Reiseblogger unterwegs in Bonn

Gestern war es endlich soweit: Ariane von Heldenwetter und ich haben zusammen das erste Bonner Reiseblogger Treffen organisiert. Denn wir wollten zeigen, dass Bonn mehr ist als Beethoven und man auch hier einiges entdecken kann.

Reiseblogger Treffen Bonn Base Camp

Knapp 20 Reiseblogger sind unserer Einladung gefolgt und kaum angekommen ging es auch schon los ins Regierungsviertel, wo eine kleine Führung mit Bonntouren auf uns wartete. Wer noch nie Tourist in der eigenen Stadt gespielt hat, sollte das unbedingt mal machen, denn man erfährt viele lustige und interessante Dinge, da kann selbst öde Politik Spaß machen.

Reiseblogger Treffen Bonn Führung durch das RegierungsviertelReiseblogger Treffen Bonn Führung durch das Regierungsviertel

Danach ging es ins Base Camp Hostel, wo Bonn Tourismus sich und den neuen Instagram Account vorstellte. Anschließend stand Instagram Expertin Michèle Lichte von IG4 Business für die Fragen der Blogger zur Verfügung.

Reiseblogger Treffen Bonn

Nach einer kurzen Stärkung mit Getränken und Finger-Food führte uns Thomas schließlich durch das Base Camp, wohl eins der verrücktesten Hostels weltweit. Statt in normalen Schlafsälen übernachtet man hier in alten Wohnwagen, bei denen jeder nach seinem ganz eigenen Motto gestaltet ist. Da wäre zum Beispiel der England Wagen, für alle Fans von Great Britain, ein alter Trabbi und alte VW-Busse.

Reiseblogger Treffen Bonn

Zum Schluss ging es noch zu einem Instawalk durch die Stadt. Vom Hofgarten bis in die Altstadt, wo zwar von der berühmten Kirschblüte nicht mehr allzu viel zu sehen war, dafür konnten wir noch beim Altstadtflohmarkt ein bisschen stöbern.

Reiseblogger Treffen Bonn

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das Base Camp, Bonntouren, Michèle Lichte und Bonn Tourismus für die Unterstützung bei unserem Reiseblogger Treffen. Und vielen Dank an alle Blogger, die da waren. Wir hoffen, wir sehen euch wieder mal in Bonn.

Mit dabei waren: Join the Sunny Side, Ausreisserin, Travelingkinder, Fernwehge, Rooftopmelodies, Rosas Reisen, The Travelling Colognian, Takly on Tour, Fernweh und so, Oft unterwegs, Bullitouren, Backpack Stories und our vegan life.

Urlaub im Nachbarland – Ein Wochenende auf Texel

Ein entspanntes Wochenende sollte es werden, bei dem wir viel Zeit draußen verbringen und im besten Fall die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres genießen würden. Dass sich unser Wochenende auf Texel etwas anders gestaltete, lag vor Allem am Wetter. Schön war es aber trotzdem und von den Highlights erzähle ich euch heute.

Ein Wochenende auf Texel, Leuchtturm

Wettermäßig fing es ganz gut an. Als wir im Rheinland losfuhren schien noch die Sonne, wir kamen auf der Autobahn gut durch und in den Niederlanden begleiteten uns die Zugvögel. Mit der Fähre setzten wir in gerade mal 20 Minuten vom Festland nach Texel über. An Deck hielt ich schon mal Ausschau nach Seehunden, hatte aber heute kein Glück. Nur die Möwen ließen sich blicken und umkreisten laut kreischend die Passagiere.
Unsere Unterkunft, eine kleine Ferienwohnung, lag in De Koog im Westen der Insel. Nachdem wir kurz unser Gepäck ausgeladen hatten, machten wir uns schon auf zu einem kleinen abendlichen Spaziergang am Strand. Entlang der gesamten Westküsten von Texel zieht sich ein Sandstrand und ein Dünengebiet, das teilweise Naturschutzgebiet ist. Perfekt also, für lange Spaziergänge.
Zurück gingen wir durch das Zentrum von De Koog, in dem sich ein Restaurant an das nächste reiht. Im Sommer wird es hier bestimmt verdammt voll.

