Südengland Roadtrip – Teil 3: St Ives, Land’s End und Tintangel Castle

„Welcome to Cornwall“ steht auf einem Schild am Straßenrand. Nachdem wir schon eine Woche in Südengland unterwegs sind, führt uns die Reise nun in wunderschöne Gärten, urige Fischerdörfchen und traumhafte Küstenabschnitte, wie sie nur Cornwall zu bieten hat.

Südengland Roadtrip Lydford Gorge White Lady Wasserfall

Lydford Gorge

Zuerst machen wir aber einen Abstecher ins Dartmoor, dort unternehmen wir eine kleine Wanderung in der Lydford Gorge. Wir nehmen den großen Rundweg, der ist ca. 5 Kilometer lang und führt uns erst oberhalb der Schlucht durch den Wald, dann geht es viele Treppen hinunter bis wir vor einem Wasserfall stehen. Der Wasserfall heißt „The White Lady“, ist ca. 30 Meter hoch und ist eins der Highlights in der Lydford Gorge. Danach führt der Weg weiter in die Schlucht hinein. Es geht immer am Bach entlang, auf teilweise schmalen Pfaden und über rutschige Treppenstufen, die in den Stein gehauen sind. Gegen Ende wir die Schlucht immer schmaler. Das Wasser hat sich hier durch den Stein gefressen und über dem Bach ragen moosbewachsene Felswände in die Höhe. An einer Abzweigung geht es dann wieder zum Parkplatz zurück.

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Lost Gardens of Heligan

In Cornwall wollen wir auf jeden Fall einen der vielen Gärten besuchen und entscheiden uns für die Lost Gardens of Heligan. Die Gärten gehören zu einem großen Anwesen, große Teile wurden währen der viktorianischen Zeit angelegt. Nach dem 1. Weltkrieg verwilderte das Anwesen dann zusehends und erst um 1990 wurde der Garten wieder aufgebaut. Heute ist er ein Besuchermagnet in Cornwall. Es gibt einen großen Landschaftsgarten, Ziergärten, Nutzgärten und den sogenannten Dschungel. Wir gehen zuerst zum Dschungel. Hier gibt es subtropische Pflanzen, kleine Teiche und eine Seilbrücke. Den Landschaftsgarten finden wir diesmal nicht so interessant und auch der Rest der Anlage kann mich kaum begeistern. Es gibt ein paar interessante Skulpturen, aber die lassen sich an einer Hand abzählen. In einem Teil des Gartens werden auch Nutztiere gehalten, unter Anderem Schafe, Pferde und Hühner, was ich immer sehr kritisch sehe. Wir schauen uns dann noch den Ziergarten an und gehen dann wieder. Auf einen langen Spaziergang haben wir nach unserer Wanderung heute morgen keine Lust mehr.

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St Ives

Am nächsten Tag geht es weiter nach Westcornwall, genauer gesagt nach St Ives. Hier findet man alles, was für ein kleines Städtchen in Cornwall typisch ist. Es gibt einen eigenen kleinen Sandstrand, ein kleines Hafenbecken und überall Bäckereien, die Cornish Pasties verkaufen. Da schlagen wir direkt zu und setzten uns mit unserem Picknick ans Wasser. Danach laufen wir zur Kaimauer, wo unsere Bootstour zur Seal Island startet. Seal Island ist eigentlich bloß ein etwas größerer Felsen, der ein Stück von hier vor der Küste aus dem Wasser ragt. Seehunde gibt es natürlich trotzdem und die faulenzen auf den Felsen oder lassen sich gemütlich im Wasser treiben. Die Tour dauert etwa eine Stunde und das kleine Boot mit dem wir unterwegs sind schaukelt ganz schön stark in den Wellen. Uns macht das zum Glück nicht viel aus und dank der süßen Seehunde bin ich sowieso in super guter Stimmung. Wir bummeln dann noch ein bisschen durch das kleine Städtchen und kaufen ein paar Postkarten.

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Land’s End

Bevor es nach Land’s End geht legen wir noch einen kurzen Stopp vor St Michaels Mount ein. Die Gezeiteninsel ist nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar, deswegen halten wir einfach am Strand davor und genießen ein bisschen die Sonne.
Als wir bei Land’s End ankommen beginnt gerade die Goldene Stunde und taucht die Küste in wunderschönes Abendlicht. Die Shops im Visitor Center haben alle schon geschlossen, aber wir gehen sowieso lieber nur zur Küste. Hätten wir mehr Zeit, wäre auch eine längere Wanderung über den Costal Path toll. So laufen wir nur ein kleines Stück und schauen immer wieder aufs Meer hinaus, wo man am Horizont riesige Schiffe und die Scilly Islands erahnen kann. Über 1000 Kilometer sind wir bis hierher schon gefahren und haben dabei Englands Südküste von Dover bis Land’s End erkundet. Ab morgen geht es übers Landesinnere wieder zurück.

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Tintangel Castle

Bevor wir Cornwall wieder verlassen steht noch ein Besuch in Tintangel an, wo wir auf dem Weg Richtung Bristol einen Stopp einlegen. Hier besuchen wir Tintangel Castle, von dem aber nur noch wenige Ruinen übrig sind. Viel schöner ist mal wieder die Küste, die hier besonders rau und zerklüftet ist. An der Wasserkante gibt aus mehrere Höhlen, unter Anderem Merlins Cave. Tintangel Castle spielt in den Sagen rund um Merlin und King Arthur eine wichtige Rolle. Auf dem Burgareal findet sich auch eine Statue von King Arthur. Von dort Oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Küste. Cornwall will uns heute auch den Abschied schwer machen und zeigt sich nochmal von seiner besten Seite. Die Sonne strahlt, das Meer leuchtet blaugrün und für Mitte Oktober haben wir super Wetter erwischt. Schade, dass wir nicht noch länger bleiben können.

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Die Lydford Gorge gehört zum National Trust und man zahlt ca. 9 Pfund Eintritt. Da die Wege teilweise sehr schmal sind, kann man bei dem Rundgang nur in einer Richtung laufen. An schwierigen Stellen gibt es ein Geländer an dem man sich festhalten kann, ich empfehle außerdem festes Schuhwerk. Mehr Infos hier.
Der Eintritt zu The Lost Gardens of Heligan kostet 13,50 Pfund pro Person. Mehr Infos gibt es hier.
Für die Seal Island Tour gibt es verschiedene Anbieter. Wir haben unsere Tickets bei einem kleinen Stand am Hafen gekauft und pro Person 12 Pfund bezahlt.
Der Eintritt zu Tintangle Castle kostet um die 9 Pfund pro Person. Mehr Infos hier.
In Cornwall gibt es viele sehr schmale Straßen, ein kleines Auto ist also von Vorteil. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass man hier sehr günstig tanken kann.

2 Comments on “Südengland Roadtrip – Teil 3: St Ives, Land’s End und Tintangel Castle

  1. Toller Bericht über deinen Roadtrip. Ich war vor über 30 Jahren im Süden von England. Der Trip steht auch noch auf meiner Löffelliste. Wie viele Kilometer seid ihr denn insgesamt gefahren? Und wie sind denn da die Übernachtungsmöglichkeiten?
    Lg Dagmar

  2. danke :), ich glaub insgesamt sind wir so ca. 3000 Kilometer gefahren, vielleicht auch was mehr, Übernachtungen haben wir immer über Airbnb gebucht, sonst gibt es in Cornwall aber auch viele B&B’s

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