Vegan Reisen – meine Tipps und Tricks

Eins der Hauptthemen auf meinem Blog ist ja vegan Reisen. Von meinen Trips bringe ich euch immer Tipps für vegane Restaurants mit, zb. für London, die Bretagne und Berlin. Wie ich die Restaurants finde und wie ich es schaffe mich auf Reisen vegan zu ernähren erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Vegan ReisenDas Reiseziel

Eins vorweg: ich suche mir das Reiseziel nicht danach aus, wie einfach ich mich dort vegan ernähren kann. An erster Stelle steht bei mir das Interesse für das Land, die Stadt oder die Natur. Alles andere ergibt sich und notfalls wird eben improvisiert. Es gibt natürlich Reiseziele an denen es für Veganer einfacher ist etwas zu Essen zu finden als anderswo. In den meisten großen Europäischen Städten (London, Paris, Barcelona, Berlin, etc.) gibt es zahlreiche vegane und vegetarische Restaurants, je weiter außerhalb man sich befindet, desto kleiner wird meistens das Angebot. Dann kann man sich auch an den landestypischen Gerichten orientieren. Es gibt Länder in denen ist die Ernährung sehr Fleisch- oder Fischlastig, zB. In Frankreich oder in Brasilien. In Südostasien gibt es dagegen viele Gerichte mit frischem Obst und Gemüse, Israel ist auch ein sehr veganfreundliches Land. Tipps zu Städten und Ländern die ich bereits besucht habe findet ihr hier.

Recherche

Vor jeder Reise suche ich im Internet nach Veganen Restaurants. Meine erste Anlaufstelle ist dabei die App Happy Cow, hier finde ich meist schon einige Ergebnisse. Dann frage ich andere Reisende nach ihren Erfahrungen. Gleichgesinnte findet man zb auf Facebook in der Gruppe vegan reisen/vegan travelling. Hier bekommt man nicht nur gute Restaurantempfehlungen sondern kann auch Nachfragen, zb. wie viel man für ein veganes Essen rechnen kann oder wie das vegane Angebot im Supermarkt aussieht. Anschließend suche ich nochmal nach den Begriffen „Vegan + Reiseziel“, da findet man dann oft Berichte auf Blogs, denn viele vegane Blogger schreiben auch über ihren Urlaub.

Vorbereitung

Je nachdem wie meine Recherche ausgefallen ist, bereite ich mich dann auf die Reise vor. Vegane Restaurants markiere ich mir schon vorher auf einer Karte, schaue welche Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind und wie ich einen Besuch bei beidem kombinieren kann. Wenn ich nicht so genau weiß was mich vor Ort erwartet und mein Gepäck es erlaubt, nehme ich auch das ein oder andere Produkt von zu Hause mit. Einen Aufstrich kann man eigentlich immer gebrauchen und auch andere Produkte wie Sojasahne, die nicht gekühlt werden müssen kann man gut mitnehmen. Bei Rundreisen nehme ich meist kleine Sojamilch-Trinkpäckchen mit, für meinen morgendlichen Kaffee.
Ihr könnt natürlich auch bei eurer Unterkunft vorher nachfragen, wie deren veganes Angebot aussieht. So wisst ihr genau woran ihr seid und wenn ihr Glück habt besorgt ein Hotel auch schonmal extra vegane Sachen. Bei den meisten meiner Reisen versuche ich auch eine Unterkunft zu finden, in der ich die Möglichkeit habe selbst zu kochen. Das ist nicht nur für Veganer praktisch, es spart obendrein Geld.

Vor Ort

Wenn ich selbst koche muss ich ja sowieso einkaufen, aber auch sonst mache ich meiste einen Abstecher in einen Supermarkt und schaue mir an, was es so an veganen Produkten zu kaufen gibt. Da ich meist die Unterkunft nur mit Frühstück buche, decke ich mich dort auch mit Sojamilch, oder etwas Joghurt (wenn vorhanden), ein. Bisher bestand mein Hotelfrühstück eigentlich immer aus Toast, Marmelade und etwas Obst, was mir vollkommen ausreicht.
Dann besuche ich natürlich die Restaurants die ich mir vorher rausgesucht habe und teste die Tipps die ich von anderen Reisenden bekommen habe. Wenn es mir irgendwo gut gefällt komme ich auch gern ein zweites oder drittes mal hin und probiere mich durch die Speisekarte.
Findet sich trotz Recherche kein Restaurant mit veganem Angebot, frage ich auch mal in anderen Restaurants nach, ob sie etwas abwandeln können. In einem guten Restaurant sollte das immer möglich sein. Das ist zwar meistens „nur“ ein Salatteller, aber es reicht zum satt werden. In Solchen fällen bin ich dann aber froh, wenn ich die Möglichkeit habe selbst zu kochen. Da ich ja nicht jede Landessprache beherrsche habe ich mir für solche Fragen den Vegan Passport zugelegt. In diesem kleinen Heft steht was Veganer Essen und was nicht in über 70 verschiedenen Sprachen.

Generell kann man eigentlich überallhin vegan reisen, wenn man möchte. Der Reisemarkt passt sich dem auch immer mehr an und es gibt einige Reisen, die schon mit veganer Verpflegung angeboten werden und Hotels die sich super auf vegan/vegetarische Ernährung eingestellt haben. Ich bin mir sicher, dass sich das noch weiterentwickeln wird.

Meine Vegan Guides

Vegan in Barcelona Vegan in Berlin Vegan in Bonn Vegan in der Bretagne Vegan in Island Vegan in Lissabon Vegan in London Vegan in Prag Vegan in Südengland Vegan in Wien

Weitere Tipps von anderen veganen Reisebloggern gibt es in meiner Interviewserie.

Nützliche Links

Happy Cow – App um vegane/vegetarische Restaurants zu suchen (weltweit)
Vanilla Bean – App um vegane /vegetarische Restaurants zu suchen (Deutschland, Österreich, England)
Veggie Hotels – Hotels mit veganem/vegetarischem Angebot
Facebook Gruppe vegan Reisen/vegan travelling – Tipps von anderen vegan Reisenden
Vegane Flusskreuzfahrten – Reiseanbieter
Vegane Reisen nach Afrika – Reiseanbieter
Vegan im Flugzeug – Übersicht

3 Comments on “Vegan Reisen – meine Tipps und Tricks

  1. wow! sehr toller Betrag! ich bin zwar nicht vegan, aber ich kann mir nur vostellen, das solche Personen nicht einfach haben. Vor allem nicht jedes Reiseziel und jeder Stadt „vegan freundliche“ Restaurant hat!

  2. Ich hatte in Deutschland schon große Probleme, da blieb zum Frühstück echt nur Toast mit Marmelade, was ich nicht so toll finde…
    Vor allem in Südostasien findet sich verbreitet gutes Essen, auch im nahen Osten kann man sich von Hummus, Falafel und Salat ernähren. Danke fürs Zusammentragen Deiner Tipps!

  3. Ich lebe zwar selbst nicht vegan, kann mir aber vorstellen, dass man sich auf das Reisen besser vorbereiten muss als jemand, der alles ist. In Hongkong zB hatten wir bei einem FoodWalk eine Veganerin dabei. Selbst Gemüse-Dim-Sum konnte sie nicht essen, da irgendwas mit Schwein mitverarbeitet wurde. Und dass es veganen Essig gibt, habe ich selbst erst kürzlich erfahren.

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