Ein Wochenende auf Texel, SonnenuntergangEin Wochenende auf Texel, Sonnenuntergang

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Den Burg, den größten Ort auf Texel. Leider spielte das Wetter heute überhaupt nicht mit, es war sehr windig und es regnete. Dafür hatte Den Burg einige ganz nette Geschäfte. Wie eigentlich überall in den Niederlanden wurde die Innenstadt zum Glück nicht von den immer gleichen Ketten vereinnahmt. Montags gibt es auch einen kleinen Wochenmarkt in Den Burg, der sich aber nur lohnt, wenn man frische Lebensmittel oder Blumen kaufen möchte.

Ein Wochenende auf Texel, Den Burg

Unser nächstes Ziel war der Leuchtturm an der Nordspitze von Texel. Dieser liegt malerisch eingebettet in eine Dünenlandschaft, aus der er mit seiner roten Farbe hervorsticht. Auch hier war es sehr windig und an diesem Tag sehr diesig. Die Sicht reichte kaum weiter als ein paar hundert Meter. Bei Ebbe gingen wir an dem breiten Sandstrand spazieren und ließen uns durchpusten. Nach einer halben Stunde fuhren wir dann aber doch lieber weiter und sahen uns den kleinen Ort de Cocksdorp an.

Ein Wochenende auf Texel, LeuchtturmEin Wochenende auf Texel, Strand

Leider blieb das Wetter das ganze Wochenende über kalt und regnerisch, sodass wir es uns lieber mit einem Buch in der Ferienwohnung gemütlich machten. Eigentlich wollte ich auch eine der Bootstouren zu den Seehundbänken machen, diese fielen leider aber auch aufgrund des schlechten Wetters aus. Trotzdem war unser Wochenende auf Texel sehr schön und es war gut mal raus zu kommen und etwas anderes zu sehen. Am Meer fühle ich mich sowieso immer wohl und vor Allem unser Hund hatte seinen Spaß, beim herumtollen am Strand. An vielen Stränden auf Texel dürfen Hunde nämlich frei laufen und auch sonst dürfen sie angeleint immer mit an den Strand.

Ein Wochenende auf Texel, StrandEin Wochenende auf Texel, Strand

Da wir in der Ferienwohnung selbst kochen konnten, war veganes Essen natürlich überhaupt kein Problem. Im Supermarkt in De Koog gab es viele vegane Produkte und in Den Burg habe ich auch einen Bioladen entdeckt. In einem Restaurant waren wir nur an unserem letzten Abend. Im De Kroontjes konnten sie mir zwar auf Nachfrage etwas veganes machen und das Essen war auch sehr lecker, die Portionen waren aber für meinen Geschmack zu klein und dafür zu teuer.

Vegan Essen Texel

Mehr Tipps für vegane Restaurants auf Texel habe ich hier gefunden.
Reisekladde hat über die fünf niederländischen Watteninseln geschrieben, zu denen Texel gehört.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade zum Thema „Urlaub im Nachbarland“ von Die bunte Christine Teil.

Rezept: Rhabarberkompott

Heute gibt’s mal wieder ein saisonales Rezept, diesmal mit Rhabarber. Das Rhabarberkompott machen wir, wenn Saison ist, eigentlich fast jede Woche. Das Rezept habe ich euch bisher noch nicht verraten, aber das hole ich heute nach.

Rhabarberkompott

Zutaten:
1 kg Rhabarber
350 ml Apfelsaft
2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver

1. Den Rhabarber waschen, wenn nötig schälen und in ca. 1cm breite Stücke schneiden.
2. Zucker und Vanillepuddingpulver in ein Schälchen geben und mit 6 EL von dem Apfelsaft verrühren.
3. Den Rhabarber mit dem restlichen Apfelsaft in einem Topf ca. 10min köcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist. Jetzt die Puddingmischung dazugeben und nochmal kurz aufkochen lassen.
4. Rhabarberkompott in eine Schüssel füllen und abkühlen lassen.

Rhabarberkompott

Wenn ich das Rhabarberkompott nicht pur esse, esse ich noch gern Sojajoghurt dazu. Das gibt es leckeres Frühstück. Erbeeren passen auch super dazu.
Mit dem Rezept mache ich bei der neuen Aktion Season your kitchen von Ulli von Cookies and Style und Angie von Bissen für’s Gewissen mit. Jeden Monat steht anderes Obst und Gemüse, das gerade Saison hat auf dem Plan und dazu kann man sich ein Rezept überlegen. Im April sind das Spargel, Bärlauch und eben Rhabarber. Wenn ihr auch mitmachen wollt findet ihr hier alle Infos.

