werden wir mit einem schönen Ausblick vom Schwalbenfelsen. Dann geht es erstmal auf leichteren Wegen weiter und wir machen ein paar Kilometer auf einfachen Waldwegen zu unserem Etappenziel, der PWV-Hütte. Kurz bevor wir diese erreichen, wird es nochmal ein bisschen kraxeliger beim Abstieg vom Elwetrischefelsen. Meistens bilden die Wurzeln aber kleine Stufen und man kann sich an kleinen Bäumen am Rand festhalten. Auf der Hütte ist dann Zeit für eine Pause und ein kaltes Getränk.

Schillerfelsen bei DahnHier führt der Dahner Felsenpfad durch eine Spalte.

Danach geht es schnell abenteuerlich weiter. Nach knapp einem Kilometer biegt der Wanderweg wieder auf einen kleinen Pfad ab. In vielen Serpentinen und über Wurzeln und Steine geht es zwischen Hirschfelsen, Mooskopf und Roßkegelfelsen hindurch. Dabei sind die Pfade zwar durchaus anspruchsvoll, aber nach der Pause gut zu meistern. Für mich einer der schönsten Abschnitte der Tour. Meine Eltern, mit denen ich bei dieser Tour am Anfang unterwegs war, haben hier abgekürzt und sind am Campingplatz vorbei wieder zum Ausgangspunkt gelaufen und ich bin den Rest alleine gewandert. Jetzt folgt ein längerer Abschnitt über breite Waldwege mit leichten An- und Abstiegen. Landschaftlich spannender wird es wieder, als der Pfad entlang des Ungeheuerfelsens führt. Auch hier geht es wieder durch ein Felsentor. Der Weg führt stetig leicht bergab, auf weichen, mit Kiefernnadeln gepolsterten Waldwegen. So fällt das Laufen leicht.

Der Pfad führt direkt an den Felsen vorbei.Ich beim wandern zwischen hohen Nadelbäumen.

Der letzte steile Anstieg ist nach etwa 9,5km zu bewältigen. Über einen sandigen Pfad geht es in der Sonne hinauf zum Büttelfelsen. Wer möchte, kann über eine Leiter am Fels einen weiteren Aussichtspunkt erklimmen. Danach umrundet man den Felsen auf einem schmalen Pfad und steigt weiter auf zum Lämmerfelsen. Hier geht es ein Stück auf dem Gratweg entlang und man kann ein paar kurze Abstecher zu kleinen Aussichtspunkten machen. Ich halte meine Pausen hier lieber kurz und konzentriere mich beim Abstieg auf meine Tritte. Zwar gab es auf dieser Route bisher schon schwierigere Wege, inzwischen merke ich aber die vielen Kilometer ein bisschen.

Die roten Sandsteinfelsen ragen aus dem MischwaldTypische Felsen mit Baumbewuchs

Darum bin ich ganz froh, als ich unten am Lämmerteich ankomme und nur noch einfache Wege vor mir habe. Ein kurzes Stück folgt der Dahner Felsenpfad hier einem Radweg, dann biege ich ab auf einen schmalen Feldweg neben einem Bach. Einen kurzen Aufstieg gibt es eigentlich noch beim Wachtfelsen, den habe ich diesmal allerdings abgekürzt und bin die wenigen Meter zum Ausgangspunkt der Tour gelaufen. Insgesamt war ich fast 6 Stunden unterwegs.

Meine Meinung zum Dahner Felsenpfad

Der Dahner Felsenpfad war eine der schönsten Wanderungen, die ich seit langem unternommen habe. Er ist zurecht Premiumwanderweg mit spannender Wegführung und landschaftlichen Highlights. Zudem ist die Route in beide Laufrichtungen sehr gut markiert. Besonders gefallen haben mir die vielen kleinen Pfade zwischen den Felsen, auch wenn sie für mich teilweise etwas herausfordernd waren. Mit inzwischen etwas Wandererfahrung und einigen Pausen konnte ich die Wanderung auch mit den anspruchsvollen Passagen gut schaffen. Dabei kam mir neben meinem Training zugute, dass die schwierigsten Stellen eher am Anfang der Rundwanderung waren. Die Aussichten entlang der Route fand ich dagegen nicht so spektakulär, aber das war gar nicht schlimm.

Daten zum Dahner Felsenpfad

Länge: 12,7km
Höhenmeter: 310hm bergauf, 300hm bergab
Dauer: 5-6 Stunden
Schwierigkeit: mittelschwer bis schwer (wegen einiger schwieriger Abschnitte die Trittsicherheit erfordern)
An-/Abreise: Im Dahner Felsenland ist man am flexibelsten mit dem Auto. Dahn erreicht man über die B427. Im Ort biegt man dann ab Richtung Bahnhof Dahn-Süd und zum Badeparadies. Dort oder am Wachtfelsen gibt es Wanderparkplätze. Es gibt auch eine Bushaltestelle „Dahn, Braut und Bräutigam“, die wird z.B. mit der Linie 545 von Bad Bergzabern aus angefahren, allerdings nur ein paarmal pro Tag.
Einkehrmöglichkeiten: Auf der Wanderung hast du nach etwa 4,5km die Möglichkeit, in der PWV-Hütte einzukehren. Dort gibt es kalte Getränke, Kaffee, Kuchen und ein paar warme Speisen, allerdings nichts Veganes. Am Start-/Endpunkt der Tour befindet sich ebenfalls ein Restaurant.
Alternativen: Da die Route in Schleifen um den Startpunkt verläuft, kann man sie an einigen Stellen abkürzen. Z.B. kann man nach knapp 7km quer am Campingplatz vorbeilaufen, oder nach 8,5 oder 9,5km zurück zum Parkplatz laufen. Auch einige der schwierigen Passagen kann man umgehen, z.B. am Elwetrischefelsen (hier zweigt vorher ein kürzerer Weg zur PWV-Hütte ab) oder am Mooskopf (hier kann man einfach rechts auf einem einfachen Waldweg weiterlaufen und trifft nach wenigen Metern wieder auf den Dahner Felsenpfad). Wer die schwierigen Passagen umgeht, verpasst allerdings auch die Highlights des Wanderwegs.
Route auf komoot zum nachwandern

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