Südengland Roadtrip – Teil 4: Bath, Bristol und Windsor Castle

Der größte Teil unseres Südengland Roadtrips führte an der Küste entlang. Da wir aber den Rückweg nicht in einem Stück fahren wollten, planten wir dafür noch ein paar weitere Tage ein und besuchten dabei mit Bath und Bristol auch noch zwei größere Städte.

Südengland Roadtrip Exmoor Tarr Stepps

Tarr Stepps

Auf dem Weg von Cornwall machen wir aber erst noch einen kurzen Abstecher ins Exmoor. Die Tarr Stepps hatten wir uns am Morgen als Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung ausgesucht. Leider haben wir aber die Stecke ziemlich unterschätzt und auf den kleinen Sträßchen im Exmoor Nationalpark kann man auch nur sehr langsam fahren, deswegen ist es schon später Nachmittag, als wir endlich dort ankommen. Die Tarr Steps, eine alte Steinbrücke die der Sage nach vom Teufel persönlich gebaut wurde, liegen zum Glück sehr nah am Besucherparkplatz und so ist unser Umweg nicht ganz umsonst. Trotzdem machen wir uns schnell wieder auf den Weg, denn wir wollen noch bevor es dunkel wird bei unserer Unterkunft sein.

Südengland Roadtrip Sonnenaufgang in Glastonbury

Glastonbury

Wir übernachten in einer Airbnb Unterkunft in Glastonbury und werden morgens mit einer wunderschönen Aussicht geweckt. Die Sonne geht langsam auf und über den Wiesen und Hügeln drumherum schwebt ein dicker Nebel. Genau so habe ich mir England immer vorgestellt.
Bevor wir weiterfahren schauen wir uns die Stadt auch noch kurz an. Glastonbury gilt als Paradies für Hippies und die Läden spiegeln das auch ganz schön wieder, fast überall gibt es Anhänger mit Spirituellen Motiven, Räucherstäbchen oder T-Shirts mit Batikdruck zu kaufen. Immerhin finden wir auch einen Bioladen mit großem veganem Angebot. Schließlich gehen wir noch ein Stück den Hügel Richtung Tor hinauf, von wo wir einen tollen Blick über die Stadt haben.

Südengland Roadtrip Blick über Glastonbury

Bath

In Bath stehen natürlich die alten römischen Bäder auf dem Programm. Ich bin wirklich erstaunt, wie gut alles noch erhalten ist und besonders die Architektur rund um das große Becken gefällt mir gut. Auch wenn es sehr voll ist lohnt sich ein Besuch, solche gut erhaltenen römischen Bauten gibt es schließlich nicht so oft.
Nach einem kleinen Mittagessen machen wir einen Rundgang durch die Stadt. Wir starten an der Pulteney Brücke, die mit der Wassertreppe im Vordergrund ein tolles Fotomotiv ist. Weiter geht es durch die Stadt, wo noch viele Häuser aus dem 18. Jahrhundert erhalten sind. Damals entwickelte sich Bath zum beliebtesten Kurort der gehobenen Gesellschaft. Sehenswert aus dieser Zeit sind unter Anderem der Circus und der Royal Crescent.

Südengland Roadtrip Bath und Bristol, die römischen Bäder von BathSüdengland Roadtrip Bath und Bristol, die römischen Bäder von BathSüdengland Roadtrip Bath und Bristol, Pulteney Brücke

Bristol

Für Bristol haben wir uns einen ganzen Tag Zeit genommen. Wir stehen gemütlich auf, frühstücken und laufen dann von unserer Unterkunft zu Fuß in die Stadt. Wir bummeln am Fluss entlang und gehen zum Hafen. Von hier startet unsere eigentliche Tour. Heute wollen wir uns viel Street Art anschauen und ich habe mithilfe einer Karte aus dem Internet eine kleine Route zusammengestellt. Bristol ist berühmt für seine Street Art, oder vielmehr für einen Künstler. Banksy ist hier aufgewachsen und so findet man auch noch viele seiner Kunstwerke in den Straßen von Bristol. Am Bekanntesten sind wohl sein Werk mit dem nackten Mann, der aus dem Fenster hängt und „The Mild Mild West“, dass nur eins von vielen Street Art Werken rund um die Stokes Croft ist.
Den Nachmittag nutzten wir für eine Shoppingtour, bevor wir am Abend nochmal lecker essen gehen.

Südengland Roadtrip Bath und BristolSüdengland Roadtrip Bath und Bristol, Street Art von BanksySüdengland Roadtrip Bath und Bristol, Street Art von Banksy

Avebury

An unserem letzten Reisetag in England fahren wir von Bristol aus wieder Richtung Dover. Natürlich nicht ohne ein paar Stopps auf der Route einzubauen. Nachdem wir mit Stonehenge schon den berühmtesten Steinkreis in England gesehen haben, wollen wir auch nach Avebury. Die Steinkreise sind hier einfacher, dafür über größere Fläche verteilt und ein Dorf befindet sich mittendrin. Diesmal sind wir aber nicht so begeistert, auch wenn niedliche Schafe zwischen den Steinen herumlaufen.

Südengland Roadtrip Steinkreise von Avebury

Windsor Castle

Unsere Route führt uns an London vorbei und bei der Gelegenheit besuchen wir Windsor Castle. Schon bei der Anfahrt sehen wir das Schloss, das über dem Ort thront. Windsor Castle ist eine der Hauptresidenzen der Queen und wird schon seit fast 1000 Jahren vom britischen Königshaus bewohnt. Wir besorgen uns gleich eine Eintrittskarte und schauen uns die State Apartments an. Viel Zeit haben wir dafür leider nicht, denn einige der Räume werden am Abend für ein Event benötigt und wir werden weiter gescheucht. Im Hof fallen uns dann die vielen tief fliegenden Flugzeuge auf. Heathrow ist ganz in der Nähe und selbst die Queen wohnt in der Einflugschneise.

Südengland Roadtrip Windsor CastleSüdengland Roadtrip Windsor Castle
Wir müssen aber mit dem Auto wieder zurück und haben eine Fähre für den nächsten Morgen reserviert. Unser Roadtrip endet dort wo er angefangen hat: in Dover und nach einem letzten Blick auf die Küste nehmen wir Abschied von England und machen uns auf den Weg nach Hause.

Tipps:
Plant für einen Abstecher ins Exmoor besser einen ganzen Tag ein, auf den kleinen Sträßchen kommt man nur sehr langsam voran.
Die römischen Bäder gehören bei einem Besuch in Bath auf jeden Fall dazu. Der Eintritt kostet 15 Pfund. Mehr Infos hier.
Bristol ist neben London eine der Städte für Street Art Fans in England. Neben Banksy haben noch viele weitere Künstler hier ihre Werke gezeigt. Mehr über Street Art in Bristol findet ihr hier.
Der Eintritt zu den Steinkreisen von Avebury ist frei, allerdings zahlt man 7 Pfund Parkgebühren.
Windsor Castle kann man auch von London aus gut besuchen. Tickets kosten 20 Pfund. Mehr Infos hier.
Während unseres Roadtrips haben wir meistens in Privatzimmer, die wir über Airbnb gefunden haben übernachtet. Wenn ihr euch über diesen Link dort anmeldet bekommt ihr 35€ Startguthaben.
Für die Planung war der Lonely Planet Reiseführer für England *(Affiliate Link) super.

Rezept: Hefeschnecken mit Puddingfüllung

Wenn ich als Kind eins geliebt habe waren das Hefeschnecken. Letzte Woche habe ich endlich mal selbst welche gemacht: mit Vanillepudding und Rosinen als Füllung und ganz viel Zuckerguss obendrauf, weil das bei Hefeschnecken eben so sein muss.

vegane Hefeschnecken mit Puddinfüllung

Zutaten:
für den Teig:
500g Mehl
1 Würfel Hefe (42g)
80g Zucker
250ml Sojamilch
80g Margarine
für die Füllung:
400ml Sojamilch
2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
100g Rosinen
außerdem:
250g Puderzucker

1. Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde formen und die Hefe hinein brökkeln. 1 EL von dem Zucker darüber verstreuen, die Sojamilch kurz erhitzen, bis sie lauwarm ist, etwas Sojamilch zur Hefe geben und zu einem Vorteig verrühren. Diesen 15min an einem warmen Ort gehen lassen. Wichtig: das Mehl wird noch nicht komplett mit eingerührt.
2. Nun die Margarine und den Rest Sojamilch und Zucker dazugeben und alles zu einem Teig kneten. Den Teig nochmal 30min gehen lassen.
3. Während der Teig geht, könnt ihr schonmal den Pudding kochen, einfach nach Packungsanleitung nur mit 400 statt 500ml Milch kochen.
4. Den Teig nochmals kneten und möglichst rechteckig ausrollen. Zuerst den Pudding und dann die Rosinen darauf verteilen. Von der langen Seite her aufrollen und in ca. 2cm breite Stücke schneiden.
5. Die Schnecken auf einem Backblech mit genügend Abstand platzieren, nochmals ca. 30min gehen lassen und dann bei 180°C Umluft 15-20min backen.
6. Wenn die Schnecken abgekühlt sind, könnt ihr sie noch mit Zuckerguss verzieren. Dafür den Puderzucker sieben, mit 3-4EL heißem Wasser verrühren und mit einem Löffel über den Schnecken verteilen.

vegane Hefeschnecken mit PuddinfüllungJetzt frage ich mich nur, warum ich nicht schon früher auf die Idee für dieses Rezept gekommen bin, wo doch Hefeschnecken zu meinem Lieblingsgebäck gehören. Jedenfalls habe ich kürzlich mal meine Lebensmittelschränke aufgeräumt, alles, was bald gegessen werden muss auf eine Liste geschrieben und mir dazu Rezepte überlegt. Dabei habe ich unter Anderem mehrere Päckchen Rosinen gefunden, die noch von der Weihnachtsbäckerei übrig sein müssen und da kam mir die Idee mit den Hefeschnecken. Gerichte, die sonst noch durch meine Aufräumaktion zustande kamen poste ich auf Instagram, also schaut da mal vorbei, wenn ihr wollt.

vegane Hefeschnecken mit Puddinfüllung

Welches Gebäck mögt ihr am liebsten?

Südengland Roadtrip – Teil 3: St Ives, Land’s End und Tintangel Castle

„Welcome to Cornwall“ steht auf einem Schild am Straßenrand. Nachdem wir schon eine Woche in Südengland unterwegs sind, führt uns die Reise nun in wunderschöne Gärten, urige Fischerdörfchen und traumhafte Küstenabschnitte, wie sie nur Cornwall zu bieten hat.

Südengland Roadtrip Lydford Gorge White Lady Wasserfall

Lydford Gorge

Zuerst machen wir aber einen Abstecher ins Dartmoor, dort unternehmen wir eine kleine Wanderung in der Lydford Gorge. Wir nehmen den großen Rundweg, der ist ca. 5 Kilometer lang und führt uns erst oberhalb der Schlucht durch den Wald, dann geht es viele Treppen hinunter bis wir vor einem Wasserfall stehen. Der Wasserfall heißt „The White Lady“, ist ca. 30 Meter hoch und ist eins der Highlights in der Lydford Gorge. Danach führt der Weg weiter in die Schlucht hinein. Es geht immer am Bach entlang, auf teilweise schmalen Pfaden und über rutschige Treppenstufen, die in den Stein gehauen sind. Gegen Ende wir die Schlucht immer schmaler. Das Wasser hat sich hier durch den Stein gefressen und über dem Bach ragen moosbewachsene Felswände in die Höhe. An einer Abzweigung geht es dann wieder zum Parkplatz zurück.

Südengland Roadtrip Lydford Gorge Südengland Roadtrip Lydford Gorge

Lost Gardens of Heligan

In Cornwall wollen wir auf jeden Fall einen der vielen Gärten besuchen und entscheiden uns für die Lost Gardens of Heligan. Die Gärten gehören zu einem großen Anwesen, große Teile wurden währen der viktorianischen Zeit angelegt. Nach dem 1. Weltkrieg verwilderte das Anwesen dann zusehends und erst um 1990 wurde der Garten wieder aufgebaut. Heute ist er ein Besuchermagnet in Cornwall. Es gibt einen großen Landschaftsgarten, Ziergärten, Nutzgärten und den sogenannten Dschungel. Wir gehen zuerst zum Dschungel. Hier gibt es subtropische Pflanzen, kleine Teiche und eine Seilbrücke. Den Landschaftsgarten finden wir diesmal nicht so interessant und auch der Rest der Anlage kann mich kaum begeistern. Es gibt ein paar interessante Skulpturen, aber die lassen sich an einer Hand abzählen. In einem Teil des Gartens werden auch Nutztiere gehalten, unter Anderem Schafe, Pferde und Hühner, was ich immer sehr kritisch sehe. Wir schauen uns dann noch den Ziergarten an und gehen dann wieder. Auf einen langen Spaziergang haben wir nach unserer Wanderung heute morgen keine Lust mehr.

Südengland Roadtrip Cornwall Lost Gardens of HeliganSüdengland Roadtrip Cornwall Lost Gardens of Heligan

St Ives

Am nächsten Tag geht es weiter nach Westcornwall, genauer gesagt nach St Ives. Hier findet man alles, was für ein kleines Städtchen in Cornwall typisch ist. Es gibt einen eigenen kleinen Sandstrand, ein kleines Hafenbecken und überall Bäckereien, die Cornish Pasties verkaufen. Da schlagen wir direkt zu und setzten uns mit unserem Picknick ans Wasser. Danach laufen wir zur Kaimauer, wo unsere Bootstour zur Seal Island startet. Seal Island ist eigentlich bloß ein etwas größerer Felsen, der ein Stück von hier vor der Küste aus dem Wasser ragt. Seehunde gibt es natürlich trotzdem und die faulenzen auf den Felsen oder lassen sich gemütlich im Wasser treiben. Die Tour dauert etwa eine Stunde und das kleine Boot mit dem wir unterwegs sind schaukelt ganz schön stark in den Wellen. Uns macht das zum Glück nicht viel aus und dank der süßen Seehunde bin ich sowieso in super guter Stimmung. Wir bummeln dann noch ein bisschen durch das kleine Städtchen und kaufen ein paar Postkarten.

Südengland Roadtrip Cornwall St IvesSüdengland Roadtrip Cornwall St IvesSüdengland Roadtrip Cornwall St Ives SeehundeSüdengland Roadtrip Cornwall St Ives Seehunde

Land’s End

Bevor es nach Land’s End geht legen wir noch einen kurzen Stopp vor St Michaels Mount ein. Die Gezeiteninsel ist nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar, deswegen halten wir einfach am Strand davor und genießen ein bisschen die Sonne.
Als wir bei Land’s End ankommen beginnt gerade die Goldene Stunde und taucht die Küste in wunderschönes Abendlicht. Die Shops im Visitor Center haben alle schon geschlossen, aber wir gehen sowieso lieber nur zur Küste. Hätten wir mehr Zeit, wäre auch eine längere Wanderung über den Costal Path toll. So laufen wir nur ein kleines Stück und schauen immer wieder aufs Meer hinaus, wo man am Horizont riesige Schiffe und die Scilly Islands erahnen kann. Über 1000 Kilometer sind wir bis hierher schon gefahren und haben dabei Englands Südküste von Dover bis Land’s End erkundet. Ab morgen geht es übers Landesinnere wieder zurück.

Südengland Roadtrip Cornwall St Michaels MountSüdengland Roadtrip Cornwall Land's EndSüdengland Roadtrip Cornwall Land's End

Tintangel Castle

Bevor wir Cornwall wieder verlassen steht noch ein Besuch in Tintangel an, wo wir auf dem Weg Richtung Bristol einen Stopp einlegen. Hier besuchen wir Tintangel Castle, von dem aber nur noch wenige Ruinen übrig sind. Viel schöner ist mal wieder die Küste, die hier besonders rau und zerklüftet ist. An der Wasserkante gibt aus mehrere Höhlen, unter Anderem Merlins Cave. Tintangel Castle spielt in den Sagen rund um Merlin und King Arthur eine wichtige Rolle. Auf dem Burgareal findet sich auch eine Statue von King Arthur. Von dort Oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Küste. Cornwall will uns heute auch den Abschied schwer machen und zeigt sich nochmal von seiner besten Seite. Die Sonne strahlt, das Meer leuchtet blaugrün und für Mitte Oktober haben wir super Wetter erwischt. Schade, dass wir nicht noch länger bleiben können.

Südengland Roadtrip Cornwall Tintangel CastleSüdengland Roadtrip Cornwall Tintangel CastleTipps:
Die Lydford Gorge gehört zum National Trust und man zahlt ca. 9 Pfund Eintritt. Da die Wege teilweise sehr schmal sind, kann man bei dem Rundgang nur in einer Richtung laufen. An schwierigen Stellen gibt es ein Geländer an dem man sich festhalten kann, ich empfehle außerdem festes Schuhwerk. Mehr Infos hier.
Der Eintritt zu The Lost Gardens of Heligan kostet 13,50 Pfund pro Person. Mehr Infos gibt es hier.
Für die Seal Island Tour gibt es verschiedene Anbieter. Wir haben unsere Tickets bei einem kleinen Stand am Hafen gekauft und pro Person 12 Pfund bezahlt.
Der Eintritt zu Tintangle Castle kostet um die 9 Pfund pro Person. Mehr Infos hier.
In Cornwall gibt es viele sehr schmale Straßen, ein kleines Auto ist also von Vorteil. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass man hier sehr günstig tanken kann.